DE3141507C2 - - Google Patents
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- DE3141507C2 DE3141507C2 DE19813141507 DE3141507A DE3141507C2 DE 3141507 C2 DE3141507 C2 DE 3141507C2 DE 19813141507 DE19813141507 DE 19813141507 DE 3141507 A DE3141507 A DE 3141507A DE 3141507 C2 DE3141507 C2 DE 3141507C2
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
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- C08F10/02—Ethene
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- Health & Medical Sciences (AREA)
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- Organic Chemistry (AREA)
- Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
Ethylenpolymerisaten.
Die Ethylenpolymerisate werden durch Homopolymerisation
von Ethylen oder Copolymerisation von Ethylen mit anderen
mit Ethylen copolymerisierbaren Verbindungen in einem
kontinuierlich betriebenen, rohrförmigen Polymerisations
system bei Drücken von 500 bis 5000 bar und Temperaturen
von 50 bis 450°C in Gegenwart von radikalisch zerfallenden
Polymerisationsinitiatoren hergestellt, indem man
dem Polymerisationssystem an dessen Einlaßstelle (A) und
gleichzeitig an einer zweiten Stelle (C) hinter der
Einlaßstelle entlang des Polymerisationssystems, wo die
Reaktionstemperatur ein Maximum überschritten hat, ein
Gemisch aus Ethylen, Sauerstoff, Regler und gegebenenfalls
Comonomere zuführt, wobei die Sauerstoffkonzentration 0,5 bis
100 ppm, bezogen auf die Menge Ethylen, beträgt.
Es ist bekannt, daß man Ethylen in rohrförmigen Polymerisations
systemen bei Drücken von 500 bis 5000 bar und Temperaturen
von 50 bis 450°C in Gegenwart von radikalisch
zerfallenden Polymerisationsinitiatoren, wie Sauerstoff
oder peroxidischen Initiatoren, gegebenenfalls in Gegen
wart von Reglern und Anwesenheit von Coreaktanden
polymerisieren kann. Es ist auch bekannt, daß man bei der
Hochdruckpolymerisation von Ethylen in rohrförmigen Reaktoren
an mehreren in der Strömungsrichtung des Ethylens hinter
einander liegenden Stellen Katalysatoren der genannten
Art in gelöster oder suspendierter Form in den Reaktor
einleiten kann (vgl. GB-PS 10 10 847). Bei diesen Verfahren
kann jedoch die Temperatur im Reaktor nicht zuverlässig
über längere Zeit kontrolliert werden, was zum Verkohlen
des Reaktionsgemisches und zum Verstopfen des Reaktors führt.
Es ist ferner bekannt, daß man bei der Hochdruckpolymerisation
von Ethylen den die Katalysatoren enthaltenden
Ethylenstrom in mehrere Teilströme aufteilen und dann
einen dieser Teilströme nach dem Erwärmen auf Anspring
temperatur in den Anfang eines röhrenförmigen Reaktors
einleiten kann. Der andere bzw. die anderen Teilströme
werden dann bei diesem bekannten Verfahren kalt an mehreren
in Strömungsrichtung des polymerisierenden Ethylens
hintereinander liegenden Stellen des Reaktors zugeführt.
Das kalte Ethylen wird dabei üblicherweise an den Stellen
des Reaktors eingeleitet, an denen das Polymerisations
gemisch im Reaktor etwa die maximal zulässige Poly
merisationstemperatur erreicht hat. Dabei wird die Menge
des kalt eingeleiteten Ethylens, welches den Initiator
enthält, so bemessen, daß die Temperatur des Reaktions
gemischs im Reaktor nicht unter die Anspringtemperatur
der Ethylenpolymerisation, die von dem verwendeten
Katalysator abhängt, sinkt. Auf diese Weise ist es unter
besonderen Bedingungen möglich, den Umsatz des Ethylens
zu Polyethylen pro Durchsatz zu erhöhen. Bei diesem
Verfahren werden dem Ethylen vor oder nach der Komprimierung
geringe Mengen Luftsauerstoff als Polymerisationsinitiator
zugegeben. Auch können statt Luftsauerstoff Peroxide
oder Hydroperoxide oder Mischungen von Peroxidverbindungen
zugefügt werden (vgl. US-PS 37 25 378).
