DE314323C - - Google Patents

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DE314323C
DE314323C DENDAT314323D DE314323DA DE314323C DE 314323 C DE314323 C DE 314323C DE NDAT314323 D DENDAT314323 D DE NDAT314323D DE 314323D A DE314323D A DE 314323DA DE 314323 C DE314323 C DE 314323C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/20Animal feeding-stuffs from material of animal origin
    • A23K10/26Animal feeding-stuffs from material of animal origin from waste material, e.g. feathers, bones or skin

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

Die Erfindung bezweckt die Verwertung des bei der Gewinnung von Leder in großen Mengen erzeugten Abfallproduktes, des sogenannten Leimleders, zu einem Futter- bzw. Nahrungsmittel.
Zur Lederfabrikation werden die rohen Häute in den Gerbereien gewässert, um die Blutreste und bei gesalzenen Häuten die Salzteile zu entfernen; dann werden sie zum Enthaaren mit Kalkmilch bzw. in Verbindung mit Schwefelnatrium o. dgl. behandelt. Nachdem die Häute enthaart sind, werden sie; in Kalkmilch geschwellt und dann geschoren, ά. h. es werden die auf der Haut sitzenden Fleisch teile, bzw. das stickstoff- und fettreiche Unterhautbindegewebe von Hand öder mechanisch entfernt. Diese so gewonnenen Fleischteile bezeichnet man in der Fachwelt mit Leimleder, wozu auch die abfallenden
ao Abschnitte der Haut gerechnet werden.
Dieses so von Rindshäuten gewonnene Produkt wird bis jetzt ausschließlich zur Leimfabrikation verwendet, indem das Leimleder durch monatelange Behandlung mit starker Kalkmilch und durch Kochen in Gallerte übergeführt wird und sodann durch Abkühlen und Trocknen der Leim' entsteht. Durch diese Behandlung hat das an Eiweißstoffen reiche Leimleder seinen Nährwert fast ganz ein-
gebüßt. Ähnliches trifft auch bei der Herstellung von Gelatine zu, zu deren Herstellung die Abfälle von »Fellen« dienen.
Durch das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren gelingt es mit äußerst einfachen Mitteln, die Nährstoffe des Leimleders im rohen Zustande zu erhalten. Das neue Verfahren besteht darin, daß man das Leimleder zunächst einer kurzen durchgreifenden Behandlung mit frischer Kalkmilch unterwirft, um dje ihm anhaftenden fauligen und schädliehen Stoffe zu zerstören, sodann wässert und im angesäuerten Wasserbade weiter behandelt zwecks Entfernens der Spuren der Vorbehandlung, und sodann das Produkt preßt, mahlt und trocknet.
Es ist zwar bereits bekannt, zum Zwecke der Leimgewinnung Lederabfälle, zunächst mit Kalkmilch und alsdann mit einer Säure unter eventuellem Auswässern des erhaltenen Produktes zu behandeln oder Leimleder vor der Äscherung, d. h. vor der Behandlung mit Kalkmilch einem Säure- oder angesäuerten Wasserbade auszusetzen.
Auch hat man bereits Leim in getrocknetem Zustande und ebenso zu Mehl vermahlene Lederabfälle, ferner getrocknete und ausgemahlene Fleischabfälle als Futtermittel verwendet.
Demgegenüber besteht das Wesen der Erfindung in der Nutzbarmachung des Roh-Produktes, d. h. des Leimleders, als Futterbzw. Nahrungsmittel durch eine Reihe von einzelnen Arbeitsvorgängen.
Das Leimleder wird gründlich ausgewaschen und ausgewässert, dann wird es dem Einfluß frischer Kalkmilch ausgesetzt. Hierauf wird es wieder gewaschen und gut ausgewässert. Sodann kommt es in· ein mit Salzsäure o. dgl. etwas angesäuertes Wasserbad, bis alle Spuren der Kalkbehandlung entfernt sind. Hierauf wird es wieder gewässert, gepreßt, auf einem Fleischwolf gemahlen und schnell und voll-

Claims (1)

  1. ständig getrocknet und gegebenenfalls zu Mehl gemahlen.,..... ..r. ..„...„.. t
    >Rate*p-t-Änspr.ucii: ■ ,■■■--"
    Verfahren zur Herstellung eines Futter-" bzw. Nahrungsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß Leimleder gewaschen, ausgewässert, mit Kalkmilch behandelt, Wieder gewaschen und ausgewässert, einem an-,■gesäuerten Wasserbade ausgesetzt, noch- _,'mais gewässert, gepreßt, gemahlen, sodann V; getrocknet und gegebenenfalls zu Mehl ge- mahlen wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747449C (de) * 1940-10-25 1944-09-29 Chemopol Ges Fuer Chemische Pr Verfahren zur Herstellung eines eiweissreichen Futtermittels aus Hautleimleder

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747449C (de) * 1940-10-25 1944-09-29 Chemopol Ges Fuer Chemische Pr Verfahren zur Herstellung eines eiweissreichen Futtermittels aus Hautleimleder

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