DE3100980C2 - Entwicklervorrichtung für elektrostatisches Kopiergerät - Google Patents
Entwicklervorrichtung für elektrostatisches KopiergerätInfo
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Abstract
Entwicklersystem für ein elektrostatisches Kopiergerät zum Entwickeln eines auf einem elektrostatischen Ladungsbildträger vorhandenen elektrostatischen Ladungsbildes, bestehend aus einem Tonerbehälter und einer Entwicklervorrichtung zum Übertragen von Toner auf den elektrostatischen Ladungsbildträger. Ein solches Entwicklersystem soll kostengünstig hergestellt werden, wobei der Abstand des elektrostatischen Ladungsbildträgers zu der Entwicklerrolle ohne genaue Ju stage ein einwandfreies Arbeiten mit Einkomponenten-Toner erlaubt. Es wird vorgeschlagen, daß die Entwicklervorrichtung aus einer mittels elastischem Material hergestellten Grundeinheit und einem pelzartigen Belag besteht, welcher auf die Umfangsfläche der Entwicklervorrichtung derart aufgebracht wird, daß er den elektrostatischen Ladungsbildträger berührt. Bei dieser Berührung kann der Toner von der Entwicklerrolle auf den elektrostatischen Ladungsbildträger gelangen.
Description
V2
(02—1,0) · v3 und
(1,1—2,0) · Vj
gegeben sind, wobei
Ki die Umfangsgeschwindigkeit der ersten Bürstenrolle
(35),
V2 die Umfangsgeschwindigkeit der zweiten Bürstenrolle
(36) und
vj die Umfangsgeschwindigkeit der Entwicklerbürste
(37) bedeuten.
8. Entwicklungsvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet.
ίο Die Erfindung betrifft eine Entwicklervorrichtung
zum Entwicketa eines auf einem Ladungsbildträger vorhandenen elektrostatischen Ladungsbildes, mit einem
Tonerbehälter und einer aus einem rollenförmigen Kern mit einem pelzartigen Belag bestehenden
Entwicklerbürste, die zum Oberträgen von Toner auf
das elektrostatische Ladungsbild den Ladungsbildträger berührt
In der DE-OS; 20 52 070 wird eine gattungsgemäße
Entwicklervorrichtung beschrieben, die eine Bürstenrol-Ie
bzw. ein Band mit pelzartigem Belag aufweist die mit Toner versorgt werden und diesen zur fotoelektrisch
empfindlichen Oberfläche des Ladungsbildträgers transportieren. Im Bereich des Ladungsbildträgers
werden die Fasern der pelzartigen Beläge durch geeignete Mittel gespreizt Das geschieht durch
Druckluft Kammelemente oder durch starkes Biegen der pelzartigen Btiäge um Rollen mit kleinem Radius.
Dabei kommt es leicht vor, daß der Toner von dem Band bzw. von der Bürstenrolle abfällt bevor er die
fotoelektrisch empfindliche Oberfläche des Ladungsbildträgers erreicht Dadurch wird diese sowohl
unzureichend als auch ungleichmäßig mit Toner versorgt so daß es zu unleserlichen und undeutlichen
Kopien kommt
Die DE-OS 20 10553 offenbart eine Transportvorrichtung
für Toner, bei der der Toner über mehrere Rollen bzw. Bürsten aus einem Vorratsbehälter zur
fotoelektrisch empfindlichen Oberfläche des Ladungsbildträgers transportiert wird.., Der Transport der
Tonerpartikel beruht auf durch Reibungselektrizität bewirkten Kräften. Auch bei dieser Vorrichtung ist eine
gleichmäßige und sichere Versorgung der fotoelektrisch empfindlichen Oberfläche nicht gewährleistet da es hier
zu Umladungen des Toners kommen kann, die
bewirken, daß der Toner von der Rolle nicht mehr angezogen wird und wieder abfällt
Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Entwicklervorrichtung dahingehend zu verbessern, daß
mit einfachen Mitteln eine feine Dosierung des Toners bei gleichmäßiger Verteilung desselben auf der fotoelektrisch
empfindlichen Oberfläche des Ladungsbild-•rägers ohne Beschädigung derselben möglich ist
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst daß der rollenförmige Kern der Entwicklerbürste aus elastischem
Material besteht.
