DE3142811A1 - Verfahren und vorrichtung zur regelung der giesskolbenbewegung waehrend des einpressvorganges an einer druckgiessmaschine - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur regelung der giesskolbenbewegung waehrend des einpressvorganges an einer druckgiessmaschine

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DE3142811A1
DE3142811A1 DE19813142811 DE3142811A DE3142811A1 DE 3142811 A1 DE3142811 A1 DE 3142811A1 DE 19813142811 DE19813142811 DE 19813142811 DE 3142811 A DE3142811 A DE 3142811A DE 3142811 A1 DE3142811 A1 DE 3142811A1
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Roland 8510 Fürth Geier
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D17/00Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
    • B22D17/20Accessories: Details
    • B22D17/32Controlling equipment

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Presses (AREA)
  • Injection Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Gießkolbenbewegung
  • während des Einpreßvorganges an einer Druckgießmaschine Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung der Gießkolbenbewegung während des Einpressvorganges in einer nach dem Mehrphasenprinzip arbeitenden Druckgießmaschine, wobei mindestens ein Gießparameter während des Einpreßvorganges gemessen und der Druckmittelfluß im Einpreßteil in Abhängigkeit eines Istwert-Sollwert-Vergleiches des Gießparameters eingestellt wird.
  • Die Steuerung der Druckmittelzufuhr zum Einpreßteil erfolgt bei den bisher bekannten Druckgießmaschinen mit von Hand einstellbaren Ventilen, mit digital einstellbaren Ventilen, mit Ventilen, die durch einen elektronischen Antrieb mit Elektromotoren verstellbar sind, oder mit Proportionalventilen in offener Steuerkette.
  • Ferner ist es bekannt, den Druckverlauf über der Zeit während des Gießvorganges zu messen, die für die einzelnen Phasen benötigten Zeiträume zu ermitteln und bei Abweichung der Zeit-Istwerte von vorgegebenen Zeit-Sollwerten die Ventilanordnungen vor dem nächsten Gießvoraang so einzustellen,da'ß jeweils die gewünschte Gießkolbengeschwindigkeit in den Phasen des cießvorganges erreicht wird.
  • Es ist ferner bereits bekannt, während der ersten Phase die Druckmittelzufuhr so zu steuern, daß der Gießkolben von der Geschwindigkeit Null bis auf einen gewissen Wert der Geschwindigkeit allmählich beschleunigt wird. Ein solcher progressiver Geschwindigkeitsverlauf war jedoch nach dem bisherigen Verfahren während der zweiten und dritten Phase des Gießvorganges nicht möglich.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben, das es ermöglicht, zumindest während der ersten und zweiten Phase des Gießvorganges eine Änderung der Gießkolbengeschwindigkeit gemäß einer vorgegebenen Funktion zu erreichen, ohne daß dadurch die Einpreßgeschwindigkeit insgesamt gegenüber den herkömmlichen Verfahren niedriger wird.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Geschwindigkeit des Gießkolbens als Funktion des Gießkolbenweges vorgegeben wird, daß der vom Gießkolben tatsächlich zurückgelegte Weg gemessen wird und daß mindestens während der ersten und/oder zweiten Phase des laufenden Gießvorganges der Druckmittelfluß im Einpreßteil derart gesteuert wird, daß die Gießkolbenge-schwindigkeit ihren dem Istwert des Gießkolbenweges entsprechenden Funktionswert aufweist.
  • Durch diese Art der Regelung ist es möglich, nun die Gießkolbengeschwindigkeit während der ersten und/oder der zweiten Phase des Gießvorganges entsprechend einem vorgegebenen Verlauf zu steigern. Dies hat den Vorteil, daß das vom Gießkolben vorgeschobene Metall beschleunigt wird, ohne daß sich Wellen in dem Metall bilden können, die ggfs.
