DE3100565C2 - Vorrichtung zur Abdichtung einer unter Druck stehenden Rohrleitung - Google Patents

Vorrichtung zur Abdichtung einer unter Druck stehenden Rohrleitung

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DE3100565C2 DE19813100565 DE3100565A DE3100565C2 DE 3100565 C2 DE3100565 C2 DE 3100565C2 DE 19813100565 DE19813100565 DE 19813100565 DE 3100565 A DE3100565 A DE 3100565A DE 3100565 C2 DE3100565 C2 DE 3100565C2
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Abstract

Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Abdichten einer Leckstelle in einer unter dem Druck eines fluiden Mediums stehenden Rohrleitung. Zur Vorrichtung gehört eine auf die Rohrleitung aufsetzbare, die Leckstelle überbrückende Verpreßschalung mit zumindest einem Dichtungsmitteleinpreßstutzen sowie zumindest einem Entlüftungsstutzen. Die Verpreßschalung ist mit ihrem Schalungsrand dicht auf die Rohrleitung aufsetzbar. Ihr Schalungshohlraum ist mit einem aushärtenden Dichtungsmittel auspreßbar. Zusätzlich ist eine Sekundärschalung mit Dichtungsmitteleinpreßstutzen und Entlüftungsstutzen vorgesehen, mit der die Verpreßschalung überbrückbar ist. Der Dichtungsmitteleinpreßstutzen sowie der Entlüftungsstutzen der Verpreßschalung sind durch die Sekundärschalung hindurchgeführt. Auch die Sekundärschalung ist mit ihrem Sekundärschalungsrand dicht auf die Rohrleitung aufsetzbar und ihr Schalungshohlraum ist ebenfalls mit einem aushärtenden Dichtungsmittel auspreßbar.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abdichtung einer unter Druck stehenden Rohrleitung mit Primärdichtungsanordnung und Sekundärdichtungsanordnung, wobei zuerst mit Hilfe der Sekundärdichtungsanordnung eine Sekundärabdichtung eingerichtet und die auftretende Leckage über einen durch die Primärabdichtung geschaffenen Primärdichtungsraum abgeleitet wird, wonach die Primärabdichtung eingerichtet wird.
Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art DE-OS 21 264, GB-PS 7 57 735 bestehen die beiden Dichtungsanordnungen aus Manschetten, Bandagen oder dergleichen, wobei die Primärabdichtung durch Verschließen eines mit dem Primärdichtungsraum in Verbindung stehenden Stutzens mit einem Stopfen besorgt wird. Letzteres gelingt insbesondere dann nicht sicher, wenn das fluide Medium unter hohem Druck steht bzw. in erheblichen Mengen über die Leckstelle austritt.
Ferner ist es bekannt (US-PS 40 53 176), eine Leckage einer unter Druck stehenden Rohrleitung mit Hilfe einer Manschette abzudichten, über deren oberen Entlüftungsstutzen das austretende fluide Medium zunächst abgeleitet wird und die anschließend über einen Dichtungsmitteleinpreßstutzen mit einem Dichtungsmittel vemreßt wird. In der Praxis sind entsprechende Maßnahmen auch unter Einsatz einer Verpreßschalung aus zwei Halbschalen mit Dichtungsmitteleinpreßstulzen und Entlüftungsstutzen bekannt. Auch hier tauchen insbesondere dann Schwierigkeiten auf, wenn das fluide Medium in der Rohrleitung unter hohem Druck steht. Dann kann nicht ausgeschlossen werden, daß das fluide Medium sich schon beim Einpressen des Dichtungsmittels einen Weg zwischen dem Schalungsrand der Verpreßschalung und der Rohrleitung sucht und folglich die Abdichtung nicht oder nur unvollständig gelingt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, anzugeben, wie bei einer Vorrichtung zur Abdichtung einer unter Druck stehenden Vorrichtung, die mit einer Verpreßschalung aus zwei Halbschalen mit Dichtungsmitteleinpreßstutzen und zumindest einem Entlüftungsstutzen als Primärabdichtungsanordnung arbeitet, das bekannte Prinzip mit Sekundärabdichtungsanordnung einfach und funktionssicher verwirklicht werden kann.
