DE3139352C2 - - Google Patents
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- DE3139352C2 DE3139352C2 DE3139352A DE3139352A DE3139352C2 DE 3139352 C2 DE3139352 C2 DE 3139352C2 DE 3139352 A DE3139352 A DE 3139352A DE 3139352 A DE3139352 A DE 3139352A DE 3139352 C2 DE3139352 C2 DE 3139352C2
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- Cell Separators (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft Blei/Säure-Batterien. Insbesondere
betrifft die Erfindung wartungsfreie Blei/Säure-Batterien
für Pufferanwendungen. Typisch für Pufferanwendungen
ist die Entnahme recht starker Ströme
während beschränkter Zeitspannen, wie beispielsweise bei der
Anwendung als Starter-, Beleuchtungs- und Zündbatterie für
Kraftfahrzeuge.
Für zahlreiche Anwendungsfälle geht der Trend in der Blei/Säure-Batterie-Technologie
dahin, wartungsfreie Batterien
bereitzustellen, die im Verlauf der empfohlenen Lebenserwartung
ohne Zusatz von Wasser zu dem Elektrolyten betrieben
werden können. Die Lebensdauer solcher Batterien ist begrenzt
durch Wasserverluste, die zusammen mit einer Gasentwicklung
und dessen Ableitung auftreten. Aus diesem Grunde
muß von Zeit zu Zeit überschüssiger Elektrolyt zugesetzt
werden, um die auftretenden Wasserverluste zu kompensieren,
um eine zufriedenstellende Lebensdauer zu gewährleisten.
Weiterhin sind abgedichtete Blei/Säure-Batterien vorgeschlagen
worden, deren Elektrolyt unbeweglich ist, wobei die Separatoren
nicht vollständig mit Elektrolyt gesättigt sind.
Das im Überladungszustand oder sonstwie gebildete Gas kann
rasch von einer Elektrode zur anderen diffundieren. Unter
Einhaltung der richtigen Bedingungen kann der an der positiven
Elektrode entwickelte Sauerstoff zur negativen Elektrode
diffundieren, wo er rasch mit aktivem Blei reagieren
wird. Diese Reaktion entlädt teilweise die negative Elektrode,
wodurch die Wasserstoffentwicklung auf ein Minimum
herabgesetzt wird. Diese Reaktionsfolge wird in der Fachwelt
auch als "Sauerstoffzyklus" bezeichnet. Weil die
Sauerstoff-Rekombinationsgeschwindigkeit größer ist, als die
Geschwindigkeit der Sauerstoffentwicklung an der positiven
Elektrode, sollte lediglich ein minimaler Wasserverlust und
Druckaufbau auftreten. Um eine ausreichend hohe Sauerstoff-Rekombinationsgeschwindigkeit
zu gewährleisten, wird ein
vergleichsweise hoher Zelleninnendruck vorgesehen.
Mehr im einzelnen betrifft die Erfindung eine wartungsfreie
Blei/Säure-Batterie mit einem dichten Behälter, der wenigstens
ein, unter üblichen Bedingungen geschlossenes Entlastungsventil
aufweist und der durch innere Trennwände in
eine Anzahl Zellen unterteilt ist. In jeder Zelle befindet
sich eine Anzahl positiver Platten aus einem selbsttragenden
mit positivem, pastenförmigem Aktivmaterial versehenen Gitter
und eine Anzahl negativer Platten aus einem selbsttragenden
mit negativem, pastenförmigem Aktivmaterial versehenen
Gitter. Ferner ist ein ein- oder mehrlagiges, poröses
Separatormaterial vorhanden, das in innigem Kontakt mit den
positiven und negativen Platten steht und das Platten entgegengesetzter
Polarität voneinander trennt. Der Schwefelsäure-Elektrolyt
ist unbeweglich gemacht, und seine Menge
reicht nicht aus, um die adsorbierenden Materialien vollständig
zu sättigen.
Eine Blei/Säure-Batterie dieser Art ist aus der Deutschen
Offenlegungsschrift 28 22 396 bekannt. Das Sicherheitsventil
der bekannten Batterie ist vorzugsweise so eingestellt, daß
es nur unter abnormalen Betriebsbedingungen bei einem erhöhten
überatmosphärischen Druck von beispielsweise 1,75 bar
öffnet. Insbesondere bei Batterien mit höherer Kapazität und
entsprechenden groß-volumigen Batteriebehälter erfordert
dieser vergleichsweise hohe Batterie-Innendruck eine Verstärkung
der Behälterwände.
Weiterhin ist aus der Deutschen Offenlegungsschrift
25 48 935 eine gekapselte Bleizelle und deren Verwendung zur
Herstellung von Batterien bekannt. Die Zelle ist mit einem
zusätzlichen Elektrolytreservoir versehen. Die in der Zelle
vorhandene Elektrolytmenge ist etwa 5 bis 30 Vol.-% größer,
als das Porenvolumen des aktiven Materials und des Separators.
