DE3100210C2 - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A21—BAKING; EDIBLE DOUGHS
- A21D—TREATMENT OF FLOUR OR DOUGH FOR BAKING, e.g. BY ADDITION OF MATERIALS; BAKING; BAKERY PRODUCTS
- A21D15/00—Improving finished, partly finished or par-baked bakery products
- A21D15/02—Improving finished, partly finished or par-baked bakery products by cooling, e.g. refrigeration or freezing
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
- A23B45/00—Preservation of finished bakery products
- A23B45/10—Preservation of finished bakery products by cooling
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- Thermal Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Freezing, Cooling And Drying Of Foods (AREA)
- Bakery Products And Manufacturing Methods Therefor (AREA)
- Manufacturing And Processing Devices For Dough (AREA)
- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Frischhalten von Backwaren, welche nach Verlassen des Ofens
auf eine Lagertemperatur von -18°C bis -24°C gebracht und zur
Überführung in den Gebrauchszustand aufgetaut werden.
Es ist bekannt, Backware zwecks Konservierung in ungebackenem
Zustand also in Teigform, einer Temperatur von
0° bis -5°C auszusetzen, wodurch der Gärprozeß entweder
unterbrochen oder verlangsamt wird. Die Backware wird
dann vor dem Backen auf eine Temperatur von ca. +30° bis
+35°C gebracht um die Gärtemperatur zu erreichen wonach
die Ware gebacken wird. Diese Methode hat verschiedene Nachteile.
So kann der Zeitbedarf zum Auftauen und Gären,
mittels Schaltuhr eingestellt, nur für gleich große Teigstücke
verwendet werden (im gleichen Raum oder Schrank),
nachdem kleinere Stücke schon übergären würden, während
die größeren noch nicht einmal aufgetaut sind. Weiterhin
ist, nachdem der Gärvorgang durch Enzyme bewirkt wird, bei
gleicher Einstellung von Luftfeuchtigkeit, Zeitdauer und
Temperatur nicht jeden Tag der gleiche Gärerfolg da. Dieser
Umstand ist jedem Bäckereifachmann bekannt. Er hängt von
verschiedenen klimatischen und auch von wissenschaftlich
noch nicht ganz geklärten Faktoren ab. Außerdem bewirkt das
Auftauen in einem für den Gärprozeß notwendigen Klima mit
hoher Luftfeuchtigkeit meistens unvermeidlich, daß sich
auf der zarten Teigoberfläche Kondenswasser bildet, wobei
die Wassertröpfchen die Teigoberfläche punktförmig etwas auflösen
und mechanisch unfest machen. Diese Stellen erscheinen
dann durch den inneren Druck der Teiglinge beim
Backprozeß in Form von Bläschen, eben wegen des obenerwähnten
Verlustes an Festigkeit jeweils unter den Wassertröpfchen.
Dadurch entsteht eine unansehnliche Oberfläche
der Backware. Schließlich muß die Ware dem Gärunterbrechungsraum
oder -schrank lange vor der Auslieferung entnommen
werden, nachdem der Backprozeß, d. h. die Ofenarbeit, noch erledigt
werden muß. In einem Backbetrieb geht dies von der
wertvollsten Zeit, von den Morgenstunden, ab.
Durch die GB-PS 12 73 217 ist ein Kühlbehälter mit einsetzbaren
Geschirren bekanntgeworden, deren Boden eine wahlweise
einschaltbare Heizeinrichtung aufweist, wodurch die
Möglichkeit geboten wird, Speisen, z. B. für Fluggäste, kühl
zu halten und bei Bedarf aufzuwärmen, ohne die Speise aus
dem Geschirr herausnehmen zu müssen. Diese Anlage bietet
keine Möglichkeit, Backwaren wie Brot und Semmeln in größeren
Mengen vorzubacken und bei Bedarf frisch auszuliefern.
Als nächstkommender Stand der Technik ist ferner auf die Literaturstelle
"Die Kälte", 1971, März-Heft Seiten 85-92 sowie Seiten 97-99,
hinzuweisen.
