DE3146719C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein fluidbetätigbares hohles Spannfutter
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Spannfutter
dieser Art werden im allgemeinen "Front-Spannfutter" genannt
und oft zum Bearbeiten von Rohren für Ölbohrgeräte und Elektrodenstangen
von Elektroöfen eingesetzt. Diese Spannfutter
sind zum Bearbeiten von Stangen- und Rohrmaterial mit verhältnismäßig
großen Durchmessern geeignet.
In jüngerer Zeit werden weithin numerisch gesteuerte Werkzeugmaschinen
eingesetzt. In vielen Fällen werden dabei zur Erhöhung der Verläßlichkeit
bei solchen numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen die Klemm-
und Lösezustände der Werkstücke durch elektrische Aufnehmer für die
Verlagerung der Klemmbacken des Spannfutters überwacht.
Für diesen Zweck ragt bei einem üblichen fluidbetätigbaren Spannfutter
(vgl. z. B. DE-GM 19 67 010, S. 1, Abs. 2),
bei welchem das Spannfutter und ein Fluidzylinder zur Betätigung
der Klemmbacken getrennt sind, die Kolbenstange des Betätigungskolbens
von dessen Rückseite her in den Zylinder ein, der
am rückwärtigen Ende der Maschinenspindel angeordnet ist, und die
Stellung des Endes der Kolbenstange wird an einem Punkt rückwärts
vom Zylinder mittels Grenzschaltern oder Annäherungsschaltern erfaßt,
um so die Verlagerungen der Klemmbacken zu messen.
Im Gegensatz dazu ist bei einem fluidbetätigbaren hohlen Spannfutter,
bei welchem das Spannfutter und der die Klemmbacken betätigende
Zylinder eine einheitliche Konstruktion bilden, im Hinblick auf die
grundsätzliche Funktion des Spannfutters die Anordnung eines Rohres
oder einer Stange zum Übertragen der Verlagerungen des hohlen Kolbens
zu einer Stelle rückwärts von der Maschinenspindel in der Durchgangsbohrung
der Spindel nicht zulässig. Aus diesem Grunde ist ein Erfassen
der Verlagerungen der Klemmbacken an einem Punkt rückwärts von
der Spindel wie bei dem beschriebenen Spannfutter üblicher Bauart
nicht möglich, so daß es zwingend erforderlich schien, diese Messung
an einem Punkt vorne an der Spindel vorzunehmen.
Bei einem fluidbetätigbaren hohlen Spannfutter dieser Bauart
(US-PS 39 18 352, Fig. 5) ist ein rückwärtiger, an der Maschinenspindel befestigter Deckel auf der
Rückseite des Futterkörpers vorgesehen, auf dessen Innenseite eine
Zylinderkammer vorgesehen ist, wobei eine
Führungshülse im Futterkörper und in einem zentralen Loch des rückwärtigen
Deckels montiert und mit dem Futterkörper verbunden ist
und wobei ein hohler Kolben auf dem äußeren Umfang dieser Führungshülse
gleitend angeordnet ist.
Bei diesem Spannfutter mag es zwar möglich sein, auf der Rückseite
des hohlen Kolbens eine von dem rückwärtigen Deckel nach hinten
ragende Kolbenhülse anzuordnen und die Stellung dieser Kolbenhülse
mittels Schaltern zu erfassen. Aufgrund der vorstehend beschriebenen
Konstruktion muß jedoch die Kolbenhülse auf der Innenseite der Anbringung
des rückwärtigen Deckels an der Spindel angeordnet sein,
wodurch es praktisch unmöglich ist, Bewegungen dieser Kolbenhülse zu
erfassen. Eine andere Meßmethode, welche ausführbar erscheinen
könnte, könnte darin gesehen werden, mehrere Stifte in dem hohlen
Kolben einzubetten, die Verlagerungen dieser Stifte nach außen
aus dem Spannfutterkörper zu führen und diese Verlagerungen zu
messen. Ein Meßsystem zum Anwenden dieser Methode wäre jedoch
kompliziert und schwierig in die Praxis umzusetzen. Somit
steht bei gattungsgemäßen hohlen Spannfuttern ein praktisches Meßsystem,
mit dem elektrisch die Verlagerungen des Kolbens und damit der Klemmbacken erfaßt
werden können, nicht zur Verfügung.
Bei einem fluidbetätigbaren hohlen Spannfutter der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Art (DE-GM 19 67 010) ist
der Ringkolben von einer Ringscheibe ohne angesetzte Hülse
od. dgl. gebildet, wobei die Ringscheibe radial innen und außen über Dichtungen
abgedichtet längs der Wände des Zylinderkörpers gleiten kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die beschriebenen
Schwierigkeiten bei fluidbetätigbaren hohlen Spannfuttern
zu überwinden und ein gattungsgemäßes Spannfutter
zu schaffen, bei welchem bei praktischer Bauart die Verlagerungen des Kolbens und damit der Klemmbacken
elektrisch an einer Stelle vor der Maschinenspindel
erfaßt werden können, wobei die Steifigkeit des Futterkörpers
erhöht werden soll.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die
Merkmale des Anspruchs 1.