Weiterhin ist bekannt, daß sich durch Kombination von
Sauerstoff und Peroxid als Initiator vor allem bei einem
kombinierten Einsatz von Sauerstoff und Peroxiden an einer
zweiten Zulaufstelle in den Reaktor, der Reaktorumsatz
anheben läßt, ohne daß es zu einer merklichen
Produktverschlechterung kommt (vgl. US-PS 40 46 919).
Durch diese Verfahrensweise läßt sich die Qualität des
Polymerisates jedoch nicht verbessern.
Es ist ebenfalls bekannt, daß man durch die Kombination
von Sauerstoff und Peroxiden als Initiator und Dosierung
dieses Initiatorgemisches an der Einlaßstelle des Reaktors
den Reaktionsumsatz unter Beibehaltung der Produktqualität
anheben kann. Unter bestimmten Umständen können dabei sogar
die Produkteigenschaften verbessert werden, wobei jedoch
grundsätzlich Produkte erhalten werden, die zwar eine hohe
Produktdichte, jedoch schlechte optische Folieneigenschaften
aufweisen (vgl. US-PS 36 60 370, Beispiel 3).
Aus der DE-OS 25 57 653 ist ein Verfahren zur Herstellung von
Ethylenpolymerisaten in einem Zweizonenreaktor bekannt, wobei man
ein Gemisch aus Ethylen, Sauerstoff, Regler und gegebenenfalls
Comonomere an der Einlaßstelle und an einer zweiten Zufuhrstelle
des Reaktors und zusätzlich an der zweiten Zufuhrstelle einen
Initiator mit einer Halbwertstemperatur über 140°C zudosiert.
Nach diesem Verfahren wird zwar ein guter Umsatz des Ethylens zu
Polyethylen erreicht, die Produktqualität bezüglich der Dichte
und der optischen Folieneigenschaften lassen aber noch zu
wünschen übrig. Das gleiche gilt für das aus der DE-OS 16 45 639
bekannte Polymerisationsverfahren von Ethylen in Röhrenreaktoren,
bei dem Gemische aus Ethylen und Initiator an der Einlaßstelle
und von weiterem Initiator nach Überschreiten der Maximal
temperatur und weiterem Ethylen an einer Stelle danach zudosiert
werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
verbessertes Verfahren zur Polymerisation von Ethylen
in einem rohrförmigen Polymerisationssystem aufzufinden,
wobei der hohe Umsatz des Ethylens zu Polyethylen erhalten
bleibt, während die Dichte des Polymerisats gleichzeitig
erhöht wird und die optische Folieneigenschaften
des Polymerisats verbessert werden.
Die Erfindung betrifft den durch den Anspruch (die Ansprüche)
gekennzeichneten Gegenstand.
Es ist von Vorteil, wenn die Konzentration des zusätzlich
zugeführten Initiators 0,01 bis 20 mol ppm, vorzugsweise
0,01 bis 5 mol ppm, bezogen auf die gesamte, dem Poly
merisationssystem zugeführte Menge Ethylen, beträgt.
Besonders geeignet ist ein Verfahren, bei dem der zusätzlich
zudosierte Initiator ein organisches Peroxid, ein
organisches Hydroperoxid oder ein Gemisch aus organischem
Peroxid und Hydroperoxid ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist auf die Homopolymerisation
von Ethylen sowie auf die Copolymerisation des Ethylens
mit anderen ethylencopolymerisierbaren Verbindungen
anwendbar.
Als solche kommen alle die Verbindungen in Frage, die
üblicherweise unter Hochdruckbedingungen mit Ethylen in
Gegenwart von Radikale bildenden Polymerisationsinitiatoren
copolymerisiert werden können. Solche Verbindungen
sind z. B. Vinylacetat, n-Butylacrylat, Methylacrylat,
Acrylnitril, Vinylether, Acrylsäure oder Acrylamid, wobei
der Anteil an Comonomeren im Copolymerisat maximal 5 Gew.-%
betragen sollte.
