DE3103152C2 - - Google Patents
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07K—PEPTIDES
- C07K5/00—Peptides containing up to four amino acids in a fully defined sequence; Derivatives thereof
- C07K5/04—Peptides containing up to four amino acids in a fully defined sequence; Derivatives thereof containing only normal peptide links
- C07K5/06—Dipeptides
- C07K5/06104—Dipeptides with the first amino acid being acidic
- C07K5/06113—Asp- or Asn-amino acid
- C07K5/06121—Asp- or Asn-amino acid the second amino acid being aromatic or cycloaliphatic
- C07K5/0613—Aspartame
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
N-Benzyloxycarbonyl-L-asparaginsäure (im folgenden:
Z-Asp).
Bekanntlich sind niedere Alkylester von a-L-Asparagyl-L-
phenylalanin (im folgenden: α-APA) als Süßstoffe verwend
bar. Es sind deshalb verschiedene Methoden zur Herstellung
von α-APA entwickelt worden. Eines dieser Verfahren
besteht darin, L-Asparaginsäure (im folgenden: Asp) einer
Benzyloxycarbonylierung zu unterwerfen und das Z-Asp nach
der Umwandlung in das entsprechende Anhydrid mit einem
L-Phenylalanin-niederalkylester (im folgenden: PA) umzusetzen;
vergleiche US-PS 37 86 039.
Dieses Verfahren ist leicht durchführbar und umfaßt stabile
Reaktionen, hat jedoch den Nachteil, daß während der
Benzyloxycarbonylierung N-Benzyloxycarbonyl-α- oder -β-L-
asparaginyl-L-asparaginsäure (im folgenden: Z-AA) als Ne
benprodukt entsteht. Z-AA wird in einer anschließenden
Stufe mit PA zu N-Benzyloxycarbonyl-L-asparaginyl-L-
asparaginyl-L-phenylalanin-niederalkylester umgesetzt. Durch
Abspalten der Benzyloxycarbonylgruppe (im folgenden: Z)
aus dem letztgenannten Ester entsteht ein L-Asparaginyl-L-
asparaginyl-L-phenylalanin-niederalkylester (im folgenden:
AAPA). AAPA läßt sich von α-APA nur sehr schwer ab
trennen und mit AAPA verunreinigtes α-APA kann daher nur
sehr schwer gereinigt werden. Bisher mußten Ionenaustau
scherharze eingesetzt werden, um AAPA aus damit verunrei
nigtem α-APA abzutrennen. In diesem Zusammenhang ist zu
erwähnen, daß unter den APA α-L-Asparaginyl-L-phenylala
min-methylester (im folgenden: α-APM) bereits in einigen
Ländern, wie Frankreich, Belgien und Luxemburg, als Süß
stoff auf den Markt gebracht wurde.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß bei der Umsetzung
von Asp mit Benzyloxycarbonylchlorid (im folgenden:
Z-Cl) sowohl die Bildung der Nebenprodukte Z-AA (α) oder
Z-AA (β) als auch die Zersetzung von Z-Cl zu Benzyalkohol
unterdrückt werden können, wenn man den pH während der
gesamten Reaktionszeit auf einen Wert von 12,0 bis 13,5
einstellt. Unter diesen Bedingungen kann somit hochreines
Z-Asp in hohen Ausbeuten erhalten werden.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß bei der Herstellung
eines α-APA nach dem Verfahren der US-PS 37 86 039 hoch
reines a-APA in hohen Ausbeuten erhalten werden kann, wenn
man erfindungsgemäß hergestelltes Z-Asp als eines der Aus
gangsmaterialien verwendet.
In Berichte, Bd. 65 (1932) S. 1192 sind Verfahren zur Her
stellung von N-Benzyloxycarbonyl-aminosäuren, einschließlich
Asp, mit Z-Cl angegeben. Zur Reaktion wird dort
Natriumhydroxid oder Magnesiumoxid in einer Menge angewandt,
die der kombinierten Menge aus (a) den freien Carboxylgruppen
der Aminosäure und (b) dem aus Z-Zl entstehenden Chlor
wasserstoff äquivalent oder nahezu äquivalent ist. Stellt
man Z-Asp unter den in Berichte angegebenen Reaktionsbe
dingungen her, so erreicht der pH bei Verwendung von Magnesium
oxid niemals den erfindungsgemäß angewandten hohen Wert
von 12,0 bis 13,5, und es werden dementsprechend hohe Mengen
von Z-AA als Nebenprodukt gebildet. Andererseits ist bei
Verwendung von Natriumhydroxid anzunehmen, daß der pH in
dem Reaktionsgemisch manchmal und lokal die Obergrenze des
erfindungsgemäß angewandten pH-Bereichs überschreitet, da
in Berichte nicht gefordert wird, den pH während der ge
samten Reaktionszeit innerhalb eines bestimmten Bereiches
zu halten. Lokal herrschende zu hohe pH-Werte des Reak
tionsgemisches führen zu einer unnötigen Zersetzung von
Z-Cl zu Benzylalkohol, so daß Asp in dementsprechend größeren
Mengen nicht umgesetzt bleibt. Selbst bei Verwendung
von Natriumhydroxid entsteht Z-AA in größeren Mengen als
im Falle der Verwendung von Magnesiumoxid, sofern nicht
ein ausreichend hoher pH eingestellt wird.