Bei einem Spannfutter nach der Erfindung wird durch die von
der Rückseite des Ringkolbens wegragende Kolbenhülse, die
gleitend in einen Zwischenraum zwischen dem Futterkörper und
dem Zylinderkörper paßt und aus dem Zylinderkörper nach hinten
herausragt, erreicht, daß elektrische Aufnehmer, vorzugsweise Annäherungsschalter,
zum Erfassen der Stellungen der Kolbenhülse an
einer Stelle hinter dem Zylinderkörper angeordnet werden
können. Dadurch können die Bewegungen der Klemmbacken auf
einfache Weise indirekt erfaßt werden, wobei eine steife
Konstruktion des Futterkörpers erzielt ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen
von vorteilhaften Ausführungen
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Stirnansicht einer ersten Ausführung eines fluidbetätigbaren
hohlen Spannfutters gemäß der Erfindung,
wobei gewisse Teile weggelassen sind,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1 gesehen
in Pfeilrichtung,
Fig. 3 einen vergrößerten Teilschnitt längs der durch die
Linie III-III in Fig. 2 angedeuteten Ebene in Richtung
der Pfeile,
Fig. 4 einen vergrößerten Teilschnitt nach der Linie IV-IV in
Fig. 1 in Pfeilrichtung,
Fig. 5 eine perspektivische Explosionsdarstellung, welche eine
Zugstange und einen Keilblock darstellt,
Fig. 6 einen Teilschnitt, welcher die Anordnung einer Hilfsbacke
an einer Hauptbacke darstellt,
Fig. 7 eine Teilansicht der Anordnung nach Fig. 6 von rechts und
Fig. 8 in einem Längsschnitt eine Hälfte einer anderen Ausführung
eines Spannfutters gemäß der Erfindung.
Ein erstes Beispiel eines fluidbetätigbaren hohlen Spannfutters, das
eine bevorzugte Ausführung der Erfindung darstellt, sei nun anhand der
Fig. 1 bis 7 beschrieben.
Dieses fluidbetätigbare hohle Spannfutter 1 hat einen hohlen Futterkörper
2 mit einer zentralen Durchgangsbohrung 3 und an seinem Außenabschnitt
einen Vorderteil 2a mit großem Durchmesser (rechter Teil in
Fig. 2) und einen Hinterteil 2b mit kleinerem Durchmesser (linker Teil
in Fig. 2).
Wie am besten in Fig. 1 und 3 zu erkennen ist, ist der Futterkörper an
seiner Frontseite mit drei Klemmbacken-Montageschlitzen 4 versehen,
die T-Querschnitt haben und durch Bearbeiten in die Frontseite
des Futterkörpers in gleichen Winkelabständen mit radialer Ausrichtung
eingebracht sind. Auf einer Seite jedes Klemmbacken-Montageschlitzes
4 (auf der im Uhrzeigersinn liegenden Seite gemäß Fig. 1)
ist ein Einsatzloch 5 als Durchgangsloch durch den Vorderteil 2a des
Futterkörpers 2 parallel zur Spannfutterachse eingearbeitet. Jeder
Klemmbacken-Montageschlitz 4 ist mit dem zugehörigen Einsatzloch 5
über eine Gleitnut 6 verbunden, die parallel zur Spannfutterachse
verläuft und parallele, gegenüberliegende Gleitflächen 6a, 6a aufweist,
die senkrecht zu den Seitenflächen des Montageschlitzes 4
stehen.
Die Frontseite des Futterkörpers 2 ist ferner mit einer flachen Aussparung
7 zur Aufnahme einer Abdeckplatte für jedes Einsatzloch 5
und die zugehörige Gleitnut 6 versehen. Ferner sind mehrere (beim
gezeigten Beispiel 9) Bolzenlöcher 8 im Futterkörper 2 für Spannfutter-
Montagebolzen im Futterkörper 2 parallel zu seiner Achse als
Durchgangslöcher ausgebildet, die von der Frontseite zur Rückseite
des Futterkörpers 2 führen und auf einem gemeinsamen Mittenkreis 9 im
Abstand von den Klemmbacken-Montageschlitzen 4 und nahe der zentralen
Durchgangsbohrung 3 liegen. Der Durchmesser des Mittenkreises 9 ist gleich
demjenigen eines Mittenkreises von Bolzenlöchern 11 in der Hauptspindel 10
der Werkzeugmaschine gewählt, an welcher das Spannfutter 1 montiert
ist. Die Bolzenlöcher 8 sind ferner koaxial mit den entsprechenden
Bolzenlöchern 11 angeordnet. Die Rückseite des Vorderteils 2a des
Futterkörpers 2 ist um den äußeren Umfang mit einer abgesetzten
Schulter 12 zum Ansetzen des Frontendes eines ringförmigen Zylinderkörpers
28 versehen, der im folgenden beschrieben wird (Fig. 2).
Je eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 14 bezeichnete Klemmbacke
ist in je einer der drei Klemmbacken-Montageschlitze 4 des Futterkörpers
2 montiert und wie folgt aufgebaut. Eine Hauptbacke 15 ist
gleitend in jedem Klemmbacken-Montageschlitz 4 geführt. Im Front-
Mittelteil jeder Hauptbacke 15 ist eine Mutternut 16 von T-Querschnitt
durch Bearbeiten geformt. Auf der Frontseite jeder Hauptbacke
15 sind auf beiden Seiten der Mutternut 16 Zähne 15a mit Sägezahnform
ausgebildet. Ferner ist eine Keil- bzw. Schrägverzahnung 15b,
deren Zähne relativ zur Gleitrichtung der Hauptbacke 15 mit einer
Neigung nach hinten und gegen den äußeren Umfang des Futterkörpers 2
versehen sind, auf einer Seitenfläche jeder Hauptbacke 15 nächst
dem Einsatzloch 5 ausgebildet.
