DE3142574C2 - Verfahren zur Herstellung von Natriumpercarbonat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Natriumpercarbonat

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DE3142574C2 DE19813142574 DE3142574A DE3142574C2 DE 3142574 C2 DE3142574 C2 DE 3142574C2 DE 19813142574 DE19813142574 DE 19813142574 DE 3142574 A DE3142574 A DE 3142574A DE 3142574 C2 DE3142574 C2 DE 3142574C2
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Abstract

Es wird ein Verfahren zur Herstellung von Natriumpercarbonat vorgeschlagen, wobei Natriumcarbonat mit Wasserstoffperoxid in Gegenwart eines Stabilisators gegen die Zersetzung des Wasserstoffperoxids in einer Betriebslösung aus Natriumcarbonat, Wasserstoffperoxid und Wasser umgesetzt wird, wobei der Stabilisator aus mindestens einem N,N,NΔ,NΔ-Tetra(phosphonomethyl)diaminoalkan der folgenden Formel (Formel) und n die Zahl 0 oder eine Zahl von 1 bis 4 bedeuten.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur wirtschaftlichen und wirksamen Herstellung von Natriumpercarbonat von hoher Qualität und ausgezeichneter Lagerungsstabilität durch Umsetzung von Natriumcarbonat mit Wasserstoffperoxid, insbesondere ein Verfahren, wobei die vorstehende Umsetzung in Gegenwart eines N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)diaminoalkans mit einer verzweigten Kette als Stabilisator in einer Betriebslösung durchgeführt wird.
Gemäß der Erfindung wird mit »Natriumpercarbonat« ein Wasserstoffperoxidaddukt des Natriumcarbonats bezeichnet, welches durch die Zusammensetzungsformel 2 Na2CO3 ■ 3 H2O2 wiedergegeben wird.
Natriumpercarbonat kann leicht durch Umsetzung von Natriumcarbonat mit Wasserstoffperoxid in einem wäßrigen Reaktionsmedium erhalten werden. Industrielles Natriumcarbonat enthält üblicherweise Metalle wie Fe, Mn und Cu1 welche die Zersetzung des Wasserstoffperoxids beschleunigen. Falls deshalb industrielles Natriumcarbonat als Ausgangsmaterial ohne Reinigung verwendet wird, ist der Verlust an Wasserstoffperoxid in der Betriebslösung aufgrund von Zersetzung groß. Infolgedessen ist die Ausbeute der Kristalle, bezogen auf Wasserstoffperoxid, niedrig und das Endprodukt hat keine gute Lagerungseigenschaft.
Zahlreiche Versuche wurden bisher unternommen, um diese Metalle aus dem Ausgangsnatriumcarbonat vor der Umsetzung zu entfernen, und Natriumpercarbonatkristalle in guten Ausbeuten herzustellen. Einer dieser Versuche besteht in einem Verfahren, wobei Natriumcarbonat in entionisiertem Wasser aufgelöst wird, Magnesiumsulfat und Natriumsilikat zugesetzt werden, die Metalle zusammen mit dem erhaltenen Magnesiumsilikat durch Filtration entfernt werden, und die erhaltene wäßrige Lösung des gereinigten Natriumcarbonats in das Reaktionssystem gefördert wird oder eine Reinigungsstufe beim Verfahren der kontinuierlichen Herstellung von Natriumpercarbonat aufgeführt wird, die erforderlichen Mengen an Natriumcarbonat und Wasser zu dem bei der Abtrennung des Natriumpercarbonats durch Filtration erhaltenen Filtrat zugesetzt werden, die Übergangsmetalle in der gleichen Weise wie vorstehend entfernt werden, und die erhaltene wäßrige Lösung des gereinigten Natriumcarbonats erneut in das Reaktionssystem gefördert wird. Nach diesem Verfahren können Metalle, die die Zersetzung des Wasserstoffperoxids beschleunigen, relativ leicht entfernt werden. Jedoch verbleibt infolge dieses Verfahrens ein großer Überschuß an Wasser im Reaktionssystem, und die Menge des in dem überschüssigen Wasser gelösten Natriumpercarbonats ist äußerst groß. Infolgedessen ist die gewonnene Menge an Natriumpercarbonat gering, und die Ausbeute der Kristalle, bezogen auf Wasserstoffperoxid, ist äußerst niedrig. Weitere Bemühungen wurden bereits auch unternommen, um die Ausbeute an Kristallen beispielsweise durch ein Verfahren zu erhöhen, welches das Aussalzen des gelösten Natriumpercarbonats durch Zusatz von Natriumchlorid, Alkohol und dergleichen oder die Abdampfung des Überschusses an Wasser im
Vakuum zur Erhöhung der Konzentration der Kristalle umfaßte.