Die Erfindung löst diese Aufgabe bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch, daß bei Verwendung einer bekannten Primärabdichtungsanordnung in Form einer Verpreßschalung aus zwei Halbschalen mit Dichtungsmitteleinpreßstutzen und Entlüftungsstutzen auch die Sekundärabdichtungsanordnung aus Halbschalen aufgebaut ist, die einen Dichtungsmitteleinpreßstutzen und einen Entlüftungsstutzen aufweist und daß der Dichtungsmitteleinpreßstutzen sowie der Entlüftungsstutzen der Verpreßschalung durch die Sekundärdichtungsanordnung hindurchgeführt sind.
Die erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß mil Hilfe einer erfindungsgemäßen Vorrichtung eine Leckstelle in einer unter dem Druck eines fluiden Mediums stehenden Rohrleitung auch dann sicher abgedichtet werden kann, wenn das fluide Medium unter hohem Druck steht. Selbst wenn das aus der Leckstelle ausgetretene fluide Medium den Schalungsrand der Verpreßschalung unterkriechen sollte, erfolgt eine sichere Abdichtung durch das Dichtungsmittel, welches in den Schalungshohlraum der Sekundärschalung eingebracht worden ist.
Für die weitere Ausgestaltung bestehen im Rahmen der Erfindung mehrere Möglichkeiten. So wird man im allgemeinen die Halbschalen an ihrer Trennfläche unter Zwischenschaltung von Dichtungsmitteln zusammensetzen. Die Halbschalen selbst können durch Bänder, Schellen oder dergleichen zusammengehalten werden. Nach bevorzugter Ausführungsform sind die der Rohrleitung zugewandten Halbschalenränder der Verpreßschalung bzw. der Sekundärdichtungsanordnung mit Dichtungsmitteln versehen, und an unterschiedliche Rohrleitungsdurchmesser anpaßbar. Im Rahmen der Erfindung liegt es, zusätzlich eine ebenfalls mit einem Dichtungsmittel auspreßbare, mit Dichtungsmitteleinpreßstutzen und Entlüftungsstutzen ausgerüstete Tertiärschalung vorzusehen, mit der entsprechend die Sekundärschalung überbrückbar ist, und durch welche die Dichtungsmitteleinpreßstutzen und Entlüftungsstutzen von Sekundärschalung und Verpreßschalung hindurchgeführt sind. Erforderlichenfalls kann in Ergänzung zu der Tertiärschalung in entsprechender Weise noch eine Quartiärschalung vorgesehen werden, — und so weiter fort.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung
b5 ausführlicher erläutert. Es zeigt in schematischer Darstellung
F i g. 1 einen Axialschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung im montierten Zustand,
31 OO 565
Fig.2 eine Draufsicht auf den Gegenstand nach F i g. 1 und
F i g. 3 einen Schnitt in Richtung A-A durch den Gegenstand nach F i g. 1.
Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zum Abdichten einer Leckstelle 1 in einer unter dem Druck eines fluiden Mediums stehenden Rohrleitung 2.· Die Vorrichtung arbeitet mit einer auf die Rohrleitung 2 aufsetzbaren, die Leckstelle ί überbrückenden Verpreßschalung 3, die einen Dichtungsmitteleinpreßstutzen 4 und einen Entlüftungsstutzen 5 aufweist Die Verpreßschalung 3 ist mit ihrem Schalungsrand 6 dicht auf die Rohrleitung 2 aufsetzbar und ihr Schalungshohlraum 7 ist mit einem aushärtenden Dichtungsmittel 8 auspreßbar. Zur Vorrichtung gehört eine Sekundärschalung 9, die ebenfalls einen Dichtungsmitteleinpreßslutzen 10 und einen Entlüftungsstutzen 11 aufweist. Mit dieser Sekundärschalung 9 ist die Verpreßschalung 3 überbrückbar. Der DichtungsmitteleinpreP-.tutzen 4 sowie der Entlüftungsstutzen 5 der Verpreßschalung 3 sind durch die Sekundärschalung 9 hindurchgeführt. Auch die Sekundärschalung 9 ist mit ihrem Sekundärschalungsrad 12 dicht auf die Rohrleitung 2 aufsetzbar, ihr Schalungshohlraum 13 ist ebenfalls mit einem Dichtungsmittel 8 auspreßbar. Zusätzlich