In der Mutternut 16 jeder Hauptbacke 15 ist eine Klemmbacken-Mutter 17
beweglich aufgenommen. Zähne 18a einer Aufsatzbacke 18 kämmen mit den
erwähnten Zähnen 15a jeder Hauptbacke 15, und die Aufsatzbacke 18 ist
mit der Hauptbacke 15 durch zwei Befestigungsbolzen 19 verbunden,
die in die Klemmbacken-Mutter 17 eingeschraubt sind.
Die beschriebene Hauptbacke 15 hat innere Endflächen 15c, die dem
Inneren der Durchgangsbohrung 3 des Futterkörpers 2 zugewandt sind
und in denen Gewindelöcher 20 für Montagezwecke vorgesehen
sind. Nach Wunsch kann eine Hilfsbacke 22 an der inneren Endfläche
15c gemäß den Fig. 6 und 7 durch Einschrauben von Bolzen 21
in die Gewindelöcher 20 angebracht werden.
Je ein Keilblock 23 gemäß Fig. 5 ist in jeder Gleitnut 6 des Futterkörpers
2 so angeordnet, daß er parallel zur Achsrichtung des Spannfutters
darin gleitverschieblich ist. Jeder Keilblock 23 hat eine
Keilverzahnung 23a auf der der zugehörigen Klemmbacke 14 zugewandten
Seite. Diese Keilverzahnung 23a kämmt mit der Keilverzahnung
15b jeder Hauptbacke 15. Der Keilblock 23 hat ferner einen Vorsprung
23b an der dem Klemmbacken 14 abgewandten Seite. In jedes Einsatzloch
5 des Futterkörpers 2 ist eine Zugstange 24 gleitend und gasdicht
eingepaßt. Das rückwärtige Ende der Zugstange 24 ist mit einem
im folgenden noch beschriebenen Hohlkolben 34 gekuppelt. An ihrem
Frontabschnitt hat die Zugstange 24 an einer Seitenfläche eine
Aussparung 24a zum Zusammenwirken mit dem Vorsprung 23b des Keilblocks
23 (Fig. 3, 5).
In jede flache Aussparung 7 ist eine Abdeckplatte 25 eingesetzt
und mittels Schrauben 26 befestigt. Die Abdeckplatte 25 soll das Eindringen
von Spänen,Verschnitt und Schneidöl in die Gleitnut 6 verhindern
(Fig. 1, 3).
Der Futterkörper 2 kann direkt mit der Frontseite der Spindel 10 der
Werkzeugmaschine dadurch verbunden werden, daß Befestigungsbolzen
27 durch die Bolzenlöcher 8 des Futterkörpers 2 gesteckt und
die Bolzenenden in die Bolzenlöcher 11 der Spindel 10 eingeschraubt
werden (Fig. 2).
Der schon erwähnte ringförmige Zylinderkörper 28 (Fig. 2, 4) ist gasdicht mittels
einer großen Anzahl von Schrauben 29A auf der Schulter 12 des Futterkörpers 2
befestigt und umgibt somit den Hinterteil 2b des Futterkörpers 2.
Als vorderen Abschnitt hat der Zylinderkörper 28
eine Zylinderbohrung 28a relativ großen Innendurchmessers und als
rückwärtigen Abschnitt eine Hülsen-Gleitbohrung 28b verhältnismäßig
geringen Innendurchmessers, der geringfügig größer als der Außendurchmesser
des Hinterteils 2b des Futterkörpers 2 ist. Eine ringförmige
Zylinderkammer 29 ist somit zwischen der Innenfläche der
Zylinderbohrung 28a und der Außenfläche des Hinterteils 2b gebildet,
wobei eine ringförmige Aussparung 30 zwischen der Innenfläche der
Bohrung 28b und der Außenfläche des Hinterteils 2b des Futterkörpers 2
gebildet ist.
Am rückwärtigen Ende des Zylinderkörpers 28 ist eine Aussparung 31
zur Aufnahme eines Fluid-Zuführringes 37 vorgesehen, der im folgenden
beschrieben wird. Auf der Rückseite des Zylinderkörpers 28 sind in
dieser Aussparung 31 zwei Ringnuten 32 und 33 für die Zufuhr eines
Betätigungsfluids konzentrisch um die Spannfutterachse herum gebildet, d. h. zwischen
und von Ringrippen 32a und 32b sowie Ringrippen 33a und 33b gemäß
Fig. 4.
Da der Zylinderkörper 28 an der Außenseite des Futterkörpers 2 befestigt
ist, der direkt auf der Maschinenspindel 10 montiert sein
kann, und der Zylinderkörper 28 funktionell von dem Futterkörper 2 getrennt
ist, kann das Gewicht des Zylinderkörpers 28 durch Fertigen
aus einer Leichtmetallegierung ohne Verringerung der Steifigkeit
des Futterkörpers 2 verringert werden. Durch Anwenden einer solchen
Leichtbauweise kann das Trägheitsmoment der Spannfutteranordnung
wesentlich reduziert werden.
Ein ringförmiger oder hohler Kolben 34 ist gleitend in der Zylinderkammer
29 aufgenommen und auf seiner Frontseite mit den rückwärtigen
Enden der drei Zugstangen 24 durch Befestigungsbolzen 34a gekuppelt.
