DE3145345C2 - Spritzgießmaschine für die Herstellung von Formteilen aus elastomerem Material - Google Patents

Spritzgießmaschine für die Herstellung von Formteilen aus elastomerem Material

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DE3145345C2
DE3145345C2 DE19813145345 DE3145345A DE3145345C2 DE 3145345 C2 DE3145345 C2 DE 3145345C2 DE 19813145345 DE19813145345 DE 19813145345 DE 3145345 A DE3145345 A DE 3145345A DE 3145345 C2 DE3145345 C2 DE 3145345C2
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DE19813145345
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Harald 6127 Breuberg Pirk
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Metzeler Kautschuk GmbH
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Metzeler Kautschuk GmbH
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entlüftung von Spritzgießformen in mehretagiger Anordnung, insbesondere zur Herstellung von Formartikeln aus elastomerem Material. Zur Vermeidung von Lufteinschlüssen oder Fehlstellen an der Oberfläche der Formteile ist dabei vorgesehen, daß die Formen abwechselnd nach dem Einspritzen des auszuvul kanisierenden Materials durchlastet, ein- oder mehrmals kurzzeitig geöffnet und nach dem Schließen wieder druckbelastet werden.

Description

dadurch gekennzeichnet, daß
c) zum Verschieben des Formunterteils (10) des oberen Formwerkzeuges (5) gesonderte, den oberen Pressenkopf (3) durchsetzende Führungsstangen (12) vorgesehen sind, und daß
d) der Formdeckel (13) des oberen Formwerkzeuges (5), der Formdeckel (9) des unteren Formwerkzeuges (6) und die Verteilerplatte (18) über im Pressentisch (2) geführte Ausheber (14) gemeinsam verschiebbar sind.
Die Erfindung betrifft eine Spritzgießmaschine entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
Eine derartige Spritzgießmaschine ist aus der GB-OS 20 07 578 bekannt. Hierbei ist ein öffnen der Form nur zur Entnahme der Formteile mögüch, indem zunächst das Oberteil der oberen Form hochgezogen und mittels eines entsprechenden Anschlages die Zwischenplatte mit ausgehoben wird, so daß dadurch die untere Form geöffnet wird.
Eine ähnliche Spritzgießmaschine ist aus der FR-PS 22 34 120 bekannt Danach können die einzelnen Formunter- und -Oberteile dadurch getrennt voneinander verschoben werden, daß sie miteinander über entsprechende Kuppelvorrichtungen verbunden werden. Dabei ist eine Kupplung geschaffen, die nur geöffnet wird, wenn fertige Formteile entnommen werden sollen.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einer Spritzgießmaschine der eingangs genannten Art die nach dem Einspritzen des Rohmaterials bei der anschließenden Vulkanisation freiwerdende oder bereits mitgeführte Luft ohne gesonderte Lüftungsöffnungen abzuführen, so daß sicher gewährleistet ist, daß die hergestellten Formteile frei von Lufteinschlüssen oder Fehlstellen an der Oberfläche sind, ohne daß dabei ein zusätzlicher Austrieb in Kauf genommen werden muß.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist ausgehend von dem eingangs genannten Stand der Technik nach der Erfindung eine Anordnung entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs vorgesehen.
Diese Anordnung ermöglicht es, auch bei Spritzgießmaschinen mit zwei übereinander angeordneten Formwerkzeugen die Formen ein oder mehrmals kurzzeitig zu öffnen und nach dem Schließen wieder mit Druck zu beaufschlagen, so daß durch die dabei mögliche Entlüftung eingeschlossene Luft sicher abgeführt werden kann. Dabei tritt ein zusätzlicher Materialverlust durch Austriebsbildung nicht auf.
Anhand einer schematischen Zeichnung wird die Erfindimg nachfolgend durch ein Ausführungsbeispiel näher erläutert Dabei zeigt
F i g. 1 eine Spritzgießmaschine mit zwei übereinander angeordneten Formen im geschlossenen Zustand,
F i g. 2 die Spritzgießmaschine mit geöffneter oberer Form, und
to F i g. 3 die Spritzgießmaschine mit geöffneter unterer Form.
Wie zunächst aus F i g. 1 zu ersehen ist, weist die Einspritzpresse 1 einen feststehenden unteren Pressentisch 2 und einen feststehenden oberen Pressenkopf 3 auf, die über Führungssäulen 4 miteinander verbunden sind. In der Presse 1 sind in zwei Etagen übereinander eine obere Form 5 und eine untere Form 6 angeordnet Die untere Form 6 besteht dabei aus dem feststehenden Formunterteil 7 mit der individuell regelbaren Heizplatte 8 und dem Formdeckel 9, der in noch zu beschreibender Weise vertikal verfahrbar ist Bei der oberen, spiegelbildlich angeordneten Form 5 ist das Formunterteil 10 zusammen mit der zugehörigen Heizplatte 11 über Führungsstangen 12 vertikal verfahrbar und auf den Formdeckel 13 aufsetzbar. Oberer und unterer Formdeckel 13 und 9 sind dabei im über Ausheber 14 verfahrbaren Maschinenmittelteil 15 über ihre zugehörigen Heizplatten 16 und 17 mit der temperierten Verteilerplatte 18 verbunden, über deren axial verlaufenden Zuführungskanal 19 und deren beide vertikalen Verteilerkanäle 20 und 21 das auszuvulkanisierende Rohmaterial in die Formen 5 und 6 gepreßt wird. Durch die Temperierung der Materialzuführung auf eine Temperatur unterhalb der Vulkanisationstemperatur ist sichergestellt, daß nach einer Füllung der Formen das in den Zuführungskanälen verbleibende Material bei Temperaturerhöhung der Formen nicht mit ausvulkanisiert und somit beim nächsten Schuß direkt mit verwendet werden kann.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist nunmehr die folgende: Jn die geschlossenen Formen 5 und 6 wird zunächst das elastomere Rohmaterial eingespritzt, das sich auf die einzelnen Formnester in den beiden Formen verteilt. Kurz nach Füllung der Form wird — wie aus Fig.2 ersichtlich ist — zunächst die obere Form 5 druckentlastet und kurzzeitig geringfügig geöffnet, indem über die Führungsstangen 12 das Formunterteil 10 angehoben wird, so daß die noch innerhalb der Form eingeschlossene Luft sowie eventuelle Luftblasen innerhalb des auszuvulkanisierenden Materials entweichen kann.
Anschließend wird — wie aus F i g. 3 ersichtlich — das Maschinenmittelteil 15 über seine Ausheber 14 so weit aufgefahren, daß der Formdeckel 13 der oberen Form 5 an das Formunterteil 10 zur Anlage kommt und somit die Form 5 wieder geschlossen ist. Durch diesen Aufwärtshub wird gleichzeitig der Formendeckel 9 der unteren Form 6 angehoben, so daß die untere Form 6 entsprechend entlüftet wird.
Nach Entlüftung der unteren Form 6 wird dann durch synchrones Niederfahren der Ausheber 14 und der Führungsstangen 12 für die obere Form 5 die untere Form 6 wieder geschlossen, wobei während des Niederfahrens die obere Form 5 vollständig geschlossen bleibt. Damit ist dann der Zustand nach Fig. 1 wieder erreicht und nach Druckbelastung der Formen 5 und 6 erfolgt das weitere Ausvulkanisieren der Formteile.
Dieses kurzzeitige öffnen der Formen kann jedoch
auch in umgekehrter Reiheniolge durchgeführt werden, nidem nämlich zunächst das Maschinenmittelteil 15 und das obere Formunterteil 10 bei geschlossener Form 5 synchron hochfahren und damit die Form 6 öffnen, anschließend das Maschinenmittelteil 15 bei stehenbleibendem oberen Formenunterteil 10 wieder abgesenkt wird und damit die untere Form 6 schließt, wodurch die obere Form 5 geöffnet wird, und schließlich das obere Formunterteil 10 über die Führungsstangen 12 angesenkt und somit die obere Form 5 geschlossen wird.
Das öffnen und Entlüften der Formen kann dabei während eines Vulkanisationszyklus mehrmals und zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Vulkanisationsphase erfolgen, je nach ArJorderung des zu vulkanisierenden Formteilcs, der Formgröße und anderer Parameter.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
20
25
30
35
40
45
50

