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Flüssigkeitsbehälter, insbesondere Wasser und
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Abwasserbehälter Gegenstand der Erfindung ist ein Flüssigkeitsbehälter,
insbesondere ein Wasser- und Abwasserbehälter mit daran ansetzendem Füllstutzen,
wie er bevorzugt bei mobilen Transport- und Wohneinheiten verwendet wird. Bei Flugzeugen,
Omnibussen, Eisenbahnwagen , Wohnwagen, Wohnmobilen, Sege- und Motorbooten besteht
das Problem, daß man sowohl Frischwasser mit sich führen muß, wobei es in der Regel
untersagt ist, das verbrauchte Wasser (Abwasser) abzulassen.
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Aus Gründen des Umweltschutzes wird bei den genannten Einheiten verlangt,
daß auch das Abwasser in einem gesonderten Tank aufgefangen wird, um dann an zentralen
Sammelplätzen entleert zu werden. Das Fassungsvermögen der bisher bekannten Flüssigkeitsbehälter
(Frischwasser- und Abwasserbehälter) war aus Gründen der Gewichtseinsparung im Hinblick
auf eine geforderte Nutzlast meist klein. Die bisher bekannten Flüssigkeitsbehälter
waren auch relativ raumgreifend, denn es mussten nebeneinander im Stauraum des Wohnwagens,
des Motor- und Segelbootes jeweils ein Frischwasserbehälter und ein Abwasserbehälter
angeordnet werden.
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Die Erfindung hat die Aufgabe, einen Flüssigkeitsbehälter der eingangs
genannten Art, bestehend aus Wasser- und Abwasserbehälter, so weiterzubilden, daß
bezogen auf einen gleichen Raumbedarf eine wesentlich größere Flüssigkeitsmenge
zur Verfügung steht.
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Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß in einem starren Behälter mindestens ein flexibler Behälter angeordnet ist.
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Die vorliegende Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, daß Frisch-
und Abwasser lediglich in einem geschlossenen Kreislauf verwendet wird. Frischwasser
wird aus dem Frischwasserbehälter entnommen, seinem bestimmungsgemässen Gebrauch
zugeführt, um dann als Abwasser wieder.
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in den Abwasserbehälter zu gelangen. Das Wasser, das aus dem Frischwassertank
kommt,-wird also in nahezu gleicher Menge (oder auch in geringerer Menge) wieder
in den Abwasserbehälter eingeleitet. Was also dem Frischwassertank entnommen wird,
wird dem Abwassertank zugeführt.
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Auf dieser Erkenntnis aufbauend, sieht die Erfindung vor, daß man
Frischwasserbehälter und Abwasserbehälter als zwei übereinander angeordnete flexible
Behälter ausbildet, wobei bevorzugt nach dem Gegenstand des Anspruches 2 der in
dem starren Behälter oben liegende flexible Behälter der Abwassertank und der unten
liegende Behälter der Frischwassertank ist. Durch diese Anordnung bedingt ergeben
sich mehrere wesentliche Vorteile.
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Bezogen auf den gleichen Raumbedarf (der starre Behälter ist beispielsweise
für ein Fassungsvolumen von 100 Liter ausgelegt), kann jetzt in diesen Behälter
ein flexibler Behälter für Frischwasser mit einem Fassungsvermögen von 100 Liter
und ein flexibler Behälter für Abwasser mit ebenfalls einem Fassungsvermögen von
100 Litern-angeordnet werden. Im Anfangsstadium (Füllungsstadium) ist der Abwasserbehälter
leer und der Frischwassertank gefüllt. Der oben liegende Behälter, der das Abwasser
später aufnehmen soll, liegt also als zusammengefalteter
Faltenbalg
auf dem darunter angeordneten, mit Frischwasser gefüllten, flexiblen Behälter. Wird
nun Frischwasser über einen am flexiblen Bester ansetzenden Füllstutzen entnommen,
dann wird dieses Frischwasser bestimmungsgemäss seinem Gebrauch zugeführt und als
Abwasser in den oben liegenden flexiblen Behälter eingeleitet. Der unten liegende
flexible Behälter nimmt also in seinem Füllvolumen abR während der oben liegende
flexible Behälter in seinem Füllvolumen zunimmt. Hierdurch ergibt sich der Vorteil,
dass mit zunehmender Füllung des oben liegenden Behälters (Abwassertank) ein Druck
auf den unten liegenden Frischwasserbehälter ausgeübt wird und das Frischwasser
ohne Pumpe - bedingt durch den Druck des Abwasser behälters - aus dem Füllstutzen
entnommen werden kann.
