DE3100431C2 - Vorrichtung zum Fixieren eines Kiefers, mit zwei Teil-Schienen, und Werkzeug zum Spannen der beiden Teil-Schienen - Google Patents

Vorrichtung zum Fixieren eines Kiefers, mit zwei Teil-Schienen, und Werkzeug zum Spannen der beiden Teil-Schienen

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DE3100431C2 DE19813100431 DE3100431A DE3100431C2 DE 3100431 C2 DE3100431 C2 DE 3100431C2 DE 19813100431 DE19813100431 DE 19813100431 DE 3100431 A DE3100431 A DE 3100431A DE 3100431 C2 DE3100431 C2 DE 3100431C2
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Abstract

Eine erste und eine zweite Teil-Schiene (13, 15) sind mit Querstreben (13b, 15b) versehen, mit denen sie an Zähnen verankerbar sind. Am einen Ende der ersten Teil-Schiene (13) ist ein Klemmkörper (21) befestigt, der zusammen mit der ersten Teil-Schiene (13) einen Führungskanal begrenzt, entlang dem das durch ihn hindurchgesteckte Ende der zweiten Teil-Schiene (15) verschiebbar ist. Am Klemmkörper (21) ist eine federnde Zunge (23) befestigt, deren einer Rand (23c) an der zweiten Teil-Schiene (15) angreift und diese an die erste Teil-Schiene (13) andrückt. Die Zunge (23) ist derart geneigt, daß sie ermöglicht, die zweite Teil-Schiene (15) in der Richtung (27) zu dem nicht am Klemmkörper befestigten Ende der ersten Teil-Schiene (13) hin relativ leicht zu verschieben, Verschiebungen in der Gegenrichtung aber verhindert. Der Klemmkörper (21) und die Zunge (23) bilden Verbindungsmittel, mit denen die beiden Teil-Schienen (13, 15) platzsparend, schnell und einfach miteinander verbind- sowie verspannbar sind.

Description

10 Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Werkzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 6.
Es ist bekannt, durch eine Fraktur entstandene Bruchstücke eines Kiefers durch eine mit den Bruchstücken verschraubte Platte und zusätzlich durch eine an Zähnen verankerte Schiene zu fixieren. Eine bekannte, diesem Zweck dienende Schiene besteht aus einem biegbarer! Metalldraht, an dem durch kurze Drahtstücke gebildete sprossenartige Querstreben angelötet sind.
Wenn beispielsweise ein in zwei Stücke gebrochener Unterkiefer operativ zu behandeln ist, werden die beiden Bruchstücke in der Nähe des unteren Kieferrandes durch Festschrauben einer die Bruchfläche überbrükkenden Platte miteinander verbunden. Des weitern wird der Kiefer mit einer der Reihe der Zähne entlang verlaufenden Schiene fixiert Die obern Enden der Querstreben werden dabei hakenartig gebogen, so daß sie teilweise an den Kauflächen der Zähne angreifen. Ferner wird die Schiene zusätzlich noch mit dünneren Metalldrähten fixiert, die um einzelne Zähne herumgelegt werden. Wenn die Schiene in dieser Weise geformt und fixiert ist, wird sie mit einem Kunstharz überzogen, das die Schiene nach dem Aushärten zu einem starren Körper versteift.
Damit die Bruchstücke schnell und gut zusammenwachsen, sollten sie im allgemein»·!·· bei der Bruchstelle mit einer gewissen Druckkraft gegeneinandergcdrückt werden. Mit einer Schiene der vorstehend beschriebenen Art kann jedoch keine nennenswerte Zugkraft auf die beiden Bruchstücke ausgeübt werden. Die Schiene verbindet die beiden Bruchstücke daher nur verhältnismäßig lose.
Es ist nun auch bereits bekannt, einen Kiefer mit einer als Scharnierschiene bezeichneten Vorrichtung zu fixieren, die zwei Teil-Schienen aufweist. Deren einander zugewandte Enden sind abgewinkelt und als ösen ausgebildet. Die beiden Teil-Schienen sind mit einer die beiden ösen durchdringenden Schraube und einer Mutter miteinander verbunden. Die einander abgewandten Enden der beiden Teil-Schienen sind hakenartig gebogen und umgreifen mindestens teilweise je einen Zahn. Da die beiden Teil-Schienen durch eine Schraub-Verbindung miteinander verbunden werden, ist es bei dieser Schienen-Variante zwar möglich, die beiden Bruchstükke gegeneinander zu ziehen und dadurch eine Spannung zu erzeugen. Diese Scharnierschiene konnte sich jedoch in der praktischen Chirurgie nicht durchsetzen. Dies dürfte damit zusammenhängen, daß das Verbinden und Spannen der beiden Teil-Schienen mittels einer Schraube und Mutter relativ umständlich ist. Zudem erfordern die abgewinkelten, von der Zahnreihe wegnigenden ösen und die sie verbindende Schraub-Verbmdung vcr-
br> hiiltnismäßig viel Plat/, was je nachdem, an welcher Stelle sich die ösen und Schraubverbindung befinden, sehr störend für den Patienten sein kann.
