DE3111118C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B65B7/28—Closing semi-rigid or rigid containers or receptacles not deformed by, or not taking-up shape of, contents, e.g. boxes or cartons by applying separate preformed closures, e.g. lids, covers
- B65B7/2842—Securing closures on containers
- B65B7/2885—Securing closures on containers by heat-shrinking
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- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67B—APPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine Vor
richtung zum Anschrumpfen einer Verschlußkappe aus Kunststoff
material auf eine Behältermündung.
Bei derartigen Verfahren wird in der Regel ein an der Ver
schlußkappe vorgesehenes Garantieband mittels Warmverformung an
die Behältermündung angeschrumpft. Dadurch entsteht ein Garan
tieverschluß am Behälter, da das Garantieband beim erstmaligen
Öffnen der Verschlußkappe aufreißt. Mit diesen Verfahren kön
nen heute sehr hohe Taktgeschwindigkeiten erreicht werden. Wäh
rend bei älteren Anlagen das aufgewärmte Garantieband noch mit
einem speziellen Werkzeug an die Behältermündung angepreßt
werden muß, ist es heute möglich, das Garantieband lediglich
unter dem Einfluß von Druck und Wärme anzuschrumpfen.
Eine derartige Anlage ist beispielsweise in der deutschen Offen
legungsschrift 28 52 151 beschrieben. Bei
dieser Anlage wird von einer Seite her über eine bestimmte
Strecke ein heißer Gasstrahl auf die Verschlußkappe gerichtet,
während sich die Flasche selbst um ihre eigene Achse dreht. Eine
ähnliche Schrumpfvorrichtung, welche allerdings nicht für Fla
schenverschlüsse sondern für Schrumpfmanschetten auf Flaschen
verwendet wird, ist in der US-Patentschrift 40 11 122 be
schrieben. Dort sind zum Anschrumpfen einer Manschette auf den
Flaschenkörper auf beiden Seiten der Laufrichtung der Flaschen
gegeneinander gerichtete Schlitzdüsen angeordnet. Ähnliche An
ordnungen werden auch zum Anschrumpfen von Verschlußkappen ver
wendet.
Ein Nachteil dieses bekannten Verfahrens besteht darin, daß es
erforderlich ist, die Flaschen um ihre eigene Achse zu drehen.
Bei den zweiseitig gegeneinander gerichteten Düsen ist der
Druck- und Temperaturverlauf relativ ungünstig. Da die beiden
Gasstrahlen gegeneinander gerichtet sind, entsteht in dem Be
reich, wo die Gasstrahlen aufeinanderprallen, eine Druckstauung,
was einen erhöhten Energiebedarf zur Folge hat.
Es ist daher
Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Bekannten zu vermeiden
und ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, mit
dem bei niedrigem Energieverbrauch Verschlußkappen auf Behäl
termündungen geschrumpft werden können, ohne daß es erforder
lich ist, die Flaschen um die eigene Achse zu drehen. Eine wei
tere Aufgabe besteht darin, eine möglichst einfache Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen, welche in den
gesamten Abfüll- und Verschließprozeß einer Abfüllstraße
integriert werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Behältermündung zuerst in an sich bekannter Weise durch die Ver
schlußkappe verschlossen wird, und daß sodann die Verschluß
kappe aus wenigstens zwei Düsen derart wechselseitig mit einem
heißen Gasstrahl beaufschlagt wird, daß die Gasstrahlen die
Verschlußkappe zeitlich und/oder räumlich versetzt bestreichen,
wobei die Strömungsrichtung von wenigstens zwei der zeitlich
oder räumlich aufeinanderfolgenden Gasstrahlen unterschiedlich
ist.
Durch die wechselseitige Beaufschlagung der Verschlußkappe aus
zwei verschiedenen Richtungen wird ersichtlicherweise das zu
schrumpfende Garantieband an seinem ganzen Umfang ausreichend
erwärmt, um zu schrumpfen. Da die Düsen wechselseitig arbeiten
und somit nicht zwei Gasstrahlen aufeinander prallen, entsteht
keine Druckstauung, was sich vorteilhaft auf den Temperaturver
lauf auswirkt.
