DE3142390C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Druckspeicher mit einem
starren Gehäuse aus zwei Teilen, die durch eine Schweiß
naht miteinander verbunden sind, bei dem in beiden Ge
häuseteilen Einfüllöffnungen vorgesehen sind, bei dem an
der Gehäuseinnenwand ein die Schweißnaht überdeckendes,
ringförmiges Halteorgan mit einer Vorrichtung zur Ab
weisung von Schweißgut angeordnet ist und bei dem zwischen
dem Halteorgan und der Gehäuseinnenwand eine das Gehäuse
in zwei Kammern veränderlichen Volumens unterteilende
Membran eingespannt ist.
Ein Druckspeicher mit den vorstehenden Merkmalen ist bei
spielsweise durch die DE-OS 23 25 844 bekanntgeworden.
Der bekannte Druckspeicher weist ein zweiteiliges, rota
tionssymmetrisches Gehäuse auf, dessen Ober- und Unterteil
durch Verschweißung miteinander verbunden sind. An der
Innenwand des Gehäuses ist im Bereich der Schweißnaht ein
Haltering angeordnet. Der Haltering ist an seinem unteren
Ende derart von der Innenwand abgebogen, daß er das Ende
einer das Gehäuse in zwei Kammern unterteilenden Membran
umgreift und im Zusammenwirken mit einer Ringnut im Ge
häuseunterteil festhält.
Das obere Ende des Halterings ist in ähnlicher Weise abge
bogen und dient zur Lagerung eines Dichtringes. Der Halte
ring ist in seinem der Schweißnaht gegenüberliegenden Be
reich nach innen eingebogen und mit einer Schicht versehen,
die bei der Schweißung eventuell eintretendes Schweißgut
abweist und den Haltering vor thermischer Überbean
spruchung schützt.
Durch diese Anordnung wird zwischen dem Haltering, der
Gehäusewand, dem eingespannten Ende der Membran und dem
Dichtring ein Spalt gebildet, der sich stets mit einer
relativ großen Zeitkonstanten dem Druck in den beiden
Kammern angleicht.
Geht man von einem Zustand aus, in dem über längere Zeit
hoher Druck im Speicher geherrscht hat und der Druck im
Spalt einen entsprechenden Wert erreicht hat und nimmt eine
relativ starke Entleerung des Speichers an, so stellt sich
unter Umständen eine hohe Druckdifferenz zwischen dem
Spalt und der die Druckflüssigkeit aufnehmenden Kammer
ein. Der in dem Spalt herrschenden Druck ist demnach be
strebt, das eingespannte Ende der Membran aus seiner
Halterung zu drücken, wodurch der Druckspeicher vollkommen
funktionsuntüchtig werden würde.
Aus der DE-PS 21 09 238 ist eine Membraneinspannung be
kannt, welche eine Öffnung aufweist, die die Druckmittel
kammer mit einer der Schweißnaht gegenüberliegenden
Ringnut verbindet, jedoch führt von dieser Ringnut keine
Verbindung zum eingespannten Membranende. Die Öffnung
dient hierbei der Wärmeableitung von der Schweißnaht.
Aus der GB-11 50 570 ist zwar der Einbau von Filterele
menten im Druckspeicher bekannt, jedoch dient der Filter
in diesem Falle nicht dem Rückhalten von Schweißgut,
sondern allgemein der Reinigung des im Kreislauf befind
lichen Fluids.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen
Druckspeicher der eingangs genannten Gattung zu schaffen,
dessen eingespanntes Membranende von Druckdifferenzen bei
plötzlicher starker Entleerung freigehalten und sicher ge
lagert ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die kennzeichnen
den Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Durch diese Ausge
staltung wird erreicht, daß die Druckdifferenz am einge
spannten Ende der Membran in jedem Betriebszustand Null
ist und somit keine Druckkräfte auf die Membran ausgeübt
werden, die zu einem Ausbrechen des Membranendes aus der
Halterung führen könnten.
Dadurch, daß das Halteorgan mit einer der Schweißnaht
gegenüberliegenden Ringnut versehen ist, ist außerdem auf
einfache und vorteilhafte Weise sichergestellt, daß
thermische Überschußenergie nicht direkt auf das Halte
organ einwirkt und dort Beschädigungen hervorruft.