Die DD-PS I 06 779 offenbart einen FixationsbUgcl
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zur extraoralen Verspannung von Kieferteilen. Der Bügel besteht aus zwei durch einen Zwischenraum voneinander getrennten Teilen aus aushärtbarem Kunststoff, die durch einen Gewindebolzen, der anscheinend an seinen beiden Enden verschiedengängige Gewinde aufweist, miteinander verbunden und durch zusätzliche Führungsstifte in ihrer Lage stabilisiert sind.
Dieser Fixalionsbügcl ist jeducn nichl an den Zähnen verankerbar. Es handelt sich dabei vielmehr um eine Vorrichtung, die in der Chirurgie allgemein als »Fixateur extern« bezeichnet wird. Ein solcher Fixateur wird, wie eben die Bügelteile, durch Einschrauben von Schrauben in den Knochen mit dem letzteren verbunden. Das Befestigen eines solchen Bügels erfordert also eine chirurgische Operation, d. h. einen Eingriff in den Körper, und bringt zudem eine beträchtliche Infektionsgefahr mit sich, weil ja die Schrauben dann dauernd aus dem Körper- und insbesondere Knocheninnern in die Umgebung des Körpers herausragen und einen das Eindringen von Bakterien und dergleichen ermöglichenden Pfad bilden. Da der Fixationsbüge! gemäß der DD-PS 1 06779 eben nicht an den Zähnen verankr-bar, sondern nur mit den Kieferknochen verschraubbar ist, ermöglicht er nicht, die Kieferbruchstücke in Bereich ihrer zahnseitigen Ränder gegeneinander zu ziehen, damit dort kein Spalt offenbleibt.
Die zur Verbindung der beiden Teile des Fixationsbügels vorhandenen Verbindungsmittel, die einen Gewindebolzen und zwei Führungsstifte aufweisen, benötigen verhältnismäßig viel Platz, so daß sie praktisch nicht im Innern des Mundes untergebracht werden könnten, ohne den Patienten sehr stark zu stören. Des weitern dürfte auch das Festspannen der beiden Bügelteile mit dem Gewindebolzen aus Platzgründen problematisch sein, wenn der Bügel in den Mund des Patienten eingesetzt würde. Dabei ist zu beachten, daß ja bei einem Kieferbruch häufig noch Unfallwunden sowie eine vom Einsetzen der Platte herrührende Operationswunde vorhanden sind, die das Einsetzen des Bügels erschweren.
Die DE-üS 28 06 207 offenbart einen Bausatz für die Kieferrekonstruktion. Der Bausatz weist Winkelplatten und Gelenke auf. Diese Teile sind mit Schranbenlöchern versehen und miteinander verschraubt, wobei die Schraubenlöcher derart beschaffen und verteilt sind, daß die einander überlagernden Teile in verschiedenen Stellungen verschraubt werden können.
Auch dieser Bausatz ist nicht zur Schienung vorgesehen und weist keine Mittel zur Verankerung cn den Zähnen auf. Dementsprechend erfordert auch das; Einsetzen des Bausatzes einen operativen Eingriff, was aus den bereits erwähnten Gründen nachteilig ist. Da keine Mittel für die Verankerung an den Zähnen vorhanden sind, ist es auch nicht möglich, Knochenbruchstücke im Bereich der zahnseitigen Ränder gegeneinander zu ziehen. Das Verbinden der verschiedenen Platten erfordert offensichtlich das Einschrauben mehrerer Schrauben und ist daher kompliziert und aufwendig. Im übrigen ist es nicht möglich, die verschiedenen Platten stufenlos gegeneinander zu verstellen und dadurch eine dosierte Spannkraft zu erzeugen.