Da dieser Kolben 34 ein doppelt wirkender Kolben ist,
weist die Zylinderkammer 29 einen rückseitigen Zylinderkammerteil
29a und einen frontseitigen Zylinderkammerteil 29b auf der Front-
und Rückseite des Kolbens 34 auf. Am rückwärtigen Ende hat der
Kolben 34 einstückig und koaxial mit ihm eine Kolbenhülse 35 (Fig. 2, 4).
Diese Kolbenhülse 35 ist gasdicht und gleitend in der erwähnten
Aussparung 30 aufgenommen, und ihr rückwärtiges äußerstes
Ende ragt nach hinten über die Rückseite des Zylinderkörpers 28 an
seinem radial innersten Teil hinaus. Eine flache Ringhöhlung 34b,
die einen Kanal für ein Betätigungsfluid bildet, ist um den Mittelteil
der Innenwandfläche des hohlen Kolbens 34 geformt. Diese Ringhöhlung
34b kommuniziert mit dem rückseitigen Zylinderkammerteil
29a über mehrere Verbindungslöcher 36 in der Kolbenhülse 35 gemäß
Fig. 2.
Der Fluid-Zuführring 37 für Betätigungsfluid (im folgenden Zuführring 37
genannt) ist auf der Rückseite von und koaxial mit dem Zylinderkörper 28
angeordnet, wobei sein rückwärtiger äußerer Umfang auf einem Montagering
37a aufsitzt. Der Zuführring 37 ist in einem Zustand, in welchem
sein Frontabschnitt in der erwähnten Aussparung 31 im rückwärtigen
Ende des Zylinderkörpers 28 aufgenommen ist, mittels des Montageringes
37a am Spindelstock 38 befestigt. Zwischen der Innenwandfläche
des Zuführringes 37 und dem äußeren Umfang des Hinterteils 2b
des Futterkörpers 2 ist ein Meßspalt 37b einer solchen Größe vorgesehen,
daß die Kolbenhülse 35 in diesen Meßspalt 37b hineingleiten kann.
Der Zuführring 37 kann an einer Verlagerung durch einen Lagerstützzylinder
gehindert werden, der einstückig mit dem inneren "Felgenteil"
des Zylinderkörpers 28 auf seiner Rückseite sein kann und den
Zuführring 37 mittels eines Lagers abstützen kann, das auf der äußeren
Umfangsfläche dieses Lagerstützzylinders sitzt.
Auf der Frontseite des Zuführringes 37 sind an einem den Ringrippen 32a,
32b und 33a und 33b des Zylinderkörpers 28 gegenüberliegenden Abschnitt
ringförmige Dichtungsaufnahmenuten 39 und 40 von T-Querschnitt
gemäß Fig. 4 vorgesehen. Ferner sind am Grund dieser ringförmigen
Dichtungsnuten 39 und 40 Ringnuten 41 und 42 an Stellen
gegenüber den Ringnuten 32 und 33 angeordnet. Ringdichtungen 43 und 44
mit verschiedenen Durchgangslöchern 43a und 44a an Stellen gegenüber
den Ringnuten 41 und 42 sind in diesen Dichtungsnuten 39 und 40 aufgenommen.
Wenn ein Betätigungsfluid wie Luft in die Ringnuten 41 und 42 eingebracht
wird, werden die Ringdichtungen 43 und 44 gegen die Ringrippen
32a und 32b und die Ringrippen 33a und 33b gepreßt, so daß
das Betätigungsfluid ohne Lecken über die Durchgangslöcher 43a und 44a
zu den Ringnuten 32 und 33 gelangen kann.
Der beschriebene Zuführring 37 ist an seinem äußeren Umfang mit
Speiseeinlässen 45a und 45b für das Betätigungsfluid versehen. Ein
Speiseeinlaß 45a kommuniziert mit dem rückseitigen Zylinderkammerteil
29a über einen Kanal 46 im Zuführring 37, die Ringnuten 41 und
32, einen Kanal 47 im Zylinderkörper 28 und im Futterkörper 2, ein
Servo-Rückschlagventil 48a, einen Kanal 49 im Futterkörper 2,
die Ringhöhlung 34b und die Verbindungslöcher 36. Der
andere Zuführeinlaß 45b kommuniziert mti dem frontseitigen Zylinderkammerteil
29b über einen Kanal 50 im Zuführring 37, die Ringnuten 42
und 33, einen Kanal 51 im Zylinderkörper 28 und im Futterkörper 2,
ein Servo-Rückschlagventil 48b und einen Kanal 52 im Futterkörper 2.
Die beschriebenen Servo-Rückschlagventile 48a und 48b sind so
konstruiert, daß sie einen Rückstrom des Betätigungsfluids, welches
in die rückseitigen und frontseitigen Zylinderkammerteile 29a und
29b eingespeist sind, verhindern und gleichzeitig das Betätigungsfluid
zu einem dieser Zylinderkammerteile 29a und 29b speisen
und aus dem jeweils anderen Zylinderkammerteil
abführen. Der Betrieb der Servo-Rückschlagventile 48a und 48b in
Verbindung mit der Wirkung des Kolbens 34 und mit dem Betrieb eines
Meßsystems zum Erfassen der Kolbenstellung werden im folgenden beschrieben.
Dabei wird jedoch von einer detaillierten Beschreibung
der Servo-Rückschlagventile 48a und 48b abgesehen.
