DE3142948C2 - Einwellige Schneckenpresse - Google Patents

Einwellige Schneckenpresse

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Abstract

Gegenstand der Erfindung ist die Ausbildung des Einfüllabschnittes (4) eines Extruders (1) zum Verarbeiten von plastifizierbaren Kunststoffen. Um eine pulsierende Förderung zu vermeiden, ist der Schaft (12) der Extruderschnecke (3) hohl ausgebildet und das Aufgabegut wird über einen Materialaufgabetrichter (20) axial in den Hohlraum (28) zugeführt, von wo es radial nach außen gegen die Gehäusewand (29) und in den Schneckengang (5) fällt, der sich im Anschluß an den konischen Einfüllabschnitt (4) und den Hohlraum (28) um den Schneckenkern wendelt. Schneckengang (5) und Schubflanke (6Δ) des Schneckensteges (6) entwickeln sich ansatzfrei aus den Wendelflächen (25, 26), die den Hohlraum (28) im Schneckenschaft (12) im wesentlichen umschließen und in dem konischen Drehkörper (27) des Einfüllabschnittes (4) ausgebildet sind. Die beschriebene Schnecke (3) ist für Vertikal- und Horizontalbauweise sowie Kaskaden-Schneckenpressen geeignet. Besondere Vorzüge bietet die Schnecke (3) für autogene Extruder (1), da die Fliehkräfte das radiale Nachfließen des Füllgutes aus dem Hohlraum (28) in den Schneckengang (5) unterstützen.

Description

dadurch gekennzeichnet,
daß die Förderschnecke (3) in ihrem Schneckenschaft (12) einen sich in axialer Richtung bis in den Einfüllabschnitt (4) erstreckenden Hohlraum (28) aufweist,
daß die Förderschnecke zur Zufuhr des Aufgabegutes in den Kohlraum (28) am schaftseitigen Ende eine axiale Öffnung und zum Auslaß des Aufgabegutes aus dem Hohlraum (28) in den im Einfüllabschnitt (4) beginnenden und sich bis in die Ausstoßzone erstreckenden Schneckengang (5) eine radiale Öffnung aufweist, die bis zur Innenwand (29) des Extrudergehäuses (2) reicht, von der die Förderschnecke (3) umschlossen ist,
und daß die radiale Öffnung im Einfüllabschnitt (4) an ihrem Umfang von mindestens einer Wendelfläche (26) begrenzt ist, die in der angeschlossenen Einzugszone der Förderschnecke (3) in die Schubflanke (6') des Schneckensteges (6) übergeführt ist.
2. Einwell.„e Schneckenpresse nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß rW Einfüllabschnitt (4) der Förderschnecke (3) aus zwei an einen hohlzylindrischen Ringabschnitt des Sch -eckenschaftes (12) angeschlossenen Wendelflächen (25, 26) besteht, die durch einen eine Einheit bildenden und von einer konischen Hüllfläche begrenzten Teil eines Drehkörpers (27) verbunden sind, wobei in diesem Abschnitt die Innenwand (29) des Extrudergehäuses (2) geometrisch ähnlich, d. h. ebenfalls konisch, ausgebildet ist.
3. Einwellige Schneckenpresse nach den Ansprüchen 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Wendelflächen (25,26) am Ende des konischen Einfüllabschnittes (4) ansatzfrei in den Schneckengang (5) einerseits und in die um einen Schneckenkern wendelförmig verlaufende Schubflanke (6') des Schneckensteges (6) andererseits übergeführt sind.
4. Einwellige Schneckenpresse nach den Ansprüchen 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Wendelflächen (25, 26) des Einfüllabschnittes (4) anfänglich im wesentlichen die gleiche Stegbreite aufweisen und daß am Ende des Einfüllabschnittes (4) die Stegbreite der ersten Wendelfläche (26) stetig bis auf die Höhe des Schneckensteges (6) in der Einzugszone der Förderschnecke (3) verringert wird, während die Stegbreite der zweiten Wendelfläche stetig bis zur Breite des Schneckenganges (5) vergrößer; wird.
5. F.inweilige Schneckenpresse nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den hohlzylindrischen Ringabschnitt des Schneckenschaftes (12) ein an einen ortsfesten Einfülltrichter (20) angeschlossenes Einfüllrohr (21) für das Aufgabegut mit radialem Spiel hineinragt.
