DE3145176C2 - Wickelmaschine zum Wickeln elektrischer Spulen - Google Patents

Wickelmaschine zum Wickeln elektrischer Spulen

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DE3145176C2 DE3145176A DE3145176A DE3145176C2 DE 3145176 C2 DE3145176 C2 DE 3145176C2 DE 3145176 A DE3145176 A DE 3145176A DE 3145176 A DE3145176 A DE 3145176A DE 3145176 C2 DE3145176 C2 DE 3145176C2
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Abstract

Wenigstens zwei der Durchführung von Zusatzoperationen an zu wickelnden Spulen (2) dienende Zusatzwerkzeuge (5, 6, 7, 8) sind auf einem gemeinsamen Träger (T1) gelagert und mittels einer Drehbewegung und wenigstens einer translatorischen Bewegung desselben in ihre Arbeitslage überfahrbar. Die Wickelmaschine dient zum Wickeln von Spulen und der Durchführung von Zusatzoperationen an diesen in einer Spulenaufspannung.

Description

Die Erfindung betrifft eine Wickelmaschine zum Wikkeln elektrischer Spulen mit einer einer Zahl gleichzeitig zu wickelnder Spulen entsprechenden Anzahl von mit jeweils einem Drahtführer zusammenwirkenden an-
treibbaren Wickelspindeln, wobei alle Drahtführer auf einem gemeinsamen, verfahrbaren Träger gelagert sind und wobei den Wickelspindeln jeweils wenigstens zwei der Durchführung von Zusatzoperationen an der Spule dienende Zusatzwerkzeuge zugeordnet sind, die auf einem gemeinsamen Träger gelagert und mittels wenigstens einer translatorischen Bewegung des Trägers in ihre Arbeitslage führbar sind.
Solche Zusatzoperationen sind beispielsweise das Aufsetzen zu bewickelnder Spulenkörper auf die Wikkelspindel und das Abnehmen bewickelter Spulenkörper von den Wickelspindeln. Auch das Festlegen, insbesondere das Anwickeln von Drahtenden, sowie das Abschneiden des aus dem Drahtführer austretenden Drahtes zur Bildung von Drahtenden sind als solche Zusatzoperationen anzusehen. Weitere mögliche Zusatzoperationen sind beispielsweise das Bilden von Wicklungsabgriffen, das Bandagieren von Wicklungslagen oder das Abbiegen von Anschlußstiften zur Bildung e'ner Zugentlastung.
Bei der aus der DE-AS 26 32 671 bekannten Wickelmaschine der eingangs genannten Art sind sowohl die Drahtführer als auch die Zusatzwerkzeuge an einer allen gemeinsamen Führungsplatte gelagert, die in allen drei translatorischen Freiheitsgraden antreibbar ist. Jeder Wickelmaschine ist dabei eine unmittelbar benachbart angeordnete weitere Wickelspindel derart zugeordnet, daß jeweils nur eine der beiden Wickelspindeln rotiert, die jeweils andere dagegen stillsteht, so daß Zusatzoperationen an dieser Position ausgeführt werden können. Durch diese Maßnahme entsteht ein Freiraum, in dem Zusatzwerkzeuge verfahren werden können. Die Anzahl der Zusatzwerkzeuge je Wickelspindelpaar ist dabei als sehr klein anzusehen, da zwischen den Zusatzwerkzeugen jeweils ein wenigstens der größten Querabmessung der Spulen, teilweise sogar wenigstens der Längsabmessung der Spulen entsprechender Abstand eingehalten werden muß, um während des Verfahrens eines Zusatzwerkzeugs eine Kollision der übrigen Zusatzwerkzeuge mit den Spulen zu vermeiden. Hinzu kommt, daß bei translatorischen Bewegungen des die Drahtführer und die Zusatzwerkzeuge aufnehmenden Trägers zwangsläufig immer der aus dem Drahtführer austretende Draht mitbewegt wird; dies führt dazu, daß nur ganz bestimmte Zusatzoperationen mittels der Zusatzwerkzeuge ausführbar sind.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, den Raumbedarf für die Zusatzwerkzeuge zu verringern und gleichzeitig eine möglichst weitgehende Universalität der Wickelmaschine, d. h. ihre Anwendung für unterschiedliche und überdurchschnittlich aufwendige Spulenausführungen zu ermöglichen. Dies wird im Zusammenhang mit der eingangs definierten Wickelmaschine erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Träger für die Drahtführer unabhängig vom Träger für die Zusatzwerkzeuge verfahr- und positionierbar angeordnet ist und daß die Überführung der Zusatzwerkzeuge in ihre Arbeitslage durch eine Drehbewegung des Werkzeug-Trägers eingeleitet wird.
Die Unabhängigkeit der Lagerung und des Antriebs der Drahtführer von der Lagerung und dem Antrieb der /usatzwcrkzeuge ist entscheidend dafür, daß die angesirebte Universalität, d. h. die ohne umfangreiche Umrüstung mögliche Anpassung an die Fertigung unterschiedlichster Spulenbauformen, erreicht wird. Die Drehbewegung des Werkzeug-Trägers ist dabei von besonderem Vorteil, da damit meh.ere Zusatzwerkzeuge iiuf verhältnismäßig engem Raum gehalten und in ihre Arbeitslage überführbar sind. Es können beispielsweise auf dem Werkzeug-Träger jeweils um 60° versetzt sechs verschiedene Zusatzwerkzeuge angebracht sein, die durch eine entsprechende Drehbewegung des Werkzeug-Trägers in eine Ausgangslage überführt werden körinen, von der aus durch eine nachfolgende translatorische Bewegung die eigentliche Arbeitsposition angesteuert wird.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht für den Werkzeug-Träger vor, daß dieser als vor den maschinenabgewandten Stirnebenen der Wickelspindeln angeordnete Trägerstange ausgebildet ist. Die Trägerstange erstreckt sich also entlang aller Wickelspindeln und ermöglicht nacheinander jeweils die gleichzeitige Ausführung gleichartiger Zusatzoperationen an den Wickelspindein. In Anpassung an unterschiedliche Wickelaufgaben — sich ändernde Bauvorschriften der Spulen — wird vorgesehen, daß der Werkzeug-Träger lösbare Arretierelemente zur Verbindung der Zusatzwerkzeuge mit dem Werkzeug-Träger aufweist. Hierbei ist sowohl an den Ersatz eines bestimmten Zusatzwerkzeugs durch ein der gleichen Zusatzoperation dienendes gleichartiges Zusatzwerkzeug veränderter Form und Abmessung, als auch den Ersatz eines Zusatzwerkzeugs durch ein einer anderen Zusatzoperation dienendes Zusatzwerkzeug zu denken.
Ein besonderer Vorteil besteht darin, das Be- und Entladen der einzelnen Wickelstationen mit Hilfe der auf dem Werkzeug-Träger gelagerten Zusatzwerkzeuge durchzuführen. Demzufolge weist der Werkzeug-Träger je Wickelspindel ein Spulengreifwerkzeug auf, das zwischen den Wickelspindeln und einer an allen Wickelspindeln vorbeigeführten Spulentransporteinrichtung verfahrbar, insbesondere verschwenkbar, ist. Als weitere wesentliche Zusatzoperationen sind das Abschneiden von Drähten und die Bildung von Anwicklungen an Spulenstifte anzusehen. Demzufolge weist der Werkzeug-Träger je Wickelspindel ein Anwickel- und Schneidwerkzeug auf.