Die Stellung des rückwärtigen Endes der Kolbenhülse 35 wird durch
Annäherungsschalter 53 und 54 erfaßt. Diese Annäherungsschalter 53
und 54 sind in entsprechende Aufnahmebohrungen 55 und 56 eingesetzt
und dort gehalten, die in einem Abschnitt des Zuführringes
37 in radialer Richtung verlaufen, so daß die Meßköpfe 53a und 54a
der Annäherungsschalter in den Meßspalt 37b hineinragen. Jeder
Annäherungsschalter 53 und 54 ist an Ort und Stelle von einer Klemmschraube
57 und einem Schutzglied 58 gehalten. Die Annäherungsschalter
53 und 54 sind durch Leitungsdrähte 59 und 60 mit einer
Steuervorrichtung (nicht gezeigt) der Werkzeugmaschine verbunden (Fig. 1, 4).
Der eine Annäherungschalter 53 ist ein wenig nach hinten versetzt an
der Rückseite der Kolbenhülse 35 in ihrer vorderen Grenzstellung
angeordnet. Wenn der hohle Kolben 34 zur vorderen
Grenzstellung seines Vorschubhubes zu gleiten veranlaßt wird,
verläßt das rückwärtige Ende der Kolbenhülse 35 die Stellung gegenüber
dem Meßkopf 53a des Annäherungsschalters 53, welcher daraufhin
von seiner "Ein"-Stellung in seine "Aus"-Stellung gelangt.
Als Folge davon wird die vordere Grenzstellung des Kolbens 34
erfaßt, d. h. diejenige Stellung, bei welcher die Klemmbacken 14
in ihrer geöffneten, nicht greifenden Lösestellung sich befinden.
Der andere Annäherungsschalter 54 ist ein wenig vor dem rückwärtigen
Ende der Kolbenhülse 35 in deren hinterer Grenzstellung angeordnet.
Wenn der Kolben 34 dazu veranlaßt wird, in seine hintere
Endstellung am Ende seines Rückzughubes zu gleiten, überfährt das
rückwärtige Ende der Kolbenhülse 35 eine mit dem Meßkopf 54a des
Annäherungsschalters 54 fluchtende Stellung, worauf dieser aus
seinem "Aus"-Zustand in seinen "Ein"-Zustand gelangt. Als Folge
davon wird die hintere Grenzstellung des Kolbens 34 erfaßt, in welcher
die Klemmbacken 14 am Ende ihrer Einwärtsbewegung zur Mitte hin
angelangt sind und nicht ein Werkstück greifen.
Dementsprechend kam durch Feststellen, ob die Annäherungschalter 53
und 54 beide eingeschaltet oder beide ausgeschaltet sind, elektrisch erfaßt
werden, daß die Klemmbacken 14 nicht ein Werkstück greifen. Durch
Verarbeiten des Meßsignals kann die Werkzeugmaschine in eine Ruhestellung
versetzt werden. Ferner kann durch Feststellen, ob die
Annäherungsschalter 53 und 54 wechselweise ein- bzw. ausgeschaltet sind,
elektrisch erfaßt werden, ob die Klemmbacken 14 ein Werkstück greifen.
Durch Verarbeiten des Meßsignals kann die Werkzeugmaschine in Betrieb
gesetzt werden.
Wenn das beschriebene, mechanisch betätigbare hohle Spannfutter 1
in einer Werkzeugmaschine angewendet werden soll, wird zuerst der
Zuführring 37 auf dem Spindelstock 38 montiert und danach die Rückseite
des Futterkörpers 2 in Kontakt mit der Frontseite der Spindel 10
gebracht. Der Futterkörper 2 wird dann mittels der Bolzen 27 mit der
Spindel 10 verbunden. Anschließend wird das zu bearbeitende Werkstück
in die zentrale Öffnung zwischen den drei Aufsatzbacken 18, die
in geöffneter Stellung sind, eingeführt.
In diesem Fall sind das Spannfutter 2 und die Spindel 10 mit zentralen
Durchgangsöffnungen 3 und 10a durch ihre Mitten versehen. Dabei sind
keinerlei Bauteile zur Betätigung der Klemmbacken 14 oder zum
Erfassen der Bewegungen der Klemmbacken 14 in diesen Durchgangsbohrungen
3 und 10a angeordnet. Dementsprechend können die Innenräume
dieser Durchgangsbohrungen 3 und 10a vollständig für die
Aufnahme des Werkstücks verwendet werden. Deshalb können Werkstücke
verhältnismäßig großer Durchmesser durch die Innenräume der
Durchgangsbohrungen 3und 10a hindurchgeführt werden.
Im Betrieb wird zunächst Betätigungsfluid über den Speiseeinlaß 45b
des Zuführrings 37 zugeführt. Dieses Betätigungsfluid strömt durch
den Kanal 50, tritt in die Ringnut 42 ein und drückt die Ringdichtung
44 gegen die Ringrippen 33a und 33b, wodurch einem Lecken
des Betätigungsfluids vorgebeugt wird. Das Fluid strömt dann über
das Durchgangsloch 44a und den Kanal 51 zum Betätigen des Servo-
Rückschlagventils 48b und über den Kanal 52 in den frontseitigen
Zylinderkammerteil 29b, wodurch es den Kolben 34 rückwärts schiebt
und durch das Betätigungsfluid aus dem rückseitigen Zylinderkammerteil
29a austreibt.
Dieser Rückhub des Kolbens 34 veranlaßt die drei Zugstangen 24 und
damit auch die Keilblöcke 23 zu einem Rückwärtsgleiten. Als Folge
davon werden die Hauptbacken 15 dazu veranlaßt, längs der Klembacken-
Montageschlitze 4 nach einwärts gegen die Spannfutter-
Mittelachse zu wandern, wodurch die Aufsatzbacken 18 in Kontakt mit
dem äußeren Umfang des Werkstückes kommen und dieses greifen. Hierbei
werden die Keilblöcke 23 veranlaßt, ohne Spiel längs der Gleitflächen
6a auf der Außenseite in radialer Richtung der Gleitnuten 6
zu gleiten. Deshalb können die Klemmbacken 14 genau und definiert
in äquidistanten Abständen von der Spannfutter-Mittelachse gehalten
werden, was ein hohes Maß an Bearbeitungsgenauigkeit
ermöglicht.
Eine andere Folge der Bewegung der Hauptbacken 15 in die entsprechenden
Stellungen, in denen die Aufsatzbacken 18 das Werkstück wie beschrieben klemmen, besteht
darin, daß die Kolbenhülse 35 des
Kolbens 34 in einer Zwischenposition angehalten wird, die kurz vor
der hinteren Grenzstellung ihres Hubes liegt, nachdem ihr hinteres
Ende zuvor eine Stellung gegenüber dem Meßkopf 53a des Annäherungsschalters
53 erreicht hat. Zu diesem Zeitpunkt nehmen die Annäherungschalter
53 bzw. 54 ihre "Ein"- bzw. "Aus"-Zustände ein, d. h. erfassen,
daß die Klemmbacken das Werkstück gegriffen haben, und veranlassen
die Werkzeugmaschine, den Betrieb aufzunehmen.
Im Falle, daß die Aufsatzbacken 18 das Werkstück aus irgendwelchen
Gründen noch nicht gegriffen haben, z. B. wegen eines Versagens einer
automatischen Vorrichtung zum Zuführen und Wechseln von Werkstücken,
wird die Kolbenhülse 35 des Kolbens 34 dazu veranlaßt, rückwärts
in ihre hintere Grenzstellung zu gleiten, wie strichpunktiert in
Fig. 4 angedeutet ist, wo das hintere Ende eine Stellung gegenüber
dem Meßkopf 54a des Annäherungsschalters 54 einnimmt. Die Annäherungsschalter
53 und 54 kommen daraufhin beide in "Ein"-Zustand, so daß sie die Tatsache
erfassen, daß die Klemmbacken 14 kein Werkstück greifen und
entsprechend die Werkzeugmaschine dazu veranlassen, ihren Ruhezustand
einzunehmen. Demgemäß ist es möglich, überflüssigen Betrieb,
wie das Ausführen nachfolgender Maschinenarbeit mit den
Klemmbacken 14 in einem Zustand, in der sie ein Werkstück nicht
greifen, zu vermeiden und dadurch die Verläßlichkeit des Betriebes
zu erhöhen, was insbesondere im Falle automatisierten Betriebes
ohne ständige Aufsicht von Bedienungspersonal wichtig ist.
Wenn im Normalbetrieb nach Abgabe von entsprechenden Signalen durch die Annäherungsschalter
53 und 54 sichergestellt ist, daß ein Werkstück
durch die Klemmbacken gegriffen ist, wird die Zufuhr von Betätigungsfluid
zu dem Speiseeinlaß 54b gestoppt, wobei ein Abfluß
von Betätigungsfluid aus dem frontseitigen Zylinderkammerteil
29b mittels des Servo-Rückschlagventils 48b vermieden ist,
so daß der Greifzustand des Werkstückes durch die Klemmbacken 14
selbst nach Stoppen der Zufuhr von Betätigungsfluid ständig aufrechterhalten
wird. Ferner nimmt nach dem Stoppen der Zufuhr von
Betätigungsfluid die Ringdichtung 44 aufgrund ihrer Elastizität
ihre ursprüngliche Lage wieder ein, wobei sie in eine von den Ringrippen
33a und 33b entfernte Stellung gelangt.
Darauf wird die Spindel 10 der Werkzeugmaschine gedreht, um das fluidbetätigte
Spannfutter 1 mit dem Werkstück zu drehen, wobei der Bearbeitungsvorgang
am Werkstück ausgeführt wird. Im gezeigten Fall ist
der Futterkörper 2 des Spannfutters 1 direkt mit der Spindel 10 durch
die Bolzen 27 verbunden. Aus diesem Grund kann das gesamte Spannfutter
1 mit großer Steifigkeit trotz des Vorsehens eines Zylinders
am Futterkörper 2 ausgeführt werden, wodurch die Spannfutterwirkung
des Greifens des Werkstückes stabil und das Spannfutter 1 widerstandsfähig
gegen Bearbeiten unter schwerer Last gehalten werden
kann.
Nach Vollenden der Bearbeitung des Werkstückes wird die Drehung der
Spindel 10 gestoppt, worauf Betätigungsfluid zum anderen Speiseeinlaß
45a gespeist wird. Dieses Fluid strömt über den Kanal 46
zur Ringnut 41 und preßt die Ringdichtung 43 gegen die Ringrippen
43a und 32b, strömt dann über das Durchgangsloch 43a und
den Kanal 47 zur Betätigung des Servo-Rückschlagventils 48a, worauf
das Fluid über den Kanal 49, die Ringhöhlung 34b und die
Verbindungslöcher 36 zum rückseitigen Zylinderkammerteil 29a gelangt,
so daß es den Kolben 34 vorschiebt und dadurch das Betätigungsfluid
aus dem frontseitigen Zylinderkammerteil 29b austreibt.
