DE3122032C2 - Verfahren zum nachträglichen Verankern von Spundwänden, sowie Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät und Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum nachträglichen Verankern von Spundwänden, sowie Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät und Ankerpfahl zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Bei durch schräg verlaufende Ankerpfähle gesicherten Spundwänden für Hafenanlagen stellt sich das Problem, aus Sicherheitsgründen zusätzliche Ankerpfähle vorzusehen, wenn die Hafensohle tiefergelegt wird. Zu diesem Zweck wird unter Wasser an der Spundwand eine Bohr-Aufnahmevorrichtung befestigt, um ein Loch für einen zusätzlichen Ankerpfahl in die Spundwand zu bohren, so daß der Ankerpfahl von der Wasserseite her eingerammt werden kann. Der Bohrer ist als Hohlrohr ausgebildet, welches in der Spundwand verbleibt und als Führungsrohr für den nachträglichen Ankerpfahl dient. Letzterer ist als Hohlrohr ausgebildet und an seinem Kopf mit einem Außenflansch versehen, der in der Endlage des Ankers an der Spundwand anliegt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum nachträglichen
Verankern von teilweise unter Wasser befindlichen Spundwänden mittels Ankerpfählen, insbesondere
für Spundwände aus Kastenprofilen als Tragelemente. Außerdem befaßt sich die Erfindung mit einer Aufnahmevorrichtung
für ein Bohrgerät sowie mit einem Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens.
Spundwände für Ufereinfascungen oder Hafenanlagen werden bekanntlich durch zumeist schräg verlaufende
Ankerpfähle gesichert. Zwar wird die Spundwand selbst sehr tief in den Boden eingerammt, dennoch werden
die Ankcrpfähle zusätzlich vorgesehen, welche die auf die Spundwand einwirkenden Horizontalkräfte aufnehmen.
in der Praxis kann die so erreichte Stabilität der Spundwände allerdings gefährdet werden, wenn die Tiefe,
mit der sich die eingerammte Spundwand im Boden befindet, verringert wird. Dieser Fall tritt beispielsweise
ein, wenn die Hafensole tiefer gelegt werden muß. Eine Veranlassung hierfür können größere Schiffe mit größerem
Tiefgang oder auch Einflüsse durch veränderte Niedrigwasserstände geben.
Wenn die Hafensole tiefer gelegt wird, befindet sich aber nur noch ein kürzeres Stück der Spundwand als
vorher im festen Boden, so dab es unbedingt erforderlich ist, die Spundwand durch zusätzliche Anker zur
Aufnahme von Horizontalkräften zu sichern.
Hier setzt die Erfindung ein, der zur Lösung der geschilderten Probleme die Aufgabe zugrundeliegt, ein
Verfahren anzugeben, welches ein nachträgliches Verankern von Spundwänden, insbesondere von Spundwänden
aus Kastenprofilen als Tragelemente, ermöglichen. Außerdem sollen durch die Erfindung sowohl eine
Aufnahmevorrichtung für das Bohrgerät als auch ein Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens geschaffen
werden.
Zur Lösung der Aufgabe sieht die Erfindung die nachfolgenden
Verfahrensschritte vor:
a) Befestigung einer Aufnahmevorrichtung für ein Unterwasserbohrgerät unter Wasser an der Spundwand;
b) Bohrung mittels des an der Aufnahmevorrichtung befestigten Unterwasserbohrgerätes durch das
Tragelement der Spundwand hindurch unter Verwendung eines als Rohr ausgebildeten Bohrers mit
einer stirnseitigen Bohrkrone;
c) Zurücklassen des Bohrers nach der erfolgten Durchbohrung in dem Tragelement der Spundwand
zur Verwendung als Führungsrohr für den Ankerpfahl;
d) Einführen des Ankerpfahls in den rohrförmigen Bohrer und anschließendes Einrammen des Ankerpfahls
in das der Wasserseite der Spundwand gegenüberliegende Erdreich bis ein an seinem Ende
befindlicher Außenflansch am Tragelement ansteht.
Die Erfindung geht davon aus, daß eine nachträgliche Verankerung nur von der Wasserseite her erfolgen
kann. Deshalb besteht ein wichtiges Merkmal darin, durch das Tragelement der Spundwand hindurch eine
Bohrung anzubringen, so daß der Ankerpfahl durch diese Bohrung hindurchgeführt und dann in das hinter der
Spundwand liegende Erdreich eingerammt werden kann.