Die Zelle ist mit einem Ventil ausgerüstet, dessen
Ventilkörper bei hohem Innendruck vom Zellendeckel abhebt,
um eine Entlüftung durchzuführen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine
für Pufferanwendungen, insbesondere als Starter-, Beleuchtungs-
und Zündbatterie für Kraftfahrzeuge geeignete Batterie
mit vorstehend genanntem Aufbau bereitzustellen, die für
eine Kapazität von wenigstens 25 Ampere-Stunden ausgelegt
ist und bei einem niedrigeren Innendruck arbeitet, als
vergleichbare, bekannte Batterien dieser Art.
Ausgehend von einer Blei/Säure-Batterie mit den vorstehend
genannten Merkmalen ist die erfindungsgemäße Lösung dieser
Aufgabe dadurch gekennzeichnet, daß die Blei/Säure-Batterie
für eine Kapazität von wenigstens 25 Ampere-Stunden ausgelegt
ist, und das Entlastungsventil bei einem Behälter-Innendruck
von 0,035 bis 0,21 bar Überdruck Gas in die umgebende
Atmosphäre abläßt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen
Blei/Säure-Batterie ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Im wesentlichen beruht die vorliegende Erfindung auf der Beobachtung,
daß eine abgedichtete, wartungsfreie Blei/Säure-Batterie,
die für verschiedene Pufferanwendungen geeignet
ist, beispielsweise als Starter-, Beleuchtungs- und Zündbatterie
von Kraftfahrzeugen bereitgestellt werden kann, indem
der Elektrolyt in hoch-adsorbierenden Separatoren unbeweglich
gemacht wird und trotzdem ein Betrieb bei extrem
niedrigen Innendrücken durchgeführt wird, was die Anwendung
der üblichen, dünnwandigen Batteriebehälter erlaubt. Die erfindungsgemäße
Batterie gewährleistet einen höheren Spitzenstrom
bei relativ hohen Entladungswerten im Vergleich zu den
üblicherweise gebrachten Batterien mit frei beweglichem
Elektrolyten.
Die erfindungsgemäße Blei/Säure-Batterie wird nachstehend
mehr im einzelnen anhand bevorzugter Ausführungsformen mit
Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert; die letzteren
zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Batterie, teilweise geschnitten,
um den Innenaufbau zu zeigen;
Fig. 2 in einer auseinandergezogenen, aufgeschnittenen
Seitenansicht die Anordnung der Platten und
Separatoren einer erfindungsgemäßen Batterie;
Fig. 3 in einer Querschnittsdarstellung den Schnitt
längs der Linie 3-3 aus Fig. 1, um den Innenaufbau
der Batterie noch weiter zu erläutern;
Fig. 4 in Form einer graphischen Darstellung die Abhängigkeit
der Spannung von der Entladungsdauer,
um das verbesserte Kalt-Anlaß-Verhalten
einer erfindungsgemäßen Blei/Säure-Batterie im
Vergleich zu einer handelsüblichen wartungsfreien
Batterie zu zeigen; und
Fig. 5 in Form einer graphischen Darstellung die Spannung
einer erfindungsgemäßen Blei/Säure-Batterie
bei einem industriellen Lebensdauertest
mit einer Vielzahl von Ladungs-Entladungs-Zyklen.
Die Erfindung wird nachstehend, vor allem unter Bezugnahme
auf die Fig. 1 und 2 im einzelnen erläutert. Die dort
dargestellte, erfindungsgemäße Batterie 10 weist einen Behälter
12 auf, der durch innere Unterteilungen 14 in einzelne
Zellen aufgeteilt ist. In jeder einzelnen Zelle sind eine
Anzahl positiver Elektroden 16 durch adsorbierende Separatoren
20 von den negativen Elektroden 18 getrennt.
Die erforderlichen elektrischen Verbindungen können in üblicher
Weise erzeugt werden. In der dargestellten Ausführungsform
verbinden leitfähige Bänder 22 die Elektroden
untereinander. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Zellen
sind in Fig. 3 dargestellt. Die Bänder 22 der endständigen
Zellen sind in üblicher Weise mit den Außenanschlüssen
24 verbunden.
Wie aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich, ist eine Druckentlastung
durch Rohrverteiler 26 zu selbstentlastenden Niederdruck-Entlastungsventilen
vorgesehen, beispielsweise mit
Hilfe von Bunsen-Ventilen 28. Obwohl eine Druckentlastung
durch einen Rohrverteiler dargestellt ist, könnte auch jede
einzelne Zelle mit einem Entlastungsventil ausgestattet
sein. Alternativ könnte auch ein einziger Rohrverteiler für
die sechs dargestellten Zellen vorgesehen werden, oder es
könnten mehr als die zwei dargestellten Rohrverteiler vorgesehen
werden.
Die Elektroden 16 und 18 und die Separatoren 20 sollen festsitzend
innerhalb der Zellen angeordnet sein, d. h., die Elektroden
und Separatoren sollen auch dann ihre Anordnung beibehalten,
wenn der Behälter umgedreht wird. Die Elektroden
können deshalb nahezu die Ausmaße der Innenabmessungen der
Zellen besitzen. Um die Möglichkeit von Kurzschlüssen auszuschließen,
ist es wünschenswert, für die Separatoren
solche Abmessungen vorzusehen, daß deren Kanten zumindest
geringfügig über alle Kanten der Elektroden vorstehen, wie
das in Fig. 2 dargestellt ist; um dies auch an der Unterkante
der Elektroden zu erreichen, können die Separatoren
U-förmig um die Elektroden gefaltet werden, wie das in
Fig. 2 dargestellt ist.
