DE3146567C2 - Treppenstufenbolzenverbindung - Google Patents
TreppenstufenbolzenverbindungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Treppenstufenbolzenverbindung mit in
Überlappungsbereichen zwischen den Stufen, zwischen der obersten Stufe und dem Podest und der untersten Stufe und dem Boden vorgesehenen
Abstands- und Verbindungselementen, die eine Zugstange und
ein diese umgebendes höheneinstellbares, aus ineinander
schraubbaren Teilen bestehendes Druckrohr mit großflächigen,
mit dem Druckrohr fest verbundenen Druckflächenteilen aufweisen.
Für die vor vielen Jahren erfolgreich eingeführten Montagetreppen
ohne Setzstufen werden zweckmäßig zwischen
den einzelnen Stufen und zwischen der untersten Stufe
und dem Boden und der obersten Stufe und der Decke oder
dem Podest Verbindungselemente vorgesehen. Diese sind
in der Regel als zug- und druckfeste Bolzenausbildungen
gestaltet. Dazu hat man auch schon Zugstangen und
Druckrohre verwendet. Wegen der bei jedem Haus individuellen
Abmessungen muß die Länge des Druckrohres einstellbar
sein. Bisher verwendet man für solche Stufenverbindungen
aus mehreren Teilen bestehende Schraubelemente,
die in der Regel als Bolzen bezeichnet werden,
wobei die Verbindung zumeist sowohl zug- als auch druckfest
ausgebildet ist. Solche Verbindungssysteme sind
beispielsweise in den deutschen Gebrauchsmustern 6 752 618,
6 750 173, 1 998 634, 7 238 093 und 77 33 030 behandelt.
Wegen der hohen auftretenden Spannungen hat man für
all diese Verbindungen bisher Metalle, in der Regel
sogar hochwertige Stähle verwendet. Nur bei der Übertragung
kleinerer Druckkräfte ohne Vorspannung hat man
nach dem deutschen Gebrauchsmuster 6 750 173 schon
Klötze aus Acrylglas oder anderen Kunststoffen oder
Glas vorgeschlagen, die jedoch in die Praxis wegen
der vielfältigen Schwierigkeiten damit keinen Eingang
gefunden haben. Selbst für die großvolumigen, sogenannten
Spindelelemente von Spindeltreppen nach dem
deutschen Patent 16 83 121 hat man für die Druckrohre
Metallschraubteile verwenden müssen. Obwohl aus dem
Gebrauchsmuster 6 750 173 seit über 10 Jahren die Anregung
bekannt ist, Kunststoffe für Druckelemente
zwischen Stufen zu verwenden und auch genauso lange
geeignete Kunststoffe zur Verfügung gestanden haben,
hat es die Fachwelt nicht vermocht, eine geeignete
Lösung zu finden, obwohl wegen der hohen Herstellkosten
für die metallenen zug- und druckfesten Verbindungselemente
ein großes Bedürfnis nach der Schaffung eines
preiswerten Treppenbolzenverbindungselementes bestanden hat.
In der Offenlegungsschrift 25 16 139 ist eine Spindeltreppe
mit Abstandselementen zwischen den Stufen dargestellt.
Dabei sind die Abstandselemente von Spannbolzen
durchdrungen. Derartige Abstandselemente sind im Zentrum
der Spindeltreppe als sogenannte Spindelelemente eingesetzt
und mit kleinerem Durchmesser ausgeführt im Bereich der
Stufenenden angeordnet.
Die Abstandshalter bestehen jeweils aus einem unteren Holzzylinder
und einer oberen ringzylinderförmigen Abdeckkappe
aus Holz, deren dünne Außenwand sich in jeder Abstandseinstellung
über den unteren Holzzylinder erstreckt, so daß
die innenliegenden, der Höheneinstellung dienenden Bauteile
nicht sichtbar sind. Die Seitenwände der oberen Abdeckung
sind an deren Bodenfläche direkt angeformt, also aus dem
Holz durch Ausdrehen gebildet. Im Inneren liegen zwei mit
Wendelflächen und Rasthilfsmitteln versehene Bauteile zur
Höheneinstellung. Diese bestehen aus Kunststoff oder
Metall. Eine stufenlose Abstandseinstellung, vor allem ein
Nachjustieren ohne Öffnen der Bauteile ist nicht möglich.
