DE3107623C2 - - Google Patents
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- H02P6/14—Electronic commutators
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- Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Ansteuerschaltung für einen bürstenlosen
Gleichstrommotor gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Eine Ansteuerschaltung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist
aus der DE 27 44 089 A1 bekannt. Die Flanken der Rechtecksignale vom
Rotorstellungsgeber
werden durch ein RC-Glied abgerundet,
wie dies in den Fig. 1A und 1B dargestellt ist. In den Figuren
ist jeweils das eingehende Rechtecksignal gestrichelt dargestellt,
während das vom RC-Glied bearbeitete Signal mit einer
durchgezogenen Linie gezeichnet ist. Durch den jeweils verlangsamten
Anstieg und Abfall der Steuerströme für den Treiber verschieben sich
die Schaltzeitpunkte jeweils um t₁ bzw. t₂. Dies reduziert den
Motorwirkungsgrad. Bei hoher Motordrehzahl und damit hoher
Frequenz des Rechtecksignals wird ferner das Verhältnis der
Verzögerungszeiten t₁ und t₂ zur Breite eines Rechtecksignales
größer. Die Verzögerungzeiten können mit der Zeitkonstante des
RC-Gliedes zwar verkleinert werden, aber damit nehmen von der Wicklung
erzeugte hörbare Geräusche zu, weswegen die Zeitkonstante einen
gewissen Wert nicht unterschreiten darf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ansteuerschaltung
für einen bürstenlosen Gleichstrommotor anzugeben, die bei hohem
Ansteuerwirkungsgrad zu geringer Geräuschbildung führt.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale im Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Ansprüche 2
und 3.
Die erfindungsgemäße Schaltung ist so ausgebildet, daß die Anstiegs-
und Abfallzeitintervalle des durch die Wicklung fließenden
Stromes lastabhängig gesteuert werden. Dies erfolgt dadurch,
daß die Amplitude des Steuerstromes variiert wird und
zwar so, daß sie mit zunehmendem Wicklungsstrom zunimmt, mit
abnehmendem Wicklungsstrom abnimmt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von durch Figuren veranschaulichten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1A und 1B graphische Darstellungen von rechteckigen
Steuerströmen, deren Flanken mit Hilfe eines RC-
Gliedes abgerundet sind;
Fig. 2 Kennlinien zu einem bürstenlosen
Gleichstrommotor,
Fig. 3 eine grafische Darstellung erfindungsgemäß
erzeugter Treibersignale und Steuerströme, und
Fig. 4 und 5 schematische Schaltbilder eines
ersten und zweiten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Treiberschaltung.
Gemäß Fig. 2 nimmt mit steigender Belastung des Motors die
Drehzahl N ab, während gleichzeitig der Strom I größer
wird. Bei dem bürstenlosen Gleichstrommotor verhält sich
der Strom I umgekehrt proportional zu einer Treiber- oder
Schaltfrequenz f bei konstanter Treiberspannung. Der in
der Wicklung entstehende elektromagnetische Geräuschpegel
verhält sich zu dem Strom I proportional und zu der Umschaltfrequenz
des Stroms I umgekehrt proportional. Aufgrund
dieser Erkenntnis wird erfindungsgemäß die Anstiegsflanke
eines Rechtecksignals P₁ mit einer Zeitkonstante τ₁,
und deren Abstiegsflanke mit einer anderen Zeitkonstante τ₂
integriert, und das ergibt den Steuerstrom des Treibers für den
Wicklungsstrom
S₁ (Fig. 3). Diese Flankenabschrägung eines ursprünglichen
Rechecksignals erfolgt erfindungsgemäß durch ein RC-
Glied (Widerstand + Kondensator), wobei als Besonderheit
die Ansstiegszeit und die Abstiegszeit in Abhängigkeit von
der Größe des die Motorwicklung durchfließenden Stroms gesteuert
werden.