Diese Vorwärtsbewegung des Kolbens 34 wird mittels der Zugstangen
24 und der Keilblöcke 23 in eine Bewegung der Klemmbacken 14
radial nach außen umgesetzt, um das Werkstück freizugeben und
die ursprüngliche Offenstellung wieder einzunehmen. Wenn die
Klemmbacken 14 in ihre Ausgangsstellungen zurückgekehrt sind,
ist gleichzeitig die Kolbenhülse 35 in ihre vordere Grenzstellung
geführt, wobei ihr hinteres Ende aus der Stellung gegenüber dem
Meßkopf 53a des Annäherungsschalters 53 herausfährt. Folglich nehmen
die Annäherungsschalter 53 und 54 beide ihre "Aus"-Stellungen ein,
wodurch der Zustand erfaßt wird, daß die Klemmbacken 14 das Werkstück
freigegeben haben; ein Klemmung-Freigabesignal wird zur erwähnten
Steuervorrichtung gegeben.
Im Falle, daß die Klemmbacken 14 aus irgendeinem Grund, wie Versagen
des Mechanismus zum Zuführen des Betätigungsfluids, nicht in ihre
Ausgangspositionen zurückkehren, wird das rückwärtige Ende der
Kolbenhülse 35 nicht in eine Stellung - von der Futterseite gesehen - vor dem Annäherungsschalter 53
bewegt, so daß die Annäherungsschalter 53 bzw. 54 in ihren vorherigen
Zuständen, nämlich Schalter 53 in dem "Ein"- bzw. Schalter 54 in dem "Aus"-Zustand, verbleiben und ein die
Freigabe des Werkstückes anzeigendes Signal nicht erzeugt wird. Somit
kann entsprechend den Signalzuständen der Annäherungsschalter
53 und 54 die Freigabe des Werkstückes aus dem Greifzustand der
Klemmbacken 14 elektrisch erfaßt und überprüft werden. Auf der
Basis dieser Überprüfung kann eine Beschädigung von
Maschinenteilen aufgrund einer Kollision zwischen
Werkstück oder Klemmbacken 14 und einer automatischen Wechselvorrichtung,
z. B. als Folge eines automatischen Werkstückaustausches
für einen nachfolgenden Bearbeitungszyklus, verhindert
werden.
Im Normalbetrieb wird nach Verifikation des Öffnungszustandes
der Klemmbacken 14 die Zufuhr von Betätigungsfluid zu dem Speiseeinlaß
45a gestoppt, wobei das Servo-Rückschlagventil 48a jedoch
noch weiter wirkt, um die Klemmbacken 14 im Öffnungs- bzw. Lösezustand
zu halten. Ferner trennt sich die Ringdichtung 43 von
den Ringrippen 32a und 32b und nimmt ihre davon entfernte Lage
ein. Somit ist ein Betriebszyklus vollendet.
Bei dem beschriebenen fluidbetätigbaren hohlen Spannfutter 1
können die Hilfsbacken 22 an den inneren Endflächen der Hauptbacken
15 mittels der Montagebolzen 21 gemäß den Fig. 6 und 7 je
nach Notwendigkeit befestigt werden. Durch Verwenden dieser Hilfsbacken
22 kann das Werkstück an einer Stelle näher der Endfläche
der Spindel 10 gegriffen werden, wodurch die Greifwirkung noch
stabiler und mit größerer Greifkraft ausgeübt werden kann, ohne
daß ein "Schwimmen" der Klemmbacken auftritt.
Bei einer anderen Ausführung der Erfindung gemäß Fig. 8 ist der
Fluid-Zuführring 37e um den äußeren Umfangsteil des Vorderteils 2ae
des Futterkörpers 2e herum angeordnet. Annäherungssschalter 53e
und 54e sind in einem Raum nahe der Rückseite des Zylinderkörpers 28e
mittels eines Halters 61 gehalten, der mit dem Spindelstock 38e
fest verbunden ist. Die Bauteile sind bei dem in Fig. 8 dargestellten
Spannfutter gleich oder ähnlich wie entsprechende Teile
bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 7 ausgebildet und
mit gleichen Bezugszeichen mit dem Anhang e bezeichnet. Eine
detaillierte Beschreibung dieser Bauteile erübrigt sich deshalb.
Es ist zu bemerken, daß verschiedene Abänderungen bei dem
beschriebenen hohlen Spannfutter nach der Erfindung vorgesehen werden
können. Zum Beispiel können die beispielhaft beschriebenen Annäherungsschalter,
welche die vorderen und hinteren Grenzstellungen
der Kolbenhülse erfassen, so angeordnet sein, daß einer dieser
Annäherungsschalter in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung einstellbar
ist, um die Position der Kolbenhülse und die vordere Grenzstellung
ihres Hubes zu erfassen und eine korrekte und definierte Überwachung
des Greif- und Lösezustandes des Werkstückes sicherzustellen.
Ferner kann der Futterkörper an der Spindel mittels eines
Keil-Verriegelungszapfens am Montageteil des Futterkörpers befestigt
sein. Eine andere Abwandlung besteht in der Verwendung
nur eines oder dreier oder mehr Annäherungsschalter.
Durch Vorsehen von zwei Spannfuttern am Frontende und am Rückende
der Maschinenspindel zum Greifen eines Werkstückes an zwei im
Abstand befindlichen Stellen können ein stabiles Greifen, hohe
Bearbeitungsgenauigkeit und ein hoher Wirkungsgrad sichergestellt
werden.