Beim Zusammentreffen der Entwicklerbürste und des Ladungsbildträgers sind durch die Verwendung von
elastischem Kernmaterial Beschädigungen der fotoelektrisch empfindlichen Oberfläche ausgeschlossen.
Es empfiehlt sich auf der Umfangsfläche des rollenförmigen Kerns eine dünne, elektrisch leitende
Gummischicht aufzubringen, auf der sich der pelzartige Belag, dessen Fasern eine Länge von vorzugsweise
1 mm bis 3 mm aufweisen, befindet.
Eine besondere Ausführungsart besteht darin, daß eine erste Bürstenrolle vorgesehen ist, der der Toner aus
dem Tonerbehälter zugeführt wird und die der Toner durch ihre Drehbewegung weiterleitet, daß diese erste
Bürstenrolle aus. einem Kern besteh}, auf dessen
Umfangsfläche ein pelzartiger Belag- aufgebracht ist
daß eine zweite Bürstenrolle sowohl mit der Umfangsfläche der Entwicklerbürste als auch mit der ersten
Bürstenrolle derart in Kontakt steht, daß sie dabei den
von der ersten Bürstenrolle aus zugeführten Toner übernimmt, welchen sie. dann ah die Entwicklerbürste
weiterleitet wobei gleichzeitig der Toner durch die Reibung an den Kontaktflächen zwischen der ersten
und zweiten Bürstenrolle und der Entwicklerbürste elektrisch aufgeladen ■ wird, und daß dje zweite
Bürstenrolle aus einem Kern besteht auf dessen
Umfangsfläche ein pcizartiger Belag aus Polytetrafluorr
äthylen aufgebracht ist -
Zweckmäßigerweise werden die erste Bürstenrolle
und die Entwicklerbürste derart angetrieben, daß.sie
sich während des Betriebs mit gleichem Drehsinn drehen, wohingegen die zweite Bürstenrolle mit
entgegengesetztem Drehsinn angetrieben wird. Dabei empfiehlt es sich aber, die Entwicklerbürste und den
Ladungsbild träger mit gleichem Drehsinn zu drehen.
Es hat sich bewährt, die Geschwindigkeiten der
Bürstenrollen von Entwicklerbürste auf die Verhältnisse
Ki = (0,2 bis 1,0)- V3
V2 = (1,1 bis 2,0)· V3
einzustellen, wobei v, die Umfangsgeschwindigkeit der ersten Bürstenrolle, V2 die Umfangsgeschwindigkeit der
zweiten Bürstenrolie und V3 die Umfangsgeschwindigkeit der Entwicklerbürste entspricht Ein besonderer
Vorteil ergibt sich, wenn den Kernen der Bürstenrollen bzw. Entwicklerbürste Spannungen unterschiedlicher
Höhe und Polarität aufgeschaltet werden, so daß das Potential von Rolle zu Rolle bzw. Bürste um
gleichsinnige Schritte abfällt
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnung näher erläutert Dabei zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung eines elektrostatischen Kopiergerätes,
F i g. 2 eine schematische Darstellung des Kopiergeräts nach F i g. 1 mit explizit dargestellter Entwicklervorrichtung,
F i g. 3 eine Explosionszeichnung der Entwicklervorrichtung,
F i g. 4 eine Explosionszeichnung des Entwicklervorrichtungs-Aufcsahmegeiiäuses,
Fig.6 den Antrieb für die Rollen und Bürste der
Entwicklervorrichtung,
F i g. 11 eine Seitenansicht aus der der Kontaktbereich zwischen Entwicklerbürste und Ladungsbildträger
hervorgeht
Fig. 12 eine Seitenansicht aus der der Kontaktbereich zwischen der ersten und der zweiten Bürstenrolle
hervorgeht,
Fig. 13 die Art und Weise des Tonertransport von
der ersten Bürstenrolle zum Ladungsbildträger und
Fig. 14 einen Schnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
