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Beschreibung
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Die Erfindung geht aus von einer Sortiervorrichtung gemäß Oberbegriff
des Anspruches 1.
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Eine solche Vorrichtung ist durch die DE-AS 23 25 418 bekannt. Diese
bekannte Vorrichtung weist zwei Gitter auf, die je aus einer Anzahl nebeneinander
vorgesehener Sortierstangen bestehen, wobei die Stangen in einem Gitter mit den
Stangen in dem anderen Gitter abwechseln. Die Spaltbreite in der gebildeten Gitter
kombination kann durch Verschiebung der Gitter aufeinander zu oder voneinander weg
verändert werden. Diese Gitter sind jedoch schwer und mühselig manuell zu betätigen
und die Betätigung e-rfordert besondere Vorrichtungen, wie die in der Auslegeschrift
gezeigten Schrauben. Man hat auch eine Möglichkeit das eine Gitter wegzuschwenken,
das zu diesem Zwecke auf Scharnieren gelagert ist. Dies dürfte jedoch bei einer
für grobes Material bemessenen Sortiervorrichtung eine besondere Hebevorrichtung
erfordern.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße
Sortiervorrichtung zu schaffen, bei der der Kraftaufwand zur Umstellung der Spaltbreite
wesentlich verringert wird.
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Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruches 1 gelöst. Bei
der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich einzelne Sortierelemente einzeln von
dem Gestell lösen und wieder mit diesem verbinden. Da hierfür ein viel geringerer
Kraftaufwand vonnöten ist, kann die Umstellung nun manuell ohne Zuhilfenahme von
Hebevorrichtungen od. dgl. durchgeführt werden.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
Ansprüchen und einem im folgenden anhand der Zeichnung beschriebenem Ausführungsbeispiel.
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Es zeigt: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Sortiervorrichtung
gemäß der Erfindung; Fig. 2 eine vergrößerte, teilweise geschnittene, perspektivische
Ansicht des der Vorrichtung zugeordneten Gitters, und Fig. 3 eine perspektivische
Ansicht einer einzelnen, dem Gitter zugeordneten Sortierstange.
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Die in Figur 1 gezeigte Vorrichtung weist ein Gitter 1 auf, das von
einem Gestell 2 getragen ist, das seinerseits von vier im wesentlichen senkrechten
Beinen 3 und 4 getragen wird. Die Beine 3 sind kürzer als die Beine 4, wodurch das
Gestell 2 und das zugehörige Gitter 1 im Verhältnis zur Horizontalebene geneigt
ist. Praktisch soll der Winkel zwischen diesem Gitter 1 und der Horizontalebene
im Bereich von 250-550, vorzugsweise 350 -450 liegen. Jedes von den beiden langen
Beinen 4 ist aus zwei Teilen zusammengesetzt, nämlich aus einem oberen, rohrförmigen
Rohrteil 5 und einem unteren Stangenteil 6, der teleskopisch in den Rohrteil 5 eingeführt
ist. Im Bereich, in dem der Stangenteil 6 in den Rohrteil 5 eingeführt ist, sind
die beiden Teile 5 und 6 bogenförmig mit einem Radius gekrümmt, der im wesentlichen
gleich dem Abstand zwischen diesem Bereich und dem Fuß des vorne liegenden, kurzen
Beines 3 ist. Hierdurch kann sich der Rohrteil 5 im Verhältnis zum Stangenteil 6
durch Verschwenken des Gitters 1 um einen beim Fuß des kürzeren Beines 3 liegenden
Schwenkpunkt bewegen. Zwischen dem Rohrteil 5 und dem Stangenteil 6 in jedem Bein
4 wirkt eine Druckfeder in Form einer Schraubendruckfeder 7, die normal bestrebt
ist, den Rohrteil 5 in einer relativ hohen Lage gegenüber dem Stangenteil zu halten,
und gegen deren Wirkung das Gitter 1, wenn Schachtmassen darauf aufgebracht werden,
bewegbar ist. Wenn die Schachtmassen das Gitter 1 treffen, wird das Gitter automatisch
in Schwingung oder
Vibration versetzt, wodurch die Sortierung erleichtert
wird.
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Das Gestell 2 selbst umfaßt einen Rahmen, der aus einem unteren, horizontalen
Träger 8, zwei Seitenträgern 9 und einem oberen, horizontalen Träger 10 zusammengesetzt
ist, und eine angemessene Anzahl querverlaufender oder horizontaler Zwischenträger
11. Diese Zwischenträger 11 dienen als Zwischenstütze für die einzelnen Stangen,
die zusammen das Gitter 1 bilden.
