DE3143352C2 - - Google Patents
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65C—LABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
- B65C9/00—Details of labelling machines or apparatus
- B65C9/26—Devices for applying labels
- B65C9/30—Rollers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Labeling Devices (AREA)
- Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Andrücken von Eti
ketten an einen Gegenstand, wobei die Etiketten von einem
Stapel abgenommen, beleimt und an den zu etikettierenden
Gegenstand übergeben werden und dabei die Etiketten von
einem Etikettierzylinder und die Gegenstände auf einen die
Gegenstände fördernden Tisch bewegt werden, von denen mindestens
eine Förderbahn gekrümmt ist.
In Etikettiermaschinen bereitet das Andrücken der Etiketten
an die zu etikettierenden Gegenstände Schwierigkeiten, da
die Geschwindigkeit der Andrückflächen der Andrückelemen
te und die der Oberfläche der zu etikettierenden Gegenstän
de zum Zeitpunkt des Andrückvorganges angeglichen werden
müssen, anderenfalls kommt es zu Verschiebungen des Eti
ketts und somit unsauberer Etikettierung. Diese Geschwind
igkeitsgleichheit ist besonders schwer zu erreichen, wenn
an ungleichmäßig geformten Gegenständen zu gleicher Zeit
an verschiedenen Stellen etikettiert werden soll, z. B.
Bauch-, Brust- und Halsetikettierung bei Flaschen.
Geht man davon aus, daß sich bei der Übernahme der beleimten
Etiketten die Greifer- und Andrückelemente für die Bauch-,
Brust- und Halsetiketten mit konstanter Geschwindigkeit auf
einer Kreisbahn bewegen und daß beim Andrückvorgang die An
drückelemente der Brust- und Halsetiketten radial nach
außen verschoben werden, um die Durch
messerunterschiede an den Flaschen auszugleichen, so be
sitzen die Etiketten, abhängig vom Schubweg, unterschied
liche Geschwindigkeiten. Bewegt man die zu etikettierenden
Gegenstände mit Hilfe eines sich drehenden Tisches, so be
sitzen die einzelnen zu etikettierenden Oberflächen Ge
schwindigkeiten, die proportional zu ihrem Abstand vom
Drehpunkt sind. Um die daraus resultierenden Geschwindig
keitsunterschiede auszugleichen, wurden schon verschiedene
Lösungen vorgeschlagen. Eine solche Lösung ist in der
DE 25 29 872 A1 beschrieben. Hier wird so verfahren, daß
der Geschwindigkeitsunterschied zwischen der zu etikettie
renden Fläche und dem Andrückelement durch das Angleichen
der Geschwindigkeit des Andrückelementes an die der zu eti
kettierenden Fläche beseitigt wird. Erreicht wird das da
durch, daß die Andrückelemente auf einer verschwenkbaren
Ovalbahn durch eine Rollenkette angetrieben und durch ent
sprechende Mittel gesteuert geführt werden.
Bei dieser Lösung ist eine Geschwindigkeitsangleichung bei
konstantem Übersetzungsverhältnis zwischen Flaschentisch und
Etikettenübertragungseinrichtung nur bei einem bestimmten
Flaschendurchmesser möglich. Ein Geschwindigkeitsausgleich
bei Mehrfachetikettierung an verschiedene Radien aufwei
sende Flächen ist kaum möglich.
Eine weitere Lösung ist in der DE 25 44 277 A1 beschrieben.
Auch hier wird die Geschwindigkeit des Andrückelementes der
des zu etikettierenden Gegenstandes angepaßt. Erreicht wird
das dadurch, daß die Andrückelemente über einen Fühler durch
eine Kurvenbahn gesteuert werden und dadurch eine Drehbewe
gung gegenüber der Etikettenübertragungseinrichtung erhalten.
Auch das Vorsteuern der Übergabeelemente und Andrückelemente
beim Etikettieren von Gegenständen mit unterschiedlichen Ra
dien erfolgt über eine Kurvenbahn.
Bei dieser Lösung muß bei jedem sich ändernden Gegenstands
durchmesser eine andere Kurvenscheibe eingesetzt werden,
da eine Kurvenbahn nur den einen bestimmten Gegenstandsdurch
messer angepaßten Bewegungsablauf zuläßt.
