DE314406C - - Google Patents

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G1/00Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass
    • G01G1/18Balances involving the use of a pivoted beam, i.e. beam balances
    • G01G1/26Balances involving the use of a pivoted beam, i.e. beam balances with associated counterweight or set of counterweights

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Freezers Or Refrigerated Showcases (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen .für Waagen zum Aufsetzen und Abheben der Gewichte und bezweckt, eine verbesserte Konstruktion zu liefern, bei welcher die zur Bewegung der Gewichte aufzuwendende Kraft unabhängig von der Last der bewegten Gewichte ist. Zu dem Zweck sind nach dieser Erfindung schwenkbare Tasterhebel zum Tragen der Gewichte und Zugfedern zum Tragen der Taster -
xo hebel angeordnet, die in ihrer Kraftleistung in bezug auf die zugehörigen Gewichte abgestimmt sind, so daß beim Niederdrücken der Tasterhebel lediglich der zum Halten der letzteren in der Höchststellung erforderliche Kraftüberschuß zu überwinden ist. Diese neuartige Aufhängung der Gewichte hat den Vorteil, daß der zur Bewegung des schwersten Gewichtes erforderliche Kräftaufwand sich kaum merklich von dem zur Bewegung des leichtesten Gewichtes erforderlichen Kraftaufwand unterscheidet. Die Bedienung der Waage ist also unabhängig von der Schwere der Gewichte und im praktischen Sinne gleichmäßig geworden, einerlei, ob mit schweren oder leichten Gewichten gewogen wird. Zur, Sperrung der Tasterhebel in der Tiefstellung kommen die auch bei anderen Maschinen bekannten selbsttätig einfallenden Sperrklinken und ein Hebel zur Freigabe derselben zwecks Rückführung der Tasterhebel in Anwendung. Nach dieser Erfindung sind die Sperrklinken für die einzelnen Tasterhebel nun derart an dem Rückführhebel schwenkbar gelagert, daß bei der Rückführbewegung der Kraftüberschuß der Tasterhebelfedern auf den Rückführhebel in der Richtung der Rückführbewegung einwirkt. Das hat den Vorteil, daß bei der Handhabung des Rückführhebels eine gleichmäßige Bremsung auf die zurückzuführenden Tasterhebel ausgeübt werden kann. Um mehrere häufig gleichzeitig zur Anwendung kommende Gewichte mit einer Tasterbewegung auf die Gewichtsschale zum Absetzen bringen zu können, sind nach dieser Erfindung die für diese Tätigkeit in Frage kommenden Einzeltaster durch Zug- oder Druckstangen mit einem Sondertaster in einer Richtung derart zwang-· läufig verbunden, daß sie vermittels dieses Sondertasters gemeinsam niedergedrückt werden können. Solche häufig im Klein verkauf vorkommenden Gewichtszusammenstellungen sind die Gewichte für V4 und,V2 Pfund. Durch die Anordnung von Sondertastern für solche häufig vorkommenden Gewichtszusammenstellungen ergibt sich eine beträchtliche Zeitersparnis in der Bedienung der Waage.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung betrifft ein Anzeigewerk, dessen Ziffernscheiben in bekannter Weise von den Gewichtshebeln überwacht werden. Nach dieser Erfindung werden für jede Zahienstelle zehn hinteremander liegende Ziffernscheiben vorgesehen, auf die die Tasterhebel der betreffenden Zahlenstelle von Gewichten vermittels angelenkter Hubhebel mit derart bemessenen Nasen einwirken, daß die letzteren eine dem Zahlen wert d.es jeweils gesenkten Gewichtes entsprechende Anzahl Schei-
ben ans dem Bereiche des Schauglases heben. Bei der Bedienung dieses verbesserten Anzeigewerkes findet beim hintereinander erfolgenden Absetzen der einzelnen Gewichte ein.Addieren im Anzeigewerk statt, was zur Folge hat, daß das letztere stets das Endergebnis anzeigt, was bei den bisherigen Vorrichtungen dieser Art der Beschauer erst durch Zusammenzählen ermitteln mußte. Um beim vorherigen Abwiegen
ίο von Gefäßen o. dgl. das angezeigte tote Gewicht vor dem Absetzen des abzuwiegenden Gewichtes löschen zu können, ist nach dieser Erfindung ein Sondertaster für das Anzeigewerk vorgesehen, der vermittels eines Bügels unabhängig von den Gewichtstastern auf seitliche Hubhebel schwenkend einwirkt. Durch diese Anordnung ist es möglich geworden, in dem' Anzeigewerk in jedem Fall nur das abzulesende Gewicht dem Käufer zur Kontrolle sichtbar zu machen.
Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß die Sondertaster zwischen den großen Gewichten angeordnet sind, während die Zwischenräume der übrigen Gewichte durch Gewichtstaster ausgefüllt sind, deren Gewichtsmassen sich vor und hinter den benachbarten Gewichten erstrecken. Dadurch ist eine äußerst gedrängte Unterbringung der für gewöhnliche Zwecke erforderlichen Anzahl Gewichte auf einem kleinen Raum der Gewichtsschale erzielt.
Ein Aüsführungsbeispiel ist in der Zeichnung wiedergegeben.
Fig. ι zeigt einen senkrechten Querschnitt durch das Gehäuse der neuartigen Vorrichtung zum Aufsetzen und Abheben der Gewichte.
Fig. 2 zeigt eine in der Richtung zwangläufige Verbindung der für ein viertel Pfund erforderlichen Zusammenstellung von Gewichten und Fig. 3 eine ähnliche Anordnung für ein halbes Pfund.
Fig. 4 zeigt die Waage mit einer Vorrichtung nach dieser Erfindung in Vorderansicht und
Fig. 5 die Anordnung der Gewichte nach dieser Erfindung im Grundriß mit darüber angedeuteten Tasterhebeln.
Die für die gewöhnlichen Zwecke des Kleinhandels erforderlichen Gewichte sind in der Zeichnung mit der Gewichtsangabe in Gramm kenntlich gemacht. Wie sich aus der Fig. 1 erkennen läßt, ist jedes Gewicht mit einem Bügel« verbunden, der an einem gabelförmigen Gliede b hängt. Bügel α ist so bemessen, daß beim Absetzen des Gewichtes (z. B. 1000 in Fig. 1) der Gewichtstaster noch um so viel tiefer gesenkt werden kann, daß die Waage ihr freies Spiel gegenüber der Gabel b erhält. Die letztere ist an einem Gewichtstaster c aufgehängt, der bei d drehbar gelagert ist und am äußersten Ende eine Tasterplatte o. dgl. trägt. Der Gewichtstaster c hängt an einer Feder e, deren Kraftleistung gegenüber dem zugehörigen Gewichte so bemessen ist, daß das letztere vibrationsfrei in der Höchststellung gehalten wird. Die nebeneinanderliegenden Tasterhebel werden zweckmäßig auf einer gemeinsamen Welle d (Fig. 5) gelagert und die nebeneinanderliegenden Federn e an einem gemeinsamen winkelförmigen Gebilde f befestigt. Um einem jeden Gewichte stets den gleichen Platz auf der Gewichtsschale B zu sichern, können die ersteren mit Sitzkegeln g versehen werden, die in entsprechenden Einsenkungen der Gewichtsschale aufsitzen. Die Stiftverlängerung h dieser. Kegel g dient dazu, die Stellung der hängenden Gewichte beim Versetzen der Waage o. dgl. Bewegungen zu sichern. Eine Berührung zwischen den konischen Sitzöffnungen der Gewichtsschale und diesen Stiften h findet nicht statt.
Für jeden Tasterhebel ist eine oberhalb desselben an einer durchgehenden Stange i gelagerte Sperrklinke k vorgesehen, die unter der Einwirkung der Feder I steht und selbsttätig gegen die Nase c1 zum Anliegen kommt, sobald der zugehörige Tasterhebel seine tiefste Stellung erreicht. Die Aufhebung der Sperrung erfolgt durch eine Verschiebung der Lagerachse i der Sperrklinke. Diese Verschiebung erfolgt durch die Rückführkurbel C, die bei m drehbar gelagert ist und die für sämtliche Sperrklinken k gemeinsame Lagerachse * an einem, kurzen Hebelarm trägt. Wird die Kurbel C abwärts gedreht, so können die Tasterhebel c unter der Einwirkung ihrer zugehörigen Federn hochgehen, und dabei wirkt die überschüssige Kraft der letzteren durch die starre Klinke k mit auf die Achse i und infolgedessen auch auf den Rückführhebel C in der Richtung der Rückführbewegung ein. Die Handhabung des Rückführhebels ist dadurch erleichtert, sie erfolgt in der Tat unter der Einwirkung der Federn e. Um eine gleichmäßige und stoßfreie Rückführung zu erzielen, ist es zweckmäßig, mit dieser Rückführkurbel C in bekannter Weise eine Hemmvorrichtung, z. B. ein Flügelwerk oder einen Pufferzylinder, "zu verbinden.
