DE3142028C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Ölkühler, insbesondere zur Kühlung
des Getriebeöls an Kraftfahrzeugen, nach dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1.
Ölkühler dieser Art sind bekannt (DE-PS 11 04 542). Bei der
bekannten Bauart wird zur Kühlung des Getriebeöls an Kraftfahr
zeugen ein Doppelrohrölkühler mit einem Doppelrohr in einem
Wasserkasten angeordnet. Als Kanalführung dient der Bereich
zwischen dem jeweils inneren und dem äußeren Rohr des Doppel
rohres. Das Doppelrohr wird von dem dem Wasserkasten zugeführ
ten Kühlwasser umströmt. Dadurch kühlt sich das Öl in dem
Doppelrohr ab. Die Kühlleistung hängt entscheidend von der
Größe der Fläche ab, über die der Wärmeaustausch stattfindet.
Ebenso beeinflußt die Länge des Weges für das zu kühlende Öl
durch den Kühlbereich die Leistung des Ölkühlers. Diese Größen
können aber nicht beliebig gewählt werden, da insbesondere beim
Einbau von Ölkühlern in Kraftfahrzeugen nur bedingt Bauraum zur
Verfügung steht, so daß man bestrebt sein muß, unter Inan
spruchnahme von möglichst geringem Bauraum eine möglichst große
Tauscherleistung zu erhalten.
Es wurde zur Steigerung der Wärmetauschleistung schon vorge
schlagen, mehrere Doppelrohre (DE-OS 28 22 743) in der Art
eines Dreiecks mit parallel verlaufenden Achsen möglichst dicht
nebeneinander anzuordnen, wodurch die Leistung gegenüber einem
Ölkühler mit einem einzigen Doppelrohr gesteigert werden
konnte. Trotzdem ist die damit erzielbare Tauscherleistung
nicht für alle Fälle ausreichend. Eine weitere Leistungsstei
gerung kann jedoch ohne Vergrößerung des Bauraumes bei den be
kannten Doppelrohrölkühlern nicht mehr erreicht werden.
Außerdem hat sich gezeigt, daß bei der Fertigung von Doppel
rohren mit relativ großen Leistungsstreuungen gerechnet werden
muß, die fertigungsbedingt sind.
Bekannt ist schließlich auch ein Wärmetauscher (FR-A 23 44
803), bei dem als Wärmetauschkörper ein doppelwandiges Band
vorgesehen ist, das in Längsrichtung gefaltet ist. Solche
Wärmetauscher, die zwischen den einzelnen Faltabschnitten mit
Rippen versehen sind, werden für die Verdampfer oder für die
Kondensatoren von Klimaanlagen verwendet. Der Platzbedarf und
der Herstellungsaufwand solcher Bauarten macht ihren Einsatz
als Ölkühler im Kraftfahrzeugbereich nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ölkühler, ins
besondere zur Kühlung des Getriebeöls von Kraftfahrzeugen, zu
schaffen, der die oben genannten Nachteile vermeidet und auch
bei nur geringem zur Verfügung stehendem Bauraum eine hohe
Tauscherleistung ermöglicht und mit dem sich unter zur Verfü
gungstellung vergleichbaren Bauraums eine Leistungssteigerung
gegenüber den bekannten Bauarten erreichen läßt.
Zur Lösung dieser Aufgabe werden bei einem Ölkühler der
eingangs genannten Art die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruches 1 vorgesehen. Die Herstellung eines solchen Ölküh
lers ist relativ einfach möglich, wobei auch der Materialauf
wand kleiner ist als bei einem Doppelrohrölkühler mit ver
gleichbarer Leistung. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung ge
währleistet auch, daß das Öl auf einem möglichst langen Weg
durch den Wärmetauschkörper geführt wird, so daß es relativ
lange im Kühlbereich bleibt und daher wirkungsvoll abgekühlt
wird.
Zur Erhöhung der Tauscherleistung ist es günstig, wenn die
Merkmale des Anspruches 2 vorgesehen werden. Dadurch trifft das
einfließende Kühlwasser direkt auf den Ölkühler auf, wodurch
sich eine wirkungsvolle Prallströmung ergibt, die den Wärme
übergang fördert. Die Anschlußstutzen können am selben Blech
körperabschnitt angeordnet werden, so daß eine einfache Montage
im Wasserkasten möglich ist.
