DE3144141C2 - Unterirdische Schutzbunkeranlage mit mehreren Schutzzellen - Google Patents
Unterirdische Schutzbunkeranlage mit mehreren SchutzzellenInfo
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Abstract
Die unterirdische Schutzbunkeranlage hat mehrere, untereinander verbundene Schutzzellen, die aus hermetisch dicht miteinander verbundenen und über Spannglieder verspannten Stahlbeton-Fertigbauteilen zusammengesetzt sind. Es ist mindestens eine Öffnung in einer Schutzzelle für den Zugang zum Inneren der Schutzbunkeranlage vorgesehen. Die Schutzzellen bestehen im wesentlichen aus zwei unterschiedlichen Fertigteilen, nämlich einer annähernd kreisförmigen, als obere Abdeckung, Zwischendecke oder als unterer Abschluß verwendbaren Scheibe und aus einem zwischen zwei Scheiben angeordneten, geschoßhohen Zylinderring. Der Zugang weist eine Hauptschleuse und eine Vorschleuse mit Ausstieg auf und mündet im Freien oberhalb der Schutzbunkeranlage.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine unterirdische Schutzbunkeranlage nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Bei dieser, aus der DE-OS 15 59 280 vorbekannten Schutzbunkeranlage sind die Schutzzellen im wesentlichen
aus zwei unterschiedlichen Fertigteilen aufgebaut, nämlich aus einer annähernd kreisförmigen, als Zwischenwand
und als Abschluß verwendbaren Scheiben und aus einem zwischen zwei Scheiben angeordneten
Zylinderring. Der Zugang zur Schutzbunkeranlage
weist eine Schleuse und einen oberhalb der Schutzbunkeranlage ins Freie mündenden Ausstieg auf.
Bei dieser vorbekannten Schutzbunkeranlage ist es nachteilig, daß während eines zumindest mehrwöchigen,
meist aber wesentlichen längeren Aufenthaltes in der Schutzbunkeranlage den praktischen Bedürfnissen der
geschützten Insassen nicht voll Rechnung getragen wird, insbesondere sind die Möglichkeiten zu Beobachtungen
und Erkundungsgängen beim Abklingen der atomaren, bakteriologischen oder chemischen BeIastung
der unmittelbaren Umgebung schlecht.
Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, einen besseren Schutz der Insassen bei einem längeren
Aufenthalt im Bunker zu erreichen, wobei auch die Möglichkeit zu Beobachtungen und Erkundungsgängen
verbessert werden soll.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Bei dieser Schutzbunkeranlage sind die beiden wesentlichen Bauteile ausgesprochen einfach geformt, ihr
Zusammenbau ist demzufolge sehr einfach. Dabei können mehrere Einzelzellen unmittelbar wie ein Haus mit
mehreren Geschossen übereinander gestapelt werden, für eine zusätzliche »Etage« werden nur ein Zylinder-
ring und eine Scheibe benötigt. Ebenso aber ist eine
Verbindung einzelner Zellen auf gleicher Ebene möglich, wobei sich ausreichend große und sehr kurze Verbindungen
ergeben, die einen bequemen Verkehr zwischen einzelnen, auf gleicher Ebene liegenden Schutzzellen
ohne ein Kriechen ermöglichen. Schließlich ergeben sich gefällige Innenräume der Schutzzelle, der Boden
jeder einzelnen Schutzzelle ist eben und somit allseitig bequem begehbar, die Innenräume lassen sich einfach
in wohnliche Untereinheiten, Sektoren oder dergleichen unterteilen. Verbindungstreppen zwischen
übereinander angeordneten Schutzzellen ermöglichen einen bequemen Verkeh; zwischen diesen Schutzzellen
und zugleich eine körperliche Betätigung, die bei langdauernden Schutzraumaufenthatien als angenehm emp-
funden wird.
Insbesondere aber ist ein wesentlicher Vorteil der Erfindung in der doppelten Schleuse zu sehen, die als
Vorschleuse unmittelbar im Freien oberhalb der Schutzbunkeranlage mündet. Durch die zwei Schleusenkammern
wird nicht nur ein vergiftungsireier Ausgang
aus der Schutzbunkeranlage ermöglicht, sondern die Benutzer können auch während des Schutzfalles
zum Zwecke der Beobachtung des Umfeldes und Messung der äußeren Umgebung den Schutzraum bei ausreichend
geringer Gefährdung verlassen und wieder betreten, ohne daß hierdurch Vergiftungen oder dauerhafte
Belastungen auftreten.