Besonders einfach und rationell arbeitet das Verfahren, wenn die
Behältermündung an wenigstens zwei auf beiden Seiten einer Vor
schubstrecke angeordneten Düsen vorbeigeführt wird. Dadurch muß
die von den übrigen Anlagen der Abfüllstraße vorgegebene Takt
geschwindigkeit nicht reduziert werden. Die Behälter bewegen
sich auf einer Transportvorrichtung an den Düsen vorbei, welche
die Verschlußkappe jedes Behälters wechselseitig mit einem
heißen Gasstrahl beaufschlagen. In bestimmten Anwendungsfällen
wäre es jedoch auch denkbar, daß die Düsen an den Flaschenmün
dungen vorbeigeführt werden.
Wenn die Gasstrahlen etwa 180° zueinander versetzt angeordnet
sind, wird die Verschlußkappe auf beiden Seiten etwa gleichmäß
ig vom Gasstrahl bestrichen.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist besonders
einfach herzustellen, wenn auf beiden Seiten der Vorschubstrecke
wenigstens eine Düse zum Beaufschlagen der Verschlußkappe mit
einem heißen Gasstrahl angeordnet ist, und wenn die Strömungs
achsen der Düsen versetzt zueinander verlaufen. Durch die ver
setzt zueinander angeordneten Strömungsachsen können die Düsen
auf beiden Seiten der Vorschubstrecke kontinuierlich arbeiten,
ohne daß unerwünschte Druckstauungen auftreten. Die Strömung
des Gasstrahles jeder Düse verläuft ungehindert in Richtung auf
die Behältermündung. Es spielt grundsätzlich keine Rolle, in
welcher Richtung relativ zueinander die Strömungsachsen versetzt
sind. Die Anordnung der Düsen ist insbesondere auch vom Verlauf
der Vorschubstrecke abhängig. Besonders vorteilhaft liegen die
Düsen jedoch auf der gleichen Ebene, so daß die Behälter hori
zontal an den Düsen vorbeigeführt werden können.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen
dargestellt und wird nachstehend genauer beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 die schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung und
Fig. 2 eine Seitenansicht einer Behältermündung mit einge
zeichnetem Temperaturverlauf an der Düse.
Gemäß Fig. 1 werden mehrere Behälter 13 auf der Vorschubstrecke
6 in Pfeilrichtung A kontinuierlich vorwärtsbewegt. Die Vor
schubstrecke 6 ist beispielsweise ein Förderband oder eine
andere geeignete Fördervorrichtung. Die Schraubkappen 2 aus
Kunststoffmaterial sind bereits auf die Behältermündungen 1
aufgeschraubt oder aufgesetzt. Auf beiden Seiten der Vorschub
strecke 6 ist je eine schlitzförmig ausgebildete Düse 3 bzw. 4
angeordnet, die über eine Zufuhrleitung 14 von einem nicht dar
gestellten Gebläse unter Druck mit einem heißen Gas versorgt
wird. Die Düsen arbeiten vorzugsweise mit Heißluft.
Wie in Fig. 2 dargestellt, haben die Verschlußkappen 2 an
ihrer Unterseite ein Garantieband 9, welches mit dem heißen
Gasstrahl 5 aus der Düse 3 oder 4 an die Behältermündung 1 ange
schrumpft wird. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können
jedoch auch beliebig andere thermoplastisch verformbare Ver
schlußkappen oder Manschetten besonders vorteilhaft an Fla
schenmündungen angeschrumpft werden.
Beim Passieren der Schrumpfvorrichtung werden die Verschlußkap
pen 2 zuerst aus der ersten Düse 3 mit Heißluft beaufschlagt.
Die Strömungsachse 7 verläuft dabei sowohl zur Behälterachse 10
als auch zur Vorschubstrecke 6 etwa rechtwinklig. Wenn ein
Behälter die Düse 3 passiert hat, ist das Garantieband 9 auf der
der Düse 3 zugewandten Seite bereits völlig angeschrumpft, wäh
rend der Schrumpfprozeß auf der der Düse 3 abgewandten Seite
noch nicht vollständig abgeschlossen ist.