Aus den F i g. 1 und 2 ist ein Vorlagenaufnahmeschlitten 2 zu erkennen, der auf dem Gehäuse 1 des
elektrostatischen Kopiergerätes hin- und herverfahren werden kann. Ein als Trom .lel ausgebildeter Ladungsbildträger 3 besteht aus einem zylindrischen Aluminium-
teil, dessen Umfangsfläche mit einer fotoelektrisch
empfindlichen Beschichtung aus Zinkoxid versehen ist Um den Ladungsbildträger 3 sind ein Ladekorotron 4,
ein EntwicklervorrichturigS, ein Obertragungskorötron
6 und ein Ladungsbildträger-Reinigungssystem 7 derart angeordnet, daß Teile dieser Vorrichtungen die
fotoelektrisch empfindliche Oberfläche 3a des Ladungsbildträgers 3 berühren; Im unteren Teil des Gehäuses 1
ist ein Papiertransportsystem 8 zu dem eine Papierzu-
führmeichanik 9 mit Papierzuführrollen 9a, das Übertragungskbrotron 6, eine Fixiervorrichtung 11 und eine
Papierausgaberolle 10a gehören. Eine Papierkassette 12 und eine Papierablage Ip sind lösbar in das Gehäuse 1
eingehängt Im oberen Teil des Gehäuses 1 ist ein aus
is einer Lampe 13 und einer Linse 14 bestehendes
Belichtungssystem 15 angeordnet Alle oben angeführten Systeme werden von- einem Motor 16 angetrieben.
Am Gehäuse 1 angebracht ist der Einschalter 17 sowie ein Bedienungsfeld 19 mit einer Kopiertaste 18,
einer Taste 2ö zur Einstellung des Schwärzungsgrades
der Kopie, einer Kopienanzahl-Vorwidiltaste 22 und
eine Leuchtanzeige 23, die den entsprechenden
der Kopiertaste 18 die fotoelektrisch empfindliche Räche 3a ues Ladungsbildträgers 3 vom Ladekorotron
4 aufgeladen. Anschließend wird die auf dem Vorlageaufnahmeschlitten 2 abgelegte Vorlage von der Lampe
13 belichtet wobei das von der Vorlage reflektierte
Licht über die Linse 14 auf die fotoelektrisch
empfindliche Oberfläche 3a gelangt und diese entsprechend der auf sie fallenden Lichtmenge entlädt Das so
entstandene latente Ladungsbild wird unter Einwirkung der Entwicklervorrichtung 5 zu einem Tonerstaubbild
entwickelt und anschließend im Kontaktbereich zwischen dem Obertragungskorötron 6 und der fotoelektrisch empfindlichen Fläche 3a auf das vom Papiertransportsystem angelieferte Papierblatt ^übertragen. In der
Fixiervorrichtung 11 wird das auf dem Papierblatt P
befindliche Tonerstaubbild fixiert woraufhin die Kopie
zur Parnerablage 10 transportiert wird. Am Ende des
<5 steht aus Zinkoxid und hat dadurch eine ausgezeichnete
mechanische Festigkeit so daß ihre Abnutzung sehr gering ist.
F i g. 3 zeigt die,Konstruktion der Entwicklervorrichtung 5. Ein vorderes Wandelement 27 und ein hinteres
Wandelement 28 sind zwischen den beiden aus Kunststoff hergestellten Seitenhalterungen 25a und 256
angeordnet, die zusammen das Entwicklergehäuse 26 bilden. Die Wandelemente 27 und 28 bestehen aus
Aluminium und bilden Wände eines Tonerbehälters 29,
der mit Toner T aus Kohlenstoff- und Kun?tstoffbfc
standteilen gefüllt ist (siehe Fig.5). Die unteren
eines Rollenkastens 30.
rungen 25a und 256 befestigt so daß die Tonereinfüllöffnung 29a geöffnet und geschlossen werden kann, wobei
an den Seitenhalterungen 25a und 25b angebrachte Magnete 32a und 32b den Deckel 31 in Schließstellung
halten. Zwischen dem Deckel 31 und dem Tonerbehälter
fi5 29 sind Dichtungen 33 uird 34 angeordnet.