Die CH-PS 6 18 866 offenbart ein mit Rastzähnen versehenes Band zum Umbinden gebrochener Knochen. Das Band weist am einen Ende eine Kopfpartie mit einem Schlitz auf, in den eine Einrastzunge hineinragt. Das andere Bindende läuft in eine Spitze aus und kann durch den Schütz hindurch gesteckt werden, so daß die Zunge in die Rajtzähne einrastet. Das Band und die Kopfpartie mit der Zunge bestehen aus dem gleichen Material, nämlich Kunststoff.
Auch bei dieser Vorrichtung sind keine die Verankerung an Zähnen ermöglichende Verankerungsmittti vorhanden. Des weitern weist die Vorrichtung nur ein einziges, kaum stark festziehbares Band und nicht zwei bezüglich einander verstellbare Teil-Schienen auf. Im übrigen ist auch zum Einsetzen dieses Bandes ein operativer F.ingriff erforderlich.
DieCll-l'SO 18 8bb enthält keinen Hinweis dafür, das darin geoffenbarle Verschlußprinzip zum Verbinden von Teil-Schienen zu adaptieren, die zum Verankern an Zähnen bestimmt sind. Dieses bekannte Verschluß-Prinzip wäre für diesen Zweck jedoch auch gar nicht geeignet Da nämlich der Verschluß Rast-Zähne aufweist, ist nur ein stufenweises Festziehen möglich. Wenn ein derartiger Verschluß zum Verbinden von zum Verankern an Zähnen bestimmten Teil-Schienen adaptiert würde, müßte man daher in den meisten Fällen in Kauf nehmen, daß entweder der Spalt zwischen den Knochen-Bruchstücken nicht ganz geschlossen wird :>der daß durch die entstehenden Kräfte Zähne ausgebrvdien werden. Da das Band und die Zunge aus gleichem Material, nämlich Kunststoff bestehen, wäre es zudem nicht möglich, auf die Rastzähne zu verzichten. Im übrigen muß ein derartiges Band zur Erzielung einer ausreichenden Festigkeit eine Breite von mindestens etwa 4 mm aufweisen, so daß es platzmäßig schwierig wäre, in dieser Weise ausgebildete Schienen im Mund unterzubringen.
Die Erfindung hat sich daher ausgehend von der erwähnten, als Scharnierschiene bezeichnenden Vorrichtung zur Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung mit zwei Teil-Schienen zu schaffen, die mit nur wenig Platz beanspruchenden Verbindungsmitteln schnell und einfach miteinander verbindbar sind, wobei die beiden Teil-Schienen beim Verbinden in einer Stellung bezüglich einander verspannbar sein sollen, die durch stufenloses Verstellen festlegbar ist. Zugleich soll ein Werkzeug zum Spannen der beiden Teil-Schienen der Vorrichtung angegeben werden.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung der einleir^nd genannten Art mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen und durch ein Werkzeug gemäß Anspruch 6 gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Vorrichtung ergeben sich aus den Ansprüchen 1 bis 5 und des Werkzeugs aus den Ansprüchen 7 und 8.
Die Erfindung soll nun anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert werden. In der Zeichnung zeigt die
Fig. 1 eine axonometrische Ansicht eines in zwei Stücke gebrochenen Unterkiefers mit einer festgeschraubten Platte und einer Vorrichtung mit zwei an den Zähnen verankerten Teil-Schienen, die
F i g. 2 eine axonometrische Ansicht der miteinander verbundenen Abschnitte der beiden Teil-Schienen, in größerem Maßstab, die
F i g. 3 eine axonometrische Ansicht des Klemmkörpers in noch größerem Maßstab.die
Fig.4 einen Längsschnitt durch den Klemmkörper und das daran befestigte Ende der einen Teil-Schiene, die
F i g. 5 eine axonometrische Ansicht eines Spann-Werkzeuges, die
Fig.6 einen Schnitt durch einen Teil des Spann-Werkzeuges und die
Fig. 7 eine axonometrische Ansicht der miteinander verbundenen Abschnitte der beiden Teil-Schienen und eines Teils des Spann-Werkzeugs beim Spannen der
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beiden Teil-Schienen.
In der F i g. 1 ist ein Kiefer 1, oder genauer gesagt, ein Unterkieferknochen, mit einer Reihe Zähne 3 dargestellt, der bei einer Bruchstelle 5 in zwei Bruch-Stücke la und 16 gebrochen ist. Die beiden Bruchstücke la, 16 sind beim unteren Rand des Kiefers durch eine Platte 7 miteinander verbunden, die beidseitig der Bruchstelle 5 an den Bruchstücken festgeschraubt ist. Die Platte 7 ist zweckmäßigerweise als sogenannte Spann-Platte ausgebildet, deren Schraubenlöcher so beschaffen sind, daß die beiden Bruchstücke la, 16 beim Festschrauben gegeneinander gedrückt werden und dann mit ihren Bruchflächen unter Spannung aneinander anliegen.