Da jedoch die Menge des Wassers zu groß ist, ist der Aussalzeffekt unzureichend, und in der industriellen Praxis ergibt das Beseitigen einer großen Menge an überschüssigem Wasser aus dem Reaktionsmedium Probleme. Wenn das überschüssige Wasser durch Abdampfung unter Vakuum entfernt werden soll, wird der Betrieb des Reaktors lange Zeit unterbrochen und der Verlust an Wasserstoffperoxid durch Zersetzung ist groß.
Insgesamt kann somit die Ausbeute an Kristallen, bezogen auf Wasserstoffperoxid, nicht hoch werden.
Es wurde auch ein Verfahren vorgeschlagen, welches die Auflösung von Natriumcarbonat in entionisiertem Wasser und die anschließende Konzentrierung oder Abkühlung der Lösung zur Bildung von Natriumcarbonat-Monohydrat oder Natriumcarbonat-Decahydrat und die Umsetzung desselben in Wasserstoffperoxid umfaßt Die nach diesem Verfahren erhaltenen Materialien Natriumcarbonat-Monohydrat oder -Decahydrat enthalten kaum Metalle, die die Zersetzung des Wasserstoffperoxids beschleunigen könnten, und der Verlust an Wasserstoffperoxid durch Zersetzung ist gering. Bei diesem Verfahren bewirkt jedoch das Einbringen von Natriumcarbonat-Hydrat in das Reaktionssystem eine Zunahme des überschüssigen Wassers in dem System. Demzufolge wird aufgrund der Verringerung der Konzentration des das Natriumpercarbonat enthaltenden Schlammes die Ausbeute an Natriumpercarbonat-Kristallen verringert Insbesondere ist die Erhöhung des überschüssigen Wassers bei einem kontinuierlichen Betrieb über lange Zeiträume bemerkenswert Ferner ist eine Stufe zur Konzentrierung oder Kristallisation einer wäßrigen Lösung von Natriumcarbonat erforderlich, damit Natriumcarbonat-Monohydrat oder -Decahydrat erhalten wird, so daß die Verfahrensstufen kompliziert werden. Dies ist in keiner Weise in der industriellen Praxis vorteilhaft
Ein weiteres bisher vorgeschlagenes Verfahren besteht in der Zugabe eines Stabilisators als organischer Chelatbildner, wie Äthylendiamintetraessigsäure (EDTA), oder eines anorganischen Salzes, wie eines Phosphats oder Silikats, zu dem Reaktionssystem ohne Reinigung des Natriumcarbonats oder die Verwendung von Natrium-Monohydrat oder -Decahydrat Jedoch ergeben die üblichen organischen Chelatbildner oder anorganischen Salze keine völlig zufriedenstellenden Ergebnisse.
Aus der US-PS 37 01 825 ist es bekannt, Wasserstoffperoxid gegen Zersetzung mit Äthylendiamin-tetra(methylenphosphonsäure) zu stabilisieren. Es handelt sich hier um ein Alkanderivat, nämlich von Äthan, das geradkettig ist Derartige, von geradkettigen Alkanen abgeleitete Verbindungen zeigen bei der Herstellung von Natriumpercarbonat eine ungenügende Stabilisierwirkung, wie weiter unten aus dem Beispiel 1 und dem Vergleichsbeispiel 2 hervorgeht Die US-PS 41 17 087 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von stabilisiertem Natriumpercarbonat in Gegenwart von Silikaten und Schwermetallkomplexbildnern, von denen Phosphonsäuren, Äthylendiamintetraessigsäure, deren Natriumsalz und Nitrilotriessigsäure genannt sind. Hauptbestandteil des Stabilisators ist Wasserglas.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe bestand nun darin, ein Verfahren zur Herstellung von Natriumpercarbonat wobei Natriumcarbonat mit Wasserstoffperoxid in Gegenwart eines Stabilisators gegen die Zersetzung von Wasserstoffperoxid in einer Betriebslösung aus Natriumcarbonat, Wasserstoffperoxid und Wasser umgesetzt wird, die erhaltenen Kristalle von Natriumpercarbonat als wäßrige Aufschlämmung aus der Reaktionszone abgezogen, isoliert und getrocknet werden, zu schaffen, bei welchem die Zersetzung von Wasserstoffperoxid ohne Behandlung des Natriumcarbonats auf einem Minimum gehalten wird.