Sehr vorteilhaft ist es auch, den Luftfilter zweistufig auszubilden und die zweite Stufe innerhalb der Hauptschleuse
anzuordnen. Dort kann der Filter gereinigt oder ausgetauscht werden, ohne daß die Insassen der
Schutzzelle gefährdet werden.
Schließlich trägt die Stockwerksbauweise deutlich zu einer Kostenminderung bei.
insgesamt ermöglicht die Erfindung somit eine unterirdische Schutzbunkeranlage, die auch bei mehrmonatigen
Schutzaufenthalt ausreichenden Komfort und Lebensraum Letet, die einen wirksamen und lang anhaltenden
Schutz ermöglicht und dennoch relativ kostengünstig zu erstellen ist.
Vorzugsweise haben die Scheibe und der Zylinderring vorbereitete, durchstoßbare Lochberciche. Dabei
sind die Fertigteile entweder monolithisch gefertigt, die Öffnungsbereiche sind entlang von Schwächungslinien
auftrennbar, oder die öffnungen sind durch separate Scheiben verschlossen, die sich entfernen lassen.
Auf diese Weise kommt man auch bei unterschiedlichen Anordnungen mehrerer Schutzzellen mit nur zwei
baugleichen Hauptbauteilen aus.
Vorteilhaft ist eine Ausbildung des äußeren Mantels des Zyiinderrings im Umfeld der Lochbereiche als ebene
Kupplungsflächen. Dies ermöglicht den direkten Anschluß einer weiteren Schutzzelle, wobei der Verbindungsgang
nur so lang ist, wie die doppelte Wandstärke des Zylinderrings, somit also ausgesprochen kurz und
komfortabel ausgebildet werden kann. Weiterhin ermöglichen die Kupplungsflächen eine sehr stabile Verbindung
zweier, auf gleicher Ebene liegenden Schutzzellen. Die Verbindung einzelner Schutzzellen in Form
übereinanderliegender, geschoßähnlicher Zellen ist bei mechanischen Erschütterungen ohnehin wesentlich
günstiger, da diese Schutzzellen eine Einheit bilden und auch bei starken Erdbewegungen praktisch nicht voneinander
abscheren können, was trotz der kurzen Verbindungswege bei auf etfVer Ebene befindlichen Schutzzclle
nie ganz auszuschließen ist.
Sehr vorteilhaft ist eine vorzugsweise in Nähe der Zylinderachse verlaufende axiale Verspannung. Derartig
zentral angeordnete Verspannungen ermöglichen eine wesentlich günstigere Einleitung der Verspannungskräfte,
unter Einbeziehung Eigenelastizität der miteinander zu verspannenden Bauteile.
Sehr vorteilhaft ist es, den Ausstieg als Ausstiegrohr auszubilden und dort eine Einschub-Spindeltreppe anzuordnen,
wobei die Stufen dieser Spindeltreppe aus strahlungshemmendem Material, beispielsweise unter
Bleizusatz, gefertigt sind. Bei den herkömmlichen, im Freien endenden Notausstiegen, bildete dieser Notausstieg
einen sehr wenig behinderten Weg der radioaktiven Strahlung ins Innere des Schutzraums, somit eine
Art Kurzschlußpfad.
Durch diese Lecksteile wurden die sonstigen, sehr umfangreichen Schutzmaßnahmen gegen radioaktive
Strahlung praktisch zunichte gemacht. Die erfindungsgemäße Ausbildung des Ausstiegsrohrs ermöglicht jedoch
eine wirksame Abschirmun7 der radioaktiven Strahlung, diese Abschirmung ist durchaus vergleichbar
mit dem neben dem Ausstiegrohr befindlichen Bereich, der Ausstieg erfolgt, im Gegensatz zum bisherigen
Stand der Technik, nicht durch den dann völlig verseuchten Filterraum hindurch, sondern vergiftungs- und
verseuv-nungsfrei.
Um bequem beobachten und messen zu können, sind oben am Ausstiegsrohr entsprechende Maßnahmen getroffen,
insbesondere ist eine Ausblicksoptik vorgesehen. Zum Schutz gegen die nur kurzzeitige Hitzestrahlung
ist ein Hitzestrahlungsschild geeignet.
Sehr vorteilhaft ist es, in der Hauptschleuse einen Dekontaminationsraum vorzusehen. Hierdurch sind erste,
erprobende Schritte bzw. Warnings- und Reparaturarbeiten im noch sehr stark verseuchten Gebiet
oberhalb des Schutzraums möglich. Die erfindungsgemäße Anlage läßt somit einen gefahrlosen, langsamen
Übergang vom Schutzfall in den nachfolgenden Nichtschutzfall zu, ohne daß alle zuvor durchgeführten
Schutzbemühungen zunichte gemacht wurden.
r>\e erste Stufe des Luftfilters ist vorteilhafterweise
außerhalb der Schutzzelle in einem Rohr angeordnet, das in seiner Formgebung dem Austrittsrobr entspricht.
Damit wird als zusätzliches Fertigbauteil lediglich noch ein derartiges, rohrartiges Bauteil genutigt. Seine Abmessungen
sind jedoch wesentlich kleiner als die der beiden Hauptbauteile.
Sehr vorteilhaft ist es, der Schutzbunkeranlage einen
Sauerstoff- bzw. Preßluftvorratsbehälter mit einer relativ großen Kapazität von mindestens einer Tagesmenge
des Sauerstoffbedarfs bei Nennbelegung zuzuordnen. Einerseits wird angegeben, daß nach einer atomartn
Explosion durch Folgebrände der Sauerstoffgehalt der Umgebungsluft drastisch herabsinkt, andererseits werden
durch diese Maßnahmen die beiden Luftfilter während der Hauptverschmutzungszeit geschont und nich·
belastet, so daß s>e langer genutzt und weniger kontaminiert
werden.
Weitere Ausbildungen und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus den übrigen Ansprüchen. Ein Ausführungsbeispiel einer Schutzbunkeranlage wird in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert und unter
Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung einer Schutzbunkeranlage
mit einer Eingangszelle, einem dreigeschossigen Turm aus Schutzzellen und einer sehr tief
liegenden Schutzzelle,
F i g. 2 eine Draufsicht auf eine Scheibe,
Fig. 3 ein Schnittbild entlang der Schnittlinie III-III in
Fig. 2.
F i g. 4 einen Vertikalschnitt durch eine Außenwand,
F i g. 5 einen Vertikalschnitt durch den Verbindungsbereich zweier auf gleicher Ebene gekoppelter Schutzzellen,
F i g. 6 eine schnittbildliche Montagezeichnung für eine Schutzzelle mit Austrittsrohr und Luftfilter,
Fig.7 ein horizontales Schnittbild durch eine Eingangszelle,
F i g. 8 einen Axialschnitt durch das obere Ende eines Ausstiegsrohres, und
F i g. 9 einen Axialschnitt durch eine erste Stufe eines Filters.
Wie Fig. 1 zeigt, ist die Schutzbunkeranlage aus lediglich
zwei größeren Fertigbauteilen, nämlich einem Zylinderring 1 und einer Scheibe 2 aufgebaut. Für eine
ein7elne Schiit77p|lp .£ 7 R Hi^ links oben befindlich?
Eingangszelle 5'werden zwei Scheiben 2 und ein Zylinderring
1 benötigt. Die Schutzzellen 5 lassen sich sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen
beliebig und bequem miteinander verbinden, wodurch ein modulares System oder auch Baukastensystem gebildet
wird und es möglich ist, den individuellen Wünschen einzelner Bauherren weitestgehend nachzukommen.
In Fig. 1 befindet sich eine Schutzzelle 5rechts unten,
die Erdschicht über ihr ist besonders dick. Diese Schutzzelie 5 ist somit eine besonders sichere Zelle, die
während oder zumindest kurz nach einem atomaren Angriff aufgesucht wird.
Die Ausbildung einer Scheibe 2 ist in den F i g. 2 und 3 gezeigt. Danach hat die Scheibe 2 insgesamt zwei,
durchstoßbare Lochbereiche 3,4 und zwei vorbereitete Standflächen 5 für je ein Rohr einer ersten Stufe eines
Luftfilters. Schließlich sind Befestigungspunkte 6 für axiale Spannmittel vorgesehen. Der durchstoßbare
Lochbereich 3 befindet sich randsei tig und dient für die Aufnahme eines Austrittsrohres, entsprechende Befestigungspunkte
6' sind vorgesehen. Der zentrale, durchstoßbare Lochbereich 4 kann für die vertikale Verbindung
zweier Schutzzellen 5 benutzt werden, hierfür eignet sich jedoch auch der durchstoßbare Lochbereich 3.