Diese Literaturstelle beschreibt die Gefrierbehandlung von Brot und
Backwaren; die Verfahren des Standes der Technik sind jedoch, wie sich
gezeigt hat, nicht in der Lage, Backwaren zu schaffen, die auch noch
nach 24 Stunden die gewünschte Resche aufweisen.
Vorliegender Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde, ein solches
Frischhalte-Verfahren für Backwaren zu schaffen, bei dem das vorgenannte
technische Problem gelöst ist, d. h., das zu bewirken in der Lage
ist, daß die Backwaren auch nach einer längeren Lagerzeit
die gewünschte Rösche und das
gewünschte gute Aussehen sicherstellt.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Gattung
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß man die Backwaren ofenheiß in die
Kühlanlage einbringt, auf etwa -7°C schockfrostet, nach Lagerung
bei -18°C bis -24°C zur Überführung in den Gebrauchszustand durch
Abschalten des Verdampfers bis etwa -9°C Kerntemperatur, sodann
durch künstliche Wärmezufuhr auf +30°C bis +60°C erwärmt, dabei
zumindest zeitweise Feuchtigkeit zuführt und ferner vor der Entnahme
der Backwaren diese zur Erzielung einer Resche und eines
guten Aussehens kurzzeitig einem Trocknungsprozeß unterwirft.
Die Feuchtigkeitszufuhr kann in Form einer Besprühung der Backware
mit Wasser oder Dampf erfolgen, wobei in Zeitabständen eine mehrmalige Besprühung vorgesehen sein kann.
Durch eine vorzugsweise mehrfache abwechselnde Feuchtigkeits- und
Trockenbehandlung gewinnt die Backware bei der Aufheizung an
Volumen und Gewicht, ohne hierbei an seiner Oberfläche irgendeinen
Schaden zu erleiden oder die Merkmale der Frische der Backware,
insbesondere die Knusprigkeit (Resche), zu verlieren.
Die Backware kann somit in fertig gebackenem,
ofenheißem Zustand in die Zelle gebracht werden, die bei
entsprechendem Betrieb des Verdampfers einen Schockfrostraum
oder -schrank bildet in welchem die Ware in kürzester
Zeit auf -7°C, im Kern gemessen, herabgekühlt wird. In
der Backware wird bekanntlich bei -7°C die Alterung,
Retrogradation, unterbrochen. In derselben Anlage wird
dann bei -18°C bis -24°C die Ware, z. B. Backware, gelagert.
Bei der Beschickung der Anlage
wird an einem an und für sich bekannten Programmsteuergerät
der gewünschte Tag und die gewünschte Uhrzeit eingestellt,
wann die Ware, z. B. Backware, warm und lieferfertig
sein soll.
Die erfindungsgemäße Anlage lagert nun die Ware, z. B. Backware,
bei tiefen Minusgraden bis zu diesem Zeitpunkt, wobei
vor der Entnahme die Auftauperiode beginnt. Während der Auftauperiode
wird der zur Schockfrostung und Lagerung verwendete
Verdampfer abgeschaltet und zugewartet, bis die
Kerntemperatur der Ware unter dem Einfluß der Umgebungstemperatur
und der Isolierungsdiffusion auf etwa -9°C
angestiegen ist. Sodann wird die Heizeinrichtung in Betrieb
gesetzt, so daß die Kerntemperatur der Ware rasch auf +30°C
bis +60°C, vorzugsweise auf etwa +40°C ansteigt. Dieses
rasche Erhitzen der Ware von etwa -9°C auf etwa +40°C
hat den Vorteil, daß die Ware eine kritische Temperatur
von etwa -7°C, welche einen ungünstigen Einfluß auf die
Ware hat, rasch überschreitet. Die Erwärmung der Ware von
der Lagertemperatur auf -9°C unter alleiniger Ausschaltung
des Verdampfers ist einfach und energiesparend.
Beim Aufwärmen der Backware, insbesondere von Broten, wird
gegen die Austrocknung der Backware Feuchtigkeit benötigt,
die im vorliegenden Fall durch das Abtauwasser des Verdampferreifes
erhalten wird.
Die Heizeinrichtung kann in Form von Heizelementen nach der AT-PS
3 58 616 ausgebildet sein. Gemäß dieser Einrichtung
sind an der Außenfläche des Verdampfers sichelförmig,
elektrisch beheizte Heizelemente vorgesehen, deren Wärme
mittels Ventilatoren durch die Rippen des Verdampfers getrieben
wird, so daß das an den Kühlrippen angesetzte Eis
geschmolzen wird. Außerdem können auch die Kühlrippen Rohrschlangen
durchsetzen, welche im Bedarfsfall ein Heizmedium
führen. Hierbei kann das nicht verdampfte Schmelzwasser
in eine unter dem Verdampfer angeordnete Tasse abfließen,
in welcher es durch eine zusätzliche Heizeinrichtung
zum Verdampfen gebracht wird.
Im folgenden werden die Ergebnisse von Vergleichs-Versuchen
tabellarisch zusammengestellt, aus welchen der sprunghafte und
überraschende Fortschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens zu
entnehmen ist. Bei diesen Vergleichs-Versuchen wurde stets in
der Weise gefahren, daß die ofenheiße Backware in der Kühlanlage
schockgefrostet, sodann auf Lagerungstemperatur gebracht und
schließlich zur Überführung in den Gebrauchszustand erwärmt wurde.
Diese zahlenmäßig gehaltenen Vergleichsversuche beziehen sich
einmal auf die Produkte des nächstkommenden Standes der Technik,
nämlich der Literaturstelle "Die Kälte", März 1971, Seite 87, und
zum anderen auf die erfindungsgemäß hergestellten Produkte.
A: Behandlung nach "Die Kälte", März 71, Seite 87,
"Die Gefrierbehandlung von Brot und Backwaren", Stand der TechnikB. Behandlung erfindungsgemäß A: Auftauen nach Seite 87, letzter Absatz, rechtsB. Auftauen (Konditionieren) Luftstrom +40/+41°C, relative Luftfeuchte 30%erfindungsgemäß
"Die Gefrierbehandlung von Brot und Backwaren", Stand der TechnikB. Behandlung erfindungsgemäß A: Auftauen nach Seite 87, letzter Absatz, rechtsB. Auftauen (Konditionieren) Luftstrom +40/+41°C, relative Luftfeuchte 30%erfindungsgemäß
In den Zeichnungen sind vereinfachte Ausführungsbeispiele
der Anlage bzw. Vorrichtung schematisch dargestellt,
in der das erfindungsgemäße Verfahren durchführbar ist, wobei
die Ausführungsform gemäß Fig. 2 Gegenstand des
Patentanspruchs 2 ist.
Die Anlage besitzt eine mit isolierten Wänden 8 ausgestattete
Kammer oder Zelle 1, welche durch eine isolierte
Tür 2 verschließbar ist. In der Kammer 1 befindet sich ein
Verdampfer 3, der im vorliegenden Fall in der Mitte der
Kammer 1 angeordnet ist, so daß um diesen herum das zu
kühlende Gut in fahrbaren Gestellen 4 gelagert werden kann.
Der Verdampfer kann auch an der Seite angeordnet
sein, wobei die Schockfrostung, Lagerung und das Auftauen
nur auf der einen Seite des Verdampfers erfolgt.
Der Verdampfer besteht aus Rohrschlangen, die von einem
Kältemittel durchströmt sind und einer weiteren Rohrschlange,
durch welche, wie weiter unten näher beschrieben
wird, bei einer bestimmten Betriebsstellung des Verdampfers
ein Wärmetransportmittel geführt wird. Auf den Rohrschlangen
sitzen in kleinen Abständen Lamellen. Im vorliegenden Fall
sind rechteckige Lamellen 5 vorgesehen, von welchen jede
mittig von einem Wärmetransportmittelrohr 6 und in den Ecken
von Kältemittelrohren 7 durchsetzt ist, deren Durchmesser
kleiner als der des Wärmetransportmittelrohres ist.
Der Durchmesser beider Rohre kann gleich sein oder
der der Kältemittelrohre 7 kann größer als der des Wärmetransportmittelrohres
bzw. der Wärmetransportmittelrohre sein.
Als Wärmetransportmittel wird eine nur sehr tief gefrierende
Flüssigkeit, z. B. Sole oder Frostschutzmittel, verwendet,
so daß die Flüssigkeit beim Kühlen der Ware in Kammer 1
nicht einfriert. Zur Auftauung und Erwärmung der
Backware können auch die Kondensatorwärme der Kühlmaschine
oder Elektroheizstäbe oder sonstige Energiequellen sowie
Heizregister, die mit dem Verdampfer nicht verbunden sind,
verwendet werden.
Eine solche Anlage kann in folgender Weise betrieben werden:
Die zu kühlende Ware, z. B. Backware, wird in den Gestellen
4 in die Kammer 1 eingefahren und um den Verdampfer 3
gruppiert. Nach Schließen der Tür 2 wird die Ware, z. B.
Backware, wie zuvor beschrieben wurde, vorerst geschockt
und dann bei der tiefen Temperatur gelagert.
Um die Backware für einen bestimmten Zeitpunkt
lieferbereit zu haben, wird die Kältemittelzufuhr eine für
das Auftauen der Backware erforderliche
Zeit vor der Auslieferung derselben durch ein voreingestelltes
Programmschaltgerät od. dgl. unterbrochen, bis
die Kerntemperatur der Ware, wie bereits eingangs erwähnt wurde,
auf etwa -9°C gestiegen ist. Sodann wird durch das
Rohr 6 das Wärmemittel getrieben, so daß der Verdampfer 3
nunmehr als Heizgerät wirkt. Dabei taut der auf den Lamellen
und den Rohren angesetzte Reif auf und gibt die zur Verhinderung
des Austrocknens der Backware erforderliche
Feuchtigkeit während des Aufwärmens derselben
ab.
Claims (2)
1. Verfahren zum Frischhalten von Backwaren, welche nach
Verlassen des Ofens auf eine Lagertemperatur von
-18°C bis -24°C gebracht und zur Überführung in den
Gebrauchszustand aufgetaut werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß man die Backwaren ofenheiß in die Kühlanlage einbringt,
auf etwa -7°C schockfrostet, nach Lagerung
bei -18°C bis -24°C zur Überführung in den Gebrauchszustand
durch Abschalten des Verdampfers bis etwa -9°C
Kerntemperatur, sodann durch künstliche Wärmezufuhr auf
+30°C bis +60°C erwärmt, dabei zumindest zeitweise
Feuchtigkeit zuführt und ferner vor der Entnahme der
Backwaren diese zur Erzielung einer Resche und eines
guten Aussehens kurzzeitig einem Trocknungsprozeß unterwirft.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1, bestehend aus einer schließ- und öffenbaren
Kammer zum Einbringen der zu behandelnden Backwaren in
einen Träger, wobei eine Tiefkühleinrichtung in Form eines
Verdampfers sowie eine Heizeinrichtung vorgesehen sind und
die Kammer (1) einen Raum zum Ein- und Ausfahren eines am
Boden fahrbaren Gestells (4), Träger sowie Einrichtungen
zur Befeuchtung und zur Trocknung der Luft der Kammer (1)
besitzt,
dadurch gekennzeichnet,
daß rechteckige Lamellen (5) vorgesehen sind, von welchen
jede mittig von einem Wärmetransportmittelrohr (6) und in
den Ecken von Kältemittelrohren (7) durchsetzt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19818100173U Expired DE8100173U1 (de) | 1980-01-11 | 1981-01-07 | Vorrichtung zur Konservierung von Lebensmitteln, insbesondere Backwar en, Fertigspeisen und dergleichen |
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