DE308955C - - Google Patents

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DE308955C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M21/00Apparatus for supplying engines with non-liquid fuels, e.g. gaseous fuels stored in liquid form
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M2700/00Supplying, feeding or preparing air, fuel, fuel air mixtures or auxiliary fluids for a combustion engine; Use of exhaust gas; Compressors for piston engines
    • F02M2700/13Special devices for making an explosive mixture; Fuel pumps

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Cooling, Air Intake And Gas Exhaust, And Fuel Tank Arrangements In Propulsion Units (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung, die das Umschalten der Brennstoffzuführung zum Motor von Luftfahrzeugen vom Hauptbrennstoff behälter (bei dessen Leer- oder Schadhaftwerden) auf den Hilfsbehälter selbsttätig bewirkt.
Bisher erfolgte diese Umschaltung von Hand durch mehr oder weniger verwickelte Hahnanordnungen, deren Bedienung genaue Kenntnis der Schaltung bei dem Führer voraussetzte und mangels dieser vielfach infolge falscher Bedienung wenn nicht zu Unglücksfällen, so doch zu ungewollten Fahrtunterbrechungen oder Beschädigungen führte. Zweck der Erfindung ist, den Führer von der Bedienung der Brennstoffschaltung durch eine die Umschaltung selbsttätig bewirkende Vorrichtung zu entlasten. Hierzu können an sich recht verschiedene Anordnungen dienen. So kann man
z. B. das Umschalten vermittels eines oder mehrerer von einem Schwimmer beeinflußter Ventile vornehmen lassen oder durch einen Flüssigkeitsverschluß des Zuleitungsrohres von dem im übrigen luftdicht abgeschlossenen Hilfsbehälter usw. Die beiden üblichen Arten der Brennstofförderung entweder vermittels einer Brennstoffpumpe oder durch Druckluft bedingen weitere Abarten der verwendbaren Umschaltvorrichtungen.
Auf den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsformen schematisch dargestellt, und zwar zeigen die Fig.'i bis 3 die Anwendung auf solche Behälteranordnungen, bei denen die Brennstofförderung vermittels einer Brennstoffpumpe bewirkt wird, wobei die Umschaltung bei den Vorrichtungen nach Fig. 1 und 2 durch Schwimmer,' bei der Anordnung nach Fig. 3 durch einen Flüssigkeitsverschluß erfolgt, während Fig. 4 sich auf eine Behälteranordnung bezieht, bei der die Brennstofförderung durch Druckluft und die Umschaltung durch einen Schwimmer bewirkt wird. Fig. 5 stellt eine Einzelheit der Anordnung nach Fig. 4 dar.
In Fig. ι bedeutet α den Hauptbrennstoffbehälter, b den Hilfsbehälter, c die vom Motor angetriebene Brennstoffpumpe,in deren Druck-'' leitung die von Hand zu betätigende Notpumpe d und der Windkessel f eingeschaltet "fetr^vdn dem ein als Überdruckventil wirkendes Rücklaufventil g den von der Pumpe im Überschuß geförderten BrSmTEoIf"ΊηΈϊέ"'Saugleitung zurücktreten läßt, während der andere Teil" des Brennstoffs in das Schwimmergehäuse h des Vergasers gefördert wird. Die Einfüllung des Brennstoffs in den Hauptbehälter α erfolgt vom Hilfsbehälter aus, in den das zum Hauptbehälter führende Standrohr t so weit hineinragt, daß die Füllung des Hauptbehälters erst erfolgt, wenn der Hilfsbehälter so weit gefüllt ist, daß der Brennstoff von oben in das Rohr t einfließt. Das Rohr u dient zur Entlüftung des Hauptbehälters.
An den Hauptbrennstoffbehälter α ist nun unten ein besonderes Schwimmergehäuse i angebaut, dessen Schwimmer in bekannter Weise auf eine Brennstoffnadel k einwirkt, durch die im vorliegenden Falle der Zufluß des Brennstoffs aus dem Hilfsbehälter bei gefülltem Hauptbrennstoffbehälter abgesperrt wird. Sobald der letztere — sei es durch normales Aufbrauchen seines Inhalts oder infolge einer Schußverletzung — so weit geleert
ist, daß der Flüssigkeitsstand im Schwimmergehäuse i unter eine gewisse Höhe sinkt, so wird die Nadel k durch den sinkenden Schwimmer angehoben, und der Saugleitung I der Brennstoffpumpe wird jetzt aus dem Hilfsbehälter Brennstoff zugeführt. Der Schwimmer bewirkt hierbei die Einhaltung eines gewissen Flüssigkeitsstandes in seinem Gehäuse, so daß kein Brennstoff aus dem Hilfsbehälter in den
ίο Hauptbehälter übertreten kann, wo er sonst aus einer etwaigen Einschußstelle ausfließen könnte. Das Schwimmergehäuse steht nicht in unmittelbarer Verbindung mit dem Hauptbehälter, sondern es ist ein Windkessel m vorgeschaltet, in den der Brennstoff, nachdem er das zu' Reinigungszwecken vorgesehene Drahtnetz η durchströmt hat, durch die Löcher 0 eintritt. Aus dem Windkessel gelangt er durch die Bohrungen p in das Schwimmergehäuse i.