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den weiteren
Unteransprüchen. Durch die Merkmale des Anspruches 4 wird eine
Verwirbelung des durchgeführten Ölstromes und damit eine Er
höhung des Wärmeübergangskoeffizienten erreicht. Außerdem
können die beiden Wände des Faltbleches auf Distanz gehalten
werden. Zu diesem Zweck ist es auch möglich, Distanznocken nach
Anspruch 5 zwischen die Wände zu bringen, die ebenfalls verhin
dern, daß sich die beiden Wände beim Faltvorgang berühren, wo
durch Engstellen entstehen könnten, die den Durchfluß des Öles
beeinträchtigen würden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können nach dem Unter
anspruch 6 im Verlauf der Nahtstellen Durchtrittsöffnungen für
das Kühlmedium vorgesehen sein. Diese Öffnungen ermöglichen den
Durchtritt des Kühlmediums, wodurch die Umströmung des
Ölkühlers gefördert wird.
Der Ölkühler der Erfindung muß nicht unbedingt in einem Wasser
kasten angeordnet sein; dieselben Vorteile der hohen Tauscher-
Kapazität unter optimaler Ausnutzung des Bauraumes ergeben sich
auch, wenn der Ölkühler in einem Kühlluftstrom angeordnet ist,
wobei zur Erhöhung des Wärmeübergangs zwischen den Abschnitten
des Blechkörpers Rippen angeordnet sein können. Der Blechkörper
wird dann entlang der Zick-Zack-Faltflächen angeströmt.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt und im folgenden erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines nur teilweise
dargestellten Ölkühlers,
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen zur Herstellung des Öl
kühlers nach Fig. 1 verwendeten Blechkörper vor
dem Falten,
Fig. 2a einen Teilschnitt durch den in Fig. 2 dargestellten
Blechkörper entlang der Linie II-II,
Fig. 3 eine seitliche Ansicht eines in einem Wasserkasten
montierten Öl-Wasserkühlers und
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines Öl-Luft-
Kühlers.
In Fig. 1 bezeichnet 1 einen Blechkörper, der zusammen mit den
nicht gezeigten Anschlußstutzen einen erfindungsgemäßen Ölküh
ler bildet. Der Blechkörper 1 besteht aus zwei korrespondierend,
zick-zackförmig gefalteten Wänden 3 a und 3 b, die zwischen sich
einen Abstand belassen, durch den das zu kühlende Öl geführt
wird. Es entstehen so einzelne Blechkörperabschnitte 18 a bis 18 e
mit jeweils relativ großer Tauscherfläche. Entlang der Ränder 4 a
und 4 b sind die beiden Wände 3 a und 3 b des Blechkörpers 1 zusam
mengefalzt, wobei noch durch Verlöten eine zuverlässige, flüs
sigkeitsdichte Verbindung zwischen beiden Wänden gebildet ist.
Wenn ein derartiger Blechkörper 1 in einem Kühlbereich einem
Kühlmedium, sei es Kühlwasser oder ein Kühlluftstrom, ausgesetzt
wird, wird er an großen Flächen umströmt, wodurch eine gute Wärme
tauschwirkung erhalten wird. Dies wird noch unterstützt, wenn das
Öl, das über die Einlaßöffnung 2 in die Kanalführung zwischen den
beiden Wänden 3 a und 3 b gelangt, einer Zwangsführung unterworfen
wird, so daß es auf einem möglichst langen Weg den Kühlkörper
durchfließt. Hierzu sind in bestimmten Abständen Schikanen in
der Form von Nahtstellen 5 a, 5 b vorgesehen, die durch Verquetschen
und Verlöten der beiden Wände 3 a und 3 b erzeugt werden. Dadurch
wird das Öl gezwungen, auch in Längsrichtung des Blechkörpers 1
diesen in der Art eines Zick-Zack-Kurses zu durchsetzen, so
daß weite Wege entstehen. Abwechselnd sind die Nahtstellen 5 a, 5 b so
ausgebildet, daß sie sich quer zur Längsrichtung von einem
Rand 4 a bis in einem Abstand zu dem anderen Rand 4 b bzw. umge
kehrt erstrecken. Dadurch wird die Zick-Zack-Führung erzielt.
Die Nahtstelle 5 a endet im Abstand vor dem Rand 4 b, so daß das
zunächst von der Einlaßöffnung 2 in Richtung auf den Rand 4 b entlang
der Faltungen strömende Öl im Bereich zwischen dem Ende der
Nahtstelle 5 a und dem Rand 4 b in Längsrichtung geführt wird
und dann durch die Zwangsführung den Faltkühler wieder
nach oben durchläuft, bis es an dem zwischen dem Rand 4 a
und dem Ende der Nahtstelle 5 b entstehenden Durchgang wie
der in Längsrichtung L weitergeführt wird.
Zur besseren Verwirbelung des Ölstromes kann zwischen die
beiden Wände 3 a und 3 b ein Turbulenzblech 12 eingelegt sein,
dem zusätzlich noch die Funktion einer Abstützung der beiden
Wände 3 a und 3 b zueinander zukommt. Anstelle des Turbulenz
bleches 12 können aber auch Distanznocken 9 eingesetzt werden,
wie dies in Fig. 2 angedeutet ist.
In der Fig. 2 ist eine Draufsicht auf eine Blechplatte vor
der Faltung dargestellt. Der durch die Nahtstellen 5 a, 5 b
und 5 c erzwungene Weg des Öles von der Einlaßöffnung 2 zur
Auslaßöffnung 7 ist durch Pfeile dargestellt. Zur Herstellung
des Faltkühlers werden die zwei Wände 3 a und 3 b, die beide
eine Form wie in Fig. 2 dargestellt aufweisen, aufeinanderge
legt und an den Randbereichen zusammengefalzt und
verlötet. Entlang der Nahtstellen 5 a, 5 b und 5 c können
auf einer Höhe Öffnungen 6 eingebracht werden, die vom Kühl
medium durchsetzt werden, so daß sich eine geeignete Strömung
quer und längs zum Verlauf des Ölkühlers ausbilden kann.
Die so aufeinandergelegten, an den Rändern 4 und entlang
der Nahtstellen 5 a, 5 b und 5 c dicht miteinander verbundenen
Wände 3 a und 3 b werden dann gefaltet, wobei die Faltbereiche,
in denen die Umbiegungen erzeugt werden, mit 8 bezeichnet
werden. Um beim Falten das Aneinanderlegen der beiden Wände an
den Umlenkstellen zu verhindern, können entweder die zuvor
eingelegten Turbulenzbleche 12 oder Distanznocken 9 vorgesehen
sein, von denen einige in Fig. 2 angedeutet sind.
Fig. 2a zeigt im Querschnitt entlang der Linie II-II den Be
reich der Nahtstelle 5 a, woraus zu ersehen ist, daß an diesen
Bereichen die Wände 3 a und 3 b dichtend aneinanderliegen.
Die Anzahl der Faltbereiche 8 sowie die Anzahl der Nahtstellen
5 a, 5 b, 5 c läßt sich je nach Bauvolumen und gewünschter Wir
kung variieren.
Der entsprechend der Fig. 1 gefaltete Ölkühler kann in einen
Wasserkasten eines luftgekühlten Kraftfahrzeugkühlers einge
setzt werden, dessen Wand 10 geschnitten dargestellt ist, wie
dies Fig. 3 zeigt. Dort ist auch ein Anschlußstutzen 13 ge
zeigt, wie er über der Einlaßöffnung 2 und in entsprechender,
nicht gezeigter Weise über der Auslaßöffnung 7 befestigt ist.
Die Anschlußstutzen 13 sind am selben Blechkörperabschnitt 18 a an
dessen beiden Endbereichen befestigt. Das Faltblech ist dabei
an der Unterseite des Anschlußstutzens 13 angeschweißt oder angelötet,
wobei die Bohrung im Anschlußstutzen und die Einlaßöffnung 2
fluchtend untereinanderliegen. Zur Befestigung wird der An
schlußstutzen 13 und in entsprechender Weise auch der nicht
gezeigte Abflußstutzen durch eine Öffnung im Wasserkasten ge
steckt und dann durch Anziehen einer Kontermutter 14 ein Kragen
17, der auf der Oberseite des Wasserkastens aufliegt, umge
bogen, so daß der untere Bereich des Anschlußstutzens 13 gegen
die O-Ringe 15 gepreßt wird und dadurch ein Ausfließen des im
Wasserkasten sich befindenden Kühlwassers verhindert. Die Zu
führung des Kühlwassers über die Rohre 11 erfolgt so, daß der
Kühlstrom quer zur Zick-Zack-Faltung auf die Fläche des Falt
kühlers auftrifft, so daß eine Prallströmung entsteht, die
ebenfalls den Wärmeaustausch fördert.