Beim weiteren Vorschub der Behälter 13 auf der Vorschubstrecke 6
passieren diese eine auf der anderen Seite der Vorschubstrecke
angeordnete Düse 4, welche grundsätzlich wie die erste Düse 3
gebaut ist. Die Strömungsrichtung der Düse 4 verläuft jedoch
gerade entgegengesetzt zur Strömungsrichtung der Düse 3. Die
Strömungsachse 8 ist dabei, wie in Fig. 1 dargestellt, versetzt
zur Strömungsachse 7 angeordnet. Beide Düsen 3 und 4 liegen etwa
auf der gleichen horizontalen Ebene. Durch den Heißluftstrahl
aus der Düse 4 wird ein durch die Düse 3 teilweise angeschrumpf
tes Garantieband endgültig angeschrumpft. Je nach dem Material
der Verschlußkappe bzw. nach der Fördergeschwindigkeit der
Behälter 13 auf der Vorschubstrecke 6 können auf beiden Seiten
der Vorschubstrecke 6 beliebig viele Düsen wechselseitig ange
ordnet werden. Das erfindungsgemäße Verfahren kann grundsätz
lich auch mit den jetzt schon bestehenden Anlagen durchgeführt
werden, bei denen die Düsen auf beiden Seiten der Vorschub
strecke 6 einander gegenüberliegend bzw. bei denen die Strömungs
achsen gegeneinander gerichtet sind. Dann ist es jedoch erfor
derlich, daß durch entsprechende Steuerung jeweils wechselsei
tig nur eine Düse arbeitet, so daß keine Druckstauungen auftre
ten können.
Fig. 2 zeigt schematisch den Temperaturverlauf des aus den
Düsen 3 bzw. 4 ausströmenden heißen Gasstrahles 5. Die Kurve 11
zeigt den Temperaturverlauf beim erfindungsgemäßen Verfahren,
während die Kurve 12 einen etwas ungünstigeren Temperaturverlauf
bei den herkömmlichen, gegeneinander gerichteten und gleichzei
tig arbeitenden Düsen zeigt. Die Temperatur ist ersichtlicher
weise unmittelbar an der Düsenöffnung am höchsten und nimmt mit
zunehmender Distanz von der Düsenöffnung ab. Bei auf gleicher
Höhe gegeneinander gerichteten Düsen, welche gleichzeitig arbei
ten, entsteht durch die aufeinander prallenden Gasströme 5 etwa
in der Ebene der Behälterachse 10 eine Druckstauung. Diese
Druckstauung behindert den Strömungsverlauf und die Strömungs
geschwindigkeit, so daß die Temperatur beim Auftreffen auf die
Schraubkappe 2 nur noch gering ist, wie die Kurve 12 zeigt. Bei
wechselseitig arbeitenden Düsen bzw. bei kontinuierlich arbei
tenden Düsen und versetzten Strömungsachsen tritt dieser Nach
teil nicht auf. Der Gasstrahl 5 trifft ungehindert und mit hoher
Geschwindigkeit auf das Garantieband 9 auf, so daß auch die
Temperatur des Gasstrahles beim Auftreffen noch verhältnismäßig
hoch ist. Auf diese Weise können die Düsen 3, 4 mit bedeutend
geringerer Heizleistung betätigt werden. Da derartige Anlagen in
der Getränkeindustrie schichtweise ununterbrochen arbeiten, sind
derartige Einsparungen von großer Bedeutung für die Wirtschaft
lichkeit der gesamten Anlage.
Claims (5)
1. Verfahren zum Anschrumpfen einer Verschlußkappe aus Kunst
stoffmaterial auf eine Behältermündung, dadurch
gekennzeichnet, daß die Behältermündung (1)
zuerst in an sich bekannter Weise durch die Verschlußkappe
(2) verschlossen wird, und daß sodann die Verschlußkappe
aus wenigstens zwei Düsen (3, 4) derart wechselseitig mit
einem heißen Gasstrahl (5) beaufschlagt wird, daß die Gas
strahlen die Verschlußkappe zeitlich und/oder räumlich ver
setzt bestreichen, wobei die Strömungsrichtung von wenig
stens zwei der zeitlich oder räumlich aufeinanderfolgenden
Gasstrahlen unterschiedlich ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Behältermündung (1) an wenigstens
zwei auf beiden Seiten einer Vorschubstrecke (6) angeordne
ten Düsen vorbeigeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Strömungsrichtung der
zwei aufeinanderfolgenden Gasstrahlen etwa um 180° ver
setzt zueinander angeordnet ist.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden
Seiten der Vorschubstrecke (6) wenigstens eine Düse zum
Beaufschlagen der Verschlußkappe angeordnet ist, und daß
die Strömungsachsen (7, 8) der Düsen versetzt zueinander
verlaufen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Düsen etwa auf der gleichen hori
zontalen Ebene liegen.
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| D2 | Grant after examination | ||
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