DE3122032C2 - Verfahren zum nachträglichen Verankern von Spundwänden, sowie Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät und Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum nachträglichen Verankern von Spundwänden, sowie Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät und Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens

Info

Publication number
DE3122032C2
DE3122032C2 DE19813122032 DE3122032A DE3122032C2 DE 3122032 C2 DE3122032 C2 DE 3122032C2 DE 19813122032 DE19813122032 DE 19813122032 DE 3122032 A DE3122032 A DE 3122032A DE 3122032 C2 DE3122032 C2 DE 3122032C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
anchor
sheet pile
anchor post
pile wall
support element
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19813122032
Other languages
English (en)
Other versions
DE3122032A1 (de
Inventor
Des Erfinders Auf Nennung Verzicht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Philipp Holzmann AG
Original Assignee
Philipp Holzmann AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philipp Holzmann AG filed Critical Philipp Holzmann AG
Priority to DE19813122032 priority Critical patent/DE3122032C2/de
Publication of DE3122032A1 publication Critical patent/DE3122032A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3122032C2 publication Critical patent/DE3122032C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D5/00—Bulkheads, piles, or other structural elements specially adapted to foundation engineering
    • E02D5/74—Means for anchoring structural elements or bulkheads

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bulkheads Adapted To Foundation Construction (AREA)
  • Placing Or Removing Of Piles Or Sheet Piles, Or Accessories Thereof (AREA)