  • zu Lufteinschlüssen führen könnten. Da es wegen der progressiven Geschwindigkeitszunahme des Gießkolbens keinen Stoß auf das Metall gibt, könne auch schwierige Gußteile mit bester Qualität gegossen werden. Die während des laufenden Gießvorganges vorgenommene Regelung der Druckmittelzufuhr entsprechend einem vorgegebenen Verlauf der Gießkolbengeschwindigkeit ermöglicht eine Anpassung derselben an die jeweiligen Anforderungen. So kann beispielsweise auch am Ende der zweiten Phase eine abfallende Geschwindigkeit vorgewählt und eingestellt werden, um den sonst üblicherweise am Ende der zweiten Phase auftretenden Druckstoß zu verhindern.
  • Um den steuerungstechnischen Aufwand möglichst gering zu halten, kann die aeschwindigkeitsfunktion als unstetige Funktion mit im wesentlichen geradlinigen Abschnitten vorgegeben werden, indem man eine diskrete Anzahl von Wegkoordínaten, diesen zugehörige GeschwindigkRitswerte und die Anstiegswerte der FunktionsabSchnitte vor der jeweiligen Weoodinate vorgibt.
  • Die Änderung der Gießkolbengeschwindigkeit kann sowohl durch eine Einstellung des Druckmittelzuflusses- zum Preßzylinderarbeitsraum als auch durch eine Steuerung des Abflusses aus dem Rückzugsraum des Preßzylinders oder durch eine Kombination beider Maßnahmen erfolgen.
  • Zur zusätzlichen Überwachung der ersten und zweiten Phase wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Laufzeit des Gießkolbens von einer bestimmten Wegmarke bis zum Erreichen eines bestimmten Druckes im Preßzylinderarbeitsraum- gemessen wird, daß derMeßwert mit einem vorgegebenen oberen tind unteren Grenzwert verglichen wird und daß bei Erreichen oder Über- bzw. Unterschreiten eines der Grenzwerte ein zur Steuerung des Druckmittelflusses verwendbares Signal erzeugt wird-. Dadurch kann eine zusätzliche Sicherheit geschaffen werden, daß in einer vorgeschriebenen Zeit nach dem Loslaufen des Gießkolbens auch ein gewünschter Enddruck erreicht wird.
  • Die Einstellung der Druckmittelzufuhr für die dritte Phase erfolgt jeweils vor einem Gießvorgang, beispielsweise mit Hilfe eines motorgetriebenen Potentiometers, welches die Ventilanordnung steuert, wobei die dritte Phase wegabhängig, d.h. in Abhängigkeit des vom Gießkolben zurückgelegten Weges ausgelöst wird. Zur Überwachung der dritten Phase wird die Zeitdauer der dritten Phase druckabhänctig gemessen und der gemessene Zeitwert mit einem vorgegebenen Oberen und unteren Grenzwert verglichen, wobei bei Erreichen oder Über- bzw. Unterschreiten des jeweiligen Grenzwertes ein zur Steuerung des Druckmittelzuflusses während der dritten Phase des nächstfolgenden Gießvorganaes verwertbares Signal erzeugt wird.
  • Vorzugsweise ist vorgesehen, daß der Druck im PreBzylinderarbeitsraum während der ersten und zweiten Phase gemessen und mit einem vorgegebenen oberen Grenzwert verglichen wird und daß bei Überschreiten dieses Grenzwertes der Gießvorgang abgebrochen wird. Dies gibt die Möglichkeit, einen oberen Grenzwert für die Gießkolbenreibung vorzugeben, oberhalb dessen.damit gerechnet werden muß, daß die gewünschten Gießkolbengeschwindigkeiten nicht mehr erreicht und dadurch Teile minderer Qualität erhalten werden.