Im Rollenkasten 30 sind eine erste Bürstenrolle 35,
eine zweite Bürstenrolle 36 und eine Entwicklerbürste 37 zum Transport des Toners T vom Tonerbehälter 29
zum Ladungsbildträger 3 vorgesehen. Kammern 82a, 826 und 82c nehmen den beim Tonertransport von den
Rollen 35,36 bzw. der Bürste 3'7 fallenden Toner auf. Die
Wellen der Rollen 35,36 bzw. der Bürste 37 sind in den Seitenhalterungen 25 mittels Lagern 74 drehbar
gehalten. Um den Antrieb 65 (siehe F i g. 6) vor Toner zu schützen, sind Dichtungen 72 und ein zusätzlich
abdichtender Ölfilm 71 vorgesehen.
Hebel 38 sind zum lösbaren Befestigen der Entwicklervorrichtung 5 am Gehäuse ί jeweils an den
Seitenhalterungen 25a und 25b um einen Achsstumpf 39 verschwenkbar angeordnet. Die Nasen 41 der Hebel 38
(siehe auch Fig.4 und 5) greifen, geführt durch Führungen 45, in Öffnungen 46 einer zwischen den
Seitenplatten 42a und 426 des Gehäuses 1 montierten Führungsplatte 43 ein, während sich die Entwicklervorrichtung 5 auf dem Auflageteil 44 der Führungsplatte 43
und einem Anschlag47 abstützt.
Nachstehend wird der Aufbau der Bürstenroüen 35,
36 und der Entwicklerbürste 37 sowie der Transport des Toners von der ersten Bürstenrolle 35 zur fotoelektrisch
empfindlichen Oberfläche 3a des Ladungsbildträgers 3 erläutert:
Die Entwicklerbürste 37 besitzt einen weichen, elastischen Kern 49 aus Polyurethanschaum 50 auf einer
Aluminiumwelle 48 (siehe Fig.7), der mit einem elektrisch leitenden Kleber 51 derart bestrichen ist, daß
der Kern 49 von einer leitenden Gummischicht 53 umgeben ist. Im Mantelbereich der Entwicklerbürste 37
ist auf dieser durch ein Beflockungsverfahren ein jo pelzartiger Belag 52 aus Chemiefasern aufgebracht. Bei
diesen Fasern handelt es sich um Schlechtleiter mit hohem spezifischen Widerstand.
Das elektrostatische Beflockungsverfahren wird anhand von Fig. 10 erläutert. Der mit dem Kleber 51 J5
bestrichene Kern 49 wird in einem bestimmten Abstand zu einer Plattenelektrode 54 angeordnet. Die Aluminiumwelle 48 des drehangetriebenen Kerns 49 und die, die
Fasern aufnehmende Plattenelektrode 54 werden an die Spannungsquelle 55 angeschlossen. Im elektrischen Feld *o
zwischen dem Kern 49 und der Plattenelektrode 54 wandern die von der Plattenelektrode 49 aufgeladenen
Fasern unter Ausrichtung senkrecht zum Mantel des Kerns 49 auf diesen zu und werden an diesem fixiert.
Durch die Drehung des Kerns werden die Fasern «s gleichmäßig verteilt.
Die Bürstenrolle 35 besteht aus einem mit der Welle 63 einstückig verbundenen zylindrischen Aiuminiumkern 62 (siehe F i g. 9), der mit einer elektrisch leitenden
Kleberschicht 100 bestrichen und mittels des Beflokkungsverfahrens von einer Chemiefaser ummantelt ist.
Diese Faser entspricht der bei der Entwicklerbürste 37 verwendeten Faser und weist den gleichen spezifischen
Widerstand auf.
Die Bürstenrolle 36 besteht aus einem einstückig mit der Welle 58 verbundenen Aluminiumkern 57 (siehe
F i g. 8), der mit einer elektrisch leitenden Kleberschicht 59 bestrichen ist, die den Aluminiumkern 57 mit einem
diesen umgebenden zylindrischen Tuch 61 verbindet. Das zylindrische Tuch ist mit einem pelzartigen Belag 60
aus Teflon besetzt Bei diesem pelzartigen Belag 60 handelt es sich um einen elektrisch isolierenden
Werkstoff.
