DE308486C - - Google Patents

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DE308486C
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H51/00Electromagnetic relays
    • H01H51/30Electromagnetic relays specially adapted for actuation by AC
    • H01H51/32Frequency relays; Mechanically-tuned relays
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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    • H01H51/30Electromagnetic relays specially adapted for actuation by AC

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Description

AUSGEGEBEN AM 28. JUNI 1919
.:■ . Wenn ein Elektromagnet durch Wechselstrom oder schwache Gleichstromstöße, die sich in kleinen Zwischenräumen folgen, erregt wird, so wird je nach der Periodenzahl des Wechselstroms (bzw. der Gleichstromstöße) der Anker mehr oder minder starke Schwingungen in der Periodenzahl des den Elektromagneten erregenden Stromes ausführen und dadurch die Arbeitsleistung des Elektromagneten,:, sei
ίο diese nun, wie bei einem Relais, das Herstellen oder Unterbrechen eines Kontaktes für einen zweiten Stromkreis, oder sei es eine Arbeitsleistung in irgendeiner anderen Form, z. B. das Auslösen eines Sperrhakens, ungünstig beeinflussen.
Zwei Wege sind bisher beschritten worden, um diese Vibrationen^ von der Kontaktstelle bzw. del· Stelle der Arbeitsleistung zu beseitigen, nämlich:
i. Der bei g (Fig. 1) drehbar gelagerte und unter dem Einfluß einer Feder i (Abreißfeder) stehende Anker wurde mit einer Feder h versehen, welche diese Schwingungen aufnahm. Diese Anordnung ist, da sie infolge der Achsenreibung sehr viel Kraft beansprucht, nur für verhältnismäßig starke Ströme, nicht aber schwache Ströme, wie Telephonsprech- und Summerströme, verwendbar.
2. Der durch Abreißfeder i (Fig. 2) beeinfiußte Anker, der. von biegsamen Streifen s getragen wird, ist durch Einstellen einer Gewichtsmasse m so eingestellt, daß er gerade bei der den Elektromagneten erregenden Frequenz , so in Schwingungen gerät, daß an. der Kontaktstelle ein Schwingungsknoten entsteht, der den 35, Anker an dieser Stelle schwingungsfrei macht (vgl.. Fig. 2). Durch Änderung, der Massenverteilung des Ankers oder ähnlich wirkender Mittel ist. bei Frequenzänderung die Eigenschwingung des Ankers der neuen Frequenz anzupassen. Als Abart dieses Elektromagneten ist eine Ausführungsform anzusehen, bei welcher der Anker fest gelagert, aber selbst; biegsam ausgeführt ist. Für Ströme wechselnder Frequenz ist diese Anordnung nicht zu verwenden, ebensowenig für ganz schwache Ströme, da die ebenfalls . in Schwingung geratende Masse der Abreißfeder i (vgl. Fig. 2) zuviel Kraft absorbiert.
Der Zweck der Erfindung ist, einen Elektromagneten zu schaffen, der sowohl auf ganz schwache Ströme, wie es die Telephonsprech- und Summerströme sind, anspricht, als auch vollständig unabhängig von der Frequenz der erregenden Ströme ist.
Zu diesem Zweck wird der Anker von einer oder, um dessen seitliches Kippen zu verhüten, besser von zwei Federn oberhalb des Elektromagneten getragen, welche einen dreifachen Zweck haben, nämlich:
1. als Tragfedern für den Anker zu dienen, wodurch die bei Achsenlagerung unvermeidliche Reibung in Wegfall kommt,
2. gleichzeitig als Abreißfederh zu wirken, wodurch erreicht wird, daß die überflüssige schwingende Masse, die die Abreißfedern i gemäß Fig. 1 und 2' darstellen, fehlt, und
3. als Federn zu dienen, denen die Funktion
der Feder h der Fig. ι obliegt, also Aufnahme der Schwingungen, die an der Kontaktstelle auftreten. ,
Die Zeichnung (Fig. 3 und 4) zeigt ein Ausführungsbeispiel eines der Erfindung gemäß eingerichteten Elektromagneten in schematischer Darstellung.
Der Anker α wird von vorzugsweise doppelt angeordneten Tragfedern b, V getragen, die zwischen den Schrauben d, d' oder auf sonstige Weise gespannt werden können.
Die Wirkung dieser Federn b, V in bezug auf die Aufnahme der Schwingungen am Kontaktpunkt kann durch eine zusätzliche Blattfeder c, die sich nach entgegengesetzter' Richtung bis oberhalb des Kontaktpunktes erstreckt und den Stromschluß bewirkt, gesteigert werden.
Wenn nun z. B. ein Wechselstrom· mit niedriger Frequenz (z. B. 30) oder ein solcher mit hoher Frequenz (z. B. 300) oder ein solcher mit stark schwankender Frequenz auf den Anker einwirkt, so entsteht z. Zt. der Strommaxima ein Höchstmaß der Anziehung. Es sind nun die Tragfedern-&, ¥ und die gegen den unteren Kontakt liegende Stromschlußfeder c kräftig durchgebogen (siehe punktierte Stellung der Zeichnung).
In den Zeiten der Stromlosigkeit ist (von etwaiger Remanenz abgesehen) keine anziehende Kraft mehr vorhanden, und der Anker ist bestrebt, unter der Abreißwirkung, der Federn b, b' und auch der Feder c in seine Ruhelage gegen1 den oberen Kontakt zurückzuschwingen.
35· Aber bevor noch die Stromschlußfeder c den unteren Kontakt verläßt, findet bereits wieder eine neue Anziehung statt, so daß der Anker sich nicht bis in seine. Ruhelage zurückbewegen kann, sondern nur bis etwa in die mit vollen Linien gezeichnete Stellung, um dann durch diese neue Anziehung wieder in die punktierte Stellung durchgeschwungen zu werden. Die ,, Anordnung ist 'dabei so, daß in der mit vollen Linien gezeichneten Umkehrstellung noch sicherer Kontakt zwischen der Stromschlußfeder und dem unteren Kontakt vorhanden ist; gegenüber der punktierten Stellung ist nur der Druck an der Kontaktstelle geringer geworden.
Da die Eigenschwingung des Ankers ohne jeden Einfluß auf das eben beschriebene Arbeiten ist, spricht der Elektromagnet auf alle Frequenzen an, welche so hoch sind, daß der Anker während der Zeit der Stromlosigkeit seine Bewegung nicht so weit ausführen kann, daß der Kontakt verlassen wird. Dies ist, wie Versuche ergaben, für alle über 10 pro Sekunde gelegenen Frequenzen der Fall.

Claims (1)

  1. .Patent-Anspruch:
    Elektromagnet für schwachen Wechselstrom oder schwache Stromstöße von Gleichoder Wechselstromart, insbesondere TeIe- 1 phonsprech- und Summerströme, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker von einer v gleichzeitig zum Abreißen dienenden schwachen Feder (b) getragen wird, die unbeeinflußt von der Frequenz des den Elektromagneten erregenden Stromes die Schwingungen des Ankers derart aufnimmt, daß sie an der Kontakt- oder Arbeitsstelle des Ankers beseitigt oder unschädlich gemacht sind;
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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