DE314750C - - Google Patents

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DE314750C
DE314750C DENDAT314750D DE314750DA DE314750C DE 314750 C DE314750 C DE 314750C DE NDAT314750 D DENDAT314750 D DE NDAT314750D DE 314750D A DE314750D A DE 314750DA DE 314750 C DE314750 C DE 314750C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01DCONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
    • E01D19/00Structural or constructional details of bridges
    • E01D19/14Towers; Anchors ; Connection of cables to bridge parts; Saddle supports

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Bridges Or Land Bridges (AREA)

Description

Bisher wurden bei Tragwerken, wie versteiften Kabelbrücken u. dgl., die Tragseile durch Spanngewichte gespannt, oder es wurden mit Spanngewichten versehene Flaschenzüge eingeschaltet, ebenso ist es bekannt, bei Fachwerkhängeträgern die Gurtungen als s Zugglieder auszubilden. Bei diesen bekannten Anordnungen besteht das Tragwerk jedoch aus zwei Teilen und bildet eine gebrochene Linie, oder es sind für die Unterbringung der Spanngewichte hohe Türme oder tiefe Gruben vorzusehen. Die Abmessungen des Bauwerkes nehmen hierbei einen großen Umfang an, auch erhält man keine gerade Gurtungen. Ferner lassen sich die bekannten Tragwerke nicht, wie es für einen Träger erforderlich, ohne weiteres in andere Ebenen drehen, da die Spanngewichte dabei aus den Rollen herausfallen würden. Bei der:
vorliegenden Erfindung wird das Spannen der Tragseile ohne Spanngewichte dadurch erreicht, daß in den- Hängeseilen oder knickfesten Stäben einstellbare Platten angeordnet sind und daß ein an einem Ende veränkertes und mit dem anderen Ende an einer Stufenscheibe befestigtes Tragseil durch Belastung desselben auf die Stufenscheibe so einwirkt, daß durch die damit in Verbindung stehenden Flaschenzüge das andere, ebenfalls an einem Ende verankerte und mit denselben Flaschenzügen verbundene Tragseil gespannt wird. Dabei stellen sich die Flaschenzüge, welche eine Spannvorrichtung bilden, bei zu- oder abnehmender Belastung dauernd selbsttätig ein. Hebel, Gelenke oder Schlitze in den Hänge- oder knickfesten Stäben sind als nachgiebige Verbindungen bei Brücken ebenfalls bereits bekannt. Diese' bezwecken jedoch, daß die Gurtungen gleich- -mäßig belastet oder wagerechte Kräfte der Gurtungen aufgenommen werden, daher können sich dort die Gurtungen nicht unabhän- . gig voneinander bewegen, auch können die Verbindungsglieder, ohne die Gurtung zu belasten, nicht die Last nach der anderen Gurlung übertragen. '
Auf der Zeichnung sind einige Anwendungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes . angegeben, und zwar zeigt Fig. 1 ein Trag- \verk, bei welchem die Last am Obergurt hängt. Fig. 2 veranschaulicht die Verbindung der einstellbaren Platten mit dem Hängeseil. Fig. 3 stellt ein Tragwerk dar, bei welchem sich die Last auf den Untergurt überträgt. Fig. 4 ist die Anordnung, der einstellbaren Platten in den knickfesten Stäben. . .
Das an einem Ende verankerte obere Tragseil α1 (Fig. ι), an welchem die Platten Z1 durch Hängeseile b' aufgehängt sind, ist
über an den Auflagern angebrachten Rollen geführt und mit dem anderen Ende an einer j Stufenscheibe e befestigt. Die Stufenscheibe e steht ferner durch verankerte Spannseile mit den losen Rollen d, welche wie ein Potenzialflaschenzug wirken, und mit dem Flaschenzug c in Verbindung. Das untere, ebenfalls an einem Ende verankerte Tragseil a2, an welchem die Platten /2 . ange-.
ίο bracht sind, ist auch über eine an dem Auflager angebrachte Rolle 'geführt und mit seinem anderen Ende an dem Flaschenzug c befestigt. Die Platten f1, f2 (Fig. 2) sind durch Führungen h miteinander verbunden. Die Platten f1 werden zweckmäßig an den Hängeseilen b so aufgehängt, daß dieselben eine Überhöhung, nach der Mitte des Tragwerkes zu, aufweisen, damit dieselben beim Durchbiegen eine Gerade bilden. Greift an den mit den Hängeseilen b verbundenen Platten f1 eine Last an, so wird sich das obere Tragseil α1 durchbiegen, d. h. das freie Ende wird herausgezogen, die Flaschenzüge c, d, e werden dadurch gespannt, und das damit verbundene untere Tragseil ar erhält eine größere Spannung und dadurch eine geringere Durchbiegung. Die Tragseile ar, α2 haben also verschiedene Spannungen, daher auch verschiedene Durchbiegungen. Um nun . den verschiedenen Bewegungen der Tragseile α1, α2 beim Durchbiegen des Tragwerkes Rechnung ' zu tragen, werden die Platten'/1, f2 so eingestellt, daß das obere Tragseil α1 beim Belasten des Tragwerkes erst allein durchbiegt, dabei
