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Die Erfindung betrifft eine schlauchförmige Dichtungsvorrichtung
für Betonfugen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine derartige Vorrichtung ist in der CH-PS 6 00 077 beschrieben. -to
Es hat sich herausgestellt, daß bei dieser Dichtungsvorrichtung durch die netzwerkartigen Schläuche
Betonbestandteile in das Innere der Vorrichtung eindringen, so daß es zu Verstopfungen und damit zum
Versagen der Vorrichtung kommen kann. Dies ist unangenehmerweise besonders dann der Fall, wenn bei
sorgfältiger Herstellung mittels intensiver Vibration ein gut verdichteter Beton erzeugt werden soll. Es läßt sich
dann nicht erkennen, an welchen Stellen sich die Verstopfungen befinden, und es wird in der Regel auch
nicht bemerkt, ob das Dichtungsmittel alle erforderlichen Stellen erreicht hat. Es wäre nämlich bei einer
Verstopfung erforderlich, die Dichtungsvorrichtuns jenseits der Verstopfung anzubohren und an dieser
Stelle einen neuen Injiziervorgang durchzuführen. Selbst wenn dies möglich ist, so bedingt eine solche
Maßnahme einen erheblichen Mehraufwand an Arbeit.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die bekannte schlauchartige Dichtungsvorrichtung so zu
verbessern, daß sie beim Betonieren nicht durch eindringende Betonbestandteile verstopft werden kann.
Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs
1 angegebenen Merkmale.
Der in der Regel in Form einer Schraubenfeder ausgebildete Stützkörper bildet mit dem ihn umhüllenden,
inneren, netzwerkartigen Schlauch, der beispielsweise aus Monofilamenten geflochten sein kann, eine
Betonbestandteile, die zur Verstopfung der Vorrichtung
führen können,
solide Stütze für das schlauchförmige Vlies, wahrend dei
zweite netzwerkartige Schlauch, der grundsätzlich ähnlich aufgebaut ist wie der erstgenannte Schlauch
aber einen größeren Durchmesser' aufweist, einen Schutz des Vlieses vor mechanischer Beschädigung
bildet indem er gröbere Betonteile vom Vlies fernhält
Sollte dünnflüssiges Material aus dem Beton durch den äußeren netzwerkartigen Schlauch hindurchdrin
gen, so verhindert das Vlies ein weiteres Eindringen. In
umgekehrter Richtung kann jedoch das Dichtungsmittel von innen nach außen gelangen, indem das Vlies
entweder vom Dichtungsmittel durchdrungen oder aufgesprengt wird.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in der Unteransprüchen 2 bis 5 angegeben.
Das Vlies kann mehrlagig, z. B. durch Wickeln auf der
inneren Schlauch, aufgebracht sein. Es braucht keine hohe Reißfestigkeit zu haben, kann also beispielsweise
papierartig sein, da es vom Stützkörper und vom inneren netzwerkactigen Schlauch gestützt und von
außen durch den äußeren netzwerkartigen Schlauch abgeschirmt ist.
Die Verwendung eines relativ schwachen Vlieses bringt den Vorteil mit sich, daß beim Einpressen des
Dichtungsmittels in die Vorrichtung das Vlies leichter aufgeht bzw. aufreißt und se den Austritt des
Dichtungsmittels erleichtert.
Die Wirkung des Vlieses, dünnflüssiges Material aus dem Beton am weiteren Eindringen zu hindern, wird
dadurch verstärkt daß das Vlies infolge einer Imprägnie rung mindestens angenähert wasserundurchlässig ist
die durch Zementmilch in ihrer Wirkung verminderbar ist
Die Dichtungsvorrichtung weist aufgrund ihres mehrschichtigen Aufbaus eine gute Biegsamkeit auf, die
z. B. auch ein enges Anliegen der Dichtungsvorrichtung an bei Rohren auftretende Betonfugen mit Krümmun
gen ermöglicht.
Wegen ihrer Dichtheit gegen Betonpartikel kann di< erfindungsgemäße Dichtun-^svorrichtung auch in de
Vorfabrikation von Betonteilen eingesetzt werden, wc bekanntlich intensive Verdichtungsvorgänge stattfin
den.
Bei Arbeitsfugen wird die Dichtungsvorrichtung au eine bereits betonierte Fläche, an die nachher eir
anschließender Bauwerksteil anbetoniert werden sol angebracht und beispielsweise an Armierungseiser
befestigt Danach kann man betonieren, den Betör abbinden und schwinden lassen. Bei Bedarf bohrt mar
durch den Beton Löcher in die Dichtungsvorrichtunj und injiziert das Dichtungsmittel. Dieses dringt ar
Fehlstellen des Betons in diesen ein und dichtet diese ab Bei Dehnungsfugen wird die Dichtungsvorrichtung at
den einzubetonierenden Längsseitenteilen eines di< Fuge überspannenden Fugenbandes befestigt.
