DE3140192C2 - Katheter - Google Patents

Katheter

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DE3140192C2 DE19813140192 DE3140192A DE3140192C2 DE 3140192 C2 DE3140192 C2 DE 3140192C2 DE 19813140192 DE19813140192 DE 19813140192 DE 3140192 A DE3140192 A DE 3140192A DE 3140192 C2 DE3140192 C2 DE 3140192C2
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Karl Dr. 7150 Backnang Schlarb
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Abstract

Katheter (10) zur Einführung in eine Körperhöhle oder ein Körpergefäß, der ein Katheterrohr (12) sowie an einem Ende eine Anschluß- und Befestigungseinrichtung aufweist, wobei die Befestigungsanordnung in Form einer Platte (26) vorliegt, die die Einstichstelle des Katheters (10) in der Haut steril und vorzugsweise atmungsaktiv abdeckt. Hierdurch wird einerseits ein sicherer Sitz des Katheters (10) gewährleistet und andererseits die Sterilität der Einstichstelle gewahrt.

Description

Die Erfindung betrifft Katheter zur Einführung in Körperhöhlen und Körpergefäße gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Katheter der eingangs erwähnten Art werden beispielsweise bei der parenteralen Ernährung von Patienten eingesetzt und stellen somit eine permanente leitunsmäßige Verbindung zwischen den Körperhöhlen oder Körpergefäßen eines Patienten und der Umwelt dar.
Aus der GB-OS 20 57 269 ist ein Katheter bekannt, der von einer ebenen Befestigungsscheibe umgeben ist, die nach dem Legen des Katheters auf der Haut des Patienten befestigt wird. Eine derartige Verbindungsstelle neigt jedoch zu Kontamination, was schließlich zur Entzündung des Hautbereichs führt, der mit der Befestigungsplatte verbunden ist.
Weitgehend ähnliche Befestigungsplatten sind in US-PS 28 98 917, DE-GM 77 34 630, FR-PS 11 84 139 und DE-OS 29 36 655 beschrieben, so daß auf die vorstehenden Ausführungen bezug genommen wird.
In der DE-OS 29 47 826 ist eine Vorrichtung zum Fixieren von Kathetern beschrieben, die eine bebogene eo Platte aufweist, die an einer Stützeinrichuing befestigt ist. Diese Stützeinrichtung besteht aus abgewinkelten Stützen mit Stützfüßen, die an der Körperoberfläche festgeklebt werden. Abgesehen davon, daß ein Katheter mit einer derartigen Fixieranordnung nicht ausreichend fixiert werden kann, weist die bekannte Vorrichtung den zusätzlichen Nachteil auf, daß die Stelle, an der der Katheter in das Körperinnere eingeführt wurde, völlig frei und ungeschützt ist, so daß auch hierdurch eine erhebliche Entzündungsgefahr entsteht
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Katheter der eingangs erwähnten Art so fortzubilden, daß die Kontaminationsgefahr an der Einstichstclie und dem umliegenden Hautbereich erheblich verringert wird.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Durch die von der Buchse abzweigenden Stege, zwischen denen Ausnehmungen gebildet werden, wird die Entzündungs- und Infektionsgefahr der Haut des Patienten in hohem Maße herabgesetzt bzw. ausgeschaltet Des weiteren wird erreicht, daß der Katheter über einen langen Zeitraum im Bereich der Einstichstclie steril gehalten werden kann. Dies hat zur Folge, daß keine besondere Katheterpflege erforderlich ist, so daß die Verwendung des erfindungsgemäßen Katheters insbesondere für die Langzeittherapie als wertvoll anzusehen ist
Durch die gegenüber den üblichen Befestigungsdügeln erheblich größere Fläche der Stege ist auch ein besserer Sitz des Katheters an der Einstichstelle gewährleistet, so daß auch ein unbeabsichtigtes Herausziehen des Katheters vermieden wird. Weiterhin stabilisiert die mit dem K'.theterrohr verbundene Buchse in Verbindung mit den Stegen den Katheter selbst, so daß das Einführen von weiteren Kathetern bzw. das Verbinden mit Zuführungsschläuchen besser manuell durchgeführt werden kann.
Der erfindungsgemäße Katheter kann in ein Gefäß großen Querschnitts, beispielsweise in die Halsvcnc eingesetzt werden, da die Anschlußeinrichtung so in ihrer Längsachse zur Ebene der Stege angeordnet sein kann, daß eine Zuführungsleitung oder dergleichen mit der schräg angeordneten Anschlußleitung ohne Schwierigkeiten verbunden werden kann.
Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert. Es zeigt
Fig.! eine perspektivische Ansicht des Katheicrs
F i g. 2 einen Schnitt durch den Katheter gem. I·' i g. I entlang der Linie H-Il
Fig.3 eine weitere Ausführungsform des Katheters im Längsschnitt
F i g. 4 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer Platte zur Befestigung des Katheters und
F i g. 5 einen Schnitt entlang dder Linie V-V durch die Platte gem. F i g. 4.
In F i g. 1 und 2 ist mit 10 der Katheter gezeigt. Dieser Katheter 10 weist im wesentlichen ein Katheterrohr 12 auf, bei dem das eine Ende 14, das in ein KörpergcfäU eingeführt wird, konisch abgeschrägt ist, so daß ein siufenloser Übergang zu der schräg angeschnittenen Spitze einer das Katheterrohr 12 durchsetzenden Stahlkanüle geschaffen ist.
Das andere Katheterende 16 dient im wesentlichen dem Anschluß an eine Zuführungsleitung b/w. zur Aufnahme der Stahlkaniile und weist in der Medizintechnik übliche Befestigungsmittel auf.
So verengt sich die öffnung 18 des Kathcicrendes 16 konisch nach innen unter Bildung einer Lucr-Vcrbindung 20. Weiterhin sind entlang des Außcnumfangs eier Öffnungl8 Radten 22 vorgesehen, die den Teil einer Schraubverbindung darstellen.
Um zu verhindern, daß aus dem Katheter 10 im geöffneten Zustand Körperflüssigkeit austritt, ist ein Ventil 24 im Katheterende 16 vorgesehen, das durch die Spil/c
der Stahlkanüle bzw. eines Luer-Verbindungskonus geöffnet werden kann. Hierdurch wird eine leitungsmäßige Verbindung zwischen der Kanüle und beispielsweise einem Gefäß mit einer Nährflüssigkeit hergestellt.
An das Katheterende 16 schließt sich in Richtung auf das Katheterende 14 die Befestigungsplatte 26 an, die gemäß der in F i g. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform eine im wesentlichen runde Form aufweist. Diese Form kann jedoch aber auch andere Konturen, beispielweise ovale, eckige u. dgl. annehmen, sofern dies von Nutzen sein sollte.
Für den Einsatz in eine Körpervene, beispielsweise in eine Halsvene, ist die Ebene der Befestigungsplatte 26 vorleilhafterweise gewinkelt zur Länsachse des Kathelcrrohrs 12 angeordnet. Je nach der zu erwartenden Verwendung können Winke! bis zu 90° zur Anwendung kommen. Im allgemeinen werden vorteilhafterweise Winkel von etwa 30—60, insbesondere etwa 45° eingesetzt werden.
Die Befestigungsplatte 26 kann selbst etwas gebogen sein so d»Q sie sich den RuHdUn0Cn der Körperteile m die der Katheter 10 eingesetzt wird, sehr gut anpassen kann.
Weiterhin läßt sich die Länge des in den Körperteil geschobenen Katheterrohres 12 dadurch verändern, daß man die Befestigungsplatte 26 verschiebbar auf dem Katheterrohr 12 anordnet.
Zur besseren Fixierung und Einhaltung des gewünschten Winkels der Befestigungsplatte 26 '.um Kaiheierrohr 12 ist die Befestigungsplatte 26 mit einer Führungsbuchse 28 versehen, die das Katheterrohr 12 paßgenau umfaßt, so daß keine die Sterilität beeinflussenden Undichtigkeiten auftreten.
Die Befestigungsplatte selbst kann die Bohrung 30 mittig aufweisen, durch die das Katheterrohr 12 hindurchgeschoben wird. Diese Lage der Bohrung 30 ist jedoch nicht kritisch und kann entsprechend abgeändert werden.
Im Anwcndungsfall wird zunächst eine Stahlkanüle in die Öffnung *8 solange eingeschoben, bis sie am Käthelcrende 14 mit ihrer Spitze hervortritt und ein an der Slahlkanüle angebrachter Anschlag am Ka'heterende 16 anslößi. Anschließend wird der Katheter 10 bis zu der gewünschten Länge in das Körpergefäß bzw. die Körperhöhle vorgeschoben und danach die als Führungshilfc oienende Stahlkanüle ent/ernt. Sofern sich die Bcfcsiigungsplatte 26 nicht an der Einstichstelle befindet, wird diese am Katheterrohr 12 entlanggeschobcn, bis sie dicht auf der Hautoberfläche des Patienten anliegt. Um die Befestigur.gsplatte 26 kontaminationssieher an ihrem Außenumfang zu halten, wird sie dann mit einem entsprechenden Befestigungsmittel, beispielsweise einem Heftpflaster, an der Haut des Patienten anklebt.
In der vorstehend beschriebenen Ausführungsform ist die Platte im wesentlichen einstückig gefertigt und weist somit keine Unterbrechungen auf. Sie kann, sofern die Länge des Katheterrohrs 12 unkritisch ist, auch auf diesem Rohr 12 befestigt sein, so daß der verschiebbare Zustand aufgehoben ist.
Die in Fig. J gezeigte Ausführungsform des Katheters 32 stellt eine Abwandlung zu dem in F i g. 1 und 2 gezeigten Katheter 10 dar, wobei die Befestigungsplatte 34 im wesentlichen in Form und Gestalt sowie der winkligen Anordnung der in F i g. 1 und 2 gezeigten ßefesti- b5 giingspliitte 26 entspricht. Die Befestigungsplatte 34 wcisl ebenfalls eine Führ jngsbuchse 36 auf. deren Innendurchmesser sich zur Anschlußeinrichtung des Katheters 32 erweitert. Auf dieser Führungsbuchse 36 ist koaxial eine weitere Buchse 38 angeordnet, deren innendurchmesser größer ist als der Innendurchmesser der Führungsbuchse 36. Diese Buchse 38 eignet sich zur Aufnahme des Endes 40 des Katheters 32, das im wesentlichen dem in F i g. 1 und 2 gezeigten Katheterende 16 und dessen Ausbildung entspricht, so daß hierauf Bezug genommen wird. Dieses Ende 40 kann vorteilhaft in der Buchse 38 drehbar gelagert sein, so daß hierdurch eine Verstellbarkeit des Katheters 32 gegeben ist.
Weiterhin kann die Buchse 36 quer zur Längsachse des Katheters 32 geteilt sein, wobei die beiden entstehenden Teile durch eine entsprechende nicht lösbare Verbindung gegeneinander drehbar sein können.
Die in Fig.3 gezeigte Ausführungsform erleichtert die Montage des Katheters 32, da das entsprechende Ende 40 des Katheters 32 direkt in eine mit der Befestigungsplatte 34 direkt verbundene Buchse 38 eingesetzt werden kann. Diese Anordnung kann, wie vorstehend erläutert, darin bestehen, daß das En^c 40 in der Buchse 3« drehbar gelagert ist, andrerseits jedoch aber auch darin, daß das Ende 40 direkt in die Buchse 38 eingeklebt und somit befestigt wird. F i g. 4 zeigt eine spezielle Ausführungsform einer Befestigungsplatte 42, die im Gegensatz zu den Befestigungsplatten 26 und 34 Ausnehmungen 44 aufweist. Diese Ausnehmungen 44 erleichtern die Transpiration der Haut, sind somit dampfdurchlässig im Gegensatz zu den in F i g. 1 —3 gezeigten Ausführungsformen. Diese Ausnehmungen 44 nehmen vorteilhafterweise den größten Bereich der Befestigungsplatte 42 ein. Aus Gründen der Stabilität sind bei der Befestigungsplatte 42 ein Umfangsrand 46 und Stege 48 vorgesehen, die den Umfangsrand 46 mit der zentral angeordneten Buchse 50 verbinden. Diese Buchse 50 ist so ausgestaltet, daß sie den Einstichbereich des Katheters abdeckt. Im übrigen ist die Befestigungsplatte 42 ähnlich wie die Befestigungsplatten 26 und 34 gemäß F i g. 1 —3 Bestandteil des Katheters 10.