6. Einwellige Schneckenpresse nach den Ansprüchen I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der hohlzylindrische Ringabschnitt des Schneckenschaftes
ίο
(12) von einer im Extrudergehäuse (2) gelagerten Buchse (13) umfaßt ist, auf deren äußerem Umfang das Drehmoment für den Antrieb der Förderschnekke (3) einleitbar ist.
7. Einwellige Schneckenpresse nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt zwischen dem Einfüllrohr (21) und der Buchse (13) durch mindestens einen Radialdichtnng (2?\ abgedichtet und der Einfülltrichter (20) evakuierbar oder mit einem Schutzgas beaufschlagbar ist.
8. Einwellige Schneckenpresse nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Einfüllabschnitt (4) der Förderschnecke (3) zugeordnete Innenwand (29) des Extrudergehäuses (2) beheizbar ist.
9. Einwellige Schneckenpresse nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei horizontaler Bauart des Extruders (1) zwischen dem Einfülirohr (21) und dem Einfülltrichter (20) ein Einlaufkrümmer angeordnet ist, in welchem das Aufgabegut um einen Winkel umgelenkt wird, der gleich oder kleiner als 90° ist.
10. Schneckenpresse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch ihre Verwendung als Einzugsextruder (31) einer Kaskaden-Schneckenpresse (30), insbesondere zum Einziehen und Plastifizieren von wieder aufzuarbeitenden Polymeren, wie z. B. Regenerat, Folienrandstreifen.
11. Schneckenpresse nach Anspruch 10. dadurch gekennzeichnet, daß die Förderschnecke (3) als Einzugsschnecke der Kaskaden-Schneckenpresse (30) im Extrudergehäuse (2) vertikal angeordnet ist und daß der nachgeordnete Austragsextruder (33) in horizontaler Bauart vorliegt.
12. Schneckenpresse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11. insbesondere nach den Ansprüchen 10 bis 11. dadurch gekennzeichnet, daß die Schneckenpresse im Einzugsteil der Kaskaden-Schneckenpresse (30) mit ihrer im extrudergehäuse (2) angeordneten Förderschnecke (3) als autogener Einzugsextruder (31) ausgebildet und hochtourig antreibbar ist.
Die Erfindung bezieht sich auf eine einwellige Schneckenpresse, insbesondere für die kontinuierliche Verarbeitung von Kunststoffen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei den meisten Schneckenpressen üblicher Bauart wird das Aufgabegut radial durch eine Öffnung in der Zylinderwand der Schnecke zugeführt (Gummi. Asbest. Kunststoffe, Jahrgang 23, 11/1970. Seiten 1222 ff., insbesondere Seite 1226).
Die Förderung des Aufgabegutes im Einfüllabschnitt bei radialer Zufuhr des Aufgabegutes durch die Zylinderwand ist nicht gleichmäßig, v/eil nur dort eine axiale Förderung stattfindet, wo eine Berührung des Aufgabegutes mi! der Zylinderwand erfolgt. Die Ausnehmung in der Gehäusewand im Bereich des Einfülltrichters unterbricht aber die Förderwirkung und bewirkt daher eine pulsierende Förderung. Eine Vergleichmäßigung ist nur durch baulich sehr aufwendige Maßnahmen möglich.
Bei radialer Zufuhr des Aufgabegutes ist es ferner unvermeidlich, daß Granulat, Schnitzel. Zusätze wie Glasfasern oder bauschiges Aufgabegut, wie z. B. Folicnabfälle von den Scherkanten, die zwischen Schnck-
kensteg und Zylinder bzw. der Gehäuseöffnung des Einfüllabschnittes ausgebildet sind, zerschnitten oder im Einlaufspalt eingeklemmt und zerquetscht werden. Diese Erscheinung macht sich bei der Verarbeitung von Kunststoffabfällen besonders nachteilig bemerkbar.
Bei autogen arbeitenden Schneckenpressen mit hochtourig laufenden Schnecken ist bei radialer Zuführung des Aufgabegutes eine vollständige Füllung des Einfüliabschnittes der Schnecke nicht möglich, weil das Aufgabegut durch den sich rasch bewegenden Schneckengang bzw. -steg infolge der Fliehkräfte herausgeschleudert wird.
Ferner sind Extruder bekannt, bei denen der Antrieb der Schnecke vom Ausstoßende der Schneckenpresse her erfolgt und damit eine axiale oder seitliche Beschikkung ohne Öffnung der Zylinderwand möglich ist (DE-OS 15 17 980. US-PS 28 05 627). Der notwendige Antrieb am Ausstoßende behindert bei diesen Schnekkenpressen den Werkzeuganschluß und bringt Abdichtprobleme mit sich.