Die Scheibe 2 ist nahezu kreisrund, sie hat vier gleich verteilte Randbereiche 7. Diesen gegenüber befindet
sich der durchstoßbare Lochbereich 3 im 45 Grad-Winkel. Es ist mithin möglich, die Lochbereiche 3 übereinanderliegender
Scheiben 2 um 90 oder 180 Grad zueinander zu versetzen. Dadurch wird die Abschirmung verbessert
und eine individuelle innenraumaufteilung ermöglicht.
Wie F i g. 3 zeigt, hat die Scheibe 2 eine randseitige
Ausnehmung 8, die eine bessere Abdichtung gegenüber einem Zylinderring 1 ermöglicht und horizontale Scherkräfte
aufnimmt. In den Ausnehmungen 8 sind Dichtungen 9 befestigt, wie aus den F i g. 4 und 5 zu ersehen ist.
Dichtungen 9 sind somit örtlich fixiert und können nicht falsch montiert werden. Auch die durchstoßbaren Lochbereiche
3 und 4 haben, wie F i g. 3 zeigt, eine Abstufung 10, die eine sichere Verbindung sowie die Anordnung
einer vorbefestigten Dichtung ermöglicht
Der Zusammenbau zweier Scheiben 2 und eines Zylinderrings 1 für eine Schutzzelle S ist aus F i g. 4 ersichtlich.
Hieraus ist auch die relativ geringe Materialstärke der Beton-Fertigbauteile 1, 2 zu ersehen. In der Innenwand
des Zylinderrings 1 sind ein Leerrohr 11 für elektrische
Installationen mit nach der Installation zu vergießenden Verbindungsöffnungen im Bereich der
Kupplungsfläche und werkseilig eingegossene Dübel 12 in einem umlaufenden Raster vorgesehen, welche der
Befestigung der technischen Ausrüstung und der Trennwände dienen.
Die Verbindung zweier Schutzzellen S auf gleicher Ebene zeigt F i g. 5. Die Zylinderringe 1 und die Scheiben
2 der benachbarten Schutzzellen S berühren sich in den Randbereichen 7, die auch bei den Zylinderringen 1
vorgesehen sind. Somit bestehen relativ großflächige
ίο Verbindungsflächen zwischen den benachbarten
Schutzzellen S, dadurch sind auch die freien Durchgangsflächen für horizontale Verkehrsöffnungen Frelativ
groß und bequem. Die aneinandergrenzenden Zylinderringe 1 werden über hochfeste Dehnschrauben 13
und Muttern 14 aneinander gehalten. Die Schrauben 13 sind in ihrem Mittelbereich von Scherhülsen 15 umgriffen,
die Scherhülsen 15 wiederum sind von Dichtungen ift iimr>ntjt_ Zur Abdichtung ^cen in den Schütz 17
eindringendes Gas sind Ringdichtungen 18 im Bereich der Durchgangsöffnung Feinsetzbar. Die Durchgangsöffnung Fist noch nicht durchstoßen, vielmehr sind nur
Schwächungslinien 19 gezeigt, die zu insgesamt vier durchstoßbaren I ochbereichen 20 des Zylinderrings 1
gehören. Schließlich zeigt Fig. 5 noch Installationsdurchlässe 21 einer Scheibe 2, hierbei handelt es sich um
kleine Öffnungen, die normalerweise durch einen Pfropfen 22 verschlossen sind und zugegossen werden, wenn
sie nicht benötigt werden.
Die F i g. 6 und 7 zeigen den Aufbau einer Eingangszelle 5'. In dieser befinden sich eine Hauptschleuse B mit
Dekontaminationsraum //und ein Teil einer Vorschleuse
5. Die Abtrennung dieser Schleusenräume erfolgt über ein Drucksegment 23 und mehrerer, radial verlaufende
Spreizplatten 24; die die Hauptschleuse B begrenzenden beiden Spreizplatte 24 sind mit je einer Schleusentür
25 versehen. Im Dekontaminationsraum //befinden sich eine Dusche 26 und ein Schrank 27 für Schutzbekleidung.