ist eine Tertiärschalung 14 mit Dichtungsmitteleinpreßstutzen 15 und Entlüftungsstutzen 16 vorgesehen, mit dem entsprechend die Sekundärschalung 9 überbrückt ist. Durch die Tertiärschalung 14 sind die Dichtungsmitteleinpreßstutzen 4, 10 und Entlüftungsstutzen 5, 11 von Sekundärschalung 9 und Verpreßschalung 3 hindurchgeführt, insbesondere aus der F i g. 3 entnimmt man, daß die Verpreßschalung 3, die Sekundärschalung 9 und die Tertiärschalung 14 aus Halbschalen unter Zwischenschaltung von Dichtungsmitteln 17 zusammengesetzt sind, — wobei man ohne weiteres die Anordnung durch Zusatzringe oder Zusatzscheiben so treffen kann, daß die Schalungen 3, 9, 14 unterschiedlichen Rohrleitungsdurchmcssern anpaßbar sind. Auch die Tertiärschalung 14 ist mit ihrem Tertiärschalungsrand 18 dicht auf die Rohrleitung 2 aufgesetzt und ihr Schalungshohlraum 19 ist ebenfalls mit einem Dichtungsmittel 8 verpreßt. Die Schalungsränder 6, 12, 18 von Verpreßschalung 3, Sekundärschalung 9 und Tertiärschalung 14 tragen Dichtungsmittel 20, mit denen sie auf die Rohrleitung 2 aufgesetzt sind. — Nicht gezeichnet wurde, wie die Halbschalen mit Hilfe von Bändern, Schellen oder dergleichen zusammengespannt und auch auf die Rohrleitung 2 aufgedrückt werden. — Man erkennt, daß bei der Vorrichtung ohne weiteres die Möglichkeit besteht, zuerst den Schalungshohlraum 13 der Sekundärschalung 9 mit geringem Druck mit dem Dichtungsmittel 8 zu verpressen, denn in diesem Schalungshohlraum 12 steht der hohe Druck des fluiden Mediums der Rohrleitung 2 nicht an, dieser Schalungshohlraum 13 steht gleichsam unter Atmosphärendruck und kann deshalb ohne Schwierigkeiten mit dem Dichtungsmittel 8 aufgefüllt werden. Nach Erhärten des Dichtungsmittels 8 im Schalungshohlraum 13 der Sekundärschalung 9 wird der Schalungshohlraum 7 der Verpreßschalung 3 mit dem Dichtungsmittel 8 verpreßt, wobei nunmehr der EinprcfJdruck höher sein muß als der Druck in der Rohrleitung 2. Das fluide Medium, welches aus der Leckstelle 1 austritt, hat jedoch jetzt keine Möglichkeit mehr, zwischen Schalungsrand 6 der Verpreßschalung 3 und Rohrleitung 2 /ti entweichen. Das gilt auch, wenn zusiit/lich mit einer Tertiärschalung 14 gearbeitet wird.
Sind die Verpiel.isehalung 3, die Sekundärschalung 9 und die Tertiärschalung 14 so angeordnet, wie es gezeichnet ist so bildet die Vorrichtung drei ringförmig übereinanderliegend^ untereinander abgedichtete rohrförmige Schaltungshohlräume 7, 13, 19, die die Rohi leitung 2 umschließen. Will man nun die Abdichtungsarbeiten durchführen, so werden auf alle sechs Stutzen 4,5,10,11,15,16 Absperrventile aufgeschraubt. Aus dem Schalungshohlraum 7 der Verpreßschalung 3 kann gegebenenfalls das aus der Leckstelle 1 austretende Medium über Schlauchleitungen abgeleitet werden, um die weiteren Arbeiten nicht zu erschweren. Nunmehr warden die von den Einflüssen des aus der Leckstelle 1 austretenden fluiden Mediums abgeschirmten Schalungshohlräume 13,19 der Sekundärschalung 9 und der Tertiärschalung 14 nacheinander mit einem möglichst schnell abbindenden und erhärtenden Dichtungsmittel 8 ausgepreßt, wobei man sich eines herkömmlichen Druckzylinders oder aber einer anderen Verpreßvorrichtung bedienen kann, die an den entsprechenden Stutzen oberhalb des Absperrventils angeschraubt wird. Die beim Füllen des entsprechenden Schalungshohlraumes 19 von unten nach oben verdrängte Luft entweicht durch den Entlüftungsstutzen 16. Nachdem der entsprechende Schalungshohlraum 19 mit dem Dichtungsmittel 8 gefüllt ist, werden beide Ventile gesperrt und die Verpreßvorrichtung kann abgenommen werden. Der nächste Schalungshohlraum 13 wird dann in gleicher