DE3141869C2 - Fußbodenkonstruktion für den oberen Laderaum eines Luftfahrzeuges - Google Patents
Fußbodenkonstruktion für den oberen Laderaum eines LuftfahrzeugesInfo
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Abstract
Um den Aufbau der Fußbodenkonstruktion für den oberen Laderaum (2) eines Luftfahrzeuges mit annähernd kreisförmigem Rumpfquerschnitt, hauptsächlich bestehend aus in Rumpfquerrichtung verlaufenden seitlich abgestützten Biegeträgern und die Biegeträger tragenden Stützelementen, derart zu vereinfachen, daß eine deutliche Senkung des Baugewichts sowie der Fertigungskosten eintritt, sind die Biegeträger als einstückige, annähernd über den gesamten Rumpfinnendurchmesser sich erstreckende Fußbodenplatten (12) ausgeführt, von deren seitlichen Rändern zur Rumpfaußenstruktur (1) hin jeweils mehrere durch schräg nach vorn verlaufende Stangen (20, 21) gebildete Verbindungen bestehen, wodurch vorwiegend in Flugzeug-Längsrichtung wirkende Kräfte übertragen werden und sind die die Fußbodenplatten (12) tragenden Stützelemente als längs vertikal verlaufende Flächenbauteile (15) ausgebildet, die gleichzeitig die Seitenwände des Frachtraumes (3) bilden. Zur weiteren Senkung des Baugewichts und der Fertigungskosten bestehen die Fußbodenplatten und/oder die Flächenbauteile aus faserverstärktem Kunststoff.
Description
Die Rumpfinnenstruktur insbesondere bei Großraumflugzeugen, besteht hauptsächlich aus einem ersten
Fußboden eines oberen Laderaumes und einem zweiten Fußboden eines unteren Laderaumes sowie aus dessen
Seitenwänden, wobei meist der obere Laderaum als Passagierraum und der untere Laderaum als Frachtraum
dient. Der obere Fußboden ruht auf horizontalen Querträgern, die innerhalb der annähernd kreisförmigen
Rumpfspante etwa diametral angeordnet sind. Die Enden der Querträger sind mit dem Steg des jeweiligen
Spantes z. B. durch Niete starr verbunden. Oberhalb der so
Querträger von meist I-förmigem Querschnitt verlaufende Längsprofile oder -schienen sind über Beschläge
mit den Querträgern zu einem Metallgerüst gefügt. In die Felder dieses Gerüstes sind Leichtbau-Wabenplatten
als Fußbodenelemente eingesetzt, die aus faserverstärkiern Kunststoff (FVK) bestehen und mit den
Querträgern bzw. Längsschienen verschraubt sind. Zur Erhöhung der Biegefestigkeit der Querträger sind diese
nahe ihren Enden gegen den unteren Teil des jeweiligen Spantes abgestützt. Mit den zur Abstützung dienenden w>
senkrechten Stützstangen sind aus FVK bestehende Leichtbau-Wabenplatten verschraubt, die die Seitenwände
des Frachtraumes bilden. Entsprechende Leichtbau-Wabenplatten sind vom Frachtraum her mit den
Fußbodenquerträgern verschraubt und bilden so den ·>■>
Himmel des Frachtraumes. Im Prinzip ist der Fußboden des Frachtraumes ähnlich dem Fußboden des Passagierraumes
aufgebaut. Die Fußbodenplatten sind hier jedoch wegen der integrierten Beladeeinrichtungen
(Kugelmatten) teilweise als Leichtmetallkonstruktion ausgeführL Nach einem aus den bekannten Lösungen
erkennbaren Prinzip sind die Fußböden des Passagier- und des Frachtraumes sowie die Seitenwände des
letzteren immer aus tragenden und oberflächenbildenden Elementen aufgebaut
Eine derartige Fußbodenkonstruktion entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1, die anhand der
Beschreibung der F i g. 1 näher erläutert wird, ist z. B.
bekanntgeworden durch die Gesamtdarstellung des Aufbaus und der Einzelteile der Boeing 747 aus der
Zeitschrift FLUG REVUE + flugweit international 11/1969, Seiten 50 und 51. Aus dieser Darstellung, die
zusammen mit den Erläuterungen zur Struktur des Rumpfwerkes die bisher gebräuchliche Fußbodenkonstruktion
für Luftfahrzeuge zeigt, sind nachfolgend aufgeführte Nachteile zu erkennen.