In den Fig. 2 und 3 sind Sondertasten und deren in einer Richtung zwangläufige Verbindungen mit einer Zusammenstellung von Gewichtstastern dargestellt. In Fig. 2 ist ein schwenkbarer Rahmen η, ο, η durch eine Stange^ mit dem Sondertaster c1/i verbunden. Der Rahmen η, ο, η steht außerdem durch die Schubstangen p100, p20 und ps der Gewichte 100 g, 20 g und 5 g in Verbindung. Wird der Sondertaster für ein viertel Pfund niedergedrückt, so werden also die Gewichte 100 g, 20 g und 5 g auf die Gewichtsschale gleichzeitig abgesetzt. Die Zurückführung der Gewichte in die unwirksame Lage erfolgt wieder vermittels der Rückführkurbel C. Sollen die Gewichte für ein halbesPfund gleichzeitig abgesetzt werden, so wird der in Fig. 3 angedeutete Sondertaster c 1Z2 niedergedrückt, der den
Rahmen q, r, q schwenkt und vermittels der Zugstangen S50 und S200 die Hebeltaster C60 C200 mitnimmt.
Das Anzeigwerk besteht aus io hintereinander liegenden Scheiben t, die in einem Rahmen w geführt werden und Ziffern tragen, die durch das Schauglas u an der vorderen Seite der Waage sichtbar werden. An jeden Tasterhebel c ist ein ortsfest gelagerter Winkelhebel ν vermittels einer Schlitzführung angelenkt. Am hinteren Ende trägt dieser Winkelhebel einen Hubhebel x, der unter der Einwirkung der Feder V1 mit seinem oberen Ende gegen die Ziffernscheiben t anliegt und eine Nase X1 trägt, die je nach dem zugehörigen Tasterhebel verschieden breit gehalten ist, um so viel Ziffern scheiben t aus dem Bereiche des Schauglases zu heben, daß in dem letzteren diejenige Ziffer sichtbar wird, die vor den Nullstellen des abgesetzten Gewichtes steht. An Hand der Fig. 1 ergibt sich, daß der Hubhebel χ von dem Tasterhebel für 1000 g gehoben wird, seine Nase X1 also nur eine Scheibe, nämlich die Nullscheibe, aus dem Bereich des Schauglases «heraushebt, damit die »1« in letzterem sichtbar wird. Beim Hochgehen der Tasterhebel werden die Hubhebel χ und damit auch die gehobenen Ziffern scheiben t wieder gesenkt.
Soll auf der Waage zunächst ein Gefäß zur Aufnahme der abzuwiegenden Ware durch Ge-, wichte ausgeglichen werden, so empfiehlt es sich, das Gewicht dieses Gefäßes im Anzeigewerk wieder zu löschen, bevor das verlangte Gewicht eingestellt wird. Dazu dient ein NuIlstelltaster (vgl. Fig. 5), der in Fig. 1 hinter dem Sondertaster für ein viertel Pfund liegt und vermittels eines Winkelhebels ζ auf einen schwenkbar gelagerten Bügel Z1 derart einwirken kann, daß die Hubhebel χ sämtlich aus ihrem normalen Wirkungsbereich herausgeschwenkt werden. Dieser Nullstelltaster wird nicht in der Tiefstellung gesperrt, sondern geht, nachdem er ein Senken der Ziffernscheiben t herbeigeführt hat, sofort in seine unwirksame Lage zurück.
