DE3140153C2 - - Google Patents
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Description
Die Reaktion von Olefinen zur Bildung längerer Ketten von
2 oder mehr Monomereinheiten ist gut bekannt. Es ist gut bekannt,
daß Äthylen und andere Olefine zur Bildung von Produkten
mit relativ niedrigem Molekulargewicht durch die Verwendung
von bestimmten metallorganischen Katalysatoren polymerisiert
werden können. Allgemein gesprochen sind diese
Katalysatoren Verbindungen von Metallen der Gruppe IV bis
VI des Periodensystems in Kombination mit anderen Verbindungen
von Metallen der Gruppe I bis III. Die Ziegler-Katalysatoren
sind Beispiele solcher Katalysatoren und sind
vorzugsweise spezielle Kombinationen von Titanhalogenid und
einer Trialkylaluminiumkomponente mit oder ohne anderen
Metallpromotoren. Andere Katalysatoren, wie Alkylaluminiumhalogenide
(vorzugsweise das Chlorid) wurden auch zur
Durchführung dieser Reaktion in Kombination mit Alkyltitanestern
verwendet.
Diese Katalysatoren sind homogen, indem sie in dem Reaktionsmedium
löslich sind. Die Katalysatoren sind sehr wirksam,
d. h. die Reaktion kann leicht zur Herstellung von Verbindungen
mit hohem Molekulargewicht mit den geeigneten Mengen
an Katalysator durchgeführt werden. In einigen Fällen können
unter Verwendung von außerordentlich niedrigen Konzentrationen
an Katalysator in dem Reaktionssystem Produkte mit
niedrigem Molekulargewicht, insbesondere Dimere, Trimere
und Tetramere hergestellt werden.
Freie Radikale, Carboniumionen und Carbanionen wurden auch
verwendet, um die Reaktion von Olefinen, insbesondere α-Olefinen
zur Herstellung von Polymeren von hohem Molekulargewicht
anzuregen.
Die Verwendung von Säurekatalysatoren, wie Schwefelsäure,
zur selektiven Reaktion von Isoolefinen in Gegenwart anderer
Olefine zur Herstellung von Produkten von niedrigem Molekulargewicht
ist auch z. B. aus den US-PS 35 64 317 und
38 32 418 gut bekannt. Die US-PS 40 65 512 offenbart die
Verwendung von Perfluorsulfonsäureharz, insbesondere in
Form von Filmen, zur Polymerisation von Isobuten zur Herstellung
von Dimeren, Trimeren und höheren Oligomeren.
Neuerdings offenbart die US-PS 42 15 011 die Verwendung
eines sauren Kationenaustauscherharzes in einem heterogenen
Kombinationsreaktions-Destillationssystem zur selektiven
Dimerisierung von Isobuten in Gegenwart von n-Buten.
Die Reaktion ist sehr vorteilhaft zur Reaktion von Isobuten
mit sich selbst, obgleich einiges Codimeres zwischen n-Butenen und Isobuten gebildet wird, und stellt ein Mittel zur
Trennung von Isobuten aus einem C₄-Strom dar.
Es dürfte sich daher aus dem Stand der Technik ergeben, daß
n-Butene anders als Isobuten in Gegenwart eines Säurekatalysators
oder sauren Kationenaustauscherharzes hinsichtlich
der Bildung von Dimeren nicht reaktiv sind.
Im einzelnen wurde gefunden, daß n-Butene, sowohl Buten-1 als
auch Buten-2, in flüssiger Phase in Gegenwart von sauren
Kationenaustauscherharzen bei Temperaturen im Bereich von 80 bis
130°C hinsichtlich der Bildung von Dimeren reaktiv sind.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung
von Dimeren von n-Butenen, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Beschickung in flüssiger Phase, enthaltend zumindes
70 Mol-% n-Buten und weniger als 1 Mol-% Isobuten, mit
einem Festbett-Kationenaustauscherharz, das eine Korngröße
von etwa 0,25 bis 2 mm besitzt, in indirektem Kontakt
mit einem fluiden Wärmeaustauschmedium bei einer Temperatur
im Bereich von 80 bis 130°C bei einer flüssigstündlichen
Raumgeschwindigkeit von 2 bis 5 kontaktiert wird, und
der Produktstrom aus dem Reaktor entfernt wird.
