-
-
Verfahren zum Entgasen eines elektrischen
-
Isolieröls Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entgasen eines
elektrischen isolierenden Öls bzw. eines elektrischen Isolieröls zur Anwendung in
mit bl imprägnierten elektrischen Vorrichtungen bzw. Geräten, wie Kondensatoren,
Transformatoren und Kabeln.
-
Im allgemeinen enthalten frische elektrische Isolieröle Fremdmaterialien,
wie Wasser und Luft, oder andere Gase darin gelöst. Es ist daher notwendig, diese
Fremdmaterialien aus den frischen Isolierölen sorgfältig zu entfernen, vor deren
Anwendung, insbesondere in Kondensatoren, OF-(öl-gefüllten) oder POF-(vom Rohr Typ
mit bl gefüllten) Kabeln. Der Grund hierfür liegt darin, daß, falls ein frisches
Isolieröl, das derartige Fremdmaterialien enthält, in elektrische Vorrichtungen
imprägniert wird, die Fremdmaterialien dazu führen, daß in dem Imprägnieröl Leerstellen
entstehen, wodurch bei Anwendung von Elektrizität auf die elektrischen Vorrichtungen
das Potential um die Leerstellen konzentriert wird, wodurch ein dielektrischer Zusammenbruch
entsteht und man daher nicht erwarten kann, daß derartige, mit öl impräg-
nierte
elektrische Vorrichtungen eine zufriedenstellende Leistungsfähigkeit ergeben. Insbesondere
wurde gegenwärtig übliches Isolationspapier zur Anwendung als isolierendes Material
oder dielektrisches Material in mit Öl imprägnierten elektrischen Vorrichtungen
ersetzt durch Kunststoffolien bzw. -filme, und zwar aus energetischen wirtschaftlichen
Gesichtspunkten, wegen der Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Verkleinerung
derartiger Vorrichtungen, während gleichzeitig hochleistungsfähige synthetische
Isolieröle entwickelt und aus Petroleum erzeugt wurden. Die Kunststoffilme, die
als Isoliermaterial verwendet werden, können den Gradienten des Potetials steigern.
Daher kann, selbst wenn geringere Fehl- bzw.
-
Leerstellen als bisher in dem imprägnierten Isolieröl erzeugt werden,
ein elektrischer Zusammenbruch durch eine Spannungskonzentration um die Leerstellen
auftreten.
-
Daher bestand ein großes Bedürfnis nach einer Methode zur Verhinderung
der Leerstellenbildung in dem imprägnierten öl und nach einer Methode zur Vorbehandlung
von elektrischen Isolierölen, einschließlich der Entfernung von Wasser daraus, bei
der Herstellung von mit öl imprägnierten elektrischen Vorrichtungen Darüber hinaus
sind trotz der Steigerung eines derartigen Gradienten des Potentials aromatische
Isolieröle, die eine geringere Gasmenge bei der Anwendung von Elektrizität ergeben,
erwünscht, auch sind isolierende öle mit hoher dielektrischen Konstante, je nach
Anwendungszweck, wie für Kondensatoren, erwünscht. Insbesondere umfassen neue elektrische
Isolieröle, die in Kondensatoren und dgl. verwendet werden, Isolieröle, die Verbindungen
enthalten, die große Anteile an aromatischen Ringen aufweisen, wie Alkylbenzole,
Phenylxylyläthan, Alkylnaphthaline und Isopropylbiphenyl, sowie aromatische Ester,
wie BNC (Benzylneocaprat), TCP (Tricresylphosphat) und
chlorierten
Diphenyläther.
-
Jedoch weisen diese synthetischen Isolieröle im Vergleich mit üblichen
Isolierölen, wie Mineralölen und Polybuten, eine starke Affinität für Wasser auf
und absorbieren 100 bis mehrere hundert ppm Wasser während eines kurzen Zeitraums,
wenn sie an der Luft belassen werden, wobei sie nicht leicht zu entwässern sind,
wegen ihrer starken Affinität für Wasser.