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Ist alles Frischwasser entnommen, dann ist der oben liegende Abwassertank
voll gefüllt, während der unten liegende Frischwassertank zu einem klein zusammengefalteten
Faltenbalg am Boden des starren Behälters verdichtet ist.
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Der Benutzer kann nun kein Frischwasser auftanken, bevor er nicht
den Abwassertank vollständig leert. Er ist also gezwungen, an einer zentralen Sammelstelle
den Abwassertank zunächt zu entleeren, um dann Frischwasser aufzunehmen. Die Entleerung
des Abwassertanks (oben liegenden flexiblen Behälters) geht besonders einfach, denn,
wenn der Benutzer das Frischwasser über den Füllstutzen in den unten liegenden flexiblen
Behälter einleitet, wird der oben liegende, das Abwasser enthaltende Behälter verdichtet
und das Abwasser kann ohne Pumpe aus dem Füllstutzen des oben liegenden flexiblen
Behälters herausgedrückt und in eine zentrale Kanalisation eingeleitet werden.
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Bezogen auf eine bestimmte Zuladung bei einer mobilen Transporteinheit,
wie z,B. bei einem Motorboot, Segelboot oder Wohnmobil, bei der z,B. 100 kg für
Frischwas-.
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ser und Abwasser zulässig ist, waren bisher zwei starre Behälter mit
jeweils 50 1 - Fassungsvermögen angeordnet.
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Nach der Erfindung kann jetzt ein 100 1 fassender Frischwassertank
und ein 100 1 fassender Abwassertank in einnem starren Behälter miteinander kombiniert
werden, ohne dass diese geforderte Zuladung überschritten wird.
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Der die beiden flexiblen Behälter umfassende starre BE-hälter dient
nur dazu, dass die beiden flexiblen Behälter in ihrer gegenseitigen räumlichen Anordnung
fixiert sind. Der starre Behälter muss deshalb nach dem Gegenstand des Anspruches
4 nur lediglich eine Bodenwand und zwei oder vier Seitenwände aufweisen. Die Seitenwände
selbst können auch als Stahlbänder oder sonstige Klammern ausgebildet sein, die
lediglich die Aufgabe haben, die räumliche Zuordnung der beiden flexiblen Behälter
zueinander zu fixieren.
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In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist es nach dem
Gegenstand des Anspruches 5 vorgesehen, dass die flexiblen Behälter werkstoffeinstückig
aus einem Kunststoffteil bestehen, wobei die Trennung zwischen Abwasser- und Frischwassertank
durch eine horizontal durchgehende, druckdichte Trennfläche geschaffen ist, die
in dem Kunststoffbalg ein oberes Abteil für die Einleitung von Abwasser und ein
unteres Abteil für die Einleitung von Frischwasser abteilt.
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Die vorliegende Erfindung eignet sich in allgemeiner Weise für Flüssigkeitsbehälter,
ohne dass sie auf die An-
wendung für Wasser- und Abwasserbehälter
beschränkt wäre.
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Sie ist für sämtliche in einem Kreislauf Verwendeten Flüssigkeiten
möglich, wo eine NutzElüssigkeit einem Tat entnommen wird, ihrem bestimmungsgemässen
Gebrauch zugefuhrt wird und dann als Brauchflüssigkeit in einem Sammeltank aufgefangen
wird.
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Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht
nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination
der einzelnen Patentansprüche untereinander.
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Alle in den Unterlagen offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere
die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich
beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
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Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich einen Ausführungsweg
darstellenden Zeichnung näher erläutert. Hierbei gehen aus der Zeichnung und ihrer
Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
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Es zeigen; Fig. 1 perspektivische Draufsicht auf einen Flüssigkeitsbehälter
nach der Erfindung Fig. 2 schematisiert gezeichneter Schnitt durch den Behälter
nach Fig, 1 zu Beginn der Benützungsphase Fig 3 gleiche Darstellung wie Fig. 2 am
Ende der Benützungephase
Fig. 4 weitere Ausführungsform der Erfindung
mit einem flexiblen Behälter in einem starren Behälter eingesetzt, Fig. 5 dritte
Ausführungsform nach der Erfindung, wobei in einen starren Behälter drei flexible
Behälter nebeneinanderliegend angeordnet sind.
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Alle Ausführungsformen machen von dem Prinzip Gebrauch, daß aus einer
abgeschlossenen Kammer, die entweder in einem starren Behälter 1 oder in einem flexiblen
Behälter 2,3,8 enthalten sein kann, eine Flüssigkeit abgeführt wird, die nach deren
Verbrauch wieder in eine andere Kammer des Behälters eingeführt wird. Die einander
hinsichtlich des Zu- und Ablaufs zugeordneten Behälter zeichnen sich dadurch aus,
daß, wenn in einem Behälter das Volumen abnimmt, der durch die Abnahme sich ergebende-Freiraum
am Außenumfang des Behälters für die Auffüllung mit der in den Behälter hineinfliessenden
Flüssigkeit ausgenützt wird.