Abstract

Bei durch schräg verlaufende Ankerpfähle gesicherten Spundwänden für Hafenanlagen stellt sich das Problem, aus Sicherheitsgründen zusätzliche Ankerpfähle vorzusehen, wenn die Hafensohle tiefergelegt wird. Zu diesem Zweck wird unter Wasser an der Spundwand eine Bohr-Aufnahmevorrichtung befestigt, um ein Loch für einen zusätzlichen Ankerpfahl in die Spundwand zu bohren, so daß der Ankerpfahl von der Wasserseite her eingerammt werden kann. Der Bohrer ist als Hohlrohr ausgebildet, welches in der Spundwand verbleibt und als Führungsrohr für den nachträglichen Ankerpfahl dient. Letzterer ist als Hohlrohr ausgebildet und an seinem Kopf mit einem Außenflansch versehen, der in der Endlage des Ankers an der Spundwand anliegt.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum nachträglichen Verankern von teilweise unter Wasser befindlichen Spundwänden mittels Ankerpfählen, insbesondere für Spundwände aus Kastenprofilen als Tragelemente. Außerdem befaßt sich die Erfindung mit einer Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät sowie mit einem Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens.
Spundwände für Ufereinfascungen oder Hafenanlagen werden bekanntlich durch zumeist schräg verlaufende Ankerpfähle gesichert. Zwar wird die Spundwand selbst sehr tief in den Boden eingerammt, dennoch werden die Ankcrpfähle zusätzlich vorgesehen, welche die auf die Spundwand einwirkenden Horizontalkräfte aufnehmen.
in der Praxis kann die so erreichte Stabilität der Spundwände allerdings gefährdet werden, wenn die Tiefe, mit der sich die eingerammte Spundwand im Boden befindet, verringert wird. Dieser Fall tritt beispielsweise
ein, wenn die Hafensole tiefer gelegt werden muß. Eine Veranlassung hierfür können größere Schiffe mit größerem Tiefgang oder auch Einflüsse durch veränderte Niedrigwasserstände geben.
Wenn die Hafensole tiefer gelegt wird, befindet sich aber nur noch ein kürzeres Stück der Spundwand als vorher im festen Boden, so dab es unbedingt erforderlich ist, die Spundwand durch zusätzliche Anker zur Aufnahme von Horizontalkräften zu sichern.
Hier setzt die Erfindung ein, der zur Lösung der geschilderten Probleme die Aufgabe zugrundeliegt, ein Verfahren anzugeben, welches ein nachträgliches Verankern von Spundwänden, insbesondere von Spundwänden aus Kastenprofilen als Tragelemente, ermöglichen. Außerdem sollen durch die Erfindung sowohl eine Aufnahmevorrichtung für das Bohrgerät als auch ein Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens geschaffen werden.
Zur Lösung der Aufgabe sieht die Erfindung die nachfolgenden Verfahrensschritte vor:
a) Befestigung einer Aufnahmevorrichtung für ein Unterwasserbohrgerät unter Wasser an der Spundwand;
b) Bohrung mittels des an der Aufnahmevorrichtung befestigten Unterwasserbohrgerätes durch das Tragelement der Spundwand hindurch unter Verwendung eines als Rohr ausgebildeten Bohrers mit einer stirnseitigen Bohrkrone;
c) Zurücklassen des Bohrers nach der erfolgten Durchbohrung in dem Tragelement der Spundwand zur Verwendung als Führungsrohr für den Ankerpfahl;
d) Einführen des Ankerpfahls in den rohrförmigen Bohrer und anschließendes Einrammen des Ankerpfahls in das der Wasserseite der Spundwand gegenüberliegende Erdreich bis ein an seinem Ende befindlicher Außenflansch am Tragelement ansteht.
Die Erfindung geht davon aus, daß eine nachträgliche Verankerung nur von der Wasserseite her erfolgen kann. Deshalb besteht ein wichtiges Merkmal darin, durch das Tragelement der Spundwand hindurch eine Bohrung anzubringen, so daß der Ankerpfahl durch diese Bohrung hindurchgeführt und dann in das hinter der Spundwand liegende Erdreich eingerammt werden kann.