Gegenüber dem aus der GB-PS 9 73 555 bzw. der entsprechenden
DE-AS 11 94 399 bekannten Verfahren, das die Umsetzung von
n-Butenen untereinander in flüssiger Phase mit einem
dispergierten Kationenaustauscherharz bei Temperaturen von
90 bis 100°C und Verweilzeiten von 30 Minuten bis zu 3
Stunden betrifft, zeichnet sich das erfindungsgemäße
Verfahren insbesondere durch eine nicht zu erwartende
erhöhte Produktivität aus.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird die Temperatur der Reaktion durch Standardmessungen
unter Verwendung eines Thermoelements vom K-Typ
bestimmt. Im allgemeinen wird eine längere Verweilzeit der
Reaktanten in dem Katalysatorbett bei den niedrigeren Reaktionstemperaturen
verwendet. So werden über den offenbarten
Bereich von Temperaturen Verweilzeiten ausgedrückt als
flüssigstündliche Durchsatzgeschwindigkeit (LHSV) von 0,10
bis 10, vorzugsweise 2 bis 5 LHSV, verwendet, und eingestellt,
um die maximale Ausbeute an Oligomeren zu erhalten.
Niedrigere Reaktionstemperaturen in dem zitierten Bereich
können mit längeren Verweilzeiten der Reaktanten in dem
Katalysatorbett verwendet werden.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Fig. 2 ist ein Querschnitt eines Reaktors zur Durchführung
des Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung.
Fig. 3 ist ein Querschnitt des Reaktors von Fig. 2 entlang
der Linie 3-3.
Ein interessantes Resultat des vorliegenden Verfahrens ist,
daß das Reaktionsprodukt eine gleiche Mischung ist, gleichgültig,
ob die Monomerbeschickung aus Buten-1 oder Buten-2
oder einer Mischung der beiden besteht. Es soll bemerkt werden,
daß etwaiges in dem Reaktionssystem vorhandenes Isobuten
bevorzugt reagiert, um entweder ein Dimeres oder ein Codimeres
mit den n-Butenen zu bilden. So sollte der Anteil
an anwesendem Isobuten so minimal sein, daß die Reinheit des
gewünschten n-Butendimerisationsproduktes nicht gestört oder
geändert wird. Die Beschickung zu dem Reaktor muß daher weniger
als 1 Mol-% Isobuten enthalten. Größere Anteile an Isobuten
ergeben ein Produkt mit derart von dem n-Butendimerprodukt
verschiedenen Eigenschaften, daß das Produkt für die Verwendungen
für die das n-Butendimere eingesetzt wird, nicht vorteilhaft
ist.
Das Produkt der Oligomerisierungsreaktion der n-Butene enthält
zusätzlich zu dem n-Butendimeren ein Codimeres von Isobuten
oder Diisobuten, wenn Isobuten in dem Reaktionssystem
anwesend ist, und höhere Oligomere der n-Butene und/oder
Isobuten, üblicherweise Trimere und Tetramere. In dem Reaktor
werden die n-C₄-Olefine mit dem Katalysator kontaktiert und
sie reagieren unter Bildung eines Polymeren vorwiegend mit
einem zahlenmittleren Molekulargewicht eines C₁₆-Kohlenwasserstoffs
oder weniger. Einige höhere Polymere von nicht
spezifischer Konfiguration können als sehr geringe Nebenprodukte
gebildet werden. Die verschiedenen Komponenten des
Produktstroms, z. B. n-Butendimeres, -trimeres, werden
durch Destillation getrennt.
Der Dimerenanteil des Reaktionsprodukts von n-Butenen gemäß
der vorliegenden Erfindung ist überraschenderweise
linear im Vergleich zu ähnlichen Materialien, die nach
früheren Verfahrensweisen hergestellt wurden. Das n-Butendimerprodukt
der vorliegenden Erfindung besteht hauptsächlich
aus Dimethylhexenen, mit einigen Methylheptenen
und mit sehr wenig Trimethylpentenen, d. h. weniger als 5 Mol-%
(typischerweise weniger als 1 bis 3 Mol-% neben dem
Dimerprodukt, den 3,4-Dimethylhexenen). Diese Produktzusammensetzung
unterscheidet sich signifikant von derjenigen
die z. B. aus Phosphorsäureoligomerisierungen von n-Butenen
erhalten wurde, die typischerweise beträchtlich mehr an Trimethylpentenen
produzieren (10 bis 80mal mehr).
Die Beschickung zu dem Reaktor sollte frei von irgendwelchem
eingedrungenen Zweitphasenwasser sein.
Bei dem vorliegend eingesetzten n-Buten ist die Stellung der
Doppelbindung, d. h. in der 1- oder 2-Stellung, bei der Durchführung
der Reaktion nicht von kritischer Bedeutung, wie nachgewiesen
wurde.
Obgleich das vorliegende Verfahren ansatzweise durchgeführt
werden kann, ist es empfehlenswert, daß in der tatsächlichen
Praxis das Verfahren kontinuierlich arbeitet mit einer Trennung
von nicht umgesetzten n-Butenen und einer Rückführung
eines Teils derselben zu dem Reaktor.
Das Reaktionsprodukt ist ein Polymeres mit niedrigem Molekulargewicht,
d. h. ein Oligomeres, das vorwiegend aus Dimeren besteht,
aber einige Trimere und Tetramere der Olefine in der
Beschickung enthält. Der Ausdruck "überwiegende Menge" oder
"vorwiegend", wie er hier gebraucht wird, meint über 60 Mol-%.
Die nicht umgesetzten Materialien in dem Produktstrom
werden nicht als Produkt angesehen. Daher wird, wenn die
Umwandlung der n-Olefine 33% der anwesenden beträgt, der
Produktstrom 67% nicht umgesetztes Material und 33% des
umgesetzten Materials enthalten, das vorzugsweise mindestens
80 Mol-% des Dimeren, Trimeren und Tetrameren enthält.
Die Natur des Katalysators ist eine solche, daß bei Durchführung
der Polymerisation der n-Butene, wie beschrieben,
keine Tendenz zur Herstellung eines wesentlichen Anteils
höherer Polymere besteht, d. h. die Hauptprodukte
sind Tetramere oder niedrigere Polymere, d. h. Trimere
und Dimere, mit einer starken Tendenz zur Begünstigung der
Dimeren.
Die Reaktion wird mit Strömen durchgeführt, die mindestens
70 Mol-% an n-Butenen enthalten. Bei sehr niedrigen Konzentrationen
an n-Butenen sollte der Gehalt an Isoolefinen
entsprechend niedrig sein. Vorzugsweise werden die n-Butene
mindestens 90 Mol-% oder mehr der anwesenden Olefine ausmachen,
insbesondere in Hinsicht auf die größere Reaktionsfähigkeit
der entsprechenden Isoolefine.
Zusätzlich zu den n-Butenen können n-Paraffine anwesend
sein und besitzen keinerlei Einfluß beim vorliegenden Verfahren.
Zusätzlich zu den linearen Paraffinen können auch
verzweigte Paraffine anwesend sein.
Geeignete Katalysatoren für das erfindungsgemäße Verfahren sind Kationenaustauscher,
die Sulfonsäuregruppen enthalten und die
durch Polymerisation oder Copolymerisation von aromatischen
Vinylverbindungen, gefolgt von einer Sulfonierung, erhalten
werden. Beispiele von aromatischen Vinylverbindungen, die
zur Herstellung von Polymeren oder Copolymeren geeignet
sind, sind die folgenden: Styrol, Vinyltoluol, Vinylnaphthalin,
Vinyläthylbenzol, Methylstyrol, Vinylchlorbenzol
und Vinylxylol. Eine Vielzahl von Methoden kann zur
Herstellung dieser Polymeren angewandt werden; z. B. die
Polymerisation allein oder in Mischung mit anderen Monovinylverbindungen,
oder durch Vernetzen mit Polyvinylverbindungen;
z. B. mit Divinylbenzolen, Divinyltoluolen und Divinylphenyläthern.
Die Polymeren können in Gegenwart
oder Abwesenheit von Lösungsmitteln oder Dispersionsmitteln
hergestellt werden und zahlreiche Polymerisationsinitiatoren
können verwendet werden, z. B. anorganische oder organische
Peroxyde und Persulfate.
Die Sulfonsäuregruppe kann in diese vinylaromatischen Polymeren
durch zahlreiche bekannte Methoden eingeführt werden;
z. B. durch Sulfatieren der Polymeren mit konzentrierter
Schwefelsäure oder Chlorsulfonsäure, oder durch Copolymerisieren
von aromatischen Verbindungen, die Sulfonsäuregruppen
enthalten. (Siehe z. B. US-PS 23 66 007.) Weitere
Sulfonsäuregruppen können in diese Polymeren eingeführt
werden, die bereits Sulfonsäuregruppen enthalten;
z. B. durch Behandlung mit rauchender Schwefelsäure, d. h.
Schwefelsäure, die Schwefeltrioxyd enthält. Die Behandlung
mit rauchender Schwefelsäure wird vorzugsweise bei 0
bis 150°C durchgeführt und die Schwefelsäure sollte nicht
umgesetztes Schwefeltrioxyd nach der Reaktion enthalten.
Die entstehenden Produkte enthalten vorzugsweise durchschnittlich
1,3 bis 1,8 Sulfonsäuregruppen pro aromatischem
Kern. Insbesondere sind geeignete Polymere, die
Sulfonsäuregruppen enthalten, Copolymere von aromatischen
Monovinylverbindungen mit aromatischen Polyvinylverbindungen,
insbesondere Divinylverbindungen, bei denen
der Polyvinylbenzolgehalt vorzugsweise 1 bis 20 Gew.-%
des Copolymeren beträgt. (Siehe z. B. die DE-PS 9 08 247.)
Das Ionenaustauscherharz wird vorzugsweise in einer Korngröße
von etwa 0,25 bis 2 mm verwendet, obgleich Teilchen
von 0,15 mm bis zu etwa 2 mm verwendet werden können.
Die feineren Katalysatoren ergeben eine höhere
spezifische Oberfläche, aber sie ergeben auch hohe Drücke
innerhalb des Reaktors. Sowohl Geltypen als auch die makroretikulare
Form dieser Katalysatoren können verwendet werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform besitzt der Katalysator
die makroretikulare Form, die spezifische Oberflächen
von etwa 20 bis 600 m² pro Gramm, vorzugsweise 20 bis
50 m² pro Gramm, aufweist. Der Katalysator wird in einem
Festbett verwendet.
Die Reaktion wird in flüssiger Phase durchgeführt, und genügender
Druck wird in dem System verwendet, um die flüssige
Phase unter den Reaktionsbedingungen zu erhalten.
Der Druck liegt im Bereich von etwa 3,45 bar bis 241,5 bar
Überdruck, insbesondere im Bereich von 5,17 bis 55,2 bar
Überdruck.
Die Temperatur des Katalysators (die die Exotherme im
Katalysatorbett widerspiegelt) ist von besonderer
Bedeutung. Der Katalysator neigt dazu, in seiner Aktivität
bei höheren Temperaturen abzufallen. Die Natur des
Katalysators erfordert zusätzlich die Kontrolle der oberen
Temperatur, da er durch übermäßige Temperaturen im Bett
desaktiviert werden kann. Hierbei variiert die maximale
Temperatur, der der Katalysator widerstehen kann, mit
seinen besonderen Charakteristiken.
Die Beschickung für den Katalysator sollte frei oder im
wesentlichen frei von Katalysatorgiften, wie organischen
oder anorganischen Basen oder metallischen Kationen sein.
Die Beschickung kann geregelte Anteile an Wasser oder Alkohol,
die nicht zur Bildung einer zweiten Phase in der Beschickung
ausreichen, enthalten, um als Katalysatormodifizierungsmittel
zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit
des Katalysators zu dienen.
Der Ausdruck flüssigstündliche Durchsatzgeschwindigkeit
(LHSV) bedeutet die flüssigen Volumen an Kohlenwasserstoff
pro Volumen des den Katalysator enthaltenden Reaktors pro
Stunde.
Unter Bezug auf Fig. 1 wird eine schematische Wiedergabe
einer bevorzugten Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens
gezeigt. Ein n-Butene enthaltender Beschickungsstrom
tritt in den Reaktor 16 über die Leitung 10 ein, wo
er mit dem Harzkatalysator (nicht gezeigt) kontaktiert
wird. Die Reaktionstemperatur wird mittels eines fluiden
Mediums, das in den Reaktor durch die Leitung 11 eintritt,
geregelt, wo es in indirektem Kontakt mit dem Katalysator
steht, um entweder Hitze zu entfernen oder zuzuführen, wie
bei der Inbetriebnahme. Das fluide Medium verläßt den Reaktor
über die Leitung 12 und wird irgendwo behandelt, wie es
erforderlich ist, um die gewünschte Temperatur in dem Reaktor
aufrechtzuerhalten.
Das fluide Medium kann irgendeine Flüssigkeit sein, die
geeignet ist, einen indirekten Wärmeaustausch mit dem
Festbettkatalysator zu ermöglichen. Wasser, Luft, Wasserdampf
oder organische Flüssigkeiten können für diesen
Zweck verwendet werden.
In dem Reaktor tritt der Olefinstrom in Kontakt mit dem
Katalysator und das Olefin reagiert mit sich selbst oder
anderen Olefinen zur Bildung einer Mischung von Dimeren-,
Trimeren- und Tetramerenpolymeren. Dieses Produkt strömt
über die Leitung 13 in den Fraktionator 17, wo das Produkt
durch einfache Destillation aufgespalten wird, um das Oligomere
als Bodenfraktion zu gewinnen, die durch die Leitung
14 entfernt wird und die nicht umgesetzten Teile werden
als Überkopfstrom durch die Leitung 15 entfernt zur weiteren
Behandlung für die Abtrennung, wenn gewünscht.
Das Wärmeaustauschfluid steht in indirektem Kontakt
mit dem Festbettkatalysator. Fig. 2 zeigt ein übliches und
bevorzugtes Mittel zum Erhalt dieses Kontakts. Der Reaktor
20 ist ein Vielröhrenreaktor, der ein Gehäuse 30 aufweist,
das darin angebrachte Rohre 22 besitzt, üblicherweise von
0,32 bis 5,08 cm äußerem Durchmesser.
Der Reaktor wird als horizontal gezeigt, jedoch kann er
auch vertikal oder geneigt sein. Die Rohre 22 sind mittels
Platten 25 und 26 angebracht und an jedem Ende mit den
Binderplatten 23 und 24 verbunden, die vorhanden sind, um
eine Flußkommunikation zwischen der Kühlzone A, die benachbart
zu den Rohren ist, und der Beschickungseintrittszone
B und der Produktaustrittszone C zu verhindern. Die Rohre
22 stehen in Flüssigkeitskommunikation mit den Zonen B
und C. Das Beschickungseintrittsrohr 21 befindet sich in
der B-Zone und ein Produktaustrittsrohr 27 befindet sich in
der C-Zone. Das Wärmeaustauschermedium wird für die A-Zone
über die Leitung 28 geliefert und ein Auslaß ist über die
Leitung 29 vorgesehen.
Die Rohre 22 sind mit dem Kationenaustauscherharz in
granularer Form 31 gepackt und Mittel wie Siebe (nicht
gezeigt) sind an jedem Rohr befestigt, um den Katalysator
darin zu halten. Fig. 3 zeigt eine Anordnung der Rohre
22 in der Verbindungsplatte 23.
Die Reaktion ist exotherm und das Wärmeaustauschmedium,
z. B. Wasser, ergibt die Mittel zur Kontrollierung der
Reaktion.
Das Dimerprodukt von n-Butenen, das nach dem vorliegenden
Verfahren erhalten wird, ist verschieden von den Produkten
herkömmlicher Verfahren. Überraschenderweise ist das
erfindungsgemäß erhaltene Produkt verhältnismäßig
gleichförmig im Hinblick auf die Isomerverteilung über den
Bereich der Verfahrensbedingungen hinweg. Die sehr hohe
Dimethylhexenfraktion des Dimeren ist speziell einzigartig.
Es wurde gefunden, daß das Dimerprodukt von n-Buten sowie
das gesamte Oligomerprodukt eine sehr hohe Researchoctan-
und Motoroctanzahl besitzt (typischerweise 95 bzw. 82).
Eine besonders wertvolle Verwendung für die C₈-Dimer- oder
Oligomerfraktion ist eine Beschickung für die
Hydrocarbonylierung (Oxonierungsreaktion) zur Herstellung
von langkettigen Alkoholen. Infolge der Anwesenheit von nur
wenigen Octenen in großen Konzentrationen (<10%) der
gewünschten Struktur besitzt das hydrocarbonylierte Produkt
des erfindungsgemäß erhältlichen C₈-Dimeren unerwartet
verbesserte Qualitäten als Oxonierungsbeschickung zur
Herstellung von Weichmachern für Polymere. Die höheren C₄-Oligomeren
und andere Olefinoligomere von etwa C₁₂ sind
wertvoll als Gasolinmischgrundlagen; Produkte mit höheren
Kohlenstoffkettenlängen ergeben viskose Flüssigkeiten, die
wertvoll als Ölvikosmacher oder synthetische Schmiermittel
und Weichmacher sind.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung im einzelnen.
Die Olefinproduktanalysen wurden durch Gaschromatographie
der hydrierten Olefine erhalten.
300 ml Amberlyst 15 (ein sulfoniertes Copolymeres von Styrol
und Divinylbenzol mit einer Porosität von 32% und
einer spezifischen Oberfläche von 45 m² pro Gramm [ein
Produkt von Rohm und Haas Co.]) wurden in ein nichtrostendes
Stahlreaktorrohr mit einem offenen Durchmesser von 2,54 cm gegeben.
Das Reaktorrohr war innerhalb eines coaxialen
Rohrs mit einem offenen Durchmesser von 6,35 cm untergebracht, durch
welches erhitztes Wasser oder Öl kontinuierlich rezirkuliert wurde, um die
gewünschte Reaktionstemperatur aufrechtzuerhalten. Die Temperaturmessungen
wurden mit einem kalibrierten Thermoelement
durchgeführt, das in einem nichtrostenden Stahlrohr mit einem
offenen Durchmesser von 0,32 cm coaxial zu dem Reaktorrohr eingesetzt
war. Eine Beschickung von n-Butenen strömte flußabwärts
über den Katalysator bei Reaktionsbedingungen von 2
bis 4 LHSV, 100°C und einem Druck von 13,8 bar
Überdruck. Der Katalysator wurde vor der Verwendung durch
Waschen mit Aceton und Trocknen in einer Pyrex-Schale in
einem Ofen bei 90°C innerhalb 4 bis 5 Stunden getrocknet.
Die Beschickung für den Reaktor enthielt 20 Mol-% Butan,
und typischerweise 47 Mol-% trans-Buten-2, 27 Mol-% cis-Buten-2
und 6 Mol-% Buten-1. Die oligomerisierten Produkte
aus verschiedenen Versuchen wurden kombiniert und destilliert.
Das Dimerprodukt destillierte bei 111 bis 119°C. Etwa 80 Mol-%
des Oligomerenprodukts war Dimeres und die Gaschromatographieanalyse
zeigte, daß 92 Mol-% des Dimeren
Dimethylhexene wie folgend waren:
| 3,4-Dimethylhexen | |
| 71 Mol-% | |
| 2,2-Dimethylhexen | 1 Mol-% |
| 2,4-Dimethylhexen | 8 Mol-% |
| 3,3-Dimethylhexen | 3 Mol-% |
| 2,3-Dimethylhexen | 9 Mol-% |
Die Analyse zeigte auch die Anwesenheit von 4 Mol-%
Methylheptenen und 1% Trimethylpentenen.
Bei dem folgenden Beispiel bestand der Reaktor aus einem
Vorerhitzungsabschnitt mit nichtrostenden Stahlrohrschlangen mit einem
offenen Durchmesser von 0,32 cm, verbunden mit einer nichtrostenden
Stahlrohrleitung mit einem offenen Durchmesser von 0,63 cm, die mit 25 cm³
trockenem Harz wie beschrieben gepackt war. Beide Abschnitte
wurden in ein Wasserbad von kontrollierter Temperatur,
welches die wiedergegebene Temperatur ist, eingetaucht.
Ein Rückdruckregulator, der stromabwärts von dem Katalysatorbett
angeordnet war, wurde verwendet, um den gewünschten
Druck in dem Reaktorsystem aufrechtzuerhalten. Der Produktabfluß
wurde in einem nichtrostenden Hochdruckstahlgefäß
stromabwärts von dem Druckregulator gesammelt. Nachdem ein
genügendes Volumen an Abfluß für die Analyse gesammelt war,
wurden die Inhalte des Gefäßes in eine tarierte und
evakuierte Pyrex-Flasche übergeführt, die mit einer in
einer perforierten Metallkappe angebrachten Kautschukmembran
versehen war. Eine 20er-Nadel, angebracht in dem Gefäß,
wurde durch die Kautschukmembran der Flasche eingeführt und
die Reaktionsprodukte wurden zum Wiegen gesammelt. Der Inhalt
der Pyrex-Flasche wurde dann bei Raumtemperatur und
später bei 32,2°C über eine Durchgangsleitung in eine
zweite evakuierte Flasche abgedampft, die in einer Mischung
von Aceton und festem CO₂ eingetaucht war. Die Abtrennung
der niedriger siedenden, nicht umgesetzten C₄-Kohlenwasserstoffe
aus den höher siedenden, oligomerisierten Produkten
wurde so bewirkt und die Gew.-% der Oligomeren berechnet.
Die Zusammensetzung jeder der beiden Kohlenwasserstofffraktionen
wurde chromatographisch bestimmt.
Die Beschickung zu dem Reaktor war 4,34 Mol-% n-Butan,
0,67 Mol-% Buten-1, 57,63 Mol-% trans-Buten-2 und 37,34 Mol-%
cis-Buten-2. Der Katalysator war Amberlyst 15 (ein
Produkt von Rohm und Haas), welcher mit Aceton gewaschen
und vor der Verwendung getrocknet worden war. Die Reaktionstemperatur
(bestimmt durch die Temperatur des Wasserbades)
lag zwischen 90 und 100°C bei 27,6 bar Überdruck,
und LHSV=2,3 bis 4,6. Nach 77 Stunden am Strom wurden 73,4 Gew.-%
Oligomere hergestellt. Das Produkt wurde durch Hydrierungsgaschromatographie
analysiert und ergab:
3,4-Dimethylhexen=68 Mol-%, 3-Methylhepten=6 Mol-%, 2,3,4-Trimethylpenten=1 Mol-%, 2,3-Dimethylhexen=9 Mol-%, 3,3-Dimethylhexen=3 Mol-%, 2,4-Dimethylhexen=11 Mol-%, 2,5-plus-2,2-Dimethylhexen=1 Mol-%.
3,4-Dimethylhexen=68 Mol-%, 3-Methylhepten=6 Mol-%, 2,3,4-Trimethylpenten=1 Mol-%, 2,3-Dimethylhexen=9 Mol-%, 3,3-Dimethylhexen=3 Mol-%, 2,4-Dimethylhexen=11 Mol-%, 2,5-plus-2,2-Dimethylhexen=1 Mol-%.
Der Reaktor war der gleiche wie in Beispiel 2. Der Katalysator
war 25 Gramm Amberlyst XN-1010 (ein sulfoniertes Copolymeres
von Styrol und Divinylbenzol mit einer Porösität
von 47% und einer spezifischen Oberfläche von 570 m² pro
Gramm). Die Reaktorbeschickung
war ein C₄-Strom mit der folgenden Analyse:
| Neopenten | |
| 0,01 Mol-% | |
| n-Butan | 21,86 Mol-% |
| Buten-1 | 0,28 Mol-% |
| trans-Buten-2 | 47,84 Mol-% |
| cis-Buten-2 | 29,98 Mol-% |
Die Reaktionsbedingungen waren: Temperatur 100°C, Druck
20,7 bar Überdruck; LHSV=2,5. Nach 18 Stunden am
Strom setzte sich das Produkt aus 49,1 Gew.-% Oligomerem
zusammen. Nahe dem Ende des Versuches, bei 25% Umwandlung
der Butene, besaß das Dimere die folgende
Gaschromatographieanalyse:
3,4-Dimethylhexen=88 Mol-%, 3-Methylhepten=6 Mol-%, 2,3-Dimethylhexen plus 2,3,4-trimethylpenten=1 Mol-%, 3,3-Dimethylhexen=1 Mol-%, 2,4-Dimethylhexen=4 Mol-%.
3,4-Dimethylhexen=88 Mol-%, 3-Methylhepten=6 Mol-%, 2,3-Dimethylhexen plus 2,3,4-trimethylpenten=1 Mol-%, 3,3-Dimethylhexen=1 Mol-%, 2,4-Dimethylhexen=4 Mol-%.
Der Reaktor war ein ummanteltes Reaktorrohr mit einem offenen
Durchmesser von 1,27 cm (mit einem Thermofühler mit einem offenen
Durchmesser von 0,32 cm), enthaltend 50 cm³ Katalysator.
Der Reaktor wurde mit umlaufendem Öl aus einem Bad mit konstanter
Temperatur erhitzt, das am Boden des Mantels ein-
und am Kopf austrat. Flüssige Kohlenwasserstoffe wurden am
Kopf des Reaktors eingeführt und traten am Boden aus. Der
Reaktor enthielt 50 cm³ Amberlite 252H Katalysator (ein
sulfoniertes Styroldivinylbenzolcopolymeres), ein Produkt von
Rohm und Haas. Die Bedingungen waren: Temperatur 100°C,
Druck 15,52 bar Überdruck; LHSV 2,5. Die Beschickungszusammensetzung
war: 21,9 Mol-% n-Butan, 0,3 Mol-%
Buten-1, 47,8 Mol-% trans-Buten-2, 30,0 Mol-% cis-Buten-2.
Nach 420 Stunden am Strom enthielt der Reaktorabfluß
33,6 Gew.-% Oligomeres, von denen 85% Dimeres waren. Bei
700 Stunden am Strom besaß das Dimere die folgende Analyse:
3,4-Dimethylhexen=73 Mol-%, 3-Methylhepten=11 Mol-%, 2,3-Dimethylhexen plus 2,3,4-Trimethylpenten=6 Mol-%, 3,3-Dimethylhexen=3 Mol-%, 2,4-Dimethylhexen=7 Mol-%.
3,4-Dimethylhexen=73 Mol-%, 3-Methylhepten=11 Mol-%, 2,3-Dimethylhexen plus 2,3,4-Trimethylpenten=6 Mol-%, 3,3-Dimethylhexen=3 Mol-%, 2,4-Dimethylhexen=7 Mol-%.
Die verwendete Beschickungscharge war Buten-1 (99,9%) in
dem Reaktor von Beispiel 2 mit Bedingungen gleich denen von
Beispiel 2 mit der Ausnahme, daß die Temperatur 80°C betrug.
Das Dimerprodukt enthielt 2,4-Dimethylhexen=10 Mol-%,
2,3-Dimethylhexen plus 2,3,4-Trimethylpenten=6 Mol-%,
3,4-Dimethylhexen=72 Mol-%, 3-Methylhepten=6 Mol-%,
3,3-Dimethylhexen=4 Mol-% und 2,2 plus 2,5-Dimethylhexen=1 Mol-%
bei 17,3 Mol-% Umwandlung des n-Buten-1.
Unter Verwendung des Reaktors von Beispiel 4 mit 80 Mol-%
Buten-2-, 20 Mol-% n-Butan-Beschickung bei einer Einlaßtemperatur
von 99°C und einer gemessenen Exotherme auf 145°C
(Δt 46°C) ergab eine Umwandlung von 77,7 Mol-% ein Oligomeres
gemäß der folgenden Analyse: 3,4-Dimethylhexen=32 Mol-%,
3-Methylhepten=6 Mol-%, 2,3-Dimethylhexen=6 Mol-%,
2,3,4-Trimethylpenten=1 Mol-%, 3,3-Dimethylhexen=2 Mol-%,
2,4-Dimethylhexen=12 Mol-%, 2,2-Dimethylhexen=1 Mol-%,
C₁₂ plus C₁₆=33 Mol-%.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Dimeren von n-Butenen,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Beschickung in flüssiger Phase, enthaltend zumindest
70 Mol-% n-Buten und weniger als 1 Mol-% Isobuten, mit
einem Festbett-Kationenaustauscherharz, das eine Korngröße
von etwa 0,25 bis 2 mm besitzt, in indirektem Kontakt
mit einem fluiden Wärmeaustauschmedium bei einer Temperatur
im Bereich von 80 bis 130°C bei einer flüssigstündlichen
Raumgeschwindigkeit von 2 bis 5 kontaktiert wird, und
der Produktstrom aus dem Reaktor entfernt wird.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschickung zu dem Katalysator frei von mitgeführtem
Zweitphasenwasser ist.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druck im Bereich von 3,45 bis 241,5 bar Überdruck
liegt.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Produktstrom fraktioniert wird, um die Oligomeren
und nicht umgesetzte Beschickungskomponenten zu trennen.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US19984080A | 1980-10-23 | 1980-10-23 |
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| Erdöl u. Kohle, Erdgas, Petrochemie 19, 7, 1966, 497-500 * |
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|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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