Durch die starre Verbindung der Querträger des oberen Fußbodens mit den Spanten sowie durch seine
diametrale Lage wird insbesondere dieser Fußboden den Verformungen ausgesetzt, die die Außenstruktur
infolge dev im Fluge wirksamen Lasten erfährt. Die statische Berücksichtigung der hieraus resultierenden
Kräfte ist mit bestimmend für das Baugewicht der Fußbodenkonstruktion. Infolge der komplizierten Gestaltung
de·· einzelnen Baugruppen ergeben sich recht hohe Fertigungskosten.
Demgemäß liegt der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Aufbau der
Fußbodenkonstruktion für den oberen Laderaum eines Luftfahrzeuges derart zu vereinfachen, daß eine
deutliche Senkung des Baugewichtes sowie der Fertigungskosten eintritt.
Mit der Fußbodenkonstruktion nach der Erfindung wird eine niedrige Anzahl von Baugruppen erreicht, die
dazu noch einen wesentlich einfacheren Aufbau aufweisen, was zu einem erheblich niedrigeren Baugewicht
führt. Aufgrund der Erfindung ergeben sich weiterhin geringe Herstell- und Montagekosten der
betreffenden Baugruppen. Die entsprechenden Bauteile sind unter Anwendung moderner Fasertechnologien auf
weitgehend automatisierten Fertigungseinrichtungen herstellbar.
Darstellung der Erfindung
Die Erfindung ist nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Rumpfquerschnitt mit Gegenüberstellung der erfindungsgemäßen Bauweise mit derjenigen
vom Stand der Technik;
F i g. 2 einen Rumpfquerschnitt mit einer Fußbodenkonstruktion;
F i g. 3 die Ansicht in Richtung III nach F i g. 2;
F i g. 4 den Schnitt IV-IV nach F i g. 3;
F i g. 4a bis 4c Einzelheiten aus F i g. 4;
F i g. 5 den Schnitt V-V nach F i g. 4;
F i g. 6 den Schnitt Vl-Vl nach F i g. 3;
F i g. 7 den Schnitt VIl-VII nach F i g. 3;
F i g. 8 die Einzelheit VIII aus F i g. 3;
F i g. 9 die Einzelheit IX aus F i g. 3;
Fig. 10 eine andere Ausgestaltung der Verbindungen
entsprechend den F i g. 8 und 9;
Fig. 11 a und 11b die Einzelheit Xl aus Fig. 2;
F i g. 12a bis 12c eine Fußbodenplatte in Profilbauweise;
Fig. 13a bis 13c eine Fußbodenplatte in Rohrbauweise
und
Fig. 14a bis 14c eine Fußbodenplatte in Kugelbauweise.
F i g. 1 zeigt eine Gegenüberstellung der erfindungsgemäßen
Bauweise anhand eines Rumpfquerschnittes mit derjenigen vom Stand der Technik, bestehend aus
einer Rumpf-Außenstruktur 1, einem Passagierraum 2 und einem Frachtraum 3. Nach der in der linken Hälfte
gezeigten alten Bauweise besteht der Passagierraum-Fußboden aus Querträgern 4, deren Enden an der Stelle
5 mit dem jeweiligen Spant z. B. vernietet sind. Die
Querträger 4 bilden mit den in Längsrichtung verlaufenden Sitzschienen 6 ein Gerüst, in das
Fußbodenelemente 7 eingelassen und durch Schrauben befestigt sind. Dabei beträgt die Längserstreckung eines
Fußbodenelementes 7 üblicherweise drei Spantabstände. Die Sitzschienen 6 weisen an ihrer oberen
Längsseite übliche Mittel zur Befestigung von Passagiersitzen 8 auf. Die Querträger 4 sind nahe ihren Enden
durch Stützstangen 9, z. B. Leichtmetallrohre gegen den unteren Teil des betreffenden Spantes abgestützt Die
Stützstangen 9 bilden somit einen Bestandteil der Fußbodenkonstruktion und tragen gleichzeitig aus FVK
bestehende Flächenbauteile, die als Seitenwände des Frachtraumes 3 dienen. Die Unterseite des Gerüsts ist
durch weitere FVK-Flächenbauteile abgedeckt, die den
Himmel des Frachtraumes 3 bilden. Aufgrund der in der rechten Hälfte gezeigten Ausführung entsprechend der
Erfindung ist nun vorgesehen, daß der obere Fußboden aus einstückigen, sich annähernd über den gesamten
Rumpf-Innendurchmesser erstreckenden Fußbodenplatten besteht, die an ihren seitlichen Rändern derart
mit der Rumpfstruktur verbunden sind, daß hier vorwiegend in Flugzeug-Längsrichtung wirkende Kräfte
übertragen werden und die Platten nahe ihren seitlichen Rändern durch längs und vertikal verlaufende
Flächenbauteile abgestützt werden, die die Seitenwände des Frachtraumes bilden. Entsprechend zeigt die rechte
Hälfte der Fig. 1 eine Fußbodenplatte 12 mit einer oberen Deckschicht 13 und mit unteren Gurten 14, die
durch Flächenbauteile 15 abgestützt ist.
F i g. 2 zeigt einen Rumpfquerschnitt mit einer vollständig dargestellten erfindungsgemäßen Fußbodenkonstruktion,
im wesentlichen bestehend aus der Fußbodenplatte 12 und den Flächenbauteilen 15. Die
konstruktive Gestaltung ist anhand der Ansicht III sowie der Einzelheit XI näher erläutert.
So zeigt die Fig.3 entsprechend der Ansicht in Richtung III nach Fig.2 die Draufsicht auf eine
Fußbodenplatte 12, die sich in Rumpf-Längsrichtung über zwei Spantabstände erstreckt und in Querrichtung
vom linken Teil der Rumpf-Außenhaut 16 bis zu deren rechtem Teil reicht. Die obere Deckschicht 13 ist durch
innerhalb der Platte verlaufende, durch Stnchelung angedeutete Quer- und Längsträger ausgesteift, die
somit eine Vielzahl von Kasteneinheiten bilden. Durch die Linien 18 sind die Positionen der Sitzschienen
festgelegt. Die Fußbodenplatte 12 ist in der Figur rechts über Beschläge 19 mit der Rumpf-Außenstruktur
verbunden. Hierdurch ist die Lage des Fußbodens in Querrichtung definiert. Die Beschläge 19 übertragen
Kräfte nur in Querrichtung. Zur Übertragung von in Rumpf-Längsrichtung wirkenden Kräften dienen Stangen
20 auf der rechten und Stangen 21 auf der linken Seite des Fußbodens. Die Stangen 20 und 21 verlaufen
jeweils von der Rumpf-Außenstruktur schräg nach vorn zum Rand der Fußbodenplatten 12. Auf der linken Seite
sind keine den Beschlagen 19 entsprechenden Einrichtungen vorgesehen. Daher kann sich hier der Abstand
zwischen dem Fußboden und der gegenüberliegenden Rumpfstruktur kräftefrei einstellen. So bleiben z. B. die
infolge des Kabinen-Innendrucks auf die Außenhaut wirkenden Kräfte ohne Auswirkung auf den Fußboden.
F i g. 4 zeigt den Schnitt IV-IV nach F i g. 3. Hier ist
die Verbindung der Fußbodenplatte 12 mit der Rumpf-Außenstruktur näher dargestellt Letztere besteht
hier im wesentlichen aus dem rechten Teil der Außenhaut 16, einem Spantprofil 22, aus drei Stringern
in 23, 24 und 25 sowie aus zwei Schubblechen 26 und 27.
Das eine Ende des Beschlages 19 ist mit dem Spantprofil 22 und dem Schubblech 26 vernietet und über einen
Stützwinkel 28 an den Stringer 24 angeschlossen. Das andere Ende des Beschlages 19 bildet eine Gabel 29, die
ein an der Fußbodenplatte 12 befindliches Auge 30 umgreift und daran mit einem hier nicht gezeigten
Bolzen befestigt ist Der Schnitt IV-IV zeigt weiterhin zwei Längsträger 31 und 32 sowie einen Randträger 33
der Fußbodenplatte 12 im Querschnitt und einen Abschlußträger 42 in der Ansicht Der untere Rand des
Abschlußträgers 42 ist durch den unteren Gurt 14 versteift An den durch die Linien 18 bestimmten Stellen
befinden sich die Sitzschienen 34 und 35, die mit ihren flanschartigen Ausläufern in die Deckschicht 13 sowie in
die Träger 31 und 33 einlaminiert sind. Über ein einlaminiertes Profil 36 ist die Fußbodenplatte 12 an das
Flächenbauteil 15 angeschlossen, das an seinem oberen Rand ein U-förmiges Profil 37 aufweist Die eigentliche
Verbindung erfolgt durch eine entsprechende Anzahl
JH hier nicht gezeigter Bolzen. Da die seitlichen Anschlüsse
der Fußbodenplatten 12 keine vertikalen Kräfte übertragen, wird die gesamte Fußbodenlast über die
Flächenbauteile 15 abgesetzt. Das weiterhin dargestellte Teil 38 ist Bestandteil der Innenverkleidung des
Passagierraumes und trägt zur Festigkeit des Fußbodens nicht bei.
Die F i g. 4a bis 4c zeigen Einzelheiten, die aus F i g. 4 aufgrund der starken Verkleinerung nicht erkennbar
sind.
F i g. 5 zeigt den Schnitt V-V nach F i g. 4. Das Teil 15 ist wie der Fußboden in Kastenbauweise ausgeführt.
Danach weist das Bauteil auf der dem Frachtraum 3 zugewandten Seite eine aus FVK bestehende geschlossene
Deckschicht 55 auf. Die Rückseite des Bauteils besteht aus einem FVK-Versteifungsgitter, das aus
waagerechten Versteifungen 56 und senkrechten Versteifungen 57 besteht. Derartige Flächenbauteile,
wozu auch der vorbeschriebene Fußboden gehört, können unter Verwendung entsprechender Vorrichtungen
aus vorimprägniertem FVK-Werkstoff mit relativ geringem Lohn-Aufwand durch einen einzigen Klebevorgang
hergestellt werden. Das entsprechende weitgehend automatisierte Verfahren ist aus der DE-OS
30 03 552 bekannt.
Fig. 6 zeigt im Schnitt VI-VI nach Fig. 3 einen Ausschnitt aus zwei benachbarten Fußbodenplatten 12
mit den Sitzschienen 34, einem Querträger 39, den Längsträgern 41 sowie mit zwei Abschlußträgern 42.
Aufgrund der Konstruktion ist sichergestellt, daß sich bo die auf die zu befestigenden Sitze abgestimmte Teilung t
der Sitzschienen gleichbleibend über den Spalt 40 hinweg fortsetzt. Der Spalt 40 ist durch ein hier nicht
gezeigtes Dichtprofil verschlossen.
Fig. 7 zeigt im Schnitt VII-VII weitere Einzelheiten
b5 aus dem Bereich zweier benachbarter Fußbodenplatten
12. Hier sind u. a. die unteren Gurte 14 der Abschlußträger 42 gezeigt. Aus der Darstellung ist
erkennbar, daß die von den sich kreuzenden Quer- und
Längsträgern eingeschlossenen Felder auf der Unterseite der Fußbodenplatte 12 offen sind. Hier ist ein in den
Spalt 40 eingesetztes Dichtprofil 44 von pilzförmigem Querschnitt gezeigt.
F i g. 8 zeigt die Einzelheit aus F i g. 3 mit dem rechten Teil der Außenhaut 16, dem Stringer 24, den Beschlägen
19, den Stangen 20, den Spantprofilen 22 mit zwei Fußbodenplatten 12 sowie mit den Sitzschienen 35. Das
eine Ende einer Stange 20 ist jeweils mit einem Ansatz 45 des betreffenden Beschlages 19 vernietet. Das andere
Ende ist mit einem Knotenblech 46 verbunden, das wiederum an einem Spantprofil 22 und dem Stringer 24
wie gezeigt angeschlossen ist. In Höhe des Spaltes 40 sind zwei Fußbodenplatten 12 aneinandergefügt. Entsprechend
sind ein Äugenansatz 47 der vorderen Platte 12 und ein ebensolcher Ansatz 30 der hinteren Platte 12
in die Gabel des betreffenden Beschlages 19 eingeführt und mit diesem durch einen hier nicht gezeigten Bolzen
verbunden. Entsprechende Verbindungen bestehen auch jeweils zwischen einem mittleren Augenansatz 48
und dem betreffenden Beschlag 19.
Fig.9 zeigt in der Einzelheit IX aus Fig.3 die
Verbindung der Fußbodenplatte 12 mit der linken Seite der Rumpfstruktur 1, hauptsächlich bestehend aus dem
linken Teil der Außenhaut 16, den praktisch umlaufenden Spantprofilen 22 sowie einem Stringer 24. Hier
erfolgt die Übertragung von Kräften nur über die Stangen 21. Da hier eine kleine Änderung des
Abstandes zwischen dem linken Rand der Fußbodenplatten 12 und der Rumpf-Außenstruktur 1 zugelassen
wird, sind an den Enden der Stangen 21 Gelenkpunkte vorgesehen. Die entsprechenden Bolzenverbindungen
49 und 50 verbinden die Stangen 21 mit linken Augenansätzen 30a, 47a und 48a der Fußbodenplatten
12 einerseits mit Knotenblechen 43 andererseits, die mit den Spantprofilen 22 und dem Stringer 24 vernietet sind.
Fig. 10 zeigt eine andere Ausgestaltung der Verbindung
zwischen den Fußbodenplatten 12 und der Rumpfaußenstruktur mit einer Stange 51, deren eines
Ende über die Bolzenverbindung 49 mit den Fußbodenplatten 12 und deren anderes Ende über eine
Bolzenverbindung 52 mit einem Beschlag 53 und mit dem Stringer 17 verbunden ist. Der Beschlag 53 ist mit
dem Spantprofil 22 vernietet. Diese Lösung weist an jeder Spantposition eine Blechlasche 54 auf, die
einerseits mit dem betreffenden Spantprofil 22 sowie mit dem Beschlag 53 vernietet und andererseits über die
Bolzenverbindung 49 mit den Fußbodenplatten 12 verbunden ist. Hierbei ist von Vorteil, daß die recht
aufwendigen Beschläge 19 (siehe F i g. 4) durch die sehr einfachen Blechlaschen 54 ersetzt sind. Da die
vorgenannten Elemente auch am gegenüberliegenden Fußbodenrand, jedoch in spiegelbildlicher Anordnung
vorgesehen sind, führt dies zu einer Reduzierung der Anzahl verschiedener Teile. Bei dieser Lösung ergibt
sich die geforderte Nachgiebigkeit der Verbindung in Rumpf-Querrichtung durch elastische Verformung der
Laschen 54.
Die Fig. 11a und 11b zeigen die Einzelheit XI aus
F i g. 2. Hier ist am Beispie! der rechten Frachtraumwand die Verbindung des Fiächenbauteils 15 mit der
Rumpfstruktur dargestellt. Das Teil 15 wird unten durch einen relativ dünnwandigen, jedoch ausreichend steifen
Rand 58 begrenzt. Der Rand 58 ist durch vier Schrauben 59 mit einer rumpfseitigen Halterung verbunden, die im
wesentlichen durch ein von Spant zu Spant verlaufendes Längsprofil 60, zwei Aussteifungen 61 und 62 sowie
einen Stützwinkel 63 gebildet wird. Die Aussteifungen 61 und 62 sind mit dem Spantprofil 22 und einem
Schubblech 65 einerseits und mit dem Längsprofil 60 andererseits vernietet. Derartige Befestigungen sind an
jeder Spantposition vorgesehen. Die Flächenbauteile 15 erstrecken sich in Rumpf-Längsrichtung über drei bis
vier Spantabstände und sind an ihren Stoßstellen durch
in wenige hier nicht gezeigte Schraubenverbindungen miteinander verbunden.
Die zum Aufbau der erfindungsgemäßen Fußbodenkonstruktion dienenden, hier nur beispielhaft angegebenen
Fußbodenplatten 12 sowie die Flächenbauteile 15
ι ■> können vielfältig ausgestaltet werden. So ist es denkbar,
daß die offene, das Versteifungsgitter zeigende Unterseite der Fußbodenplatte 12 durch eine aus FVK
bestehende Deckschicht verschlossen wird. Eine weitere Ausgestaltung der Fußbodenplatte 12 besteht darin,
2(i daß diese jeweils an ihren an einer Stoßstelle gegenüberliegenden Bereichen zweier benachbarter
Fußbodenplatten Einrichtungen derart aufweisen, daß damit mehrere Schrauben- oder Bolzenverbindungen
herstellbar sind.
