DE3128559C2 - Vorrichtung zur Grobzerkleinerung von Hausmüll - Google Patents
Vorrichtung zur Grobzerkleinerung von HausmüllInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung, die zur Grobzerkleinerung von Hausmüll geeignet ist, weist eine gegen eine Rückstellkraft vertikal nachgiebig gelagerte Zerkleinerungswalze auf, an der Hämmer angelenkt sind. Ein mit Müll beladenes Plattenband bewegt sich unterhalb der Zerkleinerungswalze gleichsinnig zu deren müllseitiger Umfangsbewegung von einem mit einem Schichthöhenbegrenzer versehenen Vorlagekasten durch eine die Zerkleinerungswalze aufnehmende Kammer zum Austrag des grobzerkleinerten Mülls. Die Zerkleinerungswalze kann an einem zum Transportweg hin schräg abwärts gerichteten Pendellenkerpaar gelagert sein. Die Hämmer sollten möglichst schmal sein und ihr axialer Abstand etwa dem betriebsmäßigen Mindestabstand ihrer Bewegungsperipherie von der Plattenbandebene entsprechen.
Description
— als Förderer ein Plattenband (1) dient,
— die vow einer Kammer (4) aufgenommene Brechwalze (5) gegen eine Rückstellkraft vertikai
ausweichbar gelagert ist und
— die Schlagwerkzeuge als an der Brechwalze (5) angelenkte schmale Hammer (17) gestaltet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brechwalze (5) an einem zur Transportwegrichtung
(8) hin schräg abwärts gerichteten Pendellenkerpaar (9) gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichn"*, daß der axiale Abstand (A) mögliehst
schmaler Hämmer (17) etwas dem betriebsmäßigen Mindestabstand der Eöwegungsperipherie
(18) der Brechwalze (5) zur Plattenbandebene (19) entspricht
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (A) etwa 80 bis 150 mm
beträgt und die Höhe der Mitnehmer (7) des Plattenbandes (1) etwa die Hälfte davon.
5. Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeit
der Hammer (17) etwa im Bereich von 40 bis 60 m/s liegt.
45
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
Die Verwendung von sog. Brechwalzen zur Müllzerkleinerung ist beispielsweise aus der DE-OS 28 49 509
bekannt. Dort wird die Walze von oben mit Müll beaufschlagt, wobei sie die Müllschüttung wie ein Quirl in
Bewegung hält. Eine nachgeschaltete drehbare Trommel lockert den zerkleinerten Müll auf und ein Sieb
trennt größere von kleineren Anteilen. Diese Vorrichtung hat den Nachteil, den Müll feiner als erforderlich
zu zerkleinern, wodurch die daran im Anschluß stattfindende Aussonderung der verschiedenen Fraktionen erschwert
wird. Eine andere Vorrichtung, bekannt aus der G B-OS 20 35 841, betrifft zwar ausdrücklich die Zerklei- t>o
nerung mineralischen Materials, verwendet aber einen für die Müllzerkleinerung vorteilhaften Förderer zur
gleichmäßigen Beschickung des Zerkleinerers der vertikal beweglich gelagert ist, um Ausweichbewegungen
bei schwer zerkleinerbaren größeren Stücken ausfüh- ts
ren zu können, wofür eigens Hydraulikkolben vorgesehen sind. Diese Vorrichtung eignet sich für die Anwendung
zur Müllzerkleinerung u. a. aufgrund der ungünstigen Form des Zerkleinerers hierfür nicht Ferner ist der
Aufwand, um die vertikale Ausweichbewegung des Zerkleinerers zu ermöglichen, für das Anwendungsgebiet
der vorliegenden Erfindung zu groß.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung
zur Grobzerkleinerung von Hausmüll zu schaffen, die Gebinde wie Müllsäcke oder Folienbcutel lediglich
aufreißt und sich bei sprödem Material wif» Glas
darauf beschränkt, handtellergroße Stücke zu erhalten. Die Vorrichtung soll durch einen vertretbaren Konstruktionsaufwand
der Aufgabe der Müllzerkleincrung gerecht werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1
vor.
