DE3123128C2 - Eckumlenkung von Treibstangenbeschlägen an Fenstern, Türen od.dgl. - Google Patents

Eckumlenkung von Treibstangenbeschlägen an Fenstern, Türen od.dgl.

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DE3123128C2 DE19813123128 DE3123128A DE3123128C2 DE 3123128 C2 DE3123128 C2 DE 3123128C2 DE 19813123128 DE19813123128 DE 19813123128 DE 3123128 A DE3123128 A DE 3123128A DE 3123128 C2 DE3123128 C2 DE 3123128C2
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Abstract

Eine Eckumlenkung (1) für Treibstangenbeschläge an Fenstern, Türen od.dgl. hat eine solche Ausbildung, daß sie einerseits den Einbauverhältnissen an Fenstern, Türen od.dgl. entspricht, deren Flügel und Rahmen aus rechtwinklig zueinander verlaufenden Holmen bestehen. Andererseits soll sie aber auch problemlos an solchen Fenstern, Türen od.dgl. eingebaut werden, deren Flügel und Rahmen wenigstens einen Holm aufweisen, welche sich an mindestens einen benachbarten Holm unter einen von einem rechten Winkel abweichenden Winkel, z.B. einem stumpfen Winkel, anschließt. Hierfür weist der Stulpwinkel (1) in seinem Eckbereich eine Unterbrechung (9) auf und die einander zugewendeten Enden seiner Schenkel (3 und 4) sind längsverschiebbar mit einer den Eckbereich umgreifenden, verbiegbaren Winkellasche (10) verbunden oder verbindbar. Hierzu ist die Winkellasche (10) jeweils über mindestens eine Zapfen-Schlitz-Verbindung (14) mit jedem der beiden Schenkel (3 und 4) des Stulpwinkels (2) gekuppelt. Die Zapfen-Schlitz-Verbindungen (14) lassen sich durch Klemmschrauben (16) in jeder möglichen Verschiebestellung kraftschlüssig arretieren.

