DE314311C - - Google Patents

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DE314311C
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oxycellulose
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B15/00Preparation of other cellulose derivatives or modified cellulose, e.g. complexes
    • C08B15/02Oxycellulose; Hydrocellulose; Cellulosehydrate, e.g. microcrystalline cellulose

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Description

AUSGEGEBEN AM 9. SEPTEMBER 1919
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung salzfreier Oxycellulose aus Salzen der Oxycelluse, wie solche z. B. aus dem durch Erhitzen von Cellulose mit Salpetersäure erhaltenen Reaktionsprodukt gewonnen werden. Beim Ausfällen der Oxycellulose mit Säuren (ausgenommen Kohlensäure) aus Lösungen solcher Salze wird eine schleimige, gallertartige Masse erhalten,
ίο welche die entstandenen Salze der verwendeten Säuren hartnäckig festhält, so daß es durch die in der Technik üblichen Methoden (Waschung am Filter oder in der Zentrifuge, Dialyse) nicht gelingt, die Gallerte von diesen zurückgehaltenen Salzen zu befreien.
Nach vorliegender Erfindung werden salzfreie Produkte erhalten.
Es wurde nämlich gefunden, daß die trockenen Salze der oxydierten Cellulose in einfacher
so Weise in die freie Cellulose übergeführt werden können, wenn man diese Salze mit einer geringen Menge eines indifferenten Lösungsmittels aufschwemmt und als Fällungsmittel eine Säure anwendet, deren Salz in dem angewendeten
as Lösungsmittel leicht löslich ist. Als Lösungsbzw. Aufschwemmungsmittel können , alle flüssigen Medien zur Anwendung gelangen, welche auf die freie Oxycellulose keine quellende Wirkung ausüben. Geeignet sind für diesen Zweck in erster Linie die aliphatischen Alkohole, von denen der Methylalkohol bedeutende Mengen anorganischer Salze (Ammoniumnitrat, Kupfersulfat) löst. An dessen Stelle können auch der Äthylalkohol und dessen höhere Homologen zur Anwendung gelangen. Strontiumchlorid, Magnesiumchlorid, Magnesiumnitrat, Kupferchlorid, die fettsauren Salze, insbesondere die Acetate, werden z. B. von Äthylalkohol in reichlicher Menge aufgenommen. Für die Nitrate und Chloride der Schwermetalle kann als geeignetes Lösungsmittel Aceton verwendet werden, durch das Kupferchlorid, Eisenchlorid, Zinnchlorid, Kobaltnitrat, Zinknitrat u. a. glatt in Lösung gebracht werden. Dem Aceton ähnlich verhalten sich 4^ die Ester der Fettsäuren mit aliphatischen Alkoholen. Durch Äthylacetat, Amylacetat und analog zusammengesetzte Ester können Nitrate oder Chloride der Metalle der Eisengruppe, insbesondere das Eisenchlorid, sehr vorteilhaft extrahiert werden.
■ Zur Erläuterung des vorliegenden Verfahrens seien beispielsweise folgende besondere Fälle erwähnt:
B e i s ρ i el i.
In einem Mischapparat werden 50 kg des Ammonsalzes der oxydierten Cellulose mit der weiter unten genannten Menge Methylalkohol vermengt und hierauf die dem Ammoniumgehalte entsprechende Menge Salpetersäure (10 Prozent) zugesetzt. Die erforderliche Menge Methylalkohol ist gleichfalls aus dem Ammoniumgehalt zu ersehen. Für 100 g des entstehenden Ammoniumnitrates wären, entsprechend der Löslichkeit, 585 g Methylalkohol zu verwenden, doch ist diese Menge wegen des Wassergehaltes der zugesetzten Salpetersäure auf etwa 700 g zu erhöhen. Die freie Oxycellulose wird abgepreßt und mit wenig Methylalkohol salzfrei gewaschen. Die nachfolgende Trocknung geschieht am zweckmäßigsten im Vakuumtrocken-
schrank unter Anwendung von Schwefelsäure als Absorptionsmittel. Die Verarbeitung der Oxycellulose mit dem Methylalkohol kann auch sehr vorteilhaft in eineiii geeigneten Extraktionsapparat geschehen- ■ ■
B ei s ρ i el 2. '
Liegt -beispielsweise das· Strontiumsalz der
Oxycellulose vor, sp kann man folgendermaßen
ίο verfahren: Das Salz wird mit Äthylalkohol zu einem dicken Brei verrührt und diesem so viel eines Gemenges von gleichen Teilen , rauchender Salzsäure (36 Prozent) und Alkohol zugesetzt, als der völligen Umwandlung in Strontiumchlorid entspricht. Die erforderliche
Menge Äthylalkohol ist aus der Menge des sich
. bildenden Strontiumchlorides zu berechnen (1 g Strontiumchlorid löst sich bei. 150 in 116,4 g Alkohol von 99 Prozent). Die weitere Verarbeitung geschieht in gleicher Welse wie in
Beispiel 1. Beispiel 3.
In eine Aufschwemmung des gut getrockneten Eisensalzes der Oxycellulose in Aceton wird unter kräftigem Rühren in langsamem Strome Chlorwasserstoffgas eingeleitet, bis das Eisensalz in das Chlorid und die freie Cellulose gespalten ist. Hierauf trennt man wie in- den vorhergehenden Beispielen die Cellulose von dem Metallsalz.
Das nach diesem Verfahren hergestellte Produkt bildet im trockenen Zustande eine harte durchscheinende Masse, die in Alkalien klar und vollkommen löslich ist. Aus der alkalisehen Lösung fällen Säuren eine glasklare Gallerte. >
Die erhaltenen Produkte finden ihre gewerbliche Verwertung zur Herstellung von Celluloselösungen, die in bekannter Weise zur Herstellung von Gegenständen aus reiner Cellulose dienen.

Claims (1)

  1. Patent-AnsPRUch:
    Verfahren zur Herstellung salzfreier Oxycellulose, dadurch gekennzeichnet, daß man Salze der Oxycellulose mit einem indifferenten Lösungsmittel, das auf freie Oxycellulose keine quellende Wirkung ausübt, z. B. Alkohole, Ester, Aceton, vermengt, hierauf eine Säure, deren entsprechendes Metallsalz in dem betreffenden Lösungsmittel leicht löslich ist, zusetzt, mit dem Lösungsmittel in geeigneter Weise salzfrei wäscht und die freie Oxycellulose zweckmäßig bei niederer Temperatur trocknet.
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