  • Die Erfindung betrifft ferner eine Anordnung zur Regelung der Gießkolbenbewegung im Einpreßteil einer nach dem Mehrphasenprinzip arbeitenden Druckgießmaschine, umfassend mindestens eine erste Ventilanordnung zur Steuerung der Druckmittelzufuhr zum Einpreßzylinder während der ersten und/oder zweiten Phase und eine zweite Ventilanordnung zur Steuerung der Druckmittelzufuhr; während der dritten Phase sowie ein? Steuervorrichtung zur Steuerung der Ventilanordnungen in Abhängigkeit mindestens eines Gießparameters.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird bei einer derartigen Anordnung erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß ein Wegaufnehmer zur kontinuierlichen Messung des vom Gießkolben zurückgelegten Weges vorgesehen ist und daß die Steuervorrichtung eine Speichereinheit zur Speicherung des vorgegebenen Verlaufes der Gießkolbengeschwindigkeit als Funktion des Gießkolbenweges einen Komparator zum Vergleich des vom Wegaufnehmer ermittelten Weg-Istwertes mit dem der vorgegebenen Gießkolbengeschwindigkeit entsprechenden Wegsollwert und eine Ansteuereinheit für die Ventilanordnung umfaßt, welche während des laufenden Gießvorganges ein Steuerelement der jeweiligen Ventilanordnung in Abhängigkeit eines vom Komparator erzeugten Signales betätigt.
  • Vorzugsweise ist zumindest die den Druckmittelfluß während der ersten und/oder zweiten Phase steuernde Ventilanordnung von einem Proportionalventil gebildet,dessen Steuerelement mittels zweier gegeneinander arbeitender gleichzeitig betätigbarer Stellmagnete verstellbar ist. Dadurch läßt sich eine außerordentlich hohe Ansprechgeschwindigkeit der Ventilanordnung erreichen, welche die Regelung der Druckmittelzufuhr während des laufenden Gießvorganges ermöglicht, ohne daß dadurch die für den gesamten Gießvorgang erforderliche Zeit länger wird. Vorzugsweise besitzen die Ventilanordnungen jeweils eine elektrische Rückführung, so daß auch bei Stromschwankungen stets die durch die Steuerungsvorrichtung bestimmte öffnung des Ventils eingehalten wird.
  • Der Wegaufnehmer ist vorzugsweise von einem induktiven Wegaufnehmer gebildet, der eine Induktionswicklung und einen gegenüber dieser verschiebbaren Kern umfaßt, wobei eines der Teile mit dem Gießkolben verbunden und das andere ortsfest angeordnet ist. Dieser Wegaufnehmer ermöglicht eine Positionsbestimmung des Gießkolbens bzw. eine Messung des vom Gießkolben zurückgelegten Weges mit einer Genauigkeit von 1 mm.
  • Vorzugsweise ist die Steuervorrichtung so ausgebildet, daß sämtliche einzugebendenDaten in digitaler Form eingegeben werden können. Auch die Anzeige kann ggfs. digital erfolgen. Es kann jedoch auch eine Anzeigevorrichtung zur analogen Darstellung der Gießkolbengeschwindigkeit, des Gießkolbenweges und des Druckes über der Zeit vorgesehen sein, die eine anschaulichere Überwachung des Gießvorganges ermöglicht.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung, welche in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert.
  • Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Druckgießmaschine, Fig. 2 ein Blockschaltbild der erfindungsqemäßen Steuerungsvorrichtung, Fig. 3 eine schematische Skizze des Steuerungsteiles einer Ventilanordnung zur Steuerung der Druckmittelzufuhr zum Preßzylinder, und Fig. 4 eine graphische Darstellung der Gießkolbenseschwindigkeit in Abhängigkeit des Gießkolbenweges.
  • In Fig. 1 erkennt man die schematische Darstellung einer an sich bekannten Druckgießmaschine, die daher auch nur sehr knapp erläutert wird. Die Druckgießmaschine umfaßt ein Einpreßteil 10 und ein Formträgerteil 12. Das Einpreßteil 10 umfaßt einen Preßzylinder 14 mit einem darin verschiebbaren Preßkolben 16, dessen Kolbenstange 18 mit einem Gießkolben 20 verbunden ist, der das Gießmaterial 22 durch eine Füllkammer 24 in eine Form 26 des Formträgerteils 12 einfüllt.