-
Darüber hinaus umfassen übliche Methoden zum Entgasen der elektrischen
Isolieröle das Aufteilen das öls in einem Vakuum von 1,33 bis 0,0133 mbar (0,1 bis
0,01 mmHg) in sehr feine Teilchen, oder die Bildung von dünnen Filmen daraus, um
die spezifische Oberfläche des öls zu erhöhen und dessen Volumen zu verringern,
um die spezifische Oberfläche des Öls zur Entgasung oder Verdams ung von Wasser
und Gasen daraus zu vergrößern und den Diffusionsabstand des Wassers und der Gase
in dem bl zu verringern, wodurch die Wirksamkeit der Entgasung erhöht wird. Beispielsweise
besteht ein übliches Verfahren zum Engasen eines elektrisch isolierenden öls durch
Sprühen des Isolieröls durch eine Düse, die am oberen Teil im Inneren eines Behälters
mit verringertem Druck (evakuierte Luft) ausgebildet ist, zur Bildung sehr feiner
Teilchen, wodurch eine Entgasung bewirkt wird. Jedoch ist diese übliche Methode
nachteilig, da die zur Entgasung verfügbare Zeit zu kurz ist, um ein sorgfältiges
Entgasen zu bewirken, da, selbst wenn man versucht, die sehr feinen Ölteilchen in
der evakuierten Atmosphäre während langer Zeit zu halten, die ausreicht, um die
ölteilchen sorgfältig zu trocknen, unter Anwendung der anhebenden Kraft eines in
Aufwärtsrichtung geblasenen Trocknungsgases, wie im Falle eines Sprühtrockners für
pulverförmiges Material,
dieser Versuch nicht zufriedenstellend
ist, wegen der Unterdruckatmosphäre in dem Behälter oder der Trocknungsvorrichtung.
-
Die Entgasungsmethode unter Bildung dünner öl filme zur Erleichterung
der Entgasung wurde allein oder in Kombination mit der genannten Sprühmethode durchgeführt.
-
Eine Form der Entgasungsmethode unter Verwendung dünner ölfilm besteht
in einer Methode, unter Bildung dünner ölfilme, wobei ein elektrisches Isolieröl
auf mehreren leicht geneigten Böden fließt, die so angeordnet sind, daß das öl von
dem obersten Boden in Abwärtsrichtung zu dem untersten hin fließt, unter Bildung
dünner ölfilme, zur Entgasung des öls während dessen Strömung über alle Böden. Ein
Problem, das in diesem Fall auftrat, liegt darin, daß kein gleichmäßig dünner ölfilm
gebildet wird, wodurch eine unzufriedenstellende Entgasung erfolgt, wenn die Böden
keine sorgfältig glatte und flache Oberfläche aufweisen und in korrekter Weise nur
schräg in der Richtung, in der das öl fließt, gehalten werden.
-
Ein dünner ölfilm muß flach und einige tim (Nikron) dick sein, um
eine verstärkte Verdampfungsfläche für das öl und einen verkürzten Diffus,ionsweg
für die zu entgasenden Gase zu erzielen. Dies ist jedoch sehr schwierig vom Gesichtspunkt
der Herstellung der zu verwendenden Ausrüstung durchzuführen. Die Ausrüstung kann
vom mobilen oder feststehenden Typ sein, und selbst eine Ausrüstung vom feststehenden
Typ ist in einigen Fällen so hergestellt, daß sie aus Bestandteilen trennbarer Einheiten
besteht, derart, daß diese Einheiten zur Reinigung je nach Bedarf voneinander gelöst
werden können. Es ist somit nicht denkbar, eine Ausrüstung zu erzielen, die eine
fixierte hohe Präzision aufweist. Aus der Struktur der Ausrüstung vom Bodentyp ist
ersichtlich, daß es mit
dieser Vorrichtung nicht möglich ist, das
öl in großer Menge während eines vorbestimmten Zeitraums strömen zu lassen, wodurch
die Menge des zu behandelnden öls begrenzt ist.
-
Eine andere Form der Entgasungsmethode unter Anwendung dünner ölfilme
liegt in einer Methode unter Anwendung eines Entgasungsturmes. Der Entgasungsturm
weist eine Sprühvorrichtung oder einen Verteiler auf, der an dem oberen Ende innerhalb
des Turmes vorgesehen ist und dazu verwendet wird, das öl wie eine Dusche unter
verringertem Druck zu sprühen, und der Turm weist eine gepackte Schicht unterhalb
der Sprühvorrichtung oder des Verteilers innerhalb des Turms auf Die gepackte Schicht
ist mit kugelartigen bzw. perlenartigen Körpern, Raschig-Ringen mit einer größeren
spezifischen Oberfläche, federartigen Heli-Füllkörpern, Sattelringen, die aus einem
Drahtnetz hergestellt sind, Spiralenringen, Stedman-Füllköpern, MacMahon-Füllkörpern,
Octa-Füllkörper oder dgl. gefüllt bzw. gepackt. Diese Füllkörper oder Füllstoffe
weisen jeweils einige Millimeter (mm) bisem Fe Zentimeter (cm) Durchmeser auf, und
die gepackten Schichten können Höhen von einigen zehn Zentimetern bis ein bis zwei
Meter aufweisen. Da die Methode vom Füllkörpertyp im Vergleich mit der vorstehend
erwähnten Methode vom Bodentyp trotz einer einfachen Ausrüstung leicht entgasen
kann und öl in großen Mengen während eines bestimmten Zeitraums behandeln kann,
kann diese Methode als eine günstige Entgasungsmethode angesehen werden. Jedoch
liegen die Betrachtungen, die zur Ermöglichung der Erzielung einer hohen Entgasungs-Leistungsfähigkeit
dieser günstigen Methode nicht nur in der Auswahl wirksamer Füllkörper, die verwendet
werden sollen, sondern auch in der Auswahl einer geeigneten Druckverteilung oder
eines geeigneten Druckunter-
schieds (nu). Insbesondere werden vergleichsweise
dichte Füllkörper, die jeweils eine spezifische Oberfläche von 2 200 m /m3 oder
größer aufweisen, beispielsweise gewählt, um eine große spezifische Oberfläche zu
erzielen, und in diesem Falle ist ~ P gewöhnlich groß, wodurch ein vorbestimmtes
Vakuum nicht erzielt wird, was zu einer unzureichenden Entgasung führt. Andererseits
führt selbst die Verwendung von vegleichsweise groben Füllkörpern, jeweils mit einer
spezifischen Oberfläche von kleiner 23 als 200 m /m , in großen Mengen zu einer
großen spezifischen Oberfläche zur Bildung einer sehr hochgepackten Schicht und
zum Auftreten eines großen tP. Würde man in diesem Falle eine gepackte Schicht geringer
Höhe verwenden, so würde eine unzureichende spezifische Oberfläche erzielt werden
mit dem Ergebnis einer unzufriedenstellenden Entgasung Nach allem ist es wichtig,
bei der Methode von Füllkörpertyp die gesamte spezifische Oberfläche der Füllkörper
und Ä P aufeinander abzustimmen.
-
Ein weiterer Nachteil der Füllkörpermethode liegt darin, daß das isolierende
öl in den oberen Teil des Inneren des Entgasungsturmes zu strömen beginnt und ein
Teil des öls sehr schnell längs der inneren Wandung des Turmes nach unten fließt.
Somit ist die Verweilzeit dieses ölanteils sehr gering, mit dem Ergebnis, daß dieser
Anteil mit geringster Wirkung entgast wird, wodurch die Gesamt-Entgasungswirksamkeit
für das gesamte öl verringert wird.
-
Da, wie vorstehend erwähnt, die Methoden vom Duschentyp, vom Bödentyp
und vom gepackten Typ zur Entgasung nicht völlig zufriedenstellend sind, wird praktisch
ein mehrstufiges Verfahren verwendet, bei dem die verschiedenen Methoden kombiniert
verwendet werden, und ein kompli-
zierte Methode, die das mehrfache
Recyclisieren eines zu entgasenden Isolieröls umfaßt. Darüber hinaus wird in solchen
Fällen, bei denen das öl nicht durch ein derartiges Entgasungsverfahren, wie vorstehend
beschrieben, völlig entgast wird, ein zusätzliches Entgasen durchgeführt, unter
Anwendung einer erhöhten Menge an Adsorbentien, bei der Ton- oder Aluminiumoxid-Behandlung
zur Verbesserung der elektrischen Eigenschaften, oder ein Trocknungsmittel, wie
Aluminiumoxid oder ein Molekularsieb wird praktisch nur für die zusätzliche Entwässerung
verwendet.
-
Bei diesen Methoden erfordert der mehrstufige Typ eine kostspielige
Ausrüstung zur Entgasungim großen Maßstab, das Recyclisieren erfordert eine Ausrüstung
zur Entgasung im großen Maßstab, wodurch der Betrieb kompliziert wird, und die Anwendung
von Trocknungsmitteln führt zu einer Steigerung der Abfallmaterialien oder erfordert
eine komplizierte kostspielige und umfangreiche Ausrüstung zur Regeneration der
verwendeten Trocknungsmittel und führt zu gesteigerten Betriebskosten.
-
Diese Ausrüstungen und zusätzliche Erfordernisse sind ungünstig, jedoch
waren sie bisher als unvermeidlich gerechtfertigt, um hochleistungsfähige elektrische
Isolieröle zur Anwendung bei der Herstellung von mit öl imprägnierten elektrischen
Vorrichtungen zu erzielen.
-
Aus diesen Gründen wurden im Rahmen der vorliegenden Erfingung intensive
Untersuchungen vorgenommen, um die gewünschten elektrischen Isolieröle zu erzielen.
Dabei wurde ein Verfahren zur Entgasung und gleichzeitigen Entwässerung von elektrischen
Isolierölen gefunden, das leicht und wirksam durchführbar ist. Hierauf beruht die
vorliegende Erfindung.
-
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Entgasen eines elektrischen Isolieröls
in einem Entgasungsturm besteht darin, eine gepackte Schicht bzw. Füllkörperschicht
in einem Entgasungsturm derart auszubilden, daß die gepackte Schicht abseits von
der Innenwandung des Entgasungsturms liegt, die gepackte Schicht so aufgebaut ist,
daß Gase, die aus einem elektrischen Isolieröl freigesetzt werden, nicht nur durch
das obere und das untere Ende der gepackten Schicht austreten, sondern auch durch
deren Seite, worauf das elektrische Isolieröl durch die gepackte Schicht nach unten
im wesentlichen ohne Kontakt mit der Innenwandung des Entgasungsturms unter einem
verringerten Druck fließen kann.
-
Erfindungsgemäß läßt man ein elektrisches Isolieröl unter verrincertem
Druck in Abwärtsrichtung durch die Körper der Packung bzw. die Füllkörper in der
gepackten Schicht innerhalb des Entgasungsturmsfließen, um das Isolieröl zu entgasen.
Der verringerte Druck kann gewöhnlich 0,0133 bis 13,3 mbar (0,1 bi hi-r- 10 mmHg),
vorzugsweise 0,133 bis 1,33 mbar (0e1 bi 1 rr#raHg) betragen.
-
Vorzugsweise führt man das Entgasen bei einer erhöhten Temperatur
wie bis zu 1000C, vorzugsweise bis zu 800C, durch. Die gepackte Schicht mit den
Füllkörpern liegt so in dem Entgasungsturm, daß sie von dessen Innenwandung entfernt
sich befindet. Es können zahlreiche Füllkörper verwendet werden, die jeweils eine
wesentlich geringere Größe aufweisen als der Durchmesser des Entgasungsturms, um
eine größere spezifische Oberfläche der gepackten Schicht zu erzielen. In diesem
Falle sind die Füllkörper (gepackten Gegenstände) in einem geeigneten Behälter gepackt,
wie ein Behälter vom Korbtyp, und der geeignete Behälter wird im Abstand von dem
Entgasungsturm gehalten, unter Verwendung geeigneter Einrichtungen, wie einer Klammer,
oder von stützenden Füßen,
wodurch er von der Innenwandung des
Entgasungsturms entfernt gehalten wird. Wenn der Füllkörper große Abmessungen aufweist,
jedoch in dem Entgasungsturm ohne Kontakt mit dessen Innenwandung eingebracht sein
kann, wird er in dem Entgasungsturm in der gleichen Weise wie der Behälter vom Korbtyp,
der mit den Füllkörpern gepackt ist, gehalten. Behälter, die wie der Behälter vom
Korbtyp gewählt werden sollten, sind solche, deren Seitenwandung derart perforiert
ist, daß die Gase, die von dem Isolieröl freigesetzt werden, durch die Perforationen
der Seitenwandung hindurchtreten können, im Gegensatz zu dem Weg der Strömung des
Isolieröls, und sie sollten daher aus porösen Rahmen, Drahtnetzen oder perforierten
Platten hergestellt sein. Falls ein Füllkörper (gepackter Gegenstand) große Abmessungen
aufweist, kann er als solcher in den Turm eingesetzt werden und erfordert keinen
Behälter vom Korbtyp oder dgl., um darin aufgenommen zu werden; der Füllkörper sollte
darüber hinaus derart beschaffen sein, daß Gase, die aus dem Isolieröl freigesetzt
werden, ebenfalls durch die Seite (des Körpers) austreten können, die der Innenwandung
des Turmes gegenüberliegt, unabhängig von dem Durchtritt längs des Strömungswegs
des öls.
-
Erfindungsgemäß wird das Isolieröl im wesentlichen ohne Kontakt mit
der Innenwandung des Entgasungsturms entgast. Dies wird erzielt dadurch, daß man
die Füllkörper oder den Korb, der damit gepackt ist, mindestens 5 mm, vorzugsweise
mindestens 10 mm entfernt von der Innenwandung des Entgasungsturms hält.
-
Erfindungsgemäß kommt die gepackte Schicht nicht in Kontakt mit der
Innenwandung des Entgasungsturmes, und ein Gasweg ohne Auftreten von A P liegt längs
der Innenwandung des Turmes vor, wodurch keine Probleme be-
züglich
A P, die für Entgasungstürme spezifisch sind, auftreten; das gesamte Innere des
Turmes kann ein hohes Vakuum erreichen, so daß ein sorgfältiges Entgasen möglich
wird, und ~ P wird nicht groß, selbst wenn große Menge an Füllkörpern verwendet
werden, um große spezifische Oberflächen zu erzielen. Läßiman darüber hinaus das
elektrische Isolieröl abwärts durch die gepackte Schicht fließen, so kommt es im
wesentlichen nicht in Kontakt mit der Innenwandung des Turms. Erfindungsgemäß können
auch Sprühvorrichtungen oder Verteiler verwendet werden, sofern das gesprühte öl
nicht mit der Innenwandung des Turms in Kontakt kommt.
-
Wenn die erfindungsgemäßen Füllkörper, wie vorstehend erwähnt verwendet
werden, können sie jegliche beliebige Struktur aufweisen; erfindungsgemäß können
auch solche verwendet werden, wie sie in Destillationstürmen verwendet werden.
-
Die Anwendung von dichten Füllkörpern bzw. dicht gepackten Gegenständen
mit einer großen spezifischen bzw wirksamen Oberfläche führt im allgemeinen zu einer
Steigerung von AP, jedoch tritt hinsichtlich Ä P erfindungsgemäß kein Problem auf.
So umfassen Füllkörper, die erfindungsgemäß vorzugsweise verwendet werden können,
Sattelringe, Stedman-Füllkörper, MacMahon-Füllkörper, Octa-Füllkörper und Heli-Füllkörper
bzw.
-
Helipacks, bei denen es sich jeweils um einen dichten Füllkörper handelt,
der aus Draht hergestellt ist.
-
Andere Füllmaterialien, die hier verwendet werden, sind Panapak, Spraypak,
Goodloe-Füllkörper bzw. Goodloepacking, Dixon-Ring, Beehive-Füllkörper bzw. Beehivepacking,
Satt-Füllkörper bzw. Satt-packing, usw. Die besonders bevorzugten gepackten Gegenstände
bzw. Füllkörper umfassen Sulzer-Füllkörper bzw Sulzer-packing
(Gebr.
Sulzer AG), die aus Wellblechen derart hergestellt sind, daß sie sich in Kontakt
miteinander befinden und daß die Wellen benachbarter Bleche gegeneinander und gegen
die Achse des Turmes geneigt sind.
-
Derartige Füllkörper,deren Platten öffnungen aufweisen, um eine gewünschte
Verteilung des gasförmigen Materials über den Querschnitt der Füllkörper zu erzielen,
können aus Metall oder aus synthetischem Material, aus einem Material, das selbstbenetzend,und
texturierter oder faserartiger Natur ist, bestehen. Es können jedoch auch kugel-
bzw. perlenförmige Füllkörper und Raschig-Ringe verwendet werden.
-
Im folgenden sind Merkmale der Erfindung beschrieben.
-
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird es durch seine einmalige
Anwendung möglich, ein sorgfältiges Entgasen elektrischer Isolieröle zu bewirken
und sie gleichzeitig sorgfältig zu entwässern, was bisher ein Problem darstellte,
das noch zu lösen war, da die Entwässerung schwieriger durchzuführen ist als die
Entgasung.
-
Es ist möglich, das Isolieröl in großen Mengen pro Zeit-bzw. Stundeneinheit
im Vergleich mit der Methode des Bödentyps zu behandeln, und es erfordert lediglich
eine einfache Ausrüstung und ist leicht durchzuführen.
-
Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung der Erfindung,
ebenso wie die beigefügte Figur, worin Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Beispiels
einer Entgasungseinrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens darstellt.
-
Fig. 2 stellt einen Längsschnitt durch ein Beispiel einer gepackten
Schicht, die Füllkörper textiler Struktur enthält, dar, die erfindungsgemäß verwendet
werden; und Fig. 3 ist ein Querschnitt längs der Linie A-A der Fig. 2.
-
Beispiel 1 Wie in der beigefügten Figur (insbesondere Fig. 1) erläutert,
wurde jede der folgenden Arten von Füllkörpern in einen zylindrischen Korb 3 (.180
mm x 130 mm Durchmesser) gepackt, der aus Drahtnetzen aus einem Draht von 2,38 mm
Durchmesser (mesh No. 8) hergestellt war, und der so gepackte Korb wurde anschließend
in einem Entgasungsturm 1 (250 mm Durchmesser x 700 mm Höhe) derart aufgehängt,
daß sich der Korb etwa in zentraler Lage im inneren des Turmes befand und keinen
Kontakt mit dessen Innenwandung aufwies. Der Turm war an seinem oberen Ende mit
einer Vakuumpumpe über eine Absaugleitung 6 verbunden, und anschließend wurde die
Luft evakuiert. Das Innere des Turmes wurde auf 600C erwärmt, worauf jeweils Phenylxylyläthan
(PXE), Dodecylbenzol (DB) und ein Mineralöl (JIS Nr. 1 öl, JIS C 2320) durch ein
Einströmungsrohr 2 zu dem vorstehenden gepackten Korb eingeführt wurde und anschließend
mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 100 l/h in Abwärtsrichtung in den Korb strömengelassen
wurde, ohne mit der Innenwandung des Turms in Kontakt zu kommen. Das Vakuum-Meßgerät
zeigte, daß der Druck im Turm 0,665 mbar (0,5 mmHg) betrug. Darüber hinaus zeigen
in der Fig. 1 die Ziffern 4 und 5 ein entgastes öl bzw. das dafür vorgesehene
Abstromrohr.
Die bei der Entgasung erzielten Ergebnisse sind in der Tabelle I aufgeführt.
-
Verwendete Füllkörper: Raschig-Ring (A) 3 mm x 3 mm Durchmesser Helipack
(B) 3,5 mm x 3,5 mm Durchmesser Feder (Drahtdurchmesser 0,254 mm) Sulzerpack ) (C)
180 mm Außendurchmesser x 108 mm Durchmesser (Drahtdurchmesser 0,15 mm) Handelsprodukt
der Gebr. Sulzer AG, Schweiz Nur bei dem im Vergleichsversuch 2 verwendeten Füllkörper
(slutherpack) handelte es sich um einen, dessen Außendurchmesser so groß war, daß
er Kontakt mit der Innenwandung des Entgasungsturmes kam.
-
Der Wassergehalt wurde unter Anwendung eines Wassermessers vom elektrometischen
Titrationstyp (CA-02, Handelsprodukt der Mitsubishi-Kasei Co. Ltd.) gemessen.
-
Vergleichsversuch 1 Die Verfahrensweise des Beispiels wurde wiederholt,
wobei jedoch die gleiche Menge an Füllkörper direkt gepackt war und sich in dem
Entgasungsturm derart befand, daß sie in engen Kontakt mit der Innenwandung kam
Das gleiche elektrische Isolieröl wurde wie eine
Dusche auf die
Füllkörper gesprüht. Der Druck in dem Turm wurde an der Stelle über der gepackten
Schicht gemessen, und es erwies sich, daß er 0,665 mbar (0,5 mmig) betrug, was gleich
dem Beispiel 1 war.
-
Vergleichsversuch 2 Die Verfahrensweise des Beispiels 1 wurde wiederholt,
wobei jedoch ein Korb verwendet wurde, der eine Seitenwandung aufwies, die aus einer
Stahlplatte und nicht aus einem Maschendraht hergestellt war.
-
Die im Beispiel 1 und in den Vergleichsversuchen 1 und 2 erhaltenen
Ergebnisse sind in der Tabelle I aufgeführt.
-
Tabelle 1 Art des Full- Wassergehalt Wassergehalt Strömung Öls körper
am Einlaß am Auslaß ¼/h) (ppm) (ppm) A 201 32 82 B " 11 90 PXE C " 5 90 B " 8 54
Beisp. 1 C " 3 54 PB B 103 3 48 C " 3 Mineral- B 70 3 47 öl c 3 3 Vergl.- A 193
58 89 Versuch 1 PXE B " 37 92 C " 24 85
T a b e 1 1 e I (Fortsetzung)
Vergl.- A 189 45 93 Versuch 2 PXE B " 27 87 C 11 12 84 Außerdem wurde das entgaste
öl, das im Beispiel 1 erhalten wurde, durch Gaschromatographie am Auslaß des Turms
auf verbleibende gelöste Gase, wie Sauerstoff und Stickstoff, gemäß ASTM D831 (Methode
zur Messung von in Isolieröl gelösten Gasen) gemessen, mit dem Ergebnis, daß die
Menge der verbleibenden Gase weniger als 1 ppm betrug.
-
Leerseite