Die Zusatzwerkzeuge können nicht nur mit dem Drahtführer, der Wickelspindel und einer Spulentransporteinrichtung zusammenarbeiten; der Werkzeug-Träger kann je Wickelspindel wenigstens ein Zusatzwerkzeug aufweisen, das auf ein Zusammenwirken mit einer je Wickelspindel vorgesehenen zusätzlichen Arbeitsvorrichtung abgestimmt ist. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, daß je Wickelspindel wenigstens ein Isolierfolienspeicher vorgesehen ist. Zusätzlich weist dann der Werkzeug-Träger je Wickelspindel wenigstens ein Zusatzwerkzeug auf, das auf Zusamenwirken mit dem Isolierfolienspeicher abgestimmt ist. Diese Anordnung wird vorteilhafterweise dadurch ergänzt, daß ein als Bandgreifer ausgebildetes Zusatzwerkzeug ap den Ausgangsbereich des Isolierfolienspeichers heranführbar ist. Der Bandgreifer zieht das aus dem Isolierfolienspeicher herausragenden Folienende in Richtung auf die Wickelspindel ab und drückt es an diese an. Anschließend kann — gegebenenfalls unter Einsatz eines anderen Zusatzwerkzeugs — eine Bandagierung der Spule erfolgen.
Insbesondere im Hinblick auf solche Zusatzoperationen ist als vorteilhaft anzusehen, daß der Werkzeug-Träger in Richtung seiner Drehachse auslenkbar ist.
Bezüglich der konstruktiven Realisierung des Werkzeug-Trägers und seiner Bewegungsfreiheitsgi ade sieht eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung vor, daß der Werkzeug-Träger an zwei die Wickelspindeln zwischen sich einschließenden Haltegliedern gelagert ist.
deren aus einem verschwenkbaren Tragarm herausragende wirksame Länge mittels eines Antriebs veränderbar ist. Zweckmäßigerweise ist der Werkzeug-Träger derart an den Haltegliedern gelagert, daß er mittels eines weiteren Antriebs in Richtung seiner Drehachse relativ zu den Haltegliedern verfahrbar ist.
Bei bekannten Wickelmaschinen erzwingt eine Spulenbauvorschriftsänderung, die mit einer Änderung des Durchmessers und/oder der Beschaffenheit des zu wikkelnden Drahtes verbunden ist, eine entsprechende Umrüstung der Wickelstation. Auch im Zusammenhang mit dem Wickeln von Spulen mit mehreren voneinander unabhängigen Wicklungen ist bereits die Verwendung mehrerer Drahtsorten unterschiedlicher Drahtbeschaffenheit und/oder Drahtstärke bekannt. Das Bewickeln kann hierbei in entlang eines Transportweges hintereinander geschalteten Wickelstationen erfolgen.
Bei der üblicherweise geforderten Isolierung zweier Wicklungen auf dem Spulenkörper gegeneinander muß nach der Fertigstellung der ersten Wicklung eine isolierende Bandage auf die fertige Wicklung aufgebracht werden; erst danach kann das Wickeln der zweiten Wicklung erfolgen. In einer automatischen Wickelmaschine bedeutet dies, daß der Wickelstation, in der die erste Wicklung aufgebracht wird, eine Bandagierstation nachgeschaltet ist und daß nach der Bandagierstation eine weitere Wickelstation angeordnet wird, der wiederum eine Bandagierstation nachgeschaltet sein muß. Dieser verhältnismäßig hohe Aufwand zwingt in der Praxis dazu, das Aufbringen der beiden Wicklungen auf unterschiedlichen Maschinen durchzuführen. Die Spule verläßt also die erste Maschine im halbfertigen Zustand und wird dann in eine zweite Maschine eingebracht, in der die zweite Wicklung hergestellt wird.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung befaßt sich damit, eine einfache Anpassung an zu wickelnde Drähte unterschiedlichen Durchmessers und/oder unterschiedlicher Beschaffenheit zu erzielen und insbesondere das Wickeln von Spulen mit aus entsprechend unterschiedlichen Drähten aufgebauten Wicklungen in einer Aufspannung der Spulenkörper zu ermöglichen. Dies wird dadurch erreicht, daß auf dem Drahtführer-Träger zusätzlich zu jedem Drahtführer wenigstens ein einen Draht anderer Beschaffenheit und/oder anderen Durchmessers aufnehmender zusätzlicher Drahtführer derart gelagert ist, daß wahlweise der Draht des Drahtführers oder der Draht eines der zusätzlichen Drahtführer mit der zu wickelnden Spule in Eingriff bringbar ist.
