DE3146843C2 - Mit Gas betriebene wassergekühlte Brennkraftmaschine - Google Patents
Mit Gas betriebene wassergekühlte BrennkraftmaschineInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine mit gasförmigem Kraftstoff betriebene wassergekühlte Brennkraftmaschine. Das Gas - Alkohol - wird im flüssigen Zustand in einem Kraftstofftank bevorratet. Um die Schwierigkeiten beim Starten bei niedrigen Umgebungstemperaturen zu überwinden, insbesondere um die anfängliche Gaserzeugung abzukürzen, ist eine Aufheizeinrichtung zum Verdampfen des Kraftstoffes vorgesehen, die den Kraftstoff direkt verdampft und so einen Schnellstart ermöglicht. In der Aufheizeinrichtung wird in bekannter Weise Kraftstoff in einem kleinen Brenner verbrannt. Die freiwerdende Verbrennungswärme heizt eine Kraftstoffleitung auf und verdampft den durchfließenden Kraftstoff kurzfristig. Der dabei entstehende Kraftstoffdampf wird unmittelbar dem Saugrohr der Brennkraftmaschine oder dem Dampfraum des Kraftstoffverdampfers zugeführt. Die Aufheizeinrichtung erzeugt mehr Kraftstoffdampf als für den Leerlauf der kalten Brennkraftmaschine benötigt wird, so daß auch noch Teillast bzw. kurzzeitig Vollast gefahren werden kann. Sobald ein separater, abgasbeheizter Wasserkreislauf und/oder der Kühlwasserkreislauf der Brennkraftmaschine die Verdampfungstemperatur des Kraftstoffes erreicht hat, wird die Aufheizeinrichtung selbsttätig abgeschaltet.
Description
25
Die Erfindung betrifft eine mit gasförmigem Kraftstoff betriebene wassergekühlte Brennkraftmaschine
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches, wie sie beispielsweise aus der DE-OS 29 34 797 als bekannt
hervorgeht.
Zum Betreiben von Alkohol-Gasmotoren wird flüssig getanktes Methanol oder Ethanol verwendet, welche
einen eindeutigen weit oberhalb der Raumtemperatur liegenden Siedepunkt und nicht einen bis in den Bereich
der Raumtemperaturen reichenden Siedebereich wie z. B. Benzin haben. Der verwendete Alkohol wird
mittels des warmen Motorkühlwassers verdampft, welcher Kraftstoffdampf dem Gasmotor zugeführt
wird. Dieses Prinzip funktioniert nur, wenn das Motorkühlwasser eine höhere Temperatur hat als der
Siedepunkt des Kraftstoffes. Dieser liegt für Methanol bei 65° C und für Ethanol bei 78° C. Für den Kaltstart
müssen deshalb besondere Maßnahmen vorgesehen werden.
Es ist bekannt zur Aufheizung des Verdampfers bei Kaltstart ein ebenfalls mit Alkohol betriebenes Heizgerät
zu verwenden, das einen entsprechenden Wasserkreislauf erwärmt, welches rechtzeitig zur Inbetriebnahme
der Brennkraftmaschine eingeschaltet werden muß so und welches nach Inbetriebnahme der Brennkraftmaschine,
sobald das Motorkühlwasser die Verdampfungswärme von Alkohol erreicht hat, selbsttätig abgeschaltet
wird.
Nachteilig hierbei ist, daß trotz relativ hoher Heizleistung des Heizgerätes einige Minuten lang
vorgeheizt werden muß, bis ein Start erfolgen kann. Diese Zeitspanne wird umso länger, je niedriger die
Ausgangstemperatur ist. Hinzu kommt noch, daß während dieser Aufheizzeit das Heizgerät für die
Aufheizung des Fahrzeuges nicht verwendet werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, durch eine entsprechende Ausgestaltung und/oder Anordnung der Aufheizeinrichtung
die Startzeit der Brennkraftmaschine unabhängig von der jeweiligen Ausgangstemperatur wesentlich
zu verkürzen. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches gelöst.