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Soweit, wie die Vorrichtung bisher beschrieben ist, ist sie durch
die SE-PS 7314641-7 bekannt. Betreffend der Einzelheiten in der allgemeinen Funktion
der gezeigten Sortiervorrichtung wird auf diese Patentschrift, insbesondere auf
deren Figur 2, verwiesen.
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Die Figuren 2 und 3 zeigen die für die vorliegende Erfindung charakteristischen
Merkmale der Vorrichtung näher.
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Die zuvor erwähnte Gitterkonstruktion 1 ist aus mehreren voneinander
unabhängigen, parallelen Stangen zweier Typen zusammengesetzt, nämlich einem ersten
Stangentyp 12, der stets mit dem darunterliegenden Gestell 2 fest verbunden ist,
und einem zweiten Stangentyp 13, der mit dem Gestell 2 lösbar verbunden ist. Wie
Figur 2 deutlich zeigt, bestehen die Querträger 11 aus langgestreckten Platten,
in- deren oberem Rand hier halbkreisförmig ausgebildete Ausnehmungen 15 und zwischen
diesen nach oben gerichtete Spitzen 14 vorgesehen sind. Die fest angebrachten Stangen
12 ruhen auf den Spitzen 14 der Querträger 11 und sind außerdem zum einen an ihrem
unteren Ende von einer Stützplatte 16 -und zum anderen an ihrem oberen Ende von
einer langgestreckten Stützplatte 17 unterstützt. Jede einzelne Stange 12 ist mit
der darunterliegenden Stütze durch eine Schweißverbindung vereinigt. Schweißverbindungen
liegen hier nicht nur bei den Stützplatten 16 und 17, sondern auch bei den Querträger
11
vor.
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Jede der lösbaren Stangen 13 ist mit d Gestell in der folgenden Weise
verbunden oder verbindbar: Das eine, in diesem Falle das obere Ende 18 der Stange
13 ist in eine lochartige Fassung 19 in die Platte 17 eingeführt, während das entgegengesetzte,
untere Ende der Stange mit dem Gestell 2 durch ein Verschlußmittel 20 verbunden.
ist, das in schließender Lage eine Bewegung der Stange 13 sowohl parallel, als auch
quer zu ihrer Längsrichtung verhindert.
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In dem gezeigten Beispiel besteht jedes einzelne Verschlußmittel 20
aus den folgenden Komponenten: Vom unteren Ende der Stange 13 ragt nach unten eine
angeschweißte Stützplatte 21 mit im wesentlichen denselben Dimensionen und derselben
Ausbildung, wie die erwähnte Stützplatte 16. Am unteren Ende der Stützplatte 21
ist weiterhin ein Steuerkörper 22 angeschweißt, der in eine an dem unteren Träger
8 des Gestells 2 angeschweißte Fassung 23 mit verhältnismäßig enger Passung einführbar
ist. In dem beschriebenen Beispiel besteht die Fassung 23 aus einem U-Profilstück,
dessen Breite, zwischen den inneren Seiten der Schenkel gemessen, mit der Breite
des Steuerkörpers übereinstimmt oder diese geringfügig überschreitet. Mit dem Steuerkörper
22 wirkt ein L-förmiges Organ 24 zusammen, das einen stielartigen Teil 25 und einen
Endanschlag 26 aufweist. Am unteren Ende des L-förmigen Organs 24 ist eine quergerichtete,
durchgehende Bohrung 27 vorgesehen. Auch das L-förmige Organ 24 ist in die Fassung
23 mit enger Passung einführbar; in der Praxis kann das betreffende Organ 24 wenigstens
schwach keilförmig sein, sodaß der Steuerkörper 22 zwischen dem unteren Träger 8
und dem L-förmigen Organ 24 festgekeilt wird, wenn das Organ angebracht ist. Das
L-förmige Organ 24 wird in schließender Lage mit Hilfe eines Arretierstiftes 28,
Splintes oder dergleichen gesichert.
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Figur 3 zeigt die einzelne Stange 13, die außer dem Steuerkörper 22
mehrere andere, hier fünf weitere Steuerkörper 22' aufweist, die in der Längsrichtung
der Stange 13
verteilt sind. Diese Steuerkörper wirken mit entsprechenden
Steuerungen 29 in Form von U-Profilstücken zusammen, die an den querliegenden Zwischenträgern
11 angeschweißt sind, und zwar auf der schräg nach unten gerichteten Seite der querliegenden
Zwischenträger 11 mit den beiden Schenkeln des Profilstückes in der Richtung schräg
nach unten frei vorspringend. Auf der hinteren Seite jedes Steuerkörpers 22' ist
eine Stützplatte 30 angeordnet, deren unterer Rand bogenförmig mit im wesentlichen
demselben Radius wie die Ausnehmung 15 im entsprechenden Querträger 11 ausgebildet
ist.