Weise verpreßt. Durch die Wahl des Dichtungsmittels 8 und die Anzahl der Schalungen 2, 9, 14 kann die Festigkeit des aus dem erhärteten Dichtungsmittel 8 bzw. aus den erhärteten Dichtungsmitteln 8 aufgebauten Mantels bestimmt werden. Zuletzt wird der Schalungshohlraum 7 der Verpreßschalung 3, wie schon angegeben, verpreßt. Der Verpreßdruck kann so hoch gewählt werden, wie es der Druck des fluiden Mediums in der Rohrleitung erforderlich macht. Die Entlüftung des Schalungshohlraumes 7 der Verpreßschalung 3 geschieht durch leichtes öffnen des Absperrventils, jeweils nach Einfüllen einer bestimmten Dichtungsmittelmenge in diesem Schalungshohlraum 7. Während des Einpressens bleibt also das Entlüftungsventil geschlossen. Durch das Komprimieren des Dichtungsmittels 8 in diesem Schalungshohlraum 7 v/ird die Leckstelle 1 geschlossen und die Luft an die höchste Stelle des Schalungshohlraumes 7 gepreßt, von wo aus sie dann über den Entlüftungsstutzen 5 abgeführt werden kann. Tritt aus diesem Entlüftungsstutzen 5 das Dichtungsmittel 8 selbst aus, so werden beide Ventile geschlossen und das unter Druck stehende Dichtungsmittel 8 härtet aus. Im Ergebnis können an in Betrieb befindlichen Rohrleitungen 2, die unter hohem Druck stehend fluides Medium führen, Leckstellen 1 ohne Schwierigkeiten einwandfrei abgedichtet werden. Als Dichtungsmittel 8 können Harze, Kautschuke, Zemente und dergleichen verwendet werden, die in ihrer Beständigkeit den Verhältnissen anzupassen sind. Es versteht sich von selbst, daß die Schalungen 3, 9,14 im Bereich von Rohrleitungskupplungen oder Muffen der Geometrie der Verhältnisse anzupassen sind, und zwar bezüglich der Raumform insgesamt und bezüglich der Schalungsränder 6,12,18, die dicht auf die Rohrleitung 2 bzw. auf die Kupplungsteile oder Muffenteile aufgesetzt werden müssen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

31 OO 565 Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Abdichtung einer unter Druck stehenden Rohrleitung mit Primärdichtungsanordnung und Sekundärdichtungsanordnung, wobei zuerst mit Hilfe der Sekundärdichtungsanordnung eine Sekundärabdichtung eingerichtet und die auftretende Leckage über einen durch die Primärabdichtung geschaffenen Primärdichtungsraum abgeleitet wird, wonach die Primärdichtung eingerichtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung einer bekannten Primärabdichtungsanordnung in Form einer Verpreßschalung (3) aus zwei Halbschalen mit DichtungsmittelpreÖstutzen (4) und Entlüftungsstutzen (5) auch die Sekundärabdichtungsanordnung (9) aus Halbschalen aufgebaut ist, die einen Dichtungsmitteleinpreßstutzen (10) und einen Entlüftungsstutzen (11) aufweist und daß der Dichtungsmitteleinpreßstutzen (4) sowie der Entlüftungsstutzen (5) der Verpreßschalung (3) durch die Sekundärdichtungsanordnung (9) hindurchgeführt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbschalen an ihrer Trennfläche unter Zwischenschaltung von Dichtungsmitteln (17) zusammengesetzt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der Rohrleitung zugewandten Halbschalenränder (6, 12, 18) der Verpreßschalung (13) bzw. der Sekundärdichtungsanordnung (9) mit Dichtungsmitteln (20) versehen und an unterschiedliche Rohrleitungsdurchmesser anpaßbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Sekundärdichtungsanordnung (9) entsprechend eine aus Halbschalen aufgebaute Tertiärdichtungsanordnung (14) aufgesetzt ist, durch welche die Dichtungsmittelpreßstutzen (4,10) und Entlüftungsstutzen (5,11) der Sekundärdichtungsanordnung (9) und der Verpreßschalung (3) hindurchgeführt sind.
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