Die Polymerisation des Ethylens, gegebenenfalls zusammen
mit anderen Verbindungen, erfolgt bei Drücken von 500
bis 5000 bar, vorzugsweise 1500 bis 3000 bar. Die Temperaturen
im Polymerisationssystem liegen zwischen 50 und
450°C, vorzugsweise zwischen 150 und 350°C. Die Bedingungen
im Polymerisationssystem lassen sich apparativ in
sogenannten Rohrreaktoren einstellen. Unter Rohrreaktoren
versteht man rohrförmige Polymerisationsgefäße, deren
Längenausdehnung das über 2000fache, bevorzugt das
5000- bis 50 000fache des Rohrdurchmessers beträgt. Wie
üblich, wird ein Teil der Polymerisationswärme durch
Kühlung des Rohrreaktors von außen mit Wasser abgeführt.
Die Polymerisation des Ethylens im Rohrreaktor wird
kontinuierlich betrieben.
Die Polymerisation des Ethylens gemäß der vorliegenden
Verfahren wird durch Zufuhr von Luftsauerstoff initiiert,
wobei die Sauerstoffkonzentration 0,5 bis 100, bevorzugt
0,5 bis 50 mol ppm, bezogen auf die Menge an Ethylen, beträgt.
Das gasförmige Gemisch aus Ethylen und Sauerstoff,
das Regler und gegebenenfalls Comonomere enthalten kann,
wird an der Einlaßstelle und gleichzeitig an einer zweiten
Stelle hinter der Einlaßstelle entlang des Rohrreaktors
in Strömungsrichtung des polymerisierenden Ethylens, etwa
wo die Reaktionstemperatur ein Maximum erreicht, entsprechend
dem Verfahren der oben zitierten US-PS 37 25 378 dem
Reaktor zugeführt. Unter Einlaßstelle wird im allgemeinen
der Anfang des rohrförmigen Reaktors verstanden. Der
Hauptstrom wird dabei am Anfang des Reaktors zugeleitet,
der Nebenstrom wird dem Reaktor in bekannter Weise an
der zweiten Stelle zugeführt. Durch diese Maßnahme wird
die Reaktionsführung des bekannten Zweizonen-Rohrreaktors
erhalten.
Das Molekulargewicht des anfallenden Polymerisats wird
durch die üblichen Regler, z. B. Kohlenwasserstoffe wie
Propan, Propen etc., Ketone wie Aceton, Methylethylketon
etc. oder Aldehyde wie Propionaldehyd auf den gewünschten
Wert gebracht.
In dem erfindungsgemäß verbesserten Verfahren wird nun
an einer weiteren Reaktorstelle an der das Temperatur
maximum der sauerstoffinitiierten Reaktion überschritten
ist, zusätzlich noch ein Initiator, der in einem inerten
Lösungsmittel gelöst ist, zugeführt. Diese Initiator,
auch Radikalspender genannt, soll eine Halbwertstemperatur
(T) oberhalb von 140°C aufweisen. Die Halbwerts
temperatur (T) ist definiert als diejenige Temperatur,
bei der der Initiator in Benzol gelöst in einer Minute
zur Hälfte zerfällt [vgl. US-PS 38 35 107 und O. N. Tsuetkov
et al., "International Polymer Science and Technology" 2
(1975) (4), Seite T/26 bis T/29].
Als Initiatoren werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
bevorzugt organische Peroxide und Hydroperoxide oder
Gemische aus Peroxiden bzw. Hydroperoxiden verwendet,
wobei die Halbwertstemperatur (T) jeweils oberhalb von
140°C liegen muß. Besonders bevorzugt zu verwendende Peroxide
bzw. Hydroperoxide sind:
| (T in °C) | |
| I Diisopropylbenzolhydroperoxid | |
| 220 | |
| II Cumolhydroperoxid | 200 |
| III Methylisobutylketonperoxid | 190 bis 200 |
| IV Di-tert.-butylperoxid | 186 |
| V Tert.-butylperisononat | 161 |
Die Konzentration des zusätzlich zudosierten Initiators
liegt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren im allgemeinen
zwischen 0,01 und 20 mol ppm, bevorzugt 0,01 bis 5 mol ppm,
bezogen auf die gesamte, dem Polymerisationssystem
zugeführte Ethylenmenge.
