DE3132190C2 - Trageinrichtung für Streuwaffen - Google Patents

Trageinrichtung für Streuwaffen

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    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
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    • F42B15/10Missiles having a trajectory only in the air
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    • B64D7/00Arrangement of military equipment, e.g. armaments, armament accessories or military shielding, in aircraft; Adaptations of armament mountings for aircraft
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Tragvorrichtung für eine Abwurf last an einem Flugzeug, deren Ausbildung sowohl eine einzelne oder gemeinsame Trennung mit der Abwurflast vom Flugzeug als auch deren Loslösung für sich selbst ermöglicht und unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten gestattet.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Trageinrichtung für eine Vielzahl von Streuwaffen, wobei die Trageinrichtung von einem Flugzeug trennbar und als flugfähiger und lenkbarer Tragkörper mit einem Antriebsaggregat ausgebildet ist.
  • Derartige, von einem Flugzeug lösbare Trageinrichtungen für Streuwaffen werden verwendet, um ohne Gefährdung des Flugzeuges, die Streuwaffen für den Abwurf in den Zielbereich zu bringen.
  • Aus der DE-OS 21 56 947 geht beispielsweise eine einen Behälter für Streuwaffen bildende Trageinrichtung hervor, die zwar lenkbar und mit einem eigenen Antrieb versehen ist, die jedoch nicht mit den erforderlichen Mitteln für unterschiedliche Einsatzzwecke ausgestattet ist.
  • Für z. B. eine Reichweitenvergrößerung sind weder die hierfür notwendigen Auftriebsmitteln an der Trageinrichtung vorgesehen, noch ist es möglich deren Gewicht nach dem Streuwaffenabwurf zu reduzieren.
  • Gleichfalls für ein beschränktes Einsatzspektrum ohne jegliche Wiederverwendbarkeit, wird in der Zeitschrift "Soldat und Technik", Ausgabe 7/1976, Seite 371, eine als Flugbombe zu bezeichnende Cruise Missile dargestellt, die sowohl über einen eigenen Antrieb als auch über Tragflächen verfügt. Bei dieser Flugbombe müssen aber diese Mittel grundsätzlich für jede erfolgreichen Einsatz eingesetzt werden, wobei zur Reichweitenvergrößerung auch keine Gewichtsverringerung bei dieser Einrichtung vorgesehen ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine wiederverwendbare Trageinrichtung für Streuwaffen vorzuschlagen, die sowohl als steuerbarer oder nichtsteuerbarer Gleitflugkörper oder Flugbombe, als selbst angetriebener Flugkörper, als auch als ballistische Fallbombe verwendbar ist und bei der für den Einsatz als Flugkörper nach dem Abwurf der Streuwaffen das Gewicht durch den Abwurf von Streuwaffenbehältern verringert werden kann.
  • Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
  • Weitere weiterbildende Maßnahmen werden im Anspruch 2 aufgezeigt.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben.
  • Die einzige Figur zeigt eine schematisch vereinfachte perspektivische Darstellung einer Trageinrichtung und einer Abwurflast.
  • Ein kastenförmig aufgebauter Tragkörper 1 einer Trageinrichtung ist über eine nicht näher dargestellte Lagerung 2 mit ausschwenkbaren Tragflügeln 3, 4 versehen und ist an seiner Oberseite 5 mit lösbaren Verbindungen 6, 7, wie bekannten Sprengschrauben, für seine Aufhängung an der Unterseite eines nicht dargestellten Flugzeuges ausgestattet.
  • An der Unterseite 8 des Tragkörpers 1 sind mehrere Befestigungsmittel 9, 10, 11, wie z. B. bekannte Sprengschrauben, für eine lösbare Einzelaufhängung einer aus Einzelbehältern 12, 13, 14 bestehenden Abwurflast 15 angeordnet.
  • Ein als Ruderkörper 16 ausgebildeter Einzelbehälter 14 am Heck des Tragkörpers 1 ist für die Aufnahme von Rudern 17, eines Seitenleitwerks 18, einer elektronischen Steuerung 19 und eines Antriebsaggregats 20 und/oder von Streuwaffen 21 vorgesehen.
