DE309630C - - Google Patents

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DE309630C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/08Removal of fats, resins, pitch or waxes; Chemical or physical purification, i.e. refining, of crude cellulose by removing non-cellulosic contaminants, optionally combined with bleaching

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.-M 309630 ■-. KLASSE 55Ä.'.GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Mai 1918 ab.
Der in der Papierfabrikation gebrauchte Zellstoff enthält immer je nach der Art seiner Bereitungsweise größere oder kleinere Mengen von HarZj ebenso. der nur auf mechanischem Wege hergestellte Holzschliff. Bei der Verarbeitung bildet der Harzgehalt die Ursache zu mancherlei Störungen bei der Herstellung von Papier auf der Papiermaschine. Er verursacht z. B. das Auftreten von Siebflecken
ίο und das Ankleben des Papieres an den Naßpressen der Papiermaschine. Der Holzschliff enthält noch bedeutend mehr Harz wie der Zellstoff. Dieses geht bei seiner Verarbeitung zu Papier nutzlos verloren.
Man kann nun zwar durch Behandlung mit Alkalien die Harzsäuren verseifen und aus den genannten Stoffen entfernen. Hierbei wird aber gleichzeitig der Zellstoff angegriffen. Der Holzschliff wird leicht durch Behandlung
•20. mit Alkalien gelb.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nicht allein das Harz aus dem Zellstoff zu entfernen und dadurch die störenden Wirkungen zu beseitigen, sondern" auch das ausgeschiedene Harz nutzbringend zu verwerten, ohne daß die Eigenschaften des Papieres darunter leiden.
Es hat sich gezeigt, daß die Harzsäure aus Zellulose und Holzschliff entfernt werden kann, wenn man den genannten Stoffen beim Mahlen im Holländer solche Salze in verhältnismäßig sehr kleinen Mengen beimischt, die beim gemeinsamen Lösen in eine chemische ' Wechselwirkung miteinander treten, wie z. B.
das Salz einer starken Säure und einer schwächen Base in Verbindung mit' einem Salz einer schwachen Säure und einer starken Base. Während des: gegenseitigen Austauschens der" Säuren und Basen bildet sich hierbei jedenfalls zunächst eine Harz-Säureverbindung, die beim weiteren Fortgang der Wechselwirkung wieder zerlegt ,wird, so daß schließlich das Harz in fein verteilter, Form in der Flüssigkeit suspendiert bleibt. In dieser Form kann es sowohl aus der Flüssigkeit wiedergewonnen, als auch zum Zweck des Leimens auf die Papierfaser niedergeschlagen werden.
Zur Ausübung des Verfahrens wird beispielsweise dem Papierstoff im Holländer Kalzium- oder Magnesiumchlorid und eine gleichwertige Menge Natriumoxalat beigefügt. Das Endergebnis der Einwirkung beider Stoffe ist Chlornatrium und Kalziumoxalat bzw.. Magnesiumoxalat, als Zwischenstufe bildet sich' j edenfalls harzsaures Natron, aus dem durch den weiteren Verlauf der Einwirkung die freie Harzsäure in äußerst fein verteilter Form wieder ausgeschieden wird. Die Zuteilung beider Stoffe richtet sich nach der Menge des in dem Papierstoff befindlichen Harzes. Beim Zellstoff schwankt diese zwischen 0,5 bis 2 Prozent. Es genügt, wenn nur so viel von dem Natriumsalz genommen wird, als nötig ist, um die Harzsäuren in harzsaures Natron zu verwandeln. Befördert . wird die Ausscheidung des Harzes durch die mechanische Arbeit des Holländers , oder sonstiger Mahlgeräte. Die ausgeschiedene, fein verteilte Harzsäure kann durch'Alaun und andere saure Salze auf die Papierfaser niedergeschlagen und auf diese Weise zum
Leimen des Papieres nutzbar gemacht werden. Die /Abscheidung der Harzsäure wird begünstigt durch die Gegenwart von Kaolin und / anderen fein verteilten unwirksamen Körpern. Letztere können auch durch Wechselzersetzung in dem Papierbrei selbst erzeugt werden, indem man beispielsweise Chlorbariuni und ein schwefelsaures Salz hinzufügt. Der entstehende Niederschlag von ίο Bariumsulfat befördert die Abscheidung der fein verteilten Harzsäure. Will man nicht geleimte Papiere herstellen, so wird der Papierbrei entwässert und die abgepreßte Flüs- ; sigkeit mit 'Säure versetzt. Dadurch scheidet sich das Harz ab und kann für andere Zwecke nutzbar gemacht werden. Die erwähnten Salze können sowohl in Form eines trockenen Gemisches, als auch in Lösungen dem Holländer zugeteilt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Abscheidung von Harz aus Zellstoff und Holzschliff, dadurch gekennzeichnet, daß diese Stoffe während des Mahlens mit solchen Salzen behandelt werden, die unter sich ihre Basen und Säuren unter Bildung schwerlöslicher Salze wechselseitig austauschen.
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