Der wesentliche Vorteil dieser Ausgestaltung der Erfindung ist darin zu sehen, daß an jeder Wickelstation — am Ort jeder Wickeispinuei — mehrere unterschiedliche Drähte bereitstellbar sind, so daß jederzeit eine Umstellung auf andere Spulenbauvorschriften und der Aufbau von Wicklungen mit unterschiedlichen Drahtsorten möglich ist.
Eine vorteilhafte Realisierung dieser Anordnung sieht vor. daß der Drahtführer-Träger als Trägerstange ausgebildet ist. die in Richtung ihrer Längsachse und in der dazu senkrechten Richtung der Wickelspindelachse bewegbar ist. Durch die Verschiebung der Trägerstange in Richtung ihrer Längsachse kann wahlweise der Drahtführer oder einer der zusätzlichen Drahtführer unmittelbar in den Bereich der Wickelspindel positioniert werden: durch eine parallel zur Richtung der Wickelspindelachse erfolgende zweite Verschiebebewegung wird der Drahtführer zwischen zwei Begrenzungsflanschen des zu bewickelnden Spulenkörpers hin und her seführt.
Eine weitere Möglichkeit zur wahlweisen Verbindung entweder des Drahtführers oder eines der zusätzlichen Drahtführer mit einer Wickelspindel besteht darin, daß alle Drahtführer in einem Trägermagazin gehalten und mittels einer gemeinsamen, in wenigstens zwei Freiheitsgraden bewegbaren Drahtführeraufnahme in diis Trägermagazin hinein- und wieder aus diesem herausführbar sind. Je Wickelspindel ist also eine Drahtführeraufnahme vorgesehen, die mit dem Drahtführer oder einem der zusätzlichen Drahtführer wahlweise kuppelbar ist. Das Trägermagazin kann dabei ein einfachster Weise durch eine Profilstange gebildet sein, auf die entweder eine hakenförmige Kontur der Drahttührer aufgesetzt wird, oder die in einem sich an eine Einführöffnung anschließenden Schlitz ein pilzförmiges Verbindungsteil der Drahtführer aufnimmt. Zur wahlweisen Verbindung und Lösung der Drahtführeraufnahme mit den bzw. von den Drahtführern ist gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen, daß die Drahtführer und die zusätzlichen Drahtführer einerseits und die Drahtführeraufnahmen andererseits aneinander angepaßte, durch entsprechende Relativbewegungen arretierbare und lösbare Kupplungsteile aufweisen.
In diesem Zusammenhang ist als vorteilhaft anzusehen, daß eine der Zahl der Wickelspindeln entsprechende Anzahl von Drahtführeraufnahmen in einem zumindest annähernd dem Wickelspindelabstand entsprechenden Abstand gegeneinander versetzt auf der Drahtführer-Trägerstange angeordnet sind, die zumindest alle drei translatorischen Bewegungsfreiheitsgrade aufweist. Durch eine einfache Verschiebung der Drahtführer-Trägerstange in Richtung ihrer Längsachse können also die Drahtführeraufnahmen jeweils dem benötigten Drahtführer gegenübergestellt und durch eine anschließende translatorische Bewegung in Richtung auf das Trägermagazin mit diesem gekoppelt werden. Durch Kombination mindestens zweier translatorischer Bewegungen wird dann die Drahtführeraufnahme mit dem daran befindlichen Drahtführer in die gewünschte Wickelposition gebracht.
