DE3147722C2 - Peritonealkatheter - Google Patents
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Abstract
Ein Intraperitonealkatheter für die dauerhafte Implantation bei der Peritonealdialyse, der in dem durch die Bauchwand führenden Bereich entweder spannungsfrei in seitlich abgebogener Form vorgefertigt vorliegt oder ein bleibend verformbares Versteifungselement aufweist, welches eine im Zuge der Implantation erzeugte Biegung aufrechthält. Dieser Katheter liegt im implantierten Zustand spannungsfrei vor und übt keine Spannungen auf die Körperhaut aus.
Description
Die Erfindung betrifft einen Peritonealkatheter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die US-PS 41 84 497 beschreibt einen Katheter der eingangs erwähnten Art, der völlig in der Bauchwand implantiert ist und keinen extrakorporalen Anschluß aufweist. Insofern muß die Verbindung zwischen einem extrakorporalen Dialysegerät über eine Nadel hergestellt werden, die durch die Epidermis des Patienten in den Katheter gestochen wird.
Die US-PS 41 84 497 beschreibt einen Katheter der eingangs erwähnten Art, der völlig in der Bauchwand implantiert ist und keinen extrakorporalen Anschluß aufweist. Insofern muß die Verbindung zwischen einem extrakorporalen Dialysegerät über eine Nadel hergestellt werden, die durch die Epidermis des Patienten in den Katheter gestochen wird.
Ein solcher Peritonealkatheter läßt sich jedoch nur bedingt über einen bestimmten Zeitraum einsetzen, da
die häufigen Punktionen den Patienten in unerträglicher Weise belasten. Des weiteren konnte trotz des steril
implantierten Katheters die Peritonitisgefahr nicht beseitigt werden, da die extrakorporal zugeführte Nadel
häufig Keime in den Katheter einführt.
Demzufolge eignet sich ein derartiger Katheter nicht für Patienten, bei denen eine ambulante Peritonealdialyse
durchgeführt wird. Deshalb werden bei der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD) übliche
Katheter eingesetzt, die zwar teilweise elastisch sind, jedoch üblicherweise eine gestreckte Form aufweisen.
Derartige Katheter sind beispielsweise aus der DE-OS 21 49 041 und der GB-PS 13 07 056 bekannt, die entweder starr oder biegsam sind, wobei letztere Eigenschaft die Oberflächenscherkräfte verringert.
Derartige Katheter sind beispielsweise aus der DE-OS 21 49 041 und der GB-PS 13 07 056 bekannt, die entweder starr oder biegsam sind, wobei letztere Eigenschaft die Oberflächenscherkräfte verringert.
Im implantierten Zustand weisen diese Katheter einen
quer zur Bauchwand verlaufenden Bereich auf, von dem jeweils unter einem bestimmten Winkel abführende
Abschnitte abzweigen, die durch die Epidermis bzw. die Peritonealwand geführt sind. Diese Abschnitte stehen
offensichtlich unter Sprannung, was bei der DE-OS 21 49 041 zum Vorschlag führte, sowohl eine gewebefreundliche
Beschichtung auf dem Katheter als auch im Bereich des Durchgangs durch die Epidermis eine antiseptische Flüssigkeit in einem Reservoir vorzusehen,
das den Katheter umgibt. Diese antiseptische Flüssigkeit soll Keime abtöten, die durch öffnungen in der
bo Epidermis eingeschleppt werden können, die auf die
Zugspannungen des implantierten, unter Spannung stehenden Katheters zurückzuführen sind. Erst nach der
Fixierung des Katheters in der Haut soll die Wirkung der antiseptischen Flüssigkeit nachlassen, da dann die
t>5 den Katheter umgebenden Hautbereiche offensichtlich
die Spannung auffangen sollen.