Das Bohren unter Wasser ist ein besonderes Problem, und daher ist ein wichtige Merkmal der Erfindung darin zu sehen, daß eine besondere Aufnahmevorrichtung für das Bohrgerät unter Wasser an der Spundwand befestigt wird. Als Bohrer selbst wird ein Rohr mit einer Stirnseitigen Bohrkrone verwendet, der in vorteilhafter Weise in dem Tragelement verbleibt, wenn dieses durchbohrt worden ist. Dadurch wird ein ideales Führungsrohr für das nachträgliche Verankern der Spundwand geschaffen.weil der Ankerpfahl dabei ja zunächst von der Wasserseite her durch die Spundwand geführt werden muß. Dies wäre bei einem Kastenprofil für das Tragelement — also bei einer doppelwändigen Spundwand — ohne das Führungsrohr sehr problematisch. Zwar ließe sich der Ankerpfahl noch relativ leicht durch die erste Bohrung hindurchführen, es wäre aber äußerst schwierig, danach auch die zweite Bohrung »zu treffen«, wenn man berücksichtigt, daß unter Wasser erhebliche Strömungen auftreten krnnen und somit das Auffinden der eenauen Position des Ankemfahls, in welcher dieser auch durch das zweite Bohrloch hindurchpaßt, erschwert ist. Somit erweist sich das Zurücklassen des Bohrers in der Spundwand als erheblicher Vorteil bei der Erfindung.
Bei der nachträglichen Verankerung von Spundwänden stellt sich das bisher noch ungelöste Problem, die schon fertige Spundwand zu durchbohren, wobei vergleichsweise große Durchmesser der Bohrlöcher gefordert werden. Ein praktischer Wert liegt bei etwa ίο 350 mm. Zur Lösung dieses Problems schafft die Erfindung eine Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät, deren wichtigstes Merkmal vier Klammern sind, welche die wasserseitig äußeren Schlösser des zu durchbohrenden Tragelements hintergreifen, und die zu diesem Zweck aus je zwei Klauen bestehen, die durch Verbindungsmittel zusammenpreßbar sind. An den vier Klammern, die an den Eckpunkten eines gedachten Rechtekkes liegen, läßt sich auf der der Spundwand zugewandten Seite eine Brustplatte als Basis für die Befestigung des eigentlichen Bohrgerätes befestigen. Durch diese Anordnung läßt sich die Bohrachse πιuflietergenau an die aus der ursprünglichen Rammung gegebene Kontur, bei der Abweichungen von einigen Graden möglich sind, anpassen. Das Bohrloch kann bis an die für die Lastabtragung wichtigen Stege herangeführt werden, ohne sie; :j gefährden.
Somit wird bei der Erfindung das Bohrgerät durch die Spundwand selbst getragen bzw. gehalten, welche die beim Bohren auftretenden Kräfte aufnimmt. Das Durchbohren der Spundwand bringt in» übrigen den Vorteil mit sich, daß auf jegliches Schneiden oder Brennen verzichtet wird, denn diese Arbeiten sind unter Wasser sehr problematisch. Demgegenüber läßt sich das Bohrgerät durch Schlauchleitungen sehr leicht von einem festen Standpunkt oberhalb des Wassers aus bedienen. Die erforderlichen Taucharbeiten beschränken sich daher auf das Befestigen der Aufnahmevorrichtung an der Spundwand mit Hilfe der erfindungswesentlichen Klammern.
Neben dem eigentlichen Verfahren und einer dafür geeipneten Aufnahmevorrichtung wird durch die Erfindung schließlich auch noch ein Ankerpfahl zur nachträglichen Verankerung der Spundwand geschaffen. Der Ankerpfahl ist als Rohr ausgebildet und an seinem Ende mit einem Außenflansch versehen, der in der endgültigen gewünschten Position des Ankerpfahls an der Spundwand bzw. an dem in der Bohrung verbliebenen Führungsrohr anliegt. Um einen besonders sicheren Halt zu erreichen, ist der Ankerpfahl durch keilförmige so Rippen abgestützt, die den Ankerpfahl im Einbindebereich innerhalb desTragelementes versteifen.
Zur Erleichterung des Einrammens des Ankerpfahls ist in zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung aim Ende tie«, Ankerpfahls ein Endstück als Rammjungfer vorgesehen, welches mittels eines Endflansches lösbar an dem Außenflansch des Ankerpfahls befestigt wird. Wenn der Ankerpfahl vollständig eingerammt ist, läßt sich also dieses Endstück wieder lösen und erneut verwenden. Um in den 'Vnkerpfahl Verpreßbeton einführen zu können, weist das Endstück eine seitliche öffnung auf, durch die der Beton eingeführt werden kann.
Andere vorteilhafte Weiterbildungen der ErSindung ergeben sich sowohl hinsichtlich des Verfahrens als auch der Aufnahmevorrichtung und des Ankerpfahls aus den b5 weiteren Unteranspr.'.chen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand des in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispieles naher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die schematische Darstellung einer teilweise unter Wasser befindlichen Spundwand,