  • Während der ersten Phase des Gießvorganges kann dem Preßzylinderarbeitsraum 28 über ein Rückschlagventil 30 Druckfluid entweder von einer Pumpe 32 über ein Absoerrventil 34 oder von einem Druckspeicher 36 über ein erstes Regelventil 38 zugeführt werden. Während der zweiten Gießphase wird dem Preßzylinderarbeitsraum 28 Druckfluid von dem Druckspeicher 36 über das Regelventil 38 und das Rückschlagventil 30 zugeführt. Während der dritten Gießphase erfolgt eine Nachverdichtung mittels eines in einem Multiplikatorzylinder 40 verschiebbaren Multiplikatorkolbens 42. Das hierzu erforderliche Druckfluid wird dem Arbeitsraum 44 des Multiplikatorzylinders 40 vom Druckspeicher 36 über ein zweites Regelventil 46 zugeführt.
  • Der Hochdruckspeicher kann von der Pumpe 32 her über ein Rückschlagventil 48 und eine Leitung 50 wieder aufgeladen werden. Die soweit beschriebene Druckgießmaschine ist an sich bekannt.
  • Bei den Regelventilen 38 und 46 handelt es sich um an sich bekannte Proportionalventile, wie sie beispielsweise in der DE-OS 27 37 153.5 beschrieben sind'Dort erfolgt die Verstellung des Steuerkolbens des Proportionalventiles mit Hilfe eines Motors. Das hat den Nachteil, daß die Verstellung des Steuerkolbens relativ langsam erfolgt und somit die Ansprechzeit des Proportionalventils bei einer Regelung relativ lang ist.
  • Bei den erfindungsgemäß verwendeten Ventilen 38 und 46 dagegen erfolgt gemäß Fig. 3 die Verstellung des Steuerkolbens 52 des Proportionalventils über einen Hilfskolben 54, der durch eine Feder 56 in eine der Absperrstellung des Ventiles entsprechende Stellung vorgespannt ist.
  • Dieser Hilfskolben 54 kann durch ein Druckmittel in der Fig. 3 nach oben bewegt werden, das .E er Leitungen 58, 60 von einem Ventil 62 her zu geführt wird, dessen Ventilkolben 64 mittels zweier gegeneinander wirkender Elektromagnete 66, 68 verstellbar ist. Werden die Elektromagnete 66 und 68 mit gleicher Stromstärke beaufschlagt, so halten sie den Kolben 64 in einer Stellung, welche der Schließstellung des Hilfskolbens 54 entspricht.
  • Durch ungleiche Bestromung der beiden Elektromagnete 66, 68 kann der Hilfskolben 64 angehoben und damit der Steuerkolben 52 des Proportionalventiles verstellt werden. Diese Art der Steuerung ermöglicht ein äußerst rasches Ansprechen des Proportionalventiles, so daß es dadurch möglich wird, die Druckmittelzufuhr zum Preßzylinderarbeitsraum 28 während des laufenden Gießvorganges zu verändern und dadurch die Gießkolbengeschwindigkeit während des laufenden Gießvorganges zu regeln.
  • Zur Regelung der Gießkolbengeschwindigkeit gemäß dem nachstehend beschriebenen Verfahren wird der Druck in dem Preßzylinderarbeitsraum 28 mittels eines Druckaufnehmers 70 gemessen. Ferner wird der Weg oder Hub des Gießkolbens 20 mit Hilfe eines induktiven Wegaufnehmers 72 gemessen. Dieser umfaßt eine langgestreckte Induktionswicklung 74 und einen mit dem Gießkolben starr verbundenen langgestreckten Kern 76, dessen Verschiebung relativ zur Induktionswicklung 74 eine Änderung der Induktivität bewirkt und auf diese Weise eine Messung des von dem Preßkolben 16 bzw. dem Gießkolben 20 zurückgelegten Weges mit einer Genauigkeit von etwa 1 mm ermöglicht.