Schiießiich sind Schneckenpressen in Vertikalbauweise bekannt (US-PS 24 99 398, US-PS 27 91 8t/. DE-AS 19 03 919). bei denen der Einfüllabschnitt konisch ausgebildet ist und die Schnecke in axialer Richtung mit Aufgabegut beschickt wird, obgleich der Antrieb der Schnecke von der Schaftseite her erfolgt. Die Probleme hinsichtlich des Materialeinzuges sind bei diesen Maschinen ähnlich wie bei den zuvor beschriebenen gelagert. Es entfallen allein die Abdichtprobleme am Ausstoßende, da die Schneckenwelle am schaftseitigen Ende angetrieben ist. Insbesondere nach der DE-AS 19 03919 ist eine derartige, gattungsgemäße Schnekkenpresse bekannt
Aufgabe der Erfindung ist es. bei diesem Stand der Technik eine Schneckenpresse vorzuschlagen, deren Einfüllabschnitt derart ausgebildet ist, daß die Schnekkengänge in der Einzugszone vollständig gefüllt werden. Insbesondere soll der Einfüllabschnitt so gestaltet sein, daß ein Scheren und Quetschen des Aufgabegutes vermieden wird und ein vollkommen gleichmäßiges Einziehen und damit eine pulsationsfreie. stetige Förderung gewahrleistet ist.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt für eine Schneckenpresse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 erfindungsgemäß mit den im Kennzeichentei! des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 9 angegeben. Schließlich beziehen sich die Ansprüche 10 biy 12 auf eine bevorzugte Anwendung der Erfindung tür eine Schneckenpresse in Kaskadenanordnung.
Zur Lösung der Aufgabe wurde von dem Gedanken ausgegangen, das Aufgabegut aus dem Zentrum des Schneckenschjftes zuzuführen. Zur Verwirklichung dieses Gedankens ist der Schneckenschaft hohl ausgebildet. Das Zufuhrrohr für das Aufgabegut ragt mit radialem Spiel in den Schneckenschaft hinein. Der Einzugsteil der Schnecke wurde ferner konisch ausgebildet, um hierdurch einen möglichst großen Einlaßquerschnitt einerseits und eine möglichst günstige mechanische Bean· spruchungder Wendelflächen und Stegquerschnitte für die Übertragung des Drehmomentes zum Drehen der Schnecke andererseits zu schaffen. In der Einzugszone — in Förderrichtung gesehen hinter dem Einfüllabschnitt — geht der höhle Schneckenkern in den auslaufenden Gang über. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird <iurch unterschiedliche Wahl der Steigungswinkel der beiden Schneckenflanken des Schneckensteges erreicht, daß bei der auslaufenden und in den kernlosen Schneckenschaft übergenden Schnekkenwendel das Einmünden der Förderflanke (Schubflanke) gegenüber dem Einmünden der Rückflanke (hintere, zulaufseitige Stegflanke) in den Hohlschaft um etwa 180 Grad am Umfang versetzt erfolgen. ]e nachaem wie groß dieser Unterschied der Steigungswinkel der Schneckenflanken gewählt wird, verändert sich der für die Übertragung von Drehmoment und Axialkraft wichtige Querschnitt des auslaufenden Schneckenganges. Für besondere Anwendungsfälle ist es auch möglich, beide Steigungswinkel zu vergrößern, weil hierdurch, beispielsweise für bauschiges Aufgabegut, das mögliche Füllvolumen vergrößert wird. Bei allen Lösungen nach der Erfindung ist es jedoch wesentlich, daß die Einzugszone der Schnecke so ausgebildet ist, daß jede Behinderung der Zuführöffnung gegenüber der Gehäusewand vermieden wird.
Im Öffnungsbereich des Zuführrohres geht der Schneckengang in den Hohlschaft üb^ . so daß das Aufgabegut radial nach außen gegen die Zylwiderwand fallen kann. Es berührt dabei die Zylinderwand und wird von dem aus dem Hohlschaft sich entwickelnden Schneckenwendel in den Schneckengang gefördert. Der den Einf Jlabschnitt der Förderschnecke umschließende Zylinderabschnitt kann in bekannter Weise beheizt werden. Hierdurch kann das Aufgabegut bereits nach kurzer Wandberührung angeliert und dk Reibung gegenüber der Zylinderwand stark erhöht werden. In Verbindung mit einem genuteten, insbesondere mit einem mit Wendelnuten versehenen Einfüllabschnitt, bei dem das Gehäuse der Schneckenpresse im Bereich des Einfüllabschnittes gekühlt wird, ist ein guter Materialeinzug zu erreichen. Als besonders vorteilhaft hat sich die erfindungsgemäße Ausbildung der Schnecke beim Einzug von plastifizierten Polymeren und Heißschmelzen erwiesen, da durch die Schmelzezuführung ohne Unterbrechung des umgebenden Gehäuses immer eine gleichmäßige Füllung des Schneckenganges gewährleistet ist.