Als geeignetes inertes Lösungsmittel für den Initiator
werden zweckmäßig aliphatische Kohlenwasserstoffe wie
Octan oder Benzin verwendet. Es können gegebenenfalls auch
andere inerte Lösungsmittel, wie Chlorbenzol, Cyclohexan
oder Methanol, eingesetzt werden. Die für das Zuführen
der Initiatoren erforderlichen Menge an Lösungsmittel
sind im Verhältnis zur Menge Ethylen gering und betragen
im allgemeinen 0,01 bis 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise
0,1 bis 2 Gewichtsprozent, bezogen auf die Menge Reaktionsgas.
Die Initiatoren enthaltende Lösung wird dabei an
der geeigneten Stelle, d. h. nachdem die Temperatur der
sauerstoffinitiierten Reaktion ein Maximum überschritten
hat, direkt im Reaktionsgemisch dosiert.
Die zusätzliche Dosierung von Peroxiden oder Hydroperoxiden,
bei Initiierung mit Sauerstoff, ausschließlich an
einer Stelle an der die Temperatur der sauerstoffinitiierten
Reaktion an Maximum überschritten hat, führt bei
gleichbleibendem oder sogar erhöhtem Reaktionsumsatz zu
einer deutlichen Erhöhung der Produktdichte, und zu einer
überdurchschnittlichen Verbesserung der optischen Eigen
schaften von Folien, welche aus dem erhaltenen Polymerisat
hergestellt werden. Die Dichten der erhaltenen Ethylen
polymerisate sind größer als 0,925 g/cm³.
Die Polymerisation von Ethylen wurde in allen Versuchen in
einem rohrförmigen Reaktor mit einem Längen-/Durchmesser
verhältnis von etwa 20 000 durchgeführt. Zur Abführung der
Polymerisationswärme wurden die Rohrwände von außen mit
Wasser gekühlt. Das sauerstoffhaltige Ethylen wurde mit
einem Molgewichtsregler versetzt und auf den Reaktionsdruck
komprimiert. Von dem Reaktionsgas wurde in allen
Beispielen 2 Teile der Einlaßstelle des Reaktors zugeführt
und 1 Teil dem Reaktor etwa in der Mitte an einer zweiten
Zufuhrstelle zugegeben, nachdem sich die Reaktion in der
ersten Zone mit einem Temperaturmaximum ausgebildet hatte
und die Temperatur des Gemisches schon wieder am Abklingen
waren. Durch diese Maßnahme bilden sich zwei Reaktionszonen
in dem rohrförmigen Reaktor (Zweizonen-Rohrreaktor)
aus. In einer Reihe von Versuchen wurden verschiedene
organische Peroxide und Hydroperoxide in Benzin gelöst und
die Lösung in der 1. Reaktionszone, die von der Einlaßstelle
des Reaktors bis etwa zur zweiten Zufuhrstelle
reicht, an einer Stelle zudosiert, an der das Temperatur
maximum der sauerstoffinitiierten Reaktion bereits über
schritten war, wobei die Lage dieser sauerstoffinitiierten
Reaktion im ersten Teil des Reaktors durch eine geeignete
Maßnahme, wie zum Beispiel Anheben der Temperatur des
Vorwärmers und/oder Anheben der Temperatur des Kühlwassers
zum Reaktoranfang hin verlagert wurde. Die Absoluttemperaturen
dieser sauerstoffinitiierten Reaktion in der ersten
Reaktionszone wurden dabei durch Verringerung der Sauerstoff
menge in dem entsprechenden Ethylenstrom abgesenkt.
Das erhaltene Polyethylen wurde in bekannter Weise in den
dem Reaktor nachgeschalteten Abscheidern vom nicht umgesetzten
Ethylen abgetrennt.