In zweckmäßiger Ausführungsform ist entsprechend Anspruch 2 die Lagerung der Brechwalze an einem
Pendellenkerpaar vorgesehen, ähnlich der Hinterradaufhängung im Automobilbau als robuste, einfache
Konstruktion.
Gemäß Anspruch 3 ist es zweckmäßig, die Hämmer möglichst schmal auszubilden und ihnen einen axialen
Abstand zu geben, der z. B. ankommende Flaschen nur grob zerkleinert Der Abstand der Peripherie der
Brechwalze von der Plattenbandebene sollte entsprechend sein. Anspruch4 definiert diesen Abstand als
Maßbereich,
Es ist im Gegensatz zu der Zerkleinerungswalze der bekannten Vorrichtung nicht zweckmäßig, eine besonders
hohe Umfangsgeschwindigkeit zu wählen. Vielmehr reichen 40 bis 60 m/s aus.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt Die im weiteren erläuterte
Zeichnung zeigt mit
Fig. 1 im Aufriß, geschnitten, eine Vorrichtung zur Grobzerkleinerung von Hausmüll mit Andeutung eines
entleerenden Müllwagens,
F i g. 2 die Vorrichtung nach F ■ g. 1 teilweise im
Grundriß und teilweise im Schnitt nach Linie H-II.
Ein Plattenband 1 erstreckt sich von einem die Schüttung
eines Müllwagens 2 aufnehmenden Vorlagekasien 3 aus in eine oben und seitlich geschlossene Kammer 4
hinein, die eine Brechwalze 5 aufnimmt. Das Band 1 erstreckt sich bis zu dem unten offenen Austrag 6 des
grobzerkleinerten Mülls und ist in gleichmäßiger, etwa der Bandbreite entsprechenden Teilung mit starren MiI-nehmerleisten
7 versehen.
Die Kammer 4 besteht aus einem mittleren, höheren Teil 4a und einem vorderen und hinteren niedrigeren
Teil Ab bzw. 4c. Die Übergänge dieser drei Teile sind mit ninht gezeichneten, lose herabhängenden Panzerketten
versehen. Der höhere Teil 4a ist Arbeitsbereich der Brechwalze 5. Diese ist an einem zum Transportweg 8
hin schräg abwärts gerichteten Pendellenkerpaar 9 gelagert. Dabei durchdringt die Welle 10 die beiden Seitenwände
der Kammer. Die Seitenwände sind mit Kulissenschlitzen 11 versehen, die in nicht gezeichneter Weise
durch auf der Welle 10 sitzende Abdeckschieber verdeckt sind, also die Kammer 4 dicht halten. Das eine
Ende der Welle 10 ist über die Lagerstelle hinuus verlängert
und nimmt das Abtriebsrad 12 eines gekapselten Keilriementriebs 13 auf, dessen Antriebsrad 14 über eine
Turbokupplung 15 zu einem Motor 16 führt. Der Motor ist auf dem Teil 4f>der Kammer befestigt.
Die Brechwalze ist in einer Anzahl Ebenen mit je vier an ihr angelenkten Hämmern 17 versehen. Die Hummer
sind so schmal wie es ihre Festigkeit zuläßt, also nahezu
messerartig schmal. Der axiale Abstand A der Hummer-
|! ebenen entspricht dem betriebsmäßigen Mindestab-
% stand der Bewegungsperipherie 18 zur Plattenbandebe-
% ne 19. Geht man, wie eingangs erwähnt, davon aus, daß
Ct längs ankommende Flaschen nur grob zerkleinert wer- 'Ά den sollen, so ist dieses Abstandsmaß etwa 100 mm. Die
% Höhe der Mitnehmer 7 ist dabei 50 mm. Also bleibt ;■'; zwischen den Mitnehmern 7 und der Peripherie 18 der
f ausgezogen gezeichneten tiefsten Stellung der Brech-Iy
walze ein Zwischenraum von 50 mm.