Gemäß der vorstehend beschriebenen Ausführung ist eine Zylinderkammer, die
in einem Zylinderkörper außerhalb des Mittenkreises von Spannfuttermontagelöchern
und darum herum ausgebildet ist, zur Aufnahme
eines hohlen oder ringförmigen Kolbens mit einer Kolbenhülse bestimmt,
welche vom Zylinderkörper nach hinten ragt, und mindestens
ein Annäherungsschalter ist vorgesehen, um die axiale Stellung dieser
Kolbenhülse zu erfassen. Wenn demgemäß die Spannfutter-Klemmbacken
zum Greifen und Lösen des Werkstückes betätigt werden, wird indirekt die Verlagerung
dieser Klemmbacken elektrisch genau und definiert an einer
Stelle entfernt und getrennt vom Bearbeitungsort, wo Schneidflüssigkeit
verspritzt wird, erfaßt, wodurch das Greifen und Lösen des
Werkstückes durch die Klemmbacken genau und definiert überwacht
werden kann. Dadurch kann insbesondere bei Anwendung des Spannfutters
nach der Erfindung bei einer numerisch gesteuerten Werkzeugmaschine
die Bearbeitungsgüte und -verläßlichkeit erheblich verbessert
werden.
Ferner ist der Zylinderkörper auf dem Futterkörper angeordnet, und
die Zylinderkammer ist auf der Außenseite des Spannfuttermontageteils
des Futterkörpers vorgesehen. Aufgrund dieser Konstruktion
kann im Falle, daß das Spannfutter auf der Spindel der Werkzeugmaschine
zu befestigen ist, der Futterkörper direkt sicher an
der Spindel befestigt werden, wodurch die Steifigkeit des Spannfutters
erhöht und das Spannfutter für schwere Bearbeitungen
eingesetzt werden kann. Gleichzeitig kann die
Greifwirkung der Klemmbacken auf das Werkstück stabilisiert werden,
wodurch die Bearbeitungsgenauigkeit wirksam verbessert wird. Da
ferner die Kolbenhülse des hohlen Kolbens hinten durch einen
Spalt (Aussparung 30) zwischen dem Futterkörper und dem Zylinderkörper herausragt,
kann die Spannfutterkonstruktion sehr einfach und billig gehalten
werden.
Im Gegensatz zu bekannten Spannfuttern der zweistückigen Bauart
mit einem hinteren Deckel ist das vorstehend beschriebene Spannfutter
mit einem einstückigen Futterkörper
ausgeführt, was hohe Steifigkeit und damit
die Eignung für schwere Bearbeitung gewährleistet.
Aufgrund der Tatsache, daß der Innenraum der zentralen Durchgangsbohrung
des beschriebenen Spannfutters frei ist und im wesentlichen
gleichen Durchmesser wie die Maschinenspindel hat, kann das
Spannfutter zum Greifen von Werkstücken großer Durchmesser benutzt
werden, welche an denjenigen der zentralen Durchgangsbohrung
heranreichen.
Claims (2)
1. Fluidbetätigbares hohles Spannfutter mit einem Futterkörper
(2), der mit seinem Montageabschnitt (8, 27) an einer hohlen
Spindel (10) einer Werkzeugmaschine (38) montierbar
ist, mit Klemmbacken (14) an der Vorderseite des Futterkörpers
(2), mit einer ringförmigen Zylinderkammer (29) in einem hohlen
Zylinderkörper (28) auf der Rückseite des Futterkörpers (2)
und radial außerhalb des Montageabschnitts (8, 27) sowie mit
einem gleitend in der Zylinderkammer mittels eines Fluids
verschiebbaren Ringkolben (34) zur Verstellung der Klemmbacken,
dadurch gekennzeichnet, daß der Futterkörper
(2) ein Vorderteil (2a) größeren Außendurchmessers und ein
Hinterteil (2b) kleineren Außendurchmessers hat, daß der
Zylinderkörper (28) mit einem vorderen Abschnitt (28a) großen
Innendurchmessers, der mit seinem vorderen fluiddichten
Ende mit der Rückseite des Vorderteiles (2a) des Futterkörpers
(2) verbunden ist, und mit einem rückwärtigen Abschnitt
(28b) kleineren Innendurchmessers versehen ist, der radial
außerhalb des Hinterteils (2b) liegt, um so die Zylinderkammer
(29) zwischen dem Futterkörper (2) und dem Zylinderkörper
(28) zu begrenzen, und daß der Ringkolben (34) eine von
ihm nach hinten ragende Kolbenhülse (35) hat, die fluiddicht
zwischen die Innenfläche des rückwärtigen Abschnittes (28b)
des Zylinderkörpers (28) und die Außenfläche des Hinterteils
(2) des Futterkörpers (2) paßt und rückwärts aus dem Zylinderkörper
(28) herausragt, und daß an einer Stelle hinter dem
Zylinderkörper (28) elektrische Aufnehmer (53, 54) zum Erfassen von axialen Verlagerungen
der Kolbenhülse (35) vorgesehen sind, wodurch indirekt radiale
Verlagerungen der Klemmbacken (14) erfaßbar sind.
2. Spannfutter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnehmer als Annäherungsschalter (53, 54) ausgebildet
sind, welche in einem Fluid-Zuführring (37) benachbart
der Rückseite des Zylinderkörpers (28) angeordnet sind.
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