Gegenüber den bei bekannten Extrudern vorhandenen Ringkammern im Bereich des Einfüllabschnittes, die eine ungleiche Verweilzeit und das sogenannte Karussellfahren des Aufgabegutes begünstigen, werden diese Nachteile durch die Materialaufgabe mit einer Schnekke gemäß der Erfindung beseitigt. Es wird ein gleichmäßiger Einzug und eine pulsatioiisfreie Förderung erreicht. Dadurch ist auch eine Drehzahlsteigerung der Extruderschnecke und damit eine Erhöhung der Aus-Stoßleistung möglich; denn die Zentrifugalkräfte wirken sich zusätzlich günstig auf die Füllung des Schneckenganges und die Förderung aus. Ein Quetschen und Scheren des Aufgabegutes wird durcn die Ausbildung des Einfüllabschnittes vermieden. Hierdurch we-den auch die Beanspruchung und der Verschleiß de-· Schneckenstege im Einfüllabschnitt verringert sowie die Lebensdauer der Schnecke, des Getriebes und des Antriebsmotors verlängert.
Die erfindungsgemäße Schnecke wird vorzugsweise bei Extrudern in Vertikalbauweise verwandt, jedoch ist ein Einsatz auf diese Bauform nicht begrenzt. Vielmehr kann die Schnecke auch in horizontal angeordneten Extrudern vorteilhaft benutzt werden, wenn gemäß Anspruch 9 zwischen deui Einfülltrichter und dem in den hohlen Schneckenschaft hineinragenden Einfüllrohr ein Einlaufkrümmer angeordnet ist, in welchem das Aufgabegut umgelenkt wird, und zwar um einen Winkel von etwa 90° oder darunter.
Eine weitere bevorzugte Anwendung der Erfindung liegt bei einer Schneckenpresse in Form einer Kaskadenanordnung vor, und zwar sowohl als Einzugs- als auch als Austragsschnecke. Insbesondere bei einem Einsatz als Einzugsextruder ist dieser vertikal angeordnet und als autogener Extruder ausgebildet, d. h. er ist hochtourig angetrieben und auf zusätzliche Zylinderbeheizungen kann im wesentlichen verzichtet werden.
Derartige Kaskaden-Schneckenpressen können insbesondere zum Einziehen und Plastifizieren von wieder aufzuarbeitenden Polymeren, beispieisweise Regenerat, Folienrandstreifen, zerkleinerte oder gemahlene Abfälle, wie Angußtrichter und dgl., und zum Verarbeiten von durch Recyclingverfahreri wiedergewonnenen Polymeren benutzt werden. Dabei haben solche Kaskaden-Schneckenpressen insbesondere zwischen den beiden Extrudern bekanntlich eine Behandlungskammer, vorzugsweise Vakuumkammer, zum Entfernen von Feuchtigkeit und schädlichen Gasen aus den piastifizierten Polymeren.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der, ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F ι g. I den Einfüllabschnitt eines Extruders mit der Förderschnecke in perspektivischer Darstellung;
F ι g. 2 eine Schneckenpresse in Kaskadenanordnung mit einem Einzugsextruder gemäß Fig. 1 in schematischer Darstellung.
Der in Fig. 1 dargestellte Extruder 1 ist in Vertikalbauweise ausgefüi t. wie er beispielsweise als Spinnextruder für die Chemiefaserherstellung verwendet wird. Er besteht aus dem Extrudergehäuse 2 und der in diesem mit geringem radialen Spiel drehbar gelagerten Förderschnecke 3 in der Ausbildung ihres Einfüllabschnittes 4 gemäß AusführungsbeispieL Daran anschließend sind noch ein Schneckengang 5 und der ihn axial begrenzende Schneekensieg 5 der Einzugszone gezeigt. Im Bereich der nicht dargestellten Umwandlungs- und Ausstoßzone unterscheidet sich die Schneckenpresse von solchen bekannter Bauart nicht Diese Zonen sind deshalb nicht gezeigt.