Anstelle des Steges 48 können jedoch auch vorteilhafterweise statistisch verteilte Ausnehmungen auf der Befest.^ungsplatte 42 vorgesehen sein; beispielsweise kann die Befestigungsplatte 42 in Form einer Lochplatte vorliegen.
Mit einer derartigen, mit Ausnehmungen 44 versehenen Befestigungsplatte 42 wird gewährleistet, ciaß die darunterliegende Haut aktiv atmet und somit der durch die Transpiration der Haut entstehende Wasserdampf frei abziehen kann, ohne daß die Haut des Patienten nachträglich beeinflußt wird.
Um zu verhindern, daß durch die Ausnehmungen 44 Keime zur Einstichstelle vordringen, ist die gesamte Befestigungsplatte, wie in F i g. 5 gezeigt, vorteilhafterweise mi* einer atmungsaktiven, bakteriziden Schicht 52 versehen, die üblicherweise in Form eines Pflasterverbandes vorliegen k.:nn. Diese atmungsaktive Schicht 52 ist an der Buchse 50 steril abdichtend befestigt und deckt die gesamte Oberfläche der Befestigungsplatte 42 ab.
Vorteilhafterweise reicht sie über den Umfangsrand 46 mit ihrem Haftstreifen 54 und kann nach dem Abziehen des Abziehstreifens 56 direkt mit diesem Hi-.ftstreifen 54 an der Haut angeklebt werden. Hierdurch wird ein sicherer Sitz der Befestigungsplatte 42 gewährleistet, wobei zusätzlich die Haut atmungsaktiv während der Katheterbehandlung bleibt.
Die in F i g. 4 gezeigte Ausführungsform kann auch vorteilhafterweise ohne Umfangsrand 46 ausgeführt sein, so daß lediglich die Stege 48 für die feste Anord-
nurig des Katheters einsetzbar sind. Diese beliebigen Erhebungen und Vertiefungen anpaßbaren Stege können somit auch bei relativ unebenen Bereichen eingesetzt werden, da sie sich diesen in ihrer Gestalt anpassen können. Diese bevorzugte Ausführungsform kann somit beispielsweise beim Übergang von Hals- in die Kinnpartie und dergleichen im Krümmungsbereich eingesetzt werden.
Weiterhin kann natürlich die Befesügungsplatte bei dem Katheter bis zu dessen Spitze vorgeschoben und dort verankert werden. Dies ist insbesondere dann erwünscht, wenn der zuerst gesetzte Katheter als Führungshilfe für einen zweiten, dünneren Katheter dient und der erste Katheter nach dem Setzen des zweiten Katheters aus der Einstichstelle entfernt wird. Somit verbleibt der erste Katheter in der Befestigungsplatte und dient weiterhin als Führungshilfe für den zweiten Katheter.
Hinzuzufügen ist, daß die Befestigungspiatte sowie die dazugehörigen Teile. Wie Buchsen und dergleichen, >o aus dem für die Katheterherstellung üblichen, flexiblen Kunststoffmaterial gefertigt sein können. Zu diesem nicht kritischen Material gehören beispielsweise Polyurethan. Polyäthylen, PTFE und dergleichen.
25
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
30
35
4Ö
50
60

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Katheter zur Einführung in Körperhöhlen und Körpergefäße, mit einem Katheterrohr, einer An-Schlußeinrichtung und einer flexiblen Befestigungseinrichtung an seinem proximalen Ende, wobei die Befestigungseinrichtung vom Katheterrohr durchsetzt ist und eine Buchse aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtung Stege (48) aufweist, die von der Buchse (50) den Einstichbereich des Katheters (10) abdeckt und jeweils die gesamte Unterseite der Stege (48) als Auflagefläche ausgebildet ist
2. Katheter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Stege (48) untereinander mit einem ringförmigen Umfangsrand (46)verbunden sind.
3. Katheter nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet daß die Stege (48) im wesentlichen in einer Ebene angeordnet sind.
4. Katheter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (48) eine etwas gebogene Form aufweisen.
5. Katheter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse (50) auf dem Katheterrohr (12) verschiebbar angeordnet ist.
6. Katheter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf und zwischen den Stegen (48) eine atmungsaktive, bakterizide Schicht (52) angeordnet ist.
7. Katheter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (52) aus einem Pflasterverbandsgewebe besteht.
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