Zweck der Erfindung ist, ein sicheres und verschiebungs
freies Aufbringen von Etiketten auf Gegenstände zu gewähr
leisten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Geschwindig
keit der Oberfläche des zu etikettierenden Gegenstandes der
der Oberfläche des Etikettenübergabeelementes und des An
drückelementes zum Zeitpunkt der Etikettenübergabe und des
Andrückprozesses anzugleichen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die die
Etiketten aufnehmenden Oberflächen des zu etikettierenden
Gegenstandes mit Beginn der Berührung des Etiketts bis zur
Beendigung des Andrückvorganges um die Gegenstandsachse
gegenüber der Zuführbewegungsrichtung zwangsweise rückge
dreht werden, wobei der Rückdrehwinkel die Größe der Summe von Drehwinkel
Tisch und Drehwinkel Etikettierzylinder während des Andrück
vorgangs besitzt.
Vorzugsweise ist die Winkelgeschwindigkeit der Rückdrehbewegung zwischen
einem Minimalwert und einem Maximalwert stufenlos verstellbar.
Bei dieser Lösung ist eine vollständige Geschwindigkeitsan
gleichung zwischen Andrückelement und zur Oberfläche des zu
etikettierenden Gegenstandes möglich. Durch die Ver
stellung der Winkelgeschwindigkeit ist ein sicheres Anpassen an
unterschiedliche Gegenstandsdurchmesser möglich.
Es können problem
los schräge Flächen oder Gegenstände mit extremen Formen eti
kettiert werden.
Es ist keine Drehbewegung zwischen Andrückelement und Eti
kettenübertragungseinrichtung erforderlich, weswegen diese
Elemente unkompliziert in der Funktion und einfach im Aufbau
sind.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden. Als Beispiel wurde das Etikettieren
von Flaschen gewählt.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Gegenstandsbe
wegung während des Andrückvorganges;
Fig. 2 ein Geschwindigkeitsdiagramm bei vollständiger Ge
schwindigkeitsangleichung bei Gegenständen mit
konstantem Durchmesser;
Fig. 3 ein Geschwindigkeitsdiagramm bei Gegenständen mit
unterschiedlichen maximalen Durchmessern;
Fig. 4 die Draufsicht auf den Rückdrehmechanismus;
Fig. 5 den Schnitt A-A nach Fig. 4.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, werden die Flaschen 1, welche
sich auf einem Flaschentisch 2 befinden, an einen Etikettier
zylinder 3 vorbeigeführt. Mit Beginn der Berührung der Flasche 1
mit dem am Etikettierzylinder 3 angebrachten Andrückkissen 4
wird die zu etikettierende Oberfläche der Flasche gegenüber
der Bewegungsrichtung des Flaschentisches 2 um die Flaschen
achse 5 rückgedreht. An den Markierungen I-III ist sichtbar,
wie sich die Lage der Flasche ändert. Befindet sich die Mar
kierung I zum Zeitpunkt der Berührung noch vor der Verbindungs
linie von Flaschentellermittelpunkt und Flaschenachse 5, so ist
sie in der mittleren Position II auf diese Linie zurückgedreht
und nimmt zum Zeitpunkt des Abhebens des Andrückkissens 4 von
der Flasche die Position III ein, die hinter der Verbindungs
linie liegt. In Fig. 2 sind die Geschwindigkeiten bei voll
ständiger Geschwindigkeitsangleichung an Flaschenoberflächen,
die unterschiedliche radiale Abstände von der Flaschenachse 5
haben können, dargestellt.
Die Geschwindigkeit am Flaschentisch 2, die von
der konstanten Flaschentischwinkelgeschwindigkeit ω FLT ab
hängen, steigen proportional mit dem Abstand vom Drehpunkt.