Dem oben beschriebenen Reaktor werden bei einem Reaktions
druck von 2750 bar, gemessen an der zweiten Zulaufstelle,
gleichzeitig zwei Ethylenströme zugeführt, wobei dem
Strom in den Reaktoreinlaß 2,3 mol ppm Luftsauerstoff,
bezogen auf das Ethylen und dem Strom in die zweite
Zufuhrstelle 3,0 mol ppm Luftsauerstoff, bezogen auf die
Ethylenmenge in der zweiten Reaktionszone zugesetzt werden.
In der ersten Reaktionszone wird zusätzlich an einer
Stelle, an der die Temperatur der sauerstoffinitiierten
Polymerisation ein Temperaturmaximum von 235°C überschritten
hat, eine Menge von 0,6 mol ppm Methylisobutylketon
hydroperoxid in verdünnter Form (Benzin) zudosiert, wodurch
sich in der ersten Zone ein zweites Maximum mit
250°C ausbildet.
In der zweiten Reaktionszone wird eine Maximaltemperatur
von 290°C erreicht. Als Molekulargewichtsregler wird
Propionaldehyd zugesetzt. Die Reglermenge wird so bemessen,
daß sich ein Molekulargewicht entsprechend eines
Schmelzindexes MFI von 0,3 g/10 min, gemessen nach
DIN 53 735, einstellt.
Dem Reaktor gemäß Beispiel 1 werden bei einem Reaktions
druck von 2750 bar, gemessen an der zweiten Zulaufstelle,
gleichzeitig zwei Ethylenströme zudosiert, wobei der Strom
zur Einlaßstelle 9,7 mol ppm Luftsauerstoff, bezogen auf
die Ethylenmenge in der ersten Reaktionszone und der
Strom zur zweiten Zulaufstelle 2,0 mol ppm Luftsauerstoff,
bezogen auf die Ethylenmenge in der zweiten Reaktionszone,
enthält. Dabei bildet sich in der ersten Reaktionszone
ein Temperaturmaximum von 300°C, in der zweiten Reaktions
zone ein Temperaturmaximum von 270°C aus.
Als Molekulargewichtsregler wird Propionaldehyd zugesetzt.
Die Reglermenge wird so bemessen, daß sich ein Molekular
gewicht entsprechend eines MFI von 0,3 g/10 min einstellt.
Dem oben beschriebenen Reaktor werden bei einem Reaktionsdruck
von 2750 bar, gemessen an der zweiten Zulaufstelle,
gleichzeitig zwei Ethylenströme zugeführt, wobei dem
Strom in den Reaktoreinlaß 5,0 mol ppm Luftsauerstoff,
bezogen auf das Ethylen und dem Strom in die zweite Zufuhr
stelle 6,6 mol ppm Luftsauerstoff, bezogen auf die Ethylen
menge in der zweiten Reaktionszone zugesetzt werden.
In der ersten Reaktionszone wird zusätzlich an einer
Stelle, an der die Temperatur der sauerstoffinitiierten
Polymerisation ein Temperturmaximum von 250°C überschritten
hat, eine Menge von 0,5 mol ppm Methylisobutylketon
hydroperoxid in verdünnter Form (Benzin) zudosiert,
wodurch sich in der ersten Zone ein zweites Maximum mit
250°C ausbildet. In der zweiten Reaktionszone wird eine
Maximaltemperatur von 290°C erreicht. Als Molekulargewichts
regler wird Propylen zugesetzt: Die Reglermenge wird so
bemessen, daß sich ein Molekulargewicht entsprechend eines
MFI von 0,3 g/10 min einstellt.
Dem Reaktor gemäß Beispiel 1 werden bei einem Reaktions
druck von 2750 bar, gemessen an der zweiten Zulaufstelle,
gleichzeitig zwei Ethylenströme zudosiert, wobei der
Strom zur Einlaßstelle 18,0 mol ppm Luftsauerstoff, bezogen
auf die Ethylenmenge in der ersten Reaktionszone und der
Strom zur zweiten Zulaufstelle 5,2 mol ppm Luftsauerstoff,
bezogen auf die Ethylenmenge in der zweiten Reaktions
zone enthält. Dabei bildet sich in der ersten Reaktionszone
ein Temperaturmaximum von 300°C, in der zweiten Reaktions
zone ein Temperaturmaximum von 270°C aus.