Beim oberen Rand des Kiefers 1, d.h. bei den im Kiefer sitzenden Zähnen 3 sind die beiden Bruchstücke \a,\b durch eine Vorrichtung 11 miteinander verbunden, wobei derartige Vorrichtungen in der Chirurgie im allgemeinen als Schiene bezeichnet werden. Die Vorrichtung 11 weist zwei durch Verbindungsmittel miteinander verbundene Teil-Schienen, nämlich eine erste Teil-Schiene 13 und eine zweite Teil-Schiene 15 auf. Die beiden Teil-Schienen, deren miteinander verbundene Abschnitte in größerem Maßstab in der F i g. 2 dargestellt sind, weisen je einen entlang der Zahnreihe gebogenen Draht 13a bzw. 15a auf, der aus einem biegbaren Metall, nämlich kaltgezogenem Messing besteht. Die beiden Drähte 13a, 15a sind im Querschnitt halbkreisförmig und haben im übrigen glatte Mantelflächen. An jedem Draht 13a, 15a sind rechtwinklig dazu verlaufende, sprossenartige Querstreben 13b bzw. 156 befestigt. Die Querstreben 13i>, 156 bestehen aus kurzen, biegbaren Messing-Drahtstücken mit einem halbkreisförmigen Profil, wobei die Querschnittsabmessungen der Querstreben etwas kleiner sind als diejenigen der Drähte 13a, 15a. Die Querstreben 13b, 156 sind gleichmäßig entlang dem Draht 13a bzw. 136 verteilt und ungefähr in ihrer Mitte mit Hartlot am betreffenden Draht 13a bzw. 136 angelötet.
Bei der Operation werden die ursprünglich geraden Drähte 13a, 15a entsprechend der Form des von der Zahnreihe gebildeten Bogens gebogen, so daß sie mit ihrer ursprünglich ebenen Längsfläche mindestens an einem Teil der Zähne anliegen. Die Querstreben 136, 156 werden derart gebogen, daß ihre oberen Enden Haken bilden und entweder an Kauflächen von Zähnen 3 angreifen oder bei benachbarten Zähnen mehr oder weniger zwischen diese hineinragen. Die einander abgewandten Enden der beiden Teil-Schienen, oder genauer gesagt, der Drähte 13a. 15a können je nachdem wo sie sich befinden ebenfalls noch so abgebogen werden, daß sie einen Zahn teilweise umgreifen. Ferner werden noch dünnere Metalldrähte, sogenannte Ligaturen, schlaufenförmig um einzelne Zähne herumgelegt und bei den Stellen, bei denen die Querstreben 136, 156 an den Drähten 13a, 15a angelötet sind, an den Teil-Schienen 13 bzw. 15 befestigt. Die Querstreben 136, 156, die allenfalls Zähne umgreifenden Enden der Teil-Schienen und die nicht dargestellten Ligaturen bilden also Verankerungsmitte!, mit denen die Teil-Schienen an den Zähnen 3 und damit am Kiefer verankert werden.
Die beiden Teil-Schienen 13, 15 sind, wie bereits erwähnt, durch Verbindungsmittel miteinander verbunden. Die Verbindungsmitte! sind durch einen Klemmkörper 21 und eine an diesem befestigte Zunge 23 gebildet. Wie es besonders deutlich aus der F i g. 3 ersichtlich ist, weist der Klemmkörper 21 auf seiner einen Seite eine ebene Fläche 21a auf, in die eine gerade, sich über seine ganze Lange erstreckende, im Querschnitt U-förmige Rinne 216 eingeschnitten ist.