In der Aufheizeinrichtung, die unabhängig vom Kühlwasserkreislauf bzw. vom durch die Abgase
beheizten Wasserkreislauf an jeder geeigneten Stelle im Kraftstoffzu- oder -auslauf des Kraftstoffverdampfers
angeordnet sein kann, wird Alkohol in bekannter Weise durch einen kleinen Brenner verbrannt Die Verbrennungswärme wird nicht zur Aufheizung von Wasser,
sondern zur direkten Verdampfung von Alkohol verwendet
Das Alkoholgas steht also in Sekundenschnelle nach
dem Einschalten des Brenners zur Verfügung, so daß die
Brennkraftmaschine sehr rasch gestartet werden kann. Dieser so erzeugte Kraftstoffdampf wird in den
Dampfraum des Kraftstoffverdampfers der Brennkraftmaschine geleitet und kann über das übliche Gemischbildungssystem
den Zylindern derselben zugeführt werden. Parallel hierzu kann der Kraftstoffdampf aber
auch unmittelbar dem Saugrohr der Brennkraftmaschine für die erste Kaltstartphase zugeführt werden. Die
Aufheizeinrichtung ist so bemessen, daß mehr Kraftstoffdampf erzeugt wird, als für den Leerlauf der kalten
Brennkraftmaschine nötig ist, so daß aufgrund des Speichervolumens des üblichen Kraftstoffverdampfers
auch ein Teillast- und ein kurzzeitiger Vollastbetrieb der Brennkraftmaschine möglich ist Nach dem Start wird
über einen Abgaswärmetauscher in Verbindung mit einer Wasserpumpe der Kraftstoffverdampfer über den
Wasserkreislauf sehr schnell aufgeheizt, so daß die Aufheizeinrichtung ausgeschaltet werden kann. Das
Ausschalten erfolgt über entsprechende Druck- und Temperaturschalter. Die Aufheizeinrichtung ist gegen
Überhitzung sowie Leckagen abgesichert
Die Anpassung der in der Aufheizeinrichtung erzeugten Dampfmenge kann durch entsprechendes
automatisches Aus- und Einschalten derselben an die Leerlaufmenge der kalten Brennkraftmaschine oder
durch eine zusätzliche Teillast-Betriebsstufe den jeweiligen Erfordernissen im Teillastbetrieb angepaßt werden.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles soll die Erfindung noch erläutert
werden.
Die Figur zeigt eine schematische Darstellung einer Brennkraftmaschine gemäß der Erfindung.
Die in der Figur dargestellte, mit Alkohol betriebene Brennkraftmaschine 1, mit einem Luftfilter 2, einer
Drosselklappe 3 und einem Saugrohr 4, weist einen Kühlwasserkreislauf 5 mit einer Wasserpumpe 6 und
einen Thermostaten 7 auf, welcher den Kühlwasserkreislauf 5 bei Bedarf über einen Kühler 8 schalten kann.
In den Kühlwasserkreislauf 5 ist ein Getriebe-Ölkühler 9, ein Thermostatventil 10, ein Abgaswärmetauscher 11
und ein Kraftstoffverdampfer 12 integriert In Strömungsrichtung des Kühlwasserkreislaufes 5, nach dem
Kraftstoffverdampfer 12, zweigt eine zu einer elektrisch betriebenen Wasserpumpe 13 führende Leitung 14 ab,
die zwischen dem Thermostatventil 10 und dem Abgaswärmetauscher 11 mit einer Verbindungsleitung
14' wieder in den Kühlwasserkreislauf 5 einmündet und einen kleinen separaten Wasserkreislauf 15 bildet, der
den Abgaswärmetauscher 11, den Kraftstoff verdampf er
12, die Leitung 14, die Wasserpumpe 13 und die Verbindungsleitung 14' enthält, sobald das Thermostatventil
10 den Kühlwasserkreislauf 5 über eine Leitung 16 kurzschließt. Diese Schaltung erfolgt kurz nach dem
Starten der Brennkraftmaschine 1, solange das Kühlwasser noch nicht die Verdampfungstemperatur des
Kraftstoffes (Methanol 650C, Ethanol 78° C) erreicht
hat. Der kleine Wasserkreislauf 15 wird in der
Startphase durch den Abgaswärmetauscher 11 sehr rasch aufgeheizt Der im Kraftstoffverdampfer 12 sich
bildende Kraftstoffdampf wird über eine Ansaugleitung 17 zum Gasmischer 18 geleitet und gelangt über das
Saugrohr 4 zur Brennkraftmaschine 1.