Die Rollen 35 und 36 sowie die Bürste 37 sind im Kopiergerät in derartigen Abständen voneinander t>5
montiert, daß die pelzartigen Beläge der Rollen 35,36
sowie der Rolle 36 und der Bürste 37 miteinander kämmen (siehe Fig. 11 und 12), ohne daß sich die
Oberfläche der jeweiligen Rollen bzw. Bürste berühren. Durch diese kämmende Bewegung wird gewährleistet,
daß die Fasern der pelzartigen Beläge stets radial ausgerichtet sind und den Toner Γ stets gut zwischen
sich aufnehmen können.
Um die Kontaktzone zwischen dem Ladungsbildträger 3 und der Entwicklerbürste 37 zu vergrößern,
kommt hier neben dem pelzartigen Belag 52 auch der aus Polyurethan 50 bestehende weiche Kern 49 der
Entwicklerbürste 37 mit dem Ladungsbildträger 3 in Berührung.
Im Betrieb wird die Bürstenrolle 35 mit Tonerpartikeln versorgt, die sich zwischen den einzelnen Fasern
des pelzartigen Belages 64 festsetzen. Während der Drehbewegung der Bürstenrolle 35 wird überflüssiger
Toner durch einen Abstreicher 83 (siehe Fig. 13) von der Bürstenrolle 35 abgenommen. Durch diese Abstreifbewegung werden der pelzartige Belag 64 und der
Abstreicher 83, die aus verschiedenen Kunststoffen
bestehen, elektrostatisch aufgeladen. Dabei erhält der pelzariige Belag 64 eine positive Ladung. Über die einen
verhältnismäßig großen spezifischen Widerstand aufweisenden, jedoch ausreichend leitenden Chemiefasern
des pelzartigen Belages 64 der Bürstenrolle 35 fließen Ladungen zu den zwischen den Fasern befindlichen
Tonerpartikeln ab. Die Tonerpartikel sind klein und haben sehr geringe Kapazitäten, so daß der Toner schon
durch f ihr kleine Ströme aufgeladen werden kann.
Der weitere Transport des Toners erfolgt aufgrund der Tatsache, daß die Kerne der Rollen 35, 36 und der
Bürste 37 an unterschiedliche Spannungen gelegt sind, so daß zwischen den Rollen bzv/. der Bürste elektrische
Felder herrschen, die bewirken, daß die positiv geladenen Tonerpartikel in den Berührungsbereichen
der pelzartigen Beläge 52,60,64 jeweils von der relativ
positiv geladenen zu der entsprechend negativ geladenen Rolle bzw. Bürste wandern. Die fotoempfindliche
Oberfläche 3a des Ladungsbildträgers 3 ist durch das Ladekorotron 4 negativer geladen als die negativ
vorgespannte Entwicklerrolle 37, so daß die positiv aufgeladenen Tonerpartikel auch hier zum Ladungsbildträger 3 wandern. Umladungen des Toners während des
Transportes treten nicht auf.
Überschreitet die dem Ladungsbildträger 3 zugeführte Tonermenge einen Grenzwert, so wird der
überschüssige Toner im pelzartigen Belag 52 der Entwicklerbürstenrolle 37 gespeichert. Wird deren
Toneraufnahmekapazität überschritten, so wird der überschüssige Toner mechanisch, gegen die Wirkung
der elektrischen Felder, zur zweiten Bürstenrolle 36 zurücktransportiert. Teilweise wird der überschüssige
Toner aber auch an die Kammern 82a, 826, 82c abgegeben, aus denen er von der Bürstenrolle 35
ergriffen wird, und von dort wieder in den Versorgungskreislauf gelangt (siehe F i g. 5). Um ein Versprühen des
Toners Tvon der Entwicklerbürste 37 zum Ladungsbildträger 3 zu unterbinden, sind die Seitenhalterungen 25a
und 256 mit aas Polyurethan bestehenden Dichtungselementen 85 versehen.