Als Dichtungsmittel kann man sowohl ein nach den Abbinden hartes Dichtungsmittel, beispielsweise eir
Epoxydharz, oder ein Dichtungsmittel, das nach den Injizieren ein Gel bildet, verwenden.
Für das Einführen des Dichtungsmittels in den Betör ist es vorteilhaft, wenn die beiden Enden jede
Dichtungs-Vorrichtungs-Abschnittes geschlossen sind und wenn sich jeweils ein Ende mit dem jeweil
benachbarten Endabschnitt des nächsten Dichtungs Vorrichtungs-Abschnittes überlappt. Die Dichtungsvor
richtung braucht sich somit nicht auf die ganzf Fugenlänge zu erstrecken. Dies erleichtert die Dich
tungsarbeiten und führt auch dazu, d-ß man di<
erfindungsgemäße Dichtungsvorrichtung mit bereits verschlossenen Enden in genormten Längenabschnitten
auf die Baustelle liefern kann und sie dort nur noch zu verlegen und zu befestigen braucht.
Ausführungsbeispiele einer Dichtungsvorrichtung nach der Erfindung werden nachstehend anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Ansicht einer mehrfach gebrochenen Dichtungsvorrichtung,
F i g. 2 einen Querschnitt durch die Dichtungsvorrichtung der F i g. 1 und
Fig.3 eine Draufsicht auf eine Arbeitsfuge mit
eingelegten Dichtungsvorrichtungsabschnitten.
Eine Dichtungsvorrichtung 5 besteht aus mehreren, in den Fig. 1 und 2 koaxial dargestellten, im wesentlichen
zylindrischen Teilen, nämlich einem Stützkörper I1
einem inneren, geflochtenen Schlauch 2, einem schlauchförmigen Vlies 4 und einem äußeren geflochtenen
Schlauch 3.
Der Stützkörper 1 hat die Gestalt einer Schraubenfeder
mit relativ großer Steigung und besteht in der Regel aus Stahl. Er ist somit biegsam, aber dennoch
verhältnismäßig steif.
Auf diesem Stützkörper 1 liegt der innere Schlauch 2 auf, der aus relativ dicken Monofilamenten, beispielsweise
aus Polyamid, geflochten ist Er überbrückt die Zwischenräume der Windungen der Schraubenfeder
und dient dem schlauchförmigen Vlies 4 als Auflage. Somit bilden der Stützkörper I1 der innere geflochtene
Schlauch 2 und das schlauchförmige Vlies 4 eine steife, aber biegsame schlauchförmige Einheit, die wiederum
von einem wesentlich weiteren äußeren geflochtenen Schlauch 3 umschlossen ist Der äußere Schlauch 3
besteht ebenfalls aus relativ dicken Monofilamenterc, die
ebenfalls beispielsweise aus Polyamid bestehen können.
Tatsächlich wird der äußere Schlauch 3 nicht koaxial zu den übrigen Teilen der Dichtungsvorrichtung liegen,
weil diese mit Spiel in ihm angeordnet sind.
Das Material des schlauchförmigen Vlieses 4 ist mit einer Substanz imprägniert, die mindestens angenähert
wasserundurchlässig ist und die durch Zementmilch in ihrer Wirkung verminderbar ist Nach dem Betonieren
ist das schlauchförmige Vlies 4 von innen her mit Flüssigkeit durchdringbar, wobei es vom Flüssigkeitsdruck
gesprengt werden kann.
Der äußere geflochtene Schlauch 3 dient als Schutz für das schlauchförmige Vlies 4 vor Beschädigung durch
den Beton. Zwischen dem äußeren geflochtenem Schlauch 3 und dem schlauchförmigen Vlies 4 ist etwas
Raum gelassen.
Fig.3 zeigt in einer Draufsicht das Ende einer Betonierstrecke 6, auf der drei Abschnitte von
Dichtungsvorrichtungen 5 mit überlappenden Enden 50 angeordnet und an Armierungseisen $ befestigt sind.
Nach dem Betonieren bohrt man z. B. bei den Pfeilen 7 oder auch an anderen Stellen innerhalb eines Abschnitts
Löcher und spritzt das Dichtungsmittel in das Innere der
Dichtungsvorrichtung 5 ein, sofern in diesen Abschnitten eine Undichtigkeit des Betons in Erscheinung tritt.
Aus diesem Grund ist die Gliederung der Dichtungsvorrichtung 5 in Abschnitte zweckmäßig. Die Enden 50 der
Abschnitte sind jeweils geschlossen, was durch Zuschmelzen der Schläuche 2 und 5 erfolgen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen