DE3142010C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Höhenmeßgerät nach dem Ober
begriff des Anspruches 1.
Insbesondere betrifft die Erfindung ein Höhenmeßgerät
zur Messung eines Höhen- oder Anreißmaßes an Gegenstän
den aus der Verschiebestrecke eines an einem Ständer ge
lagerten Schiebers.
Herkömmliche bisher bekannte Höhenmeßgeräte weisen u. a.
eine flache Platte von rechteckigem Querschnitt auf, die
als Träger einer Schiebereinheit dient. Da der Ständer
einen rechteckigen Querschnitt hat, wird eine horizonta
le Drehbewegung der Schiebereinheit bei einem Höhenmeß
gerät dieser Bauart beschränkt, wodurch es möglich ist,
eine horizontale Verlagerung zwischen der Hauptskala und
der Nonius- oder Feinskala an der Schiebereinheit zu un
terbinden. Der rechtwinklige Querschnitt des Ständers
hat jedoch zwangsläufig Verdrehungen in der Richtung
senkrecht zu seiner Breite, d. h. entlang der Platten
stärke des Ständers, zur Folge. Ferner ist für jede der
Ständerflächen eine glatte und plane Maschinenbearbei
tung mit hoher Genauigkeit erforderlich, was Schwierig
keiten bei der Herstellung des Ständers mit sich bringt.
Um die erwähnten Nachteile und Schwierigkeiten zu über
winden, werden derzeit für die Ständer stab- oder rohr
artige Teile von elliptischer Gestalt eingesetzt, und
die Schiebereinheit wird an wenigstens zwei solchen
Ständern gelagert, um die horizontale Drehbewegung von
Ständer und Schieber relativ zueinander zu unterbinden.
Werden zwei Ständer vorgesehen, so müssen diese jedoch
parallel zueinander montiert werden, da anderenfalls die
Schiebereinheit nicht an den Ständern vertikal bewegbar
gelagert werden kann. Das erfordert wiederum ausgefeilte
Techniken und verschlechtert die Leistung und die Wirt
schaftlichkeit der Montagearbeit.
Aus der DE-OS 22 45 408 ist ein Höhenmeßgerät der im
Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art bekannt.
Dieses Höhenmeßgerät weist einen auf einen Fuß aufge
setzten Ständer von kreisförmigem Querschnitt auf. An
der Außenfläche des Ständers ist eine Skala befestigt
und ferner ist am Ständer ein vertikal bewegbarer Schie
ber gelagert, der eine Meßspitze oder Anreißnadel trägt
und an einer Drehbewegung bezüglich des Ständers gehin
dert ist. In einem Hohlraum des Ständers ist ein Gegen
gewicht untergebracht, das durch einen am kopfseitigen
Ende des Ständers umgelenkten Seilzug mit dem Schieber
verbunden ist, zu dessen Feinverstellung längs des Stän
ders schließlich eine Verstelleinrichtung vorgesehen
ist.
Das gattungsgemäße Höhenmeßgerät weist jedoch einige
Nachteile auf, die insbesondere daher rühren, daß im
Laufe der letzten Jahre für Höhenmeßgeräte eine Genauig
keit von wenigstens 1 Mikron bzw. sogar darüber hinaus
gehende Genauigkeiten gefordert werden. Um dies zu er
reichen, müssen unbedingt bestimmte Anforderungen im
Hinblick auf die konstruktive Ausbildung sowie die Hand
habung derartiger Geräte erfüllt werden. Vor allem ist
hierzu zu berücksichtigen, daß jegliche Ablenkung, Ver
formung oder dergleichen der Bauteile des Meßgerätes un
terbunden werden muß. Ferner ist im Hinblick auf die Be
tätigung des Meßgerätes von Hand sein Gewicht geringzu
halten, wobei das Gewicht ebenfalls die Meßgenauigkeit
beeinflußt. Schließlich muß eine äußerst genaue Feinein
stellung für das Meßgerät gewährleistet sein, um eine
Genauigkeit von 1 Mikron und mehr zu gewährleisten.
Das gattungsgsgemäße Höhenmeßgerät wie auch die aus der
DE-AS 12 95 199, der CH-PS 4 25 247, dem DE-GM 78 16 336,
der US-PS 35 70 796 und der DE-PS 8 59 806 bekannten Meß
geräte können aufgrund ihrer Ausbildung diese Anforde
rungen jeweils nur teilweise - möglicherweise nur auf
Kosten der Erfüllung einer anderen Forderung - erfüllen.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Höhenmeßgerät der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angege
benen Art zu schaffen, das bei geringem Gewicht und
leichter Bedienbarkeit eine hohe Meßgenauigkeit ermög
licht.
Erfindungsgemäß wird bei dem im Oberbegriff des An
spruchs 1 angegebenen Höhenmeßgerät diese Aufgabe durch
die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruches gelöst.
Das erfindungsgemäße HÖhenmeßgerät bietet den Vorteil,
daß zur Feineinstellung der Schieber selbst oder ein an
diesem direkt befestigtes Teil nicht ergriffen werden
muß, so daß Vibrationen oder dergleichen mit Sicherheit
vermieden werden. Darüber hinaus wird keine Stelle des
Schiebers oder Ständers von einer Hand verdeckt, so daß
die Ablesung von Skalen- oder Anzeigewerten in keiner
Weise behindert wird. Die Verwendung eines Hebelwerks
zur Verlagerung der Feineinstellstange ermöglicht eine
äußerst feine Verstellung, insbesondere bei der Ausbil
dung mit unterschiedlich langen Hebelarmen.
Der vom Ständer und Schieber getrennte Feineinstell-
Schraubmechanismus kann ferner als Griff zur Verschie
bung des Meßgerätes benützt werden.
Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung zum Inhalt.
Der Erfindungsgegenstand wird anhand der in den Zeichnun
gen dargestellten bevorzugten Ausführungsform erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Frontansicht des Höhenmeßgeräts gemäß der
Erfindung, wobei die obere Hälfte im Schnitt dar
gestellt ist;
Fig. 2 eine Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Höhen
meßgeräts, wobei die untere Hälfte im Schnitt dar
gestellt ist;
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Teil des Schiebers und
den Ständer zur Erläuterung deren Lagen zuein
ander;
Fig. 4 eine schematische Frontansicht zur Darstellung des
Aufbaus der in Fig. 2 gezeigten Skalenableseeinheit;
Fig. 5 einen Querschnitt zur Erläuterung der Lagebezie
hung zwischen einem am oberen Teil des Ständers
angebrachten Ring und einer Platte, die in
Fig. 1 gezeigt sind;
Fig. 6 eine Unteransicht des Fußes des in Fig. 1 und 2
gezeigten Höhenmeßgeräts.
Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Höhenmeßgerät weist einen
Fuß 1 auf, der einen nach unten offenen Raum 1 a umschließt.
Ein auf den Fuß 1 fest aufgesetzter Ständer 2 ist als
Hohlzylinder mit Kreisquerschnitt ausgebildet und begrenzt
einen vertikalen Hohlraum 2 a in seinem Inneren, wie Fig.
1 und 3 zeigen.
An der Außenfläche des Ständers 2 ist eine sich vertikal
erstreckende Skala 3 befestigt, deren Skalenträger 5 mit
Hilfe von Schraubenbolzen 4 (vgl. Fig. 1) an mehreren
Stellen an dem Ständer 2 gehalten ist und eine vertikale
Nut 6 aufweist, in der eine Skalenleiste 7 angebracht ist,
die Teilstriche mit einer µm-Teilung aufweist.
An der Säule 2 ist vertikal beweglich ein Schieber 8 ge
lagert, der ein zylindrisches, lose am Außenumfang des
Ständers 2 angeordnetes Schieberhauptteil 9 und an die
sem befestigte Rollenhalter 10, die jeweils um 120° zu
einander beabstandet sind (vgl. Fig. 3), enthält. Die
Rollenhalter 10 sind mittels Schrauben 11 am Schieber
hauptteil 9 gehalten, so daß sie zurückziehbar zum Stän
der 2 vorragen, und an ihnen sind Rollen 12 drehbar in
Rollkontakt mit der Außenfläche des Ständers 2 gelagert.
Obwohl die Fig. 1 und 3 lediglich die Rollen 12 an der
Oberseite des Schieberhauptteils 9 zeigen, so sind solche
auch an der unteren Seite des Hauptteils 9 angebracht,
von denen in Fig. 2 eine Rolle 12′ gezeigt ist, die,
wie die Rollen 12, ebenfalls an drei Stellen vorhanden
sind. Am Schieberhauptteil sind Abdeckungen A vorgesehen.
Wie Fig. 3 zeigt, ist der Schieber 8 über ein Paar von
Rollen 13 und 13′, die gegen beide Seitenflächen 5 a,
5 b des Skalenträgers 5 anliegen, verschiebbar am Schie
berhauptteil 9 gehalten. Diese Rollen 13, 13′ halten von
rechts und links den Skalenträger 5 zwischen sich, so daß
der Schieber 8 gehindert ist, eine Drehbewegung in der
Umfangsrichtung des Ständers 2 auszuführen.
Die Fig. 4 zeigt eine Skalenableseeinheit 14 der photo
elektrischen Bauart, die am Schieberhauptteil befestigt
ist. Die Skalenableseeinheit 14 enthält eine (nicht ge
zeigte) Einrichtung, die Lichstrahlen aussendet, die
auf die Skalenleiste 7 treffen, und eine (nicht gezeigte)
Einrichtung, die die von der Skalenleiste 7 reflektier
ten Lichtstrahlen mit Hilfe einer Schlitzplatte oder
-blendenplatte oder einer lichtdurchlässigen Skalenplat
te empfängt. Änderungen in der Dunkelheit und Helligkeit
des von der Lichtempfangseinrichtung erfaßten Lichts
werden in elektrische Signale umgesetzt, die gezählt und
dann elektrisch an einer digitalen Anzeige 15, die am
Schieberhauptteil 9, wie Fig. 1 zeigt, vorgesehen ist,
wiedergegeben werden.
Am Schieberhauptteil 9 ist, wie Fig. 1 und 3 erkennen las
sen, ein Anreißer 16 oder eine Konsole für eine Anreiß
nadel angebracht.
Am oberen Ende des Ständers 2 ist ein Ring 17 (vgl. Fig. 1
und 5) befestigt, an dem Seilscheiben 18, 18′ drehbar ge
lagert sind. Eine Fußplatte 19 (Fig. 2) schließt das
untere Ende des Ständers 2 ab.
Entlang der axialen Mitte des Hohlraumes 2 a im Ständer 2
ist eine vertikal verlaufende Führungsstange 20 angeord
net, die am oberen Ende mittels eines Stifts 21 an einer
am Ring 17 befestigten Platte 17 a festgelegt ist und am
unteren Ende die Fußplatte 19 durchsetzt. Auf das untere
Ende der Führungsstange 20 ist eine Befestigungsmutter
22 aufgeschraubt. Am Ring 17 ist eine Abdeckhaube 23 lös
bar befestigt.
Im Hohlraum 2 a ist auf der Führungsstange 20 ein mit die
ser in Gleitkontakt befindliches Gegengewicht 24 vertikal
bewegbar angeordnet (Fig. 2). Dieses Gegengewicht 24
ist mit Hilfe von über die Seilscheiben 18, 18′ geführ
ten Seilen 25, 25′ an den Schieber 8 angeschlossen. Die
Seile 25, 25′ bestehen beispielsweise aus einem dünnen
Metallband, Draht od. dgl.
Wie Fig. 2 zeigt, zieht sich eine vertikal bewegbare, pa
rallel zum Ständer 2 angeordnete Feineinstellstange 26
durch den Schieberhauptteil 9, die an ihrem oberen Ende
vertikal bewegbar an der Platte 17 a und an ihrem unteren
Ende ebenfalls vertikal bewegbar am Fuß 1 gehalten ist.
Der Schieber 8 ist so ausgebildet, daß er an einer belie
bigen Stelle an der Feineinstellstange 26 mittels einer
in den Schieberhauptteil 9 als Befestigungsmittel einge
schraubten Feststellschraube 27 festgelegt werden kann.
Das untere Ende der Feineinstellstange 26 ragt in den
Raum 1 a, und nahe dem unteren Ende ist ein Haltering 28
vorgesehen. Zwischen eine am Obertreil des Fußes 1 befe
stigte Buchse 29 und den Haltering 28 ist eine Feder 30
eingesetzt, die auf Grund ihrer Spannung die Feinein
stellstange 26 abwärts drückt. Eine in die Buchse 29
eingeschraubte Feststellschraube 31 legt die Feinein
stellstange 26, an deren unterem Ende eine Kugel 32 ge
halten ist, am Fuß 1 fest.
Wie Fig. 2 zeigt, ist am Fuß 1 ein Feineinstell-Schraub
mechanismus 33 angebracht, der eine am Fuß 1 befestigte
Hülse 34, eine an dieser vertikal beweglich gelagerte
Spindel 35, ein an deren oberem Ende mit Hilfe einer
Kopfschraube eindeutig festgelegtes Handstellglied 36
und eine am unteren Ende der Spindel 35 gehaltene Kugel
37 enthält.
Zwischen der Kugel 37 des Feineinstell-Schraubmechanismus
33 und der Kugel 32 am unteren Ende der Feineinstell
stange 26 ist ein Hebelwerk 38 angeordnet. Dieses ent
hält ein am Fuß 1 befestigtes Lager 39, einen im Lager
39 aufgenommenen Zapfen 40 und einen im Lager 39 auf dem
Zapfen 40 verschwenkbaren Hebel 41. An den Enden seiner
beiden Arme liegt der Hebel 41 an den Kugeln 32 bzw. 37 an,
und die Länge des einen Armes bis zum Anschlag an der
Kugel 37 ist größer bemessen als die Länge des anderen
Armes bis zum Anschlag an der Kugel 32.
Wie die Fig. 2 und 6 zeigen, ist der Fuß 1 mit Luftaus
blase- oder -strahlöffnungen 42 ausgestattet, die zur
Unterseite hin gerichtet und an drei Stellen (vgl. Fig. 6)
angeordnet sind. Jede der Luftstrahlöffnungen 42 ist
über Rohrleitungen 43, 44, 45, 46 mit einer Rohrleitung
47 verbunden, die über ein Absperrventil (Auf/Zu) 48
an eine Rohrleitung 49 angeschlossen ist. Ein Luftzufuhr
schlauch 50 steht über eine Kupplung 51 und einen Kupp
lungsstecker 52 mit der Rohrleitung 49 in Verbindung.
Das einen derartigen Aufbau aufweisende Höhenmeßgerät
arbeitet in der nachfolgend beschriebenen Weise.
Bei einer vertikalen Verlagerung des Schiebers 8 unter
Lösen der Feststellschraube 27 wird über die Seile 25, 25′
das Gegengewicht 24 bewegt.
Bei Festlegen des Schiebers 8 mit Hilfe der Feststell
schraube 27 an der Feineinstellstange 26 und bei Lösen
der Feststellschraube 31 verändert sich dann, wenn das
Handstellglied 36 des Feineinstell-Schraubmechanismus 33
gedreht wird, die Lage des Feineinstellglieds 36 in sei
nem Gewinde allmählich geringfügig, um die Spindel 35,
vertikal fein zu bewegen. Diese feine Bewegung der Spin
del 35 wird über die Kugel 37, den Hebel 41 und die Ku
gel 32 auf die Feineinstellstange 26 übertragen, um diese
zu einer feinen vertikalen Bewegung zu bringen. Das hat
zum Ergebnis, daß der Schieber 8 vertikal fein bewegt
wird.
Auf diese Weise wird der Schieber 8 mit Bezug zum Ständer 2
grob oder fein vertikal verlagert, wobei die Verschiebe
strecke des Schiebers 8 als eine Relativverlagerung zwi
schen der Skala 3 und der Skalenableseeinheit 14 abgele
sen wird, und der Wert dieser Verlagerung wird an der
digitalen Anzeige 15 sichtbar gemacht.
Die Horizontalbewegung des Höhenmeßgeräts wird auf die
nachfolgend beschriebene Art und Weise herbeigeführt.
Zuerst werden die Kupplung 51 und der Kupplungsstecker
52 miteinander verbunden, um Druckluft vom Schlauch 50
der Rohrleitung 49 zuzuführen. Es wird hierauf das Ab
sperrventil 48 geöffnet, so daß vom Schlauch 50 der
Rohrleitung 49 zugeführte Luft über die Rohrleitungen
47, 46, 45, 44 und 43 einer jeden der drei Luftstrahl
öffnungen 42 zugeführt und aus diesen ausgestoßen wird.
Die ausgestoßene Luft bildet über der Anreißplatte
od. dgl., worauf das Höhenmeßgerät gelagert ist, eine
dünne Luftschicht, um das Höhenmeßgerät leicht anzuheben
oder aufzuschwimmen. In diesem Zustand wird durch Führung
an der Hülse 34 des Feineinstell-Schraubmechanismus 33 dann
das Höhenmeßgerät horizontal bewegt. Da zwischen dem
Fuß 1 und dem Auflager od. dgl. für diesen keine Reibungs
kraft vorhanden ist, ist für die Bewegung eine geringe
Betätigungskraft ausreichend.
Da gemäß der beschriebenen Ausführungsform bei dem Erfin
dungsgegenstand der Ständer 2 aus einem einzigen kreis
förmigen Bauteil besteht, kann der Ständer 2 lediglich
durch sein Befestigen im rechten Winkel zur Grundfläche
des Fußes 1 aufgebaut werden, was die Montagearbeit für
den Ständer 2 wesentlich vereinfacht.
Da ferner eine Drehung des Schiebers 8 in der Kreisum
fangsrichtung des Ständers 2 durch die Anwendung der ver
tikal verlaufenden, am kreisförmigen Ständer 2 befestig
ten Skala 3 eingeschränkt bzw. unterbunden ist, sind
keine zusätzlichen Mittel und Maßnahmen erforderlich,
um die Drehbewegung des Schiebers 8 zu begrenzen. Weil
darüber hinaus der Ständer 2 als kreisförmiger Hohlzy
linder ausgebildet ist, kann sein Gesamtgewicht vermin
dert werden bei Aufrechterhaltung einer vorbestimmten
Festigkeit, die wiederum eine Verformung des Ständers 2
bei Bewegung des Schiebers 8 verhindert, so daß es mög
lich ist, eine hohe Genauigkeit einzuhalten.
Weiterhin ermöglicht der Gewichtsausgleich für den Schie
ber 8 mit Hilfe des Gegengewichts 24 eine Vertikalbewe
gung des Schiebers mit einer geringen Betätigungskraft.
Das Einfügen des Gegengewichts 24 in den Hohlraum 2 a
führt zusätzlich dazu, daß das Gegengewicht 24 ohne ein
Vorragen nach außen gehalten wird, wodurch eine Behinde
rung des Meßvorgangs vermieden und das Erfordernis für
einen besonderen Raum zur Aufnahme des Gegengewichts 24
ausgeschaltet wird.
Da weiterhin der Schieber 8 vertikal mit Hilfe der pa
rallel dazu angeordneten, eine Feineinstellung zulassen
den Feineinstellstange 26 bewegt wird, kann die Feinein
stellung für den Schieber 8 an einer unveränderlichen
Stelle ausgeführt werden.
Weil die Feineinstellstange 26 durch den Feineinstell-
Schraubmechanismus 33 und das Hebelwerk 38 fein betätigt
wird, kann die Feineinstellung des Schiebers ferner mit
einer geringen Kraft ausgeführt werden. Hierzu trägt auch
die Tatsache bei, daß die Masse des Ausgleichsgewichts
24 ihren Einfluß auf den Schieber 8 auch im Fall der
Feineinstellung ausübt.
Durch die Anordnung des Feineinstell-Schraubmechanismus 33
in vom Fuß 1 vorragender Weise ist es überdies möglich,
dessen Hülse 34 als Griff bei der Bewegung des Höhenmeß
geräts zu verwenden.
Da außerdem die Luftstrahlöffnungen 42 in der unteren
Fläche des Fußes 1 ausgebildet sind und vom Schlauch 50
zugeführte Druckluft aus diesen ausgestoßen oder ausge
düst werden kann, kann an der Unterseite des Fußes 1
eine pneumatische Lagerung geschaffen werden, wodurch
eine glatte, erschütterungsfreie Bewegung des Höhenmeß
geräts ermöglicht wird.