Das Bohren unter Wasser ist ein besonderes Problem, und daher ist ein wichtige Merkmal der Erfindung darin
zu sehen, daß eine besondere Aufnahmevorrichtung für das Bohrgerät unter Wasser an der Spundwand befestigt
wird. Als Bohrer selbst wird ein Rohr mit einer Stirnseitigen Bohrkrone verwendet, der in vorteilhafter
Weise in dem Tragelement verbleibt, wenn dieses durchbohrt worden ist. Dadurch wird ein ideales Führungsrohr
für das nachträgliche Verankern der Spundwand geschaffen.weil der Ankerpfahl dabei ja zunächst
von der Wasserseite her durch die Spundwand geführt werden muß. Dies wäre bei einem Kastenprofil für das
Tragelement — also bei einer doppelwändigen Spundwand — ohne das Führungsrohr sehr problematisch.
Zwar ließe sich der Ankerpfahl noch relativ leicht durch die erste Bohrung hindurchführen, es wäre aber äußerst
schwierig, danach auch die zweite Bohrung »zu treffen«, wenn man berücksichtigt, daß unter Wasser erhebliche
Strömungen auftreten krnnen und somit das Auffinden der eenauen Position des Ankemfahls, in welcher dieser
auch durch das zweite Bohrloch hindurchpaßt, erschwert ist. Somit erweist sich das Zurücklassen des
Bohrers in der Spundwand als erheblicher Vorteil bei
der Erfindung.
Bei der nachträglichen Verankerung von Spundwänden stellt sich das bisher noch ungelöste Problem, die
schon fertige Spundwand zu durchbohren, wobei vergleichsweise große Durchmesser der Bohrlöcher gefordert
werden. Ein praktischer Wert liegt bei etwa ίο 350 mm. Zur Lösung dieses Problems schafft die Erfindung
eine Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät, deren wichtigstes Merkmal vier Klammern sind, welche
die wasserseitig äußeren Schlösser des zu durchbohrenden Tragelements hintergreifen, und die zu diesem
Zweck aus je zwei Klauen bestehen, die durch Verbindungsmittel zusammenpreßbar sind. An den vier Klammern,
die an den Eckpunkten eines gedachten Rechtekkes liegen, läßt sich auf der der Spundwand zugewandten
Seite eine Brustplatte als Basis für die Befestigung des eigentlichen Bohrgerätes befestigen. Durch diese
Anordnung läßt sich die Bohrachse πιuflietergenau an
die aus der ursprünglichen Rammung gegebene Kontur, bei der Abweichungen von einigen Graden möglich
sind, anpassen. Das Bohrloch kann bis an die für die Lastabtragung wichtigen Stege herangeführt werden,
ohne sie; :j gefährden.
Somit wird bei der Erfindung das Bohrgerät durch die Spundwand selbst getragen bzw. gehalten, welche die
beim Bohren auftretenden Kräfte aufnimmt. Das Durchbohren der Spundwand bringt in» übrigen den
Vorteil mit sich, daß auf jegliches Schneiden oder Brennen verzichtet wird, denn diese Arbeiten sind unter
Wasser sehr problematisch. Demgegenüber läßt sich das Bohrgerät durch Schlauchleitungen sehr leicht von
einem festen Standpunkt oberhalb des Wassers aus bedienen. Die erforderlichen Taucharbeiten beschränken
sich daher auf das Befestigen der Aufnahmevorrichtung an der Spundwand mit Hilfe der erfindungswesentlichen
Klammern.
Neben dem eigentlichen Verfahren und einer dafür geeipneten Aufnahmevorrichtung wird durch die Erfindung
schließlich auch noch ein Ankerpfahl zur nachträglichen Verankerung der Spundwand geschaffen. Der
Ankerpfahl ist als Rohr ausgebildet und an seinem Ende mit einem Außenflansch versehen, der in der endgültigen
gewünschten Position des Ankerpfahls an der Spundwand bzw. an dem in der Bohrung verbliebenen
Führungsrohr anliegt. Um einen besonders sicheren Halt zu erreichen, ist der Ankerpfahl durch keilförmige
so Rippen abgestützt, die den Ankerpfahl im Einbindebereich innerhalb desTragelementes versteifen.
Zur Erleichterung des Einrammens des Ankerpfahls ist in zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung aim
Ende tie«, Ankerpfahls ein Endstück als Rammjungfer
vorgesehen, welches mittels eines Endflansches lösbar an dem Außenflansch des Ankerpfahls befestigt wird.
Wenn der Ankerpfahl vollständig eingerammt ist, läßt sich also dieses Endstück wieder lösen und erneut verwenden.
Um in den 'Vnkerpfahl Verpreßbeton einführen zu können, weist das Endstück eine seitliche öffnung
auf, durch die der Beton eingeführt werden kann.
Andere vorteilhafte Weiterbildungen der ErSindung
ergeben sich sowohl hinsichtlich des Verfahrens als auch der Aufnahmevorrichtung und des Ankerpfahls aus den
b5 weiteren Unteranspr.'.chen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand des in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispieles
naher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die schematische Darstellung einer teilweise unter Wasser befindlichen Spundwand,
Fig. 2 die Querschnittsansicht zur Verdeutlichung der Profile der Spundwand,
F i g. 3 die Seitenansicht einer an der Spundwand befestigten
Aufnahmevorrichtung mit daran angebrachtem Bohrgerät,
F i g. 4 die Teil-Querschnittsansicht der gemäß F i g. 3
an der Spundwand befestigten Aufnahmevorrichtung,
F i g. 5 die Querschnittsansicht einer durchbohrten Spundwand mit durch die Bohrung hindurchgeführtem
Ankerpfahl und
F i g. 6 die Querschnittsansicht eines mit Führungsrippen versehenen Ankerpfahls.
Die zeichnerisch dargestellte Spundwand 1. auf der sich ein Kai 4 abstützt, ist in bekannter Weise durch
schräge Ankerpfähle gesichert, von denen in F i g. 1 ein Ankerpfahl 2 dargestellt ist. Die Spundwand 1 besteht
gemäß Fi g. 2 hier ausTrageiemenien 12, welches durch
zwei Kastenprofile 14 gebildet ist, und Füllclcmente 16. Die Kastenprofile 14 sind durch mittige Schlösser 18
zusammengefügt, während die Verbindung zwischen den Tragelementen 12 und den Füllelementen 16 über
die äußeren Schlösser 20 erfolgt.
Die Wassertiefe A möge beispielsweise 10 m betragen und es sei angenommen, daß die Hafensole 8 um
6 m bis zur gestrichelten Linie 10 tiefer gelegt werden soll. Da sich dann nur ein geringerer Bereich der Spundwand
1 im Boden 7 befindet, muß die Spundwand 1 zuvor durch zusä;/lichen Ankerpfahl 60 zur Aufnahme
von Horizontalkräften gesichert werden, wie dies in Fig. 1 durch den gestrichelt gezeichneten Ankerpfahl
60 dargestellt ist.
Gemäß F i g. 3 wird zu diesem Zweck von der Wasserseite her in schräger Richtung ein Loch durch die
beiden Wände des Tragelementes 12 gebohrt, und zwar rnitiig irn Bereich des Schlosses JS. Dabei wird ein Bohrer
22 verwendet, der als Rohr ausgebildet und vorne mit einer aufgesetzten Bohrkrone 24 versehen ist. Die
Bohrkrone 24 ist in an sich bekannter Weise mit Diamanten besetzt. In Weiterentwicklung der bekannten
Bohrer aus 4 mm dickem Rohr sind die in der Regel unterbrochenen Diamantplättchen in Form von gleich
langen Lücken dazwischen zu einem geschlossenen Ring an einem auf z. B. 8 mm verstärktem Rohr ausgebildet.
Dies ist möglich, weil eine umläufige Wasserkühlung, wie sie in massiven Bauteilen erforderlich ist, bei
vergleichsweise dünnen Stahlteilen unter Wasser entbehrlich ist.
Um den Bohrer 22 zu tragen und sicher zu führen, und um die beim Bonrer auftretenden großen Kräfte aufzunehmen,
wird an dem Tragelement 12 eine Aufnahmevorrichtung befestigt, die im wesentlichen eine Brustplatte 50 mit einer entsprechend der gewünschten Bohrung
schräg angeordneten Bohrlafette 30 umfaßt. Zur Befestigung an dem Tragelement 12 sind Klammern 46
vorgesehen, die jeweils aus zwei Klauen 48 bestehen.
Wie in F i g. 4 zu erkennen ist, hintergreifen die Klauen 48 der Klammern 46 die äußeren Schlösser 20, wodurch
sich ein äußerst sicherer Halt ergibt. An jedem Schloß 20 werden zwei Klammern 46 angebracht, wobei
die Klauen 48 durch Schrauben zusammengehalten sind. An den Klammern 46 selbst wird dann die Brustplatte 50
befestigt, und zwar unter Zuhilfenahme von zwei U-Profilsungen
58.
An der der Spundwand 1 zugewandten Seite ist an der Brustplatte 50 eine Zentrierplatte 52 angeschweißt,
um eine zentrische Anordnung zu gewährleisten. Dabei umgreift eine Ausnehmung 54 der Zentrierplatte 52 das
mittlere Schloß 18 des Tragelemcnts 12. Auf der anderen Seite der Brustplatte 50 ist die BohrlafeUe 30 befestigt,
wobei zu Erzielung einer sicheren Verbindung mit der Brustplatte 50 56 vorgesehen sind.
Die Bohrlafette 30 trägt eine Bohrerführung 26 sowie eine Antriebsführung 28. Am äußeren Ende befindet
sich ein Vorschubmotor 32 für die Vorschubspindel 34,
während sich ein Antriebsmotor 44 für den Bohrer 22
ίο auf der Antriebsführung 28 befindet. Der Antriebsmotor
44 treibt über die Antriebswelle 42 den mit einem Abschlußblech 40 versehenen Bohrer 22 an.
Während die Befestigung der soweit beschriebenen Aufnahmevorrichtung von Tauchern unter Wasser vorgenommen
wird, kann die eigentliche Bedienung von außerhalb des Wassers über eine Steuereinheit 38 erfolgen,
die über Schlauchleitungen 36 mit dem Vorschubmotor 32 sowie mit dem Antriebsmotor 44 verbunden
ist.
Wenn mit dem Bohrer 22 die beiden Wände des Tragelemcntes
12 durchbohrt s;nd, wird der Bohrer 22 in der Spundwand 1 zurückgelassen, um in vorteilhafter Weise
als Führung für den Ankerpfahl 60 zu dienen. Eine Wiederverwendung des Bohrers 22 ist hier also bewußt
nicht vorgesehen. Es braucht also lediglich die Verbindung der Antriebswelle 42 mit dem Abschlußblech 40
von Tauchern gelöst zu werden, und danach kann die Aufnahmevorrichtung mit der Bohrlafette 30 vertikal
längs der Spundwand versetzt werden, um ggfs. eine
jo neue Bohrung vorzunehmen. Wenn die Aufnahmevorrichtung
vollständig entfernt werden soll, brauchen lediglich die vier Klammern 46 von den äußeren Schlössern
20 gelöst zu werden.
Vor dem Einbringen des Ankerpfahls 60 wird das Abschlußblech 40 durch Taucher entfernt, wonach der Ankerpfahl 60 dann in den als Führung dienenden Bohrer 22 eingebracht werden kann. Bei sehr großen Ankerkräften empfiehlt sich ein Ankerpfahl 60 mit Betonverpressung, d. h. der Ankerpfahl 60 ist als Rohr ausgebildet, um während des Einrammens mit Beton gefüllt zu werden.
Vor dem Einbringen des Ankerpfahls 60 wird das Abschlußblech 40 durch Taucher entfernt, wonach der Ankerpfahl 60 dann in den als Führung dienenden Bohrer 22 eingebracht werden kann. Bei sehr großen Ankerkräften empfiehlt sich ein Ankerpfahl 60 mit Betonverpressung, d. h. der Ankerpfahl 60 ist als Rohr ausgebildet, um während des Einrammens mit Beton gefüllt zu werden.
F i g. 5 zeigt einen vollständig eingerammten Ankerpfahl 60. der durch seinen Außenflansch 62 gehalten
wird. Letzterer ist durch keilförmige Rippen 64 ausgesteift, die in die zylindrische Bohrung passen und am
Ankerpfahl 60 verteilt sind. Der zurückgebliebene Bohrer 22 wird beim Einrammen von dem Außenflansch 62
des Ankerpfahls 60 zur Landseite verschoben, bis beispielsweise die in F i g. 5 dargestellte Lage erreicht ist,
so wobei zwischen der Spundwand 1 und dem Außenflansch 62 ein Futter 76 angeordnet sein kann.
