DE310037C - - Google Patents
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- DE310037C DE310037C DENDAT310037D DE310037DA DE310037C DE 310037 C DE310037 C DE 310037C DE NDAT310037 D DENDAT310037 D DE NDAT310037D DE 310037D A DE310037D A DE 310037DA DE 310037 C DE310037 C DE 310037C
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C5/00—Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
- G03C5/26—Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor
- G03C5/29—Development processes or agents therefor
- G03C5/315—Tanning development
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
Description
In dem Patent 309193 ist ein Verfahren geschützt, Welches die Herstellung von Gelatinereliefs
in Halogensilbergelatineschichten durch Entwicklung mit Brenzkatechin ohne Sulfit ermöglicht.
Ist die Anwendungsmöglichkeit dieses Verfahrens, bei welchem das Gelatinerelief dem
entwickelten Silberbilde entspricht, schon sehr vielseitig, so ist sie noch bedeutend größer, wenn
man nicht das zuerst belichtete und reduzierte Bromsilber, sondern das unverändert gebliebene
Bromsilber zur Reliefbildung benutzt. Eine Anwendung eines solchen Verfahrens bei
der Herstellung von Hochdruckformen ist bereits in der Patentschrift 236275 beschrieben.
Zur Härtung der Bromsilbergelatine wurde für die zweite Entwicklung Pyrogallussäure vorgeschlagen.
Daß diese sich für den beabsichtigten Zweck nicht eignet, ist bereits in der Patent-
ao schrift 309193 ausgeführt worden. Im Gegensatz
hierzu hat sich gezeigt, daß sich das Verfahren sehr leicht ausführen läßt, wenn man wie
folgt verfährt:
Eine ungehärtete Halogensilbergelatineschicht wird im Apparat oder unter einem Negativ oder Positiv belichtet, mit einem gewöhnlichen, nicht gerbenden Entwickler, der z. B. auch aus sulfithaltigem Brenzkatechin bestehen kann, so lange entwickelt, bis die Entwicklung in den am meisten belichteten Stellen bis auf die Unterlage durchgedrungen ist. Dann wird der Entwickler kurze Zeit ausgewaschen und das nicht veränderte Bromsilber von beiden Seiten belichtet und dieses bei gelbem Licht mit einem sulfitfreien Brenzkatechinentwickler voUsi ändig reduziert. Ist dieses geschehen, d. h. die Schicht vollständig geschwärzt, so wird in warmem Wasser das zuerst entwickelte Silbergelatinebild herausgewaschen, womit das Re lief bild fertiggestellt ist, da eine Weitere Behandlung, wie Fixieren und Waschen, sich erübrigt, falls nur ein Silberhaloid zugegen ist.
Eine ungehärtete Halogensilbergelatineschicht wird im Apparat oder unter einem Negativ oder Positiv belichtet, mit einem gewöhnlichen, nicht gerbenden Entwickler, der z. B. auch aus sulfithaltigem Brenzkatechin bestehen kann, so lange entwickelt, bis die Entwicklung in den am meisten belichteten Stellen bis auf die Unterlage durchgedrungen ist. Dann wird der Entwickler kurze Zeit ausgewaschen und das nicht veränderte Bromsilber von beiden Seiten belichtet und dieses bei gelbem Licht mit einem sulfitfreien Brenzkatechinentwickler voUsi ändig reduziert. Ist dieses geschehen, d. h. die Schicht vollständig geschwärzt, so wird in warmem Wasser das zuerst entwickelte Silbergelatinebild herausgewaschen, womit das Re lief bild fertiggestellt ist, da eine Weitere Behandlung, wie Fixieren und Waschen, sich erübrigt, falls nur ein Silberhaloid zugegen ist.
Das Gelatinerelief ist in diesem Fall umgekehrt proportional dem zuerst entwickelten
Silberbild.
Bei einer Belichtung im Apparat erhält man auf schnellste Weise ein Positiv, das jedoch
seitenverkehrt ist, wenn nicht ein Umkehrprisma oder Spiegel bei der Aufnahme verwenwendet
wurde.