Bei dem relativ geringen Bauvolumen, das in einem derartigen
Wasserkasten zur Verfügung steht, bietet der erfindungsgemäße
Ölkühler den Vorteil, daß er dem zu kühlenden Öl lange Strö
mungswege aufzwingt und große Wärmetauscherflächen besitzt,
so daß die Tauscherleistung gegenüber den bekannten Doppel
rohrölkühlern wesentlich erhöht wird. (Eine Steigerung der
Wärmeaustauschfläche um ca. 80% bei gleichem Bauvolumen im
Vergleich zu Doppelrohrölkühlern ist möglich).
Der Einsatz des Faltbleches als Ölkühler
ist nicht nur in einem Wasserkasten möglich, vielmehr kann
er auch in einem Kühlluftstrom, der in Fig. 4 mit KL angedeutet
ist, angeordnet werden. Der Kühlluftstrom KL strömt die Zick-
Zack-Faltung in Längsrichtung an und wird dann durch zwischen
den Blechkörperabschnitten 18 a bis 18 e des Faltkühlers eingelötete Rip
pen 16 geführt, die mit Kiemen versehen sein können, so daß
die Turbulenz und damit der Wärmeübergang erhöht wird. Die
Rippen 16 bewirken auch eine Versteifung des Kühlers und ver
hindern eine Verformung, die durch Wärmeeinflüsse oder durch
den Innendruck bewirkt sein kann.
Claims (8)
1. Ölkühler, insbesondere zur Kühlung des Getriebeöles an
Kraftfahrzeugen, mit einem durch einen Kühlbereich verlegten
Führungskanal für das zu kühlende Öl, dadurch gekennzeichnet,
daß als Führungskanal ein doppelwandiger, in Wellenform ge
falteter Blechkörper (1) vorgesehen ist, der aus zwei korres
pondierenden Wänden (3 a, 3 b) gebildet ist, die zwischen sich
einen Zwischenraum belassen, durch den das Öl geführt wird, und
daß in dem Zwischenraum eine zick-zack-förmige Zwangsführung
des Öles durch Verquetschen und Verlöten der beiden Wände (3 a,
3 b) an quer zur Länge (L) des Blechkörpers verlaufenden Naht
stellen (5 a, 5 b, 5 c) erfolgt, die sich alternierend von beiden
Rändern (4 a, 4 b) aus über einen Teil der Blechbreite
erstrecken.
2. Ölkühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Blechkörper (1) über Anschlußstutzen (13) in einen Wasser
kasten eines Kraftfahrzeugkühlers derart eingesetzt ist,
daß er im Bereich der in dem Wasserkasten mündenden
Rohre (11) zu liegen kommt und von dem Kühlwasser quer
zur Wellenfaltung angeströmt ist.
3. Ölkühler nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß alle Anschlußstutzen (13) an dem selben Blech
körperabschnitt (18 a) vorgesehen sind.
4. Ölkühler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß in dem Blechkörper (1) ein Turbulenzblech (12 )
eingebracht ist.
5. Ölkühler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß in dem Blechkörper (1) Distanznocken (9) vorgesehen
sind.
6. Ölkühler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß im Verlauf der Nahtstellen (5 a, 5 b, 5 c)
Öffnungen (6) für das Kühlmedium vorgesehen sind.
7. Ölkühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Blechkörper (1) in einem Kühlluftstrom (KL) angeordnet ist und
längs zur Wellenfaltung angeströmt wird.
8. Ölkühler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen den Blechkörperabschnitten (18 a bis 18 e) des Blechkörpers (1)
Rippen (16) angeordnet sind.
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| DE19813142028 DE3142028A1 (de) | 1981-10-23 | 1981-10-23 | Oelkuehler |
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