Diese Aufgabe wurde nun dadurch gelöst daß als Stabilisator mindestens ein N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-diaminoalkan der folgenden Formel
Γ O "I "r O Ι
(OH)2PCH2--Ν — R—N-LcH2P(OH)21
I— —12 I _J 1
_ 45
eingesetzt wird, worin R entweder eine Gruppe
CH3 CH3 CH3
III
-CH-(CHj)n- oder —CH-(CH2),,-CH-
js'i und π die Zahlen 0 oder 1 bis 4 bedeuten.
Gemäß der Erfindung wird die Einbringung eines Überschusses von Wasser in das Reaktionssystem, welche eine der Ursachen der gesenkten Ausbeuten an Natriumcarbonatkristallen darstellt, vermieden, und die Zersetzung von Wasserstoffperoxid durch die aus dem Ausgangsnatriumcarbonat herstammenden Metalle vollständig durch die Anwendung weit kleinerer Mengen des vorstehenden Stabilisators gegenüber den bekannten Stabilisatoren gehemmt Infolgedessen ist die Ausbeute an gebildeten Natriumpercarbonatkristallen auf der Basis von Wasserstoffperoxid erhöht und es wird ein Natriumpercarbonat mit ausgezeichneter Lagerungsstabilität erhalten.
Typische Beispiele für N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-diaminoalkane mit einer verzweigten Kette, die durch die allgemeine Formel (A) wiedergegeben werden, umfassen N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-l^-diaminopropan, N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-2,3-diaminobutan, N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-1,3-diaminobutan und N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-2,4-diaminopentan.
Hiervon werden N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyI)-l,2-diaminopropan und N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-2,3-diaminobutan bevorzugt
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das N,N,N',N'-Tetra(phosphonome-
thyl)-diaminoalkan in einer Menge von 100 bis 1000 Teilen je Million Teile, bezogen auf die Arbeitslösung, zugesetzt
Vorzugsweise beträgt die Menge des Stabilisators gemäß der Erfindung 100 bis 500 Teile pro Million Teüe, bezogen auf die Arbeitslösung. Falls die Menge niedriger als 100 Teile pro Million Teile ist, kann kein ausreichender Effekt erhalten werden. Selbst wenn die Menge größer als 1000 Teile pro Million Teile ist, wird kein signifikanter Effekt erhalten.
Die N,N,N',N'-Tetra(phosphonjmethyl)-diaminoalkane sind bekannte Verbindungen und können leicht durch tropfenweise Zugabe von Formalin zu einer Mischlösung aus einem Diaminoalkan, dessen Alkyleinheiten dem Rest R in der allgemeinen Formel (A) entsprechen Phosphorsäure und Salzsäure, erhalten werdpn. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird als Stabilisator eine Kombination aus mindestens einem derartigen N,N,N',N'-Teira(phosphonomethyl)-diaminoalkan der allgemeinen Formel (A) und mindestens einem Phosphat, Silikat und/oder Magnesiumsalz als anorganische Salze angewandt.
Die erfindungsgemäß einzusetzenden Phosphate, Silikate und Magnesiumsalze sind günstigerweise wasserlöslich. Typische Beispiele derartiger Salze umfassen Phosphate, wie einbasisches Natriumphosphat, zweibasisches Natriumphosphat, dreibasisches Natriumphosphat, einbasisches Kaliumphosphat, zweibasisches Kaliumphosphat, dreibasisches Kaliumphosphat, Natriumhexametaphosphat, Natriumpyrophosphat, Natriumpolyphosphat und Kaliumpyrophosphat, Silikate, wie Natriumsilikat, Lithiumsilikat und Kaliumsilikat, und Magnesiumsalze, wie Magnesiumsulfat und Magnesiumchlorid. Diese Salze können sowohl einzeln als auch als Gemsich von zwei oder mehreren verwendet werden.
