DE312954C - - Google Patents

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DE312954C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/18Automatic stop motions
    • D03D51/34Weft stop motions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 20. JUNI 1919
REIC HS PAT E NTAMT
PATENTSCHRIFT
-JiS 3129.54. -KLASSE 86 c GRUPPE
KRAHNEN & GOBBERS m. b. H. in
Schußfadenwächter. Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. FebrülPl916 ab.
ELD.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Schußfadenwächter für mechanische Webstühle, bei dem Schußgabeln, die mit rechenartigen Widerlagern zusammenarbeiten, auf beiden Seiten des Webstuhles angeordnet sind und nach j^edem Schusse das Ausrücken des Stuhles bewirken können.
Die Neuerung besteht darin, daß der eine der Schußgabelträger fest und der andere hingegen verschiebbar angeordnet ist, beide Träger aber auf eine gemeinsame Abstellvorrichtung durch ein Hebelwerk so einwirken, daß nur beim Fehlen des Schusses auf beiden Seiten des Webstuhles die Gabelträger durch das Hebelwerk das Abstellen des . Stuhles bewirken.
Auf der Zeichnung- ist ein Ausführungsbeispiel eines solchen Schußfadenwächters für einen Wechselstuhl dargestellt.
Fig. ι und 2 zeigen zwei Ansichten des Fühlers mit seiner Sperrvorrichtung in größerem Maßstabe.
Fig. 3 ist eine Oberansicht des Schußfadenwächters in Verbindung mit dem Brustbaum, und
Fig. 4 die dazugehörige Stirnansicht.
Fig. 5 zeigt den Schuß fadenwächter in einer anderen Arbeitsstellung.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist am Brustbaum des Webstuhles beiderseits je ein Schußgabelträger 2 und za angeordnet (Fig. 3); der eine derselben 2a ist am Brustbaum fest, der andere 2 dagegen in einer Führung 3 verschiebbar gelagert. Letzterer wirkt auf einen Hebel 4, der mit der Abstellvorrichtung des Stuhles in Verbindung steht. Beide Fühlerträger tragen außer den an den Achsen 5 befestigten Schußgabeln-6 die um die Zapfen 7 drehbaren, bügelartigen, zu einem zweiarmigen Hebel ausgebildeten Fangarme8. Das eine Ende derselben ist nachstellbar und legt sich ständig gegen die Schußgabel 6, während das andere Ende bügelartig ausgebildet ist (Fig. ι .-und 2), um eine am Mitnehmerarm 10 angebrachte Stellschraube9 umgreifen zu können.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 sind zwei derartige Mitnehmerarme 10 angeordnet, die in Lagern 11 am Brustbaum 1 sich lose drehen und unter dem Einfluß von Federn 12 stehen. Letztere haben das Bestreben, die Mitnehmerarme und somit auch ihre Stellschrauben 9 ständig nach dem bügelartigen Teil der Fangarme 8 hin zu bewegen (Fig. 3). Gegen die Mitnehmer 10 legt sich ein doppelarmiger Hebel 13, der auf einer Schubstange 14 drehbar gelagert ist, die bei jedem Schuß von der Stuhlwelle aus bewegt wird.
Die. Schußgabeln 6 sind, falls deren mehrere zu einer Gruppe vereinigt angewendet werden, zwar in bekannter Weise rechenartig angeordnet, und desgleichen das in der Weblade vorgesehene .Schußgitter 15, doch ist die Form des bzw. der Fühler eine unterschiedliehe, indem sie, wie bereits eingangs der / Beschreibung erwähnt, -in Richtung gegen die Ebene, in welcher der Schußfaden angeschlagen wird, verjüngt verlaufen.
Die Wirkungsweise des Schuß faden wäcbters ist die folgende:
In der Ruhelage stehen die Fangarme 8 bei
beiden Schußgabelträgern 2, 2α mit den Stiften 9 der Mitnehmer io in Verbindung.