Damit beim normalen Zurückführen der eingestellt gewesenen Tasterhebel die Ziffern scheiben beim Senken nicht durch in ihren Weg gerückte Hubhebelnasen X1 gehindert werden, ist der Schwenkbügel Z1 mit einem Anschlag Z2 verbunden, der in den Weg der Klinkenachse i 1 ragt und durch letztere im letzten Teil des Rückführweges der Kurbel C geschwenkt wird. Dadurch erfahren sämtliche Hubhebel χ die beschriebene Nullstellschwenkung und sämtliche Ziffernscheiben t können in ihre Anfangslage zurückfallen.
Um dem Käufer Gelegenheit zu geben, das
Spiel der beiden Waagenzeiger A1 und B1 beim Ausgleichen der Gewichte zu beobachten, können ■dieselben durch ein in Fig. 4 punktiert angedeutetes Hebelwerk auf die Höhenlage des Schauglases übertragen werden. Der eine Zeiger A 2 kann dabei ortsfest sein, und nur der Zeiger B2 nimmt am Spiel der einen Schale, 6g z. B. B, teil.
Durch' ein zweites Schauglas U1 können die eingestellten Anzeigeziffern dem hinter derWaage stehenden Verkäufer sichtbar gemacht werden, indem gleiche Ziffern auf der Rückseite der gehobenen Ziffernscheiben t angebracht werden. Die Reihenfolge der Werksteller ist dabei dann umgekehrt, woran sich der Verkäufer jedoch ohne weiteres gewöhnt.
Ein weiterer Vorteil der Waage nach dieser Erfindung besteht darin, daß sich die Waage ohne Schwierigkeiten eichen läßt, da die Vorrichtung zum Senken und Heben der Gewichte völlig unabhängig von 'der eigentlichen Waage ist, die deshalb in gleicher Weise wie die einzelnen Gewichte für sich geeicht werden kann

Claims (6)

Patent-Anspruch ε.
1. Vorrichtung für Tafelwaagen zum Aufsetzen und Abheben der Gewichte, gekennzeichnet durch schwenkbare Tasterhebel (c) zum Tragen der Gewichte und Federn (e) zum Tragen der Tasterhebel, wobei die Federn in ihrer Kraftleistung derart in bezug auf die zugehörigen Gewichte abgestimmt sind, daß beim Niederdrücken der Tasterhebel lediglich der zum Halten der letzteren in der Höchststellung erforderliche Kraftüberschuß zu überwinden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit selbsttätig einfallenden Sperrklinken zur, Feststellung der Tasterhebel in der Tiefstellung und einem Hebel zur Freigabe der Sperrklinken zwecks Rückführung der Tasterhebel, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinken (k) für die Tasterhebel (c) an dem Rückführhebel (C) derart schwenkbar gelagert sind, daß bei der Rückführbewegung der Kraftüberschuß der Federn (β) auf den Rückführhebel in der Richtung der Rückführbewegung einwirkt.
3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Einzeltaster (c) durch Zugstangen (s, s) bzw. Druckstangen (p, p) mit Sondertastern, z. B. no Y4 Pfund, Y2 Pfund, in einer Richtung zwangläufig verbunden sind und vermittels derselben gemeinsam niederbewegt werden können.
4. Vorrichtung nach Anspruch ι bis 3115 mit einem Anzeigewerk, dessen Ziffern-Scheiben von den Gewichtshebeln überwacht werden, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Zahlenstelle zehn hin terein anderliegen de · Ziffernscheiben (t) vorgesehen sind, auf die die Tasterhebel (c) der betreffenden Zahleristelle von Gewichten vermittels angelenkter
Hubhebel (x) mit derart bemessenen Nasen (λ;1) einwirken, daß die letzteren eine dem Zahlenwert des jeweils gesenkten Gewichtes entsprechende Anzahl Scheiben aus dem Bereiche des Schauglases («) heben.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Sondertasters (C) für das Anzeigewerk, der vermittels eines Bügels (zx) unabhängig von den Gewichtstastern (c) auf sämtliche Hubhebel (%) schwenkend einwirkt, wenn das Anzeigewerk allein auf Null zurückgeführt werden soll.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sondertaster (C, Y4 Pfund, x/2 Pfund) zwischen den großen Gewichten angeordnet sind, während die Zwischenräume der übrigen Gewichte durch Gewichtstaster ausgefüllt sind, deren Gewichtsmassen sich vor und hinter den benachbarten Gewichten erstrecken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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