DE312310C - - Google Patents

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DE312310C
DE312310C DENDAT312310D DE312310DA DE312310C DE 312310 C DE312310 C DE 312310C DE NDAT312310 D DENDAT312310 D DE NDAT312310D DE 312310D A DE312310D A DE 312310DA DE 312310 C DE312310 C DE 312310C
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lead chloride
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06DMEANS FOR GENERATING SMOKE OR MIST; GAS-ATTACK COMPOSITIONS; GENERATION OF GAS FOR BLASTING OR PROPULSION (CHEMICAL PART)
    • C06D3/00Generation of smoke or mist (chemical part)

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)

Description

Rauchentwickler werden der Sprengladung von Artilleriegeschossen, wie Sprenggranaten u. dgl., einverleibt, um deren Einschlagstelle deutlich erkennbar zu machen.
Die gebräuchlichen Rauchentwickler enthalten Phosphor. Andere Stoffe, die man als Ersatz für Phosphor vorgeschlagen hat, haben den letzteren nicht zu 'verdrängen vermocht. Es ist nun gelungen, einen Rauchentwickler ίο herzustellen, der eine der Phospihorwolke gleichwertige Rauchentwicklung zeigt, dabei aber in der Handhabung wesentliche Vorteile bietet.
Dieser neue Pbosphorersatz besteht aus Bleichlorid entweder allein oder in Mischung mit . Ammonchlorid und Salpeterarten. Er läßt sich leicht pressen, ist vollkommen unempfindlich gegen Stoß und Schlag und auch nicht brennbar.
A u !s f ül h r Ui η g ©bei s ρ i e 1
80 Proizent Bleichlorid,
Γ2 - Ammonchlorid,
8 - Ammonsalpeter.
Bleichlorid schmil'zt bei 500° C, siedet unzersetzt 'zwischen 861 und 950° und bildet dabei einen dichten weißen Dampf. Die Wirkung des neuen Rauehentwicklers beruht hauptsächlich auf dieser Eigenschaft des Bleiohlorids, in der Hitze ohne Zersetzung in eine dichten weißen Dampf überzugehen, der uim so undurchdringlicher ist, je mehr Feuchtigikeit die Luft enthält.
Das gegebenenfall'S beigemengte Ammonchlorid dissoziiert bei der Detonation in seine Bestandteile Ammoniak und Salzsäure, die sich bei der Abkühlung sofort wieder unter Bildung der bekannten weißen Nebel zu Salmiak vereinigen. Ammonsalpeter wirkt in zweierlei Richtung. Einerseits gibt er bei der Detonation seinen überschüssigen Sauerstoff an den !Sprengstoff ab und führt dadurch schon zu einer -weißeren Sprengwolke, anderseits unterstützt er die Nebelibildung der beiden anderen Komponenten dadurch, daß sich bei seiner Zersetzung Wasserdampf bildet.
Der neue Rauchentwickler ist den vorbekannt en !Mischungen in mehrfacher Hinsicht überlegen.
Eine solche vorbekannte ■ Mischung besteht au« Zinkstaub und Sehwefelibluime in molekularen Verhältnissen. Diese Mischung entzündet sich an einer Gasflamme ohne weiteres, iwährend der neue Rauchentwickler ohne die geringste Gefahr mit einer offenen Gasflamme in Berührung kommen 'darf.
Ferner hat der Erfmdungsgegenstand den Vorteil, daß er fest und vollständig neutral ist und deshalb in Berührung mit den in den Geschossen vorhandenen Sprengstoffmassen keinerlei Einwirkung auif diese ausübt. Das ist bei anderen Raiuchentwicklern, die Chemikalien <wie .Salzsäure und Ammoniak verwenden, nicht der Fall. Derartige Chemikalien müssen deshalb sorgfältigst jedes für sich in einem geschlossenen Hohlraum des Geschosses untergebracht werden, da bei Berührung der Geschoßfüllung mit einer dieser Substanzen eine weitgehende Zersetzung des Sprengstoffes stattfinden würde,
Die oben schon erwähnte Unempfindlicihkeit des neuen Rauchentwioklers auch im Vergleich mit solchen, die kein Phosphor enthalten, ist bisher unerreicht. Hand in Hand damit .geht eine vollständige Handhabungssicherheit bei Herstellung und Einfüllung, wie sie von keinem anderen (Rauchentwickler aufgewiesen wird.
Ein weiterer Vorizug des neuen Rauohentwi'dklers ibestaht in seiner unbegrenzten Lagerbeständigkeit, selbst bei Temperaturen, bei denen andere Rauchentwickler bereits Zersetzunigsersoheinungen ,zeigen. Infolge seiner großen Gefahrlosigkeit läßt sich der Rauchentwickler gemäß vorliegender Erfindung leicht und igut in jegliche Form und mit jeglichem Druck pressen, so daß man es in der Hand hat, durch verschiedenen Druck verschiedene .spezifische Gewichte ziu erzeugen, ein Umstand, der für die Ballistik der Geschosse von nicht au unterschätzender Bedeutung ist.
Endlich sei noch erwähnt, daß die zur Herstellung notwendigen Stoffe leicht zu beschaffen und in großen Mengen zu einem verhältnismäßig' !billigen Preis zu haben sind. Es sind auch keine Materialien darunter, die von der Militärbehörde für andere Zwecke beschlagnahmt sind, wie z. B. das zu dem gleichen Zweak der Rauchentwiidkliung bereits auch angewendete Arsen.
iBleichlorid ist zwar schon in Feuenwerkssätzen verwendet worden, noch nicht aber für den vorliegenden Zweck.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Herstellung von Rauchentwieklern für Geschosse, dadurch gekennzeichnet, daß iBleichlorid entweder allein oder in. Mischung mit Ammoncihlorid iund Salpeterarten in der Sprengladung untergebracht wird.
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DE (1) DE312310C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1091925B (de) * 1959-12-15 1960-10-27 Baronin Ilyana Von Thyssen Bor Rauchladung fuer Geschosse

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1091925B (de) * 1959-12-15 1960-10-27 Baronin Ilyana Von Thyssen Bor Rauchladung fuer Geschosse

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