Der Herstellungs- und Materialaufwand ist beträchtlich. Die
Einstellarbeiten erfordern viel Zeit und das wiederholte
Öffnen, Nachstellen und Zusammensetzen.
Aus DE-U-78 26 190 ist ein Spindelelement für Wendeltreppen
bekannt. Dieses besteht aus zwei topfförmigen Teilen, wobei
das eine ein Innengewinde aufweisende Teil größeren
Durchmessers auf ein entsprechendes Außengewinde des
anderen Teils aufgeschraubt und gegenüber diesem höhenverstellbar
ist. Beide topfförmigen Teile sind aus
Leichtmetallguß gefertigt. Sie haben über den Druckrohrteil
hinausragende Bodenflansche. Solche vielfach für Spindeltreppen
eingesetzten Spindelelemente haben Gewindedurchmesser
in der Größenordnung von 120 bis 200 mm. Sie sind
für die Abstandselemente im Bereich der Stufenenden
üblicher gradläufiger oder leicht gewendelter Treppen oder
auch der mit solchen Zentrums-Elementen ausgestatteten
Spindeltreppen an den freien Enden der Stufen wegen ihres
großen Durchmessers nicht geeignet.
Demgemäß ist die Aufgabe der Erfindung vor allem darin
zu sehen, eine Treppenstufenbolzenverbindung der
eingangs genannten Art, die schnell montierbar und für
die auftretenden Dauerbelastungen geeignet ist, als
Massenartikel preiswerter und einfacher herzustellen.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Druckrohrdurchmesser
mindestens dreiviertel des Druckflächendurchmessers
beträgt und die Druckflächenteile einstückig
an den Druckrohrteilen angeformt sind und die Druckrohrteile
mit ihren Druckflächenteilen und den als Trapezgewinde ausgeführten Gewindegängen jeweils einstückig aus glasfaserverstärktem
spritzgegossenem Kunststoff bestehen.
Während bei der nur für die Überbrückung kleiner Treppenlauflängen
konzipierten und gelegentlich eingesetzten
Lösung nach dem deutschen Gebrauchsmuster 77 33 030 aus
Gründen der Herstellungskosten relativ kleine Metallrohre
durch Schweißen oder einfaches Aufsetzen mit
relativ großen Drucktellern versehen wurden, sieht nun
die Erfindung vor, daß der Rohrdurchmesser des Kunststoffrohres
so groß wie aus optischen Gründen vertretbar
gewählt wird. Es hat sich erstaunlicherweise gezeigt,
daß lange bekannte Kunststoffmaterialien bei geeigneter
Verarbeitung die notwendige Festigkeit aufweisen
und auch der Lastwechselzahl, die für eine sehr
lange Lebensdauer anzusetzen ist, problemlos gewachsen
sind, was die Fachleute des Treppenbaus und der Zulassung
für Bauteile bis zur meßtechnischen Überprüfung
des Erfindungsvorschlages nicht für möglich hielten.
Da das Druckrohr nunmehr zwei- oder dreiteilig im Kunststoffspritzgußverfahren
hergestellt werden kann, ist es
als Massenartikel außerordentlich preiswert, da auf
die spangebende Bearbeitung von Metallhalbzeugen verzichtet
werden kann und derzeit nur noch ein Gewindezugstab
aus Stahl erforderlich erscheint. Der Einsatz
von Kunststoffen für das Druckelement hat auch den
weiteren Vorteil, daß Korrosion völlig vermieden ist
und selbst bei Oberflächenbeschädigungen wegen der
Durchfärbung des Materials, die bisher einen großen
Reparaturaufwand bedeutenden Beanstandungen an das
optische Bild hohe Anforderungen stellender Kunden
nicht zu befürchten sind. Die Druckrohrteile können
auf einfache Weise den Farbwünschen der Kunden und
dem übrigen Aussehen der Treppe angepaßt werden.