Eine derartige Anordnung ist unvorteilhaft, da die antiseptische Flüssigkeit regelmäßig zu Irritationen der
Haut führt, wobei ein steriler Durchgang des Katheters
durch die Haut nicht gewährleistet wird. Daher können bei dieser Anordnung immer noch Keime in die Hautschichten
und in den Peritonealraum eindringen, da die vom Katheter selbst ausgeübten Zugspannungen und
die Oberflächenscherkräfte nach der Implantation nicht wirksam aufgefangen werden können. Dies hat häufig
zur Folge, daß die Haut nicht in die körperfreundlichen Bereiche des Katheters einwachsen kann, somit also
Zwischenräume gebildet werden, in die Keime eindringen können.
Ein weiterer Peritonealkatheter ist aus der US-PS 42 78 092 bekannt, der sich von dem aus der DE-OS
2149 041 bekannten Katheter dadurch unterscheidet, daß das körperfreundliche Element vom Katheter selbst
getrennt angeordnet ist Demzufolge kann ein derartiger Katheter aus diesem Element nach der Implantation
entfernt werden. Der Katheter selbst ist jedoch in der üblichen Weise implantiert und unterscheide: sich somit
nicht von dem vorstehend geschilderten Stand der Technik.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Katheter der eingangs erwähnten Art so fortzubilden,
daß er für die kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse geeignet ist und bereits kurz nach der Implantation
keine Keimprobleme mehr auftreten.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Durch den erfindungsgemäßen Peritonealkatheter ist das insbesondere bei der kontinuierlichen ambulanten
Peritonealdialyse auftretende Keimproblem, das durch die Implantation des unter Spannung stehenden Katheters
erzeugt wird, erstmals wirksam gelöst worden. Demzufolge läßt der erfindungsgemäße Peritonealkatheter
bereits kurz nach dem Implantieren keine Einschleppung von Keimen mehr zu. Dies ist insbesondere
darauf zurückzuführen, daß an der Austrittsöffnung des Katheterrohrs aus der Epidermis des Patienten keinerlei
Zug- oder Scherspannungen mehr auftreten, die bei einem üblichen Katheter die Keimeinschleppung begünstigen.
Bei der Tunnelimplantation, bei der der durch die Epidermis eingeführte Katheter seitlich abknickt und
einen quer zur Bauchwand verlaufenden Bereich aufweist, sind derartige Spannungen durch die spannungsfrei
vorgefertigte Form des erfindungsgemäßen Katheters ebenfalls nicht mehr zu beobachten. Demzufolge
kommt es zu keinerlei Riß- oder Spaltenbildnngen bei dem erfindungsgemäßen Katheter im Bereich der Epidermis,
so daß das Einschleppen von Keimen hierdurch wirksam verhindert wird.
Weiterhin weist der erfindungsgemäße Katheter eine relativ hohe Elasti/.itätsreserve auf, d. h. er laß; sich infolge
seiner spannungsfreien Form in Längsrich'ung erheblich spannen, was insbesondere bei Relativbewegungen
zwischen Bauchhaut und Peritoneum von Bedeutung ist. Die dabei zwangsläufig an den Durchtrittsöffnungen
auftretenden Zugkräfte sind dabei so gering, daß sie ohne nachteilige Folgen bleiben.
In einer speziellen Ausführungsform ist dieser Bereich wellenförmig ausgestaltet und läßt sich infolge der
hohen Flexibilität des Katheters um ein Mehrfaches hinsichtlich seiner ungespannten Länge verlängern, so daß
praktisch keine nennenswerten Spannungskräfte an den Körperöffnungen mehr auftreten.
Besonders hervorzuheben ist jedoch die Tatsache, daß durch den erfindungsgemäßen Katheter ohne
Schwierigkeiten ein gerader Mandrin, beispielsweise aus Edelstahl, hindurchgesteckt v/erden kann, so daß die
vorstehend erwähnte Implantation problemlos durchgeführt werden kann. Nach dem Herausziehen des
Mandrins kehrt der Katheter in seine ursprüngliche ge-
ä bogene Form zurück und verbleibt in dieser. Er wird nunmehr durch den Kanal und die vorbereitete zweite
Körperöffnung gezogen und befindet sich dann in seinem endgültigen implantierten Zustand.