Fig. 2 die Querschnittsansicht zur Verdeutlichung der Profile der Spundwand,
F i g. 3 die Seitenansicht einer an der Spundwand befestigten Aufnahmevorrichtung mit daran angebrachtem Bohrgerät,
F i g. 4 die Teil-Querschnittsansicht der gemäß F i g. 3 an der Spundwand befestigten Aufnahmevorrichtung,
F i g. 5 die Querschnittsansicht einer durchbohrten Spundwand mit durch die Bohrung hindurchgeführtem Ankerpfahl und
F i g. 6 die Querschnittsansicht eines mit Führungsrippen versehenen Ankerpfahls.
Die zeichnerisch dargestellte Spundwand 1. auf der sich ein Kai 4 abstützt, ist in bekannter Weise durch schräge Ankerpfähle gesichert, von denen in F i g. 1 ein Ankerpfahl 2 dargestellt ist. Die Spundwand 1 besteht gemäß Fi g. 2 hier ausTrageiemenien 12, welches durch zwei Kastenprofile 14 gebildet ist, und Füllclcmente 16. Die Kastenprofile 14 sind durch mittige Schlösser 18 zusammengefügt, während die Verbindung zwischen den Tragelementen 12 und den Füllelementen 16 über die äußeren Schlösser 20 erfolgt.
Die Wassertiefe A möge beispielsweise 10 m betragen und es sei angenommen, daß die Hafensole 8 um 6 m bis zur gestrichelten Linie 10 tiefer gelegt werden soll. Da sich dann nur ein geringerer Bereich der Spundwand 1 im Boden 7 befindet, muß die Spundwand 1 zuvor durch zusä;/lichen Ankerpfahl 60 zur Aufnahme von Horizontalkräften gesichert werden, wie dies in Fig. 1 durch den gestrichelt gezeichneten Ankerpfahl 60 dargestellt ist.
Gemäß F i g. 3 wird zu diesem Zweck von der Wasserseite her in schräger Richtung ein Loch durch die beiden Wände des Tragelementes 12 gebohrt, und zwar rnitiig irn Bereich des Schlosses JS. Dabei wird ein Bohrer 22 verwendet, der als Rohr ausgebildet und vorne mit einer aufgesetzten Bohrkrone 24 versehen ist. Die Bohrkrone 24 ist in an sich bekannter Weise mit Diamanten besetzt. In Weiterentwicklung der bekannten Bohrer aus 4 mm dickem Rohr sind die in der Regel unterbrochenen Diamantplättchen in Form von gleich langen Lücken dazwischen zu einem geschlossenen Ring an einem auf z. B. 8 mm verstärktem Rohr ausgebildet. Dies ist möglich, weil eine umläufige Wasserkühlung, wie sie in massiven Bauteilen erforderlich ist, bei vergleichsweise dünnen Stahlteilen unter Wasser entbehrlich ist.
Um den Bohrer 22 zu tragen und sicher zu führen, und um die beim Bonrer auftretenden großen Kräfte aufzunehmen, wird an dem Tragelement 12 eine Aufnahmevorrichtung befestigt, die im wesentlichen eine Brustplatte 50 mit einer entsprechend der gewünschten Bohrung schräg angeordneten Bohrlafette 30 umfaßt. Zur Befestigung an dem Tragelement 12 sind Klammern 46 vorgesehen, die jeweils aus zwei Klauen 48 bestehen.
Wie in F i g. 4 zu erkennen ist, hintergreifen die Klauen 48 der Klammern 46 die äußeren Schlösser 20, wodurch sich ein äußerst sicherer Halt ergibt. An jedem Schloß 20 werden zwei Klammern 46 angebracht, wobei die Klauen 48 durch Schrauben zusammengehalten sind. An den Klammern 46 selbst wird dann die Brustplatte 50 befestigt, und zwar unter Zuhilfenahme von zwei U-Profilsungen 58.
An der der Spundwand 1 zugewandten Seite ist an der Brustplatte 50 eine Zentrierplatte 52 angeschweißt, um eine zentrische Anordnung zu gewährleisten. Dabei umgreift eine Ausnehmung 54 der Zentrierplatte 52 das mittlere Schloß 18 des Tragelemcnts 12. Auf der anderen Seite der Brustplatte 50 ist die BohrlafeUe 30 befestigt, wobei zu Erzielung einer sicheren Verbindung mit der Brustplatte 50 56 vorgesehen sind.
Die Bohrlafette 30 trägt eine Bohrerführung 26 sowie eine Antriebsführung 28. Am äußeren Ende befindet sich ein Vorschubmotor 32 für die Vorschubspindel 34, während sich ein Antriebsmotor 44 für den Bohrer 22
ίο auf der Antriebsführung 28 befindet. Der Antriebsmotor 44 treibt über die Antriebswelle 42 den mit einem Abschlußblech 40 versehenen Bohrer 22 an.