Damit ergibt sich an der Flaschenachse 5 (Fig. 1) eine mit V 1 be
zeichnete Geschwindigkeit, die sich auch aus der Winkelge
schwindigkeit ω EZ des sich drehenden Etikettierzylinders 3
und dem kürzesten Abstand zwischen Flaschenachse 5 und der
Achse des Etikettierzylinders 3 ergibt. Am Flaschenbauch
würde sich ohne Rückdrehung eine Geschwindigkeit V = V 2 + Δ V 2
ergeben. Durch Rückdrehung der Flasche mit der Winkelge
schwindigkeit ω FL und bei einem Radius r 3 am Flaschenbauch
wird diese Geschwindigkeit V aber um den Betrag Δ V 2 ver
ringert, so daß sich die Geschwindigkeit V 2 ergibt, die der
Geschwindigkeit des Andrückkissens 4 für das Bauchetikett
entspricht. An der Flaschenbrust bzw. am Flaschenhals wer
den die am Flaschentisch proportional zum Abstand von der
Flaschentischachse auftretenden Geschwindigkeiten um Δ V 3
bzw. Δ V 4 vermindert, so daß an der Flaschenbrust bzw. am
Flaschenhals die Geschwindigkeiten V 3 bzw. V 4 auftreten.
Dadurch wird ein Geschwindigkeitsverlauf an der Flaschen
oberfläche, an die die Ektietten zu übergeben sind, erreicht,
der proportional zum Abstand von der Drehachse des Etikettier
zylinders 3 ist. Differenzgeschwindigkeiten zwischen den zu
etikettierenden Oberflächen und den Andrückkissen 4 sind
somit Null.
Werden Flaschen mit unterschiedichen Bauchdurchmessern eti
kettiert, so wird oftmals bei gleichbleibendem Übersetzungs
verhältnis zwischen Flaschenteller und Etikettierzylinder 3
der Abstand zwischen beiden Drehachsen verändert. Bei Beibe
haltung der Flaschenwinkelgeschwindigkeit l FL (Fig. 2) käme
es zu störenden Differenzgeschwindigkeiten zwischen den zu
etikettierenden Oberflächen und den Andrückkissen. Mit Hilfe
der ungleichförmig übersetzenden und umlaufenden und durch das
Maß e verstellbaren Kurbelschleife kann die Flaschenwinkel
geschwindigkeit ω FL zum Zeitpunkt der Etikettenübergabe
kontinuierlich zwischen einem Minimal- und einem Maximalwert
verstellt werden, wodurch die Geschwindigkeiten der zu eti
kettierenden Flaschenoberflächen denen der Andrückkissen 4
angeglichen werden können (Fig. 3). An einer wählbaren
Stelle der Flaschenoberfläche ist ein vollständiger Ge
schwindigkeitsausgleich möglich. Beim kleinsten Flaschen
bauradius r BK ist die größte Flaschenwinkelgeschwindig
keit l FLmax und beim größten Flaschenbauchradius r BG ist
die kleinste Flaschenwinkelgeschwindigkeit ω FLmin erforder
lich. Zwischen Andrückkissen 4 und Flaschenbauch tritt bei
maximalem Flaschenbauchdurchmesser r BG die Differenzgeschwin
digkeit Δ 2 G und bei minimalem Flaschenbauchdurchmesser
r BK die Differenzgeschwindigkeit Δ 2 K auf. Beide Diferenz
geschwindigkeiten sind so klein, daß dadurch der Vorgang der
Etikettenübergabe an die Flaschen nicht beeinträchtigt wird.
Der Mechanismus zur Erzeugung der Rückdrehbewegung und der
Abstimmung auf verschiedene Gegenstandsgrößen ist in den
Fig. 4 und 5 dargestellt. Wie insbesondere aus Fig. 5 er
sichtlich, besteht der Flaschentisch aus einem Oberteil 6
und einem Unterteil 7. Im Unterteil 7 ist eine Welle 8
drehbar gelagert, die unterhalb des Unterteiles mit einem
fest aufgekeilten Fühler 9 mit einer Abtastrolle 10 ver
sehen ist. Die Abtastrolle 10 greift in eine unterhalb des
Flaschentisches ortsfest angeordnete Steuerkurve 11 ein.
An der Oberseite des Unterteiles 7 ist auf die Welle 8 ein
Hebel 12 fest aufgekeilt. Das freie Ende des Hebels 12 trägt
ein Planetenrad 13, welches mit einem auf das Unterteil 7
aufgeschraubtes Zahnsegment 14 kämmt. Über dem Hebel 12 ist,
drehbar auf der Welle 8, ein Zahnrad 15 angeordnet, welches
ebenfalls mit dem Planetenrad 13 kämmt. Auf das Zahnrad 15
ist fest eine Gleitführung 16 aufgeschraubt.