Description

Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Eckumlenkung von Treibstangenbeschlägen an Fenstern, Türen od. dgl. nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Durch das deutsche Gebrauchsmuster 17 58 015 gehört eine Eckumlenkung dieser Art zum Stand der Technik.
Diese bekannte Eckumlenkung ist jedoch so aufgebaut, daß sie nur an Fenstern, Türen od. dgl. zum Einsatz gebracht werden kann, deren Flügel und Rahmen eine ganz bestimmte, nämlichjeweils durch rechte Winkel eingegrenzte Umrißform haben.
An Fenstern, Türen od. dgl., deren Hügel und Rahmen wenigstens einen Holm aufweisen, welcher sich an mindestens einen benachbarten Hohn unter einem von einem rechten Winkel abweichenden Winkel, z. B. einem stumpfen Winkel, anschließt, ist die Eckumlenkung nach dem DE-GM 17 58 015 nicht ohne weiteres verwendbar. Bei einer Eckumlenkung der durch die DE-OS 22 31 766 bekannt gewordenen Bauart läßt sich zwar der rechte Winkel verändern. In der von einem rechten Winkel abweichenden Einstellage der beiden Stulpteile zueinander ist sie jedoch nicht funktionsfähig, weil nämlich die Unterbrechung im Übergangsbogen zwischen den beiden Schenkeln des Führungskanals eine zug- oder drucksteife Führung der Umlenkglieder unmöglich macht.
Für Fenster, Türen od. dgU deren Flügel und Rahmen wenigstens ein-·™ Holm aufweisen, welcher sich an mindestens einen benachbarten Holm unter einem vom rechten Winkel abweichenden Winkel, z.B. einem stumpfen Winkel, anschließt, wenden daher Eckumlenkungen der durch das DE-GNv 17 58 015 bekannt gewordenen Bauart in Gebrauch genommen, bei denen sowohl der Stulpwinkel als auch der Führungskanal für die biegsamen Umlenkglieder exakt auf die vom rechten Winkel abweichenden Verbindungswinkel abgestimmt sind, wie sie beispielsweise an Fenstern oder Türen vorkommen, die für den Einbau unmittelbar unter Dachschrägen, beispielsweise an den Giebelseiten von Dachstudios, ausgelegt sind und demzufolge eine der jeweiligen — von Fall zu Fall unterschiedlichen — Dachneigung angepaßte Neigungslage der oberen Rahmen- und Flügelholme aufweisen.
Die gleichen Bedingungen stellen sich auch in ' Verbindung mit solchen Fenstern, deren obere Flügel- und/oder Rahmenholme in Form von sogenannten Stichbogen ausgeführt sind, die unterschiedliche Biegeradien haben können.
Bei den in diesen Fällen zum Einsatz gelangenden Eckumlenkungen handelt es sich also um Sonderausführungen, die jeweils nur in Einzelfertigung, mithin in sehr geringen Stückzahlen hergestellt werden müssen und daher kostenaufwendig sind.
Ziel der Erfindung ist es, eine Eckumlenkung der eingangs angegebenen Gattung so auszubilden, daß sie sich in ein und derselben Ausführungsform nicht nur an Fenstern, Türen od. dgl. anbringen läßt, deren Flügel und Rahmen aus jeweils rechtwinklig zueinander verlaufenden Holmen zusammengesetzt sind, sondern problemlos auch für Fenster und Türen od. dgl. in Benutzung genommen werden kann, deren Flügel und Rahmen wenigstens einen Holm aufweisen, welcher sich an mindestens einen benachbarten Holm unter einem von einem rechten Winkel abweichenden Winkel, z. B. einem siumDfen Winkel, anschließt.
Die Lösung dieser Aufgabe wird nach der Erfindung durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale erreicht.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale für eine Eckumlenkung nach der Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 9.
In der nachfolgenden Beschreibung wird die Erfindung an in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert Dabei zeigt
F i g. 1 in Seitenansicht eine erste Äusführungsform einer Eckumlenkung in ihrer für den normalen Einbaufall vorgesehenen Form,
F i g. 2 die in F i g. 1 dargestellte Eckumlenkung in einer für einen Sondereinbau umgestellten Form,
Fig.3 eine Ansicht in Pfeilrichtung III auf die Eckumlenkung nach F i g. 2,
Fig.4 in Seitenansicht eine abgewandelte Ausführungsform einer Eckumlenkung, wobei in voll ausgezogenen Linien deren für den Normaleinbau vorgesehene Form und in strichpunktierte Linien eine für den Sondereinbau umgeformte Gestalt wiedergegeben ist und
Fig.5 eine Ansicht in Pfeilrichtung V auf die Eckumlenkung nach F i g. 4.
Aus den F i g. 1 bis 3 ist eine Eckumlenkung 1 ersichtlich, die einen aus Flachmaierial gebildeten Stulpwinkel 2 aufweist, der zwei im rechten Winkel zueinander liegende Stulpteile 3 und 4 hat An der Innenseite des Stulpwinkeis 2 ist der Führungskanal 5 für das biegsame, beispielsweise aus Federstahlbändern bestehende, Umlenkglied der Eckumlenkung 1 starr befestigt, beispielsweise angeschweißt Er hat in üblicher Weise einen im wesentlichen C-förmigen Querschnitt und weist zwei gerade Schenkel 6 und 7 auf, die durch einen Obergangsbogen 8 einstückig miteinander verbunden sind.
Der Führungskanal 5 besteht insgesamt aus biegeverformbarem Material, beispielsweise Messing, während der Stulpwinkel 2 in seinem dem (vjergangsbogen 8 des Führungskanals 5 benachbarten Eckbereich eine Unterbrechung 9 aufweist, welche die Biegeverformung des Führungskanals 5 im Bereich des Obergangsbogens 8 durch manuelle Krafteinwirkung zuläßt.
Der Eckbereich des Stulpwinkels 2 wird außenseitig von einer verbiegbaren Winkellasche 10 übergriffen, die an ihrer Ecke innenseitig eine Querschnittsschwächung, z. B. eine Kerbe 11, hat. Der Arm 12 der Winkellasche 10 liegt auf dem Stulpteil 3 des Stulpwinkels 2 auf, während der Arm 13 der Winkellasche 10 auf dem Stulpteil 4 des Stulpwinkels 2 gehalten ist.