Die Mengen an Phosphat, Silikat nd Magnesiumsalzen zur Anwendung im Rahmen der Erfindung betragen 0,1 bis 2,05 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 1 Gew.-%, 0,5 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 1,5 Gew.-%, bzw. 0,1 bis 1,0 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 0,5 Gew.-%, bezogen auf das eingesetzte Natriumcarbonat Falls die Menge des Silikats mehr als 5 Gew.-% beträgt, wird leicht die Lagerungsstabilität des erhaltenen Natriumpercarbonats verringert
Üblicherweise wird festes pulverförmiges Natriumcarbonat von industrieller Qualität mit einer Reinheit von
etwa 99% und mit dem Gehalt an Metallverunreinigungen wie Eisen, Mangan und Kupfer als Ausgangsnatrium-
carbonat ohne irgendeine Vorbehandlung verwendet, und das Wasserstoffperoxid wird in Form einer wäßrigen
Lösung mit einer Konzentration von allgemein mindestens 35%, vorzugsweise 60 bis 75%, verwendet
Das Verhältnis von Natriumcarbonat zu Wasserstoffperoxid ist so, daß, falls die Zusammensetzung von
Natriumperoxid zu 2 Na2CO3 · 3 H2O2 genommen wird, das Wasserstoffperoxid in einer Menge vom etwa l,2fachen bis etwa 2,0fachen der theoretischen Menge eingesetzt wird.
Das Verfahren gemäß der Erfindung kann bequem ausgeführt werden, indem allgemein in einem Reaktor eine Betriebslösung mit einem Gehalt von 2,4 bis 4,5 Gew.-% Wasserstoffperoxid und 9,5 bis 12,4 Gew.-% Natriumcarbonat mit der vorstehenden industriellen Qualität Na2COs und eine 60%ige wäßrige Lösung von H2O2
hergestellt wird, eine bestimmte Menge des N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)diaminoalkans gegebenenfalls zusammen mit den vorstehenden anorganischen Salzen zugesetzt wird, dann das Natriumcarbonat mit dem Wasserstoffperoxid bei einer Reaktionstemperatur von 10 bis 3O0C, vorzugsweise 15 bis 20° C, und einer Rührgeschwindigkeit von 200 bis 500 Umdrehungen/Minute umgesetzt wird, während die Verweilzeit der Kristallaufschlämmung auf 0,5 bis 1,5 Stunden, vorzugsweise 0,5 bis 1,0 Stunden, zur Kristallisation des Natriumpercarbonats eingestellt wird, kontinuierlich die erhaltene Aufschlämmung aus dem Reaktor abgezogen wird, die Kristalle durch Filtration gesammelt werden und dann getrocknet werden.
Die Erfindung ist jedoch nicht auf die vorstehende Ausführungsform beschränkt und die Umsetzung kann auch unter den bisher bekannten Reaktionsbedingungen ausgeführt werden. Gemäß der Erfindung kann die Zersetzung des Wasserstoffperoxids vollständig selbst bei einem kontinuierli-
chen Langzeitbetrieb durch Anwendung einer weit kleineren Menge des Stabilisators als im Fall der Anwendung der üblichen Stabilisatoren vom Typ der organischen Chelatmittel entweder einzeln oder zusammen mit einem organischen Salz gehemmt werden. Das Verfahren der Erfindung liefert deshalb ein Natriumpercarbonat von hoher Qualität und ausgezeichneter Lagerungsstabilität, worin das Verhältnis von Wasserstoffperoxid zu Natriumcarbonat in den Kristallen nahe dem theoretischen Wert liegt.
Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung der vorliegenden Erfindung.