Der im flüssigen Zustand in einem Krafts iofftank 19
bevorratete Kraftstoff wird mittels einer Kraftstoffpumpe 20 mit Druckregler 21 über eine Kraftstoffleitung
22, 22" dem Kraftstoffverdampfer 12 zugeführt. In der Leitung 22' ist zur Regulierung des Kraftstoffzuflusses
ein Magnetventil 23 vorgesehen. Zuviel geförderter Kraftstoff kann über eine Leitung 24 wieder in den
Kraftstofftank 19 zurückfließen.
Für einen Schnellstart bei niedrigen Umgebungstemperaturen ist eine Aufheizeinrichtung 25 für den
Kraftstoff vorgesehen. Die Aufheizeinrichtung 25 ist an die Kraftstoffleitung 22 mit einem zwischengeschalteten
Magnetventil 26 angeschlossen. In der Aufheizeinrichtung 25 wird Kraftstoff in bekannter Weise in einem
kleinen Brenner verbrannt Die hierbei freiwerdende Wärmemenge verdampft unmittelbar den a"i Aufheizeinrichtung
25 durchfließenden Kraftstoff. Der so entstehende Kraftstoffdampf wird über eine Dampfleitung
27 mit einem zwischengeschalteten Magnetventil 28 in der ersten Kaltstartphase dem Saugrohr 4 der
Brennkraftmaschine 1 direkt zugeführt. Das Magnetventil 28 ist mit einem Anlasser 29 gekoppelt und
schließt das Magnetventi! 28 nach dem Starten der Brennkraftmaschine. Der in der Aufheizeinrichtung 25
sich bildende Kraftstoffdampf strömt nun über eine Verbindungsleitung 30 in den Dampfraum des Kraftstoffverdampfers
12 und durch die Ansaugleitung 17 zum Gasmischer 18. Die Aufheizeinrichtung 25 ist so
bemessen, daß mehr Kraftstoffdampf erzeugt wird als für den Leerlauf der kalten Brennkraftmaschine 1
benötigt wird, so daß aufgrund des Speirhervohimens des Kraftstoffverdampfers 12 auch ein Teillast- und ein
kurzzeitiger Vollastbetrieb der Brennkraftmaschine 1 ermöglicht wird. Sobald der kleine abgasbeheizte
Wasserkreislauf 15 die Verdampfungstemperatur des Kraftstoffes erreicht hat, wird durch Schließen des
Magnetventiles 26 die Aufheizeinrichtung 25 außer Betrieb gesetzt Ebenso schaltet das Thermostatventil
10 den Kühlwasserkreislauf 5 über den Kraftstoffverdampfer 12, wobei die Wasserpumpe 13 stillgesetzt
wird, sobald das Kühlwasser die Verdampfungstemperatur des Kraftstoffes erreicht hat Ein weiteres
Ansteigen der Kühlwassertemperatur wird in an sich bekannter Weise durch Abschalten des Abgaswärmetauschers
11 und/oder durch Zuschalten des Kühlers 8 verhindert
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Mit gasförmigem Kraftstoff betriebene wassergekühlte Brennkraftmaschine, bei welcher der Kraftstoff im flüssigen Zustand in einem Kraftstofftank bevorratet ist und welche Kraftstoff-Flüssigkeit mit Atmosphärendruck ausschließlich bei einer weit oberhalb der Raumtemperatur liegenden Siede-Temperatur verdampft, mit einem kühlwasserbeheizten Kraftstoflverdampfer und mit einem abgas-10 geheizten Kühlwasserwärmetauscher innerhalb des Kreislaufes für den Verdampfer, ferner mit einer primärseitig durch die Wärme von datin verbrennendem Kraftstoff gespeisten, sekundärseitig von Flüssigkeit durchströmten Aufheizeinrichtung zur wenigstens mittelbaren Erzeugung von Kraftstoffdampf bei einem Kaltstart der Brennkraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufheiz- eiprichtung (25) sekundärseitig unmittelbar von Kraftstoff-Flüssigkeit beaufschlagbar und im Kraftstoffzu- oder -auslauf des Kraftstoffverdampfers (12) angeordnet ist.
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1981
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