DE314651C - - Google Patents
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- DE314651C DE314651C DENDAT314651D DE314651DA DE314651C DE 314651 C DE314651 C DE 314651C DE NDAT314651 D DENDAT314651 D DE NDAT314651D DE 314651D A DE314651D A DE 314651DA DE 314651 C DE314651 C DE 314651C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
- H02K17/16—Asynchronous induction motors having rotors with internally short-circuited windings, e.g. cage rotors
- H02K17/18—Asynchronous induction motors having rotors with internally short-circuited windings, e.g. cage rotors having double-cage or multiple-cage rotors
-
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Description
Die Erfindung bezweckt, das Anlaufmoment von Induktionsmotoren, mit Käfiganker zu erhöhen.
Zu diesem Zwecke wird die Käfigankerwicklung in solcher Weise ausgeführt,
daß in ihr bei verhältnismäßig hoher Frequenz, also im Anlauf bzw. bei großer Schlüpfung der
Verlust durch Wirbelströme erhöht wird. Das Wesen der Erfindung wird im folgenden an
Hand der Diagramme der Fig. 1 bis 4 erläutert.
Die Fig. 5 und 6 stellen schaubildlich zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
dar. '.
Die Wirbelströme in der Sekundärwicklung eines Induktionsmotors verursachen in dieser
Wicklung hohe Verluste im Anlauf und erhöhen
dadurch das Anlaufmoment; denn die Wirbelstromverluste hängen unmittelbar von
der Frequenz ab und sind größer, wenn die Sekundärströme eine verhältnismäßig hohe
Frequenz haben, also beim Anlauf bzw. bei großer Schlüpfung. Wenn dagegen der Motor
auf volle Geschwindigkeit gekommen ist, sind die Wirbelströme nahezu verschwindend, da
die Frequenz der Sekundärströme nahezu Null wird. Gemäß der Erfindung wird nun die
Käfigankerwicklung so ausgebildet, daß die Wirbelstromverluste in ihr beim Anlauf bzw.
bei großer Schlüpf ung sehr groß sind, während der Ohmsche Widerstand ihrer Leiter sehr
gering ist, so daß im normalen Lauf ein hoher Wirkungsgrad erzielt wird. Zu diesem Zwecke
werden in anderweitig bekannter Weise zwei oder mehrere Leiter in tiefen Nuten übereinander
angeordnet, und so verbunden, daß die einzelnen Leiter derselben Nut untereinander
gleiche Gesamtströme führen.
Zur Klarlegung der WirJkungsweise dient eine Betrachtung der Stromverteilung und der
Kraftliniendichte.
In Fig. ι ist in einer tiefen Nut 7 des Eisenkörpers
8 ein einziger tiefer Leiter 9 dargestellt. Die Fig. 2 zeigt linker Hand die Stromverteilung
in diesem Leiter für drei verschiedene Frequenzen, und zwar bei I für die Frequenz
Null, bei II für verhältnismäßig niedrige Frequenz und bei III für verhältnismäßig
hohe Frequenz, während in derselben Figur rechter Hand die zugehörige Verteilung der
Kraftliniendichte dargestellt ist.
Betrachtet man zunächst die Verteilung der Stromdichte in dem Leiter, so sieht man, daß
diese bei der Frequenz Null über den ganzen Leiter gleichförmig verteilt ist. Mit zunehmender
Frequenz nimmt die Stromdichte am Kopf (äußere Schmalfläche) des Leiters zu, während diejenige am Fuß (innere Schmälfläche)
des Leiters abnimmt, da die Reaktanz am Fuß des Leiters größer' ist als am Kopf.
Anfänglich, bei verhältnismäßig niedriger Frequenz; ist die Reaktanz im \rerhältnis zum
Ohmschen Widerstand des Leiters klein, weshalb sich die Stromverteilung nur allmählich
ändert. In dem Mäße, wie die Frequenz größer
wird, wird die Reaktanz groß im Verhältnis zum" ΌHmisc he η Widerstand und" die Stromverteilung
ändert sich dann sehr schnell. Bei der
hohen Frequenz III ist der Strom gegen den
Kopf des Leiters zusammengedrängt, die Stromdichte ist daselbst sehr hoch/ während
sie im mittleren Teil des Leiters sehr niedrig und an seinem Fuß praktisch verschwindend
ίο ist. Es ist zu beachten, daß der Gesamtstrom
des Leiters, welcher in der Fig. 2 linker Hand'
durch die schraffierte: Fläche veranschaulicht
wird, für sämtliche Frequenzen der gleiche ist.