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Figur 2 zeigt deutlich, daß jede zweite Sortierstange 12 vom festen
Typ ist, während jede zweite Stange 13 vom lösbaren Typ ist. In der Praxis können
sämtliche Stangen 12 und 13 aus einem Sechskantstahl bestehen, zum Beispiel der
Dimension 32 mm, wobei die Spaltbreite zwischen nebeneinander liegenden Stangen
12 und 13, wenn sämtliche Stangen auf ihrem Platz sind, 40 bis 60 mm beträgt.
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Dies bedeutet, daß der Abstand zwischen nebeneinander liegenden festen
Stangen 12 im Bereich von etwa 110 bis etwa 150 mm liegt.
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Mit der beschriebenen Vorrichtung kann nun in der folgenden Weise
gearbeitet werden: Wenn sämtliche Sortierstangen 12 und 13 auf ihrem Platz sind,
wird die maximale Größe des sortierten Materials kleinstmöglich (z.B. 60 mm). Wenn
man die Größe des sortierten Materials zu vergrößern wünscht (in diesem Falle bis
150 mm), wird jede der lösbaren Stangen 13 in der Weise, die in Figur 2 gezeigt
ist, entfernt. Im Einzelnen macht man die Demontage ganz einfach dadurch, daß man
den Arretiersplint 28 wegnimmt, das L-förmige Organ 24 nach oben schlägt und das
untere Ende der Stange 13 aufhebt, wonach das obere Ende 18 aus seiner entsprechenden
Fassung 19 in der Stützplatte 17 weggezogen werden kann. Diese
kombinierte
Schwenkungs- und Längsbewegung der Stange 13 ist dadurch möglich, daß die Steuerungen
29 nach schräg unten offen sind und sie gleichzeitig auf der nach unten gerichteten
Seite der Querträger 11 angebracht sind.
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Wenn man wieder sortiertes Material mit der kleinsten Maximalgröße
zu erhalten wünscht, wird in der umgekehrten Weise verfahren, wobei die Stangen
13 wieder dadurch angebracht werden, daß die oberen Enden in die Fassungen 19 eingesteckt
werden, die Stange 13 nach unten geschwenkt wird, sodaß der Steuerkörper 22 in Eingriff
mit der Fassung 23 kommt, wonach das L-förmige Organ 24 in seinen Platz geführt
und mit Hilfe des Splintes 28 gesichert wird.
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Durchgeführte Versuche haben gezeigt, daß die beschriebene Konstruktion
sehr robust und widerstandsfähig ist, obwohl sie während der Arbeit außerordentlichen
Belastungen ausgesetzt wird. Es ist zu beachten, daß das betreffende Gitter 1 bei
jeder Sortiergelegenheit der Einwirkung von einigen zehn Tonnen mehr oder weniger
frei fallenden Stein-und Erdmaterials unterworfen wird. Obwohl es auch möglich wäre,
das Gitter 1 so auszuführen, daß sämtliche Stangen 12 und 13 mit dem Gestell 2 lösbar
verbunden sind, wird es gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgezogen,
wenigstens gewisse Stangen, in diesem Falle jede zweite, als mit dem Gestell 2 fest
verbundene Stangen 12 auszuführen. Hierdurch wird sichergestellt, daß das vom Gestell
2 und den festen Stangen 12 gebildete Aggregat immer eine robuste und schlagfeste
Einheit bildet.
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Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die beschriebene und
in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform begrenzt. Man kann an Stelle von Sechskantstahl
andere Komponenten verwenden, z.B. Rund- oder Vierkantstangen, um die einzelnen
Schienen oder Sortierelemente des Gitters 1 zu bilden. Statt gerader Verschlußmittel
20 der im Beispiel gezeigten Art, können auch andere Verschlußmittel in Frage kommen,
z.B. Schraubeinrichtungen oder Einrichtungen, die
nach dem Exzenterprinzip
arbeiten. Anstatt die oberen Enden der Stangen durch Einführung in Fassungen der
beschriebenen Art zu befestigen, ist es selbstverständlich denkbar, besondere Verschlußmittel
auch für die oberen Enden der Stangen zu verwenden.
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Obwohl das Gitter 1 gemäß der vorbeschriebenen Ausführungsform nur
solche Stangen 12 und -13 umfaßt, die in einer einzigen Richtung verlaufen, nämlich
parallel zueinander, ist es offenbar, daß der Erfindungsgedanke auch für solche
Gitter angewandt werden kann, die kreuzweise angebrachte Stangen oder Elemente haben
und somit untereinander im Winkel, vorzugsweise im rechten Winkel, verlaufen. Auch
in diesem Falle ist es nämlich möglich, gewisse Elemente in jedem Satz von im Winkel
gegeneinander orientierten Elementen mit dem Gestell und / oder untereinander lösbar
verbindbar zu gestalten.