  • Anhand der Fig. 2 soll nun die Steuerungsvorrichtung und das mit ihrer Hilfe mögliche Verfahren zur Regelung der Gießkolbengeschwindigkeit während des laufenden Gießvorganges erläutert werden. Innerhalb des gestrichelten Rechtecks befindet sich die eigentliche Steuerungsvorrichtung.
  • Diese umfaßt eine digitale Rechen- und Speichereinheit 78. In diese wird vor Beginn eines Gießvorganges der gewünschte Verlauf der Gießkolbengeschwindigkeit als Funktion des Gießkolbenweges eingegeben, wie dies in der Fig. 4 schematisch dargestellt ist. An einem Eingang 80 werden mehrere Geschwindigkeitswerte vi, beispielsweise in Einheiten von m/sec, vorgewählt. An einem Eingang 82 werden die zugehörigen Wegkoordinaten xi vorgewählt, an denen die jeweilige Geschwindigkeit vi erreicht sein soll.
  • An einem Eingang 84 wird die jeweilige Zeit t. (Fig. 4) vorgewählt, innerhalb der die gewünschte Geschwindigkeit vi erreicht sein soll. Dies entspricht der reziproken Steigung des jeweiligen Kurvenabschnittes si (Fig, 4).
  • Die Eingabe der Zeiten ti kann beispielsweise in Eihheiten von Sekunden erfolgen.
  • Die Recheneinheit 78 bestimmt aus den ihr eingegebenen Daten vi, xi und ti die Ventilöffnung des Ventils 38, während der ersten und der zweiten Einpreßphase, die erforderlich ist, um den aewünschten Geschwindigkeitsverlauf des Gießkolbens zu erreichen. (Es wird der Fall außer Acht gelassen, daß die Druckmittelzufuhr während der ersten Phase von der Pumpe 32 her erfolgt).
  • Um sicherzustellen, daß der aewünschte Verlauf der Gießkolbengeschwindigkeit als Funktion des Gießkolbenweges auch tatsächlich erreicht wird, wird der GießRolbenweq mit dem Wegaufnehmer 72 gemessen und diese Information der Recheneinheit 78 über eine Leitunq 86 zugeführt. Aufgrund eines Vergleiches zwischen dem Istwert und dem Sollwert des vom Gießkolben zurückgelegten Weges wird dann ggfs. die Efnung des Ventils 38 über eine entsprechende Betätigung der Stellmagnete 66 und 68 nachgeregelt. Dies erfolgt während des laufenden Gießvorganges.
  • Daneben erfolgt eine zeitliche Überwachung des Verlaufs der Gießkolbengeschwindigkeit durch einen Zeitzähler 88, der über eine Leitung 90 von dem Wegaufnehmer 72 oder auf andere Weise wegabhängig gestartet und über eine Leitung 92 vom Druckaufnehmer 70 druckabhängig gestoppt wird. Die gemessene Zeit wird über eine Leitung 94 einem ersten Komparator 96 zugeführt, der den gemessenen Zeitwert mit einem oberen und einem unteren Grenzwert vergleicht, die ihm über Eingänge 98 und 100 vorgegeben werden. Fällt der gemessene Zeitwert aus dem zwischen den beiden Grenzwerten liegenden Bereich, so sendet der Komparator 96 über eine Leitung 102 ein Signal aus, das beispielsweise der Recheneinheit 78 zugeführt werden kann und von dieser zur Nachregelung des Ventils 38 verweriet werden kann.
  • Mit der soweit beschriebenen Anordnung ist es möglich, den Gießkolben während der ersten und/oder' zweiten Phase mit konstanter Geschwindigkeit, mit progressiv zunehmender Geschwindigkeit und auch am Endender zweiten Phase mit abnehmender Geschwindigkeit zu bewegen, wie dies in der Fig. 4 durch die stufenartig abnehmende Kurve dargestellt ist. Durch diese Abbremsung des Gießkolbens am Ende der zweiten Phase können die sonst ggfs. auftretenden Druckspitzen vermieden werden.