Wenngleich diese Erfindung unter Bezugnahme auf die in
den Zeichnungen dargestellte Ausführungsform beschrieben
wurde, so sind Abwandlungen oder Abänderungen selbstver
ständlich möglich. Beispielsweise sind die Skala 3 und
die Skalenableseeinheit 14 nicht nur auf eine Lichtrefle
xionsbauart begrenzt, sondern es können verschiedene
Arten von linearen Verschlüsslern verwendet werden, z. B.
solche von der Lichtdurchlässigkeits-, der Magnetskalen-
und der Elektromagnetspulenbauart. Ferner muß die Skala 3
nicht notwendigerweise unmittelbar an der Außenfläche
der Säule angebracht werden, sondern kann an einer
vertikal sich erstreckenden Ständerbefestigungsfläche,
die durch maschinelle Bearbeitung od. dgl. an der Stän
deraußenfläche ausgebildet ist, gehalten sein. In die
sem Fall können die Fläche selbst oder die Seiten die
ser Fläche als ein Anschlag gegen die Drehbewegung des
Schiebers 8 herangezogen werden. Im Hinblick auf Kosten,
Festigkeit und Genauigkeit ist es jedoch von Vorteil,
die Skala 3 direkt an dem kreisförmigen Ständer 2 zu
befestigen und die Seitenflächen der Skala 3 als eine
Drehung verhindernde Anschläge zu benutzen, wie vorher
ausgeführt wurde, weil dann der Ständer 2 als vollstän
diger Zylinder ohne irgendeinen planen Teil an der Außen
fläche ausgebildet werden kann. Obwohl ferner der Fein
einstell-Schraubmechanismus 33 am oberen oder am unteren
Teil des Ständers 2 vorgesehen werden kann, ist es vor
teilhaft, ihn am Fuß 1 anzuordnen, da dann keine zu
sätzliche Kraft auf den Ständer 2 ausgeübt wird.
Claims (4)
1. Höhenmeßgerät mit einem auf einen Fuß aufgesetzten Ständer
von kreisförmigem Querschnitt, mit einer an der Außenfläche
des Ständers befestigten Skala, mit einem vertikal bewegbar am
Ständer gelagerten Schieber, der eine Meßspitze oder Anreiß
nadel trägt, sowie an einer Drehbewegung mit Bezug zum Ständer
gehindert ist, mit einem in einem Hohlraum des Ständers unter
gebrachten, durch einen am kopfseitigen Ende des Ständers um
gelenkten Seilzug mit dem Schieber verbundenen Gegengewicht und
mit einer Einrichtung zur Feinverstellung des Schiebers längs
des Ständers, dadurch gekennzeichnet, daß
parallel zum Ständer (2) und außerhalb von diesem eine am Kopf
sowie am Fuß (1) des Ständers gelagerte, den Schieber (8)
durchsetzende Feineinstellstange (26) vertikal bewegbar ange
bracht ist, die über ein Hebelwerk (38) mit einem am Ständer
fuß befestigten Feineinstell-Schraubmechanismus (33) betrieb
lich verbunden ist, und daß in den Schieber (8) eine Fest
stellschraube (27) zur fallweisen festen Verbindung von Schie
ber sowie Feineinstellstange eingesetzt ist.
2. Höhenmeßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Feineinstell-Schraubmechanismus
(33) eine am Ständerfuß (1) befestigte stehende Hülse (34)
und eine mit einem in der Hülse drehbar aufgenommenen Handstell
glied (36) versehene Spindel (35), deren dem Handstellglied
gegenüberliegendes Ende in einen im Ständerfuß (1) ausgebildeten
Raum (1 a) hineinreicht und an einem Arm eines Hebels (41) des Hebelwerks
(38) angreift, umfaßt.
3. Höhenmeßgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das untere Ende der Feineinstellstange
(26) über eine Kugel (32) mit dem kürzeren Arm des Hebels (41)
und das untere Ende der Spindel (35) des Feineinstell-Schraub
mechanismus (33) über eine Kugel ( 37) mit dem längeren Arm des
Hebels (41) in Anlage sind.
4. Höhenmeßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Feineinstellstange (26)
dem abwärts gerichteten Druck einer im Ständerfuß (1) abge
stützten Feder (30) ausgesetzt ist.
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Family Applications (1)
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| GB2087562A (en) | 1982-05-26 |
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