DE3103041C2 - Schlauchförmige Dichtungsvorrichtung für Betonfugen - Google Patents

Schlauchförmige Dichtungsvorrichtung für Betonfugen

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    • E04B1/62—Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
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Abstract

Auf einem flüssigkeitsdurchlässigen, beispielsweise schraubenfederförmigen Stützkörper (1) liegt ein Geflechtsschlauch (2) auf, aus dem ein Vliesschlauch (4) aufliegt. Dieses Gebilde steckt lose in einem äußeren Geflechtsschlauchteil. Der Vliesschlauch (4) kann imprägniert sein. Legt man eine solche Vorrichtung mit geschlossenen Enden in eine Betonfuge, die man dann zubetoniert, so kann die Vorrichtung durch den Beton von außen angebohrt und mit Dichtungsmittel gefüllt werden, das durch die Wandung der Vorrichtung in undichte Betonstellen eindringen und diese dichten kann. Der Vliesschlauch (4) verhindert erfolgreich das Verstopfen der Vorrichtung durch Betonmilch.

Description

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Die Erfindung betrifft eine schlauchförmige Dichtungsvorrichtung für Betonfugen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine derartige Vorrichtung ist in der CH-PS 6 00 077 beschrieben. -to
Es hat sich herausgestellt, daß bei dieser Dichtungsvorrichtung durch die netzwerkartigen Schläuche Betonbestandteile in das Innere der Vorrichtung eindringen, so daß es zu Verstopfungen und damit zum Versagen der Vorrichtung kommen kann. Dies ist unangenehmerweise besonders dann der Fall, wenn bei sorgfältiger Herstellung mittels intensiver Vibration ein gut verdichteter Beton erzeugt werden soll. Es läßt sich dann nicht erkennen, an welchen Stellen sich die Verstopfungen befinden, und es wird in der Regel auch nicht bemerkt, ob das Dichtungsmittel alle erforderlichen Stellen erreicht hat. Es wäre nämlich bei einer Verstopfung erforderlich, die Dichtungsvorrichtuns jenseits der Verstopfung anzubohren und an dieser Stelle einen neuen Injiziervorgang durchzuführen. Selbst wenn dies möglich ist, so bedingt eine solche Maßnahme einen erheblichen Mehraufwand an Arbeit.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die bekannte schlauchartige Dichtungsvorrichtung so zu verbessern, daß sie beim Betonieren nicht durch eindringende Betonbestandteile verstopft werden kann.
Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale.
Der in der Regel in Form einer Schraubenfeder ausgebildete Stützkörper bildet mit dem ihn umhüllenden, inneren, netzwerkartigen Schlauch, der beispielsweise aus Monofilamenten geflochten sein kann, eine
Betonbestandteile, die zur Verstopfung der Vorrichtung führen können,
solide Stütze für das schlauchförmige Vlies, wahrend dei zweite netzwerkartige Schlauch, der grundsätzlich ähnlich aufgebaut ist wie der erstgenannte Schlauch aber einen größeren Durchmesser' aufweist, einen Schutz des Vlieses vor mechanischer Beschädigung bildet indem er gröbere Betonteile vom Vlies fernhält
Sollte dünnflüssiges Material aus dem Beton durch den äußeren netzwerkartigen Schlauch hindurchdrin gen, so verhindert das Vlies ein weiteres Eindringen. In umgekehrter Richtung kann jedoch das Dichtungsmittel von innen nach außen gelangen, indem das Vlies entweder vom Dichtungsmittel durchdrungen oder aufgesprengt wird.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in der Unteransprüchen 2 bis 5 angegeben.
Das Vlies kann mehrlagig, z. B. durch Wickeln auf der inneren Schlauch, aufgebracht sein. Es braucht keine hohe Reißfestigkeit zu haben, kann also beispielsweise papierartig sein, da es vom Stützkörper und vom inneren netzwerkactigen Schlauch gestützt und von außen durch den äußeren netzwerkartigen Schlauch abgeschirmt ist.
Die Verwendung eines relativ schwachen Vlieses bringt den Vorteil mit sich, daß beim Einpressen des Dichtungsmittels in die Vorrichtung das Vlies leichter aufgeht bzw. aufreißt und se den Austritt des Dichtungsmittels erleichtert.
Die Wirkung des Vlieses, dünnflüssiges Material aus dem Beton am weiteren Eindringen zu hindern, wird dadurch verstärkt daß das Vlies infolge einer Imprägnie rung mindestens angenähert wasserundurchlässig ist die durch Zementmilch in ihrer Wirkung verminderbar ist
Die Dichtungsvorrichtung weist aufgrund ihres mehrschichtigen Aufbaus eine gute Biegsamkeit auf, die z. B. auch ein enges Anliegen der Dichtungsvorrichtung an bei Rohren auftretende Betonfugen mit Krümmun gen ermöglicht.