Die auffälligen glänzenden Metalloberflächen entfallen,
können jedoch bei besonderen Kundenwünschen durch aufgedampfte
Schichten od. dgl. ebenfalls realisiert werden.
Unter den glasfaserverstärkten Kunststoffen kommen
vor allem Polyamide in Frage, die zwischen 25% und
50% Glasfasern von etwa 0,2 bis 0,4 mm Länge und
etwa 10 µm Durchmesser enthalten. Man hat bisher nicht
erkannt, daß dieses seit langem bekannte Material
die notwendigen Verarbeitungs- und Dauergebrauchseigenschaften
für tragende hochbelastete Treppenbauteile hat.
Bei seiner Verarbeitung ist darauf zu achten, daß die eingefärbten
Stoffe nicht zum unschönen Ablösen von Oberflächenschichten
führen.
Besonders Trapezgewinde erfüllt die festigkeitsmäßigen,
verarbeitungsmäßigen und gebrauchsgünstigen Eigenschaften
eines höheneinstellbaren Druckrohres.
Da das Druckrohr je nach Anordnung der Bolzenverbindung
innerhalb des Treppenlaufes unter Umständen auch unterschiedlichen
Druckbeanspruchungen auf seinen beiden
Seiten und folglich einer gewissen Biegebeanspruchung
unterworfen ist, die aus den Torsionskräften in den
Stufen herrührt, sollten die Zylinderwandteile der
Rohre mit den Abstützflächen möglichst steif
verbunden sein. Andererseits ist auf einen möglichst
großen Verstellbereich Wert zu legen. Da das Außengewindeteil,
über dessen Außendurchmesser die Gewindegänge
überstehen, damit es problemlos tief eingeschraubt
werden kann, zwangsweise einen kleineren Durchmesser
als das Innengewindeteil hat und Materialaufwand sowie
Festigkeitseigenschaften unter Berücksichtigung aller
Faktoren optimiert werden müssen, sieht eine Weiterbildung
der Erfindung im Inneren zwischen Zylinderwand
und Druckflächenwand des Außengewinderohrteiles
eingeformte radiale Rippen vor, deren innere Begrenzungsflächen
schräg verlaufen können. Durch entsprechende
Gestaltung können sie zugleich als Einführtrichter
für den Zugstab gestaltet werden. Im Druckflächenbereich
wird zur Erzielung einer ausreichend
großen Druckfläche eine Ringrippe mit Querrippen zweckmäßig
vorgesehen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
gehen auch aus den übrigen Ansprüchen
hervor.
Zur Stufenbolzenverbindung gehört auch eine den Zugstab
anspannende Mutter. Diese bildet man zweckmäßig
mit einer gleich großen Druckfläche aus wie die Druckrohre.
Eine solche Spannmutter kann besonders einfach
und preiswert mit einem Muttergehäuse gestaltet werden,
welches ebenfalls aus glasfaserverstärktem Polyamid
besteht. Zweckmäßig wird ein metallisches Innengewindeteil
eingespritzt. Das Mutterngehäuse wird zweckmäßig
hutförmig mit Verstärkungsrippen gestaltet, um den Materialaufwand
klein und die Stabilität groß zu halten.