Auf diese Weise ist eine hochwirksame Ausnutzung des Behälterinnenraumes
gewährleistet. Andererseits können bei
Bedarf auch Abstandshalter wie Zwischenlagen oder Abstandsstücke
vorgesehen werden, falls die benutzten Zellen aus
irgendeinem Grunde zu große Abmessungen haben.
Die Gitter der positiven und negativen Elektroden der erfindungsgemäßen
Batterie können aus irgendwelchen bekannten
Gitterlegierungen bestehen, wie sie für übliche wartungsfreie
Batterien eingesetzt werden. Beispielsweise ist es
möglich, eine Calcium-Zinn-Blei-Legierung zu verwenden,
deren Calciumgehalt 0,06 bis 0,20% beträgt und deren Zinngehalt
0,1 bis 0,5% (vorzugsweise 0,2 bis 0,3%) ausmacht,
jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Legierung. Die
verwendeten Legierungen sollen zur Erzeugung von selbsttragenden
Gittern geeignet sein. Die Gitter können nach bekannten
Verfahren erzeugt werden, etwa unmittelbar in der
gewünschten Form gegossen werden oder aus Streckmetall erzeugt
werden.
Vorzugsweise werden Aktivmaterialpasten verwendet, die ein
gesteigertes Adsorptionsvermögen gewährleisten und die
trotzdem mit Hilfe üblicher Ausrüstung bearbeitet werden
können und ein System mit befriedigender Lebensdauer und
befriedigenden Kenn- und Leistungsdaten ergeben. Zu diesem
Zweck sind die Pastendichtewerte des positiven Aktivmaterials
vorzugsweise geringer als die Pastendichtewerte bei
üblichen Blei/Säure-Batterien mit frei beweglichem Elektrolyten,
bei denen solche langlebigen, Bleioxidmaterialien
eingesetzt werden, wie sie etwa im Barton-Tiegel erhalten
werden. Zweckmäßigerweise werden Plattendichtewerte im Bereich
von 2,9 bis 4,1 g/cm³ für das ausgehärtete, nicht-formierte
positive Aktivmaterial vorgesehen. Ein Dichtewertebereich
von 3,0 bis 4,2 g/cm³ für das ausgehärtete
und formierte positive Aktivmaterial ist akzeptabel.
Um die angestrebten Elektrolyt-Festhalteeigenschaften zu
realisieren, ist vorzugsweise vorgesehen, in die Paste ein
Elektrolyt-festhaltendes Mittel wie etwa kolloidales Siliciumdioxid
einzuarbeiten. Die Einarbeitung von kolloidalem
Siliciumdioxid in einer Menge von 0,05 bis 1,0%, bezogen
auf das Gesamtgewicht des nicht-formierten, positiven Aktivmaterials,
hat sich als zufriedenstellend erwiesen. Es sind
andere Elektrolyt-festhaltende Materialien bekannt und können
in gleicher Weise als Substitute verwendet werden, die
das Siliciumdioxid teilweise oder ganz ersetzen können.
Zweckmäßigerweise soll das Elektrolyt-festhaltende Mittel
gleichzeitig auch als Quellmittel wirken, nämlich die Konsistenz
der feuchte Paste erhöhen und deren Handhabbarkeit
verbessern. Kolloidales Siliciumdioxid befriedigt auch in
dieser Hinsicht.
Vorzugsweise werden auch die Eigenschaften des negativen
Aktivmaterials verbessert, insbesondere, um dessen Adsorptionsvermögen
zu erhöhen, und um die Auswirkungen flacher
Zyklen zu kompensieren. Zu diesem Zweck werden der negativen
aktiven Paste vorzugsweise eine Kombination der üblicherweise
verwendeten Pastenzusätze in einem größeren Anteil
zugesetzt, als dies üblicherweise geschieht. Als eine Komponente
ist vorzugsweise ein übliches organisches Aufweitungsmittel
in einem Anteil von 0,3 bis 1,0%, bezogen auf das
Gewicht der trockenen, nicht-formierten Paste, vorgesehen.
Verschiedene Lignosulfonate wie beispielsweise Natriumlignosulfonat,
sind zu diesem Zweck bekannt und hier geeignet.
Zusätzlich ist vorzugsweise vorgesehen, ein Additiv zu verwenden,
um eine physikalische Verfestigung der sich im Verlauf
des Zyklus bildenden Bleisulfatkristalle zu größeren
Kristallen und gegebenenfalls zu einer im wesentlichen
festen Schicht mit minimaler Porosität auf ein Minimum zu
beschränken, da dies den Aufall der Batterie zur Folge
hätte. Zu diesem Zweck sind Zelluloseflocken geeignet, die
in einem Anteil von 0,3 bis 1,0 Gew.-% eingesetzt werden
können.
Es gibt Anhaltspunkte dafür, daß die maximalen Vorzüge nicht
erreicht werden, wenn lediglich eine Sorte Aufweitungsmittel
eingesetzt wird, da deren Wirkungsweisen vermutlich unterschiedlich
sind. In einigen Ausführungen beeinflußt das organische
Aufweitungsmittel die Morphologie der Bleisulfatstruktur,
um einem Porositätsverlust entgegenzuwirken. Die
einer Verfestigung entgegenwirkenden Zusätze wirken vermutlich
im Ergebnis als physikalisch wirkende Abstandshalter.