Um seinen sicheren Sitz an den Körperöffnungen
Um seinen sicheren Sitz an den Körperöffnungen
ίο bzw. im Kanal zu gewährleisten ist in einer weiteren
speziellen Ausführungsform wenigstens eine Scheibe vorgesehen, deren Mittelpunkt von dem Katheter
durchsetzt wird. Diese Scheibe soll wie die bekannte Manschette von der Haut um- bzw. durchwachsen werden,
damit ein fester und sicherer Sitz des Katheters an den Korperöffnungen bzw. im Kanal sichergestellt wird.
Jn einer weiteren speziellen Ausführungsform ist der
aus dem Körper des Patienten ragende Katheterteil ebenfalls abgebogen und liegt praktisch am Körper des
Patienten an. Bei dieser Ausführungsform treten keine durch den Katheter hervorgerufenen Spannungsprobleme
mehr auf, die sich negativ auf die in der Bauchwand befindliche öffnung auswirken könnten. Vielmehr bleibt
dieser Bereich spannungsfrei. Außerdem läßt sich der Katheter sehr gut zwischen der Körperoberfläche und
den Bekleidungsstücken unterbringen, was eine angenehme Trageweise für den Patienten darstellt.
Bei dem bekannten lntraperitonealkatheter ging man grundsätzlich davon aus, daß die auftretenden Kontaminationen
im wesentlichen unvermeidlich sind und somit ein Austausch des Katheters bzw. ein erneutes Setzen
des Katheters von Zeit zu Zeit vorzunehmen ist. Überraschenderweise wurde nunmehr bei dem erfindungsgemäßen
lntraperitonealkatheter festgestellt, daß die auftretenden Unverträglichkeiten bzw. Kontaminationen
im wesentlichen auf die vom Katheter ausgeübten Spannungen zurückzuführen sind. Diese Probleme sind
nämlich beim erfindungsgemäßen Katheter im wesentlichen beseitigt, was an sich unerwartet war, da die Fachweit
von einem systemimmanenten Fehler ausging.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung unter
Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigt
Fig. 1 den erfindungsgemäßen Intraperitonealkatheter in einer ersten Ausführungsform im Längsschnitt, wobei lediglich der durch die Haut führende Bereich vergrößert gezeigt ist,
Fig. 1 den erfindungsgemäßen Intraperitonealkatheter in einer ersten Ausführungsform im Längsschnitt, wobei lediglich der durch die Haut führende Bereich vergrößert gezeigt ist,
Fig.2 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Katheters in der gleichen Darstellung gemäß Fig. 1,
F i g. 3 eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Katheters in der Darstellung wie F i g. 1,
Fig.4 eine vierte Ausführungsform des erfindungsfcmäßen
Katheters in der Darstellungsweise gemäß Fig. 1,
Fig.5 eine fünfte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Katheters in der Darstellungsweisc gemäß Fig. 1,
F i g. 6 eine sechste Ausführungsform in der Darstellungsweise gemäß F i g. 1 und
F i g. 7 eine weitere Ausführungsform in der Darstellungsweise gemäß F i g. 1.
In F i g. 1 ist die erste Ausführungsform des Katheters
10 gezeigt, bei dem aus Gründen der Übersichtlichkeit b5 die hier beiliegenden Endstücke weggelassen sind. Es
führen also die Bereiche 12 und 14 zu den Enden des Katheters 10, die einen Anschluß für einen Konnektor
bzw. Drainageöffnungen für den erleichterten Ab- und
Zulauf der Dialyseflüssigkeit im Peritoneum aufweisen.
Der Katheter 10 weist gemäß der ersten Ausführungsform eine in der Nähe der Körperhaut 16 des Patienten
gebogene Form 18 vor dem Körper des Patienten auf, die vorteilhafterweise derart ausgestaltet ist,
daß der sich an die gebogene Form 18 anschließende Bereich 20 in seiner Längsachse senkrecht auf die Körperhaut
16 trifft.
Dieser Bereich 20 des Katheters durchsetzt die erste öffnung 22 im Körper des Patienten, die der Chirurg als
zweite Körperöffnung geöffnet hat. An die öffnung 22 schließt sich bis zur zweiten öffnung 24 in der Wand 26
des Peritoneums der durch die Hautschichten führende Bereich oder nachstehend genannte Tunnelbereich 28
des Katheters 10 an.