Während die Befestigung der soweit beschriebenen Aufnahmevorrichtung von Tauchern unter Wasser vorgenommen wird, kann die eigentliche Bedienung von außerhalb des Wassers über eine Steuereinheit 38 erfolgen, die über Schlauchleitungen 36 mit dem Vorschubmotor 32 sowie mit dem Antriebsmotor 44 verbunden ist.
Wenn mit dem Bohrer 22 die beiden Wände des Tragelemcntes 12 durchbohrt s;nd, wird der Bohrer 22 in der Spundwand 1 zurückgelassen, um in vorteilhafter Weise als Führung für den Ankerpfahl 60 zu dienen. Eine Wiederverwendung des Bohrers 22 ist hier also bewußt nicht vorgesehen. Es braucht also lediglich die Verbindung der Antriebswelle 42 mit dem Abschlußblech 40 von Tauchern gelöst zu werden, und danach kann die Aufnahmevorrichtung mit der Bohrlafette 30 vertikal längs der Spundwand versetzt werden, um ggfs. eine
jo neue Bohrung vorzunehmen. Wenn die Aufnahmevorrichtung vollständig entfernt werden soll, brauchen lediglich die vier Klammern 46 von den äußeren Schlössern 20 gelöst zu werden.
Vor dem Einbringen des Ankerpfahls 60 wird das Abschlußblech 40 durch Taucher entfernt, wonach der Ankerpfahl 60 dann in den als Führung dienenden Bohrer 22 eingebracht werden kann. Bei sehr großen Ankerkräften empfiehlt sich ein Ankerpfahl 60 mit Betonverpressung, d. h. der Ankerpfahl 60 ist als Rohr ausgebildet, um während des Einrammens mit Beton gefüllt zu werden.
F i g. 5 zeigt einen vollständig eingerammten Ankerpfahl 60. der durch seinen Außenflansch 62 gehalten wird. Letzterer ist durch keilförmige Rippen 64 ausgesteift, die in die zylindrische Bohrung passen und am Ankerpfahl 60 verteilt sind. Der zurückgebliebene Bohrer 22 wird beim Einrammen von dem Außenflansch 62 des Ankerpfahls 60 zur Landseite verschoben, bis beispielsweise die in F i g. 5 dargestellte Lage erreicht ist,
so wobei zwischen der Spundwand 1 und dem Außenflansch 62 ein Futter 76 angeordnet sein kann.
An seinem Ende ist der Ankerpfahl 60 mit einem zur Wiederverwendung vorgesehenen Endstück 66 versehen, dessen Flansch 70 lösbar mit dem Außenflansch 62 verbunden ist. so daß die Rammung in vorteilhafter Weise über Wasser erfolgen kann. Zur Aussteifung des Pfählendes mit dem Flansch 70 dienen mehrere Ripper 68.
Bei Ankerpfählen 60 mit Betonverpressung wird übei einen Schlauch 72, der zum Anschluß an einen weiterer nicht dargestellten Schlauch mit einem Flansch 74 ver sehen ist. Beton eingeführt.
Während des Einrammens des Ankerpfahls 60 kam es passieren, daß dieser sich um seine Längsachse dreht so daß nicht gewährleistet ist. daß der bei einem schrä gen Ankerpfahl winklig angeordnete Außenflansch 6', auch tatsächlich vollflächig an der Spundwand 1 bzw. ai dem Tragelemcnt 12 anliegt. In vorteilhafter Weiterbi!
dung der Erfindung ist deshalb vorgesehen, daß der Ankerpfahl 60 verdrehsicher eingerammt werden kann.
Die Darstellung in Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf das Tragclement 12 mit einer Querschnittsansicht des Ankerpfahls 60. Dieser ist /um verdrehsicheren hinram- r. men sowohl oben und unten mil je einer Führungsrippe 78 versehen, die hier durch Winkelstücke gebildet sind. Diese ι jhrungsrippen 78 sind in Führungsnuten 80 geführt, welche durch Führungsklauen 82 gebildet sind. Dabei wird das Prinzip der weiter oben schon erwähnten Klauen 48 angewandt, d. h. die beiden oberen und unteren Führungsklauen 82 hintergreifen hier das Schloß 18 des Tragelementes 12 am oberen und unteren Ende des Bohrloches, und die Führungsklaucn 82 werden ebenso wie die Klauen 48 durch Schrauben zusam- π mengehalten. Damit werden also ortsfeste Führungsnuten 80 geschaffen, in welche die Führungsrippen 78 eingreifen, so daß ein Verdrehen des Ankerpfahl 60 um seine Langsachse während des Einranunc-ns nicht mehr möglich ist.
Die Führungsrippen 80 lassen sich lungs des Ankerpfahls 60 aufschweißen, wobei dann nur noch zwei keilförmige Rippen 64 für den Außenflansch 62 vorgesehen werden. Die Führungsklauen 82 werden kurz vor Beendigung der Rammung entfernt.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
JO
J5
40
50
55
60