  • Wahlweise kann ein als Bugteil aerodynamisch geformter Einzelbehälter 12 entweder die Streuwaffen 21 und/oder in einer nicht in der Figur dargestellten Weise die Ruder 17 in bekannter Entenleitwerksanordnung sowie die elektronische Steuerung 19 und des Antriebsaggregat 20 aufnehmen.
  • Ein Einzelbehälter 13 dient als Streuwaffenbehälter, wobei zum gleichen Zweck ein weiterer Einzelbehälter 22 bei gleichzeitiger Anordnung eines weiteren lösbaren Befestigungsmittels 23 am Tragkörper 1 zwischen den Einzelbehältern 13, 14 oder 12, 13 einschiebbar ist.
  • Ein an der Oberseite 5 des Tragkörpers 1 angeordneter Schacht 24 nimmt alle Verbindungsleitungen 25 zwischen dem in der Figur nicht gezeigten Flugzeug und der Abwurflast 15 sowie diejenigen zwischen ihren Einzelbehältern 12, 13, 14, 22 auf und umschließt gleichfalls eine bekannte Lagerung 2 und bekannte Antriebe 26 für die ausschwenkbaren Tragflügel 3, 4.
  • Die Wirkungsweise der Trageinrichtung ist folgende: Durch ihre lösbaren Verbindungen 6, 7 und weiteren Befestigungsmittel 9, 10, 11 ist die Trageinrichtung je nach Bedarfsfall entweder vom Flugzeug oder von ihrer Abwurflast 15 oder von beiden trennbar.
  • Mit der Abwurflast 15, entsprechend der Einsatzforderung eine Einheit bildend, verfügt die Trageinrichtung mittels an ihrem Tragkörper 1 angeordneten ausschwenkbaren Tragflügeln 3, 4, eines Antriebsaggregats 20, einer elektronischen Steuerung 19 und eines Ruderkörpers 16 über Einwirkungsmöglichkeiten auf die Treffsicherheit und Reichweite der Abwurflast 15.
  • Die mit der Trageinrichtung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß beispielsweise im Streuwaffeneinsatz und gemäß der vorhandenen und benützten Ausrüstung ihrer aus Einzelbehältern 12, 13, 14, 22 bestehenden Abwurflast 15, die Trageinrichtung mit ihren ausschwenkbaren Tragflügeln 3, 4 als steuerbarer selbstangetriebener Flugkörper großer Reichweite und Treffsicherheit, als steuerbare oder nichtsteuerbare Gleitbombe ohne Antrieb sowie mit eingeschwenkten Tragflügeln 3, 4 als gesteuerte oder ungesteuerte Rakete mit Antrieb, als Fallbombe oder als Körper mit ähnlichen Funktionen vom Flugzeug aus einsetzbar ist.
  • Des weiteren ermöglicht die Ausbildung der Trageinrichtung auch einen einzelnen oder gesamten Abwurf der Einzelbehälter, wobei die Trageinrichtung für ihre spätere Wiederverwendung am Flugzeug verbleibt, die aber im Gefahrenfall für das Flugzeug von diesem schnell trennbar ist.
  • Ferner ist es möglich, daß während des Einsatzes der als Bugteil aerodynamisch geformte Einzelbehälter 12, der gegebenenfalls mit Entenleitwerksanordnung, der elektronischen Steuerung 19, dem Antriebsaggregat 20 und/oder mit Streuwaffen 21 versehen ist, für sich allein an der Trageinrichtung weitergeführt ist oder nach dem Abwurf der anderen Einzelbehälter 13, 14, 22 mit dieser oder einzeln zum Einsatz gelangt.
  • Die Trageinrichtung erstreckt sich nicht nur auf den Einsatz von Streuwaffenbehältern, sondern sie ist auch für den Einsatz von Waffen- und Versorgungsbehältern von Vorteil.

Claims (2)

1. Trageinrichtung für eine vielzahl von Streuwaffen, wobei die Trageinrichtung von einem Flugzeug trennbar und als flugfähiger und lenkbarer Tragkörper mit einem Antriebsaggregat ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Streuwaffen (21) in mehreren, mit dem Tragkörper (1) lösbar verbundenen Behältern (12, 13, 14, 22) gelagert sind und daß der Tragkörper (1) mit wahlweise ausschwenkbaren Tragflügeln (3, 4) versehen ist.
2. Trageinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper (1) einen sich in Längsrichtung erstreckenden Schacht (24) aufweist, der als aerodynamische Verkleidung für die auf der Oberseite des Tragkörpers (1) angeordneten Verbindungsleitungen (25) sowie für einen Antrieb (26) und die Lagerung (2) der ausschwenkbaren Tragflügel (3, 4) ausgebildet ist.
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