Der Tunnelbereich 28 gemäß Fig.! ist in dieser bevorzugten
Ausführungsform etwa in der Mitte im wesentlichen rechtwinklig abgeknickt, weist also eine seitliche
abgebogene Form 30 auf. Diese abgebogene Form 30, die bereits fertigungsseitig festgelegt ist, liegt im
implantierten Zustand im wesentlichen spannungsfrei vor, so daß der Katheter 10 in seinem durch die öffnungen
22 und 24 führenden Bereichen keine Spannungen aufweist. Hierdurch wird sichergestellt, daß keine Keime
durch infolge von Spannungen auftretende Zwischenräume zwischen der öffnung 22 und 24 und dem
Katheter 10 eindringen können. Sollte dennoch eine Infizierung an oder um die Stelle 22 erfolgen, so kann
diese infolge der abgebogenen Form 30 des Katheters nicht zu der öffnung 24 durchdringen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Schenkel 32 und 34, die sich von der abgebogenen
Form 30 erstrecken im wesentlichen gleich lang. Dies muß andererseits jedoch nicht zwangsläufig vorliegen,
so daß auch der Schenkel 32, sofern erforderlich, länger sein kann als der Schenkel 34. Üblicherweise beträgt die
Länge der Schenkel 32 und 34 etwa eins bis vier, vorzugsweise ca. zwei cm.
Weiterhin müssen die Längsachsen der Schenkel 32 und 34 nicht zwangsläufig im wesentlichen rechtwinklig
aufeinanderstehen; so können sie auch in anderen Winkeln zueinander vorliegen, sofern dies von den Hautformationen
gefordert wird. So wird man bei Patienten mit dickeren Bauchdecken im wesentlichen Katheter 10 mit
rechtwinklig abgebogenen Formen 30 einsetzen, während man bei Patienten mit dünnen Bauchdecken, beispielsweise
Kindern, zu abgebogenen Formen 30 übergehen wird, deren öffnungswinkel bis zu 150° aufgeweitet
sein kann. Andererseits kann jedoch aber auch der rechtwinklige Zustand beibehalten werden, wenn die
Schenkel 32 und 34 entsprechend verlängert bzw. verkürzt werden.
Da sich der Schenkel 32 des Katheters 10 im wesentlichen parallel zur Wand 26 des Peritoneums durch den
Tunnel 36 erstreckt, der zwischen der Wand 26 des Peritoneums und der Körperhaut 16 gebildet wird, weist der
Katheter 10 in dem sich an den Schenkel 32 erstreckenden Bereich 38 eine erneute abgebogene Form 40 auf,
die vorteilhafterweise so ausgestaltet ist, daß sich das daran erstreckende Katheterteil 42 durch die Wand 26
des Peritoneums und die Öffnung 24 erstreckt. Der zwischen dem Schenkel 34 und dem Katheterteil 42 gebildete
Winkel beträgt im wesentlichen 90° kann jedoch aber auch im Bedarfsfall größer oder kleiner sein, sofern
die Spannungsfreiheit im Bereich der öffnung 24 sichergestellt ist.
Üblicherweise wird dieser Katheter 10 dadurch eingesetzt, daß zunächst die Körperhaut 16 bei 44 geöffnet
wird, wobei diese öffnung 44 mit der öffnung 24 fluchtet.
Nachdem der Katheter 10 auf einem geraden Mandrin aufgesteckt worden ist, was infolge seiner Flexiblität
problemlos ist, wird dieser Mandrin mit dem Katheter 10 nach dem vorstehend erwähnten Verfahren
durchgesteckt, anschließend durch die öffnung 44 in den Kanal 36 gezogen und durch die öffnung 22 erneut
hindurchgezogen.
Dieser Katheter 10 kann natürlich infolge seiner
Dieser Katheter 10 kann natürlich infolge seiner
ίο Spannungsfreiheit ohne zusätzliche Hilfsmittel einwachsen.