Der den Leiter schneidende Kraftfluß hat
seine größte Dichte am Kopf des Leiters, und dieser Höchstwert ändert sich nicht mit der
Frequenz", da er durch den gesamten im
Leiter fließenden Strom, bestimmt, ist. Dagegen
. hängt in jedem anderen Punkt die Kraftliniendichte noch von jenem Teil des gesamten
Stromes ab, welcher zwischen dem Fuß des Leiters und dem betrachteten Punkt
fließt. Daher nimmt die Kraftliniendichte an jedem anderen 'Punkt mit wachsender Frequenz
ab infolge der Zusammendränguhg des Stromes am Kopf des Leiters. Dies . ist in
der Fig; 2' rechter Hand'veranschaulicht.
Fig. 3 zeigt in der' Nut 7 : zwei Leiter 10
und 11 übereinander angeordnet, und es ist angenommen, daß sie beide gleichen Gesamtstrom
führen. '■..'■' ■ ■ '
-:.;Fig.'4 veranschaulicht linker Hand die zugehörige
,Verteilung der Stromdichte für drei verschiedene Frequenzen und rechter Hand
die zugehörige Verteilung der Kraftliniendichte. Dabei veranschaulicht rechter Hand die doppelt
..schraffierte' Fläche jenen Teil des den äußeren Leiter 10 durchsetzenden Kraftflusses,
welcher von diesem Leiter 10 herrührt, während
die einfach schraffierte Fläche denjenigen Teil des Gesamtkraftflusses veranschaulicht,
welcher, von- dem den inneren Leiter 11 durchfließenden
Strom herrührt. Der Einfachheit halber ist angenommen; daß nur zwei Leiter
in jeder Nut übereinanderliegen, es-könnten aber auch mehr Leiter sein, und es sollen alle
diese Fälle kurz durch die Bezeichnung »unterteilter Leiter« von dem in Fig. 1 dargestellten
Fall des' »nicht unterteilten Leiters«
unterschieden werden/'. '
-Solange beim unterteilten Leiter die Tiefe
■der einzelnen Teilleiter klein ist, ist der Unterschied
zwischen'dem Kraftfluß,' welcher den
. Fuß des betreffenden Teilleiters schneidet, und jenem, welcher seinen Kopf schneidet, für
■ beide Teilleiter bei niedriger Frequenz kleiner
als im Fall des' nicht unterteilten Leiters.
Daher ist der Unterschied in der Reaktanz am Fuß und am Kopf jedes Teilleiters geringer
und daher die Stromverteilung im unterteilten Leiter bei niedrigen Frequenzen
gleichförmiger als im nicht unterteilten Leiter. Die Folge davon ist ein. größerer Verlust im
nicht unterteilten Leiter bei niedriger Frequenz. Da jedoch beim unterteilten Leiter die Teil-■leiter
gleiche Ströme führen, so hängt die Dichte desjenigen Kraftflusses, welcher vom
inneren Teilleiter herrührt und den äußeren Teilleiter schneidet, nicht von der Stromvcr-.