Deren Breite ist ungefähr gleich der Breite, d. h. der größten Querschnittsabmessung der Drähte 13a, 15a. Auf der der Fläche 21a gegenüberliegenden Seite ist der Klemmkörper 21 mit einer in der Längsrichtung der Rinne 216 geneigten Anschrägung 21c versehen, in der eine ebenfalls geneigte Ausnehmung 2\d vorhanden ist. Das eine Ende 23a, nämlich ungefähr die Hälfte der Zunge 21 ist in die Ausnehmung 2\d eingepreßt und
ίο zusätzlich mit einem Hartlot angelötet. Der restliche Abschnitt 236 der Zunge 23 ragt auf einer von denjenigen Stirnseiten, bei denen die Rinne 216 endet, über den Klemmkörper 21 heraus. An ihrem freien Ende wird die Zunge 23 durch einen Rand 23c begrenzt, der minde-
is stens auf der Fläche 21a zugewandten Seite scharfkantig oder aber schneidenförmig ist. Die Zunge 23 ist in der Längsrichtung derart geneigt, daß sie sich gegen ihren Rand 23c hin der von der Fläche 21a aufgespannten Ebene annähen.
Der Klemmkörper 21 besteht aus einem metallischen Material, beispielsweise gleich wie die Drähte 13a, 15a und Querstreben 136, 156 aus Messing. Die Zunge 23 besteht aus einem elastisch deformierbaren, metallischen Material, das sowohl gute Federeigenschaften hat, als auch korrosionsbeständig ist. Femer soll das die Zunge bildende Material härter sein, als das Material, aus dem die Drähte 13a, 15a bestehen. Die Zunge kann beispielsweise aus einer Eisen, Nickel und Kobalt enthaltenden Legierung bestehen. Eine solche Legierung hat einen Elastizitätsmodul von 21 500 bis 23 000kp/ mm2, eine Elastizitätsgrenze von 170 bis 180kp/mm2 und eine Vickershärte von 710kp/mm2. Das Messing, aus dem die Drähte 13a, 15a bestehen, ist wesentlich weicher als diese Legierung und hat eine etwa 70 bis 150 kp/mm2 betragende Vickershärte.
Das eine Ende des Drahtes 13a der ersten Teil-Schiene 13 ist starr mit dem Klemmkörper 21 verbunden, nämlich mit einem Hartlot angelötet. Wie es besonders deutlich aus der F i g. 4 ersichtlich ist, ragt der Draht 13a der ersten Teil-Schiene 13 mit seinem einen Ende auf der Seite der Zunge 23 in die Rinne 216 hinein, so daß er sich über die ganze Länge der Rinne 216 erstreckt. Das Ende 13c des Drahtes 13a ist im übrigen derart am Klemmkörper 21 befestigt, daß seine im Querschnitt gerade Seite ungefähr bündig mit der Fläche 21a des Klemmkörpers 21 ist und daß zwischen seiner im Querschnitt halbkreisförmigen Seite und der inneren Begrenzungsfläche der Rinne 216 eine öffnung frei bleibt, die im folgenden als Führungskanal 25 bezeichnet wird.
so Das Ende lScdes Drahtes 15a der zweiten "^il-Schiene 15 kann von dem der Zunge 23 abgewandten Ende des Führungskanals 25 her durch diesen hindurchgesteckt werden, so daß es mit seiner im Querschnitt geraden Seite auf der im Querschnitt halbkreisförmigen Seite des Drahtendes 13c aufliegt wie es aus der F i g. 2 ersehbar ist Der Führungskanal 25 ist so bemessen, daß der Draht 13a mit geringem Spiel in seiner Längsrichtung verschiebbar geführt wird.
Die Zunge 23 verläuft in unbelastetem Zustand in dem in der Fig.4 ersichtlichen, in der Längsrichtung des Drahtendes 13c und des Führungskanals 25 verlaufenden Schnitt entlang einer Geraden. Diese ist gegen die Längsrichtung des Führungskanals 25 unter einem Winkel von höchstens 45°, nämlich etwa 15 bis 30" geneigt. Wenn das Drahtende 15a von der der Zunge abgewandten Seite her bis mindestens zum Zungenrand 23c durch den Führungskanal 25 hindurchgesteckt wird, biegt es den Zungen-Abschnitt 236 in die in der F i g. 2
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dargestellte Form. Der federnde Zungen-Abschnitt 23t» wird dadurch elastisch gespannt, so daß der Zungen-Rand 23c- auf den Draht 15a drückt und den letzteren auch gegen den Draht 13a drückt. Der federnde Zungen-Abschnitt 23b ist also bezüglich der Längsrichtung der Drahtenden 13c, 15c· unter einem Winkel von weniger a)·, 45° derart geneigt, daß er sich von dem am Klemmkörper 21 befestigten Abschnitt 23a her in Richtung zu dem nicht am Klemmkörper befestigten Ende der Teil-Schiene 13 hin an den Draht 13a f.nnähert und mit seinem scharfkantigen Rand 23c an diesem angreift. Das Drahtende 15c kann daher relativ leicht in der in der Fig.2 durch den Pfeil 27 bezeichneten Richtung verschoben werden. Wenn man dagegen versuchen würde, das Drahtende 15c in der Gegenrichtung zu verschieben, d. h. vom nicht am Klemmkörper 21 befestigten Ende der Teil-Schiene 13 wegzuziehen, würde sich
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Die Zunge 23 sichert also die zweite Teil-Schiene 15 gegen Verschiebungen in der dem Pfeil 27 entgegengesetzten Richtung.