In Beispiel I (A) der US-PS 38 08 190 ist die Herstellung
von N-Carbobenzoxy-asparaginsäure beschrieben, wobei man
den pH zunächst mit Natriumbicarbonat und dann mit
Natriumhydroxid bei 8 bis 9 hält. Hierdurch wird aber der
erfindungsgemäße spezifische pH-Bereich weder vorweggenommen
noch nahegelegt.
Bei Anwendung der erfindungsgemäßen pH-Bedingungen werden
sowohl die Bildung des Nebenprodukts Z-AA bei zu niedrigen
pH-Werten als auch die Bildung des Nebenprodukts Benzyl
alkohol bei zu hohen pH-Werten unterdrückt. Z-Asp kann somit
in hoher Ausbeute erhalten werden.
Erfindungsgemäß kann Asp in freier Form oder als Salz, z. B.
als Natrium- oder Kaliumsalz, verwendet werden. Es muß
auch nicht übermäßig gereinigt werden, sondern kann Ver
unreinigungen in Mengen enthalten, die die Reaktion (d. h.
die Benzyloxycarbonylierung) nicht hemmen. Beispielsweise
kann man rohe Asp-Kristalle einsetzen, die durch Einstellen
des pH einer Asp-Fermentationsbrühe gegebenenfalls nach
vorheriger Konzentrierung auf den isoelektrischen Punkt
von Asp erhalten wurde. Diese Brühe kann durch Fermenta
tion von Zuckern, Fumarsäure oder ähnlichen Ausgangsma
terialien erhalten worden sein. Kristalle oder dergleichen
von Asp oder deren Monoalkali- oder Dialkalimetallsalzen
können auch verwendet werden, wie sie aus einem Eluat ge
gebenenfalls nach Konzentrieren und/oder Einstellen des pH
gewonnen werden, wobei das Eluat durch Leiten einer Asp-
Fermentationsbrühe durch eine Säule eines stark sauren
Kationenaustauscherharzes und Eluieren des auf der Säule
adsorbierten Asp mit wäßriger Natronlauge od. dgl. erhalten
worden ist.
Asp oder deren Salze werden gewöhnlich als wäßrige Lösungen
der Benzyloxycarbonylierung unterworfen. Die Lösung
wird z. B. mit Natrium- oder Kaliumhydroxid auf einen pH
von 12,0 bis 13,5 eingestellt. Die Asp-Konzentration der
Lösung ist nicht kritisch, beträgt jedoch gewöhnlich 20
bis 45 Gewichtsprozent. Zu verdünnte Lösungen bereiten
Schwierigkeiten, z. B. eine geringe Trennausbeute der ge
wünschten Substanz aus dem Reaktionsgemisch. Die Reaktion
wird vorzugsweise in flüssiger Phase durchgeführt und die
Obergrenze der Asp-Konzentration in der Lösung wird unter
diesem Gesichtspunkt bestimmt.
Z-Cl kann als solches verwendet werden, gewöhnlich setzt
man es jedoch als Lösung in einem organischen Lösungsmittel
ein, das bei der Reaktion nicht stört und mit wäßriger
Asp-Lösung nicht mischbar ist. Beispiele für derartige Lösungs
mittel sind Toluol und Äthylendichlorid. Angesichts der Zersetzung
von Z-Cl während der Reaktion wird dieses vorzugs
weise in der etwa 1,1fachen Molmenge, bezogen auf Asp,
und in einer Konzentration von 30 bis 60 Gewichtsprozent
angewandt. Zu geringe Konzentrationen verursachen niedrige
Reaktionsgeschwindigkeiten, während andererseits zu
hohe Konzentrationen eine wirksame Abtrennung von Neben
produkten, wie Benzylalkohol, aus dem Reaktionsgemisch mit
einem organischen Lösungsmittel verhindern.