Wegen ihrer Dichtheit gegen Betonpartikel kann di< erfindungsgemäße Dichtun-^svorrichtung auch in de Vorfabrikation von Betonteilen eingesetzt werden, wc bekanntlich intensive Verdichtungsvorgänge stattfin den.
Bei Arbeitsfugen wird die Dichtungsvorrichtung au eine bereits betonierte Fläche, an die nachher eir anschließender Bauwerksteil anbetoniert werden sol angebracht und beispielsweise an Armierungseiser befestigt Danach kann man betonieren, den Betör abbinden und schwinden lassen. Bei Bedarf bohrt mar durch den Beton Löcher in die Dichtungsvorrichtunj und injiziert das Dichtungsmittel. Dieses dringt ar Fehlstellen des Betons in diesen ein und dichtet diese ab Bei Dehnungsfugen wird die Dichtungsvorrichtung at den einzubetonierenden Längsseitenteilen eines di< Fuge überspannenden Fugenbandes befestigt.
Als Dichtungsmittel kann man sowohl ein nach den Abbinden hartes Dichtungsmittel, beispielsweise eir Epoxydharz, oder ein Dichtungsmittel, das nach den Injizieren ein Gel bildet, verwenden.
Für das Einführen des Dichtungsmittels in den Betör ist es vorteilhaft, wenn die beiden Enden jede Dichtungs-Vorrichtungs-Abschnittes geschlossen sind und wenn sich jeweils ein Ende mit dem jeweil benachbarten Endabschnitt des nächsten Dichtungs Vorrichtungs-Abschnittes überlappt. Die Dichtungsvor richtung braucht sich somit nicht auf die ganzf Fugenlänge zu erstrecken. Dies erleichtert die Dich tungsarbeiten und führt auch dazu, d-ß man di<
erfindungsgemäße Dichtungsvorrichtung mit bereits verschlossenen Enden in genormten Längenabschnitten auf die Baustelle liefern kann und sie dort nur noch zu verlegen und zu befestigen braucht.
Ausführungsbeispiele einer Dichtungsvorrichtung nach der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Ansicht einer mehrfach gebrochenen Dichtungsvorrichtung,
F i g. 2 einen Querschnitt durch die Dichtungsvorrichtung der F i g. 1 und
Fig.3 eine Draufsicht auf eine Arbeitsfuge mit eingelegten Dichtungsvorrichtungsabschnitten.
Eine Dichtungsvorrichtung 5 besteht aus mehreren, in den Fig. 1 und 2 koaxial dargestellten, im wesentlichen zylindrischen Teilen, nämlich einem Stützkörper I1 einem inneren, geflochtenen Schlauch 2, einem schlauchförmigen Vlies 4 und einem äußeren geflochtenen Schlauch 3.
Der Stützkörper 1 hat die Gestalt einer Schraubenfeder mit relativ großer Steigung und besteht in der Regel aus Stahl. Er ist somit biegsam, aber dennoch verhältnismäßig steif.
Auf diesem Stützkörper 1 liegt der innere Schlauch 2 auf, der aus relativ dicken Monofilamenten, beispielsweise aus Polyamid, geflochten ist Er überbrückt die Zwischenräume der Windungen der Schraubenfeder und dient dem schlauchförmigen Vlies 4 als Auflage. Somit bilden der Stützkörper I1 der innere geflochtene Schlauch 2 und das schlauchförmige Vlies 4 eine steife, aber biegsame schlauchförmige Einheit, die wiederum von einem wesentlich weiteren äußeren geflochtenen Schlauch 3 umschlossen ist Der äußere Schlauch 3 besteht ebenfalls aus relativ dicken Monofilamenterc, die ebenfalls beispielsweise aus Polyamid bestehen können.
Tatsächlich wird der äußere Schlauch 3 nicht koaxial zu den übrigen Teilen der Dichtungsvorrichtung liegen, weil diese mit Spiel in ihm angeordnet sind.
Das Material des schlauchförmigen Vlieses 4 ist mit einer Substanz imprägniert, die mindestens angenähert wasserundurchlässig ist und die durch Zementmilch in ihrer Wirkung verminderbar ist Nach dem Betonieren ist das schlauchförmige Vlies 4 von innen her mit Flüssigkeit durchdringbar, wobei es vom Flüssigkeitsdruck gesprengt werden kann.
Der äußere geflochtene Schlauch 3 dient als Schutz für das schlauchförmige Vlies 4 vor Beschädigung durch den Beton. Zwischen dem äußeren geflochtenem Schlauch 3 und dem schlauchförmigen Vlies 4 ist etwas Raum gelassen.
Fig.3 zeigt in einer Draufsicht das Ende einer Betonierstrecke 6, auf der drei Abschnitte von Dichtungsvorrichtungen 5 mit überlappenden Enden 50 angeordnet und an Armierungseisen $ befestigt sind. Nach dem Betonieren bohrt man z. B. bei den Pfeilen 7 oder auch an anderen Stellen innerhalb eines Abschnitts Löcher und spritzt das Dichtungsmittel in das Innere der Dichtungsvorrichtung 5 ein, sofern in diesen Abschnitten eine Undichtigkeit des Betons in Erscheinung tritt. Aus diesem Grund ist die Gliederung der Dichtungsvorrichtung 5 in Abschnitte zweckmäßig. Die Enden 50 der Abschnitte sind jeweils geschlossen, was durch Zuschmelzen der Schläuche 2 und 5 erfolgen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

