DE3145601C2 - Anlaufscheibe - Google Patents
AnlaufscheibeInfo
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Classifications
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- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K5/00—Casings; Enclosures; Supports
- H02K5/04—Casings or enclosures characterised by the shape, form or construction thereof
- H02K5/16—Means for supporting bearings, e.g. insulating supports or means for fitting bearings in the bearing-shields
- H02K5/167—Means for supporting bearings, e.g. insulating supports or means for fitting bearings in the bearing-shields using sliding-contact or spherical cap bearings
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anlaufscheibe zur
axialen Begrenzung der Bewegung des Läufers von Elektro
motoren, insbesondere Außenläufermotoren, mit zwei Ring
scheiben, wobei eine napfförmig ausgebildete Ringscheibe aus
elastischem Material die andere, insbesondere aus Stahl
bestehende Ringscheibe peripher mit einem Ringsteg umfaßt.
Eine derartige Anlaufscheibe ist aus der AT-PS 3 56 209
bekannt. Eine Kunststoffscheibe ist durch eine kreiszylin
drische Ausnehmung napfförmig ausgebildet, so daß ein
umfänglicher Ringsteg gebildet ist. In der Ausnehmung sitzt
die andere Ringscheibe aus Metall, die somit durch den
Ringsteg peripher umfaßt wird. Die beiden Ringscheiben
müssen offensichtlich einzeln montiert werden, was umständ
lich und zeitaufwendig ist und folglich höhere Montagekosten
verursacht. Ferner liegen die beiden Scheiben flächenmäßig
aneinander an, so daß axiale Schwingungen sowie auftretende
Lagergeräusche nur unvollkommen gedämpft werden.
Aus der DE-PS 12 86 623 ist eine Vorrichtung zur Vermeidung
von Axialschwingungen bei Elektromotoren bekannt, wobei
zwischen einer Anlaufscheibe aus Metall und einer Ölspritz
buchse eine elastische Dämpfungsscheibe angeordnet ist. Ein
peripheres Umfassen der metallenen Anlaufscheibe durch die
Dämpfungsscheibe ist jedoch nicht vorgesehen.
Die DE-AS 20 16 866 beschreibt einen Kleinmotor, bei dem zur
Begrenzung der axialen Bewegungen der Läuferwelle einseitig
eine flächenmäßig an einer Metallscheibe anliegende,
elastische Scheibe und anderseitig eine von einem Gummiring
gehaltene Spurlagerplatte vorgesehen ist. Auch hier ist kein
peripheres Umfassen einer metallenen Scheibe durch eine
elastische Scheibe vorgesehen.
Schließlich ist in der DE-OS 22 56 361 ein Pumpenaggregat
beschrieben, das einen Elektromotor aufweist, der gemäß der
Zeichnung mit einer aus zwei Ringscheiben bestehenden
Anlaufscheibe ausgestattet ist, wobei eine napfförmig
ausgebildete Ringscheibe die andere Ringscheibe peripher mit
einem Ringsteg umfaßt. Allerdings sind dieser Druckschrift
keine weitergehenden Angaben, insbesondere keine Materialan
gaben, bezüglich der Anlaufscheibe zu entnehmen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Anlaufscheibe der eingangs beschriebenen Art so zu verbes
sern, daß sie bei preisgünstiger Herstellung sowie leichter
und einfacher Montage axiale Schwingungen sowie auftretende
Lagergeräusche sehr gut dämpft.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die ela
stische Ringscheibe die andere Ringscheibe im Bereich des
Ringsteges durch umfangsgemäßes Klemmen hält, wobei der
Außendurchmesser der anderen Ringscheibe etwas größer ist
als der Innendurchmesser der Ringfläche des Ringsteges und
die Stirnfläche des Ringsteges über die eingesetzte Ring
scheibe axial übersteht und die Ringscheibe in einer
umlaufenden Ringnut des Ringsteges sitzt. Durch diese
vorteilhafte Ausgestaltung vereinfacht sich die Montage der
erfindungsgemäßen Anlaufscheibe, da die beiden Scheiben
bereits klemmend miteinander verbunden sind und somit nur
ein Teil, nämlich die aus zwei Scheiben zusammengesetzte
Anlaufscheibe, montiert zu werden braucht. Weiterhin ist es
durch die klemmende Halterung der metallenen Ringscheibe in
der Ringnut der elastischen Ringscheibe möglich, einen
axialen Abstand zwischen den einander zugekehrten Flächen
der beiden Ringscheiben vorzusehen, so daß eine besonders
gute Dämpfung sowohl von Axialschwingungen als auch von
Lagergeräuschen durch eine in axialer Richtung mögliche,
federelastische Beweglichkeit der metallenen Ringscheibe
relativ zu der elastischen Ringscheibe erreicht wird.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung
sind in den Unteransprüchen enthalten.
Anhand der Zeichnung soll im folgenden die Erfindung
beispielhaft näher erläutert werden. Dabei zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Anlaufscheibe im
Schnitt,
Fig. 1a einen Teilschnitt nach Fig. 1 in etwas
anderer Ausführungsform,
Fig. 2 eine auf eine Läuferwelle aufgesetzte
Anlaufscheibe in einer weiteren Ausführungs
form der Erfindung und
Fig. 3 eine ähnliche Ausführungsform gemäß Fig. 2,
wobei die Anlaufscheibe hinsichtlich ihrer
Ringscheiben anders aufgebaut ist.
Eine erfindungsgemäße Anlaufscheibe besteht aus einer ersten
Ringscheibe 1 und einer zweiten Ringscheibe 2, wobei
letztere in erstere eingesetzt ist, und zwar vorzugsweise
so weit, daß ein überstehender Rand 15 gebildet wird.
Die Ringscheibe 1 besteht aus einem stark schwingungs
dämpfenden Material, beispielsweise einem geeigneten
Kunststoff; sie sollte elastisch sein und aus abriebfestem
Material bestehen. Sie muß temperatur- und ölbeständig sowie
zweckmäßigerweise gegen UV-Strahlen unempfindlich sein.
Der Außendurchmesser der Ringscheibe 2 ist etwas größer als
der Innendurchmesser eines axial überstehenden Ringsteges 4
der Ringscheibe 1, so daß die Ringscheibe 2 durch Klemmen
gehalten wird. Unterstützt wird diese Art der Halterung
dadurch, daß an der inneren Ringfläche 8 eine umlaufende
Ringnut 14 vorgesehen ist, deren Anlagefläche etwa der
Peripheriefläche der Ringscheibe 2 entspricht.
Um ein Beschädigen der Läuferwelle beim Aufschieben der
Anlaufscheibe zu verhindern, ist der Innendurchmesser d der
Ringscheibe 2 größer als der Durchmesser d 1 der Läuferwelle.
Der Innendurchmesser der Ringscheibe 1 ist wiederum etwas
geringer als der Durchmesser d 1 der Läuferwelle, so daß das
Aufsetzen in Form eines Preßsitzes erfolgt. Als seitliche
Halterung - gegenüberliegend einem nicht dargestellten
Gleitlager - ist eine Sicherungsscheibe 17 vorgesehen, die
in einer Ringnut 11 der Läuferwelle 16 angeordnet ist.
Um eine derartige Sicherung einzusparen, kann erfindungsge
mäß an der Ringscheibe 1 ein umlaufender Wulst 10 vorgesehen
werden, der in die Ringnut 11 einsetzbar ist.
Die Ausbildung der Ringscheibe 1 ist so vorgenommen, daß
unmittelbar an der Läuferwelle 16 anliegend dieses Teil am
stärksten (dicksten) ausgeführt ist, so daß hier das
Kernmaterial 5 am stärksten bleibt. In Richtung zur Peri
pherie hin sind Ausnehmungen angebracht, beispielsweise
Ausnehmungen 3, 3 a, die im Prinzip Rechteckform aufweisen.
Diese Form ist jedoch nicht zwingend. Jede andere Form der
Ausnehmung ist denkbar; beispielsweise eine bogenförmige
Ausnehmung 21 (siehe Fig. 2), die ein- oder beidseitig
angebracht sein kann.
Zur Unterstützung der Elastizität der Ringscheibe 1,
insbesondere im Peripheriebereich, können auch andere
bekannte Mittel eingesetzt werden, beispielsweise eine
elastische Armierung 22, beispielsweise aus Federstahl
(Federdraht, Blattfeder usw.). Dadurch entsteht ein Anpreß
winkel 13, der bestrebt ist, die Ringscheibe 2 klemmend zu
arretieren.
Der Abstand der Anlagefläche 9 der Ringscheibe 1 und der
Anlagefläche 12 der Ringscheibe 2 sollte gering gewählt
werden; hier sollte man jedoch nach Möglichkeit einen
Abstand vorsehen, um eine gewisse Bewegungsfreiheit offenzu
halten, obwohl dies nicht zwingend notwendig ist.
Eine andere Ausführungsform einer Ringscheibe 2 ist in Fig.
3 erkennbar. Diese kann aus einer Ringscheibe 19 aus einem
stark schwingungsdämpfenden Material bestehen; aufgesetzt
oder angeklebt ist z. B. eine Ringscheibe 20 aus Stahl.
Dadurch wird eine noch stärkere Dämpfung erreicht; anderer
seits ist die Anlagefläche zum Gleitlager ausreichend hart
und weist einen geringen Reibungskoeffizienten auf. Das
nicht dargestellte Gleitlager befindet sich also in bezug
auf Fig. 2 und 3 links von der Anlaufscheibe.
Durch Kapillarwirkung eines für das Gleitlager verwendeten
Sintermaterials erfolgt bereits ein kontinuierlicher
Kreislauf des Lager-Schmiermittels, der durch die erfin
dungsgemäße Maßnahme noch verstärkt wird. So werden auch die
Läuferwelle und die Planfläche der Anlaufscheibe geschmiert.