Vorzugsweise sollen die verwendeten Pastenzusätze gleichzeitig
als Quellmittel für die Paste wirken. Zelluloseflocken
und Natriumlignosulfat wirken beide in dieser Richtung.
Vorzugsweise ist ein Gemisch aus 0,75% Natriumlignosulfat
und 0,6% Zelluloseflocken, jeweils bezogen auf das Gewicht
der getrockneten, nicht-formierten Paste, vorgesehen. Die
Anwendung dieses Gemisches scheint die angestrebte Lebensdauer
mit der vorgesehenen Zyklenzahl zu gewährleisten.
Die Dichtewerte der ausgehärteten, nicht-formierten Paste
des negativen Aktivmaterials sollen zweckmäßigerweise im
Bereich von 3,5 bis 4,4 g/cm³ liegen. Ein Dichtewertebereich
von 3,2 bis 4,1 g/cm³ für das ausgehärtete und formierte
negative Aktivmaterial ist zufriedenstellend. Obwohl
die oben beschriebenen Zusätze zu der negativen Paste
einem Porositätsverlust entgegenwirken und deshalb das
Adsorptionsvermögen gewährleistet ist, kann vorzugsweise
auch in die negative Paste ein Elektrolyt-festhaltendes
Mittel wie etwa kolloidales Siliciumdioxid eingearbeitet
werden. Anteile im Bereich von 0,05 bis 1,0%, bezogen auf
das Gewicht der getrockneten, nicht-formierten Paste sind zu
diesem Zweck geeignet.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist festgestellt worden,
daß ein zufriedenstellender Sauerstoffzyklus auch dann
noch gewährleistet ist, wenn die Menge an negativem Aktivmaterial
kleiner ist als die Menge an positivem Aktivmaterial.
Vorzugsweise ist ein Gewichtsverhältnis von negativem
Aktivmaterial zu positivem Aktivmaterial von 0,75 bis 0,92
zu 1 vorgesehen. Dies führt nicht nur zu einer Gewichtsverringerung,
sondern auch zu geringeren Kosten, ohne nachteilige
Auswirkungen auf die Leistung der Batterie.
Das für die Separatoren 20 benutzte Material soll in Schwefelsäure-Elektrolyten
beständig sein, gegen eine Oxidation
durch Bleidioxid (PbO₂) beständig sein, und soll keine Materialien
in den Elektrolyten abgeben, welche die Zell-Leistung
nachteilig beeinflussen könnten. Darüber hinaus soll
das Material hoch-porös sein, zumindest eine Porosität von
70 bis 75% und wünschenswerterweise bis 90% aufweisen.
Ferner soll das Separatormaterial ausreichend kompreßsibel
sein, damit es zumindest im wesentlichen den Formänderungen
der Elektroden im Verlauf des Zusammenbaues und des Batteriebetriebes
folgen kann. Weiterhin soll der mittlere Porendurchmesser
ausreichend klein sein, damit eine Dendritenwanderung
von der negativen Platte und ein Herabfallen des
Aktivmaterials von der positiven Platte verhindert wird.
Jedoch darf der mittlere Porendurchmesser nicht so klein
sein, daß ein übermäßig hoher Innenwiderstand resultieren
würde. Andererseits soll der mittlere Porendurchmesser ausreichend
groß sein, damit das Separatormaterial vom Elektrolyten
leicht benetzt wird. Weiterhin muß das Separatormaterial
den Elektrolyten über die gesamte angestrebte Höhe des
Separators hinweg dochtartig fortleiten können. Schließlich
muß das Separatormaterial im Gebrauch vorzugsweise ein im
wesentlichen einheitliches Hohlraumvolumen innerhalb des
Separators gewährleisten. Der Separator muß ein ausreichendes
Hohlraumvolumen aufweisen, um die Geschwindigkeit des
Sauerstofftransportes zu gewährleisten, welche zur Aufrechterhaltung
des angestrebten Zelleninnendruckes erforderlich
ist. Es wird angenommen, daß dieses Hohlraumvolumen durch
einige der Poren bereitgestellt wird, deren Wände mit einem
Elektrolytfilm bedeckt sind, deren zentraler Porenabschnitt
jedoch Elektrolyt-frei ist. Eine zufriedenstellende Sauerstoffrekombination
wird für einige Anwendungen selbst dann
erreicht, wenn der Separator sorgfältig mit Elektrolyten
benetzt ist. In dieser Hinsicht kann die Brauchbarkeit bestimmt
werden durch Bestimmung des Gewichtsverlustes (Wasser),
der im Verlauf der Lade-Entlade-Zyklen auftritt. Bei
einem geeigneten Material darf kein übermäßig hoher Wasserverlust
auftreten.
Die Dicke des Separators wird im allgemeinen von der Zellenleistung
und der zu erwartenden Betriebsgeschwindigkeit
bei einer besonderen Anwendung bestimmt. In dieser Hinsicht
unterscheidet sich die Separatorschichtdicke nicht wesentlich
von solchen Separatorschichtdicken, die bei anderen
Blei/Säure-Zellen für besondere Verwendungszwecke geeignet
sind.