  • Die Regelung der Gießkolbengeschwindigkeit, insbesondere das Abbremsen des Gießkolbens 20 am Ende der zweiten Phase, kann auch durch eine regelung eines Ventils 104 erfolgen (Fig. 1), welches den Abfluß des Druckmittels aus dem Rückzugsraum 106 des Einpreßzylinders 14 steuert.
  • Die für die dritte Phase erforderliche Druckmittelmenge wird über einen Eingang 108 in die Recheneinheit 78 einw gegeben, welche eine entsprechende Verstellung des Ventils 46 veranlaßt. Dabei erfolgt die Auslösung der dritten Phase beispielsweise über eine vom Wegaufnehmer 72 führende Leitung 110 wegabhängig.
  • Die Überwachung der dritten Phase erfolgt mittels einer Zeitmessung. Hierzu ist ein Zeitzähler 112 vorgesehen, der beispielsweise vom Druckaufnehmer 70 über eine Leitung 114 druckabhängig gestartet und gestoppt wird. Der gemessene Zeitwert wird über eine Leitung 116 einem zwei ten Komparator 118 zugeführt, der den gemessenen Zeitwert mit einem oberen und einem unteren Grenzwert vergleicht, die dem Komparator 118 über Eingänge 120 bzw, 122 eingegeben werden. Fällt der gemessene Zeitwert aus dem durch die beiden Grenzwerte eingeschlossenen Bereich, so gibt der zweite Komparator 118 über die Leitung 124 ein Signal an die Recheneinheit 78, die eine Änderung der Voreinstellung des Ventils 46 für den nächsten Gießvorgang veranlaßt.
  • Um bei einer übermäßigen Gießkolbenreibung den Gießvorgang Unterbrechen zu können, ist ein dritter Komparator 126 vorgesehen, an dem über einen Eingang 128 die maximal zulässige Kolbenrelbung inForm eines Druckwertes eingegeben werden kann. Übersteigt die von dem Druckaufnehmer 70 gemessene Druckhöhe einen unter Berücksichtigung der maximal zulässigen Gießkolbenreibung vorgegebenen Wert, so gibt der dritte Komparator 126 über eine Leitung 130 ein Signal an die Recheneinheit 78, welche den Gießvorgang unterbricht.
  • Um der Bedienungsperson die optische Kontrolle des Gießvorganges zu erleichtern, ist eine Anzeigevorrichtung 132 beispielsweise mit einem Bildschirm vorgesehen, auf dem die über Leitungen 134, 136 und 138 zugeführten Meßwerte des Wegaufnehmers 72 , des Druckaufnehmers 70 bzw. die von der Recheneinheit 78 ermittelten Geschwindigkeitswerte dargestellt werden können.
  • Zur Ermittlung des Gießrestes ist ein vierter Komparator 140 vorgesehen, der über eine Leitung 142 den Meßwert des vom Gießkolben bei Abschluß des Gießvorganges zurückgelegten Weges und über einen Eingang 144 den maximal möglichen Gießkolbenhub vorgegeben erhält. Durch Differenzbildung dieser beiden Werte ergibt sich der Gießkolbenrest, der vom Komparator 140 an eine Anzeige 146 gegeben wird.
  • Die verwendeten Schaltungen sind so ausgebildet, daß alle Eingaben digital in den gängigen Maßeinheiten eingegeben werden können.
  • Durch das erfindungsgemäße Verfahren bzw. die erfindung gemäße Steuervorrichtung kann durch die stufenlose schnelle Einstellung des Ventilhubes die Gießkolbengeschwindigkeit entsprechend einem gewünschten Verlauf während des laufenden Gießvorganges geregelt werden. Dies gibt die Möglichkeit, neben den oben genannten Vorteilen auch die Gießkolbengeschwindigkeit beeinflussende Störfaktoren, wie beispielsweise mangelhafte Preßkolbenschmierung, mangelhafte Kühlung oder eine zu hohe Temperatur des Gießmetalles auszugleichen.