Jeder Wechsel des Drahtführers am Ort einer Wickelspindel führt zwangsläufig dazu, daß ein neuer Anfang einer Wicklung festgelegt werden muß. In diesem Zusammenhang sieht eine vorteilhafte Weiterbildung vor. daß die Drahtführer derart ausgebildet sind und mit Schneidwerkzeugen zusammenwirken, daß nach dem Abtrennen eines Drahtes ein für eine nachfolgende Festlegung des im Drahtführer geführten Drahtes an einem Anschlußstift ausreichender Drahtabschnitt aus dem Drahtführer herausragt. Dies kann insbesondere dadurch erreicht werden, daß der Draht innerhalb des Drahtführers klemmbar ist. Dies bietet die Möglichkeit, ohne ortsfeste Anschlüsse und damit ohne Drahtabfall zu arbeiten. Die Festlegung kann also direkt an Spulenanschlußstiften erfolgen. Bei radialer Ausrichtung eines Spulenanschlußstiftes ist beispielsweise das Verfahren des Anbringens einer Drahtwicklung am Anschlußstifi durch entsprechende Verfahrbewegungen des Drahtführers einsetzbar. Insbesondere für axial von der Spule abstehende Spulenanschlußstifte sieht eine Weiterbildung vor, daß der Drahtabschnitt durch entsprechende Positionierung des Drahtführers schräg an den Anschlußstift ansetzbar und in dieser Lage von einem Fanghaken des Ai Wickelwerkzeugs erfaßbar ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in drei Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
Die F i g. 1 zeigt einen Ausschnitt einer Mehrfachwikkelmaschine mit zwei unabhängig voneinander verfahr-
7
baren Trägerstangen. angeordneten Kassette 13 für eine Isolierfolie das am
In der Fig. 2 ist in einer Schemadarstellung die Lage Austrittsbereich der Kassette 13 austretende Isolier- und Ausbildung von auf Zusatzoperationen an einem bandende an den Spulenkörper 2 herangeführt. Spulenkörper abgestimmten zusätzlichen Arbeitsvor- Mittels einer ebenfalls nur schematisch angedeuteten
richtungen und Zusatzwerkzeugen im Bereich einer 5 Andruckvorrichtung 14, die im wesentlichen aus einem Wickelspindel veranschaulicht. über Rollen geführten flexiblen Band gebildet ist, kann
Fig.3 zeigt die einer Wickelspindel zugeordneten eine Festlegung von Wicklungsanfängen oder das Drahtführer in ihrer Ruhelage innerhalb eines Träger- Schließen von Bandagen erfolgen, magazins. In der F i g. 3 ist in einer perspektivischen Darstellung
Die Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine io ein Ausschnitt aus dem Trägermagazin 4 dargestellt, in Wickelmaschine mit acht nebeneinander angeordneten das drei einer Wickelspindel zugeordnete Drahtführer Wickelspindeln, von denen fünf, 51 bis 55, sichtbar sind. 31, 32 und 33 eingefügt sind. Eine nicht dargestellte Eine Trägerstange 7*1 ist mittels zweiter Halteglieder Trägerstange enthält je Wickelspindel eine Aufnahme, HH, H12 an einem mittels eines Motors MX ver- die hinter die Riegelzapfen R 3 einer der drei Drahtfühschwenkbaren Tragarm Vi gelagert. Die Halteglieder 15 rer 31, 32 und 33 einfahrbar ist. Damit erfolgt eine An-WIl. H12 sind derart ausgestaltet, daß der wirksame kopplung der Trägerstange an den entsprechenden Abstand ihrer Lagerung für die Trägerstange Π vom Drahtführer 31,32 oder 33, so daß dieser durch entspre-Tragarm V1 variierbar ist. chende translatorische Bewegungen der Trägerstange
Mittels zweier Motore MH, M12 ist die Trägerstan- in den Bereich einer ebenfalls nicht dargestellten Wikge Ti in Richtung ihrer Längsachse bewegbar und um 20 kelspindel überführt werden kann.
ihre Längsachse drehbar. Sämtliche Freiheitsgrade der
Bewegung sind durch entsprechende Pfeile versinnbild- Hierzu 2 Blatt Zeichnungen licht.
In ähnlicher Weise ist eine weitere Trägerstange T2 mittels zweier Halteglieder H21, H22 an einem weiteren, ebenfalls mittels eines Motors Λ/2 verschwenkbaren Tragarm V2 befestigt. Auch die weitere Trägerstange T2 ist mittels zweier Motore M 21, M 22 um ihre Längsachse drehbar und in Richtung ihrer Längsachse bewegbar. Die Trägerstange Ti dient der Aufnahme von mehreren — nicht dargestellten — Drahtführern je Wickelspindel 51 bis 55, -während auf der weiteren Trägerstange T2 — ebenfalls nicht dargestellte — Zusatzwerkzeuge befestigt sind.