An seinem Ende ist der Ankerpfahl 60 mit einem zur Wiederverwendung vorgesehenen Endstück 66 versehen,
dessen Flansch 70 lösbar mit dem Außenflansch 62 verbunden ist. so daß die Rammung in vorteilhafter
Weise über Wasser erfolgen kann. Zur Aussteifung des Pfählendes mit dem Flansch 70 dienen mehrere Ripper
68.
Bei Ankerpfählen 60 mit Betonverpressung wird übei
einen Schlauch 72, der zum Anschluß an einen weiterer nicht dargestellten Schlauch mit einem Flansch 74 ver
sehen ist. Beton eingeführt.
Während des Einrammens des Ankerpfahls 60 kam es passieren, daß dieser sich um seine Längsachse dreht
so daß nicht gewährleistet ist. daß der bei einem schrä gen Ankerpfahl winklig angeordnete Außenflansch 6',
auch tatsächlich vollflächig an der Spundwand 1 bzw. ai
dem Tragelemcnt 12 anliegt. In vorteilhafter Weiterbi!
dung der Erfindung ist deshalb vorgesehen, daß der Ankerpfahl
60 verdrehsicher eingerammt werden kann.
Die Darstellung in Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf
das Tragclement 12 mit einer Querschnittsansicht des
Ankerpfahls 60. Dieser ist /um verdrehsicheren hinram- r.
men sowohl oben und unten mil je einer Führungsrippe 78 versehen, die hier durch Winkelstücke gebildet sind.
Diese ι jhrungsrippen 78 sind in Führungsnuten 80 geführt,
welche durch Führungsklauen 82 gebildet sind. Dabei wird das Prinzip der weiter oben schon erwähnten
Klauen 48 angewandt, d. h. die beiden oberen und unteren Führungsklauen 82 hintergreifen hier das
Schloß 18 des Tragelementes 12 am oberen und unteren Ende des Bohrloches, und die Führungsklaucn 82 werden
ebenso wie die Klauen 48 durch Schrauben zusam- π
mengehalten. Damit werden also ortsfeste Führungsnuten 80 geschaffen, in welche die Führungsrippen 78 eingreifen,
so daß ein Verdrehen des Ankerpfahl 60 um seine Langsachse während des Einranunc-ns nicht mehr
möglich ist.
Die Führungsrippen 80 lassen sich lungs des Ankerpfahls
60 aufschweißen, wobei dann nur noch zwei keilförmige Rippen 64 für den Außenflansch 62 vorgesehen
werden. Die Führungsklauen 82 werden kurz vor Beendigung der Rammung entfernt.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
JO
J5
40
50
55
60
Claims (15)
1. Verfahren zum nachträglichen Verankern von teilweise unter Wasser befindlichen Spundwänden
mittels schräg eingerammten Ankerpfählen, insbesondere für Spundwände mit Kastenprofilen als
Tragelemente, gekennzeichnet durch die
folgenden Verfahrensschritte:
10
a) Befestigung einer Aufnahmevorrichtung (30, 50) für ein Unterwasserbohrgerät (22,44) unter
Wasser(6) an der Spundwand (1);
b) Bohrung mittels des an der Aufnahmevorrichtung (30,50) befestigten Unterwasserbohrgerätes
(22, 40) durch das Tragelement (12) der Spundwand (1) hindurch unter Verwendung eines
als Rohr ausgebildeten Bohrers (22) mit einer stirnseitigen Bohrkrone (24);
c) Zurücklassen des Bohrers (22) nach der erfolgien Durchbohrung in dem Tragelerncnt (12) dcr
Spundwand (1) zur Verwendung als Führungsrohr für den Ankerpfahl (60);
d) Einführen des Ankerpfahls (60) in den rohrförmigen Bohrer (22) und anschließendes Einrammen
des Ankerpfahles (60) in das der Wasserseite der Spundwand (1) gegenüberliegende Erdreich,
bis ein an seinem Ende befindlicher Außenflansch (62) am Tragelement (12) ansteht.
30
2. VerfaL'sn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnahmevorrichtung (30,50) zentrisch vor dem Trageiement\12) angeordnet und an
den beiden wasserseitig äußeren Schlössern (20) des Tragelementes (12) der Spundwand (1) befestigt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmevorrichtung (30,50) mittels
vier Klammern (46) an den wasserseitig äußeren Schlössern (20) befestigt wird, wobei auf jedem der
Schlösser (20) des Tragelementes (12) je zwei Klammern (46) angebracht werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung unter einem Winkel vorzugsweise
von 45° durch die beiden Wände des Tragelements (12) gebohrt wird.
5. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß während des Einrammens des hohlen
und durch den rohrförmigen Bohrer (22) hindurchgeführten Ankerpfahls (60) Beton in diesen eingepreßt
wird.
6. Aufnahmevorrichtung für das Unterwasser-Bohrgerät zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mittig auf einer Brustplatte (50)
eine Bohrlafette (30) mit Führungen (26, 28) für das Unterwassergerät (22, 24) angebracht ist, und daß
die Brustplatte (50) an den vier die wasserseitigen Schlösser (20) hintergreifenden Klammern (46) befestigt
ist, welche aus jeweils zwei Klauen (48) beste- ho hen, die durch Verbindungsmittel zusammenpreßbar
sind.
7. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohiiafettc (30) entsprechend
der gewünschten Bohrrichtung schräg b5 zur Spundwand (1) auf der Brustplattc (50) befestigt
ist.
8. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Brustplatte (50) auf
ihrer der Spundwand (1) zugewandten Seite eine Zentrierplatie (52) trägt, welche eine dem mittleren
Schloß (18) des Tragelementes (12) entsprechende Ausnehmung (54) besitzt
9. Rohrförmiger Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 —5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ankerpfahl (60) an seinem Ende mit einem Außenflansch (62) versehen
ist.
10. Ankerpfahl nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
da3 der Außenflansch (62) und das im Tragelcment (12) einbindende Ende durch keilförmige
Rippen (64) auf der äußeren Mantelfäche des Ankerpfahls (60) versteift ist
11. Ankerpfahl nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die keilförmigen Rippen (64) ihre
größte Höhe am Flanschende aufweisen und am anderen Ende abfallen.
12. Ankerpfahl nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9—! 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Außenflansch (62) schräg zur Längsachse des Ankerpfahls (60) angeordnet ist, so daß der Außenflansch
(62) bei nachträglich eingerammtem Ankerpfahl (60) flächig an der Spundwand (1) ansteht.
13. Ankerpfahl nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9—IC, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ankerpfahl (60) an seinem Ende ein lösbares, wiederverwendbares Endstück (66) aufweist, welches
mittels eines Endflansches (70) an dem Außenflansch (62) befestigt ist und das Einrammen des Ankerpfahls
(60) über Wasser ermöglicht.
14. Ankerpfahl nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß das Endstück (66) mit einer seitlichen öffnung versehen ist, durch die mittels eines
Schlauches (72) Beton in den hohlen Ankerpfahl (60) eingeführt werden kann.
15. Ankerpfahl nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ankerpfahl (6?) mit zwei einander gegenüberliegend angeordneten Führungsrippen
(78) versehen ist, die sich in Längsrichtung des Ankerpfahls (60) erstrecken und in Führungsnuten (80)
eingreifen, welche durch an dem wasserseitig mittigen Schloß (18) des durchbohrten Tragelements (12)
ober- und unterhalb des Bohrloches befestigte Führungsklauen
(82) gebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813122032 DE3122032C2 (de) | 1981-05-30 | 1981-05-30 | Verfahren zum nachträglichen Verankern von Spundwänden, sowie Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät und Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens |
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| DE19813122032 DE3122032C2 (de) | 1981-05-30 | 1981-05-30 | Verfahren zum nachträglichen Verankern von Spundwänden, sowie Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät und Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens |
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| DE3122032C2 true DE3122032C2 (de) | 1984-10-31 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813122032 Expired DE3122032C2 (de) | 1981-05-30 | 1981-05-30 | Verfahren zum nachträglichen Verankern von Spundwänden, sowie Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät und Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3122032C2 (de) |
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| DE7504643U (de) * | 1975-06-19 | Mueller L | Vorrichtung zum Anschluß eines Pfahles in Form eines Hohlprofils an eine Spundwand |
-
1981
- 1981-05-30 DE DE19813122032 patent/DE3122032C2/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3535319A1 (de) * | 1985-10-03 | 1987-04-09 | Dyckerhoff & Widmann Ag | Verfahren und vorrichtung zum verankern von wenigstens teilweise unter wasser befindlichen spundwaenden |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3122032A1 (de) | 1982-12-23 |
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