Vorteilhafterweise ist jedoch wenigstens ein Verankerungsmittel im Tunnelbereich vorgesehen, um
ein unabsichtliches Herausziehen des Katheters 10 zu verhindern. In der in F i g. 1 gezeigten bevorzugten Ausführungsform
sind in der Nähe der Körperöffnungen 22 und 24 zwei Scheiben 46 und 48 vorgesehen, deren Mittelpunkt
von dem Schenkel 34 bzw. dem Katheteneil 42 durchsetzt wird. Die Form dieser Scheiben 46 und 48 ist
unkritisch und ist im allgemeinen kreisförmig. Sie weist üblicherweise einen Durchmesser von eins bis vier, vorzugsweise
etwa 1,5—2,5 cm auf.
Diese Scheiben 46 und 48 sind natürlich aus einem körperfreundlichem Material gefertigt, das als Kunststoff
oder als Metall, wie Titan vorliegen kann. Zu einsetzbaren Kunststoffen gehören Produkte, die unter der
Bezeichnung »Dacron« im Handel vertrieben werden. Die Oberfläche dieser Scheiben 46 und 48 kann mit
diesem Kunststoffmaterial beschichtet sein, während der Kern aus einem anderen Material, beispielsweise
Silikon, gefertigt sein kann. Diese Kernschicht kann im Bereich des Katheters 10 durch eine Manschette 50
bzw, 52 stabilisiert sein, wobei diese Manschette 50 und 52 sowohl die Halterung der Scheibe am Katheter 10
selbst verbessern als auch eine gleichmäßige Flexibilität der Scheiben 46 und 48 gewährleisten.
Durch diese Scheiben 46 und 48, die von den jeweiligen Hautschichten be- und/oder durchwachsen werden
können, wird einerseits ein Eindringen von Keimen in die Bauchhöhle vermieden und andererseits ein Herausfließen
der Dialyselösung im Implantationskanal verhindert. Durch die spezielle Ausgestaltung dieser Scheiben
in Verbindung mit dem Katheter 10 wird eine mechanische Belastung der eingewachsenen Scheiben 46 und 48
im wesentlichen vermieden bzw. kann durch diese Scheiben 46 und 48 und durch die angewachsenen Hautbereiche
aufgefangen werden.
In F i g. 2 ist eine zweite Ausführungsform des Katheters 10 gezeigt, bei dem gleiche Bezugszeichen gleiche
Teile wie bei dem Katheter gemäß F i g. 1 bezeichnen.
Dieser Katheter 53 durchsetzt die beiden öffnungen 22
und 24 fluchtend, so daß der unmittelbar vor der Körperhaui 16 liegende und dazu parallel ausgerichtete Katheterast
54 und der Katheterast 56 im wesentlichen rechtwinklig aufeinanderstehen. In der Nähe der öffnung
22 ist wiederum eine Scheibe 46 einschließlich der dazugehörigen Manschette 50 vorteilhafterweise angeordnet
Der in F i g. 2 gezeigte Katheter 53 wird vorteilhafterweise
entweder als Kurzzeitkatheter oder bei Patienten mit dünnen Bauchdecken eingesetzt, bei denen die Körperhaut
16 und die Wand 26 des Peritoneums eng beieinanderliegen, so daß die Scheibe 46 praktisch zwischen
beiden verwachsen kann und somit ein Eindringen von Keimen und/oder Durchdringen von Dialyse-
flüssigkeit durch die Scheibe 46 verhindert werden kann.
In F i g. 3 ist eine Abwandlung der in F i g. 2 gezeigten
Ausführungsform gezeigt. Gegenüber der letztgenann-
ten Ausführungsform tritt der in F i g. 3 gezeigten Ausführungsform
des Katheters 53 eine Manschette 58 hinzu, die in der Nähe der öffnung 24 angeordnet ist. Diese
Manschette 58 soll ein besseres Verwachsen der um die öffnung 24 befindlichen Hautbereiche mit dem Katheter
53 gewährleisten und somit insbesondere einen Durchtritt von Dialyselösung in diese Hautbereiche verhindern.