  • Leers'e'ite L e e r s e i t e

Claims (18)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Regelung der Gießkolbenbewegung während des Einpressvorganges in einer nach dem Mehrphasenprinzip arbeitenden Druckgießmaschine, wobei mindestens ein Gießparameter während des Einpreßvorganges gemessen und der Druckmittelfluß im Einpreßteil in Abhängigkeit eines Istwert-Sollwert-Vergleiches des Gießparameters eingestellt wird, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Geschwindigkeit (Vi) des Gießkolbens (20) als Funktion des Gießkolbenweges (xi) vorgegeben wird, daß der vom Gießkolben (20) tatsächlich zurückgelegte Weg gemessen wird und daß mindestens während der ersten und/oder zweiten Phase des laufenden Gießvorganges der Druckmittelfluß im Einpreßteil (10) derart gesteuert wird, daß die Gießkolbengeschwindigkeit ihren dem Istwert des Gießkolbenweges entsprechenden Funktionswert aufweist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Geschwindigkeitsfunktion als nicht stetige Punktion mit im wesentlichen geradlinigen Abschnitten (si) vorgegeben wird, indem eine diskrete Anzahl von Wegkoordinaten (xi), diesen zugehörige Geschwindigkeitswerte (vi) und die Anstiegswerte der Funktionsabschnitte vor der jeweiligen Wegkoordinate (xi) vorgegeben werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t ,- daß die Gießkolbengew schwindigkeit durch Einstellen des Druckmittelzuflusses zum Preßzylinderarbeitsraum (28) gesteuert wird.
  4. 4. Verfahrcn nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Gießkolbengeschwindigkeit durch Einstellen des Druckmittelabflusses aus dem Preßzylinderrückzugsraum (106) ge-Steuert wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Laufzeit des Gießkolbens (20) von einer bestimmten Wegmarke bis zum Erreichen eines bestimmten Druckes im Preßzylinderarbeitsraum (28) gemessen wird, daß der Meßwert mit einem vorgegebenen oberen und unteren Grenzwert verglichen wird und daß bei Erreichen oder Über- bzw.
    Unterschreiten eines der Grenzwerte ein zur Steuerung des Druckmittelflusses verwendbares Signal erzeugt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Druckmittelzufuhr während der dritten Phase für den jeweiligen Gießvorgang vorgewählt und wegabhängig ausgelöst wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Zeitdauer der dritten Phase durch eine druckabhängig ausgelöste und beendete Zeitmessung überwacht wird, daß der gemessene Zeitwert mit einem vorgegebenen oberen und unteren Grenzwert verglichen wird und daß bei Erreichen oder über bzw.
    Unterschreiten des jeweiligen Grenzwertes ein zur Steuerung des Druckmittelflusses während der dritten Phase des nächstfolgenden Gießvorganges verwertbares Signal erzeugt wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der maximale Cießkolbenhub vorgegeben wird und zur Ermittlung des Gießrestes mit dem tatsächlichen Gießkolbenhub nach Abschluß der dritten Phase verglichen wird.
  9. 9. Verfahren nachijeinem der Ansprüche;1 bis 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Druck in dem Preßzylinderarbeitsraum (28) während der ersten und zweiten Phase gemessen und mit einem vorgegebenen oberen Grenzwert verglichen wird und daß bei Überschreiten dieses Grenzwertes der Gießvorgang abgebrochen wird.