Im vorderen Bereich der Trägerstangen Π bzw. T2 sind jeweils die dreidimensionalen Arbeitsbereiche der beiden Trägerstangen Ti, T2 bzw. der an ihnen befestigten Werkzeuge dargestellt. Durch Schraffur ist der Überschneidungsbereich der beiden dreidimensionalen Arbeitsbereiche veranschaulicht; in diesem Überschneidungsbereich findet das Zusammenwirken der Drahtführer mit den Zusatzwerkzeugen statt
In der schematischen Darstellung der F i g. 2 trägt eine Wickelspindel 1 einen zu bewickelnden Spulenkörper 2. Das Bewickeln des Spulenkörpers 2 erfolgt mit Hilfe eines Drahtführers 3, der in einem Magazin 4 gelagert ist. Der Drahtführer 3 kann von einer an der Drahtrührer-Trägerstange Ti befestigten, schematisch durch Stifte dargestellten Drahtführeraufnahme Π1, Γ12 aus dem Trägermagazin 4 übernommen und in den unmittelbaren Bereich des Spulenkörpers 2 überführt werden.
Dem Spulenkörper 2 gegenüber steht die Werkzeug-Trägerstange T2, die insgesamt vier Zusatzwerkzeuge trägt Im einzelnen sind dies ein Spulengreifwerkzeug 5, eine Anwickel- und Schneidvorrichtung 6, ein Drahtform- und Haltewerkzeug 7 sowie ein Isolierbandgreifwerkzeug 8.
Mittels des Spulengreifwerkzeugs 5 kann der Spulenkörper 2 nach seiner Bewickelung auf eine Transportbahn 9 überführt werden. Das Anwickel- und Schneidwerkzeug 6 dient zum Anlegen des aus dem Drahtführer 3 herausstehenden Drahtendes 10 an einen der beiden Anschlußstifte 11, 12 des Spulenkörpers 2. Das Drahtform- und Haltewerkzeug 7 wird zur Bildung von Abgriffen an der zu wickelnden Spule und zur Bildung von Windungen in bestimmten Entfernungen von den Spulenflanschen benutzt Mit dem Bandgreifwerkzeug 8 wird aus einer im Bereich jeder Wickelspindel 1 ortsfest

Claims (19)

Patentansprüche:
1. Wickelmaschine zum Wickeln elektrischer Spulen mit einer einer Zahl gleichzeitig zu wickelnder Spulen entsprechenden Anzahl von mit jeweils einem Drahtführer zusammenwirkenden antreibbaren Wickelspindeln, wobei alle Drahtführer auf einem gemeinsamen, verfahrbaren Träger gelagert sind und wobei den Wickelspindeln jeweils wenigstens zwei der Durchführung von Zusatzoperationen an der Spule dienende Zusatzwerkzeuge zugeordnet sind, die auf einem gemeinsamen Träger gelagert und mittels wenigstens einer translatorischen Bewegung des Trägers in ihre Arbeitslage führbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (T1) für die Drahtführer (3) unabhängig vom Träger (T2) für die Zusatzwerkzeuge (5, 6, 7, 8) verfahr- und positionierbar angeordnet ist und daß die Oberführung der Zusatzwerkzeuge (5,6, 7,8) in ihre Arbeitslage durch eine Drehbewegung des Werkzeug-Trägers (T2) eingeleitet wird.
2. Wickelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeug-Träger (T2) als vor den maschinenabgewandten Stirnebenen der Wickelspindeln (1) angeordnete Trägerstange ausgebildet ist.
3. Wickelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeug-Träger (T2) lösbare Arretierelemente zur Verbindung der Zusatzwerkzeuge (5, 6, 7, 8) mit dem Werkzeug-Träger (Γ2) aufweist.
4. Wickelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeug-Träger (Γ2) je Wickelspindel (1) ein Spulengreifwerkzeug (5) aufweist, das zwischen den Wickelspindeln (1) und einer an allen Wickelspindeln (1) vorbeigeführten Spulentransporteinrichtung (9) verfahrbar, insbesondere verschwenkbar, ist.
5. Wickelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeug-Träger (Γ2) je Wickelspindel (1) ein Anwickel- und Schneidwerkzeug (6) aufweist.
6. Wickelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß je Wickelspindei (1) wenigstens ein Isolierfolienspeicher (13, 14) vorgesehen ist.
7. Wickelmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeug-Träger (Γ2) je Wickelspindel (1) wenigstens ein Zusatzwerkzeug (7, 8) aufweist, das auf Zusammenwirken mit dem Isolierfolienspeicher (13,14) abgestimmt ist.
8. Wickelmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein als Bandgreifer ausgebildetes Zusatzwerkzeug (8) an den Ausgangsbereich des Isolierfolienspeichers (13) heranführbar ist.
9. Wickelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeug-Träger (T2) in Richtung seiner Drehachse auslenkbar ist. bo
10. Wickelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeug-Träger (T2) an zwei die Wickelspindeln (S 1 ... 5 5) zwischen sich einschließenden Haltegliedern (//21, H 22) gelagert ist, deren aus einem verschwenkbaren Tragarm (V2) herausragende wirksame Länge mittels eines Antriebs veränderbar ist.
11. Wickelmaschine nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Werkzeug-Träger (T" 2) derart an den Haltegliedern (//21, H 22) gelagert ist, daß er mittels eines weiteren Antriebs (M 22) in Richtung seiner Drehachse relativ zu den Haltegliedern (H 21, //22) verfahrbar ist
12. Wickelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Drahtführer-Träger (7Ί) zusätzlich zu jeden Drahtführer (3) wenigstens ein einen Draht anderer Beschaffenheit und/oder anderen Durchmessers aufnehmender zusätzlicher Drahtführer (31,32) derart gelagert ist, daß wahlweise der Draht (10) des Drahtführers (3) oder der Draht eines der zusätzlichen Drahtführer (31, 32) mit der zu wickelnden Spule (2) in Eingriff bringbar ist
13. Wickelmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Drahtführer-Träger (71) als Trägerstange ausgebildet ist, die in Richtung ihrer Längsachse und in der dazu senkrechten Richtung der Wickelspindelachse bewegbar ist.
14. Wickelmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß alle Drahtführer (3) in einem Trägermagazin (4) gehalten und mittels einer gemeinsamen, in wenigstens zwei Freiheitsgraden bewegbaren Drahtführeraufnahme (7*11, T12) in das Trägermagazin (4) hinein- und aus diesem herausführbar sind.
15. Wickelmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtführer (33) und die zusätzlichen Drahtführer (31, 32) einerseits und die Drahtführeraufnahme (7*11, T12) andererseits aneinander angepaßte, durch entsprechende Relativbewegungen arretierbare und lösbare Kupplungsteile (R 3) aufweisen.
16. Wickelmaschine nach Anspruch 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Zahl der Wickelspindeln (1) entsprechende Anzahl von Drahtführeraufnahmen (7*11, T12) in einer zumindest annähernd dem Wickelspindelabstand entsprechenden Entfernung gegeneinander versetzt auf der Draht führer-Trägerstange (TI) angeordnet sind, die zumindest alle drei translatorischen Bewegungsfreiheitsgrade aufweist.
17. Wickelmaschine nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtführer (3) derart ausgebildet sind und mit Schneidwerkzeugen (6) zusammenwirken, daß nach dem Abtrennen eines Drahtes ein für eine nachfolgende Festlegung des im Drahtführer (3) geführten Drahtes an einem Anschlußstift (11, 12) ausreichender Drahtabschniu (10) aus den Drahtführern (3) herausragt.
18. Wickelmaschine nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Drahtabschnitt (10) durch entsprechende Positionierung des Drahtführers (3) schräg an den Anschlußstift (11,12) ansetzbar und in dieser Lage von einem Fanghaken des Anwickelwerkzeugs (6) erfaßbar ist.
19. Wickelmaschine nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht (10) innerhalb der Drahtführer (3) klemmbar ist.
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