Die in Fig. 4 gezeigte Ausführungsform,die im wesentlichen
der in Fi g. 1 gezeigten Ausführungsform des Katheters 10 ähnelt, unterscheidet sich von dieser lediglich
dadurch, daß die Scheibe 48 weggelassen worden ist. Hierdurch wird die Implantation und Explantation
des erfindungsgemäßen Katheters 10 erheblich erleichtert. Weiterhin kann diese Ausführungsform häufig ausreichen,
um die gewünschte Eigenschaft des Katheters 10, nämlich die Veränderung von Kontamination durch
Keime und die Abdichtung gegen das Eindringen von Dialyseflüssigkeit, herzustellen. Somit stellt diese Ausführungsform
neben der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform eine besonders vorteilhafte Variante dar.
In F i g. 5 ist eine weitere Variation der in F i g. 1 gezeigten Ausführungsform gezeigt. Hieraus ist ersichtlich,
daß der Katheter 10 einen besonders kurzen Schenkel 34 und demgegenüber einen erheblich verlängerten
Schenkel 32 aufweist. Zusätzlich ist das Katheterteil 42 durch die öffnung 24 in den Tunnel 36 zurückgeschoben,
was ebenfalls eine Zurückziehung des Bereichs 38 in den mittleren Teil des Tunnels 36 bewirkt, der sich an
die abgerundete Form 40 anschließende Katheterbereich 60 des Katheterteils 42 ist praktisch vollständig
mit der zu einem Kragen 62 verlängerten Manschette 52 umgeben, der einerseits als Abstandshalter für den abgebogenen
Bereich 40 von der öffnung 24 und andererseits als Verankerungshilfe für den Katheter in der
Bauchhaut dient. Eine solche Ausführungsform wird dort eingesetzt, wo eine scheibenförmige Ausführung
keine genaue Verankerung mehr gewährleistet und eine kragenförmige, verlängerte Verankerungshilfe angebracht
ist.
Eine weitere Ausführungsform ist in F i g. 6 gezeigt,
in dieser Ausführungsform, die einen Katheter 64 zeigt, ist der zwischen den Hautschichten 16 und 26 befindliche
Bereich 66 mit mehreren seitlichen Abbiegungen 68 versehen, wobei diese seitlichen Abbiegungen 68 vorzugsweise
wellenförmig ausgestaltet sind und die durch die Haut tretenden Bereiche des Katheters 64 miteinander
verbinden. Vorteilhafterweise sind an den durch die Haut im wesentlichen senkrecht tretenden Bereichen
des Katheters 64 die Scheiben 46 und 48 angebracht, von denen sich die seitlichen Abbiegungen 68 erstrekken.
Diese Abbiegur.gen 68, die vorteühafterweise mäanderförmig,
spiralig und/oder schraubenförmig hinsichtlich der Kathetermittelachse ausgebildet sein können,
gestatten eine besonders leichte Verschieblichkeit der Scheiben 64 und 68 gegeneinander und ermöglichen
hierdurch einen sehr guten Ausgleich von Relativbewegungen der mit 16 bezeichneten Epidermis und des Peritoneums
26.
Ein erfindungsgemäßer Katheter 10,53 oder 64 wird
bereits werksseitig in der gewünschten Form gefertigt und liegt somit im Einsatz spannungsfrei vor. Da vorteühafterweise
polymere Materialien, insbesondere Silikonprodukte, zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Katheter eingesetzt werden, werden die üblichen in der Kunststofftechnik eingesetzten Verarbeitungsmethoden
angewandt So wird beispielsweise ein Silikonmaterial zu einem Schlauch verarbeitet und in einer entsprechend
geformten Matrize zu dem erfindungsgemäßen Katheter ausgehärtet, wobei das Anbringen der Scheiben
46 und 48 entweder direkt in der Matrize oder anschließend erfolgen kann.
Hinzuzufügen ist, daß es sowohl aus Fertigungsgründen als auch aus Anwendungsgründen vorteilhaft ist,
wenn durch den gesamten Katheter eine Ebene gelegt werden kann, sollten allerdings die seitlichen Abbiegungen
68 in ihrer Wellenform zu stark sein, so kann es
ίο angebracht sein, daß die durch diese Welle gelegte Ebene
senkrecht auf der Katheterebene steht.