Im Oberteil 6 des Flaschentisches sind eine Welle 17 und
eine Welle 18 gelagert. Die Welle 17 trägt auf dem ober
halb des Oberteiles 6 liegenden Wellenstumpf einen Flaschen
teller (nicht dargestellt) und an dem unterhalb des Ober
teiles 6 liegenden Wellenstumpf ein Abtriebszahnrad 19,
welches mit einem auf der Welle 18 befestigtem Zwischen
rad 20 in Eingriff steht. An das Zwischenrad 20 ist
fest ein Rollenhebel 21 montiert, welcher an dem freien
Ende eine Rolle 22 trägt, die in die Gleitführung 16 ein
greift. Das Oberteil 6 des Flaschentellers ist mit bekannten
Mitteln (nicht dargestellt) gegenüber dem Unterteil 7 ver
stellbar.
Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Etikettierstation
Bei Drehung des Flaschentisches um seine Achse tastet der
Fühler 9 mit seiner Abtastrolle 10 die Kurve 11 ab und ver
setzt die Welle 8 mit dem Hebel 12 in eine Drehbewegung
gegenüber dem Flaschentisch. Das am Hebel 12 drehbar ge
lagerte Planetenrad 13 kämmt mit dem gegenüber dem Flaschen
tischunterteil 7 fest angeordneten Zahnsegment 14 und treibt
das auf der Welle 8 drehbar gelagerte Zahnrad 15 und die
Gleitführung 16 an. Die Gleitführung 16 bewegt über die
Rolle 22 den Rollenhebel 21 und das Zwischenrad 20, das
mit dem Abtriebsrad 19 kämmt und damit den Flaschenteller
(nicht dargestellt) antreibt. Besitzt die Welle 17 den
kürzesten Abstand zum Drehpunkt der Etikettenübertragungs
einrichtung 3, liegen die Achsen von Rolle 22, Welle 18
und Welle 8 in einer Ebene, wodurch zwischen der Gleit
führung 16 und dem Zwischenrad 20 ein maximales oder mini
males Übersetzungsverhältnis auftritt. Eine Verstellung
zwischen Oberteil 6 und Unterteil 7 des Flaschentellers
führt zu einer Veränderung des Abstandes e zwischen den
Achsen der Wellen 18 und 8 und hat eine Veränderung der
Bewegungsübertragung zwischen beiden Wellen und eine Ver
änderung der Flaschenwinkelgeschwindigkeiten ω FL zur
Folge.
Durch die entsprechend ausgestaltete ortsfeste Steuer
kurve 11 und die in seinem Geschwindigkeitsverlauf einstell
baren Ungleichförmigkeit des Abtriebsrades 19 und somit auch
des Flaschentellers wird die auf diesem ruhende Flasche
zum Zeitpunkt der Etikettenübergabe durch Rückdrehung der
Geschwindigkeit des Etikettierzylinders 3 angeglichen.
Claims (2)
1. Verfahren zum Andrücken von Etiketten an einen Gegenstand,
wobei die Etiketten von einem Stapel abgenommen, beleimt
und an den zu etikettierenden Gegenstand übergeben werden,
und dabei die Etiketten von einem Etikettierzylinder und
die Gegenstände auf einen die Gegenstände fördernden Tisch
bewegt werden, von denen mindestens eine Förderbahn ge
krümmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die die Etiketten
aufnehmenden Oberflächen des zu etikettierenden Gegenstandes
mit Beginn der Berührung des Etiketts bis zur Beendigung
des Andrückvorganges um die Gegenstandsachse gegenüber der
Zuführbewegungsrichtung zwangsweise rückgebracht werden, wobei
der Rückdrehwinkel die Größe der Summe von Drehwinkel Tisch
und Drehwinkel Etikettierzylinder während des Andrückvor
ganges besitzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Winkelgeschwindigkeit der Rückdrehbewegung zwischen einem
Maximalwert und einem Minimalwert stufenlos verstellbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
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ID=5528790
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1981
- 1981-01-27 DD DD22720581A patent/DD158474A3/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
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| BG37575A1 (en) | 1985-07-16 |
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