DE3140830C2 - Verschlußteil für mit Beuteln zur Verpackung von Flüssigkeiten verbundene Füll- und Entnahmestutzen - Google Patents
Verschlußteil für mit Beuteln zur Verpackung von Flüssigkeiten verbundene Füll- und EntnahmestutzenInfo
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Abstract
Ein Verschlußstück für mit Beuteln zur Verpackung von Getränken, flüssigen Lebensmitteln oder Flüssigkeiten verbundene Füll- und Entnahmestutzen besteht aus einem napfförmigen, pfropfenartigen Einsatzteil. Dessen Boden ist mit einem nach außen weisenden, von den Wandungen des Einsatzteils eingefaßten und unterhalb von dessen Rand endenden Rohrstutzen, an den ein Entnahmeschlauch angeschlossen ist, verbunden. Die Außenseite des Verschlußstücks weist oberhalb eines nur seiner losen Halterung im dem Füll- und Entnahmestutzen dienenden Teils eine ringförmige Wulst auf, die bei vollständig in den Füll- und Entnahmestutzen eingedrücktem Einsatzteil formschlüssig und dichtend in einer entsprechenden auf dessen Innenwandung befindlichen Ringnut einschnappt. Um ein derartiges Verschlußstück zu schaffen, bei dem der Entnahmeschlauch weder kontaminiert werden noch den Füllvorgang behindern kann, ist in den Ringraum zwischen dem Rohrstutzen (6) und dem Einsatzteil und dem Raum oberhalb des Rohrstutzens (6) der Entnahmeschlauch eingelegt. Das Einsatzteil ist durch eine lösbare Kappe (11) verschlossen, die formschlüssig auf den oberen Rand des Einsatzteils aufgesetzt ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verschlußteil für mit Beuteln zur Verpackung von Getränken, flüssigen Lebensmitteln oder Flüssigkeiten verbundene Füll- und Entnahmestutzen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Ein derartiges Verschlußteil ist in der Praxis allgemein bekannt.
- Beispielsweise zur Füllung von sogenannten Dispensern für Säfte werden 10-l-Einweg-Container verwendet, die mit einem Auslaufschlauch versehen sind, aus einem Beutel aus Folienmaterial bestehen und zusammen mit einem diesen zum Schutz und zur Formgebung einfassenden Karton in das Dispensergehäuse eingesetzt werden, das zur Kühlung des in dem Containerbeutel gespeicherten Getränks mit Kühlaggregaten versehen ist. Nach der Öffnung wird der Auslaufschlauch in eine Verschlußeinrichtung des Dispensers eingelegt, die die Entnahme des Getränks aus dem Containerbeutel in Portionen ermöglicht.
- In die aus Folienmaterial bestehenden Containerbeutel ist ein Füll- und Entnahmestutzen, der üblicherweise aus einem Kunststoffspritzgußteil besteht, eingeschweißt oder eingeklebt. Von dem Hersteller werden diese Containerbeutel in der Weise geliefert, daß in die Füll- und Entnahmestutzen mit den Auslaufschläuchen versehene Verschlußteile in der Weise leicht abnehmbar eingesetzt sind, daß sie genügend fest mit dem Containerbeutel verbunden sind, so daß ihr Verlust nicht zu befürchten ist, und daß sie andererseits vor dem Füllen leicht abgenommen werden können. Nach dem Befüllen werden die Verschlußteile mit ihrem pfropfenförmigen Teil bis zu einem einen Anschlag bildenden Flansch oder Absatz in den Füll- und Entnahmestutzen eingedrückt, so daß eine auf dem Verschlußteil vorgesehene Ringwulst in eine entsprechende Nut des Füll- und Entnahmestutzens einrastet und das Verschlußteil mit dem Füll- und Entnahmestutzen flüssigkeitsdicht und so fest verbunden ist, daß das Verschlußteil von dem Füll- und Entnahmestutzen nur unter erheblicher Kraftaufwendung wieder getrennt werden kann. Dabei ist beiden bekannten Verschlußteilen in dem Rand des Einsatzteils eine hinterschnittene Ausnehmung vorgesehen, in der der etwa rechtwinkelig abgebogene Auslaufschlauch festgelegt ist.