Eine vollflächige Unterlegscheibe aus gleitfähigem
Material ermöglicht ein gutes Anspannen ohne Beschädigung
der empfindlichen Stufenoberflächen bzw. ohne Zerreißen
des dicht aufzubringenden Schutzüberzuges, der bei Verwendung schon
fertig oberflächenbehandelter Treppen als Bautreppen besonders
sinnvoll ist. Mit bisherigen metallenen Unterlegscheiben
und einfachen metallenen Muttern hat es
häufig Schwierigkeiten gegeben, die nun einfach zu vermeiden
sind. Die gleitfähige Unterlegscheibe kann aus
Polyoxymethylen bestehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 die Schrägansicht eines schematisch dargestellten
Treppenlaufes zwischen Boden und
Podest;
Fig. 2 die Schrägansicht von unten mit einem Teil
eines gewendelten Treppenlaufes in einer
Ecke zwischen zwei Wänden;
Fig. 3 den Vertikalabschnitt, teilweise in Ansicht
durch eine Treppenstufenbolzenverbindung;
Fig. 4 die Draufsicht auf das Innengewindeteil des
Druckrohres der Treppenstufenbolzenverbindung
nach Fig. 3;
Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie 5-5 in Fig. 3
durch das Außengewindeteil des Druckrohres;
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie 6-6 in Fig. 3
durch die Hutmutter der Treppenstufenbolzenverbindung
nach Fig. 3.
Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Treppe 10 ist
zwischen dem Boden 11 längs einer Wand 12 bis zum
Podest 14 eingebaut. Die Wandverankerungen und Abstandsbolzen
im Wandbereich sind weggelassen. Sie können in
üblicher Ausführung unter Gestaltung der Treppenstufenbolzenverbindung
nach der Erfindung ausgeführt sein.
Zwischen Boden und unterster Stufe sowie zwischen den
Stufen und zwischen der obersten Stufe des Laufes und
dem Podest sind Verbindungselemente 26 angedeutet.
Ihre Einzelheiten ergeben sich aus den Fig. 3 bis 6.
Hier ist ein gerader Treppenlauf dargestellt, dessen Stufen
24 an der Wand gegen Verdrehung gesichert befestigt
werden. Die in der Figur erkennbaren freien Enden sind
durch die Verbindungselemente 26 untereinander in Überlappungsbereichen
jeweils zug- und druckfest miteinander
verbunden. Durch diese Konstruktion ergeben sich Torsionskräfte
in den Stufen, die in bekannter Weise aufgenommen
und abgetragen werden.
Die Fig. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel eines
Treppenlaufes 20. Dabei sind die Stufen 24 in Überlappungsbereichen
mit Verbindungselementen 26 zug- und druckfest
verbunden. Zusätzlich sind die Stufen hier beispielsweise
an beliebigen Stellen anbringbar durch Wandanker 30,
deren Schenkel auch nach oben stehen können, an den
Wänden 12 befestigt und auf der anderen Seite mit Hilfe
der Klemmkonsolen 25 an Anklemmstäben 35 eines Gitters
22 in bekannter Weise befestigt. Für solche Treppen
eignet sich die neue Treppenstufenbolzenverbindung besonders.
Sie eignet sich jedoch auch für die freien
Enden von Spindeltreppen oder für alle sonstigen Treppenkonstruktionen,
bei denen in Überlappungsbereichen zug-
und druckfeste Verbindungen zweier Stufen oder Verbindungen
zu Boden, Podest oder Decke hergestellt werden sollen.
Die Einzelheiten der Verbindung werden nachfolgend anhand
der Fig. 3 bis 6 näher erläutert.
Die Fig. 3 zeigt zwischen einer oberen Stufe 24.1 und
einer unteren Stufe 24.2 ein Verbindungselement 26
mit einer Zugstange 27, die als durchgehende Gewindestange
ausgebildet ist, und einem Druckrohr 28 sowie einer
Spannmutter 29. Die Zugstange 27 ist mit ihrem oberen
Ende in eine metallene Gewindehülse 31 eingeschraubt, die
ihrerseits in die aus Holz oder holzähnlichen Werkstoffen
bestehende Stufe 24.1 eingeschraubt ist. Auf das untere
Ende der Zugstange 27 ist die Spannmutter 29 aufgeschraubt.