Vielmehr kann sich die in den durch die Ringnut und die
Gehäuseinnenwand gebildeten Ringraum eindringende
thermische Überschußenergie verteilen. Zudem wird sie durch
die in den Ringraum mündenden Druckmitteldurchlässe in die
durch Öldruck beaufschlagbare Kammer abgeführt.
Während des Schweißvorgangs dringt nicht nur thermische
Überschußenergie, sondern auch sogenanntes Schweißgut
(abgeschmolzene Metallpartikel, Schlacke) in die Ringnut
ein. Um zu verhindern, daß derartiges Schweißgut durch die
in die Ringnut mündenden Druckmitteldurchlässe entweicht
und auf diese Weise das Drucköl nicht unerheblich mit Ver
unreinigungen anreichert, ist in einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß zumindest die
Druckmitteldurchlässe zu der mit Öldruck beaufschlagbaren
Kammer eine Filterwirkung besitzen. Dadurch wird das
Hydrauliköl von Schweißrückständen freigehalten.
Zur Realisierung der Filtereigenschaft kann einerseits ein
Filtersieb eingesetzt werden, das beispielsweise als in
sich geschlossener, in die Ringnut eingesetzter Filterring
ausgebildet sein kann. Vorteilhaft ist ferner, die Druck
mitteldurchlässe labyrinthartig zu der mit Öldruck beauf
schlagbaren Kammer zu führen. Durch diese Maßnahmen läßt
sich die Filterwirkung unter Wegfall eines separaten
Filters allein durch geeignete Formgebung des Halteorgans
realisieren. Dadurch wird unmittelbar eine Kostenein
sparung erzielt. Außerdem vermindert sich durch den Weg
fall eines Bauteiles das Speichergewicht.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in Fig. 1 bis
Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Druckspeicher im Schnitt,
Fig. 2 und Fig. 3 Teilschnittzeichnungen des Druckspeichers
im Bereich der Schweißnaht und
Fig. 4 die Vorderansicht eines Halteorgans.
Einander entsprechende Teile sind mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
In Fig. 1 ist mit 1 ein aus einem Gehäuseoberteil 2
und einem Gehäuseunterteil 3 bestehendes Speichergehäuse
bezeichnet, bei dem die Gehäuseteile 2, 3 durch eine Schweiß
naht 4 miteinander verbunden sind. Das Gehäuseoberteil 2 ist
mit einer Füllöffnung 5 versehen, durch die der Druck
speicher mit Gas, beispielsweise Stickstoff, gefüllt ist und
durch ein Verschlußelement 6 gasdicht verschließbar ist.
Gegenüber der Füllöffnung 6 befindet sich am Gehäuseunter
teil 3 eine weitere Füllöffnung 7, durch die dem Druck
speicher Hydrauliköl zuführbar ist. Die Füllöffnung 7
steht mit einem Anschlußstutzen 8 zum Anschluß des Druck
speichers an eine Hydraulikanlage in Verbindung. Die Ver
bindung zwischen dem Gehäuseunterteil und dem Anschluß
stutzen 8 ist beispielsweise durch eine weitere Schweiß
naht 9 hergestellt.
Im Inneren des Speichergehäuses 1 ist ein die Schweißnaht
4 überdeckendes, ringförmiges Halteorgan 10 eingesetzt,
das in dem der Schweißnaht 4 gegenüberliegenden Bereich
mit einer umlaufenden Ringnut 11 versehen ist. Das Halte
organ 10 ist durch Vorsprünge 12 teilweise am Gehäuseober
teil 2 abgestützt, während Vorsprünge 13 zu einer Abstützung
des Halteorgans 10 am Gehäuseunterteil 3 führen. Da das
Halteorgan 10 beiderseits der Ringnut 11 nur teilweise
am Speichergehäuse 1 anliegt, werden von der Ringnut 11
ausgehende Druckmitteldurchlässe 14, 15 gebildet.
Das in das Gehäuseoberteil 2 hineinragende Ende des Halte
organs 10 weist eine Ringschulter 16 auf, die mit dem
Speichergehäuse 1 einen Ringspalt 17 bildet, wobei die
Breite des Ringspaltes 17 veränderlich ist und sich zum
Ende der Ringschulter 16 verengt. In diesem Ringspalt 17
ist das mit einem Ringwulst 18 versehene Ende einer
elastischen Membran 19 gehalten. Die Membran 19 teilt das
Innere des Speichergehäuses 1 in zwei Kammern 20, 21 ver
änderlichen Volumens auf, von denen die eine Kammer 20
mit Gas füllbar ist und die andere Kammer 21 mit einem
hydraulischen Druck beaufschlagbar ist. Für eine sichere
gegenseitige Abdichtung der Kammern 20, 21 sorgt der Ring
wulst 18, der sich im montierten Zustand unter elastischer
Verformung am Gehäuseoberteil 2 und an der Ringschulter 16
des Halteorgans 10 abstützt.
Die Vorsprünge 12, 13 liegen nach dem Zusammenbau des Druck
speichers in Ringnuten 22, 23, so daß das Halteorgan 10
gegen axiale Verlagerungen gesichert ist und das Gehäuse
oberteil 2 und das Gehäuseunterteil 3 bereits vor Auf
bringen der Schweißnaht 4 in eine eindeutige Position zu
einander gebracht sind.
Die vorstehende Beschreibung verdeutlicht, daß der Ring
wulst 18 der Membran 19 mit dem Halteorgan 10 und dem
Gehäuseoberteil 2 nach der Montage einen Ringraum 24
bildet, der über die Druckmitteldurchlässe 14, 15 ständig
eine Verbindung mit der durch Öldruck beaufschlagbaren
Kammer 21 des Druckspeichers besitzt. Der Druck im Ring
raum 24 entspricht also stets dem Druck in der Kammer 21.
Während des Betriebs entsprechen aber auch die Drücke in
den Kammern 20, 21 einander, so daß die Druckdifferenz an
dem Ringwulst 18 des Halteorgans 10 in jedem Fall Null ist.
Beim Verschweißen von Gehäuseoberteil 2 und Gehäuseunterteil
3 dringen stets Verunreinigungen in das Innere des Speicher
gehäuses 1 ein, die daran gehindert werden müssen, in die
Kammer 21 und in die angeschlossene Hydraulikanlage zu ge
langen. Derartige Verunreinigungen (abgeschmolzene Metall
partikel, Schlacke) gelangen selbst unter Anwendung des
Elektronenstrahlschweißens oder des Laserstrahlschweißens,
bei denen die Schweißtiefe sehr genau einstellbar ist,
in die Ringnut 11. Um das Abwandern der Verun
reinigungen zur Kammer 21 zu verhindern, ist den Druck
mitteldurchlässen 15 zwischen der Ringnut 11 und der
Kammer 21 eine Filterwirkung zugeordnet.
Eine erste Möglichkeit zur Realisierung der Filterwirkung
zeigt Fig. 2, in der ein vergrößerter Ausschnitt des
Druckspeichers im Bereich der Schweißnaht 4 dargestellt ist.
Die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsform ist gegenüber Fig. 1
insofern abgewandelt, als in die Ringnut 11 ein Filter
ring 25 eingesetzt ist. Ferner liegt das in der Darstellung
untere Ende des Halteorgans 10 über den ganzen Umfang am
Gehäuseunterteil 3 an. Um dennoch einen Druckausgleich
zwischen dem Ringraum 24 und der Kammer 21 zu schaffen,
führen von der Ringnut 11 auf dem Umfang des Halteorgans
10 verteilte Druckmitteldurchlässe 26 in die Kammer 21.