Sobald nun der Schuß 16 das Fach passiert t hat, wird derselbe durch das Widerlager 15 gegen eine Gabel 6 gedrückt. Dies bewirkt ein Ausschwingen des doppelarmigen Hebels 8. Nehmen wir an, daß auf der Abstell-. seite des Gabelträgers 2 der Fangarm 8 ausgerückt worden sei. Folgt nun der Druck der Ausrückstange 14, auf deren Ende der zweiarmige. Hebel 13 beweglich angeordnet ist und nun aber die Übertragüngsstange für den Mitnehmer 1.0 des Schußgabelträgers 2? fest stehen bleibt, findet der zweiarmige Hebei 13 festen Widerstand daran, und drückt er somit den Mitnehmer 10 mit Stiften 9 des Schußgabelträgers 2 leer zurück, der Bügel 8 und Träger 2 werden also nicht mitgenommen und somit der Stuhl auch nicht ausgerückt.
Folgen nun mehrere Schüsse aufeinander auf dieselbe Seite, was bei doppelseitigen Wechselstühlen der Fall ist, und ein Fangarm 8 wird immer ausgerückt, So nimmt der doppelarmige Hebel 13 beim Abzug auch immer dieselbe Stellung ein. Ist nun beim Schußgabelträger 2a der Fangarm 8 ausgelöst, also genau wie vorhin beim Gabelträger 2, und der Druck der Ausrückstange 14 erfolgt, so findet j etzt der. doppelarmige Hebel 13 Widerstand am Mitnehmer 10 des Gabelträgers 2, also entgegengesetzt wie vorhin, und die Übertragüngsstange für Gabelträger 2a.wird mit Mitnehmer 10 und Stifteng für den Gabelträger 2a ebenfalls leer zurückgedrückt, somit nimmt diesmal .der doppelarmige Hebel 13 die entgegengesetzte, wie in ■ Fig. 5 gezeichnete Stellung ein. Zum Beispiel, es würde nun bei einem einschützigen Stuhl der doppelartnige Hebel 13, solange Schuß vorhanden ist und ein Fangarm 8 ausgelöst wird,' immer abwechselnde Stellung einnehmen. Ist nun der Schuß gebrochen, und. die beiden Fangarme 8 bleiben an den Stiften 9 hängen, folgt nun der Druck der Ausrückstange 14 mit dem doppelarmigen Hebel 13, so wind der verschiebbare Gabelträger zurückgezogen, und der Stuhl wird ausgerückt, steht still.. fc
Es sei noch bemerkt^ daß bei Verwendung des ,Schußwächters für Wechselstühle die Schußfäden 16 beim Vorgang der Lade, nachdem sie auf die Gabel eingewirkt haben, hinter denselben zu liegen kommen und verbleiben auch dort, wenn sie nicht beim nächsten Ladenvorgang wieder arbeiten sollen. Infolgedessen können sie sich während des Arbeitens nicht hindern und auf die Gabel nicht in unrichtiger Weise einwirken. Endlich ist es selbstverständlich, daß bei Anwendung des Schußfadenwächters für ' einschützige Stühle die Schubstange 14 nur bei ,jedem zweiten Schuß vorbewegt wird. Gegebenenfalls kann das Schußgitter 15 in der Weblade bei jedem Schuß gehoben werden, um den Schußfaden mit Sicherheit gegen die Gabel zu bringen. Ebenso kann die Form der Gabein und des Gitters eine beliebige sein. So k'önnen beispielsweise die dem Schußfaden zugekehrten Teile des Gitters,und der Gabel parallel zueinander verlaufen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schußfadenwäditer für mechanische Webstühle mit auf beiden Seiten des Webstuhls angeordneten Schußgabeln, welcher nach jedem Schusse das Ausrücken des Stuhles bewirken kann, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schuß-, gabelträger (2a) fest, der andere (2) ver- *8o schiebbar angeordnet ist und beide Schußgabelträger (2, 2ä) durch ein Hebelwerk (8, 9, 10, 13) auf eine gemeinsame Abstellvorrichtung (4) derart einwirken,' daß nur beim Fehlen des Schusses auf beiden 8g Seiten der Gewebebahn die Fühlerträger durch das Stellwerk das Abstellen des Stuhles bewirken.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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