Geeignet ist beispielsweise ein Borsilikatglasmaterial, das
aus Glasmikrofasern und zerhackten Strängen besteht. Materialien
dieser Art sind handelsüblich zugänglich und sind
bereits kürzlich für abgedichtete Blei/Säure-Zellen eingesetzt
worden. Ein besonders zufriedenstellendes, handelsübliches
Material weist die nachstehenden typischen Eigenschaften
auf:
nominelle Dicke 300 µm Luftdurchlässigkeit (nach ASTMD 737-75) 15,1 1/min/100 cm² bei 12,7 mm Wasserdampfdruck Δ P (bestimmt mit dem Frazier Permeometer), mittlere Porengröße 12,6 µm und eine Porosität (bestimmt durch das Quecksilbereindringverfahren) von 1,2 m²/g.
nominelle Dicke 300 µm Luftdurchlässigkeit (nach ASTMD 737-75) 15,1 1/min/100 cm² bei 12,7 mm Wasserdampfdruck Δ P (bestimmt mit dem Frazier Permeometer), mittlere Porengröße 12,6 µm und eine Porosität (bestimmt durch das Quecksilbereindringverfahren) von 1,2 m²/g.
Vorzugsweise ist vorgesehen, wenigstens eine Schicht dieses
Borsilikatglas-Materials benachbart zu den Elektroden anzuordnen.
Darüber hinaus können zusätzliche Schichten aus
anderen Materialien vorgesehen werden, beispielsweise zur
Verstärkung und um die Handhabbarkeit im Verlauf des Herstellungsverfahrens
zu verbessern. In dieser Hinsicht können
beispielsweise handelsüblich zugängliche Blätter, Bögen oder
dünne Platten aus vliesartigem Material aus Polyäthylen,
Polypropylen und Polyester verwendet werden. Solche Materialien
weisen das gewünschte Elektrolytzurückhaltevermögen
auf und sind darüber hinaus preiswert und gewährleisten erhöhte
Festigkeit. Ein solches laminares Separatorsystem kann
vorgesehen werden, um die erforderliche Festigkeit zu gewährleisten,
um relativ einfach und sicher taschenförmige
oder U-förmige gefaltete Separatoren mit Hilfe der üblicherweise
angewendeten, Hoch-Geschwindigkeits-Zusammenbau-Technik
zur Fertigung von Pufferbatterien zu erzeugen.
Für einen bestimmten Anwendungsfall läßt sich das spezifische
Gewicht des Elektrolyten bei voller Ladung leicht ausrechnen.
Typische spezifische Gewichte bei voller Ladung
liegen im Bereich von 1,255 bis 1,320 g/cm³, mit befriedigenden
Ergebnissen, wobei ein Bereich von 1,285 bis
1,320 g/cm³ bevorzugt wird. Besondere Anwendungsfälle können
es erforderlich machen, eine Säure mit etwas höherem
oder niedrigerem spezifischen Gewicht einzusetzen.
Die Formierung der mit Paste versehenen Elektroden kann nach
bekannten Verfahren erfolgen. Es ist möglich, die Elektroden mit Hilfe
der üblichen Tankformierung zu formieren, bevor
sie in dem Batteriebehälter zusammengebaut werden. Sofern
dieses Verfahren angewandt wird, sollen die formierten
Elektroden getrocknet werden, um restlichen Elektrolyten zu
entfernen.
Es wird jedoch angestrebt, die nicht-formierten Elektroden
und die Separatoren in den Behälter einzubringen, die notwendigen
elektrischen Verbindungen zu erzeugen, den Batteriedeckel
dicht am Behälter anzubringen, den erforderlichen
Elektrolyten durch eine für die Anbringung des Entlastungsventils
im Deckel vorgesehene Öffnung in den Behälter einzubringen
und daraufhin das Entlastungsventil in seine Betriebsstellung
zu bringen. Die Formierung wird daraufhin
unter Bedingungen durchgeführt, wie sie für die übliche Ein-Schritt-Blei/Säure-Batterien-Formierung
geeignet sind. Es
kann jedoch zweckmäßig sein, in den Endstufen des Formierungsvorganges
weniger harte Bedingungen vorzusehen, als
dies üblicherweise geschieht. Weiterhin kann es wünschenswert
sein, den Formierungselektrolyten anfangs etwas abzukühlen.
In gleicher Weise ist zu beachten, daß eine in-situ-Formierung
innerhalb 30 bis 60 min nach Zugabe des Elektrolyten
begonnen wird. Längere Verzögerungen können innere Kurzschlüsse
hervorrufen.