Als Molekulargewichtsregler wird Propylen zugesetzt. Die
Reglermenge wird so bemessen, daß sich ein Molekulargewicht
entsprechend eines MFI von 0,3 g/10 min einstellt.
Dem oben beschriebenen Reaktor werden bei einem Reaktor
druck von 2750 bar, gemessen an der zweiten Zulaufstelle,
gleichzeitig zwei Ethylenströme zugeführt, wobei dem
Strom in den Reaktoreinlaß 6,2 mol ppm Luftsauerstoff,
bezogen auf das Ethylen und dem Strom in die zweite
Zufuhrstelle 6,0 mol ppm Luftsauerstoff, bezogen auf die
Ethylenmenge in der zweiten Reaktionszone zugesetzt
werden.
In der ersten Reaktionszone wird zusätzlich an einer Stelle,
an der die Temperatur der sauerstoffinitiierten Polymerisation
ein Temperaturmaximum von 240°C überschritten hat,
eine Menge von 0,7 mol ppm Methylisobutylketonhydroperoxid
in verdünnter Form (Benzin) zudosiert, wodurch sich in der
ersten Zone ein zweites Maximum mit 255°C ausbildet.
In der zweiten Reaktionszone wird eine Maximaltemperatur
von 300°C erreicht. Als Molekulargewichtsregler wird Propion
aldehyd zugesetzt: Die Reglermenge wird so bemessen,
daß sich ein Molekulargewicht entsprechend eines MFI von
4,0 g/10 min einstellt.
Dem Reaktor gemäß Beispiel 1 werden bei einem Reaktions
druck von 2750 bar, gemessen an der zweiten Zulaufstelle,
gleichzeitig zwei Ethylenströme zudosiert, wobei der
Strom zur Einlaßstelle 13,7 mol ppm Luftsauerstoff, bezogen
auf die Ethylenmenge in der ersten Reaktionszone,
und der Strom zur zweiten Zulaufstelle 6,6 mol ppm Luft
sauerstoff, bezogen auf die Ethylenmenge in der zweiten
Reaktionszone, enthält. Dabei bildet sich in der ersten
Reaktionszone ein Temperaturmaximum von 300°C, in der
zweiten Reaktionszone ein Temperaturmaximum von 300°C aus.
Als Molekulargewichtsregler wird Propionaldehyd zugesetzt.
Die Reglermenge wird so bemessen, daß sich ein Molekular
gewicht entsprechend eines MFI von 4,0 g/10 min einstellt.
Dem oben beschriebenen Reaktor werden bei einem Reaktions
druck von 2750 bar, gemessen an der zweiten Zulaufstelle,
gleichzeitig zwei Ethylenströme zugeführt, wobei dem
Strom in den Reaktoreinlaß 6,4 mol ppm Luftsauerstoff,
bezogen auf das Ethylen, und dem Strom in die zweite
Zufuhrstelle 9,7 mol ppm Luftsauerstoff, bezogen auf die
Ethlyenmenge, in der zweiten Reaktionszone zugesetzt werden.
In der ersten Reaktionszone wird zusätzlich an einer
Stelle, an der die Temperatur der sauerstoffinitiierten
Polymerisation ein Temperaturmaximum von 240°C überschritten
hat, eine Menge von 0,9 mol ppm Methylisobutylhydroperoxid
in verdünnter Form (Benzin) zudosiert, wodurch
sich in der ersten Zone ein zweites Maximum mit 250°C
ausbildet.
In der zweiten Reaktionszone wird eine Maximaltemperatur
von 290°C erreicht. Als Molekulargewichtsregler wird Propan
zugesetzt: Die Reglermenge wird so bemessen, daß sich
ein Molekulargewicht entsprechend eines MFI von 4,0 g/
10 min einstellt.