Der Antrieb 65 für die Bürstenrollen 35, 36 und die Entwicklerbürste 37 ist aus den Fig.3 und 6 zu
entnehmen. Den Wellen der Rollen 35, 36 und der Bürste 37 sind Zahnräder 67,68 und 69 zugeordnet, die
wie in F i g. 6 gezeigt ineinandergreifen. Diese Anordnung der Zahnräder bewirkt, daß benachbarte Rollen
bzw. die benachbarte Bürste stets zueinander gegensinnig drehen, wodurch die Fasern der pelzartigen Beläge
42,60 und 64 besonders gut radial ausgerichtet werden.
Bei eingekoppelter Entwicklervorrichtung 5 greift das Zahnrad 69 in das am Gehäuse 1 angebrachte
Antriebszahnrad 70 ein, welches vom Motor 60 angetrieben wird. Um bestimmte Umfangsgeschwindigkeitsverhältnisse der Rollen bzw. Bürsten zueinander zu
erzielen, weisen die Zahnräder bestimmte Übertragungsverhältnisse auf.
Experimentell wurde festgestellt, daß bei zu großer
Umfangsgeschwindigkeit der Rollen 35, 36 und der Bürste 37 der jeweils betreffende pelzartige Belag 52,60
und 64 aus der aufrechten Position abfällt, Während bei
zu niedrigen Umfangsgeschwindigkeiten die pelzartigen Beläge 52, 60 und 64 nicht genügend aufgerichtet
werden.
Zufriedenstellende Kopien werden erzielt, wenn die Rollen 35 und 36 sowie die Entwicklerbürste 37, deren
Fasern des pelzartigen Belages 52 eine Länge von 1 bis 3 mm besitzen sollten, Umfangsgeschwindigkeitsverhäi'.nisse von
v, = (0,2 bis 1,0)
V2 - (1.1 bis 2,0)
aufweisen, wobei
V1 und
für die Umfangsgeschwindigkeit der ersten Bürstenrolle 35,
für die Umfangsgeschwindigkeit der zweiten Bürstenrolle 36 und
für die Umfangsgeschwindigkeit der Entwicklerbürste 37 stehen.
Diese Umfangsgeschwindigkeiten gewährleisten weiterhin, daß es nicht zu einem Schmelzen des Toners
durch zu große Reibungswärme kommen kann.
Die Stromversorgung 66 der Bürstenrollen 35,36 und
der Entwicklerbürste 37 ist in den Fig.3 und 4 dargestellt. Da die Entwicklervorrichtung 5 aus dem
Gehäuse 1 entnehmbar ist, ist eine Schnittstelle vorgesehen, auf deren einer Seite im Entwicklergehäuse
26 die Schaltung 72a und auf deren anderer Seite im
Die Schaltung 42a besitzt Federkontakte 75, 76 und 77, die an der Außenseite der Seitenhalterung 256
angeschraubt sind und mit den Stirnflächen der Wellen 48,58 und 63 in Kontakt stehen.
Die Schaltung 73 weist einen Montageblock 78 auf, der in Höhe der Schaltung 72a bei eingebauter und
arretierter Entwicklervorrichtung 5 an der Seitenplatte 426 angeschraubt ist. Der Montageblock 78 nimmt
ίο Federkontakte 80a und 806 auf, die über Anschlußdrähte 79a und 79b an einen nicht dargestellten Transformator angeschlossen sind.
Beim Einsetzen der Entwicklervorrichtung 5 wird zwischen dem Federkontakt 75 und dem Federkontakt
78a sowie dem Federkontakt 77 und dem Federkontakt 786 der elektrische Kontakt hergestellt, so daß sowohl
die Rolle 35 als auch die Bürste 37 mit Strom versorgt werden können.
Wie sus Fig. 13 zu erkennen ist, wird die crsta
Bürstenrolle 35 an + 250 V Gleichspannung 88 und die Entwicklerbürste 37 an —100V Gleichspannung 87
gelegt.