Die zugesetzte Elektrolytmenge darf nicht ausreichen, um die
adsorbierenden Materialien vollständig zu sättigen; d. h.,
die Batterie soll in einem Zustand mit ungenügender Elektrolyt-Füllung
verbleiben. Obwohl die Batterie im Gebrauch
selbst-regulierend ist, könnte eine vollständige Sättigung
zu einer übermäßigen Gasentwicklung im Verlauf der anfänglichen
Stufen beim Aufladezyklus führen. Beim weiteren Gebrauch
wird dann ein Gleichgewichtszustand erreicht mit
wirksamem Sauerstoffrekombinationszyklus. Die im Verlauf der
anfänglichen Stufen auftretende, etwas höhere Gasentwicklung
kann weitgehend beseitigt werden, indem das für eine wirksame
Sauerstoffrekombination erforderliche besondere Hohlraumvolumen
eingestellt wird. Insgesamt hat es sich als
zweckmäßig erwiesen, eine ausreichende Menge Elektrolyt zuzusetzen,
um das Adsorptionsvermögen des Systems bis zu
einem Wert von ungefähr 90% zu sättigen.
Es ist sorgfältig darauf zu achten, in dem System freiem
Elektrolyten zu vermeiden. Nennenswerte Mengen an freiem
Elektrolyten (d. h., nicht unbeweglich gemacht in dem Elektrolyt
und den Separatoren) können die Leistung dieser Batterien
nachteilig beeinflussen.
Am Batteriebehälter ist ein selbst-wiederschließendes Entlastungsventil
vorgesehen, das bereits bei einem extrem niedrigen
Innendruck den Druckausgleich durchführt. Zu diesem
Zweck ist ein Ventil vorgesehen, das bei einem Innendruck
von 0,035 bis 0,21 bar Überdruck öffnet. In der Tat ist vorzugsweise
vorgesehen, während des Betriebs einen inneren Arbeitsdruck
von nicht mehr als 0,07 bar oder vielleicht
0,14 bar Überdruck anzuwenden, so daß die üblicherweise benutzten,
dünnwandigen Kunststoffbehälter angewandt werden
können.
Die nachstehenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung
der Erfindung, ohne diese einzuschränken. Sofern andere Angaben
fehlen, beziehen sich sämtliche Prozentangaben auf das
Gewicht.
Dieses Beispiel erläutert die Leistungsfähigkeit einer abgedichteten,
erfindungsgemäßen Blei/Säure-Batterie im Vergleich
zu einer üblichen, wartungsfreien Batterie mit frei
beweglichen Elektrolyten.
Batterien mit einer Nennleistung von ungefähr 71 Ampere-Stunden
wurden in einem Hartgummibehälter zusammengebaut.
Jede Batterie enthielt 17 Platten pro Zelle. Als Legierungen
für die Gitter beider Batterien eine Calcium-Zinn-Blei-Legierungen
einer Zusammensetzung 0,09% Calcium, 0,3%
Zinn, Rest Blei. Die Dichte der positiven Paste betrug
4,0 g/cm³ und diejenige der negativen Paste 4,4 g/cm³, jeweils
bezogen auf das Gewicht der getrockneten, nicht-formierten
Paste. Die Pasten wurden bei 60°C ungefähr 16 h lang
bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100% ausgehärtet,
und im Anschluß daran bei 60°C für eine Zeitspanne von ungefähr
48 h in einer Umgebung mit 0% relativer Luftfeuchtigkeit
gehalten. Jede Elektrode der erfindungsgemäßen Batterie
wurde mit einem 2-schichtigen Separator umwickelt, der eine
0,33 mm dicke Innenschicht aus dem obengenannnten Borsilikatglas-Material
und eine 0,33 mm dicke Außenschicht aus
einem punktweise gebundenen Polypropylen-Vliesmaterial aufwies.
Dieser Separator war U-förmig um die Elektrode gefaltet,
wie das Fig. 2 zeigt. Für die übliche, wartungsfreie
Batterie wurde ein üblicher Polyvinylchloridseparator mit
einer Schichtdicke von 0,94 mm mit einem 0,30 mm starken
Rückengewebe verwendet.
Weitere konstruktionelle Einzelheiten ergeben sich aus der
nachstehenden Tabelle 1
Weitere Einzelheiten der jeweiligen Batterien ergeben sich
aus der nachstehenden Tabelle 2.
Die Platten und Separatoren wurden innerhalb der Behälter
angeordnet, die notwendigen elektrischen Verbindungen erzeugt
und die Formierungssäure mit einem spezifischen Gewicht
von 1,200 g/cm³ auf -18°C abgekühlt. Es wurde eine
Ladungsfolge von 7 A für 16,5 h, anschließend von 4 A für
3 h und daraufhin von 2 A für 2 h durchgeführt. Daraufhin
wurden die Behälterabdeckungen angebracht. Die abgedichtete
Batterie wies ein übliches Bunsen-Entlastungsventil auf, das
bei einem Innendruck von 0,035 bar Überdruck öffnete.
Die Batterien wurden daraufhin geprüft, wobei die in der
nachstehenden Tabelle 3 aufgeführten Ergebnisse erhalten
wurden.
Es ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäße, abgedichtete
Batterie eine bessere Kaltstart-Energie gewährleistet, als
die übliche, wartungsfreie Batterie. Fig. 4 zeigt diese
bessere Leistung für die 60 sec lange Entladung jeder Batterie,
wobei die Kurve "1" das erfindungsgemäße, abgedichtete
System betrifft, während die Kurve "2" die übliche,
wartungsfreie Batterie betrifft.
Wie jedoch aus Tabelle 3 ersichtlich ist, war die Leistungsreserve
der erfindungsgemäßen, abgedichteten Batterie deutlich
kleiner als diejenige der üblichen, wartungsfreien Batterie.