  10. 10. Anordnung zur Regelung der Gießkolbenbewegung im Einpreßteil einer nach dem Mehrphasenprinzip arbeitenden Druckgießmaschine, umfassend mindestenseine erste Ventilanordnung zur Steuerung der Druckmittelzufuhr zum Einpreßzylinder während der ersten und/oder zweiten Phase und eine zweite Ventilanordnung zur Steuerung der Druckmittelzufuhr während der dritten Phase sowie eine Steuervorrichtung zur Steuerung der Ventilanordnungen in Abhängigkeit mindestens eines Gießparameters, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß ein Wegaufnehmer (72) zur kontinuierlichen Messung des vom Gießkolben (20) zurückgelegten Weges vorgesehen ist und daß die Steuervorrichtung eine Speichereinheit zur Speicherung des vorgegebenen Verlaufes der Gießkolbengeschwindigkeit als Funktion des Gießkolbenweges, einen Komparator zum Vergleich des vom Wegaufnehmer (72) ermittelten Weg-Istwertes mit dem der vorgegebenen Gießkolbengeschwindigkeit entsprechenden Wegsollwert und eine Ansteuereinheit für die Ventilanordnung (38) umfaßt, welche während des laufenden Gießvorganges ein Steuerelement der jeweiligen Ventilanordnung (38) in Abhängigkeit eines vom Komparator erzeugten Signales betätigt.
  11. 11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß mindestens eine den Druckmittelfluß während der ersten und/oder zweiten Phase steuernde Ventilanordnung (38) ein Proportionalventil umfaßt, dessen Steuerelement (64) mittels zweier gegeneinander arbeitender und gleichzeitig betätigbarer Stellmagnete (66, 68) verstellbar ist.
  12. 12. Anordnung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Ventilanordnung (38, 46) mit einer elektrischen Rückführung zur Positionskontrolle des Ventilgliedes versehen ist.
  13. 13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die-Steuervorrichtung einen ersten Zeitzähler (88) zur Überwachung des Gießvorganges während der ersten und/oder zweiten Phase aufweist, der zu Beginn des Gießvorganges in Abhängigkeit des Gießkolbenweges aktivierbar und in Abhängigkeit des Druckes im Preßzylinderarbeitsraum (28) deaktivierbar ist, und daß eine Schwellwertschaltung (96) zum Vergleich des gemessenen Zeitwertes mit einem oberen und unteren Grenzwert vorgesehen ist, die bei Erreichen oder Über- bzw.
    Unterschreiten eines der Grenzwerte ein Signal erzeugt.
  14. 14. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch « e k e n n z e i c h n e t , daß die Steuervorrichtung einen zweiten Zeitzähler (112) zur Überwachung des Gießvorganges während der dritten Phase aufweist, der druckabhängig aktivierbar und deaktivierbar ist, und daß eine Schwellenwertschaitung (118) zum Vergleich des gemessenen Zeitwertes mit einem vorgeaebenen oberen und unteren Grenzwert vorgesehen ist, die bei Erreichen oder Über- bzw. Unterschreiten eines der Grenzwerte ein Signal zum Verstellen der zweiten Ventilanordnung (46) für den nächstfolgenden Gießvorgang erzeugt.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis14 dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß ein Druckaufnehmer (70) zur Messung des Druckes im Preßzylinderarbeitsraum (28) und eine Schwellenwertschaltung (126) zum Vergleich des gemessenen Druckwertes mit einem oberen Grenzwert vorgesehen sind, die beim Überschreiten des Grenzwertes ein Signal zum Unterbrechen des Gießvorganges erzeugt..
  16. 16. Anordnung nach einem der Ansprüchen 10 bis 15, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Wegaufnehmer (72) eine Induktionswicklung (74) und einen gegenüber dieser verschiebbaren Kern (76) aufweist, wobei eines der Teile (74, 76) mit dem Gießkolben (20) verbunden und das andere ortsfest angeordnet ist.
  17. 17. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Steuervorrichtung eine Anzeigevorrichtung (132) zur analogen Darstellung der Gießkolbengeschwindigkeit, des Gießkolbenwegs und des Druckes über der Zeit aufweist.
  18. 18. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch a e k en n z e i c h n e t , daß die Steuervorrichtung.
    einen Komparator (140) zum Vergleich des Gießkolbenweges nach Abschluß der dritten Phase mit dem maximal möglichen Gießkolbenhub sowie eine Anzeigevorrichtung (146) zur Anzeige der Differenz der beiden Werte aufweist.
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