DE308033C - - Google Patents

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DE308033C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K23/00DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
    • H02K23/02DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by arrangement for exciting
    • H02K23/24DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by arrangement for exciting having commutating-pole windings

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Dc Machiner (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vi 308033 > KLASSE 21 d. GRUPPE
wendepolmaschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. März 1916 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Gleichstromwendepolmaschinen, deren Spannung mittels einer der bekannten Kompoundierungseinrichtungen möglichst unabhängig von der Belastung gehalten werden soll. Bei den. gewöhnlichen Kompoundmaschinen zeigt bekanntlich die Belastungscharakteristik, die die Abhängigkeit der Klemmenspannung von der Belastung darstellt, einen gekrümmten Verlauf, etwa nach
ίο Kurve II der Fig. i, während beispielsweise der horizontale Verlauf entsprechend der Geraden I gewünscht wird. Die Krümmung ist bekanntlich eine Folge der Krümmung der Sättigungskurve (Leerlaufscharakteristik) der Maschine und läßt sich durch Bemessung der Hauptpole oder ihrer Erregerwicklungen nicht beseitigen.
In manchen Fällen wird aber eine genaue Konstanz der Spannung verlangt, die man bisher nur durch Verwendung besonderer Regelapparate erzielen konnte. Nach der Erfindung wird nun der Einfluß des Wendepolfeldes auf das Hauptfeld dazu benutzt, die Abhängigkeit der Klemmenspannung von der Belastung der Maschine praktisch zu beseitigen. Zu diesem Zweck wird die Maschine überkompoundiert, so daß sich ohne Anwendung weiterer Hilfsmittel eine Belastungscharakteristik entsprechend Kurve III der Fig. i. ergeben würde; ferner erhält sie auf ihren Wendepolen eine zusätzliche, von der Belastung unabhängige Erregung. Dadurch erhält man bei Leerlauf der Maschine, wo unter den normal vom Hauptstrom erregten Wendepolen kein Feld vorhanden ist, daselbst ein Feld, welches sich je nach der Stellung der Bürsten, zu dem der Hauptpole addiert oder subtrahiert. Erwünscht ist die Verstärkung des Hauptfeldes; sind daher die Bürsten entgegen der Drehrichtung der Maschine verschoben, so muß die zusätzliche Wendepolwicklung im gleichen Sinne magnetisieren wie die Hauptstromwicklung des Wendepols; sind dagegen die Bürsten im Sinne der Maschinendrehung verschoben, so muß die zusätzliche Wendepolwicklung der Wendepol-Hauptstromwicklung entgegenwirken. Stehen die Bürsten in der neutralen Zone, so bewirkt das zusätzliche Wendepolfeld Ausgleichströme unter den Bürsten, die je nach der Erregung der Wendepole in der kurzgeschlossenen Ankerspule ebenfalls kompoundierende (erwünschte) oder gegenkompoundierende (unerwünschte) Amperewindungen erzeugen; die Wirkung ist dann aber weit schwächer.
Um kräftige Felder bei Leerlauf zu erhalten, braucht man nur verhältnismäßig wenig Amperewindungen, so daß die Zusatzerregung auf dem Wendepol klein wird. Infolge ihrer im Verhältnis zu den Ankeramperewindungen geringen Größe bewirkt diese Zusatzerregung bei Vollast nur eine unbedeutende Veränderung des Wendefeldes, während gegen den Leerlauf zu ganz bedeutende Änderungen des Wendefeldes und somit auch beträchtliche zusätzliche Spannungen in der Ankerwicklung
hervorgebracht werden, so~ daß bei Kompoundierung nach der Kurve III (Fig. i) durch die Wendepolzusatzerregung die konstante Span-
. nung entsprechend der Geraden I erreicht werden kann.
Fig. 2 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung. Darin bedeutet A den Anker, H die Hauptfeldwicklung der Maschine, W1 die normale, vom Hauptstrom durchflossene Wendepolwicklung und W2 die zusätzliche Wendepolwicklung nach der Erfindung.
Die erforderliche Kompoundierung kann durch eine besondere, vom Hauptstrom durchflossene Hauptfeldwicklung oder durch besondere Ausbildung der Wendepole oder durch Bürstenverschiebung oder andere bekannte Mittel erreicht werden.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Einrichtung zur Erzielung einer geradlinigen Belastungscharakteristik E = f (J) von ' Gleichstromwendepolmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine mittels einer der bekannten Kompoundierungseinrichtungen (z. B. einer Hauptschlußwicklung auf den Feldpolen) überkompoundiert wird, und daß ferner auf den Wendepolen eine annähernd konstant erregte Zusatzwicklung angebracht ist, die im Anker eine mit der Maschinenspannung gleichgerichtete Zusatzspannung erzeugt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürsten in der Ankerdrehrichtung verschoben sind, und daß die zusätzliche Wendepolwicklung der normalen Hauptstromwendepolwicklung magnetisch entgegenwirkt.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürsten entgegen der Ankerdrehrichtung verschoben sind, und daß die zusätzliche Wendepolwicklung im gleichen Sinne magnetisiert wie die normale Hauptstromwendepolwicklung.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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