Die Teil-Schiene 15 wird zweckmäßigerweise bereits vor der Operation durch den Klemmkörper 21 hinclurchgesteckt und dadurch mit der Teil-Schiene 13 verbunden. Bei der Operation werden die beiden Teil-Schienen, wenn nötig, durch Abschneiden eines Stückes auf eine geeignete Länge verkürzt und, wie bereits erwähnt, zurechtgebogen sowie an den Zähnen verankert. Dabei wird die Vorrichtung 11 derart angeordnet, daß sich t^r Klemmkörper 21 ungefähr bei der Bruchstelle 5 befindet, so daß die Teil-Schiene 13 ausschließlich an Zähnen des Kiefer-Bruchstückes la und die Teil-Schiene 15 ausschließlich an Zähnen des Bruchstückes \b verankert ist. Wenn die beiden Teil-Schienen an den Zähnen verankert sind, werden sie mit einem Spann-Werkzeug gegeneinandergezogen und verspannt. Die Kiefer-Bruchstücke la, \b werden also nicht nur durch die Platte 7, sondern auch durch die Vorrichtung 11 gegeneinandergezogen, so daß sie bei der Bruchstelle 5 unter Druck aneinander anliegen. Nach dem Verspannen der beiden Teil-Schienen 13 und 15 wird auf diese und den Klemmkörper 21 sowie die Feder 23 ein Kunstharz aufgebracht. Wenn dieses Kunstharz ausgehärtet ist, bildet es einen harten Überzug, der die ursprünglich biegbaren Teil-Schienen versteift.
Nun soll das bereits erwähnte Spann-Werkzeug beschrieben werden, das in der F i g. 5 dargestellt und mit 31 bezeichnet ist. Das Spann-Werkzeug 31 weist eine Führung 33 auf, die durch eine beidenends offene Hülse gebildet ist und einen sich von ihrem einen Ende her über einen Teil ihrer Länge erstreckenden Schlitz 33a aufweist. An demjenigen Ende der Führung 33, bei dem der Schlitz 33a endet, ist ein Greifer 35 und am andern Ende ein als Handgriff dienendes Halteorgan 37 angeordnet. In der Führung 33 ist ein Stößel 39 verschiebbar geführt Ein Greifer 41 ist durch den Schlitz 33a hindurch starr mit dem sich in der Führung 33 befindenden Ende des Stößels 39 verbunden. Der Greifer 41 befindet sich also zwischen dem Greifer 35 und dem Halteorgan 37, die mit der Führung 33 verbunden sind. Der Stößel 39 ragt aus dem dem Greifer 35 abgewandten Ende der Führung 33 heraus und ist dort mit einem starr mit ihm verbundenen Kopf versehen, der als manuell mit Kraft bsaufschiagbares Halteorgan 43 dient. Die beiden Greifer 35,41 sind mit zwei durch einen Einschnitt 35a bzw. 41a getrennten Zinken 35Z> bzw. 41f> versehen, die auf ihren einander zugewandten Seiten je eine Querrinne 35c bzw. 41c aufweisen und also bei ihrem freien Ende Haken bilden.