Beispiel 1
In einem 500-ml-Reaktor, der mit einem Rührwerk und einem Thermometer ausgestattet war, wurde eine Arbeitslösung mit einem Gehalt von 2,4 Gew.-% Wasserstoffperoxid und 12,1 Gew.-% Natriumcarbonat hergestellt, und N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-l,2-diaminopropan (TPDP) wurde in einer Menge von 100 Teilen je Million der Arbeitslösung zugesetzt, wonach Natriumcarbonat und eine 60%ige wäßrige Lösung von Wasserstoffperoxid bei einem Ausmaß von 75 g/h bzw. 94 g/h unter Rühren kontinuierlich zugegeben wurden. Die Umsetzung wurde bei einer Temperatur von 15°C und einer Rührgeschwindigkeit von 300 Umdrehungen/min kontinuierlich während 5 Stunden durchgeführt, wobei die Verweilzeit der Kristallaufschlämmung auf 30 Minuten eingeregelt wurde. Die Kristallaufschlämmung wurde kontinuierlich aus dem Reaktor nach einer bestimmten Verweilzeit abgezogen. Die Kristallaufschlämmung wurde durch Filtration gesammelt und getrocknet. Das Gewicht der erhaltenen Kristalle und die Konzentration an Wasserstoffperoxid in den Kristallen wurden ermittelt, und die Ausbeute an Kristallen je Zeiteinheit und bezogen auf zugegebenes Wasserstoffperoxid wurde berechnet. Die erhaltenen Kristalle wurden 30 Tage im offenen Zustand an der Atmosphäre mit einer relativen Feuchtigkeit von 80% bei 350C stehengelassen. Das Verhältnis der Zersetzung des Wasserstoffperoxids in den Kristallen wird als Maßstab der Lagerungsstabilität angegeben. Die Ergebnisse sind in Tabelle I enthalten.
Tabelle I 31 42 574 Verhältnis der Zersetzung
von Wasserstoffperoxid
(%)
Vergangene Betriebszeit
(Stunden)
Ausbeute
(%)
14,5
12,8
14,8
14,5
14,0
1
2
3
4
5
92
95
94
94
96
Das H2O2ZNa2CO3-Verhältnis der erhaltenen Kristalle lag zwischen 0,470 und 0,475.
Beispiel 2
Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch die Menge des zugesetzten TPDP zu 500 ppm geändert wurde. Die Ausbeute nach Verlauf von einer Stunde betrug 90%, und zu diesem Zeitpunkt betrug das Verhältnis der Zersetzung des H2O2 als Maßstab für die Lagerungsstabilität der Kristalle 13,5%. Nach Verlauf von 5 Stunden betrug die Ausbeute 96%, und zu diesem Zeitpunkt betrug das Verhältnis der Zersetzung des Wasserstoffper- co oxids als Maßstab der Lagerungsstabilität der Kristalle 11,0%.
Beispiel 3
Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch 500 ppm N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-2,3-diaminobutan (TPDB) anstelle von TPDP zugesetzt wurden. Die Ausbeute nach Verlauf von einer Stunde betrug 96%, und zu diesem Zeitpunkt betrug das Verhältnis der Zersetzung des Wasserstoffperoxids 14%. Nach Verlauf von 5 Stunden betrug die Ausbeute 94%, und das Verhältnis der Zersetzung des Wasserstoffperoxids betrug 12%.
Beispiel 4
Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch die Menge des TPDP zu 300 ppm geändert wurde, und die Betriebszeit wurde zu 48 Stunden geändert Die Ergebnisse sind in Tabelle II enthalten.
Tabelle II Ausbeute
(o/o)
Verhältnis der Zersetzung
an Wasserstoffperoxid
(o/o)
Vergangene Betriebszeit
(Stunden)
95
95
94
90
90
Vergleichsbeispiel 1
14
13
14
14
14
5
10
20
40
48
Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch 2000 ppm EDTA anstelle von TPDP zugesetzt wurden. Nach Verlauf von einer Stunde betrug die Ausbeute 90%, und das Verhältnis der Zersetzung des Wasserstoffperoxids betrug 27%. Nach Verlauf von 5 Stunden betrug die Ausbeute 85%, und das Verhältnis der Zersetzung des "Wasserstoffperoxids betrug 26%. Die erhaltenen Kristaiie hatten ein H2OzZNa2CGs-Verhältnis von 0,465 bis 0,470.