Der Federkontakt 76 berührt dagegen die Innenfläche der Seitenplatte 426 und ist geerdet 89. Über einen
Federkontakt 81 werden die Seitenhalterung 256 und die Wandelemente 27 und 28 mit dem Anschlag 47
verbunden und geerdet.
Bei dem bisher beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die erste Bürstenrolle 35 im unteren Bereich der
Entwicklervorrichtung 5 angeordnet, während die zweite Bürstenrolle 36 und die Entwicklerbürste 37 über
der ersten Bürstenrolle 35 angeordnet sind. Diese Rollen und diese Bürste können jedoch auch derart
angeordnet werden, wie dies in Fig. 14 dargestellt ist.
Hier ist eine Bürstenrolle 91 am Boden eines Tonerzuführungsbehälters 90 angeordnet. Die Entwicklerbürste 92 ist unterhalb der ersten Bürstenrolle 91
vorgesehen, während die zweite Bürstenrolle 93 zwischen der Rolle 91 und der Bürste 92 plaziert ist
r .
Claims (7)
- Patentansprüche:!.Entwicklungsvorrichtung zum Entwickeln eines auf einem;Ladungsbüdträger vorhandenen elektroistatischen Ladungsbildes, mit einem Tonerbehälter and einer aus einem rollenförmigen Kern mit einem pelzartigen Belag bestehenden Entwicklerbarste, die zum Übertragen'von Toner auf das elektrostatische Ladungsbild ,den Ladungsbildträger berührt, dadurch gekennzeichnetv daß der rollenförmige Kern (49) aus elastischem Material besteht
- 2. Entwicklungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Umfangsfläche des rollenfönnigen Kerns (49) eine dünne elektrisch leitende Gummischicht (53) aufgebracht ist, auf der sich der pelzartige Belag(52) befindet
- 3. ,Entwicklungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daßder pelzartige Belag (52) eine Faserlänge von 1 mm bis 3 mm aufweist
- 4. Entvflcklungsvorrichtung nach einem der Ansprüche! bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Bürstenrolle (35) vorgesehen ist der der Toner aus dem Tonerbehälter (29) zugeführt wird und die den Toner durch ihre Drehbewegung weiterleitet daß diese erste Bürsteniolle aus einem Kern (62) besteht auf dessen Umfangsfläche ein pelzartiger Belag (64) aufgebracht ist daß eine zweite Bürstenrolle (36) sowohl mit der Umfangsfläche der Entwicklerbürste (37) als auch mit der ersten Bürstenrolle (35) derart in Kontakt steht daß sie dabei den =-on der ersten Bümenrolle (35) aus zugeführten Toner übernimmt, welchen sie dann an die Entwicklerbürste (3) weiterleitet wobei gleichzeitig der Toner durch di° Reibung an den Kontaktflächen zwischen der ersten und zweiten Bürstenrolle und der Entwicklerbürste elektrisch aufgeladen wird, und daß die zweite Bürstenrolle (36) aus einem Kern (57) besteht, auf dessen Umfangsfläche ein pelzartiger Belag (60) aus Polytetrafluoräthylen aufgebracht ist.
- 5. Entwicklungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß die erste Bürstenrolle (35) und die Entwicklerbürste (37) derart angetrieben sind, daß sie sich während des Betriebes mit gleichem Drehsinn drehen, wohingegen die zweite Bürstenrolle (36) mit entgegengesetztem Drehsinn angetrieben wird.
- 6. Entwicklungsvorrichtung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet daß sich die Entwicklerbürste (37) und der Ladungsbüdträger (3) mit gleichem Drehsinn drehen.
- 7. Entwicklungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeitsverhältnisse durch die Gleichungendaß den Kernenider BürstenröilenX35,36) und der Entwicklerbürste (37) Spannungen unterschiedlicher Höhe und Polarität aufgescliaUetisind, so daß das Potential von Rolle zu Rolle;, bzw. Bürste um gleichsinnige Schritte abfällt \
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| JP432080A JPS56102868A (en) | 1980-01-18 | 1980-01-18 | Developing device |
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-
1981
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| GB2070981B (en) | 1984-02-29 |
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