Das Verfahren kann z. B. zur Herstellung von Diapositiven nach Bildern Anwendung
finden. Man vermeidet hierbei die sonsterforderliche Herstellung eines Negativs.
Ferner dann, wenn es sich um möglichst schnelle Anfertigung von Positiven, z. B. bei
Fliegeraufnahmen, handelt. Bei Röntgenauf- ■ nahmen ist die Möglichkeit gegeben, bei einer
Durchleuchtung sowohl ein Positiv wie ein Negativ zu erzielen. Das Negativ kann, wie üblich,
auf Glas, Film oder Papier hergestellt werden, das Positiv gleichzeitig auf einem Film oder
Papier. Es ist dabei Bedingung, daß die für, die positive Entwicklung bestimmte Bromsilbergelatineschicht
der Röntgenröhre zugekehrt ist. Das positive Bild hat dieselbe Stellung wie das negative, während ein Positiv,
das nach einer Röntgenaufnahme hergestellt wird, immer seitenverkehrt ist. Wird, wie erwähnt,
die erste Belichtung unter einem Negativ vorgenommen, so erhält man ein seitenverkehrtes
Negativ, das für manche Verfahren, z.· B. den Lichtdruck, erforderlich ist.
Bei der Belichtung unter einem Positiv entsteht ebenfalls ein seitenverkehrtes Positiv.
Bei der Belichtung unter einem Positiv entsteht ebenfalls ein seitenverkehrtes Positiv.
Diese Tatsache ermöglicht auch ohne weiteres die Vervielfältigung von Positiven, die unter
Benutzung eines Objektives direkt hergestellt sind. Man kann von dem zuerst aufgenomme-
ao nen Positiv ohne Schwierigkeiten positive Abzüge auf Papier in richtiger Seitenstellung anfertigen,
und zwar auch dieses in kürzester Zeit, da jedes Fixieren und Waschen fortfällt und
das Bild bei Anwendung von Wärme getrocknet werden kann, weil die Gelatine vollkommen unlöslich
geworden ist. Benutzt man als Positiv eine Zeichnung auf durchscheinendem Papier,
so erhält man wiederum eine schwarze Zeichnung auf weißem Grunde.
Es ist auf diese Weise leicht möglich, einen Fettabdruck für die Übertragung auf Zinkplatten
oder Stein herzustellen. Beabsichtigt man dieses, so empfiehlt es sich, die Kopie nach der
zweiten Entwicklung auszuwaschen und zu trocknen. Nach dem Trocknen wird die Kopie
vollständig mit Umdruckfarbe eingewalzt, in kaltem Wasser geweicht und dann mit warmem
Wasser die bei der ersten Entwicklung löslich gebliebene Bromsilbergelatineschicht samt der
auf dieser sitzenden Farbe entfernt.
Das beschriebene Verfahren gestattet es, Bromsilberpigmentbilder ohne Übsrtragung herzustellen.
Die Belichtung muß in diesem Fall unter einem Positiv geschehen. Es wird damit eine der Hauptschwierigkeiten des Pigmentverfahrens,
nämlich die Übertragung und Entwicklung auf eine andere Unterlage, vermieden, was namentlich für die Massenherstellung solcher
Bilder und für Vergrößerungen von Vorteil ist.
Eine bedeutende Vereinfachung bedeutet das Verfahren auch für die Herstellung von Hochdruckformen.
Bisher wurde von dem Original entweder ein Strich- oder Rasternegativ hergestellt,
dann eine Metallplatte mit einer Chromatkolloidschicht überzogen und auf diese das
Negativ kopiert. Bei der geringen Lichtempfindlichkeit der Chromatkolloidschichten sind
sehr starke Lichtquellen erforderlich.
Bei Anwendung des beschriebenen Verfahrens werden diese verschiedenen Arbeitsvorgänge in
einen zusammengezogen·. Um dies Ziel zu erreichen, überzieht man die Metallplatte zunächst
! mit einer säurcwiderständigen Schicht, die z. B. ι aus einem Harz, Asphalt, Zelluloid bestehen
j und zur Vermeidung von Lichthöfen unaktinisch j gefärbt sein kann. Auf diese trägt man dann
! eine ungehärtete Silberhalogengelatineschicht, auf welche man nun eine Strich- oder Rasteraufnahme
macht.