Der Greifer 35 ist starr an der Führung 33 befestigt. Dagegen ist die Führung 33 in ihrer Längsrichtung verschiebbar in einer in der F i g. ö ersichtlichen Öffnung 37.7 des Haltcorganes 37 geführt. Die Führung 33 weist außen drei Ringnuten auf, die als Markierungen 33b, 33e, 33d dienen und zur Verdeutlichung unterschiedlich gefärbt sein können. Die Führung 33 ist an ihrem dem Greifer 35 abgewandten Ende mit einem radial vorste-
henden Kragen 33e versehen. Die öffnung 37a weist an ihrem den Greifern 33, 41 abgewandten Ende eine Erweiterung 37t auf. deren Durchmesser so bemessen ist, daß der Kragen 33c in sie hineinschiebbar ist. Auf dem sich in der Erweiterung 37b befindlichen Teil der Führung 33 ist eine Schrauben-Feder 51 angeordnet, deren eines Ende am Kragen 33e und deren anderes Ende an der beim inneren Ende der Erweiterung 37b vorhandenen Schulterflüchs beiest!**! ist. D?.s Hukeor**?.!1. 37 ist also durch die Feder 51 kraftschliissig mit der Führung 33 verbunden, die ihrerseits starr, d. h. formschlüssig mit dem Greifer 35 verbunden ist. Wenn die Feder 51 entspannt ist, befindet sich die Markierung 37b außerhalb der öffnung 37a, und zwar auf der den Greifern 35, 41 zugewandten Seite des Halteorgans 37, während sich die beiden andern Markierungen 33cund 33</im Innern der Öffnung 37a befinden. Wenn das Halteorgan 37 beim Spannen von zwei Teil-Schienen in der F i g. 6 bezüglich der Führung 33 entgegen der von der Feder 51 erzeugten Druckkraft nach rechts verschoben wird, gelangt zuerst auch noch die Markierung 33c und dann auch noch die Markierung 33c/ aus der öffnung 37a heraus. Die dabei vom Halteorgan auf den Greifer 35 übertragene Kraft ist jeweils gleich der von der Feder 51 erzeugten Druckkraft und wird also bei einer Ver-
J5 Schiebung der erwähnten Art sukzessive größer.
In der F i g. 7 ist veranschaulicht, wie die beiden Teil-Schienen 13, 15 mit dem Spann-Werkzeug 31, von dem nur ein Teil ersichtlich ist, gegeneinander verspannt werden können. Zum Spannen wird das Werkzeug derart angeordnet, daß die beiden Greifer 35 und 41 an den sich am nächsten beim Klemmkörper 21 befindenden Querstreben 13b bzw. 15b angreifen, wobei die Drähte 13a und 15a teilweise durch einen Einschnitt 35a bzw. 41a hindurchverlaufen. Der Chirurg kann nun das Halteorgan 37 mit einer Hand fassen und mit der gleichen Hand das Halteorgan 43 gegen das Halteorgan 37 drükken. Der Greifer 41 verschiebt dabei das durch den Klemmkörper 21 hindurchragende Ende der zweiten Teil-Schiene 15 in der F i g. 7 bezüglich des Klemmkörpers 21 und der ersten Teil-Schiene 13 nach links, wodurch die erwähnte Druckspannung erzielt wird. Wenn das Werkzeug von der Vorrichtung 11 getrennt wird, hält die Zunge 23 die Teil-Schiene 15 in gespanntem Zustand fest.
Beim Spannvorgang zeigen die Markierungen 33b, 33c, 33c/die ungefähre Größe der Spannkraft an. Wenn beispielsweise für die verwendeten Teil-Schienen 13,15 eine Zugkraft von 300 N zulässig ist, können die Markierungen derart angeordnet und die Feder 51 derart dimensioniert sein, daß bei einer Spannkraft von 0 bis 50 N nur die Markierung 33b sichtbar ist. Im Bereich von etwa 100 bis 150 N ist dann zusätzlich noch die Markierung 33c sichtbar. Wenn die Spannkraft auf ungefähr 200 N oder mehr ansteigt, wird auch noch die Markierung 33c/ sichtbar, was dem Chirurgen anzeigt, daß er nun nicht mehr stärker spannen sollte.
Die die zwei miteinander verbundenen Teil-Schienen aufweisende Vorrichtung kann in verschiedener Hin-
31 OO
sieht modifiziert werden. Beispielsweise könnten die Zungen und der Klemmkörper zusammen aus einem einstückigen Werkstück gebildet sein. Ferner könnte der Klemmkörper statt der Rinne 2ib ein Durchgangsloch aufweisen, das zusammen mit der in es hineinragen- : den ersten Teil-Schiene oder auch für sich allein den
;-; Führungskanal für die zweite Teil-Schiene begrenzt.
■ '■\ Des weitern könnte das verschiebbar durch die Klemm-
: ; körper hindurchsteckbare Ende der zweiten Teil-Schie-
v ne auf seiner der Zunge zugewandten Seite aufgerauht
; oder geriffelt sein, so daß die Zunge gut einhaken kann.
';·· Des weitern könnten die Verankerungsmittel auch der-
, : art ausgebildet werden, daß die Teil-Schienen an einem
[,':; nur noch einen Teil der Zähne aufweisenden oder zahn-
,'·:! losen Kiefer verankert werden können.
