DE312236C - - Google Patents
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- DE312236C DE312236C DENDAT312236D DE312236DA DE312236C DE 312236 C DE312236 C DE 312236C DE NDAT312236 D DENDAT312236 D DE NDAT312236D DE 312236D A DE312236D A DE 312236DA DE 312236 C DE312236 C DE 312236C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A19/00—Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
- F41A19/58—Electric firing mechanisms
- F41A19/64—Electric firing mechanisms for automatic or burst-firing mode
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Toys (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 21. MAI 1919
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 312236 KLASSE ffif GRUPPE^
LUDWIG KRAL in WIEN.
Steuerung der Abfeuervorrichtung für Maschinengewehre. Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Juli 1917 ab.
Bei Maschinengewehren, welche auf Luftfahrzeugen so angeordnet sind, daß ihr Lauf
ungefähr parallel zur Propellerwelle steht und daß sie durch die vom Propeller beschriebene
Kreisfläche schießen, hat man, um zu verhüten, daß die Propellerflügel getroffen werden,
die Abfeuervorrichtung von der jeweiligen Lage der sich drehenden Propellerflügel
abhängig gemacht, indem man sie entweder nur dann arbeiten läßt, wenn sich die Flügel
außerhalb der Flugbahn der Geschosse befinden, oder für die Zeit, in welcher ein Flügel
die Geschoßbahn schneidet, gesperrt hält. Bei Vorrichtungen, welche diesem Zwecke dienen
und'ausschließlich von der Propellerwelle aus gesteuert werden, ist zu beachten, daß zwischen
dem Augenblick, in welchem der erste Anstoß zur Steuerung der Abfeuervorrichtung
von der Propellerwelle aus erfolgt, bis zu jenem, in welchem das Geschoß durch die Propellerdrehebene
fliegt, eine gewisse Zeit verstreicht. Der die Abfeuerung einleitende Vorgang muß daher um ein bestimmtes Zeitmaß
voreilen.
Die Praxis hat nun gezeigt, daß selbst unter Berücksichtigung dieses Urnstandes der angestrebte
Zweck nicht immer mit vollkom- r mener Verläßlichkeit erreicht wird, und zwar
aus folgenden Gründen:
Auch bei gleichbleibender Drehzahl des Propellers ändert sich die Schießgeschwindigkeit
des Maschinengewehres während des selbsttätigen Schießens fortwährend aus verschiedenen Ursachen, wie z. B. der ungleichmäßigen
Ölung, Verstaubung usw. Es wird daher leicht vorkommen, daß der von der Propellerwelle
aus bewirkte Schuß bei nicht vollständig geschlossenem Maschinengewehrverschluß abgegeben wird.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Einrichtung, die bewirkt, daß die Schüsse
nur bei vollständig geschlossenem Maschinengewehrverschluß abgegeben werden können.
Diese Anpassung an die Feuergeschwindigkeit kann sowohl bei rein mechanisch als auch bei
elektrisch bewegten Abfeuer-steueruhgen erreicht werden. Die Erfindung besteht demnach
darin, daß ein vom Maschinengewehrverschluß bewegtes Glied einen Unterbrecher
für die Steuerung bewegt, der eine Steuerung der Abfeuervorrichtung erst nach vollständigem
Schließen des Maschinengewehrverschlusses zuläßt.
In nachfolgendem ist als Ausführungsbeispiel ein elektrisch gesteuertes Maschinengewehr
beschrieben, und zwar stellt die Zeichnung die in Betracht kommenden Teile eines
Maschinengewehres dar.
In der Zeichnung ist 1 der Verschlußkolben und 2 der unter der Wirkung einer Schließfeder
3 stehende Schlagbolzen. Die Auslösung des Schlagbolzens 2 zum Zwecke der Schußabgabe
erfolgt auf elektrischem Wege, und zwar wird der Schlagbolzen von einem um 4
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drehbaren Hebel 5 zurückgehalten, der zugleich den Anker eines Elektromagneten 6 bildet.
Dieser Magnet befindet sich im Stromkreis einer Stromquelle 7, in welchen einerseits
ein Schalter 8 und andererseits ein Doppelkontakt eingeschaltet ist, der aus den
federnden Zungen 9, 10 und einem am Zapfen 11 des Kniegelenkes des Maschin engewehrverschlusses
angeordneten Unterbrecherzylinder 12 mit einer parallel zur Achse verlaufenden
Kontaktlamelle 13 besteht. An die • freien Enden der Leitungsdrähte sind nicht
dargestellte Kontakte angeschlossen, die von der Propellerwelle des Luftfahrzeuges im
Sinne einer Schließung oder Unterbrechung des erwähnten Stromkreises bewegt werden.
Ohne die Kontakte 9, 10, 13 ist die Wirkung der Einrichtung die, daß, wenn von der
Propellerwelle aus der Stromkreis geschlossen wird, der Anker 5 vom Elektromagneten 6 angezogen
wird und dadurch den Schlagbolzen auslöst, so daß der Schlagbolzen 2 unter der Wirkung der Feder 3 vorschießen und den
Schuß bewirken kann.
Der Erfindung zufolge kann aber der Stromkreis erst dann geschlossen und der
Schuß abgegeben werden, wenn auch der Kontakt 9, 10, 13, der den vom Gelenkzapfen 11
des Maschinengewehrverschlusses beeinflußten Unterbrecher bildet, geschlossen ist, und das
ist dann der Fall, wenn der Verschluß 1 des Maschinengewehres gänzlich geschlossen ist,
da erst dann die federnden Zungen 9, 10 auf die Lamelle 13 auflaufen können.
Auf diese Weise werden alle Zufälligkeiten, die die Abgabe von Schüssen bei nicht vollkommen
geschlossenem Verschluß des Maschinengewehres herbeiführen könnten, vermieden, womit ein 'Durchschießen der Flügel
auch unter solchen Umständen hintangehalten wird.
Claims (2)
1. Steuerung der Abfeuervorrichtung für Maschinengewehre durch die Propellerwelle
eines Luftfahrzeuges, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Maschinengewehrverschluß
bewegtes Glied (Zapfen 11 des Kniegelenkes J einen Unterbrecher für die Steuerung derart beeinflußt,
daß die Steuerung der Abfeuervorrichtung erst nach vollständigem Schließen des Maschinengewehrverschlusses möglich
ist.
2. Steuerung für Maschinengewehre nach Anspruch 1 mit elektrischem Betrieb,
dadurch gekennzeichnet, daß am Kniegelenkzapfen (ii) des Maschinengewehr-Verschlusses
eine Kontaktwalze (12, 13) angeordnet ist, die ein Schließen des die
Abfeuervorrichtung steuernden Stromkreises erst bei vollständig geschlossenem Maschineng'ewehrverschluß ermöglicht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE312236C true DE312236C (de) |
Family
ID=565179
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT312236D Active DE312236C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE312236C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2642779A (en) * | 1944-10-14 | 1953-06-23 | Dunlop Rubber Co | Firing mechanism for automatic guns |
| EP2020584A3 (de) * | 2007-08-01 | 2012-03-07 | Rheinmetall Air Defence AG | Verfahren und Anordnung zur Schussauslösung bei einer Revolverkanone |
-
0
- DE DENDAT312236D patent/DE312236C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2642779A (en) * | 1944-10-14 | 1953-06-23 | Dunlop Rubber Co | Firing mechanism for automatic guns |
| EP2020584A3 (de) * | 2007-08-01 | 2012-03-07 | Rheinmetall Air Defence AG | Verfahren und Anordnung zur Schussauslösung bei einer Revolverkanone |
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