Claims (15)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum nachträglichen Verankern von teilweise unter Wasser befindlichen Spundwänden mittels schräg eingerammten Ankerpfählen, insbesondere für Spundwände mit Kastenprofilen als Tragelemente, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
10
a) Befestigung einer Aufnahmevorrichtung (30, 50) für ein Unterwasserbohrgerät (22,44) unter Wasser(6) an der Spundwand (1);
b) Bohrung mittels des an der Aufnahmevorrichtung (30,50) befestigten Unterwasserbohrgerätes (22, 40) durch das Tragelement (12) der Spundwand (1) hindurch unter Verwendung eines als Rohr ausgebildeten Bohrers (22) mit einer stirnseitigen Bohrkrone (24);
c) Zurücklassen des Bohrers (22) nach der erfolgien Durchbohrung in dem Tragelerncnt (12) dcr Spundwand (1) zur Verwendung als Führungsrohr für den Ankerpfahl (60);
d) Einführen des Ankerpfahls (60) in den rohrförmigen Bohrer (22) und anschließendes Einrammen des Ankerpfahles (60) in das der Wasserseite der Spundwand (1) gegenüberliegende Erdreich, bis ein an seinem Ende befindlicher Außenflansch (62) am Tragelement (12) ansteht.
30
2. VerfaL'sn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmevorrichtung (30,50) zentrisch vor dem Trageiement\12) angeordnet und an den beiden wasserseitig äußeren Schlössern (20) des Tragelementes (12) der Spundwand (1) befestigt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmevorrichtung (30,50) mittels vier Klammern (46) an den wasserseitig äußeren Schlössern (20) befestigt wird, wobei auf jedem der Schlösser (20) des Tragelementes (12) je zwei Klammern (46) angebracht werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung unter einem Winkel vorzugsweise von 45° durch die beiden Wände des Tragelements (12) gebohrt wird.
5. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß während des Einrammens des hohlen und durch den rohrförmigen Bohrer (22) hindurchgeführten Ankerpfahls (60) Beton in diesen eingepreßt wird.
6. Aufnahmevorrichtung für das Unterwasser-Bohrgerät zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mittig auf einer Brustplatte (50) eine Bohrlafette (30) mit Führungen (26, 28) für das Unterwassergerät (22, 24) angebracht ist, und daß die Brustplatte (50) an den vier die wasserseitigen Schlösser (20) hintergreifenden Klammern (46) befestigt ist, welche aus jeweils zwei Klauen (48) beste- ho hen, die durch Verbindungsmittel zusammenpreßbar sind.
7. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohiiafettc (30) entsprechend der gewünschten Bohrrichtung schräg b5 zur Spundwand (1) auf der Brustplattc (50) befestigt ist.
8. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Brustplatte (50) auf ihrer der Spundwand (1) zugewandten Seite eine Zentrierplatie (52) trägt, welche eine dem mittleren Schloß (18) des Tragelementes (12) entsprechende Ausnehmung (54) besitzt
9. Rohrförmiger Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 —5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ankerpfahl (60) an seinem Ende mit einem Außenflansch (62) versehen ist.
10. Ankerpfahl nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, da3 der Außenflansch (62) und das im Tragelcment (12) einbindende Ende durch keilförmige Rippen (64) auf der äußeren Mantelfäche des Ankerpfahls (60) versteift ist
11. Ankerpfahl nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die keilförmigen Rippen (64) ihre größte Höhe am Flanschende aufweisen und am anderen Ende abfallen.
12. Ankerpfahl nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9—! 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenflansch (62) schräg zur Längsachse des Ankerpfahls (60) angeordnet ist, so daß der Außenflansch (62) bei nachträglich eingerammtem Ankerpfahl (60) flächig an der Spundwand (1) ansteht.
13. Ankerpfahl nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9—IC, dadurch gekennzeichnet, daß der Ankerpfahl (60) an seinem Ende ein lösbares, wiederverwendbares Endstück (66) aufweist, welches mittels eines Endflansches (70) an dem Außenflansch (62) befestigt ist und das Einrammen des Ankerpfahls (60) über Wasser ermöglicht.
14. Ankerpfahl nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Endstück (66) mit einer seitlichen öffnung versehen ist, durch die mittels eines Schlauches (72) Beton in den hohlen Ankerpfahl (60) eingeführt werden kann.
15. Ankerpfahl nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Ankerpfahl (6?) mit zwei einander gegenüberliegend angeordneten Führungsrippen (78) versehen ist, die sich in Längsrichtung des Ankerpfahls (60) erstrecken und in Führungsnuten (80) eingreifen, welche durch an dem wasserseitig mittigen Schloß (18) des durchbohrten Tragelements (12) ober- und unterhalb des Bohrloches befestigte Führungsklauen (82) gebildet sind.
DE19813122032 1981-05-30 1981-05-30 Verfahren zum nachträglichen Verankern von Spundwänden, sowie Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät und Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens Expired DE3122032C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19813122032 DE3122032C2 (de) 1981-05-30 1981-05-30 Verfahren zum nachträglichen Verankern von Spundwänden, sowie Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät und Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19813122032 DE3122032C2 (de) 1981-05-30 1981-05-30 Verfahren zum nachträglichen Verankern von Spundwänden, sowie Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät und Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3122032A1 DE3122032A1 (de) 1982-12-23
DE3122032C2 true DE3122032C2 (de) 1984-10-31