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Auf diese Weise ist es möglich, daß im erstgenannten Ausführungsbeispiel
in einem starren Behälter,der nicht druckdicht zu sein braucht und lediglich der
mechanischen Stabilisierung der beiden darin angeordneten, flexiblen Behälter dienen,
eine derartige Zuordnung von Zu- und Abwasser erreicht wird.
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Die anderen Ausführungsformen zeigen, daß es auch möglich ist, in
einem druckdichten, flüssigkeitsdichten und starren Behälter einen einzigen flexiblen
Behälter anzuordnen.
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Der sich durch die Abnahme des flexiblen Behälters ergebende Freiraum
im Innenraum des starren Behälters wird dann zur Auffüllung mit der Brauchflüssigkeit
verwendet.
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Eine weitere Ausführungsform zeigt, daß in einem starren Behälter
auch mehr als zwei flexible Behälter, z.B. drei
flexible Behälter
2,3,8 (vergl. Figur 5) angeordnet sein können. Die flexiblen Behälter können sowohl
nebeneinander - wie Fig. 5 zeigt aLs auch übereinander gestapelt sein.
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Die Ausführungsbeispiele werden nun im einzelnen diskutiert:
Die
Fig. 1 zeigt einen starren Behälter, der im vorliegenden AusfAhrungsbeispiel aus
Bodenwand Deckelwand und vier Seitenflächen besteht.
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Aus Zweckmässigkeitsgründen kann es vorgesehen sein, dass die Deckelwand
des Behälters 1 abnehmbar ist, um die darin angeordneten flexiblen Behälter 2, 3
zugänglich zu machen.
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Es kann auch eine oder mehrere der Seitenwände fehlen.
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Der starre Behälter 1 hat nur den- Zweck, den darin angeordneten,
übereinanderliegenden flexiblen Behältern 2, 3 einen gewissen Halt zu verleihen.
Der starre Behälter 1 kann deshalb auch durch die flexiblen Behälter 2, 3 umgreifende
Stahlbänder, Zwingen oder sonstige Befestigungsmittel ersetzt werden.
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Im Behälter ist am Boden ein unterer flexibler-Behälter 3 angeordnet,
dem ein oberer flexibler Behälter 2 aufgelagert ist. Beide Behälter 2, 3 bestehen
aus einem druckfesten, flüssigkeitsdichten und widerstandsfähigen Kunststoffmaterial,
z.B. einer Polyäthylenfolie, Gummi oder dergleichen. Zu Beginn der Benützungsphase
ist der unten angeordnete Frischwassertank (flexible Behälter 3) ge-.
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füllt, wobei die Befüllung über den unten liegenden Füllstutzen 5
erfolgt, ebenso wie die Entnahme. Der oben liegende, das Abwasser enthaltende Behälter
2 ist zunächst noch leer.
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Der Benützer entnimmt nun das Frischwasser über den unten angeordneten
Füllstutzen, führt es seinem bestimmungsgemassen Verwendungszweck zu und leitet
es als-Abwasser über den oberen Füllstutzen 4 in den oberen, das Abwasser enthaltenden
flexiblen Behälter 2 ein. Mit zunehmender Entleerung des unteren Behälters 5 und
zunehmender Befüllung
des oberen Behälters 2 sinkt daher die Trennfläche
7 zwischen den Behältern 2, 3 in Pfeilrichtung 6 nach unten Fig. 3 zeigt, dass der
obere flexible Behälter 2 vollständig mit Abwasser gefüllt ist und der untere, ursprünglich
das Frischwasser enthaltende Behälter 3 vollständig entleert ist. Frischwasser kann
nun über den Füllstutzen 5 nur dann eingefüllt werden, wenn gleichzeitig auch der
obere flexible Behälter 3 entleert wird.
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Die Entleerung erfolgt ebenfalls über den oberen Füllstutzen 4.
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In den Füllstutzen 4, 5 können noch entsprechende Rückschlagventile
angeordnet sein, um ein Einsaugen von Luft in die Behälter 2, 3 zu vermeiden. Es
ist hierbei wichtig, dass die flexiblen Behälter 2, 3 nur mit Flüssigkeit gefüllt
werden und keine Luft enthalten. Entsprechende Entlftungen sind nicht dargestellt.
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