In Fi g. 7 ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Intraperitonealkatheters 70 dargestellt, der sowohl aus fertigungstechnischen Gründen als auch
wegen seiner leichten Einsetzbarkeit besonders bevorzugt ist.
Dieser Katheter 70 weist in seiner Wandung 72 ein diese Wandung versteifendes Element auf, das einerseits
dem Katheter 70 eine stabilere Form und völlige Spannungsfreiheit verleiht und andererseits bleibend verformbare
Eigenschaften aufweist.
Ein derartiges versteifendes Element kann beispielsweise in Form eines oder mehrerer Drähte vorliegen,
die in der Wand 72 des Katheters 70 eingebettet sind. Es ist insbesondere vorteilhaft, wenn ein derartiger Draht
wendelförmig in die Wand 72 eingebettet ist und somit die Form der in F i g. 7 gezeigten Spirale 74 aufweist.
Diese Spirale 74 kann in dem Katheterbereich vorliegen, der unmittelbar an die Bauchwand angrenzt und
durch diese geführt wird. Andererseits kann jedoch aber auch diese Spirale 74 vollständig durch den gesamten
Katheter 70 geführt sein, wobei eine derartige Führung voraussetzt, daß der Katheter 70 noch ausreichend flexibel
ist.
Letztere Ausführungsform wird man insbesondere dort wählen, wo der Katheter bereits werksseitig in seiner
endgültig gekrümmten Form vorgefertigt wird. In diesem Fall reichen bereits geringe Rückstellkräfte dieses
versteifenden Elements aus, da der Katheter selbst bereits spannungsfrei ist.
Andererseits kann jedoch aber auch der Katheter 70 in gestreckter, d. h. gerader Form vorgefertigt sein und
dieses versteifende Element aufweisen. Der Katheter wird dann beim Einsetzen entsprechend der gewünschten
Führung durch die Bauchwand vom Chirurgen gebogen und verbleibt in dieser endgültig gebogenen
Form im Körper des Patienten. Da die Wand 72 des Katheters 70 infolge dieser Abbiegungen Spannungen
aufweist, muß sichergestellt sein, daß das versteifende Element diese im Knickbereich auftretende Spannungen
derart aufnimmt, daß er im wesentlichen bleibend verformt vorliegt. Bei dieser Ausführungsform wird
man somit ein elastisches Element mit geringerer Elastizität einsetzen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (20)
1. Flexibler Peritonealkatheter für die dauerhafte Implantation bei der Peritonealdialyse, der ein mit
einem Konnektor verbindbares distales Ende, einen durch die Bauchwand des Patienten führbaren Bereich
und ein in die Bauchhöhle führbares proximales Ende aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die durch einen gewünschten Verlauf vor und/oder in der Bauchwand sich ergebenden Krümmungen
spannungsfrei vorgefertigt sind.
2. Katheter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei in der Bauchwand liegende Schenkel (32;
34), die im wesentlichen rechtwinklig zueinander angeordnet vorliegen.
3. Katheter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeicnnet,
daß der unmittelbar vor der Bauchwand liegende Bereich des Katheters (10,53,64) im
wesentlichen rechtwinklig abgebogen vorliegt, so daß er parallel zur Bauchwand liegt.
4. Katheter nach einem der Ansprüche 1—3, dadurch gekennzeichnet, daß der vor der Peritonealwand
in der Bauchwand angeordnete Bereich (38) des Katheters (10,64) im wesentlichen rechtwinklig
abgebogen ist, so daß er parallel zur Peritonealwand
liegt
5. Katheter nach einem der Ansprüche 2—4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (32, 34) im
wesentlichen gleich lang sind.
6. Katheter nach Anspruch 1, 3 oder 4, gekennzeichnet durch eine Vielzahl von wellenförmigen
Abbiegungen (68) in dem durch die Bauchwand führenden Bereich.