- Der Containerbeutel mit lose in den Füll- und Entnahmestutzen eingesetztem Verschlußteil, in dessen Rand der Auslaufschlauch fixiert ist, wird sodann durch Bestrahlung mit Gammastrahlen keimfrei gemacht. Um eine lange Haltbarkeit der in die Containerbeutel abgefüllten Produkte zu gewährleisten, müssen diese auch unter sterilen Bedingungen befüllt werden. Der durch Bestrahlung sterilisierte Containerbeutel wird so der Füllmaschine zugeführt, daß eine Greifvorrichtung den Füllstutzen des Beutels ergreift und in eine sterile Kammer einfährt. In dieser wird durch eine Abhebeinrichtung das Verschlußteil abgehoben und nach dem Befüllen des Beutels wird das Verschlußteil endgültig in seine Verschlußstellung eingedrückt. Bei den bekannten Verschlußteilen konnte es dadurch zu einer Kontamination der Containerbeutel und damit auch der sterilen Füllkammern der Füllmaschinen kommen, daß der aus dem Verschlußteil heraushängende Schlauch von dem Füllpersonal berührt wurde oder auch in anderer Weise Keimen ausgesetzt war. Weiterhin behindert das lang heraushängende Schlauchstück eine einfache Befüllung in der sterilen Kammer, was Störungen zur Folge haben konnte.
- Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verschlußteil der eingangs angegebenen Art zu schaffen, bei dem der Entnahmeschlauch weder kontaminiert werden kann noch den Füllvorgang behindert.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. In den Ringraum zwischen dem Rohrstutzen und dem Einsatzteil und den Raum oberhalb des Rohrstutzens ist der Entnahmeschlauch eingelegt. Das Einsatzteil ist durch eine lösbare Kappe verschlossen, die formschlüssig auf den oberen Rand des Einsatzteils aufgesetzt ist. Der Entnahmeschlauch ist also vollständig in dem Verschlußteil gekapselt, so daß er nach der Sterilisierung auch während des Füllvorgangs nicht kontaminiert werden kann. Weiterhin ragt aus dem Verschlußstück der Entnahmeschlauch nicht mehr heraus, so daß er den Füllvorgang nicht behindern kann, was eine vollautomatische Füllung ermöglicht.
- Aus der US-PS 21 17 071 ist ein sich selbsttätig schließender Tubenverschluß bekannt, der aus einem durch einen eingerollten Federdraht in seiner eingerollten Stellung innerhalb des Gehäuses gehaltenen Schlauch besteht, der einstückig mit einem Deckel verbunden ist, der durch ein Scharnier mit dem oberen Gehäuserand gelenkig verbunden ist. Durch Ausüben von Druck auf die Tube richtet sich der Schlauch unter dem Druck des in diesen eintretenden und in der Tube gespeicherten Mediums unter Streckung der Feder auf, so daß der Schlauch unter Öffnen des Klappdeckelverschlusses aus dem Gehäuse heraustritt. Wird die Tube entlastet und damit das in dieser gespeicherte Medium im wesentlichen druckfrei, rollt die Feder den Schlauch unter Schließen des Klappdeckels wieder ein. Der aus der US-PS 21 17 071 bekannte Tubenverschluß hat also mit dem Erfindungsgegenstand lediglich einen in einem Gehäuse einlegbaren Entnahmeschlauch gemeinsam. Er weist jedoch keinen Anschlußstutzen für diesen Entnahmeschlauch auf. Weiterhin befaßt sich die vorveröffentlichte US-PS 21 17 071 nicht mit dem Problem, die Kontamination der Containerbeutel bei ihrem Befüllen zu vermeiden. Schließlich ist aus der genannten Veröffentlichung keines der kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 bekannt: Das daraus vorbekannte Verschlußstück weist weder einen Einsatzteil noch einen Rohrstutzen noch einen zwischen beiden gebildeten Ringraum auf, noch ist das Gehäuse durch eine formschlüssig aufgesetzte Kappe verschlossen.