Das Extrudergehäuse 2 ist im Einfüllabschnitt 4 der Förderschnecke 3 konisch ausgebildet und von einem bei Bedarf heiz- oder kühlbaren Wärmeträgermedium durchströmbar. Hierzu ist der Ringkanal 7 mit Einlaßstutzen 8 und Auslaßstutzen 9 vorgesehen, die an einen Wärmeträgerkreislauf mit Temperaturregeleinrichtung angeschlossen sind. In Förderrichtung gesehen schließt sich an das konisch ausgedrehte Extrudergehäuse 2 ein zylindrischer Abschnitt an, der ebenfalls zonenweise beheizund kühlbar ist. In Richtung der Materialaufgabe gesehen, ist auf dem Extrudergehäuse 2 die Lagerung und der Antrieb der Förderschnecke 3 abgestützt Dabei nimmt zunächst das Ringelement 10 das Radiallager 11 auf. dessen Innenring fest auf der den hohlen Schnekkenschaft 12 umfassenden Buchse 13 sitzt Zwischen dem Radiallager 11 und dem Axial-Pendelrollenlager 14 ist auf der Buchse 13 das Antriebselement 15 für die Schnecke drehfest angeordnet Dieses ist im Ausführungsbeispiel als geradverzahnter Zahnkranz 15 ausgebildet und steht im Eingriff mit einem durch die Antriebswelle 16 in Pfeilrichtung 17 angetriebenen Gegenrad 18. beispielsweise einer Ritzelwelle. Die weiteren Antriebselemente sind nicht näher dargestellt Sie sind dem Fachmann bekannt und gehören nicht zum Gegenstand der Erfindung. Das AxiaJ-Pendelrolleniager 14 ist durch den Deckel 19 abgedeckt welcher gemeinsam mit dem Ringelement 10 eine geschlossene und staubdichte Mantelfläche bildet.
Durch die Buchse 13 ist ein Einfülltrichter 20 mit einem zylindrischen Einfüllrohr 21 hindurchgeführt, das bis in den hohlen Schneekenschaft 12 mit geringem radialen Spiel hineinragt, da der Einfülltrichter vorzugsweise an einer nicht dargestellten Bühne oder einem ortsfesten Schnitzelbehälter angeschlossen ist. während die Förderschnecke 3 angetrieben wird. Der radiale Spalt zwischen der Buchse 13 und dem Rohr 21 kann durch Packungsringe oder bekannte andere Radialdichtringe 22 abgedichtet werden, die gegen eine Schulter 23 an der Buchse 13 anliegen und durch einen Stellring 24 vorgespannt sind. Durch diese Maßnahme laßt sich an den Extruder eine Trichterentgasung anschließen oder eine Schutzgasbeaufschlagung der Einzugszone mit Stickstoff oder dgl. zur Verhinderung von Oxidationserscheinungen durchführen.
Die Förderschnecke 3 des Extruders besteht nun im Eintüüabschnitt 4 aus dem hohlzylindnschen Ringabschnitt bzw. dem mit erhöhter Wandstärke ausgebildeten hohlen Schneckenschaft 12. der mit der am Umfang angetriebenen Buchse 13 drehfest verbunden ist. In Förderrichtung gesehen schließen sich an den Schneckenschaft 12 zwei Wendelflächen 25 und 26 an. die durch einen zusammenhängenden und eine Einheit bildenden Teil eines Drehkörpers 27 verbunden und durch eine konische Hüllfläche begrenzt sind, die der durch die Gehäuseausdrehung gebildeten Innenwand 29 angepaßt ist. Am Ende des konischen, kernlosen Einfüllabschnittes 4 sind die Wendelflächen 25 und 26. die zunächst im wesentlichen gleiche Stegbreiten aufweisen ansatzfrei in den Schneckengang 5 einerseits und in den Schneckensteg 6 andererseits übergeführt, die in der Einzugszone der Förderschnecke 3 schraubenförmig um den dort vorliegenden Schneckenkern verlaufen:
und zwar entsteht aus der Wendelfläche 25 der Schnekkengang 5 und aus der Weridelfiäche 26 die Schubnünke 6' des Schneckensteges 6.