Gleichzeitig wird die Reibungswärme verringert und der
Reibungsverschleiß herabgesetzt, gleichbedeutend mit einer
erhöhten Betriebssicherheit und einer vergrößerten Lebens
dauer.
Ebenfalls werden die bei bestimmten Betriebslagen des
Elektromotors entstehenden axialen Schwingungen nicht nur in
bekannter Weise, sondern sehr stark verbessert gedämpft.
Damit wird auch die Lagerung des Motors weniger beansprucht
und es werden grundsätzlich die Lagergeräusche vermindert, die zum
großen Teil durch die Axialschwingungen auftreten.
An den Beispielen ist die einfache Montage erkennbar. Da es
sich durchweg um Preßteile handelt, ist die Herstellung auch
preisgünstig.
Außerdem können, insbesondere im Kernmaterial 5, auch
einzelne oder umlaufende Ausnehmungen 23 vorgesehen sein,
die in ihrer Querschnittsform einer geometrischen Figur
entsprechen.
Dadurch wird ein weiterer Dämpfungseffekt bei
Gewichtsminderung erreicht; außerdem kann man in dieser Form
auch die Elastizität begünstigen, um die Klemmwirkung für
die Ringscheibe 2 zu erhöhen.
Claims (10)
1. Anlaufscheibe zur axialen Begrenzung der Bewegung des
Läufers von Elektromotoren, insbesondere Außenläufer
motoren, mit zwei Ringscheiben, wobei eine napfförmig
ausgebildete Ringscheibe aus elastischem Material die
andere, insbesondere aus Stahl bestehende Ringscheibe
peripher mit einem Ringsteg umfaßt, dadurch
gekennzeichnet, daß die elastische
Ringscheibe (1) die andere Ringscheibe (2) im Bereich
des Ringsteges (4) durch umfangsgemäßes Klemmen hält,
wobei der Außendurchmesser der anderen Ringscheibe (2)
etwas größer ist als der Innendurchmesser der Ringfläche
(8) des Ringsteges (4) und die Stirnfläche (6) des
Ringsteges (4) über die eingesetzte Ringscheibe (2)
axial übersteht und die Ringscheibe (2) in einer
umlaufenden Ringnut (14) des Ringsteges (4) sitzt.
2. Anlaufscheibe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die elastische
Ringscheibe (1) aus einem abriebfesten Material, wie
beispielsweise Kunststoff besteht, das temperatur- und
ölbeständig sowie gegen UV-Strahlung unempfindlich ist,
während die andere Ringscheibe (2) aus Stahl oder einem
gleichwertigen Material mit geringem Reibungswiderstand
und hohen Festigkeitswerten besteht.
3. Anlaufscheibe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elastische Ringscheibe (1) Materialschwächungen,
z. B. rechteckige oder bogenförmige Ausnehmungen (3, 3 a;
21), aufweist, vorgesehen vorzugsweise im Bereich des
Ringsteges (4).
4. Anlaufscheibe nach wenigstens einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Innendurchmesser (d) der anderen Ringscheibe (2)
etwas größer ist als der Durchmesser (d 1) der Läufer
welle (16).
5. Anlaufscheibe nach wenigstens einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stärke der elastischen Ringscheibe (1) etwa das
Drei- bis Achtfache der Stärke der anderen Ringscheibe
(2) ausmacht.
6. Anlaufscheibe nach wenigstens einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die andere Ringscheibe (2) zweigeteilt aus einer
Scheibe (19) aus Kunststoff oder einem anderen schwin
gungsdämpfenden Material und aus einer Scheibe (20) aus
Stahl oder einem anderen verschleißfesten Material mit
geringem Reibungskoeffizienten ausgebildet ist, wobei
die Scheibe (20) z. B. angeklebt, eingesetzt usw. ist
und ihr Außendurchmesser etwa dem Außendurchmesser eines
angrenzenden Gleitlagers entspricht oder geringer ist.
7. Anlaufscheibe nach wenigstens einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens der elastischen Ringscheibe (1) ein
elastisches Armierungsmittel (22) zugeordnet ist,
beispielsweise mindestens ein Draht oder ein Band aus
Federstahl.
8. Anlaufscheibe nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das elastische
Armierungsmittel (22) nur im Außenbereich der ela
stischen Ringscheibe (1) vorgesehen ist.
9. Anlaufscheibe nach Anspruch 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Lagen von
Armierungsmaterial in sich gestaffelt vorgesehen sind.
10. Anlaufscheibe nach wenigstens einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens in der elastischen Ringscheibe (1) ein
umlaufender Hohlraum (23) oder vorzugsweise gleichmäßig
verteilte Hohlräume im Verlauf eines oder mehrerer
gleichmäßiger Abstände vorgesehen sind, deren Quer
schnittsform beliebig, beispielsweise nach einer
geometrischen Figur, gewählt ist.
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| DE3145601C3 DE3145601C3 (de) | 1992-08-06 |
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Also Published As
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