jj Entleert der Müllwagen 2 seinen Inhalt in den Vorla-ο gekästen 3, so transportiert das Plattenband 1 den nicht f ί vorsortierten Hausmüll nach Maßgabe eines Schichthö-S henbegrenzers 20 in die Kammer 4. Dort treffen die i Hämmer 17 der zum Transportweg 8 gleichsinnig lau-P fcnden Brechwalze 5 auf den Förderstrom auf. Müllsäk-H ke, Folienbeutel, Kartons, rjobbocks u. ä. werden so auff§ gerissen, daß der Inhalt frei wird. Glasflaschen, Bausteine u.a. werden handflächengroß zerkleinert Jedoch weicht die Brechwalze 5 bei schwer zerkleinerbaren größeren Stücken aus Holz, Stein oder Metal! aus und zwar maximal bis in die gestrichelt gezeichnete S'^üung, die der Schichthöhenbegrenzer 20 vorgibt. Der Pfeil 21 bezeichnet die im wesentlichen vertikale Bewegungsbahn. Ein nicht gezeichneter Stoßdämpfer verhindert, daß dies zu rasch geschieht und Schwingungsbewegungen entstehen. Durch eine vom Eigengewicht und/oder einer Feder herrührende Rückstellkraft fällt die Brechwalze nach einer solchen »Störung« wieder herab. Flaschen werden wegen des Abstandsmaßes A nur grob zerschlagen. Telefonbücher, Zeitungspacken u. ä. werden aufgerissen.
jj Entleert der Müllwagen 2 seinen Inhalt in den Vorla-ο gekästen 3, so transportiert das Plattenband 1 den nicht f ί vorsortierten Hausmüll nach Maßgabe eines Schichthö-S henbegrenzers 20 in die Kammer 4. Dort treffen die i Hämmer 17 der zum Transportweg 8 gleichsinnig lau-P fcnden Brechwalze 5 auf den Förderstrom auf. Müllsäk-H ke, Folienbeutel, Kartons, rjobbocks u. ä. werden so auff§ gerissen, daß der Inhalt frei wird. Glasflaschen, Bausteine u.a. werden handflächengroß zerkleinert Jedoch weicht die Brechwalze 5 bei schwer zerkleinerbaren größeren Stücken aus Holz, Stein oder Metal! aus und zwar maximal bis in die gestrichelt gezeichnete S'^üung, die der Schichthöhenbegrenzer 20 vorgibt. Der Pfeil 21 bezeichnet die im wesentlichen vertikale Bewegungsbahn. Ein nicht gezeichneter Stoßdämpfer verhindert, daß dies zu rasch geschieht und Schwingungsbewegungen entstehen. Durch eine vom Eigengewicht und/oder einer Feder herrührende Rückstellkraft fällt die Brechwalze nach einer solchen »Störung« wieder herab. Flaschen werden wegen des Abstandsmaßes A nur grob zerschlagen. Telefonbücher, Zeitungspacken u. ä. werden aufgerissen.
Es hat sich gezeigt, daß die beschriebene Wirkung eine optimale Umfangsgeschwindigkeit der Hämmer 17
von 40 bis 60 m/s voraussetzt, wogegen Hammermühlen wesentlich schneller laufen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
40
50
60
65
Claims (1)
1. Vorrichtung zur GrobzerkleinekTing mit einem
Waagrechtförderer und einer darüber angeordneten, vertikal beweglich gelagerten und um eine horizontale
Achse umlaufend angetriebenen Brechwalze, die mit axial beabstandeten Schlagwerkzeugen
bestückt ist und deren gutseitige Umfangsbewegung gleichsinnig zur Bewegung des Förderers erfolgt,
welcher Förderer sieb von einem mit einem Schichthöhenbegrenzer versehenen Vorlagekasten aus unter
der Brechwalze hindurch bis zum Austrag des grobzerkleinerten Guts erstreckt, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Grobzerkleinerung von Hausmüll
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8330 | Complete renunciation |