Family

ID=6133823

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19813122032 Expired DE3122032C2 (de) 1981-05-30 1981-05-30 Verfahren zum nachträglichen Verankern von Spundwänden, sowie Aufnahmevorrichtung für ein Bohrgerät und Ankerpfahl zur Durchführung des Verfahrens

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3122032C2 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3535319A1 (de) * 1985-10-03 1987-04-09 Dyckerhoff & Widmann Ag Verfahren und vorrichtung zum verankern von wenigstens teilweise unter wasser befindlichen spundwaenden

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3403745A1 (de) * 1984-02-03 1985-08-08 Ernst Meyer Bauunternehmung GmbH, 1000 Berlin Stahlspundwand zur uferbefestigung
BE1005755A3 (nl) * 1992-03-31 1994-01-18 Hydro Soil Servicessa Werkwijze en inrichting voor het vanaf de waterzijde bevestigen van wapeningen in een kaaimuur.
DE19527608C2 (de) * 1995-07-28 1999-02-11 Bauer Spezialtiefbau Unterwasser-Verbundpfähle
DE10360267B4 (de) * 2003-12-20 2009-07-23 Tiefbau-Gmbh "Unterweser" Verfahren zur Herstellung einer kombinierten Spundwand
IT1392228B1 (it) * 2008-12-03 2012-02-22 Melegari Procedimento per il consolidamento e/o il rinforzo di banchine portuali

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE7504643U (de) * 1975-06-19 Mueller L Vorrichtung zum Anschluß eines Pfahles in Form eines Hohlprofils an eine Spundwand

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3535319A1 (de) * 1985-10-03 1987-04-09 Dyckerhoff & Widmann Ag Verfahren und vorrichtung zum verankern von wenigstens teilweise unter wasser befindlichen spundwaenden

Also Published As

Publication number Publication date
DE3122032A1 (de) 1982-12-23

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2527539B1 (de) Unterwasser-Bohranordnung und Verfahren zum Einbringen eines Gründungselementes in einen Gewässergrund
DE2952877C2 (de)
DE1634237A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Zugankers im Erdboden
EP2532790A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines Unterwasser-Gründungselementes, Justierkopf für ein Unterwasser-Gründungselement und Unterwasser-Arbeitsanordnung
DE3718480C2 (de) Bohrvorrichtung für ein Hochdruck-Injektions-Bohrverfahren und Bohrverfahren unter Verwendung der Bohrvorrichtung
DE3535320A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum setzen eines stab-, draht- oder rohrfoermigen einbauteils in eine bodenformation mit drueckendem wasser
EP0217366B1 (de) Verfahren zum Setzen eines Zug- oder Druckankers unterhalb eines Wasserspiegels zum Verankern einer Spundwand oder dergleichen
EP0244851B1 (de) Rohrtragbohle für eine kombinierte Spundwand
DE2737330A1 (de) Verfahren zum bohren und ausbauen eines tunnels und tunnelbohrvorrichtung
DE2912781C3 (de) Vorrichtung zum Unterstützen von am Meeresboden verlegten Rohren im Bereich von Meeresbodenvertiefungen und Verfahren zum Anbringen dieser Vorrichtung
DE4005032A1 (de) Vorrichtung und verfahren zum aufbringen einer kraft zwischen einer bodenplatte und einem gruendungselement
DE3122032A1 (de) Verfahren zum nachtraeglichen verankern von spundwaenden, sowie bohr-aufnahmevorrichtung und anker zur durchfuehrung des verfahrens
EP0819819B1 (de) Fräskopf, Bohrvorrichtung sowie Vorrichtung und Verfahren zum Meeresbodenbohren
DE102011112026A1 (de) Verfahren zum Installieren einer Stahl-Jacket-Gründung auf einem Meeresboden mittels einer Ramm-, Bohr- oder Schraubschablone und Schraub- oder Rammschablone für die Installation von Stahl-Jacket-Gründungen
DE69928848T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Grundpfählen mit erweiterten Pfahlköpfen
DE102012214338B4 (de) Verfahren zum Herstellen eines Verpresspfahls unterhalb einer Wasseroberfläche
DE19506337C1 (de) Verankerungsvorrichtung für einen Bohrwagen einer mobilen Erdbohreinrichtung
DE3612762A1 (de) Teleskopierbares bohrgeraet
DE3151856A1 (de) Vorrichtung zum zentrischen einbringen einer verbaustuetze in ein erdbohrloch
DE3339965A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines betonpfahles
DE3119911A1 (de) Bohrkopf
DE10150110C1 (de) Fahrbares Bohrgestell
DE3445970A1 (de) Bohrwagen
DE3838601A1 (de) Vorrichtung zum setzen eines pfahles durch eine ufereinfassungswand
DE4035646A1 (de) Verfahren zum eintreiben von tragelementen in den boden

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee