DE3141945C2 - Vorrichtung zum Steuern des Anfahrvorgangs eines lagegeregelten Schleifscheibenträgers - Google Patents
Vorrichtung zum Steuern des Anfahrvorgangs eines lagegeregelten SchleifscheibenträgersInfo
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Abstract
Der Schleifscheibenträger (1), z.B. einer großen Zahnradschleifmaschine, bewegt sich im Schleifbetrieb in einer nichtwaagerechten Führung auf und ab und wird von einem keine Selbsthemmung aufweisenden Linearmotor (2), z.B. einer durch eine Druckölpumpe (4) gespeisten Kolben-Zylinder-Anordnung (2a, 2b), angetrieben. In der Ruhelage wird der Schleifscheibenträger (1) durch eine Bremse (24) festgehalten. Beim Übergang von der Ruhelage zum Lageregelbetrieb darf der Schleifscheibenträger (1) keine unkontrollierte oder unerwünschte Bewegung ausführen. Deshalb wird dem Schleifscheibenträger (1) ab seiner Inbetriebsetzung aus der Ruhelage heraus ein bestimmter Bewegungsspielraum (S) nach oben erlaubt, um eine stoßfreie Inbetriebsetzung des eigentlichen Lageregelbetriebes des Lagereglers (12) zu ermöglichen. Zu diesem Zweck mißt ein Lagemeßsystem (6) den Anfahrlageistwert in der Ruhelage, zu dem ein Sollwertbildner (26) noch einen Teil des Bewegungsspielraums (S) addiert und so einen Anfahrlagesollwert definiert. Der Lageregler (12) steuert dann die Pumpe (4) an, bis der Schleifscheibenträger (1) unter der Wirkung des Linearmotors (2) den Anfahrlagesollwert erreicht. In diesem Zeitpunkt wird die Bremse (24) gelöst und der eigentliche Lageregelbetrieb kann beginnen.
Description
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei einer bekannten — hier gattungsbildenden — Vorrichtung zum Schleifen der Zahnflanken von
Zahnrädern auf einer Zahnradschleifmaschine (DE-AS 15 52 761) wird der Schleifscheibenträger im Schleifbetrieb
in einer nichtwaagerechten Führung mittels eines durch eine steuerbare Druckölpumpe gespeisten Linearantriebs
auf- und abbewegt. Wenn der Schleiischeibenträger in seiner Ruhelage ist, entweder weil die
Maschine abgeschaltet ist oder weil sie sich in der Vorbereitungsphase vor dem Schleifbetrieb befindet, ist
der Linearantrieb drucklos und muß, da er keine Selbsthemmung aufweist, in der Ruhelage gehalten
werden. Während des Schleifbetriebes wird dann die Bewegung des Schleifscheibenträgers durch einen
Lageregler geregelt, damit im Schleifbetrieb genaue Umkehrpunkte eingehalten werden.
Der Obergang von der Ruhelage zum Lageregelbetrieb muß so erfolgen, daß der Schleifscheibenträger
keine unerwünschten Bewegungen ausführt Das bedeutet, daß die eigentliche Lageregelung für Normalbetrieb
des Schleifscheibenträgers erst beginnen darf, wenn die für die Übernahme der Last durch den Linearantrieb
erforderliche Ausgangsleistung desselben vorhanden ist, d.h, wenn der für die Lastübernahme notwendige
Öldruck aufgebaut ist, was eine gewisse Zeit ab dem Einschalten der dem Linearantrieb zugeordneten
Pumpe erfordert Da der dazu notwendige Öldruck nur annähernd bekannt und von der variablen Schräglage
der Schleifscheibenträgerführungen abhängig ist, wäre eine bekannte Drucksteuerung (DE-AS 12 22 755), die
zum Entriegeln einer fernbetätigbaren, mit Kraftspeicher versehenen Bremse eines Linearantriebs verwendet
wird, für das Einsetzen des eigentlichen Lageregelbetriebes für Normalbetrieb aufwendig und zu ungenau.
Es ist zwar auch bekannt (DE-OS 20 31 796), daß diese Entriegelung mit Hilfe einer elektrischen Steuerung
erreicht werden kann, dabei wird jedoch lediglich von der an eine elektrische Druckölpumpe angelegten
Spannung ausgegangen, die nichts über den Zeitpunkt aussagen kann, in welchem der Lageregler schließlich in
seinen eigentlichen Lageregelbetrieb für Normalbetrieb übergehen darf.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung zu
schaffen, die verhindert, daß der Schleifscheibenträger beim Übergang von der Ruhelage auf die eigentliche
Lageregelung für Normalbetrieb unkontrollierte und unerwünschte Bewegungen ausführt.
Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs erfindungsgemäß durch
die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung wird der mit dem Schleifscheibenträger verbundene Linearantrieb,
wenn dieser abgeschaltet (d.h. drucklos) oder in der Vorbereitungsphase vor dem Schleifbetrieb ist, mittels
der an der Stange angreifenden Bremse in einer definierten Ruhelage gehalten, und ihm wird ein
bestimmter Bewegungsspielraum aus der Ruhelage heraus erlaubt, so daß dann, wenn die Ausgangsleistung
des Linearantriebs so weit aufgebaut ist, daß dieser die Last aufnehmen und die Reibungskräfte überwinden
kann, der Schleifscheibenträger beginnt, sich aus der Ruhelage herauszubewegen. Sobald er dabei eine
bestimmte Strecke zurückgelegt hat, die dem Schwellwertdetektor über die Soll-Ist-Wert-Differenzbildung
im Lageregler übermittelt wird, wird durch Einschalten des Sollwertgebers für Normalbetrieb und Lösen der
Bremse die eigentliche Lageregelung für Normalbetrieb eingeleitet. Ab diesem Zeitpunkt ist gewährleistet, daß
der Schleifscheibenträger keine unkontrollierte oder
unerwünschte Bewegung mehr ausführen kann, weil die Ausgangsleistung des Linearantriebs dafür ausreichend
vieh aufgebaut worden ist, so daß das Ingangsetzen der
eigentlichen Lageregelung für Normalbetrieb stoßfrei erfolgt
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung bilden den Gegenstand der Unteransprüche.
In der Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 2 wird bei abgeschaltetem oder drucklosem Linearantrieb
dessen definierte Ruhelage durch die Bremsbacken aufrechterhalten, die nach dem Beginn der eigentlichen
Lageregelung für Normalbetrieb von der Stange zurückgezogen sind und beim Abschalten des Linearantriebs
oder bei einem Druckabfall im Hydraulikkreis automatisch wieder mit der in ihre definierte Stellung
zurückgekehrten Stange verbunden werden, so daß beim nächsten Anfahrvorgang dieser wieder aus einer
definierten Ruhelage heraus beginnt
In der Ausgestaltung der Erfindung nach den Ansprüchen 3 und 4 ist der Linearantrieb eine
hydraulische Kolben-Zylinder-Anordnung bzw. eine durch einen hydraulischen Drehantrieb angetriebene
Spindel-Mutter-Anordnung, wobei die fehlende Selbsthemmung des Linearantriebs dadurch kompensiert
wird, daß dessen Zylinder bzw. Spindelmutter mit dem Schleifscheibenträger fest verbunden und dieser über
die Bremse mit den Bremsbacken in einer definierten Ruhelage gehalten wird.
In der Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 5 steuert der Lageregler eine Druckölpumpe, die den
beweglichen Teil des hydraulischen Antriebs entsprechend dem vom Lageregler gelieferten Stellsignai
verfährt Bei einem Schleifscheibenträger mit derartigem Antrieb ist die Vorrichtung nach der Erfindung von
besonderem Nutzen, weil der hydraulische Antrieb meist großvolumig und über lange Leitungen an die
Pumpe angeschlossen ist, so daß es ab dem Einschalten des Antriebs einige Zeit braucht, bis der für die
Übernahme der Last durch den Antrieb notwendige Öldruck aufgebaut ist. Erst wenn dieser Druckaufbau
ausreichend erfolgt ist, wird durch die Vorrichtung nach der Erfindung die eigentliche Lageregelung für Normalbetrieb
eingeschaltet, so daß der Übergang von der Ruhelage zu dieser Lageregelung dann ohne unkontrollierte
und unerwünschte Bewegungen des Schleifscheibenträgers erfolgen kann.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden unter Bezugnahme auf die schematischen
Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 einen aus einer Kolben-Zylinder-Anordnung bestehenden Linearantrieb mit einer Vorrichtung nach
der Erfindung zum Steuern des Anfahrvorgangs eines lagegeregelten Schleifscheibenträgers und
F i g. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Vorrichtung,
bei welchem der Linearantrieb eine durch einen hydraulischen Drehantrieb angetriebene Spindel-Mutter-Anordnung
ist.
F i g. 1 zeigt schematisch einen Schleifscheibenträger 1, beispielsweise einer großen Zahnradschleifmaschine,
der durch einen Linearantrieb 2 auf- und abbewegt wird. Diese Auf- und Abbewegung ist nicht notwendigerweise
eine Vertikalbewegung, weil derartige Schleifscheibenträger in Trägerführungen laufen, die eine vom
Schleifvorgang abhängige variable Schräglage haben. In dem in Fi g. 1 dargestelltem Ausführungsbeispiel besteht
der Linearantrieb aus einem feststehenden Kolben 2a und einem beweglichen Zylinder 2b, der mit dem
Schleifscheibenträger 1 ziim Antrieb desselben verbunden
ist Die oberhalb und unterhalb des Kolbens 2a befindlichen Kammern innerhalb des Zylinders 2b
werden durch eine fernsteuerbare Druckölpumpe 4 in Abhängigkeit von der vom Schleifscheibenträger 1
auszuführenden Bewegung versorgt oder entsorgt Ein Lagemeßsystem 6, welchem ein mit dem Zylinder 2b fest
verbundener Meßkopf 8 zugeordnet ist mißt ständig die Lage des Zylinders 2b und damit die des Schleifscheibenträgers
1. Das Lagemeßsystem 6 hat eine Ausgangsleitung 10, die über einen Zweig 10a mit einem
Lageregler 12 verbunden ist und diesem ständig den Istwert der Lage des Schleifscheibenträgers 1 liefert
Der Lageregler 12 ist andererseits mit einem Sollwertgeber 14 für Normalbetrieb verbunden, und über eine
Ausgangsleitung 16 gibt der Lageregler aufgrund einer Differenzbildung zwischen dem über die Zweigleitung
10a empfangenen Istwert und dem aus dem Sollwertgeber 14 empfangenen Sollwert ein Stellsignal an die
fernsteuerbare Druckölpumpe 4 ab, um den Schleifscheibenträger 1 in die entsprechende Lage zu bewegen.
Bis hierher ist der eigentliche Lageregelkreis für Normalbetrieb mit den dafür erforderlichen Komponenten
der Regelstrecke beschrieben worden. Mit einem solchen Lageregelkreis kann der Schleifscheibenträger
nicht ohne weiteres aus der Ruhelage heraus angefahren werden, weil der Schleifscheibenträger beim
Übergang von der Ruhelage in den Lageregelbetrieb unkontrollierte und unerwünschte Bewegungen ausführen
würde. Es läßt sich bei einem so aufgebauten Regelkreis nämlich nicht eindeutig ermitteln, wann der
für die Übernahme der Last durch den Linearantrieb 2 notwendige Öldruck durch die Druckölpumpe 4
aufgebaut worden ist, um solche unkontrollierten und unerwünschten Bewegungen des Schleifscheibenträgers
zu verhindern.
Hier setzt nun die Erfindung ein. Neben dem Schleifscheibenträger 1 ist eine Stange 18 angeordnet,
die in dem hier dargestellten Beispiel von zwei Bremsbacken 20 einer fernbetätigbaren, mit Kraftspeicher
versehenen Bremse 24 umschlossen ist. Die Bremsbacken 20 werden dabei über ein Bremsgestänge
22 betätigt. Die Stange 18, die an ihrem unteren Ende auf einer festen Unterlage ruht, hat an ihrem oberen
Ende einen Bewegungsspielraum S, der beispielsweise in der Größenordnung von Millimetern liegt. Bei
abgeschaltetem Linearantrieb 2, d. h. bei abgeschalteter Druckölpumpe 4 und damit drucklosem Linearantrieb 2
halten die bei angezogener Bremse 24 die Stange 18 umgreifenden Bremsbacken 20 (in F i g. 1 die mit
ausgezogenen Linien dargestellte Stellung I) den Schleifscheibenträger 1 in einer definierten Ruhelage.
Die Ausgangsleitung 10 des Lagemeßsystems 6 führt über einen Zweig iOb zu einem Sollwertbildner 26,
dessen Ausgang mit einem Eingang des Lagereglers 12 verbunden ist. Dieser Sollwertbildner 26 bildet zu einem
nachfolgend noch ausführlicher beschriebenen Zweck einen Sollwert für den Anfahrvorgang, indem er in der
in Fig. 1 gezeigten Stellung des Schleifscheibenträgers 1 aus dem durch das Lagemeßsystem 6 gemessenen
Istwert der Lage des Schleifscheibenträgers und einem bestimmten Bruchteil (beispielsweise 1 mm) des Bewegungsspielraums
5 der Stange 18 durch Addition einen Sollwert bildet, bei dessen Erreichen die eigentliche
Lage.2gelung für Normalbetrieb durch den Lageregler 12 auf der Basis des über die Zweigleitung 10a
gelieferten Istwertes und des vom Sollwertgeber 14 gelieferten Sollwertes erfolgen soll. Der Bildung des
Anfahrlagesollwertes durch den Sollwertbildner 26 liegt
der Gedanke zugrunde, daß ab dem Erreichen dieses Sollwertes in dem Linearantrieb 2 ein ausreichender
Druck aufgebaut worden sein muß, nachdem dieser den Schleifscheibenträger 1 zusammen mit der Stange 18
bereits um eine bestimmte Strecke (hier 1 mm) verfahren hat und somit die für die Lastaufnahme und
die Überwindung von Reibungskräften erforderliche Leistung erbracht hat, so daß der Übergang vom
Anfahrbetrieb des Schleifscheibenträgers 1 auf den eigentlichen Lageregelungsvorgang für Normalbetrieb
ohne unkontrollierte und unerwünschte Bewegungen des Schleifscheibenträgers 1 erfolgen kann.
Der Lageregler 12 ist über einen weiteren Ausgang mit einem Schwellwertdetektor 28 verbunden, dessen
Ausgang mit dem Sollwertgeber 14 für Normalbetrieb und mit der Bremse 24 verbunden ist. Der Lageregler 12
bildet ab dem Einschalten der Druckölpumpe 4 und somit ab dem Anfahren des Linearantriebs 2 ständig die
Differenz zwischen dem ihm über die Zweigleitung 10a gelieferten Lageistwert und dem vom Sollwertbildner
26 gelieferten Lagesollwert und gibt diese Differenz an den Schwellwertdetektor 28 ab. Wenn die Soll-Istwert-Differenz
schließlich unter den entsprechend der Güte des eingesetzten Lagereglers vorgegebenen Schwellwert
des Schwellwertdetektors 28 gesunken ist, so gibt der Schwellwertdetektor 28 einen Befehl an den
Sollwertgeber 14 und gleichzeitig einen Lösebefehl an die Bremse 24, damit der eigentliche Lageregelbetrieb
eingeleitet wird und gleichzeitig durch Lösen der Bremse 24 die Bremsbacken 20 über das Bremsgestänge
22 die in F i g. 1 mit gestrichelten Linien dargestellte gelöste Stellung II einnehmen, so daß der Schleifscheibenträger
1 frei verfahren werden kann.
Die in F i g. 1 dargestellte Anordnung arbeitet folgendermaßen:
In der Ruhelage des Schleifscheibenträgers 1 wird durch das Lagemeßsystem 6 der Lageistwert gemessen.
Im Moment der Inbetriebsetzung des Lagereglers 12, der Druckölpumpe 4 und damit des Linearantriebs 2
wird für den Anfahrvorgang durch den Sollwertbildner 26 ein Anfahrlagesoilwert aus der Summe des im
Anfahrzeitpunkt gemessenen Lageistwerts und einem Teil des Bewegungsspielraums 5 der Stange 18 gebildet
(z.B. 5/2). Der Lageregler 12steuert die Druckölpumpe4 aus, bis unter der Wirkung des Linearantriebs 2 der
Schleifscheibenträger 1 die durch den Anfahrlagesoilwert festgelegte Lage erreicht hat. Dieser Zeitpunkt
wird durch den Schwellwertdetektor 28 ermittelt, der nun die Bremse 24 lösen kann, ohne daß der
Schleifscheibenträger eine unerwünschte oder unbekannte Bewegung ausführt. Ab diesem Zeitpunkt
beginnt die eigentliche Lageregelung für Normalbetrieb, an der dann nur noch der Lageregler 12 mit dem
Lagemeßsystem 6, das ihm den Lageistwert liefert, und dem Sollwertgeber 14 für Normalbetrieb, der ihm den
Lagesollwert für den Schleifscheibenträger 1 liefert, beteiligt sind.
Nach dem Lösen der Bremse 24 kehrt die Stange 18, die in dem beschriebenen Beispiel zusammen mit dem
Schleifscheibenträger 1 um z. B. 1 mm nach oben bewegt worden ist, in ihre definierte Ruhelage zurück, in
der sie mit ihrem unteren Ende auf der festen Unterlage ruht. Beim Abschalten des Linearantriebs 2 zieht die
Bremse 24 automatisch wieder, so daß dann die Bremsbacken 20 an der Stange 18 festgeklemmt
werden. Aus dieser definierten Ruhelage des Schleifscheibenträgers 1 heraus kann der nächste Schleifvorgang
eingeleitet werden.
F i g. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, das in seinen wesentlichen Einzelheiten mit dem Ausführungsbeispiel
von Fig. 1 übereinstimmt und insoweit mit gleichen Bezugszeichen versehen ist. Der Linearantrieb 2 ist in
dem Beispiel von F i g. 2 ein hydraulischer Drehantrieb 30, welcher über die fernsteuerbare Pumpe 4 mit
Drucköl versorgt wird und eine an ihrem unteren Ende drehbar gelagerte Gewindespindel 32 in der einen oder
anderen Richtung dreht. Die Gewindespindel 32 ist mit einer Spindelmutter 34 im Eingriff, die mit dem
Schleifscheibenträger 1 fest verbunden ist und sich bei der Drehung der Gewindespindel 32 auf oder ab
bewegt. Auch ein solcher Linearantrieb hat keine Selbsthemmung, denn bei drucklosem Drehantrieb 30
könnte sich die Spindelmutter 34 unter ihrem Eigengewicht und dem Gewicht des Schleifscheibenträgers 1 in
eine Undefinierte Ruhelage bewegen.
Die in Verbindung mit F i g. 1 beschriebene Vorrichtung zum Steuern des Anfahrvorgangs des lagegeregelten
Schleifscheibenträgers 1 gewährleistet auch in diesem Fall, daß die eigentliche Lageregelung für
Normalbetrieb erst in dem Augenblick beginnt, in welchem ein ausreichender Öldruck aufgebaut worden
ist und die Bremse 24 gelöst werden kann, damit der Schleifscheibenträger keine unerwünschten oder unbekannten
Bewegungen ausführt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Steuern des Anfahrvorgangs eines lagegeregelten Schleifscheibenträgers, der
durch einen keine Selbsthemmung aufweisenden und mit einer durch den Lageregler ferngesteuerten
Speiseeinrichtung versehenen Linearantrieb nichtwaagerecht aus einer Ruhelage heraus verfahrbar
ist, die durch ein die jeweilige Lage des Schleifscheibenträgers messendes Lagemeßsystem erfaßbar ist,
das mit dem von mindestens einem Sollwertgeber beaufschlagten Lageregler verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß eine dem Schleifscheibenträger (1) zugeordnete, fernbetätigbare,
mit Kraftspeicher versehene Bremse (24) vorgesehen ist, die den Schleifscheibenträger (1) in
definierter Ruhelage mit einer vertikal bewegbaren, am unteren Ende ortsfest abgenützten Stange (i8)
verbindet, die am freien Ende einen geringen Bewegungsspielraum (S) aus der Ruhelage heraus
aufweist, daß ein mit dem Lagemeßsystem (6) und dem Lageregler (12) verbundener Sollwertbildner
(26) vorgesehen ist, der zu der durch das Lagemeßsystem (6) gemessenen definierten Ruhelage
eine im Rahmen des Bewegungsspielraums (S) der Stange (18) wählbare kleine Anfahrwegstrecke
addiert und so einen Anfahrlagesollwert bildet, bei dem die eigentliche Lageregelung für Normalbetrieb
durch den Lageregler (12) beginnen soll, daß ferner ein Schwellwertdetektor (28) vorgesehen ist, dem x
ein Schwellwert vorgebbar ist und der mit dem Lageregler (12), mit dessen Sollwertgeber (14) für
Normalbetrieb und mit der Bremse (24) verbunden ist und der den Sollwertgeber (14) für Normalbetrieb
aktiviert und die Bremse (24) löst, wenn die im Lageregler (12) ermittelte Differenz zwischen dem
Anfahrlagesollwert und dem Anfahrlageistwert den vorgegebenen Schwe'lwert erreicht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremse (24) zwei Bremsbacken (20)
aufweist, die bei angezogener Bremse (24) den Schleifscheibenträger (1) mit der Stange (18)
kraftschlüssig verbinden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Linearantrieb (2) eine
hydraulische Kolben-Zylinder-Anordnung (2a, 2b) vorgesehen ist, deren beweglicher Zylinder (2b) mit
dem SchleifscheibenträgerO) fest verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Linearantrieb (2) eine durch
einen hydraulischen Drehantrieb (30) angetriebene Spindel-Mutter-Anordnung (32, 34) vorgesehen ist,
deren durch die drehbare Spindel (32) bewegbare Mutter (34) mit dem Schleifscheibenträger (1) fest
verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Speiseeinrichtung für den
hydraulischen Antrieb (2a, 2b; 30) eine fernsteuerbare Druckölpumpe (4) vorgesehen ist.
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