Auf die erfindungsgemäß verwendeten Flächenbauteile können alle bisher für derartige Teile bekanntgewordenen
Konstruktionsprinzipien angewendet werden. Damit ergeben sich weitere Ausgestaltungen, von
denen hier nur einige anhand von Beispielen angedeutet
3« sind.
So zeigen die Fig. 12a bis 12c den prinzipiellen Aufbau einer Fußbodenplatte in Profilbauweise. Hier
sind A-förmige Profile 67 mit einer Deckschicht 68 verklebt. Die Profile 67 sind jeweils mit ihren
Klebeflächen miteinander verklebt und tragen hier jeweils einen Gurt 69. Zur Erhöhung der Biegefestigkeit
in Querrichtung sind die unteren Kanten der Profile 67 durch Querverbände 70 miteinander verbunden. Anstelle
der Querverbände 70 kann auch eine untere FVK-Deckschicht vorgesehen sein.
Die Fig. 13a bis 13c zeigen den prinzipiellen Aufbau
einer Fußbodenplatte in Rohrbauweise. Hier ist der zwischen einer oberen Deckschicht 71 und einer
unteren Deckschicht 72 befindliche Raum durch rohrförmige Hohlkörper 73 ausgefüllt. In den hierbei
entstehenden Zwickelräumen sind entsprechend geformte kleinere Hohlkörper 74 angeordnet. Der
zwischen den Hohlkörpern und den Deckschichten d.inn noch verbleibende Hohlraum ist durch einen
<o Hartschaum ausgefüllt.
Die Fig. i4a bis i4c zeigen schließlich den prinzipiellen
Aufbau einer Fußbodenplatte in Kugelbauweise. Diese Ausführung entspricht im wesentlichen derjenigen
nach F i g. 13, jedoch mit dem Unterschied, daß die
eingeschlossenen Hohlkörper hier die Form von Kugeln
7.5 aufweisen.
Zur Realisierung der Erfindung stehen dem Fachmann verschiedene Werkstoffe zur Verfügung,, die er
aufgrund ihrer bekannten Eigenschaften einsetzen kann.
Es sind dies hauptsächlich Kunststoffe mit eingebetteten Fasern aus Kohlenstoff (KFK), Glas (GFK), Aramid
(AFK), oder Baumwolle. Die Auswahl erfolgt aufgrund fiichüblicher Überlegungen und könnte z. B. ergeben,
daß Längsgurte aus KFK und Schubfelder aus GFK
b5 hergestellt werden.
Hierzu 15 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Fußbodenkonstruktion für den oberen Laderaum eines Luftfahrzeuges mit annähernd kreisförmigem
Rumpfquerschnitt, hauptsächlich bestehend aus in Rumpfquerrichtung verlaufenden seitlich
abgestützten Biegeträgem und die Biegeträger tragenden Stützelementen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Biegeträger als einstückige annähernd über den gesamten Rumpfinnendurchmesser
sich erstreckenden Fußbodenplatten (12) ausgebildet sind, daß zwischen den seitlichen
Rändern der Fußbodenplatten (12) und der Rumpfaußenstruktur (1) eine Verbindung besteht, wodurch
vorwiegend in Flugzeug-Längsrichtung wirkende Kräfte übertragen werden und daß die die
Fußbodenp'atten (12) tragenden Stützelemeiite als
längsvertikal verlaufende Flächenbauteile (15) ausgebildet sind.
2. Fußbodenkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen zwischen
den Fußbodenplatten (12) und der Rumpfaußenstruktur (1), wodurch vorwiegend in Flugzeug-Längsrichtung
verlaufende Kräfte übertragen werden, im wesentlichen durch Stangen (20, 21, 51)
hergestellt sind.
3. Fußbodenkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußbodenplatten (12)
luf ihrer linken oder rechten Seite über Beschläge (19) mit der Rumpfaußenstruktur (1) verbunden sind.
4. Fußbodenkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußbodenplatten (12)
auf ihrer linken und rechten Seite über (Blech-)Laschen (54) mit der Rumpfaußenstruktur (1) verbunden
sind. V)
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