Die Verbindung der beiden Arme 12 und 13 der Winkellasche 10 mit den beiden Stulpteilen 3 und 4 des Stulpwinkels 2 ist jeweils über eine Zapfen-Schlitzverbindung 14 bzw. 15 hergestellt, dergestalt, daß eine relative.Längsverschiebung der Arme 12 und 13 der Winkellasche 10 zu den Stulpteilen 3 und 4 des Stulpwinkels 2 ermöglicht wird, wenn im Bereich des Übergangsbogens 8 des Führungskanals 5 sowie im Bereich der Kerbe It der Winkellasche 10 eine manuelle Biegeverformung vorgenommen wird, um die Winkelform der Eckumlenkung 1 für unterschiedliche Einbaufälle anzupassen, wie das aus den F i g. 1 und 2 ersichtlich ist.
Bei dem Ausfuhrungsbeispiel der Eckumlenkung 1 nach den Fig. 1 bis 3 bestehen die Zapfen-Schlitzverbindungen 14 bzw. 15 jeweils einerseits aus einer Spannschraube 16, die in ein Gewindeloch 17 an den Stulpteilen 3 oder 4 des Stulpwinkels 2 eingreift und anderer-
seits aus einem Schlitz 18 in jedem Ann 12 und 13 der Winkellasche 10, derart, daß durch Anziehen der Spannschrauben 16 deren Kopf beidseitig des Schlitzes 18 am Arm 12 oder 13 der Winkellasche 10 anliegt und eine kraftschlüssige Verbindung zwischen der Winkellasche 10 und dem Stulpwinkel 2 herstellt Besonders zweckmäßig ist es, die Spannschraube 16 mit einem Senkkopf zu versehen und die Flanken der Schlitze 18 entsprechend geneigt verlaufen zu lassen, so daß der Senkkopf der Spannschrauben 16 bündig mit der Außenseite der Winkellasche 10 liegen kann.
Durch das Zusammenwirken der Winkellasche 10 mit den beiden Stulpteilen 3 und 4 des Stulpwinkels 2 kann auf die beschriebene Art und Weise eine formstabile Arretierung jeder möglichen relativen Winkellage zwischen den beiden Stulpteilen 3 und 4 des Stulpwinkels 2 und damit auch zwischen den beiden Schenkeln 6 und 7 des Führungskanals 5 der Eckumlenkung 1 sichergestellt werden.
Zweckmäßigerweise ist der durch die Unterbrechung 9 gebildete Abstand zwischen den einander zugewendeten Enden der Stulpteile 3 und 4 des Stulpwrfikels 2 so bemessen, daß wenigstens der maximale Verformungswinkel für den Führungskanal 5 durch Bildung von Anschlagflächen unmittelbar zwischen den Enden dieser Stulpteile 3 und 4 begrenzt wird, wie das aus Fig.2 erkennbar ist Andererseits läßt sich der minimale Verformungswinkel, z. B. von 90°, wie er in F i g. 1 gezeigt ist, dadurch begrenzen, daß die Spannschrauben 16 jeweils am einen Ende der in der Winkellasche 10 vorgesehenen Schlitze 18 zur Anlage kommen.
Die in den Fig.4 und 5 dargestellte Eckumlenkung weist grundsätzlich die gleiche Ausbildung auf, wie die Eckumlenkung 1 nach den Fi g. 1 bis 3. Ein Unterschied besteht lediglich darin, daß die Winkellasche 10 an ihren beiden Armen 12 und 13 seitlich angeformte Stege oder Klauen 19 hat, welche die Längsränder der einander zugewendeten Enden der beiden Stulpteile 3 und 4 des StuIpwinkeL 2 entweder U- oder C-förmig umfassen, und zwar vorzugsweise im Bereich seitlicher Randausklinkungen 20 der Stulpteile 3 und 4. Die Länge der Randausklinkungen 20 ist so bemessen, daß der relative Verschiebeweg zwischen den Stulpteilen 3 und 4 des Stulpwinkels 2 sowie den Armen 12 und 13 der Winkellasche 10 in beiden möglichen Richtungen begrenzt und damit das Ausmaß der möglichen Winkelverformung der Eckumlenkung 1 eingeschränkt wird.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Eckumlenkung von Treibstangenbeschlägen an Fenstern, Türen od. dgl. mit einem Stulpwinkel und mit einem einstückig ausgebildeten und aus biegeverformbarem Material bestehenden Führungskanal für das biegsame Umlenkglied, der zwei im Winkel zueinander angeordnete gerade Schenkel und einen im Eckbereich des Stulpwinkels liegenden Übergangsbogen aufweist und der über seine beiden Schenkel an der Innenseite des Stulpwinkels starr befestigt, beispielsweise angeschweißt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Stulpwinkel (2) aus zwei über eine verbiegbare Winkellasche (10) miteinander verbundenen Stulpteilen (3 und 4) besteht und die Arme (12 und 13) der Winkellasche (10) mit jeweils eine^n der Stulpteile (3,4) längsverschiebbar verbunden sind.
2. Eckumlenkung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den einander zugewendeten Enden der Stülp teile (3 und 4) so gewählt ist, daß er beim Aufweiten des von den beiden Schenkeln (6 und 7) des Führungskanals (5) eingeschlossenen Winkels auf eine erreichbare maximale Größe begrenzt ist.
3. Eckumlenkung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Flachmaterial gebildete Winkellasche (10) an ihrer Ecke innenseitig eine Querschnittsschwächung (11), z. B. eine Kerbe, aufweist.
4. Eckumlenkung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anne (12 und 13) der Winkellasche (10) an ihren Längsrändern angeformte, Die Stulpteile (3 und 4) beidseitig umgreifende Stege bzw. Klauen (19) aufweisen.
5. Eckumlenkung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege bzw. Klauen (19) in Randausklinkungen (20) am Stu^teil (3 bzw. 4) eingreifen, derenLänge dem vorgesehenen Verschiebeweg angepaßt ist.
6. Eckumlenkung nach einem der Ansprüche 1 bzw. 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede verschiebbare Verbindung eine Zapfen-Schlitzverbindung (14 bzw. 15) ist
7. Eckumlenkung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (16) am Stulp teil (3 oder 4) und der Schlitz (18) im Ann (12 bzw. 13) der Winkellasche (10) angeordnet ist
8. Eckumlenkung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (16) von einer den Schlitz (18) durchquerenden, in das Stulpteil (3 bzw. 4) einschraubbaren Spannschraube gebildet ist, deren Kopf beidseitig des Schlitzes (18) am Arm (3 bzw. 4) der Winkellasche (10) anliegt.
9. Eckumlenkung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenkopf eirv Senkkopf ist und daß die Flanken des Schlitzes (18) entsprechend geneigt verlaufen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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