Diese Anordnung ist aus folgendem Grunde vorgesehen. Es hat sich gezeigt, daß bei Einschüssen in Brennstoffbehälter das mit großer Geschwindigkeit den Brennstoff durchschneidende Geschoß eine sehr starke Flüssigkeitswelle hervorruft, die unter Umständen die Wandungen des Behälters eindrücken kann. Hierdurch ist auch der Schwimmer bein Einschüssen in den Hauptbehälter der Gefahr ausgesetzt, durch die erwähnte Flüssigkeitswelle eingedrückt zu werden. Diese Gefahr wird dadurch behoben, daß sowohl die engen, . quer zueinander angeordneten Bohrungen, die der Brennstoff auf seinem Wege zum Schwimmergehäuse durchströmen muß, als auch das Luftpolster im Windkessel die Stoßwirkung eines Einschusses auf den Schwimmer genügend abschwächen.
In Fig. 2 ist eine Anordnung dargestellt, bei der der Schwimmer zwei Ventile q und r beeinflußt, von denen das erstere den Zufluß zum Hilfsbehälter und das letztere denjenigen vom Hauptbehälter regelt. Die Wirkungsweise ist folgende: Solange beide Behälter gefüllt sindj hat der Schwimmer Auftrieb, durch den das Ventil q gegen den Druck der Feder s geschlossen wird. Der Brennstoff wird durch die Brennstoffpumpe abgesaugt, bis der Hauptbehälter α so weit geleert ist, daß der Schwimmer seinen Auftrieb verliert und die Feder s das Übergewicht gewinnt und Ventil r auf seinen Sitz drückt, wodurch jetzt das Ventil q frei wird und der Brennstoff aus dem Hilfsbehälter b zufließt und von der Pumpe abgesaugt wird. Die Höhenlage des Schwimmergehäuses wird zweckmäßig so gewählt, daß der Brennstoffspiegel im Schwimmergehäuse, bei dem die Kraft der Feder s über den Auftrieb des Schwimmers das Übergewicht gewinnt, mit der Unterkante des Hauptbehälters a abschneidet. Hierdurch wird es ermöglicht, den gesamten Brennstoffvorrat aus dem Hauptbehälter α bis auf einen Rest im Schwimmergehäuse abzusaugen. Die Einfüllung des Brennstoffes erfolgt auch bei der Anordnung nach Fig. 2 wie bei der Anordnung nach Fig. I über den Hilfsbehälter b durch das Rohr t in den Hauptbehälter.
Fig. 3 zeigt eine Anordnung, bei der das Umschalten vom Hauptbehälter α auf den Hilfsbehälter b durch einen Flüssigkeitsver-Schluß bewirkt wird. An den Hauptbehälter ist eine Kammer t angeschlossen, in die das Rohr u, das — wie bei der Anordnung nach Fig. ι:— dazu dient, um den Brennstoff durch den Hilfsbehälter in den Hauptbehälter einzufüllen, etwas unterhalb der Unterkante des letzteren einmündet. Außerdem ist noch eine zweite Rohrverbindung ν vorgesehen, die die tiefsten Stellen der Kammer t und des Hilfsbehälters 5 miteinander verbindet. Durch das Rohr w saugt die vom Motor angetriebene Pumpe den Brennstoff ab und drückt denselben in das Schwimmergehäuse des Vergasers. Bei dem Einfüllen des Brennstoffes entweicht die Luft aus dem Hauptbehälter durch das auf ihm angeordnete Rohr x, das bis zum höchsten Flüssigkeitsstand im Hilfsbehälter reicht, um zu verhüten, daß während des Einfüllens Brennstoff an dieser Stelle ausläuft. Hiernach wird die Einfüllöffnung des Hilfsbehälters durch eine Verschraubung y luftdicht verschlossen, wonach Brennstoff aus dem Hilfsbehälter in die Kammer t erst übertreten kann, nachdem der Flüssigkeitsstand in letzterer unter die obere Kante der Einmündungsstelle des Rohres u in die Kammer t infolge Leerwerdens des Hauptbehälters gesunken ist. Durch das Rohr u gelangt dann etwas Luft über den Brennstoff im Hilfsbehälter, von dem so viel in die Kammer t ausläuft, bis die Einmündungsstelle von u wieder abgedeckt ist, worauf sich die beschriebenen Vorgänge bis zur Entleerung des Hilfsbehälters wiederholen. Auf keinen Fall kann hierbei Brennstoff aus dem Hilfsbehälter in den Hauptbehälter übertreten und durch eine etwaige Schußöffnung verloren gehen. Wird jedoch der Hilfsbehälter von einem Geschoß durchschlagen, so läuft dessen Inhalt in den Hauptbehälter ab, falls letzterer nicht noch ganz gefüllt sein sollte, no in welchem Falle aber auch eine Notwendigkeit zur Benutzung des Hilfsbehälters nicht vorliegt.
Fig. 4 zeigt eine Anordnung, bei der der Brennstoff nicht durch eine Pumpe, sondern durch Druckluft zu dem Vergaser gefördert wird. Die Druckluft tritt vom Drucklufterzeuger (z. B. von einer vom Motor angetriebenen Luftpumpe) durch das Rohr 1 in das selbsttätige Wechselventil 2 (dessen Einrichtung später beschrieben ist) und von dort durch die Rohre 3 und 4 in den Hauptbehäl-
ter 5 und den Hilfsbehälter 6. Den Hauptbehälter 5 verbindet ein Rohr 7 mit dem Schwimmergehäuse 8, in dem ein Schwimmer 9 auf die Ventile 10 und 11 einwirkt, von denen das erstere den Zufluß vom Haupt behälter und das letztere den Zufluß des durch das Rohr 12 mit dem Schwimmergehäuse verbundenen Hüfsbehälters regelt. Die die beiden Ventile mit dem Schwimmer verbindende Spindel ist durch eine dem Schwimmerauftrieb entgegenwirkende Feder 13 belastet. Die Abmessungen des Schwimmers, der Feder sowie der gleichgroßen Ventile sind so zu wählen, daß a+b> c+b und a < c + b, wenn α den Schwimmerauftrieb, b den Ventilquerschnitt X Behälterdruck und c die Federkraft bedeutet. Die Höhenlage des Schwimmergehäuses wird zweckmäßigerweise wie bei der Anordnung nach Fig. 2 gewählt.
ao Solange der Hauptbehälter 5 noch Brennstoff enthält und unter Druck steht, wird also aus diesem bei geöffnetem Ventil 10 dem Vergaser Brennstoff zugeführt. Nimmt der Auftrieb des Schwimmers infolge normalen Leerwerdens des Hauptbehälters ab, so gewinnt schließlich c+b das Übergewicht über a+b. Das Ventil 10 wird geschlossen und das Ventil 11 geöffnet. Die Umschaltung erfolgt aber auch, wenn der Hauptbehälter einen Schuß erhält, weil dann das selbsttätige Wechselventil 2 den Zutritt des Druckes zu dem angeschossenen Behälter aufhebt, so daß dieser druckfrei wird. Die Umschaltung erfolgt dann, weil a < b + c. Um bei Schußverletzung beider oder eines der Behälter den noch unterhalb der Schußlöcher befindlichen Brennstoffvorrat aufbrauchen zu können, ist in der Druckleitung zwischen Schwimmergehäuse 8 und Vergaserbrandnothahn 14 eine Handbenzinpumpe 15 mit Windkessel und Rücklaufventil 16 eingeschaltet. Zum Umfüllen des Brennstoffs aus dem Hauptbehälter in den Hilfsbehälter ist der Vergaserbrandnothahn als Dreiwegehahn ausgebildet, von dem eine Leitung 17 in den Hilfsbehälter führt. Das selbsttätige Wechselventil zum Abschließen des angeschossenen Behälters von der Druckluftzufuhr ist in Fig. 5 dargestellt. In einem Zylinder 18 verschiebt sich ein Kolben 19, der als Doppelventilkegel ausgebildet ist, dessen Sitze sich in den Deckeln 20 und 21 befinden.
Durch zwei gleichstarke Federn 22 und 23 wird dieser Kolben bei normalem Zustand der Behälter in seiner Mittellage gehalten, so daß beide Ventile geöffnet sind und die durch An-Schluß 24 einströmende Druckluft durch die Nut 25 und die Anschlüsse 26 und 27 zu den Behältern strömt.
Wird ein Behälter angeschossen, so wird der Kolben nach der druckfrei gewordenen Seite gedrückt und schließt die Leitung zum verletzten Behälter ab. Statt des Doppelventilkegels können auch für jeden Behälter einzelne selbsttätige Absperrventile nach Art der bei Wasserstandgläsern von Dampfkesseln üblichen Ventile vorgesehen sein.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Vorrichtung zum Umschalten der Brennstoffzuführung für Luftfahrzeuge, bei der außer einem Hauptbrennstoffbehälter Hilfsbehälter vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung von dem leer gewordenen Hauptbehälter auf den Hilfsbehälter durch an und für sich bekannte Anordnungen, wie z. B. durch von einem Schwimmer beeinflußte Ventile oder durch einen Flüssigkeitsverschluß o. dgl. selbsttätig erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Brennstofförderung aus den Behältern zum Vergaser vermittels Druckluft erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß beim Undichtwerden eines der Behälter die Zufuhr des Druckmittels zu demselben durch ein Wechselventil o. dgl. selbsttätig abgesperrt wird, wobei die Brennstoffzufuhr auf den unverletzten Behälter vermittels eines Schwimmers und zweier Ventile, die die Zufuhr von beiden Behältern regeln, und einer dem Schwimmerauftrieb entgegenwirkenden Feder umgeschaltet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Brennstoffbehälter bzw. den Behältern und dem Gehäuse des Umschaltschwimmers ein Windkessel und erforderlichenfalls noch enge, die Richtung ändernde Bohrungen oder Kanäle eingeschaltet sind, um die Einwirkung eines in den Behälter einschlagenden Schusses auf den Schwimmer abzuschwächen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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