Zwischen der Unterfläche 24.3 der oberen
Stufe 24.1 und der oberen Fläche 24.4 der unteren
Stufe 24.2 ist das Druckrohr 28 eingespannt. Es besteht
aus einem oberen Innengewindeteil 28.1 und einem
unteren Außengewindeteil 28.2, die mit einem Trapezgewinde
28.3 versehen und höheneinstellbar ineinander
geschraubt sind. Unter der Unterfläche 24.5 der unteren
Stufe 24.2 liegt eine leicht gleitfähige Unterlegscheibe
32, die mit einem Zentrieransatz 32.1 versehen
ist. Die Spannmutter 29 hat, wie Fig. 6 zeigt, ein
eingespritztes metallenes Einlegeteil 33, welches mit
Ringnuten 33.1 ausgestattet ist und im Querschnitt, wie
aus Fig. 6 ersichtlich, Sechskantform aufweist. Die
gesamte Mutter ist als Hutmutter gestaltet. Das metallene
Einlegeteil 33 ist, wie aus Fig. 6 ersichtlich, dünnwandig
mit einem Mutterngehäuse umspritzt, welches sich
unten zu einem Krempenteil 34 erweitert. Dieser hat außen
eine Ringrippe 34.1, die über einstückig angeformte Radialrippen
34.5 mit einem die Gewindeöffnung umgebenden inneren
Ringdruckflächenteil 36 verbunden ist, so daß sich die aus
den Fig. 3 und 6 ersichtliche Form ergibt, die zwei ringförmige
Auflaggeflächen auf der durchgehenden Unterlegscheibe
32 ergeben. Innerhalb des inneren Ringdruckflächenteiles
36 ist die Zentrierausnehmung für den
Zentrieransatz 32.1 der Unterlegscheibe 32 gebildet.
Die Unterlegscheibe 32 ist vorzugsweise aus Polyoxymethylen,
einem sehr gut gleitfähigen und hoch druckfesten
Kunststoff im Spritzgußverfahren hergestellt.
Es können auch andere Kunststoffe mit geeigneten Herstellungs-,
Dauergebrauchs- und Gleiteigenschaften
verwendet werden. Das aus Kunststoff gebildete Gehäuse
der Spannmutter 29 ist aus mit 25 bis 50% Glasfasern
der vorn genannten Art verstärrktem Polyamid im Spritzgußverfahren
in der ersichtlichen Form einstückig um
das Metalleinlegeteil 33 hergestellt.
Das zwischen den Stufen 24 eingespannte Druckrohr 28
hat einen oberen Innengewindeteil 28.1, der, wie aus
Fig. 3 ersichtlich, zylindrisch mit einem oberen Druckteil
38 gestaltet ist. Es ist eben ausgebildet und
bildet die Druckfläche mit dem Durchmesser 40.
Dieser ist, wie ersichtlich, gleich dem Außendurchmesser
des oberen Innengewindeteiles 28.1. Die Druckwand
38 hat eine Zentralausnehmung 39 für die Zugstange
27 und hier beispielsweise vier gleichmäßig
verteilte Herstellungsrückdrehausnehmungen 41, in
die bei der Herstellung Bolzen eingreifen, die ein
Abschrauben des Innengewindeteiles 28.1 von dem Gewindekern
des Werkzeuges ermöglichen. Im übrigen ist
das Trapezgewinde 28.3 bis zur Druckwand 38 ausgebildet,
damit das Innengewindeteil 28.1 ganz hinein
geschraubt werden kann. Durchmesser 40 und Wandstärke
des Innengewindeteiles sind unter sehr genauer
Berücksichtigung der maximal auftretenden Druckspannungen
gewählt, um das teure und schwierig zu verarbeitende
Material optimal auszunutzen und den Durchmesser 40 so gering wie
möglich und sinnvoll zu halten.