7. Katheter nach einem der Ansprüche 1 —6, gekennzeichnet durch wenigstens eine ihn umgebende
Scheibe (46,48) au·» körperfreundlichem Material.
8. Katheter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (46, 48) eine unmittelbar
den Katheter (10, 53, 64) umgebende Manschette (50,52) aufweist.
9. Katheter nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (46,48) einen Kernbereich
aufweist, der mit einem körperfreundlichen Material beschichtet ist, wobei das Material des
Kernbereichs und der Manschette (50,52) identisch sind.
10. Katheter nach einem der Ansprüche 7—9, dadurch gekennzeichnet, daß das körperfreundliche
Material ein Polyestergewebe auf der Basis von Polyethylenterphthalat(Dacron) und/oder Titan ist.
11. Katheter nach einem der Ansprüche 7 — 10, dadurch
gekennzeichnet, daß er zwei Scheiben (46,48) aufweist.
12. Katheter nach einem der Ans prüche 7 — 10, dadurch
gekennzeichnet, daß er eine Scheibe (46, 48) und eine Manschette (58,62) aufweist.
13. Katheter nach einem der Ansprüche 1 — 12, dadurch
gekennzeichnet, daß er aus einem Silikonmaterial besteht.
14. Katheter nach einem der Ansprüche 1 — 13, dadurch
gekennzeichnet, daß durch ihn eine Ebene legbar ist.
15. Katheter nach einem der Ansprüche 1 — 14, dadurch
gekennzeichnet, daß er wenigstens ein bleibend verformbares Element in seiner Wand (72) aufweist.
16. Katheter nach Anspruch 15, dadurch gekenn-
zeichnet, daß er ein oder mehrere in der Katheterlängsachse verlaufende Drähte aufweist
17. Katheter nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Draht die Form einer Spirale (74) aufweist
18. Katheter nach einem der Ansprüche 15-17, dadurch gekennzeichnet, daß das bleibend verformbare
Element in dem durch die Bauchwand führbaren Bereich des Katheters (7) vorgesehen ist
19. Katheter nach einem der Ansprüche 15—18, dadurch gekennzeichnet, daß er ein bleibend verformbares
Element mit hoher Elastizität aufweist und abgebogen vorgefertigt ist.
20. Katheter nach einem der Ansprüche 15—18, dadurch gekennzeichnet daß er ein bleibend verformbares
Element mit geringer Elastizität aufweist und im wesentlichen, gerade vorgefertigt ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813147722 DE3147722C2 (de) | 1981-11-27 | 1981-12-02 | Peritonealkatheter |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3147206 | 1981-11-27 | ||
| DE19813147722 DE3147722C2 (de) | 1981-11-27 | 1981-12-02 | Peritonealkatheter |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3147722A1 DE3147722A1 (de) | 1983-06-16 |
| DE3147722C2 true DE3147722C2 (de) | 1985-02-28 |
Family
ID=25797626
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813147722 Expired DE3147722C2 (de) | 1981-11-27 | 1981-12-02 | Peritonealkatheter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3147722C2 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US5067957A (en) * | 1983-10-14 | 1991-11-26 | Raychem Corporation | Method of inserting medical devices incorporating SIM alloy elements |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3699956A (en) * | 1970-10-01 | 1972-10-24 | Tecna Corp | Percutaneous lead device |
| US3707967A (en) * | 1970-10-01 | 1973-01-02 | Tecna Corp | Steady flow regenerative peritoneal dialysis system and method |
| US4092983A (en) * | 1977-01-31 | 1978-06-06 | General Atomic Company | Blood access device |
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| US4278092A (en) * | 1979-07-05 | 1981-07-14 | American Hospital Supply Corporation | Peritoneal catheter |
| DE8033825U1 (de) * | 1980-12-19 | 1981-05-27 | Beckers, Hermann L., Dr.med. Dr.med.dent., 6650 Homburg | Biegbares luftversorgungsrohr, sogenannter endotrachealtubus |
-
1981
- 1981-12-02 DE DE19813147722 patent/DE3147722C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3147722A1 (de) | 1983-06-16 |
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