Vergleichsbeispiel 2
Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch EDTP (Äthylendiamintetramethylenphosphonsäure) anstelle von TPDP verwendet wurde, und die Betriebszeit zu 48 Stunden geändert wurde. Nach Verlauf von 5 Stunden betrug die Ausbeute 90%, und das Verhältnis der Zersetzung des Wasserstoffperoxids betrug 20%. Nach Verlauf von 20 Stunden betrug die Ausbeute 85%, und das Verhältnis der Zersetzung des Wasserstoffperoxids betrug 31%. Am Ende von 48 Stunden betrug die Ausbeute 80%, und das Verhältnis der Zersetzung des Wasserstoffperoxids betrug sogar 38%.
Beispiel 5
Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch jeder der in Tabelle III aufgeführten Mischstabilisatoren verwendet wurde. Die Ergbnisse sind gleichfalls in Tabelle III enthalten.
In der Tabelle III bedeuten die folgenden Abkürzungen:
TPDP: N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-l,2-diaminopropan TPDB: N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyI)-2,3-diaminobutan
Tabelle III
Versuch Stabilisator
Nr. Art
Menge Ausbeute an Kristallen (%)
IStd, 3Std. 5Std.
Verhältnis der Zersetzung
6
TPDP
NaH2PO4
TPDB
NaH2PO4
TPDP
Na2SiO3
TPDP
MgSO4
TPDP
Natriumphosphat
TPDP
NaH2PO4
MgSO4
TPDP
Natriumphosphat
MgSO4
TPDB
Na2SiO3
MgSO4
TPDP
NaH2PO4
Natriumphosphat
MgSO4
TPDB
NaH2PO4
Natriumphosphat
MgSO4
300 ppm 0,5%
300 ppm 0,5%
300 ppm 1,0%
300 ppm 0,5%
300 ppm 0,3%
300 ppm
0,5%
0,3%
300 ppm
0,3%
0,3%
300 ppm
1,0%
0,3%
300 ppm 0,5% 0,3% 0,3%
300 ppm 0,50/ά' 0,3% 0,3%
92 92 90 91 90 90
90 89 92
90
94 96
93 95
93 95
93 96
92 95
94 95
93
94
94
93
94
94
95
95
10
10
11,5 10,5 11
7,5
8,2 9,5

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Natriumpercarbonat, wobei Natriumcarbonat mit Wasserstoffperoxid in Gegenwart eines Stabilisators gegen die Zersetzung von Wasserstoffperoxid in einer Betriebslösung aus Natriumcarbonat, Wasserstoffperoxid und Wasser umgesetzt wird, die erhaltenen Kristalle von Natriumpercarbonat als wäßrige Aufschlämmung aus der Reaktionszone abgezogen, isoliert und getrocknet werden, dadurch gekennzeichnet, daß als Stabilisator mindestens ein N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-diaminoalkan der folgenden Formel
L(OH)2PCH2-
-N—R—N-j-
CH2P(OH)2
15 eingesetzt wird, worin R entweder eine Gruppe
CH3 -CH-(CHj)n-
oder
CH3 CH3
-CH-(CH2Y1-CH-
und π die Zahlen 0 oder 1 bis 4 bedeuten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Stabilisator eine Kombination aus mindestens einem derartigen N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-diaminoalkan und mindestens einem Phosphat, Silikat und/oder Magnesiumsalz als anorganische Salze angewandt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß als N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-diaminoalkan N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-l,2-diaminopropan oder N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-2,3-diaminobutan verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das N,N,N',N'-Tetra(phosphonomethyl)-diaminoalkan in einer Menge von 100 bis 1000 Teilen je Million Teile, bezogen auf die Arbeitslösung, zugesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mengen an Phosphat, Silikat oder Magnesiumsalz 0,1 bis 2,05 Gewichtsprozent, 0,5 bis 5 Gewichtsprozent bzw. 0,1 bis 1 Gewichtsprozent, bezogen auf das eingebrachte Natriumcarbonat, betragen.
DE19813142574 1980-10-27 1981-10-27 Verfahren zur Herstellung von Natriumpercarbonat Expired DE3142574C2 (de)

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