Das Außengewindeteil 28.2 erfordert naturgemäß einen
geringeren Schaftdurchmesser 42. Er ist etwas kleiner
als der Innendurchmesser des Gewindes. Damit gleiche
Druckflächen mit dem Durchmesser 40 auch auf der oberen
Fläche 24.4 der unteren Stufe 24.2 für die Übertragung
der Kräfte entstehen, ist das im Durchmesser 42 etwas
dünnere Teil mit einer Ringstützrippe 44 ausgestattet.
Zwischen ihr und der unteren Druckwand 38.1 ist eine
Ringnut 45 gebildet. Zwischen der Druckwand 38.1 und
der Ringstützrippe 44 sind jedoch die Ringnut 45 unterbrechende
Radialrippen 46 ausgebildet, vor allem, um
bei ungleichmäßigen Kräften ein Abbiegen der Ringstützrippe
44 zu vermeiden. Um die untere Druckwand 38.1
mit der Zylinderwand 47 des Schaftes biegesteifer zu
verbinden, sind im Inneren einstückig angeformte Innenrippen
49 in der aus Fig. 5 ersichtlichen Zahl ausgebildet
und unter gleichen Abständen radial angeordnet. Sie haben
innere Begrenzungsflächen 50, die geneigt sind und die
bis zu einer leicht konischen Zugstabausnehmung 51
reichen. So können sie als Einführflächen für den Zugstab
27 dienen. Sie dienen vor allem jedoch der Optimierung
von Festigkeitsverhalten und Materialaufwand,
bei der die Wandstärken des Außengewindeteiles geringfügig
größer gewählt sind als die Wandstärken des oberen,
etwas größeren Innengewindeteiles. Beide Teile 28.1 und
28.2 des Druckrohres 28 sind aus einem glasfaserverstärktem
Kunststoff im Spritzgußverfahren hergestellt,
wobei das Gewinde so gewählt ist, daß es die Kräfte übertragen
kann, keine allzu großen Kerbspannungen entstehen
und vor allem ein gut passendes Ineinander
schrauben ohne nennenswertes Spiel über die ganze Länge
möglich ist. Als Werkstoff eignet sich dafür vor allem
ein Polyamid mit 25 bis 50%, vorzugsweise etwa 50%
Glasfaseranteil. Die Glasfasern sollten eine Länge von
0,2 bis 0,4 mm aufweisen und einen Durchmesser von etwa
10 µm haben. Mit einem solchen Material und geeigneter
Verarbeitung konnten die gewünschten und notwendigen
Dauerfestigkeiten erreicht werden. In der praktischen
Ausführung kann der Durchmesser der Druckfläche 40
dabei etwa 50 mm betragen. Das Innengewindeteil 28.1
kann beispielsweise eine Länge von 80 mm haben, die
Gewindelänge des Außengewindeteiles kann etwa 20
bis 25 mm betragen.
Die Erfindung ist nicht auf die genaue Gestaltung des
Ausführungsbeispieles beschränkt, obwohl dieses sich
als besonders zweckmäßig und optimal gestaltet für
mit weiteren Verankerungselementen ausgestattete Holzspanplatten-
Treppen erwiesen hat, beispielsweise
können Rohrdurchmesser, Gewindeart, Rohrlängen und Ausbildungen
im Bereich der Druckteile den Wünschen des
Benutzers entsprechend variiert werden. Insbesondere
kann man auch, wie für andere Druckrohre bereits bekannt,
zwei Innengewinderohrteile verwenden und ein
mittleres Außengewinderohrteil aufschrauben. Ein solches
Element ist vermutlich jedoch nicht so vielseitig verwendbar
wie das dargestellte. Auch kann man die Gewindestange
mit einer handelsüblichen Metallmutter und einer
Unterlegscheibe festspannen. Auch kann der Zugstab in
anderer Weise in der jeweils oberen Stufe befestigt
werden und braucht nicht über die ganze Länge Gewinde
zu haben.