Dem Reaktor gemäß Beispiel 1 werden bei einem Reaktions
druck von 2750 bar, gemessen an der zweiten Zulaufstelle,
gleichzeitig zwei Ethylenströme zudosiert, wobei der
Strom zur Einlaßstelle 17,1 mol ppm Luftsauerstoff, bezogen
auf die Ethylenmenge in der ersten Reaktionszone,
und der Strom zur zweiten Zulaufstelle 10,5 mol ppm Luft
sauerstoff, bezogen auf die Ethylenmenge in der zweiten
Reaktionszone, enthält. Dabei bildet sich in der ersten
Reaktionszone ein Temperaturmaximum von 285°C, in der
zweiten Reaktionszone ein Temperaturmaximum von 295°C aus.
Als Molekulargewichtsregler wird Propan zugesetzt. Die
Reglermenge wird so bemessen, daß sich ein Molekular
gewicht entsprechend eines MFI von 4,0 g/10 min einstellt.
Die Beispiele und Vergleichsbeispiele zeigen die unerwarteten
und überraschenden Vorteile des Verfahrens auf.
Wie die Tabelle veranschaulicht, kann mit dem erfindungs
gemäßen Verfahren die Dichte des Polymerisats grundsätzlich,
d. h. unabhängig vom Molekulargewicht bzw. von der
verwendeten Reglersubstanz angehoben werden, ohne daß es
zu einer merklichen Umsatzeinbuße kommt, wobei gleichzeitig
die optischen Folieneigenschaften und die Verarbeitbarkeit
des Polymerisats verbessert werden.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung von Ethylenpolymerisaten
durch Homopolymerisation von Ethylen oder Copolymerisation
von Ethylen mit anderen mit Ethylen copolymerisierbaren
Verbindungen in einem kontinuierlich betriebenen,
rohrförmigen Polymerisationssystem bei Drücken von
500 bis 5000 bar und Temperaturen von 50 bis 450°C
in Gegenwart von radikalisch zerfallenden Polymerisations
initiatoren, indem man dem Polymerisationssystem
an dessen Einlaßstelle (A) und gleichzeitig
an einer zweiten Stelle (C) hinter der Einlaßstelle
entlang des Polymerisationssystems, wo die Reaktions
temperatur ein Maximum überschritten hat, ein Gemisch
aus Ethylen, Sauerstoff, Regler und gegebenenfalls
Comonomere zuführt, wobei die Sauerstoffkonzentration
0,5 bis 100 ppm, bezogen auf die Menge an Ethylen,
beträgt, dadurch gekennzeichnet, daß man
zusätzlich an einer weiteren Stelle (B) des Reaktors,
an der die Temperatur der sauerstoffinitiierten
Reaktion bereits das Maximum überschritten hat, und
die zwischen den Einlaßstellen (A) und (C) liegt,
einen Initiator zudosiert, dessen Halbwertstemperatur,
gemessen in Benzol als Lösungsmittel, über 140°C
beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Konzentration des zusätzlich zudosierten
Initiators 0,01 bis 20 mol ppm, bezogen auf die gesamte,
dem Polymerisationssystem zugeführte Ethylenmenge
beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der zusätzlich zudosierte Initiator ein organisches
Peroxid ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der zusätzlich zudosierte Initiator ein organisches
Hydroperoxid ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der zusätzlich zudosierte Initiator ein Gemisch aus
organischem Peroxid und Hydroperoxid ist.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1645639B2 (de) * | 1966-09-02 | 1974-12-19 | Veb Leuna-Werke Walter Ulbricht, X 4220 Leuna | Verfahren zur Herstellung von Äthylen-homo- oder -copolymerisaten |
| DE2557653A1 (de) * | 1975-12-20 | 1977-06-30 | Basf Ag | Verfahren zur herstellung von aethylenpolymerisaten in einem zweizonen-rohrreaktor bei druecken oberhalb 500 bar |
-
1981
- 1981-10-20 DE DE19813141507 patent/DE3141507A1/de active Granted
-
1982
- 1982-10-15 JP JP18010882A patent/JPS5879004A/ja active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS5879004A (ja) | 1983-05-12 |
| DE3141507A1 (de) | 1983-04-28 |
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