1 Patentansprüche:
1. Schlauchförmige Dichtungsvorrichtung für Betonfugen, mit einem inneren, eine flüssigkeitsdurchlässige Wandung aufweisenden Stützkörper, einem ersten, diesen Stützkörper umhüllenden flüssigkeilsdurchlässigen netzwerkartigen Schlauch und einem zweiten, diesen ersten Schlauch umhüllenden flüssigkeitsdurchlässigen netzwerkartigen Schlauch, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden genannten netzwerkartigen Schläuchen (2, 3) ein schlauchförmiges Vlies (4) vorgesehen ist, das fürf von außen nach innen undurchlässig, für Dichtungsmittel von innen nach außen jedoch durchgängig ist
2. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies (4) am ersten netzwerkartigen Schlauch (2) anliegt, während es vom zweiten netzwerkartigen Schlauch (3) lose umhüllt ist
3- Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere aneinanderliegende Vlieslagen im Vlies (4) vorhanden sind.
4. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies (4) infolge einer Imprägnierung mindestens angenähert wasserundurchlässig ist, die durch Zementmilch in ihrer Wirkung verminderbar ist
5. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß ihre Enden geschlossen sind.
DE3103041A 1980-03-05 1981-01-30 Schlauchförmige Dichtungsvorrichtung für Betonfugen Expired DE3103041C2 (de)

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