35. wird das untere. Tragseil a2 gespannt. Legen sich nun beim weiteren Belasten die Platten f1 auf die Platten/2, so wird auch das untere Tragseil d2 etwas durchbiegen, die Platten/2 wirken jedoch, infolge der größeren Spannung des Tragseiles a2, den Platten f1 entgegen, die Flaschenzüge c, d, e wirken dabei . im umgekehrten Sinne auf das Tragseil α1, so daß sich die Spannung und die Durchbiegung in demselben ebenfalls etwas verringert. Die Platten f1, /2 können beliebig eingestellt werden; entweder läßt man nur einen Teil der Last an dem oberen Tragseil a1 angreifen, dabei biegt das untere Tragseil α2 etwas mit durch, oder man läßt die ganze
5.0 Last an dem oberen Tragseil ar angreifen, dann dient das untere Tragseil o2 nur zur Aussteifung des Tragwerkes. Bei Brücken wird man beispielsweise das Eigengewicht und einen Teil der Verkehrslast am oberen
. 55 Tragseil ar angreifen lassen, so daß das untere Tragseil a2 nur bei der größten zulässigen Belastung mitträgt und bei gewöhnlichem Verkehr nur zur Aussteifung und Entlastung des Tragwerkes dient. Von den angegebenen Flaschenzügen c, d, e kann man beliebig den . einen oder den anderen anwenden. Die Anzahl und Übersetzung der Flaschenzüge c der losen Rollen d und der Stufenscheiben e richtet sich je nach der Belastung und Spannweite. Bei kleineren Spannweiten genügt einer der Flaschenzüge. Falls erforderlich, können an jedem Ende Flaschenzüge c, d, e eingebaut werden. Die einzelnen Tragseile α1, α2 bestehen je nach der Spannweite wieder aus mehreren einzelnen Drahtseilen, welche an den Enden nebeneinander durch einzelne Fläschenzüge gespannt werden. Bei den Flaschenzügen wird man zweckmäßig Ketten verwenden, da die leicht biegsamen Drahtseile nur geringe Bruchfestigkeit haben. Zum Nachspannen der Tragseile ar, a2 dient in bekannter Weise eine Spindel g. Bei dem Tragwerk'gemäß Fig. 3 sind auf den knickfesten Stäben b, welche mit dem unteren Tragseil a2 fest verbunden, die Platten Z1 befestigt. Ferner bewegen sich in den knickfesten Stäben b (Fig. 4) die mit dem oberen Tragseil a1 verbundenen Platten /2. Die Flaschenzüge sind an dem oberen Tragseil ar angeordnet. Die Last wirkt durch die knickfesten Stäbe b auf das untere Tragseil ar, dadurch werden die Flaschenzüge c, d, e gespannt, und das obere Tragseil ar erhält eine größere Spannung. Legen sich nun die Platten Z1 auf die Platten /2, so werden die Platten/2 wieder den Platten f1 entgegenwirken, infolge der größeren Spannung des Tragseiles ar, wodurch die Durchbiegung teilweise aufgehoben und verringert wird.
Als Kriegsbrücke ist das Tragwerk deshalb mit Vorteil anzuwenden, weil es sich in kleine, leicht versendbare Teile zerlegen und beliebig verlängern läßt. Das Abtragen oder Zerstören des Tragwerkes geschieht durch Lösen der Flaschenzüge c. Auch ist es im Gebirge zum Überschreiten von Schluchten und Abhängen geeignet. Bei Kriegsbrücken wird zur Gewichtsverminderung die Fahr- bahn in bekannter Weise aus Drahtgeflecht hergestellt. Die Querträger, Portale und Verbindungsglieder bestehen aus Stahlrohren oder Holzkonstruktion o. dgl. Weiter bietet die Verwendung des Tragwerkes bei Brücken den Vorteil, daß dasselbe seitlich weniger schwankt, bedeutend leichter ist und sich schnell ohne Gerüst aufstellen läßt. Bei Kriegsbrücken fällt das langwierige Zusammenschrauben der einzelnen Teile fort. Bei Tragwerken, z. B. bei Laufkranen, wo eine Verankerung der Gurte im Mauerwerk nicht möglich ist, befestigt man dieselben an einem unten offenen knickfesten Versteifungsträger, Auch läßt sich die nachgiebige Verbindung in den Verbindungsgliedern baulich in anderer Weise lösen. Die Durchbiegung der Seile
stellt sich in Wirklichkeit als Kurve dar, der Einfachheit halber ist dies in der Zeichnung weggelassen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Tragwerk aus gespannten, durch Hängeseile oder ; nachgiebige Stützen verbundenen Drahtseilgurtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die an dem einen Ende fest verankerten Tragseile (α1 und ff2) am anderen Ende durch eine Stufenscheibe (e) und daran angreifende, fest verankerte Flaschenzüge (c, d), unter den Lasten sich gegenseitig anspannend, verbunden sind.
    ■ 2. Tragwerk nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in den die Lasten auf die Gurtungen übertragenden Hängeseilen oder Stützen (b) durch -Führungen (Zi) miteinander verbundene einstellbare Platten (Z1 und /2) angeordnet sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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