Die Reaktion wird z. B. durch Vermischen einer Asp-Lösung
mit einer Z-Cl-Lösung durchgeführt. Bei Durchführung der
Reaktion bei erhöhten Temperaturen wird die Zersetzung von
Z-Cl gefördert, so daß vorzugsweise Temperaturen von 0 bis
30°C angewandt werden.
Während der Reaktion wird ausreichend gerührt, damit sich
die beiden Lösungen gründlich vermischen. Während der ge
samten Reaktion wird der pH des Reaktionsgemischs durch
Zugabe von Natriumhydroxid od. dgl. bei 12,0 bis 13,5
gehalten. Eine Reaktionszeit von 2 bis 3 Stunden ist aus
reichend.
Nach beendeter Reaktion sind Z-Asp, Z-AA, nicht-umgesetzte
Asp und dergleichen in der wäßrigen Schicht enthalten,
während nicht-umgesetztes Z-Cl, Benzylalkohol aus der Zer
setzung von Z-Cl und dergleichen in der organischen Schicht
vorhanden sind.
Z-Asp wird als solches oder nach dem Abtrennen und Reini
gen eingesetzt, je nach seinem Verwendungszweck. Die Ab
trennung und Reinigung kann z. B. dadurch erfolgen, daß
man die wäßrige Schicht von der organischen Schicht trennt,
die wäßrige Schicht mit Salzsäure, Schwefelsäure oder
dergleichen neutralisiert, die neutralisierte wäßrige
Schicht abkühlt, wobei Z-Asp auskristallisiert, und die
Z-Asp-Kristalle abtrennt. Gegebenenfalls kann man umkristallisieren.
Aus der abgetrennten wäßrigen Schicht kann Z-Asp
auch durch Extrahieren, z. B. mit Äthylacetat, n-Butanol
oder Ketonen, die mit Wasser nicht mischbar sind, wie
Methyläthylketon oder Methylisobutylketon, abgetrennt
werden. Eine kombinierte Umkristallisation und Extraktion
ergibt höhere Reinheiten.
Im erfindungsgemäßen Verfahren kann die Bildung des Neben
produkts Z-AA, das die Herstellung von α-APA hemmt, unter
drückt werden; trotz der Umsetzung bei erhöhten Temperaturen
erfolgt keine Razemisierung von Asp und hochreines
Z-Asp entsteht in entsprechend hohen Ausbeuten. Dies be
deutet, daß das Endprodukt (d. h. α-APA) in hohen Ausbeu
ten hergestellt werden kann.
L-Asparaginsäure wird in wäßriger Natronlauge zu einer
36gewichtsprozentigen Asp-Lösung mit bestimmtem pH-Wert
gelöst. 222 g dieser Lösung, die 0,6 M Asp enthält, wird
in einen 1-Liter-Vierhalskolben eingebracht, der mit Rührer,
Thermometer, pH-Messer und Tropftrichter ausgerüstet
ist, auf 10°C gekühlt und dann mit 267 g einer
42gewichtsprozentigen Lösung von Benzyloxycarbonylchlorid in
Toluol versetzt, die 0,66 M Z-Cl enthält. Die Reaktion wird
3 Stunden bei 10 bis 30°C durchgeführt, wobei man den pH
des Reaktionsgemisches durch Zugabe von 25prozentiger wäßriger
Natronlauge innerhalb des genannten Bereichs hält.
Anschließend trennt man die Toluolschicht ab, versetzt die
wäßrige Schicht mit 230 g Wasser, stellt den pH mit 35pro
zentiger Salzsäure auf 1 ein und läßt über Nacht bei 5°C
stehen. Die erhaltenen Z-Asp-Kristalle werden abzentrifugiert,
mit Wasser gewaschen und unter vermindertem Druck
getrocknet.
Sechs Durchgänge dieses Verfahrens werden mit verschiedenen
pH-Bereichen durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Tabelle I
genannt. Die Analyse der Verunreinigungen erfolgt durch
Dünnschichtchromatographie (100 γ-Fleck).
Die Ergebnisse von Tabelle I zeigen, daß unter den erfin
dungsgemäßen Reaktionsbedingungen hochreines Z-Asp in
hoher Ausbeute entsteht.
Claims (1)
- Verfahren zur Herstellung von N-Benzyloxycarbonyl-L- asparaginsäure durch Umsetzen von L-Asparaginsäure mit Benzyloxycarbonylchlorid, dadurch gekenn zeichnet, daß man die Umsetzung unter Einhaltung eines pH von 12,0 bis 13,5 durchführt.
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