Die erste und zweite Entwicklung geschieht wie beschrieben. Nach der Behandlung mit
warmem Wasser liegt die Schutzschicht an den Stellen offen zutage, die den Weißen des Bildes
entsprechen. Sie muß an diesen Stellen durch ein Lösungsmittel, welches die Gelatine nicht
durchdringt, entfernt werden. Die Platte ist dann zum Ätzen in der üblichen Weise fertig.
Oxydiert man die Oberfläche des Metalles, z. B. mit Chromsäure, so kann die Zwischenschicht
fehlen.
Auch für den Tiefdruck läßt sich das Umkehrungsverfahren
anwenden, nämlich in dem Fall, daß von einem Negativ eine Tief ätzung hergestellt
werden soll, ohne die Anfertigung eines Diapositivs zu erfordern.
Da hierzu ein negatives Gelatinerelief erforderlich ist, so stellt man ein solches in der beschriebenen
Weise auf einer Silberhalogengelatineschicht her, welche sich auf einem Papier mit einer Unterschicht von leichtlöslichem Harz,
Kautschuk usw. befindet.
Nach erfolgter Behandlung mit warmem Wasser wird das Bild auf die Metallfläche gepreßt
und das Papier angetrocknet.
Bestreicht man nun das Papier ausgiebig mit einem Lösungsmittel für die Unterschicht, so
löst sich diese auf, und man kann das Papier abziehen.
Auf der ursprünglichen Unterlage entwickelte Bromsilberpi'gmentbilder können auf diese Weise
auf eine andere Unterlage übertragen werden.
Auch für die Herstellung von Strich- und Kornrastern kann das Umkehrungsverfahren
Anwendung finden, da es die Möglichkeit bietet, bei Aufnahme von liniierten oder gekörnten
weißen . Flächen Raster herzustellen, welche schwarze Linien oder Punkte' auf hellem Grunde
haben.
Endlich bedeutet das Verfahren auch eine im
Vereinfachung bei der Herstellung von Textiltief druckformen.
Bisher bediente man sich dazu eines Abdiuckes des Satzes auf durchscheinendem Papier,
der auf das Pigmentpapier kopiert wurde, oder man stellte das zum Kopieren erforderliche
Positiv her nach der Patentschrift 276690. Nach dieser wird bei gelbem Licht der Text durch
Druckwirkung von Schreibmaschinentypen auf eine Bromsilbergelatineschicht erzeugt und
durch nachträgliche Entwicklung sichtbar gemacht.
Nach der Erfindung ist die Herstellung eines besonderen mittels der Schreibmaschine erzeugten
Positivs, nach welchem erst die erforderliche negative Ätzdeckung hergestellt wird, nicht
nötig, sondern man kann .diese sofort durch Umkehrung, wie beschrieben, erreichen.
Man braucht nur eine lösliche Bromsilbergelatineschicht auf einer ebensolchen reinen
Gelatineschicht zu verwenden. Nach der zweiten Entwicklung wird das Papier auf die Metallfläche
übertragen und in bekannter Weise mit warmem Wasser entwickelt, wodurch das zuerst
entwickelte Buchstabenbild herausgewaschen wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ausführungsweise des Verfahrens zur Herstellung von Gelatinereliefs aus Silberhalogengelatineschichten durch Entwicklung mit sulfitfreiem Brenzkätechin nach Patent 309193, dadurch gekennzeichnet, daß in einer solchen Schicht zunächst mit einem nicht gerbenden Entwickler ein Silberbild hergestellt wird, das übriggebliebene Halogensilber belichtet und aus diesem dann durch Entwicklung mit sulfitfreiem Brenzkatechin ein in warmem Wasser unlösliches Gelatinerelief hergestellt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE310037T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE310037C true DE310037C (de) |
Family
ID=6122325
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT310037D Active DE310037C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE310037C (de) |
-
0
- DE DENDAT310037D patent/DE310037C/de active Active
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