teilung im inneren Teilleiter ab und würde
für alle Frequenzen die gleiche bleiben, wenn nicht dieser Kraftfluß im äußeren Teilleiter
Wirbelströme erzeugte, die die Kraftliniendichte im äußeren Teilleiter verändern. Der
äußere Teilleiter ist somit nicht nur dem von seinem eigenen Strom herrührenden Kraftfluß
unterworfen, sondern auch dem dichten Kraftfluß, welcher von dem Strom des inneren Teilleiters
bzw. der inneren Teilleiter herrührt. Mit anderen Worten, es schneidet, ein Kraftfluß
von viel höherer mittlerer Dichte den unterteilten Leiter als den nicht unterteilten
Leiter, und der Unterschied wächst mit der Frequenz. Daher ist ersichtlich, daß mit
wachsender Frequenz ein Punkt erreicht wird, wo der Unterschied zwischen der mittleren
Kraftliniendichte des unterteilten Leiters und , des nicht unterteilten Leiters genügend groß
ist, um den; Verlust in beiden Fällen gleich zu machen, und daß mit noch weiter wachsender
Frequenz der Verlust des unterteilten Leiters sogar größer wird. 'Dies wird durch
Fig.-4 deutlich veranschaulicht. Der vom inneren Stab herrührende Kraftfluß erzeugt im
äußeren Stab Wirbelströme, die die entgegengesetzte Richtung besitzen wie der durch den
äußeren Stab fließende Gesamtstrom. Die Größe dieser Wirbelströme wird in der Fig.-4
linker Hand durch die doppelt schraffierte Fläche ' veranschaulicht, die links von der
Nullinie liegt.
Aus der vorstehenden Betrachtung ergibt sich, daß sowohl· beim unterteilten Leiter als
auch beim nicht unterteilten Leiter der Wirbelstromverlust infolge der ungleichförmigen
Stromverteilung bei hoher Frequenz bei letzterer viel größer ist. Dies bedeutet für den
Induktionsmotor einen ausgesprochenen Vorteil, da durch den vergrößerten Verlust beim
Anlauf bzw. bei großer Schlüpfung ein .hohes Anlaufmoment (erzielt wird. Ferner verringert
bei niedrigen Frequenzen oder für nicht zu tiefe Leiter die Unterteilung des letzteren den
Verlust. Für höhere Frequenzen oder tiefere Leiter erhöht dagegen die Unterteilung den
Verlust, d. h. für eine gegebene Tiefe des Leiters hängt es von der Frequenz ab, ob die
Unterteilung den Verlust vergrößert oder verringert, und für eine gegebene Frequenz hängt
es von der Tiefe des Leiters ab, ob die Unterteilung den Verlust vergrößert oder verringert.
Wenn daher für eine gegebene Frequenz die
Tiefe des Leiters verändert wird, dann ist für wenig tiefe Leiter der Verlust des nicht unterteilten
Leiters größer; in dem Maße aber, wie die Leiter tiefer und tiefer gewählt werden,
nimmt der Unterschied in den Verlusten des ■ . nicht unterteilten und des unterteilten Leiters
immer mehr und mehr ab, bis eine Tiefe erreicht wird, wo die Verluste gleich groß sind,
. und darüber hinaus sind die Verluste im,unterteilten Leiter größer. Andererseits ist für
eine gegebene Leitertiefe bei verhältnismäßig niedriger Frequenz der Verlust im nicht unterteilten
Leiter größer als im unterteilten Leiter; mit zunehmender Frequenz wird ein Punkt erreicht, wo der Verlust im nicht unterteilten Leiter der gleiche ist wie im unter- ■
teilten Leiter, und für noch höhere Frequenz ist der Verlust im unterteilten Leiter größer.'