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Spritzgießmaschine für die Herstellung von Formteilen aus elastomerem Material
    a) mit mindestens zwei zwischen einem Pressentisch und einem oberen Pressenkopf übereinander angeordneten Formwerkzeugen aus relativ zueinander vertikal verschiebbaren Form-Unterteilen und Deckeln, und
    b) mit einer temperierbaren Verteilerplatte zwischen den beiden Formwerkzeugen, in der Kanäle für die Zufahrung des elastomeren Materials zu den Formnestern der Formwerkzeuge verlaufen,
DE19813145345 1981-11-14 1981-11-14 Spritzgießmaschine für die Herstellung von Formteilen aus elastomerem Material Expired DE3145345C2 (de)

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DE3145345A1 DE3145345A1 (de) 1983-05-26
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE895523C (de) * 1951-05-06 1953-11-02 Wilhelm Bussmann K G Verfahren und Einrichtung zum Steuern von hydraulischen Pressen, insbesondere Kunststoff-Pressen
US3898030A (en) * 1973-06-25 1975-08-05 Koehring Co Injection-mold clamping unit having alternately ejecting die assemblies
DE2750232A1 (de) * 1977-11-10 1979-05-17 Desma Werke Gmbh Form, insbesondere spritzgiessform, zum herstellen von formlingen aus kautschuk, insbesondere apex-ringen

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