Mit abnehmender Belastung und damit steigender Drehzahl N
oder f verringert sich der Pegel des Rechtecksignals P₁ auf
P₂, P₃ . . ., und durch Integrieren der Anstiegs- und Abstiegsflanke
dieser Rechtecksignale P₁, P₂, P₃ . . . mit den
Zeitkonstanten τ₁ bzw. τ₂ entstehen gem. Fig. 3 verformte
Steuerströme S₁, S₂, S₃ . . ., deren An- bzw. Abstiegszeiten
mit abnehmender Breite der Rechtecksignale P . . . ebenfalls
in folgender Weise kürzer werden: t₁₁ < t₁₂ < t₁₃
< . . ., und t₂₁ < t₂₂ < t₂₃ < . . . Wenn beim Motoranlauf
oder großer Belastung die Drehzahl N klein und der
Strom I groß ist, besteht Anlaß zu starker Wicklungsgeräuschbildung,
die erfindungsgemäß aber durch relativ
lange Anstiegs- und Abstiegszeiten t₁ und t₂₁ des Stroms I
weitgehend verhindert wird. Dabei wird der Schaltzeitpunkt
gegenüber dem Rechtecksignal verzögert, aber das Verhältnis
der Verzögerungszeit zur Rechtecksignalbreite ist nicht
sehr groß, folglich leidet auch der Motorwirkungsgrad nicht
sehr unter der Verzögerungszeit. Wenn bei geringer Motorbelastung
oder hoher Drehzahl N der Strom I und auch der
Wicklungsgeräuschpegel klein ist, wird mit verkürzten Anstiegs-
und Abstiegszeiten t₁₃ und t₂₃ gearbeitet, und der
Motorwirkungsgrad steigt entsprechend an. Durch gezielte
Bemessung der Zeitkonstanten τ₁ und τ₂ kann der Motor
stets mit geringem elektromagnetischem Wicklungsgeräusch
und nur wenig vermindertem Wirkungsgrad gefahren werden,
ohne Rücksicht auf eine jeweilige Belastung.
Wenn bei dem in Fig. 4 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung ein Transistor Q₁ durch ein über
einen Eingang 1 bezogenes Rechtecksignal P abwechselnd
ein- und abgeschaltet wird, erzeugt ein nachgeschalteter
Transistor Q₂ an seinem Kollektor ein entsprechendes Rechtecksignal,
ein integriertes Treibersignal, dessen Anstiegsflanke durch ein aus Widerstand
R₁ und Kondensator C₁ gebildetes RC-Glied mit einer Zeitkonstante
τ₁ und dessen Abstiegsflanke durch ein aus
Widerstand R₂ und Kondensator C₁ bestehendes RC-Glied mit
einer anderen Zeitkonstante τ₂ integriert wird. Das integrierte
Treibersignal geht über einen Transistor Q₃ und
wird zur Ansteuerung eines Transistors Q₄ benutzt, um den
Treiberstrom I durch eine Wicklung 2 zu schicken. Der
Basisstrom I B , S von Q₄ wird immer so gesteuert, daß seine
Kollektor/Emitterspannung V CE immer annähernd gleich
seiner Basis/Emitterspannung V BE ist und dieser Transistor
Q₄ in Sättigung arbeitet. Zu Regelzwecken geht
die Spannung V CE an die Basis eines Transistors Q₅. Mit
steigendem Strom I steigen V CE und der Basisstrom von
Q₅ an, so daß die Kollektorspannung von Q₅ fällt und
die Kollektorspannung V von Transistor Q₂ steigt und
damit den Signalpegel des Treibersignals und folglich
den Basisstrom I B von Q₄ anhebt. Durch Verlängerung der
Anstiegs- und Abstiegszeiten des Treibersignals wird
das elektromagnetische Wicklungsgeräusch in der Wicklung
2 unterdrückt. Mit fallendem Strom I läuft der umgekehrte
Regelvorgang ab, durch Pegelabsenkung des Treibersignals
S werden die Anstiegs- und Abstiegszeiten verkürzt und
der Motorwirkungsgrad damit verbessert. Folglich steigt
und fällt die Kollektorspannung V des Transistors Q₂
proportional zu dem Strom I, es wird der gleiche Effekt
wie in Fig. 3 erzielt. Eine Diode D₁ beschneidet den Entladestrom
des Kondensators C₁, zu dem der Widerstand R₂
parallel geschaltet sein kann.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung sind mit Fig. 4 übereinstimmende
Einzelheiten mit gleichen Bezugszeichen versehen. In
Fig. 5 sind Dioden D₁, D₃, D₄, D₅ so ausgelegt, daß die
Spannungen zwischen ihrer Anode und Kathode annähernd
gleich der Basis/Emitterspannung V BE eines Transistors Q₆
ist und dadurch die Basis dieses Transistors über D₂, D₃,
D₄ sowie zwei Äquivalenzwiderstände R₃ eine Bezugsspannung
V A = 2,5 V BE erhält, die sich auch so ausdrücken läßt:
V A = V BE + I₁R₄ + V BE + V CE . Darin entspricht I₁ dem durch
Q₆ fließenden Strom, V BE der bereits erwähnten Basis/
Emitterspannung von Q₆ und außerdem dem Spannungsabfall
an der Diode D₅, und V CE der Kollektor/Emitterspannung
von Transistor Q₄. Da der Widerstandswert
von R₄ klein ist, kann I₁R₄ in der Gleichung vernachlässigt
werden, und dann ist V A ≈ 2V BE + V CE . Der
Wert V CE von Q₄ wird auf annähernd 0,5 V BE gehalten,
folglich arbeitet der Transistor Q₄ fast in der Sättigung,
bei der der Strom I₁ mit steigendem Strom I fällt
und den Wert des Basisstroms I B für Q₄ hebt. Die Anstiegs-
und Abstiegszeiten des Treibersignals werden
dadurch verlängert und Wicklungsgeräusche der Wicklung
2 unterdrückt. Wenn dagegen bei kleiner Belastung der
Strom I kleiner wird, findet der umgekehrte Vorgang
statt, und der Basisstrom I B wird reduziert. Folglich
werden die Anstiegs- und Abstiegszeiten des Treibersignals
kleiner und der Motorwirkungsgrad angehoben.