Es ist somit ersichtlich, daß, um von den dargelegten Grundsätzen zur Vergrößerung des
Anlaufmomentes eines Induktionsmotors vorteilhaft Gebrauch zu machen, eine Wicklung
benutzt werden muß, in welcher die Nutentiefe genügend groß ist, oder daß die Frequenz
genügend hoch sein muß, um bei unterteiltem ■ Leiter größere . Verluste als im nicht unterteilten
Leiter zu erzielen.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 sind in jeder Nut übereinander zwei Stäbe 12 und 13
angeordnet, die durch Schellack und Emaille voneinander isoliert und in' der Mitte miteinander
verschränkt sind, so daß die Stäbe 12 linker Hand außen und rechter Hand innen
liegen, die Stäbe 13 dagegen umgekehrt. Sämtliehe Stäbe sind an ihren Enden mit den
Kurzschlußringen 14 bzw. 15 verbunden. Infolge der Verschränkung muß in den Stäben 12
und 13 der gleiche Strom fließen. Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 sind in jeder
Nut drei Stäbe 16. 17 und 18 übereinander
angeordnet und wieder voneinander isoliert. Jeder der Stäbe ist am linken Ende mit einem
gemeinsamen Kurzschlußring 19 verbunden. An den anderen Enden sind die mittleren
Stäbe 17 mit einem Kurzschlußring 20 verbunden. Jeder Außenstab 16 ist durch eine
V-förmige Gabel 21 mit einem, um eine PoI-
' 'teilung versetzten Innenstab 18 verbunden. Infolge
dieser Anordnung ist der Strom in den Außen- und Innenstäben der gleiche, und dasselbe gilt auch wenigstens angenähert für die
mittleren Leiter. Im Gegensatz dazu ist bei der Anordnung nach der amerikanischen Patentschrift
718697 die Stromverteilung in übereinanderliegenden Stäben einer Nut verschieden,
da der in einer .Nut liegende: Teilleiter zwei benachbarten Windungen des Kurzschlußankers
angehört. , Jede Windung,, bestehend aus. dem Uförmigen Leiter , und djem zugehörigen
Teil des Kurzschlußleiters;. umschließt nur einen geringen,;Bruchteil des gesamten
magnetischen Flusses. .Die in der Windung
induzierte E. M. K. und daher auch der Strom sind also abhängig. von. der augenblicklichen
Stellung der. Windung.zur: maximalen Ampli-,
tude des magnetischen Flusses.' Die in zwei,
aufeinanderfolgenden Windungen, fließenden
Ströme sind also nicht einander gleich. Auch. bei der Ausführung nach der .britischen Patentschrift 4077/03 fließen in den übereinander-
liegenden Teilleitern nicht gleiche; Ströme., da
die in derselben Nut liegenden Teilleiter in leitender Verbindung stehen. Selbstverständlich
kann auch bei der Ausführungsform nach Fig. 6 eine gerade Anzahl von Stäben in jeder
Nut benutzt werden, wobei der Kurzschlußring 20 für die mittleren Stäbe fortfällt. ';
An sich ist die Unterteilung der Leiter und
die Verschränkung der in derselben Nut liegenden Stäbe bzw. die kreuzweise Verbindung
von Stäben, die in um eine Polteilung versetzten Nuten liegen, bekannt, und zwar für
Gleichstrommaschinen und für Synchronmaschinen, wobei die die Leiter durchfließenden '
Ströme konstante Frequenz haben und durch die Unterteilung die Wirbelstromverluste verringert
werden sollen. Bei der Erfindung handelt es sich um die Anwendung bei Induktionsmotoren
auf Grund der. Erkenntnis, daß bei verhältnismäßig großer Frequenz bzw.
großer Nutentiefe durch die Unterteilung die Wirbelstromverluste und daher xkas Anlauf- moment
vergrößert werden, -.·.... ,' ' .. ' .
Die Erfindung eignet sich zur Anwendung bei Motoren von 50 Pferdestärken und darüber,
und zwar überall dort, wo ein hohes Anzugsmoment und gleichzeitig ein hoher Wirkungsgrad
im normalen Lauf erforderlich ist, also z. B. beim Antrieb von: Stahlwalzwerken und
von .Schiffschrauben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch·: -„ : .-: ;.Käfiganker für Induktionsmotoren mit tiefen Nuten und zwei oder einigen wenigen übereinanderliegenden Leitern in jeder Nut, dadurch gekennzeichnet, daß die voneinander isolierten : Teiileiter, jeder Nut etwa durch Kreuzung der Leiter; innerhalb öder außerhalb . der Nut gleiche Ströme führen und eine solche Höhe besitzen, daß ; die Wirbelstromverluste, für : den Anlauf größer sind als bei.einem.die ganze Nutentiefe füllenden i Leiter. „·. :Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE314651C true DE314651C (de) |
Family
ID=567455
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT314651D Active DE314651C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE314651C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5530310A (en) * | 1992-07-02 | 1996-06-25 | Aeg Schienenfahrzeuge Gmbh | Squirrel-cage rotor of an electric machine |
-
0
- DE DENDAT314651D patent/DE314651C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5530310A (en) * | 1992-07-02 | 1996-06-25 | Aeg Schienenfahrzeuge Gmbh | Squirrel-cage rotor of an electric machine |
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