- Aus der US-PS 27 66 796 ist ein Dosen- oder Behälterverschluß bekannt, der aus einem Deckelteil besteht, der eine durch einen weiteren Deckel verschließbare Kammer aufweist, in der Pillen, Zucker oder dergleichen aufbewahrt werden können. Es sind jedoch in dieser zwischen den Deckelelementen gebildeten Kammer keinerlei Verschlußelemente gehaltert.
- Die DE-PS 6 72 138 zeigt ein Kupplungselement, wobei in den Ringraum zwischen dem Rohrstutzen und dem Teil und dem Raum oberhalb des Rohrstutzen der Entnahmeschlauch eingelegt und das Teil verschlossen ist. Die genannte Veröffentlichung bezieht sich jedoch auf ein Infusionsgerät völlig anderer Ausgestaltung, welches mit dem Erfindungsgegenstand ansonsten keine weiteren Merkmale gemeinsam hat.
- Aus der DE-OS 23 37 964 ist ein medizinisches Absauggerät (Infusionsgerät), das den Erfindungsgegenstand ebenfalls nicht nahelegen kann, bekannt.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben worden.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
- Fig. 1 eine Seitenansicht des Verschlußstücks, zur Hälfte im Schnitt,
- Fig. 2 einen Schnitt durch den auf das Verschlußstück nach Fig. 1 aufgesetzten Deckel,
- Fig. 3 eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform eines Verschlußstücks, zur Hälfte im Schnitt, und
- Fig. 4 einen Schnitt durch den auf das Verschlußstück nach Fig. 3 aufgesetzten Deckel.
- Das in Fig. 1 dargestellte Verschlußteil besteht aus einem Einsatzteil 1&min; mit einem unteren napfförmigen, pfropfenartigen Teil 1, an das über einen radialen flanschförmigen Teil 2 ein zylindrisches Teil 3 angeschlossen ist. Das radiale flanschförmige Teil 2 trennt den pfropfenartigen Teil 1 von dem zylindrischen Teil 3 und bildet einen ringförmigen Absatz, der einen Anschlag beim vollständigen Eindrücken des pfropfenartigen Teils 1 in den nicht dargestellten Füllstutzen des Containerbeutels schafft. Die Stirnseite des pfropfenförmigen Teils 1 ist durch einen Boden 4 geschlossen, der einen einen durchgehenden Kanal 5begrenzenden, nach innen ragenden Rohrstutzen 6 trägt. Der Rohrstutzen 6 endet etwa im mittleren Bereich des zylindrischen Teils 3 und weist ein sich konisch verjüngendes Ende auf, das das Aufschieben und Befestigen des nicht dargestellten Entnahmeschlauches erleichtert. Zwischen dem Rohrstutzen 6 und dem Einsatzteil 1&min; wird ein Ringraum 6&min; ausgebildet.
- Auf der Außenseite des pfropfenförmigen Teils sind im Abstand voneinander zwei ringförmige Wulste vorgesehen, und zwar ein unterer Ringwulst 7 mit geringerem Durchmesser und ein oberer Ringwulst 8 mit größerem Durchmesser. Der untere Ringwulst 7 weist angeschrägte oder abgerundete Flanken auf und dient nur der losen Halterung des Verschlußteils in der Ringnut des Füllstutzens, so daß das Verschlußteil vor dem Befüllen mühelos herausgezogen werden kann. Die Ringwulst 8 dient der endgültigen flüssigkeitsdichten Befestigung des Verschlußteils in dem Entnahmestutzen und weist eine hintere, im Querschnitt etwa rechtwinkelige Ringschulter 9 auf, die verhakend mit der Ringnut des Füllstutzens nach dem endgültigen Eindrücken verrastet.
- Der obere äußere Rand des zylindrischen Teils 3 ist mit einer umlaufenden Ringwulst 10 versehen.