Die Vorschleuse A ist nach oben über einen durchstoßenen Lochbereich 3 mit einem Austrittsrohr 28 verbunden,
an dessen oberem Ende befindet sich eine Luke 29 für den Ein- und Ausstieg. Sie bildet zusammen mit
der gemeinsamen Schleusentür 25 die beiden Schleusentüren der Vorschleuse A. Die Luke 29 hat ein Strahlungshitzeschild
30, wie F i g. 8 zeigt Weiterhin ist ein Beobachtungsprisma 31 vorgesehen. Unterhalb der Luke
29 befindet sich ein Drehkranz 32 mit verschweißungssicheren Lagern. Über ein Überdruckventil 33
wird die gesamte Abluft des Systems, aus der Schutzzel-Ie S'kommend, die beiden Schleusen A und f?durchströmend,
kontinuierlich ins Freie herausgedrückt. Dies erübrigt aufwendige Dichtungsmaßnahmen im Bereich
der Ausstiegsluke 29 und des Drehkranzes 32 und ergibt eine automatische Aus-Ausblasung der einzelnen
Schleusen A, B bei deren Benutzung im Schutzfall. Im Austrittsrohr 28 befindet sich eine Einschub-Spindeltreppe
34, die bis auf den Boden der Eingangszelle S' reicht Sie ermöglicht einen bequemen Zugang zur Luke
29 und damit einen bequemen Ein- und Ausstieg und bildet den Beobachtungsstandplatz.
Neben dem Austrittsrohr 28 sind zwei in ähnlich ausgebildeten Rohren 35 untergebrachte erste Stufen eines
Luftfilters / angeordnet Diese Rohre 35 stehen auf den Standflächen 5 auf. Die Ausbildung des Luftfilters / ergibt
sich aus Fig.9. Danach wird dieser durch einen Deckel 36 nach oben abgeschlossen, der Deckel hat radiale
Einlaßschlitze 37. Der Deckel 36 wird mittels einer Spannschraube 38 und einer Spannmutter 39 gegen die
7 8 i
Standfläche 5 der Scheibe 2 gezogen, hierzu dient ein fj
spezielles Rohr 40, das über eine Mutter 41 verschraubt Ji
und abgedichtet ct. Es leitet zugleich die in der gezeig- |
ten ersten Stufe mechanisch vorgefilterte Luft nach un- I
ten in eine zweite Stufe 42 mit Aktivfilter. Die erste 5 Jj
Stufe J wird nach unten durch ein Sieb 43 und ein Rost gj
44 ab^ schlossen, im darüberbefindlichen Raum ist ein |
geeignetes Filtermittel 45, beispielsweise Sand, unterge- w
bracht. Schließlich ist eine Bypassleitung 46 vorgesehen, |
über die Normalluft direkt angesaugt werien kann, so- io ~-
wie eine Drainageöffnung 49. Eventuelle Rückstand- ;,·
strahlung aus der ersten Filterstufe / trifft, zwar stark !;j
abgeschwächt, lediglich die Hauptschleuse B, nicht aber -j
die Schutzzelle S selbst. !
Die Vorschleuse A hat eine dritte Tür C, die in einen 15 ~\
unterirdischen Stollen 47 öffnet. Diese verbindet die
Schutzbunkeranlage mit einem benachbarten Bauwerk I
iinrl vu'irA vor all*»m im PripHpncfaJj Kpnnt7t jm Schlitz- *~*
fall wird der Stollen ausschließlich als Mülldeponie be- I
nutzt. 20 I
Schließlich zeigt Fig. 7 zwei geöffnete, horizontale j
Durchgangsöffnungen Fund eine, durch eine Scheibe 48 j
abgeschlossene Durchgangsöffnung F. ! j
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen 25
30
35
45
50
55
60
65
Claims (14)
1. Unterirdische Schutzbunkeranlage mit mehreren,
untereinander verbundenen Schutzzellen, die aus hermetisch dicht miteinander verbundenen und
über Spannglieder verspannten Stahlbeton-Fertigbauteilen zusammengesetzt sind, die aus einer annähernd
kreisförmigen Scheibe und einem zwischen zwei Scheiben angeordneten Zylinderring bestehen,
wobei der Zugang eine Schleuse mit Ausstieg aufweist, der im Freien oberhalb der Schutzbunkeranlage
mündet, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugang neben der genannten Schleuse eine weitere
Schleuse aufweist, von denen die eine als Vorschleuse (A) und die andere als Hauptschleuse (B)
dient, daß der Zylinderring (1) geschoßhoch ist, daß
die Scheibe (2) als obere Abdeckung, Zwischendecke oder als unterer Abschluß verwendbar ist, daß mindestens
ein zweistufiges Luftfilter vorgesehen ist, dessen erste Stufe (J) sich außerhalb der Schleuse (A,
B) und der Schutzzellen (S, S') befindet und dessen zweite, mit austauschbaren Filtereinsätzen versehene
Stufe sich innerhalb der Hauptschleuse (B) befindet, und daß im Schutzbunker, einschließlich der beiden
Schleusen (A, B) stets ein atmosphärischer Überdruck herrscht und ein Abluftventil (33) in dem
als Austrittsrohr (28) ausgebildeten Ausstieg beständig nach außen durchströmt wird.
2. Schutzbunkeranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (2) und der Zylinderring
(1) vorbereitete, durch/-".oßbare Lochbereiche
(3,4,20) aufweisen.
3. Schutzbunkeranlage nach / -,spruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinderring (1) im Umfeld der Lochbereiche (2ö) unter Ausbildung von
Kupplungsflächen eben ausgebildet ist
4. Schutzbunkeranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede
Schutzzelle (S, S') eine Axialverspannung aufweist, die in Nähe der Zylinderachse verläuft.
5. Schutzbunkeranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe
(2) bzw. der Zylinderring (1) eine auf die Anschlußfläche des anderen Teils abgestimmte Ausnehmung
(8) aufweisen, und daß innerhalb der Ausnehmung (8) eine Dichtung (9) befestigt ist.
6. Schutzbunkeranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die
Hauptschleuse (B) und ein Teil der Vorschleuse (A) innerhalb der mit dem Zugang verbundenen Eingangszelle
(S') befinden und beide jeweils hermetisch abschließbare Schleusentüren (25, 29, G) haben.
7. Schutzbunkeranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich oberhalb
des innerhalb der Eingangszelle (S') befindlichen Teils der Vorschleuse (A) das Austrittsrohr (28)
mit Einschub-Spindeltreppe (34) befindet, deren Stufen aus einem strahlungshemmenden Material gefertigt sind.
8. Schutzbunkeranlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Austrittsrohr (28) oben
durch ein Strahlungshitzeschild (30) oberhalb der Luke (29) abgedeckt ist und ein Beobachtungsprisma
aufweist.
9. Schutzbunkeranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Haupt-
schleuse (B) einen Dekontaminationsraum (H) enthält,
der mit einer Dusche (26), einem Schrank (27) für Schutzanzüge und Entgiftungsmitteln ausgerüstet
ist
10. Schutzbunkeranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet daß die erste
Stufe (J) des Luftfilters in einem Rohr (35) ähnlich dem Austrittsrohr (28) untergebracht, neben ,!iesem
und oberhalb der Eingangszelle (S') angeordnet und mittels Axialverspannung mit der Eingangszelle (S')
verbunden ist
11. Schutzbunkeranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet daß mindestens
zwei wahlweise nutzbare erste Stufen (J) vorgesehen sind.
12. Schutzbunkeranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch einen zweiten, in
Friedenszeiten benutzbaren, einerseits innerhalb eines benachbarten Bauwerks und andererseits in der
Vorschleuse (A) endenden Zugangs in Form eines Stollens (47), der hermetisch dicht abschließbar ist
13. Schutzbunkeranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet durch einen Sauerstoffbzw.
Preßluftvorratsbehälter mit einer Kapazität von mindestens einer Tagesmenge des Sauerstoffbedarfs
bei Nennbelejung der Schutzbunkeranlage.
14. Schutzbunkeranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet daß die Zylinderringe
(1) und die Scheiben (2) eine beliebig eckige Grundfläche haben.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE3144141A1 DE3144141A1 (de) | 1983-05-26 |
| DE3144141C2 true DE3144141C2 (de) | 1986-01-09 |
Family
ID=6145801
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3144141A Expired DE3144141C2 (de) | 1981-11-06 | 1981-11-06 | Unterirdische Schutzbunkeranlage mit mehreren Schutzzellen |
Country Status (4)
| Country | Link |
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| US (1) | US4507899A (de) |
| EP (1) | EP0079026B1 (de) |
| AT (1) | ATE25864T1 (de) |
| DE (1) | DE3144141C2 (de) |
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