Auf diese Weise ist ein ständiger Druckausgleich zwischen
dem Ringraum 24 und der Kammer 21 sichergestellt, doch
werden beim Verschweißen eingedrungene Verunreinigungen vom
Filterring 25 aufgefangen bzw. daran gehindert, in die
Kammer 21 abzuwandern und von dort in die am Druckspeicher
angeschlossene Hydraulikanlage einzudringen. Der Filter
ring 25 besteht beispielsweise aus einem Drahtgeflecht oder
aus porösem Sintermaterial und ist hitzebeständig, so
daß er neben der Ausfilterung von Verunreinigungen auch die
Aufgabe erfüllt, die beim Schweißvorgang in das Innere des Ge
häuses 1 eindringende thermische Überschußenergie aufzufangen
und zu verteilen. Auf diese Weise werden thermische Be
schädigungen des Halteorgans 10, das vorzugsweise aus Kunst
stoff mit entsprechenden Festigkeitswerten hergestellt ist,
vermieden.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist
eine andere Möglichkeit zur Erzielung der Filterwirkung
angedeutet. Der mit dem Gehäuseunterteil 3 in Kontakt
tretende Teil des Halteorgans 10 weist zwei Umfangser
hebungen 27, 28 auf, zwischen denen eine umlaufende Ver
tiefung 29 gebildet ist. Nach Art einer Labyrinthdichtung
weist die Umfangserhebung 27 einen Durchgang 30 zwischen
den Ringnuten 11, 9 und die Umfangserhebung 28 einen vorzugs
weise um 180° versetzt angeordneten Durchgang zwischen der
Ringnut 29 und der mit Hydrauliköl befüllbaren Kammer 21 auf.
Dies ist aus Fig. 4 besser ersichtlich. Bei dem in Fig. 3
dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Filterring 25
nach Fig. 2 fortgefallen. Um das Halteorgan 10 dennoch vor
thermischen Beschädigungen zu schützen, ist in die Ring
nut 11 ein Bandkörper 32 aus einem hitzebeständigen Werk
stoff eingelegt.
Das Gehäuseoberteil 2 und das Gehäuseunterteil 3 sind im
Bereich der Schweißnaht 4 mit nach außen gerichteten
Ringschultern 33, 34 versehen, wodurch sich die Kontakt
fläche zwischen den Teilen 2, 3 vergrößert und ein ent
sprechender Stabilitätsgewinn erzielt wird.
Claims (4)
1. Druckspeicher mit einem starren Gehäuse aus zwei
Teilen, die durch eine Schweißnaht miteinander ver
bunden sind, bei dem in beiden Gehäuseteilen Einfüll
öffnungen vorgesehen sind, bei dem an der Gehäuse
innenwand ein die Schweißnaht überdeckendes, ring
förmiges Halteorgan mit einer Vorrichtung zur Ab
weisung von Schweißgut angeordnet ist und bei dem
zwischen Halteorgan und der Gehäuseinnenwand eine das
Gehäuse in zwei Kammern veränderlichen Volumens
unterteilende Membran eingespannt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß über
Druckmitteldurchlässe (14, 15, 26) eine Verbindung
zwischen der durch Öldruck beaufschlagbaren Kammer
(21) und dem eingespannten Ende der Membran (19) her
gestellt ist, wobei das Halteorgan (10) zwischen
einer der Schweißnaht (4) gegenüberliegenden Ringnut
(11) und dem eingespannten Ende der Membran (19) mit
sich am Gehäuse (1) radial abstützenden Vorsprüngen
(12, 13) versehen ist, zwischen denen die
Druckmitteldurchlässe (14, 15, 26) gebildet sind und
die sich axial an Ringnuten (22, 23) des Gehäuses (1)
abstützen.
2. Druckspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß in die Druckmitteldurchlässe
(26) ein Filtersieb eingesetzt ist.
3. Druckspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß in der Ringnut (11) ein in sich
geschlossener Filterring (25) angeordnet ist.
4. Druckspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Druckmitteldurchlässe (15)
labyrinthartig von der Ringnut (11) zur Kammer (21)
geführt sind.
Priority Applications (1)
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| DE19813142390 DE3142390A1 (de) | 1981-10-26 | 1981-10-26 | Druckspeicher |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19813142390 DE3142390A1 (de) | 1981-10-26 | 1981-10-26 | Druckspeicher |
Publications (2)
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|---|---|
| DE3142390A1 DE3142390A1 (de) | 1983-05-26 |
| DE3142390C2 true DE3142390C2 (de) | 1989-05-24 |
Family
ID=6144839
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19813142390 Granted DE3142390A1 (de) | 1981-10-26 | 1981-10-26 | Druckspeicher |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (3)
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