Die in Fig. 4 und 5 dargestellte Treiberschaltungen
gelten jeweils für eine Wicklung 2 eines bürstenlosen
Gleichstrommotors, für mehrere Wicklungen eines solchen
Motors müssen entsprechend viele Treiberschaltungen gem.
Fig. 4 und 5 vorhanden sein. Ferner gibt ein nicht dargestellter
Positionsdetektor ein der Winkelposition eines
Rotors entsprechendes Positionssignal ab, auf dessen
Grundlage Rechtecksignale P mit unterschiedlicher Phase
erzeugt und zur sequentiellen Erregung der Wicklungen in
die Eingänge der einzelnen Treiberschaltungen eingespeist
werden.
Erfindungsgemäß werden in Abhängigkeit von dem durch die
Wicklung fließenden Strom die Anstiegs- und Abstiegszeiten
des Stroms so beeinflußt, daß bei großen Stromwerten wie
beim Start oder bei hoher Belastung die Anstiegs- und Abstiegszeiten
verlängert und dadurch Wicklungsgeräusche
unterdrückt werden. Da der Motor bei großer Stromaufnahme
langsam läuft, wird sein Wirkungsgrad durch die
verlängerten An- und Abstiegszeiten kaum beeinträchtigt.
Bei geringen Last- und Stromwerten ist die Wicklungsgeräuschbildung
ohnehin gering, die An- und Abstiegszeiten
werden verkürzt und dadurch der Motorwirkungsgrad
angehoben.
Claims (3)
1. Ansteuerschaltung für einen bürstenlosen Gleichstrommotor
mit mindestens einer Wicklung (2), mit einem Rechtecksignale
(P) erzeugenden Rotorstellungsgeber und mit jeweils einem
die Wicklung in Abhängigkeit des Rotorstellungsgebers an
Spannung legenden Treiber (Q₄), wobei jeweils die Rechtecksignale
an den Flanken abgeflacht sind und dem Treiber
als rotorstellungsabhängiger Steuerstrom (S, I B ) zugeführt
werden, dadurch gekennzeichnet, daß
der Steuerstrom (S, I B ) aus den Rechtecksignalen (P) durch eine
integrierende Schaltung (R 1, C 1; R 2, C 1) erhalten wird, wobei
die Amplitude der Rechecksignale mit zunehmendem Wicklungsstrom
(I) zunimmt, mit abnehmendem Wicklungsstrom
abnimmt.
2. Ansteuerschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Integration für den ansteigenden
Steuerstrom und für den abfallenden Steuerstrom durch
unterschiedliche RC-Glieder (R 1, C 1; R 2, C 1) erfolgt.
3. Ansteuerschaltung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Treiber (Q₄) ein Transistor ist, daß die Wicklung (2) an
Kollektor des Transistors angeschlossen ist, die
Kollektor/Emitterspannung (V CE ) des Transistors ermittelt
wird, die ein Maß für den Wicklungsstrom
ist, und daß der dem Kondensator (C₁) der integrierenden
Schaltung zugeführte Strom von der Kollektor/Emitterspannung (V CE ) abhängt.
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