- Die auf das Verschlußteil aufgesetzte Kappe 11 besteht, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, aus einem kreisscheibenförmigen Teil, dessen Rand einen zylindrischen, ringförmigen Fortsatz 12 trägt. Dieser ringförmige, zylindrische Fortsatz weist auf seiner Innenseite eine umlaufende Ringwulst 13 auf, die nach dem Aufdrücken des Deckels auf das Verschlußteil hinter dessen Ringwulst 10 greift. Um das Aufschieben zu erleichtern, sind die Ringwulste 10, 13 mit innen- bzw. außenkonusförmigen Abschrägungen versehen. Die Ringwulst 13 weist auch auf ihrer Innenseite eine abgeschrägte Flanke 14 auf, um das Abziehen des Deckels zur Entnahme des Schlauches zu erleichtern.
- Während des Befüllens und bis zur Vorbereitung des Containerbeutels zum Gebrauch ist der nicht dargestellte Entnahmeschlauch in dem Raum 15 des Verschlußteils verwahrt, der durch den Deckel verschlossen ist.
- Die Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 dadurch, daß das Verschlußteil oberhalb des pfropfenartigen Teils 1 einen verbreiterten Rand aufweist, der durch einen zylindrischen Rand 16 von nur geringer Höhe begrenzt ist. Der in Fig. 4 dargestellte Deckel besitzt eine zylindrische Wandung 17 einer derartigen Höhe, daß diese Wandung eine Kammer bildet, in die der nicht dargestellte Entnahmeschlauch vollständig eingelegt werden kann.
Claims (8)
1. Verschlußteil für mit Beuteln zur Verpackung von Getränken, flüssigen Lebensmitteln oder Flüssigkeiten verbundene Füll- und Entnahmestutzen, bestehend aus einem napfförmigen, pfropfenartigen Einsatzteil, dessen Boden mit einem nach außen weisenden, von den Wandungen des Einsatzteils eingefaßten und unterhalb von dessen Rand endenden Rohrstutzen, an den ein Entnahmeschlauch angeschlossen ist, verbunden ist und dessen Außenseite oberhalb eines nur der losen Halterung des Verschlußteils in dem Füll- und Entnahmestutzen dienenden Teils eine ringförmige Wulst aufweist, die bei vollständig in den Füll- und Entnahmestutzen eingedrücktem Einsatzteil formschlüssig und dichtend in einer entsprechenden auf dessen Innenwandung befindlichen Ringnut einschnappt, dadurch gekennzeichnet, daß in den Ringraum (6&min;) zwischen dem Rohrstutzen (6) und dem Einsatzteil (1&min;) und den Raum (16) oberhalb des Rohrstutzens (6) der Entnahmeschlauch eingelegt und das Einsatzteil (1&min;) durch eine lösbare Kappe (11) verschlossen ist, die formschlüssig auf den oberen Rand des Einsatzteils (1&min;) aufgesetzt ist.
2. Verschlußteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (11) kreisscheibenförmig mit einem zylinderringförmigen Fortsatz (12) ausgebildet ist, der den Rand des Einsatzteils (1&min;) übergreift.
3. Verschlußteil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand des Einsatzteils (1&min;) mit einer außen umlaufenden Wulst (10) und der zylinderringförmige Fortsatz (12) der Kappe (11) entsprechend versetzt auf seiner Innenwandung mit einer Wulst (13) versehen ist, die bei aufgesetzter Kappe (11) einander hintergreifen.
4. Verschlußteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wulst (13) der Kappe (11) und/oder des Einsatzteils (1&min;) in Schließrichtung innen- bzw. außenkonusförmig abgeschrägt sind.
5. Verschlußteil nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige Wulst (13) der Kappe (11) auf ihrer Innenseite eine konusförmig abgeschrägte Flanke (14) aufweist.
6. Verschlußteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsatzteil (1&min;) und die Kappe (11) aus Kunststoffspritzgußteilen bestehen.
7. Verschlußteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsatzteil (1&min;) einen nach außen verbreiterten Rand (16) aufweist, auf den die mit einer zylindrischen Gehäusewand (17 ) versehene Kappe (11) aufsetzbar ist.
8. Verschlußteil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand (16) des napfförmigen, pfropfenartigen Teils ( 1) eine Ringnut aufweist, in die eine im unteren Bereich der zylindrischen Gehäusewand (17) der Kappe (11) auf dessen Innenseite angeordnete ringförmige Wulst (13) einschnappt.
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