Claims (7)
1. Treppenstufenbolzenverbindung mit in
Überlappungsbereichen zwischen den Enden der
Stufen (24) der Treppe (10, 20), zwischen der obersten Stufe und dem
Podest (14) und der untersten Stufe und dem Boden (11) vorgesehenen Abstands- und
Verbindungselementen (26), die jeweils eine
Zugstange (27) und ein diese umgehendes
höheneinstellbares, aus ineinander schraubbaren Teilen
bestehendes Druckrohr mit einem Innengewindeteil (28.1) und einem Außengewindeteil (28.2) mit großflächigen,
mit dem Druckrohr fest verbundenen, jeweils eine
Zentralausnehmung (39) enthaltenden Druckflächenteilen
(38, 38.1) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckrohrdurchmesser (42) mindestens
dreiviertel des Druckflächendurchmessers (40) beträgt
und die Druckflächenteile (38, 38.1, 44) einstückig an
den Druckrohrteilen (28.1, 28.2) angeformt sind
und die Druckrohrteile (28.1, 28.2) mit ihren
Druckflächenteilen (38, 38.1, 44)
und den als Trapezgewinde (28.3) ausgeführten
Gewindegängen jeweils einstückig aus
glasfaserverstärktem, spritzgegossenem Kunststoff
bestehen.
2. Treppenstufenbolzenverbindung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Kunststoff ein Polyamid mit 30 bis 50% Glasfasern
von etwa 0,2 bis 0,4 mm Länge und 10 µm Dicke ist.
3. Treppenstufenbolzenverbindung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Durchmesser (40) der Druckfläche (38) und der
Außenfläche des Innengewinde (28.1) etwa 50 mm
betragen (siehe S. 10 Ende oberer Absatz).
4. Treppenstufenbolzenverbindung nach einem
der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Innengewindeteil (28.1) mit einem über die ganze
Länge seiner Innenwand reichenden Innengewinde (28.3)
versehen ist.
5. Treppenstufenbolzenverbindung nach einem
der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Außengewindeteil (28.2) im Innern zwischen
Zylinderwand und unterer Druckfläche einstückig eingeformte
radiale, mit ihren Innenflächen (50) schräg
verlaufenden Innenrippen (49) aufweist.
6. Treppenstufenbolzenverbindung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Innenrippen (49) etwa bis zu der konisch gestalteten
Zugstabausnehmung (51) reichen.
7. Treppenstufenbolzenverbindung nach einem
der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
in der Druckfläche (38) des Innengewindeteils wenigstens teilweise von außen
zugängliche Herstellungsrückdrehausnehmungen (41)
vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813146567 DE3146567C2 (de) | 1981-11-24 | 1981-11-24 | Treppenstufenbolzenverbindung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813146567 DE3146567C2 (de) | 1981-11-24 | 1981-11-24 | Treppenstufenbolzenverbindung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3146567A1 DE3146567A1 (de) | 1983-06-09 |
| DE3146567C2 true DE3146567C2 (de) | 1994-07-07 |
Family
ID=6147088
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813146567 Expired - Lifetime DE3146567C2 (de) | 1981-11-24 | 1981-11-24 | Treppenstufenbolzenverbindung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3146567C2 (de) |
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| DE19732075A1 (de) * | 1997-07-25 | 1999-01-28 | Somatec | Verstellbare Trittabstandhalter für freitragende Treppen und Wendeltreppen |
| CN110593500B (zh) * | 2019-09-27 | 2020-10-09 | 安徽建筑大学城市建设学院 | 一种安全牢固的装配式抗震楼梯 |
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| DE2516139A1 (de) * | 1975-04-12 | 1976-10-21 | Frank Gmbh Wilh | Spindeltreppe |
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| DE3033714C2 (de) * | 1979-09-10 | 1985-07-04 | Fuji Seimitsu Mfg. Co. Ltd., Toyonaka, Osaka | Abdeckkappe für eine Mutter |
-
1981
- 1981-11-24 DE DE19813146567 patent/DE3146567C2/de not_active Expired - Lifetime
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