Zwischen den beiden Wendelflächen 25 und 26 ist der kernlose Schneckenschaft 12 offen und stellt die radiale Verbindung zwischen dem Hohlraum 28 und der glatten bzw. gegebenenfalls in Längsrichtung oder wendelförmig genuteten Innenwand 29 her. Hierdurch kann das durch den Einfülltrichter 20 und das Einfüllrohr 21 axial in den Schneckenschaft 12 eingefüllte Aufgabegut, wie beispielsweise Schnitzel. Granulat. Pulver. Regenerat oder dgl, mit den vorgemischten Additiven und Füllstoffen gegen die Innenwand 29 des Extrudergehäuses 2 frei herausfallen und von der Wendelfläche 26 axial in den angeschlossenen Schneckengang 5 gefördert werden.
Bei einer horizontalen Bauweise des Extruders läßt sich die beschriebene Förderschnecke 3 mit ihrem gemäß Ausführungsbeispiel ausgebildeten Einfüllabschnitt 4 ebenfalls anwenden. Zur Erleichterung der Aufgabe des Füllgutes besteht dort jedoch die Modifikation, daß zwischen dem Einfülltrichter 20 und dem in den hohlen Schneckenschaft 12 hineinragenden Einfüllrohr 21 ein Einlaufkrümmer eingebaut wird, durch den das Füllgut um einen Winkel von weniger als 90° umgelenkt wird.
Fig.2 zeigt in schematischer Darstellung eine Schneckenpresse in Kaskadenanordnung für eine Entgasungsbehandlung des Aufgabegutes zwischen den beiden Extrusionsstufen. Die Kaskaden-Schneckenpresse 30 besteht dabei aus einem vertikal angeordneten, vorzugsweise autogenen Einzugsextruder 31. der eine Förderschnecke 3 mit einem Einfüliabschnitt 4 — ähniich wie der zuvor beschriebene Extruder 1 nach F i ε. 1
— besitzt. Am Ausstoßende des Einzugsextruders 31 folgt dann eine Kammer 32 für eine Entgasungsbehandlung, wobei das Aufgabegut mit einer möglichst großen Oberfläche, beispielsweise als dünner Strang; als Schlauch, Granulat oder dgl. in diese Behandlungszone ausgepreßt wird. Von der Kammer 32. fällt das behandelte Gut in die Einzugszone eines Austragsextruders 33 bekannter, vorzugsweise horizontaler Bauart, wie beispielsweise einen Heißschmelzeextruder, und wird dort weiterverarbeitet und durch ein nicht dargestelltes Werkzeug ausgepreßt.
Je nach seiner Baugröße ist der Einzugsextruder 31 auf einer Bühne 34, vorzugsweise in Stahlkonstruktion, montiert, die am Fundament bzw. der Trageinrichtung des Austragsextruders 33 abgestützt ist. Beide Extruder sind durch voneinander unabhängige Elektromotoren und Untersetzungsgetriebe angetrieben, so daß die Schneckendrehzahlen unabhängig voneinander stufenlos einstellbar sind.
Die in F i g. 2 dargestellte Kaskaden-Schneckenpres-, se 30 eignet sich sehr gut zum Aufarbeiten von Kunst-
* stoff-Abfallmaterial, Regenerat sowie von Mischungen
dieser Materialien mit pulver- oder granulatförmigen Polymeren und deren Zusätze.
25 Bezugszeichenau fstellung
30
35
40
45
50
55
60
S5
1 Extruder Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
2 Extrudergehäuse
3 Schnecke
4 cinfüllabschnitt
5 Schneckengang
6 Schneckensteg
6' Schubflanke
7 Ringkanal
8
Q
Einlaßstutzen
10 Ringelement
II Radiallager
12 hohler Schneckenschaft
13 Buchse
14 Axial-Pendelrollenlager
15 Antriebselement
16 Antriebswelle
17 Pfeilrichtung
18 Gegenrad
19 Deckel
20 Einfülltrichter
21 Einfüllrohr
22 Radialdichtring, Packungsring
23 Schulter
24 Stellring
25 Wendelfläche
26 Wendelfläche
27 Drehkörper
28 Hohlraum
29 konische Innenwand des Extrudergehäuses 2
30 Kaskaden-Schneckenpresse
31 Einzugsextruder (autogener Extruder)
32 Kammer, z. B. Vakuumkammer
33 Austragsextruder
34 Bühne

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Einwellige Schneckenpresse, insbesondere für die kontinuierliche Verarbeitung von Kunststoffen, mit einem Extrudergehäuse und einer in diesem mit geringem radialen Spiel drehbar gelagerten Förderschnecke, welche in ihrem Einfüllabschnitt Ln axialer Richtung mit Aufgabegut beschickbar ist,
DE3142948A 1980-10-31 1981-10-29 Einwellige Schneckenpresse Expired DE3142948C2 (de)

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