ι/ Des weitern kann natürlich auch das Spann-Werk-
|;j: zeug modifiziert werden. Beispielsweise könnte das
£j Halteorgan 37 starr an der Führung 33 befestigt sein.
yj. Dafür könnte dann beispielsweise das Halteorgan 43
·:; statt starr über eine Feder kraftschlüssig mit dem Stößel
ijj 39 verbunden sein, wobei am letzteren ebenfalls als
$' Markierungen dienende Nuten oder dergleichen ange-
«; bracht sein könnten. Es wäre jedoch auch möglich, soli: wohl das Halteorgan 37 starr und formschlüssig mit dem
<f? Greifer 35 als auch das Halteorgan 43 starr und form-
£·'> schlüssig mit dem Greifer 41 zu verbinden. Ferner könn-
'.$ te das Spann-Werkzeug mit einer Überlastsicherung
;.i ausgerüstet werden, die die von den Halteorganen auf
P, die Greifer übertragbare Kraft auf einen vorgegebenen
h' Maximalwert begrenzt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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65

Claims (8)

31 OO Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Fixieren eines Kiefers, mit einer ersten Teil-Schiene und einer zweiten Teil-Schiene, die mit zu ihrer Verankerung an den Zähnen dienenden Verankerungsmitteln versehen sind, und mit die beiden Teil-Schienen miteinander verbindenden sowie im eingesetzten Zustand verspannenden Verbindungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel einen an der ersten Teil-Schiene (13) befestigten Klemmkörper (2t) aufweisen, daß die zweite Teil-Schiene (15) verschiebbar durch einen im Klemmkörper (21) vorhandenen Führungskanal (23) hindurchgeführt ist, daß der Klemmkörper (2i) mit einer auf das sich im Bereich der ersten Teilschiene (13) befindende freie Ende der zweiten Teilschiene hin gerichteten, federnd ausgebildeten Zunge (23) versehen ist, die aus einem Material besteht, dessen Karte größer ist als jene des Materials der zweiten Teilschiene (15) und die bezüglich der Längsrichtung des Führungskanals (25) geneigt ist und an ihrem freien Ende eine scharfkantige Schneide {23c) aufweist, und daß die letztere sich in den glatten Mantel der zweiten Teil-Schiene (15) einschneidet und die zweite Teil-Schiene (15) dadurch gegen solche Verschiebungen sichert, die vom nicht arn Klemmkörper (21) befestigten Ende der ersten Teil-Schiene (13) weggerichtet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskanal (25) auf der der Zunge (23) abgewandten Seite durch die erste Teil-Schiene (13) begrenzt ist.
3. Vorrichtung nach Anspi uch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teil-Schienen (13, 15) aus Messing und die Zunge (23) aus einer Eisen enthaltenden Legierung bestehen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Zunge (23) in einen Mantclflächenabschnitt der zweiten Teil-Schiene (15) einschneidet, der im Querschnitt gewölbt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Mantelflächenabschnitts halbkreisförmig ist.
6. Werkzeug zum Spannen der beiden Teil-Schienen der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug eine Führung (33) und einen verschiebbar in dieser geführten Stößel (39) aufweist, daß die Führung (33) und der Stößel (39) je mit einem zum Angreifen an den Verankerungsmitteln (13i>, 156} der beiden Teil-Schienen (13,15) bestimmten Greifer (35,41) versehen sind und daß die Führung (33) und der Stößel (39) je ein Halteorgan (37, 43) aufweisen, um ihre manuelle Verschiebung bezüglich einander zu ermöglichen.
7. Werkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am einen Ende der Führung (33) der zu ihr gehörende Greifer (35) und am andern Ende der Führung (33) das zu ihr gehörende Halteorgan (37) ungeordnet ist. d»ß der zum Stößel (39) gehörende Greifer (41) sich /wischen dem Greifer (35) und dem Hiiltcorgiin (37) der Führung (33) befindet und daß der Stößel (39) beim haltcorgansoiligcn Ende der Führung (33) ;ius dieser herausragt und dort mit dem Halteorgan (43) verschen ist.
8. Werkzeug nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Halteorgan (37) und der zugehörige Greifer (35) bezüglich einander verschiebbar miteinander verbunden sind und über eine Feder (51) miteinander in kraftschlüssiger Wirkverbindung stehen und daß mindestens eine Markierung {33b, 33c, 33d) vorhanden ist, um ein Maß für die Größe der Spannkraft zu geben.
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