Hier ist jedoch zu beachten, daß die Aktivmaterialpasten
nicht modifiziert waren, wie das oben beschrieben ist,
woraus die Notwendigkeit einer geeigneten Modifizierung erkennbar
ist, um sämtliche Vorzüge der vorliegenden Erfindung
auszuwerten.
Die erfindungsgemäße, abgedichtete Batterie wurde einem
üblichen SLI-Test (12 Minuten-Zyklus, J-240-Folge) unterzogen
und fiel nach ca. 4500 Zyklen aus, was deutlich weniger
ist, als die typische Leistungsfähigkeit einer handelsüblich
zugänglichen, wartungsfreien Batterie. Die Art des Ausfalles
ließ jedoch darauf schließen, daß die Ursachen in einem Konstruktionsfehler
des besonderen positiven Gitters zu suchen
war.
Dieses Beispiel erläutert die Lebensdauer, die bei einer erfindungsgemäßen,
abgedichteten Batterie erzielbar ist.
Es wurde eine Versuchsbatterie zusammengebaut mit einer
Nennleistung von ungefähr 67-Ampere-Stunden, die 13 Platten
pro Zelle enthielt. Die verwendeten Legierungen hatten die
in Beispiel 1 angegebene Zusammensetzung. Die Dichte der
ausgehärteten, nicht-formierten Paste des negativen Aktivmaterials
betrug ungefähr 4,4 g/cm³ und diejenige des positiven
Aktivmaterials ungefähr 3,9 g/cm³. Die negative Paste
wurde aus einem Material erzeugt, das im wesentlichen enthielt:
1200 g Bleiglätte (Blei(II)Oxid), 50 g übliches Aufweitungsgemisch
und ungefähr 0,3% kolloidales Siliciumdioxid,
bezogen auf das Gewicht der trockenen, nicht-formierten
Paste.
Die Pasten wurden ausgehärtet, wie das in Beispiel 1 beschrieben
ist. Die positiven Platten wurden mit 2 Lagen des
oben beschriebenen Borsilikatglas-Materials umwickelt; die
negativen Platten wurden mit einer einzigen Lage dieses
Borsilikatglas-Materials umwickelt.
Die Platten und Separatoren wurden in einem dünnwandigen
Standard-Kunststoffbehälter (für SLI-Anwendungen) angeordnet,
wie er auch für handelsübliche, wartungsfreie Batterien
verwendet wird, der jedoch dahingehend modifiziert worden
war, um die Höhe der Halterungen am Boden des Behälters
erheblich zu verringern. Der Zusammenbau und die Formierung
erfolgten im wesentlichen in gleicher Weise wie das in Beispiel
1 beschrieben ist, wobei für die Formierung die besondere
Folge mit Ladevorgängen von 7 A für 18 h, gefolgt von
4 A für 6 h und schließlich von 2 A für 2 h durchgeführt
wurde.
Weitere konstruktive Einzelheiten ergeben sich aus der nachstehenden
Tabelle 4, wo ebenfalls entsprechende Angaben für
eine übliche, wartungsfreie Batterie zum Vergleich gegenübergestellt
sind.
In der nachstehenden Tabelle 5 sind Einzelheiten der zusammengebauten
Batterie aufgeführt, einschließlich Angaben zu
der Vergleichsbatterie.
Die erfindungsgemäße, abgedichtete Batterie wurde untersucht,
und die ermittelten Ergebnisse sind in der nachstehenden
Tabelle 6 aufgeführt, zusammen mit Angaben über
die übliche Vergleichsbatterie.
Aus der Tabelle 6 ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäße,
abgedichtete Batterie die gleiche Verbesserung beim Kaltstart
gewährleistet, wie die Batterie nach Beispiel 1. Die
Modifizierungen der negativen Gitter und der erhöhte Abstand
zwischen benachbarten Platten haben zu einer Verbesserung
gegenüber der Batterie nach Beispiel 1 geführt. Eine weitere
Verbesserung in dieser Hinsicht kann durch eine weitere Modifizierung
der Aktivmaterialpasten erzielt werden, wie das
oben beschrieben ist. Mit der abgedichteten Batterie wurde
die in Beispiel 1 angegebene Lebensdauerprüfung durchgeführt
(J-240-Prüfung), welche eine Lebensdauer von ungefähr 8000
Zyklen ergab. Im Verlauf dieser Untersuchungs-Folgen wurde
die Batterie bei 500 A entladen, und es wurden die 5-sec-Spannung
und die 30-sec-Spannung aufgezeichnet. Die entsprechenden
Ergebnisse sind in Fig. 5 graphisch dargestellt, wobei
die Kurve "3" die 5-sec-Spannung und die Kurve "4" die
30-sec-Spannung wiedergibt. Der Ausfall beruhte auf einer
Korrosion des positiven Gitters, was offensichtlich auf
einem Konstruktionsfehler an diesen Gittern beruhte.
Als eindeutiges Ergebnis ist festzuhalten, daß diese erfindungsgemäße,
abgedichtete Batterie während der gesamten
J-240-Lebensdauerprüfung lediglich ungefähr 68,0 g Wasser
(bei einer Meßgenauigkeit von ±22,6 g) verloren hat, was
etwa eine Größenordnung weniger ist, als für übliche, wartungsfreie
Batterien zu erwarten ist.
Damit ist dargelegt worden, daß die erfindungsgemäße Batterie
sämtliche Vorteile eines abgedichteten Systems gewährleistet
und insbesondere einen verbesserten Spitzenstrom bei
relativ hohen Entladungswerten für kurze Zeitspannen gewährleistet,
wie sie bei einer Vielzahl sog. Pufferanwendungen
auftreten können. Bei der Anwendung als Starter-, Beleuchtungs-
und Zündbatterie von Kraftfahrzeugen gewährleistet
die vorliegende Erfindung eine deutlich gesteigerte Kaltstartenergie.
Diese Leistung wird unter Beibehaltung der
anderen Leistungs- und Kenndaten erzielt. Die Gewährleistung
einer wirksamen Sauerstoffrekombination auch bei extrem
niedrigen Werten für den Innendruck erlaubt überlegene Eigenschaften
hinsichtlich der Wartungsfreiheit. Das Arbeiten
mit den niederen Innendrücken erlaubt weiterhin die Anwendung
üblicher, dünnwandiger Kunststoffbehälter, was sich als
ein besonders wertvoller Gesichtspunkt für die Anwendung bei
Kraftfahrzeugen erweist, wo die Gewichtsreduzierung mehr und
mehr an Bedeutung gewinnt. Tatsächlich kann die relativ hohe
volumenmäßige Energiedichte, die erfindungsgemäß erreichbar
ist, dazu ausgenutzt werden, um Behälter mit noch kleineren
Abmessungen vorzusehen, ohne die Leistungsfähigkeit der
Batterie zu beeinträchtigen.
Claims (13)
1. Wartungsfreie Blei/Säure-Batterie,
insbesondere für die Anwendung als Starter-, Beleuchtungs-
und Zündbatterie für Kraftfahrzeuge,
mit einem dichten Behälter (12), der wenigstens ein,
unter üblichen Bedingungen geschlossenes Entlastungsventil
(28) aufweist und der durch innere Trennwände (14)
in eine Anzahl Zellen unterteilt ist,
mit einer Anzahl positiver Platten (16) aus einem selbsttragenden
mit positivem, pastenförmigen Aktivmaterial
versehenen Gitter in jeder Zelle,
mit einer Anzahl negativer Platten (18) aus einem selbsttragenden
mit negativem, pastenförmigem Aktivmaterial
versehenen Gitter in jeder Zelle,
mit einem ein- oder mehrlagigen, porösen Separatormaterial
(20) in innigem Kontakt mit den positiven und negativen
Platten (16 bzw. 18), das Platten entgegengesetzter
Polarität voneinander trennt, und
mit einem unbeweglich vorliegenden Schwefelsäure-Elektrolyten,
dessen Menge nicht ausreicht, um die adsorbierenden
Materialien vollständig zu sättigen,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Blei/Säure-Batterie für eine Kapazität von wenigstens
25-Ampere-Stunden ausgelegt ist, und
das Entlastungsventil (28) bei einem Behälter-Innendruck
von 0,035 bis 0,21 bar Überdruck Gas in die umgebende
Atmosphäre abläßt.
2. Batterie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens ein positives und/oder negatives Gitter aus
einer Calcium-Zinn-Blei-Legierung besteht.
3. Batterie nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das positive Aktivmaterial eine Dichte von 3,0 bis
4,2 g/cm³ aufweist.
4. Batterie nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
das negative Aktivmaterial eine Dichte von 3,2 bis
4,1 g/cm³ aufweist.
5. Batterie nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
das positive Aktivmaterial und/oder das negative Aktivmaterial
ein den Elektrolyten zurückhaltendes Mittel in
einem Anteil von 0,05 bis 1,0 Gew.-% enthält.
6. Batterie nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
das den Elektrolyten zurückhaltende Mittel kolloidales
Siliciumdioxid ist.
7. Batterie nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
das negative Aktivmaterial ein organisches Aufweitungsmittel
in einem Anteil von 0,3 bis 1,0 Gew.-% enthält.
8. Batterie nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
das negative Aktivmaterial in einem Anteil von 0,3 bis
1,0 Gew.-% einen Zusatz enthält, welcher die Verfestigung
der Bleisulfatkristalle im Verlauf der Ladungs-Entladungs-Zyklen
auf ein Minimum reduziert.
9. Batterie nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Gewichtsverhältnis von negativem Aktivmaterial zu
positivem Aktivmaterial einen Wert kleiner 1,0 hat.
10. Batterie nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Wert dieses Verhältnisses im Bereich von 0,75 bis
0,92 : 1 liegt.
11. Batterie nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
das den Elektrolyten zurückhaltende und adsorbierende
Separatormaterial ein Borsilikatglasmaterial ist.
12. Batterie nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Separator wenigstens zweilagig aufgebaut ist und die
zu den Platten benachbarte Lage aus dem Borsilikatglas-Material
besteht.
13. Batterie nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
über einen gemeinsamen Rohrverteiler eine Anzahl Zellen
an ein Druckentlastungsventil angeschlossen ist.
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